[0001] Die Erfindung betrifft ein Kunstfaserseil mit mehreren in einem Abstand zueinander
verlaufenden Seilen und einem gemeinsamen Seilmantel, z. B. zur Verwendung in einer
Aufzugsanlage, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Laufende Seile sind in der Fördertechnik, insbesondere bei Aufzügen, im Kranbau und
im Bergbau, ein wichtiges, stark beanspruchtes Maschinenelement. Besonders vielschichtig
ist die Beanspruchung von getriebenen Seilen, wie sie beispielsweise bei Hebezeugen
verwendet werden.
[0003] So sind bei herkömmlichen Aufzugsanlagen der Kabinenrahmen und ein Gegengewicht über
mehrere Stahllitzenseile miteinander verbunden. Um die Kabine und das Gegengewicht
zu heben und zu senken, laufen die Seile über eine Treibscheibe, die von einem Antriebsmotor
angetrieben ist. Das Antriebsmoment wird unter Reibschluss dem jeweils über den Umschlingungswinkel
auf der Treibscheibe aufliegenden Seilabschnitt aufgeprägt. Dabei erfahren die Seile
Zug-, Biege-, Druck- und Torsionsspannungen. Die durch die Biegung über die Seilscheibe
entstehenden Relativbewegungen verursachen innerhalb des Seilgefüges Reibung, die
sich je nach Schmiermittelkonzentration auf den Seilverschleiss negativ auswirken
können. Je nach Seilkonstruktion, Biegeradius, Rillenprofil und Seilsicherheitsfaktor
haben die entstehenden Primär- und Sekundärspannungen negativen Einfluss auf den Seilzustand.
[0004] Neben den Festigkeitsanforderungen besteht bei Hebezeugen aus energetischen Gründen
ferner die Forderung nach möglichst kleinen Massen. Hochfeste Kunstfaserseile, beispielsweise
aus aromatischen Polyamiden, insbesondere Aramiden, mit hochgradig orientierten Molekülketten
erfüllen diese Anforderungen besser als Stahlseile, verfügen aber über eine geringere
Querfestigkeit.
[0005] Um die Aramidfasern folglich beim Lauf über die Treibscheibe möglichst geringen Querspannungen
auszusetzen, wird beispielsweise in der
EP 0 672 781 A1 ein als Treibseil geeignetes parallel gedrehtes Aramidfaserlitzenseil vorgeschlagen.
Das daraus bekannte Aramidseil bietet hinsichtlich Lebensdauer, hoher Abriebfestigkeit
und Biegewechselfestigkeit sehr zufriedenstellende Werte; allerdings besteht bei ungünstigen
Umständen die Möglichkeit, dass bei parallel verseilten Aramidseilen partielle Seilaufdrehungserscheinungen
auftreten, die das ursprüngliche Seilgefüge nachhaltig in ihrer Balance stören. Diese
Verdrehungserscheinungen und die Veränderungen des Seilgefüges können zum Beispiel
mit einem Kunstfaserseil gemäss der
Europäischen Patentanmeldung EP 1 061 172 A2 vermieden werden. Zu diesem Zweck umfasst das Kunstfaserseil zwei parallel verlaufenden
Seile, die über einen Seilmantel miteinander verbunden sind. Das Kunstfaserseil gemäss
EP 1 061 172 A2 erzielt eine Längsfestigkeit im Wesentlichen durch die Eigenschaften der beiden parallel
verlaufenden Seile. Der Seilmantel hingegen verhindert Verdrehungserscheinungen und
Veränderungen des Seilgefüges. Ausserdem dient der Seilmantel als Isolation (Schutzwirkung)und
er weist einen hohen Reibwert auf. Eine Schwachstelle kann je nach Anwendungs- und
Einsatzgebiet der Steg eines solchen Kunstfaserseiles gemäss
EP 1 061 172 A2 sein.
[0006] Eine Schwachstelle kann je nach Anwendungs- und Einsatzgebiet der Steg eines solchen
Kunstfaserseiles gemäss
EP 1 061 172 A2 sein.
[0007] Aus
WO 98/29327 ist ein Flachseil aus synthetischen Fasern bekannt. Die tragende Struktur bilden
Seile, die in einem gewissen Abstand parallel nebeneinander liegen und von einem Mantel
umfasst werden. Dieser Mantel ist auf der mit der Treibscheibe reibschlussbildenden
Seite mit einer Beschichtung zur Verbesserung seiner Reib- und Abnützungseigenschaften
versehen.
[0008] Die Erfindung verfolgt das Ziel, die bekannten Kunstfaserseile weiter zu verbessern
um unter anderem einen Stegbruch zu vermeiden.
[0009] Es ist insbesondere eine Aufgabenstellung der vorliegenden Erfindung, die Funktionalität
von Kunststoffseilen weiter zu verbessern.
[0010] Dieses Ziel wird erfindungsgemäss durch ein Kunstfaserseil mit den im Patentanspruch
1 angegebenen Merkmalen erreicht Die abhängigen Ansprüche enthalten zweckmässige und
vorteilhafte Weiterbildungen und/oder Ausführungen der durch die Merkmale des Anspruchs
1 gegebenen Erfindung.
[0011] Die Erfindung ist im Folgenden anhand in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele
ausführlich beschrieben.
Es zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Ansicht einer Aufzugsanlage mit einer über erfindungsgemässe Kunstfaserlitzenseile
mit einem Gegengewicht verbundenen Kabine;
- Figur 2
- eine perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemässen
Kunststoffseils (Zwillingsseil);
- Figur 3
- eine Querschnittsansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemässen
Kunststoffseiles;
- Figur 4
- eine schematische Ansicht einer Seilscheibe mit einem Abschnitt eines Kunststoffseiles,
das gemäss Erfindung ein aussen angeordnetes Verstärkungselement aufweist;
- Figur 5
- eine Querschnittsansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemässen
Kunststoffseiles;
- Figur 6
- eine Querschnittsansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemässen
Kunststoffseiles;
- Figur 7
- eine Querschnittsansicht eines Teils eines weiteren Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemässen
Kunststoffseiles;
- Figur 8
- eine Querschnittsansicht eines Teils eines weiteren Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemässen
Kunststoffseiles;
- Figur 9
- eine Seitenansicht eines Teils eines Verstärkungselementes gemäss Erfindung;
- Figur 10
- eine Seitenansicht eines Teils eines weiteren Verstärkungselementes gemäss Erfindung.
[0012] Gleiche, beziehungsweise gleich wirkende, konstruktive Elemente sind in allen Figuren
mit gleichen Bezugszeichen versehen, auch wenn sie in Einzelheiten nicht gleich ausgeführt
sind. Die Figuren sind nicht massstäblich.
[0013] Gemäss Figur 1 hängt eine in einem Schacht 1 geführte Kabine an einem tragenden erfindungsgemässen
Kunststoffseil 3, das vorzugsweise Aramidfasern umfasst und das über eine mit einem
Antriebsmotor 4 verbundene Treibscheibe 5 läuft. Auf der Kabine 2 befindet sich eine
Seilendverbindung 6, an der das Kunststoffseil 3 mit einem Ende befestigt ist. Das
jeweils andere Ende des Kunststoffseils 3 ist in gleicher Weise an einem Gegengewicht
7 festgemacht, welches ebenfalls in dem Schacht 1 geführt ist. Bei der gezeigten Anordnung
handelt es sich um eine sogenannte 1:1 Aufhängung, die sich dadurch auszeichnet, dass
das erfindungsgemässe Kunststoffseil 3 nur in eine Richtung gekrümmt wird, da es nur
um eine einzige Treibscheibe 5 umläuft, ohne über andere Scheiben umgelenkt zu werden,
wie dies zum Beispiel bei einer 2:1 Aufhängung der Fall ist.
[0014] Das niedrige Gewicht von Kunststoffseilen bietet den Vorteil, dass bei Aufzugsanlagen
auf die üblichen Ausgleichsseile teilweise oder ganz verzichtet werden kann. Im Vergleich
zu herkömmlichen Stahlseilen können dadurch die maximale Förderhöhe einer Aufzugsanlage
vergrössert oder aber die maximal zulässige Last bei gleichen Seilabmessungen erhöht
werden.
[0015] Unter Umständen kann aber ein Ausgleichsseil auch trotz der Verwendung leichter Kunststoffseile
vorgesehen werden. Ein solches Ausgleichsseil wird dann in ähnlicher Weise mit seinem
ersten Ende am unteren Ende der Kabine 2 angebunden, von wo aus das Ausgleichsseil
zum Beispiel über am Schachtboden 10 platzierte Umlenkrollen zum Gegengewicht 7 hin
führt.
[0016] Ein erstes Kunstfaserseil 3 zur Verwendung in einer Aufzugsanlage ist in Figur 2
gezeigt. Das Kunstfaserseil 3 umfasst mindestens zwei Seile 14 und 15 aus Kunstfaserlitzen
20, 22, 24, bzw. 20, 21, 23, die zur Kraftaufnahme in Längsrichtung ausgelegt sind.
Die Seile 14, 15 sind entlang der Längsrichtung 16 des Kunstfaserseils 3 mit einem
Abstand 19 parallel zueinander angeordnet. Durch einen gemeinsamen Seilmantel 17 sind
die Seile 14, 15 verdrehfest gegeneinander fixiert. Der Seilmantel 17 bildet einen
parallel zu der Längsrichtung des Kunstfaserseils 3 verlaufenden Steg 18 zwischen
den beiden Seilen. Gemäss Erfindung umfasst das Kunstfaserseil 3 ein Verstärkungselement
9 zum mechanischen Verstärken des Seilmantels 17. Bei der gezeigten Ausführungsform
ist das Verstärkungselement 9 im Bereich des Steges 18 angeordnet und verläuft parallel
zur Längsrichtung 16 des Seiles 3.
[0017] Als Material für die erwähnten Verstärkungselemente kommen allgemein Materialien
in Frage, die für Strukturverstärkungen geeignet sind, beispielsweise Aramid, Polyester,
Glasfasern, Kohlefasern oder Ähnliches.
[0018] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung kann ein Zwillingsseil als Kunstfaserseil
3 verwendet werden, wie es zum Beispiel in der eingangs genannten
Europäischen Patentanmeldung EP 1 061 172 A2 beschrieben ist. Ein solches Zwillingsseil kann aus zwei mit gegenseitigem Abstand
parallel zueinander angeordneten Kunstfaserseilen 14 und 15 aufgebaut sein, die mittels
einem sie gemeinsam umgebenden Seilmantel 17 in ihrer Lage zueinander und insbesondere
verdrehfest festgelegt sind. Die Seile 14, 15 können durch zwei- oder mehrstufiges
Verdrehen von Seil-Litzen hergestellte, gedrehte Seile sein, wobei in der letzten
Stufe zwei Lagen 25, 26, 27, 28 oder mehr Lagen von Seil-Litzen 20, 21, 22, 23, 24
miteinander verseilt sind. Erfindungsgemäss unterscheiden sich die beiden Kunstfaserseilseile
14, 15 hinsichtlich ihrer Drehungsrichtung, die typischerweise mit "S" und "Z" bezeichnet
ist. Als "S" Drehrichtung wird eine schraubenlinienförmig verlaufende Verdrehung bezeichnet,
die der Form des Buchstabens "S" folgt. Entsprechend verhält es sich bei einer Verseilung
mit Z-Drehung.
[0019] In dem Seil 14 können zum Beispiel Seilgarne aus Aramidfasern mit S-Drehung zu Litzen
22, 24 mit Z-Drehung verseilt sein. In einer ersten Litzenlage 26, sind fünf solcher
Litzen 22 mit Z-Drehung im Trossenschlag mit S-Drehung um eine Kernlitze 20 gelegt.
Fünf weitere dieser Litzen 22 sind mit fünf durchmessergrösseren Litzen 24 mit Z-Drehung
im Parallelschlag zu einer zweiten Litzenlage 28 verseilt. Gemeinsam bilden sie ein
gedrehtes zweilagiges Litzenseil, nämlich das Seil 14 mit S-Drehung.
[0020] Der Aufbau des Seils 15 ist in der gezeigten Ausführungsform gleich demjenigen des
Seils 14; allerdings mit entgegengesetzter Drehungsrichtungen "S","Z". So sind im
Seil 15 Kunstfaser-Seilgarne mit Z-Drehung zu Litzen 21, 23 mit S-Drehung verseilt.
Diese Litzen 21, 23 mit S-Drehung sind in zwei Lagen 25, 27 zu dem Seil 15 mit Z-Drehung
verseilt.
[0021] In der zweiten Litzenlage 27 liegen die durchmessergrösseren Litzen 23 quasi in den
Tälern der sie tragenden ersten Litzenlage 25, während die fünf Litzen 21 auf den
Kuppen der diese tragenden ersten Litzenlage 25 liegen und dabei die Lücken zwischen
den jeweils benachbarten durchmessergrösseren Litzen 23 ausfüllen. Auf diese Weise
erhalten die zweilagig parallel verseilten Seile 14, 15 eine nahezu zylinderförmige
Aussenkontur.
[0022] Wie in Figur 2 zu erkennen, ist der gesamte Aussenumfang der Seile 14 und 15 von
dem Seilmantel 17 aus Kunststoffmaterial umhüllt. Die folgenden Kunststoffmaterialien
sind besonders als Seilmantel geeignet: Gummi, Polyurethan, Polyolefin, Polyvinylchlorid
oder Polyamid. Das jeweils elastisch verformbare Kunststoffmaterial ist vorzugsweise
auf die Seile 14 und 15 aufgespritzt bzw. extrudiert und anschliessend darauf verdichtet.
Dadurch dringt das Seilmantelmaterial von aussen in alle Zwischenräume zwischen den
Litzen 22, 24 am Aussenumfang ein und füllt diese aus. Die damit geschaffene Bindung
des Seilmantels 17 an die Seile 14 und 15 ist so fest, dass lediglich geringe Relativbewegungen
zwischen den Litzen 22, 24 der Seile 14, 15 und dem Seilmantel 17 auftreten. Der Seilmantel
17 definiert einen Abstand 19 zwischen beiden Trossenschlag-Seilen 14, 15 mit einem
überbrückenden Verbindungssteg 18, der als Drehmomentbrücke, die unter Längsbelastung
des Kunstfaserseils 3 entstehenden, durch den Seilaufbau bedingten, entgegengesetzt
orientierten Drehmomente der Seile 14, 15 gegenseitig aufhebt und damit über den Gesamtquerschnitt
des Kunstfaserseils 3 einen Drehmomentausgleich zwischen der Summe aller rechts- und
aller linksgängigen Litzenanteile schafft.
[0023] Ein erfindungsgemässes Kunstfaserseil 3 umfasst als Bestandteil des Seilmantels 17
mindestens ein länglich ausgeführtes Verstärkungselement 9, das sich parallel zur
Längsrichtung 16 des Kunstfaserseils 3 erstreckt. In dem in Figur 2 gezeigten Beispiel
bildet der Seilmantel 17 zusammen mit den beiden Seilen 14, 15 eine hantelförmige
Anordnung. Das länglich ausgeführte Verstärkungselement 9 ist so ausgeformt, dass
es in eine der Ausnehmungen am Steg 18 eingepasst ist. Das Verstärkungselement 9 kann
auf den Seilmantel 17 aufgesetzt oder in den Seilmantel 17 integriert sein. Vorzugsweise
werden zwei derartige Verstärkungselemente 9 symmetrisch in den einander gegenüberliegenden
Ausnehmungen im Stegbereich angeordnet. Besonders geeignet ist ein Verstärkungselement
aus Aramid, das die Querfestigkeit des gesamten Kunstfaserseiles 3 verbessert.
[0024] Bei einem zweiten Ausführungsbeispiel nach Figur 3 besteht das Kunstfaserseil 30
(Zwillingsseil) aus zwei in entgegengesetzten Drehrichtungen "S", "Z" verseilten Seilen
31, 32, die verdrehfest und in ihrer parallelen, beabstandeten Lage zueinander durch
einen gemeinsamen Seilmantel 33 fixiert sind. Abgesehen von der unterschiedlichen
Drehungsrichtung "S", "Z" der Seile 31, 32 ist das Zwillingsseil 30 symmetrisch zu
der Seillängsachse aufgebaut (die Seillängsachse steht senkrecht auf der Zeichnungsebene).
Die Seile 31 und 32 bestehen in dem gezeigten Beispiel jeweils aus drei Gruppen von
Litzen 35, 36, 37 mit unterschiedlichem Durchmesser. Die Garnzahl in allen Litzen
35, 36, 37 des Kunstfaserseiles 30 ist gleich und ist abhängig von dem gewünschten
Durchmesser der zu fertigenden Seile 31, 32. Bei dem Seil 31 dieses Ausführungsbeispiels
sind drei Litzen 35 mit Z-Drehung zu einem Seilkern mit S-Drehung verseilt. Um diesen
Seilkern herum sind weitere drei Litzen 36 im Parallelschlag verseilt, die sich eng
an die Aussenkontur des Seilkerns anlegen. Schliesslich sind die Zwischenräume zwischen
den miteinander verseilten Litzen 35, 36 am Aussenumfang des Seils 31 mit Litzen 37
der dritten Gruppe gefüllt. Diese Litzen 37 sind ebenfalls parallel und schraubenlinienförmig
zu dem Seil 31 verseilt. Der Aufbau des Seils 32 unterscheidet sich gegenüber dem
Seil 31 ausschliesslich durch jeweils entgegengesetzte Drehrichtungen "S", "Z" der
Aramidgarne und Litzen.
[0025] Gemäss Erfindung sind zwei länglich ausgeführte Verstärkungselemente 34 vorgesehen,
die sich parallel zur Längsrichtung des Kunstfaserseiles 30 erstrecken. Die länglich
ausgeführte Verstärkungselemente 34 bilden einen integralen Bestandteil des Seilmantels
33 und sind so im Bereich eines Steges in diesen Seilmantel integriert, dass das Kunstfaserseil
30 einen im Wesentlichen ovalen Querschnitt aufweist.
[0026] In einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemässen Kunstfaserseiles - wie
in Figur 4 stark schematisiert dargestellt - ist ein länglich ausgeführtes Verstärkungselement
49 vorgesehen, das auf derjenigen Seite eines Kunstfaserseils 43 angeordnet ist, die
beim Umlaufen um eine Seilscheibe 45 einer Aufzugsanlage den grösseren Krümmungsradius
aufweist. Auf dieser äusseren Seite des Kunstfaserseils 43 erfährt das Seil beim Umlaufen
um die Seilscheibe 45 eine Dehnung, die durch das Verstärkungselement 49 auf maximale
Zugwerte beschränkt werden kann, die dem Kunstfaserseil 43 als solches keinen Schaden
zuführen. Eine solche Ausführungsform mit einseitig angeordnetem Verstärkungselement
eignet sich besonders für Aufzugsanlagen mit 1:1 Aufhängung, wie zum Beispiel in Figur
1 gezeigt.
[0027] In Figur 5 ist eine Ausführungsform eines Kunstfaserseiles 50 im Schnitt gezeigt,
bei der das Verstärkungselement 59 wie ein schlauchartig geformter Mantel den hantelförmigen
Seilmantel des Seiles 53 umhüllt. Der Einfachheit halber sind in Figur 5 keine Details
des Seilmantels und des inneren Teils des Seiles 53 gezeigt.
[0028] In Figur 6 ist eine weitere Ausführungsform eines Kunstfaserseiles 60 im Schnitt
gezeigt. Das Verstärkungselement 69 ist um den hantelförmigen Seilmantel des Seiles
63 gewickelt und bildet in einem Bereich eine Überlappung 68, die sich entlang der
gesamten Längsachse des Kunstfaserseiles 60 erstreckt. Der Einfachheit halber sind
auch in Figur 6 keine Details des Seilmantels und des inneren Teils des Seiles 63
gezeigt. Die Überlappung 68 ist vorzugsweise nahe einer der Ausnehmungen angeordnet,
die sich im Bereich des Steges befinden. Dadurch ist gewährleistet, dass die Überlappung
68 gegenüber den beiden Hantelenden etwas zurückversetzt liegt, und so weniger exponiert
ist.
[0029] Gemäss einer weiteren Ausführungsform, die ausschnittsweise in Figur 7 gezeigt ist,
weist das Kunstfaserseil 70 einen inneren Bereich mit Fasern 71 auf. Diese Fasern
71 sind von einem Verstärkungselement 79 umhüllt. Vorzugsweise wird das Verstärkungselement
79 aufgespritzt bzw. extrudiert und anschliessend verdichtet. Dadurch dringt das Material
des Verstärkungselementes 79 von aussen in alle Zwischenräume zwischen den Fasern
71 am Aussenumfang ein und füllt diese aus. So wird eine innige Verbindung gewährleistet.
Die Fasern 71 können auch mit einem Fasermaterial umwickelt werden, das nach einem
Imprägnierungsvorgang dann das Verstärkungselement 79 bildet. Das Verstärkungselement
79 wiederum ist von dem Seilmantel 77 umgeben, der vorzugsweise mit dem Verstärkungselement
79 eine innige Verbindung aufweist.
[0030] Gemäss einer weiteren Ausführungsform, die ausschnittsweise in Figur 8 gezeigt ist,
weist das Kunstfaserseil 80 einen inneren Bereich mit Fasern 81 auf. Diese Fasern
81 sind von einem Seilmantel 87 umgeben, in den das Verstärkungselement 89 als eine
Art Zwischenschicht eingebettet bzw. integriert ist. Auch bei dieser Ausführungsform
ist es von Vorteil, wenn der Seilmantel 87 und das Verstärkungselement 89 eine innige
Verbindung miteinander eingehen.
[0031] Vorzugsweise sind in den gezeigten Ausführungsbeispielen die Verstärkungselemente
innig mit dem Seilmantel verbunden (wie zum Beispiel in den Figuren 2, 3, 4, 5, 6
oder 7 gezeigt) oder bilden einen integralen Bestandteil des Seilmantels (wie zum
Beispiel in Figur 8 gezeigt), um bei Beanspruchung eine bessere Kraftübertragung bzw.
einen besseren Kraftausgleich zu gewährleisten.
[0032] Vorzugsweise ist das Verstärkungselement länglich ausgeführt und erstreckt sich in
Längsrichtung entlang des Seilmantels.
[0033] In einer weiteren vorzugsweisen Ausführungsform eines hantelförmig ummantelten Kunstfaserseiles
ist das Verstärkungselement im Bereich des Stegs angeordnet, der zwischen den parallel
angeordneten und beabstandeten Seilen gebildet wird.
[0034] Gemäss Erfindung können auch mehr als zwei Seile jeweils in einem Abstand zueinander,
vorzugsweise parallel zueinander, angeordnet und von einem Seilmantel mit Verstärkungselement
ummantelt werden.
[0035] Gemäss einer weiteren Ausführungsform kann das Verstärkungselement kurze Fiberstücke
(z.B. Glasfasern, Aramidfasern oder dergleichen) umfassen, die in den Seilmantel integriert
sind.
[0036] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen zeichnen sich dadurch aus, dass das Verstärkungselement
eine gewebte Matte umfasst, die vorzugsweise in verschiedene Richtungen verwoben ist,
oder eine Fibermatte umfasst, die vorzugsweise ungerichtete Fibern ausweist, oder
dass das Verstärkungselement eine mäanderförmige Umwicklung aus Filamenten umfasst,
wobei die Filamente vorzugsweise in verschiedenen Winkeln zueinander angeordnet sind.
Das Verstärkungselement kann auch eine geflochtene Filamentanordnung umfassen, wobei
die Filamente der Filamentanordnung lose oder dicht miteinander verflochten sind.
Gemäss Erfindung kann der Seilmantel eine hantelförmige, zylindrische, ovale, konkave,
rechteckige oder keilförmige Querschnittsform aufweisen.
[0037] In einer weiteren Ausführungsform wird das Verstärkungselement so ausgelegt, dass
eine gewisse Rissbildung (zum Beispiel durch Dehnung oder Ermüdung) im Seilmantel
zugelassen wird. Das Verstärkungselement verhindert jedoch die Bildung von tiefen
Rissen im Seilmantel und bewahrt somit die Integrität des Seiles als Ganzes. Um die
Rissbildung zu kontrollieren bzw. deren Ausmass zu begrenzen eignet sich insbesondere
eine Ausführungsform der in Figur 8 gezeigten Art, bei der das Verstärkungselement
innerhalb des Seilmantels angeordnet ist. Die Rissbildung kann dadurch auf den äusseren
Bereich des Seilmantels beschränkt werden.
[0038] Vorzugsweise ist die Verstärkung gemäss Erfindung so ausgelegt, dass sie nicht oder
kaum eine Verstärkung in Längsrichtung bildet. Die Längskräfte sollen weiterhin hauptsächlich
von den Kunstfaserlitzen des Kunstfaserseiles aufgenommen werden. Vorzugsweise dient
die Verstärkung gemäss Erfindung einer Erhöhung der Wechselbiegefestigkeit (Querbelastung)
und/oder der Torsionsfestigkeit.
[0039] Die in den Figuren 2 bis 8 gezeigten das Kunstfaserseile sind besonderes zum Antrieb
durch eine Seilscheibe geeignet, wobei die Kraftübertragung zwischen der Seilscheibe
und dem Kunstfaserseil im Wesentlichen per Reibschluss erfolgt.
[0040] Die Erfindung kann auch auf riemenartig ausgelegte Kunstfaserseile übertragen werden,
wie im Folgenden anhand verschiedener Ausführungsformen beschrieben wird. Riemenartig
ausgelegte Kunstfaserseile zeichnen sich dadurch aus, dass die Kraftübertragung im
Wesentlichen per Formschluss erfolgt. Zu diesem Zweck trägt entweder die Scheibe,
um die das riemenartig ausgelegte Kunstfaserseil umläuft, Zähne, Noppen oder andere
hervorstehende Elemente, die in entsprechende Ausnehmungen des riemenartig ausgelegten
Kunstfaserseiles eingreifen, oder das riemenartig ausgelegte Kunstfaserseil selbst
weist eine Anzahl von Zähnen, Noppen oder andere hervorstehende Elemente auf, die
mit Ausnehmungen einer Scheibe in Wechselwirkung treten.
[0041] Gemäss Erfindung weist ein riemenartig ausgelegtes Kunstfaserseil mindestens ein
länglich ausgeführtes Verstärkungselement auf. Dieses Verstärkungselement weist entweder
Ausnehmungen auf, die mit Zähnen, Noppen oder anderen hervorstehenden Elementen einer
Scheibe in Wechselwirkung treten können, oder das Verstärkungselement weist Zähnen,
Noppen oder andere hervorstehende Elemente auf, die in eine entsprechend ausgeführte
Scheibe eingreifen können.
[0042] Ein erstes länglich ausgeführtes Verstärkungselement 99 ist in Figur 9 gezeigt. Das
gezeigte Element 99 weist eine Anzahl von gleichmässig beabstandeten Ausnehmungen
91 auf. Das Verstärkungselement 99 kann entweder innig mit dem Seilmantel eines Kunstfaserseiles
verbunden werden, oder es kann in den Seilmantel integriert sein, wobei die Ausnehmungen
91 jedoch von aussen zugänglich sein müssen.
Ein weiteres länglich ausgeführtes Verstärkungselement 109 ist in Figur 10 gezeigt.
Das gezeigte Element 109 weist eine Anzahl von gleichmässig beabstandeten Zähnen 101
auf. Das Verstärkungselement 109 kann entweder innig mit dem Seilmantel eines Kunstfaserseiles
verbunden werden, oder es kann in den Seilmantel integriert sein, wobei die Zähne
101 aus dem Seilmantel herausragen.
[0043] Die erfindungsgemässen Ausführungsformen erlauben es die Querfestigkeit von Kunstfaserseilen
zu erhöhen. Damit kann insbesondere die Biegewechselleistung verbessert werden. Stegbrüche
oder Schwächungen im Stegbereich können vermieden werden.
[0044] Die Erfindung lässt sich allgemein auf Hebezeuge wie Kräne, Material- und Personenaufzüge
wie auch auf Maschinen anwenden, bei denen Kräfte über antreibbare Seile übertragen
werden.
1. Kunstfaserseil (3; 30; 43; 50; 60; 70; 80) bestehend aus mindestens zwei Seilen (14,
15; 31, 32) aus Kunstfaserlitzen (20 - 28; 35 - 37; 71; 81), die zur Kraftaufnahme
in Längsrichtung (16) ausgelegt sind und vorzugsweise eine Kraftübertragung per Reibschluss
erlauben, wobei die Seile (14, 15; 31, 32) entlang der Längsrichtung (16) des Kunstfaserseiles
(3; 30; 43; 50; 60; 70; 80) mit einem Abstand (19) zueinander angeordnet und mittels
eines Seilmantels (17; 33; 77; 87) fixiert sind, der einen Steg (18) zwischen den
beiden Seilen (14, 15; 31, 32) bildet, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunstfaserseil (3; 30; 43; 50; 60; 70; 80) ein oder mehrere entlang des Kunstfaserseils
erstreckende Verstärkungselemente (9; 34; 49; 59; 69; 79; 89; 99; 109) zum mechanischen
Verstärken des Seilmantels (17; 33; 77; 87) umfasst, wobei mindestens ein Teil eines
Verstärkungselements auf derjenigen Seite des Kunstfaserseils angebracht ist, die
beim Umlaufen um eine Seilscheibe den grösseren Krümmungsradius aufweist.
2. Kunstfaserseil (80) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (89) ein integrales Bestandteil des Seilmantels (87) ist.
3. Kunstfaserseil (3; 30; 43; 50; 60; 70; 80) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (9; 34; 49; 59; 69; 79; 89; 99; 109) länglich ausgeführt
ist und sich in der Längsrichtung (16) entlang des Seilmantels (17; 33; 77; 87) erstreckt.
4. Kunstfaserseil (60) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (69) den Seilmantel umwickelt oder das Verstärkungselement
(59) in Form eines Schlauchs den Seilmantel umgreift.
5. Kunstfaserseil (3; 30) nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement ein oder zwei streifenförmige Element/e (9; 34; 99; 109)
umfasst, die im Bereich des Stegs (18) angeordnet sind.
6. Kunstfaserseil (80) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (89) kurze Fiberstücke umfasst, die in den Seilmantel (87)
integriert sind.
7. Kunstfaserseil (3; 30; 50; 60; 70; 80) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (9; 34; 59; 69; 79; 89; 99; 109)
• eine gewebte Matte umfasst, die vorzugsweise in verschiedene Richtungen verwoben
ist, oder
• eine Fibermatte umfasst, die vorzugsweise ungerichtete Fibern ausweist, oder
• eine mäanderförmige Umwicklung aus Filamenten umfasst, wobei die Filamente vorzugsweise
in verschiedenen Winkeln zueinander angeordnet sind, oder
• eine geflochtene Filamentanordnung umfasst, wobei die Filamente der Filamentanordnung
lose oder dicht miteinander verflochten sind.
8. Kunstfaserseil (50; 60; 70; 80) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (59; 69; 79; 89)
• im Inneren des Kunstfaserseils (70) zwischen den Fasern (71) des jeweiligen Seiles
und dem Seilmantel (77), oder
• als Schicht (89) innerhalb des Seilmantels (87), oder
• am Äusseren des Kunstfaserseils (50; 60)
angeordnet ist.
9. Kunstfaserseil (3; 30; 43; 50; 60; 70; 80) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement aus Aramid, Polyester, Glasfasern, Kohlefasern oder einem
Material, das für Strukturverstärkungen geeignet ist, besteht.
10. Kunstfaserseil nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (99; 109)
• eine Anzahl von Ausnehmungen (91) aufweist, die so ausgelegt sind, dass sie mit
Zähnen oder anderen hervorragenden Elementen eines Zahnrades oder Ritzels in Wechselwirkung
treten können, oder
• eine Anzahl von Zähnen (101), Noppen oder anderen hervorragenden Elementen aufweist,
die so ausgelegt sind, dass sie mit Ausnehmungen einer Scheibe in Wechselwirkung treten
können,
wobei die Kraftübertragung im Wesentlichen per Formschluss erfolgt.
1. Synthetic fibre rope (3; 30; 43; 50; 60; 70; 80), consisting of at least two ropes
(14, 15; 31, 32) of synthetic fibre strands (20-28; 35-37; 71; 81), which are designed
for absorption of force in longitudinal direction (16) and preferably permit transmission
of force by friction couple, wherein the ropes (14, 15; 31, 32) are arranged along
the longitudinal direction (16) of the synthetic fibre rope (3; 30; 43; 50; 60; 70;
80) at a spacing (19) from one another and fixed by means of a rope sheathing (17;
33; 17; 87), which forms a web (18) between the two ropes (14, 15; 31, 32), characterised in that the synthetic fibre rope (3; 30; 43; 50; 60; 70; 80) comprises one or more reinforcing
elements (9; 34; 49; 59; 69; 79; 89; 99; 109), which extend along the synthetic fibre
rope, for mechanical reinforcing of the rope sheathing (17; 33; 77; 87), wherein at
least a part of a reinforcing element is mounted on that side of the synthetic fibre
rope which has the larger radius of curvature when running around a rope pulley.
2. Synthetic fibre rope (80) according to claim 1, characterised in that that the reinforcing element (89) is an integral component of the rope sheathing (87).
3. Synthetic fibre rope (3; 30; 43; 50; 60; 70; 80) according to claim 1 or 2, characterised in that the reinforcing element (9; 34; 49; 59; 69; 79; 89; 99; 109) is formed to be elongate
and extends in the longitudinal direction (16) along the rope sheathing (17; 33; 77;
87).
4. Synthetic fibre rope (60) according to claim 1, 2 or 3, characterised in that the reinforcing element (69) covers the rope sheathing or the reinforcing element
(59) engages around the rope sheathing in the manner of a hose.
5. Synthetic fibre rope (3; 30) according to claim 1, 2, 3 or 4, characterised in that the reinforcing element comprises one or two strip-shaped elements (9; 34; 99; 109)
arranged in the region of the web (18).
6. Synthetic fibre rope (80) according to claim 1 or 2, characterised in that the reinforcing element (89) comprises short fibre pieces integrated in the rope
sheathing (87).
7. Synthetic fibre rope ((3; 30; 50; 60; 70; 80) according to one of claims 1 to 6,
characterised in that the reinforcing element (9, 34; 59; 69; 79; 89; 99; 109) comprises
- a woven mat preferably woven in different directions or
- a fibre mat preferably comprising non-directional fibres or
- a meander-shaped covering of filaments, wherein the filaments are preferably arranged
at different angles relative to one another, or
- a braided filament arrangement, wherein the filaments of the filament arrangement
are loosely or tightly braided together.
8. Synthetic fibre rope (50; 60; 70; 80) according to one of claims 1 to 3,
characterised in that the reinforcing element (59; 69; 79; 89) is arranged
- in the interior of the synthetic fibre rope (70) between the fibres (71) of the
respective rope and the rope sheathing (77), or
- as a layer (89) within the rope sheathing (87), or
- at the outside of the synthetic fibre rope (50; 60).
9. Synthetic fibre rope (3; 30; 43; 50; 60; 70; 80) according to one of the preceding
claims, characterised in that the reinforcing element consists of aramide, polyester, glass fibres, carbon fibres
or a material suitable for structural reinforcements.
10. Synthetic fibre rope according to one of claims 1 to 9,
characterised in that the reinforcing element (99; 109) has
- a plurality of recesses (91) so designed that they can interact with teeth or other
projecting elements of a gearwheel or pinion or
- a plurality of teeth (101), nubs or other projecting elements so designed that they
can interact with recesses of a pulley,
wherein the force transmission takes place substantially by mechanically positive
couple.
1. Câble en fibres synthétiques (3 ; 30 ; 43 ; 50 ; 60 ; 70 ; 80) composé d'au moins
deux câbles (14, 15 ; 31, 32) formés de torons de fibres synthétiques (20-28 ; 35-37
; 71 ; 81) qui sont conçus pour recevoir des forces dans le sens longitudinal (16)
et qui permettent de préférence une transmission de force par friction, les câbles
(14, 15 ; 31, 32) étant disposés le long du sens longitudinal (16) du câble en fibres
synthétiques (3 ; 30 ; 43 ; 50 ; 60 ; 70 ; 80) avec un espacement mutuel (19) et étant
fixés à l'aide d'une gaine de câble (17 ; 33 ; 77 ; 87) qui forme une patte (18) entre
les deux câbles (14, 15 ; 31, 32), caractérisé en ce que le câble en fibres synthétiques (3 ; 30 ; 43 ; 50 ; 60 ; 70 ; 80) comprend un ou
plusieurs éléments de renforcement (9 ; 34 ; 49 ; 59 ; 69 ; 79 ; 89 ; 99 ; 109) qui
s'étendent le long du câble en fibres synthétiques, pour le renforcement mécanique
de la gaine de câble (17 ; 33 ; 77 ; 87), une partie au moins d'un élément de renforcement
étant fixée sur le côté du câble en fibres synthétiques qui présente le plus grand
rayon de courbure lors du passage sur une poulie de câble.
2. Câble en fibres synthétiques (80) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de renforcement (89) fait partie intégrante de la gaine de câble (87)
3. Câble en fibres synthétiques (3 ; 30 ; 43 ; 50 ; 60 ; 70 ; 80) selon la revendication
1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément de renforcement (9 ; 34 ; 49 ; 59 ; 69 ; 79 ; 89 ; 99 ; 109) a une forme
allongée et s'étend dans le sens longitudinal (16) le long de la gaine de câble (17
; 33 ; 77 ; 87).
4. Câble en fibres synthétiques (60) selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que l'élément de renforcement (69) est enroulé autour de la gaine de câble, ou l'élément
de renforcement (59) entoure la gaine de câble sous la forme d'un tuyau.
5. Câble en fibres synthétiques (3 ; 30) selon la revendication 1, 2, 3 ou 4, caractérisé en ce que l'élément de renforcement comprend un ou deux éléments en forme de bande (9 ; 34
; 99 ; 109) qui sont disposés dans la zone de la patte (18).
6. Câble en fibres synthétiques (80) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément de renforcement (89) comprend des morceaux de fibres courts qui sont intégrés
dans la gaine de câble (87).
7. Câble en fibres synthétiques (3 ; 30 ; 50 ; 60 ; 70 ; 80) selon l'une des revendications
1 à 6,
caractérisé en ce que l'élément de renforcement (9 ; 34 ; 59 ; 69 ; 79 ; 89 ; 99 ; 109)
- comprend un mat tissé qui est de préférence tissé dans des directions différentes,
ou
- comprend un mat de fibres qui présente de préférence des fibres non orientées, ou
- comprend un enroulement sinueux de filaments, les filaments étant de préférence
disposés suivant différents angles les uns par rapport aux autres, ou
- comprend un agencement tressé de filaments, les filaments de cet agencement étant
tressés entre eux de manière lâche ou compacte.
8. Câble en fibres synthétiques (50 ; 60 ; 70 ; 80) selon l'une des revendications 1
à 3,
caractérisé en ce que l'élément de renforcement (59 ; 69 ; 79 ; 89)
- est disposé à l'intérieur du câble en fibres synthétiques (70) entre les fibres
(71) du câble et la gaine de câble (77), ou
- sous la forme d'une couche (89) à l'intérieur de la gaine de câble (87), ou
- à l'extérieur du câble en fibres synthétiques (50 ; 60).
9. Câble en fibres synthétiques (3 ; 30 ; 43 ; 50 ; 60 ; 70 ; 80) selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que l'élément de renforcement se compose d'aramide, de polyester, de fibres de verre,
de fibres de carbone ou d'un matériau qui convient pour les renforcements de structure.
10. Câble en fibres synthétiques selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que l'élément de renforcement (99 ; 109)
- présente un certain nombre de creux (91) qui sont conçus pour pouvoir coopérer avec
des dents ou d'autres éléments saillants d'une roue dentée ou d'un pignon, ou
- présente un certain nombre de dents (101), de bosses ou d'autres éléments saillants
qui sont conçus pour pouvoir coopérer avec des creux d'une poulie,
la transmission de force se faisant globalement par complémentarité de forme.