[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steckkupplung zum lösbaren Verbinden eines
ersten Bauteils und eines zweiten Bauteils.
[0002] Aus der DE 198 36 108 A1 des Anmelders ist eine Steckkupplung bekannt, die aus einem
elastisch verformbaren pfannenartigen Kupplungsteil und einem kugelartigen Kupplungsteil
besteht. Das pfannenartige Kupplungsteil ist in eine an dem ersten Bauteil vorgesehene
Fassung so einsetzbar, dass es darin formschlüssig gehalten wird. Es besteht aus einer
Kugelpfanne, einer an dieser angeformten, als Einführabschnitt dienenden, ringförmigen
Zwischenwand sowie einer an dieser angeformten rohrförmigen Außenwand, die die Kugelpfanne
mit Abstand umgibt und beim Einsetzen des pfannenartigen Kupplungsteils in Anlage
an eine Umfangswand der Fassung gelangt. Das kugelartige Kupplungsteil besteht aus
einem Kugelkopf und einem Befestigungsabschnitt, der an dem zweiten Bauteil befestigbar
ist.
[0003] Bei dieser vorbekannten Steckkupplung ist die als Einführkonus dienende Zwischenwand
des pfannenartigen Kupplungsteils kegelstumpfförmig ausgebildet und durch Stege versteift,
die sehnenartig zwischen der rohrförmigen Außenwand des pfannenartigen Kupplungsteils
verlaufen und durch radiale Rippen mit der Außenseite der Kugelpfanne verbunden sind.
Das pfannenartige Kupplungsteil besteht aus einem thermoplastischen Elastomer oder
Gummi.
[0004] Diese Steckkupplung, die sich in der Praxis bestens bewährt hat, hat aufgrund ihrer
Geometrie und des verwendeten Materials schwingungsdämpfende Eigenschaften, so dass
sie für eine Schwingungsentkopplung zwischen den beiden Bauteilen sorgt. Allerdings
sind die schwingungsentkoppelnden Relativbewegungen zwischen den beiden Bauteilen
auf Richtungen quer zur Längsachse der Steckkupplung beschränkt, da die Steckkupplung
in axialer Richtung aufgrund der erwähnten Stege relativ steif ist. Die Verwendung
des relativ weichen thermoplastischen
Elastomers bzw. gummiartigen Werkstoffes hat im übrigen für zumindest bestimmte Anwendungszwecke
gewisse Nachteile wie z. B. einen eingeschränkten Festsitz der Steckverbindung und
eine geringe Wärmeform- und Dieselölbeständigkeit.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steckkupplung der oben
angegebenen Gattung so weiterzubilden, dass sie eine Schwingungsentkopplung nicht
nur quer zur Achse der Steckkupplung, sondern auch in beliebigen anderen Richtungen
ermöglicht. Außerdem soll ein möglichst sicherer Festsitz der Steckverbindung wie
auch eine erhöhte Chemikalien- und Wärmeformbeständigkeit der Steckkupplung ermöglicht
werden.
[0006] Die Lösung der oben angegebenen Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 definierte Steckkupplung
gelöst.
[0007] Erfindungsgemäß ist die ringförmige Zwischenwand des pfannenartigen Kupplungsteils
nicht als kegelstumpfförmiger Einführkonus ausgebildet, sondern hat im Längsschnitt
ein wellenförmiges Profil. Vorzugsweise wird das wellenförmige Profil der Zwischenwand
durch eine einzelne, axial gerichtete, umlaufende Ausbuchtung der Zwischenwand gebildet.
Durch das wellenförmige Profil ergibt sich eine erhöhte Nachgiebigkeit nicht nur in
radialer, sondern auch in axialer Richtung. Das pfannenförmige Kupplungsteil kann
daher schwingungsentkoppelnde Ausgleichsbewegungen sowohl in Achsrichtung wie auch
quer zur Achse und somit in allen dazwischen liegenden Richtungen, also gewissermaßen
dreidimensionale Ausgleichsbewegungen im Raum, ausführen. Dadurch werden die schwingungsentkoppelnden
Eigenschaften der Steckkupplung entsprechend verbessert.
[0008] Dies wiederum bietet die Möglichkeit, das pfannenartige Kupplungsteil aus einem härteren
Material herzustellen. Zwar kann das pfannenartige Kupplungsteil aus einem relativ
weichen vernetzten Elastomer, insbesondere einem Gummi bzw. Kautschuk, hergestellt
werden. Vorzugsweise wird das pfannenartige Kupplungsteil jedoch aus einem Elastomer
auf Polyesterbasis mit guter Chemikalienbeständigkeit und Wärmeformbeständigkeit hergestellt.
In Frage kommen hierbei in erster Linie Polybutylenterephthalat (PBT) und Polyethylenterephthalat
(PET). Diese Materialien haben eine deutlich höhere Shore-Härte als ein vernetztes
thermoplastisches Elastomer wie Gummi oder Kautschuk. Der Steckkupplung kann daher
eine höhere Auszugsfestigkeit verliehen werden, so dass die Gefahr eines unbeabsichtigten
Lösens verringert wird. Abgesehen von seiner Chemikalienbeständigkeit haben diese
Materialien den Vorteil, dass sie sich mit hoher Präzision spritzgießen lassen; eine
Nachbearbeitung des pfannenartigen Kupplungsteils ist dann nicht erforderlich. Die
hohe Temperaturbeständigkeit (150° C und mehr) ermöglicht den Einsatz der Steckkupplung
auch in temperaturkritischen Bereichen beispielsweise in Nähe eines Kraftfahrzeug-Motors.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass zwischen der Innen-
und Außenwand der Ausbuchtung Stege zum Versteifen der Ausbuchtung in axialer Richtung
verlaufen. Durch die Stege wird ein axiales Ausweichen der umlaufenden Ausbuchtungen
des wellenförmigen Profils verhindert.
[0010] Die ringförmige Zwischenwand mit dem wellenförmigen Profil kann eine gleichförmige
Wandstärke haben. Vorzugsweise ist jedoch vorgesehen, dass die ringförmige Zwischenwand
des pfannenartigen Kupplungsteils eine von radial innen nach radial außen größer werdende
Wandstärke hat. Hierdurch wird erreicht, dass radiale schwingungsentkoppelnde Ausgleichsbewegungen
des pfannenartigen Kupplungsteils im Kraftverlauf gleichmäßig ansteigend aufgenommen
und ausgeglichen werden.
[0011] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen
hervor.
[0012] Anhand der Zeichnungen werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäß ausgebildete Steckkupplung im
montierten und geschlossenen Zustand;
Fign. 2, 3 Schnittansichten in Blickrichtung der Pfeile II-II bzw. III-III;
Fig. 4 einen Längsschnitt durch das pfannenartige Kupplungsteil der Steckkupplung
in Fig. 1;
Fig. 5 eine Draufsicht auf das pfannenartige Kupplungsteil in Fig. 4;
Fig. 6 eine Unteransicht des pfannenartigen Kupplungsteils in Fig. 4;
Fig. 7 eine perspektivische Draufsicht auf das pfannenartige Kupplungsteil in Fig.
4;
Fig. 8 eine perspektivische Unteransicht des pfannenartigen Kupplungsteils in Fig.
4;
Fig. 9 einen der Fig. 1 entsprechenden Längsschnitt durch eine abgewandelte Ausführungsform
des pfannenartigen Kupplungsteils, allerdings ohne kugelartiges Kupplungsteil;
Fig. 10 einen Längsschnitt durch das pfannenartige Kupplungsteil der Steckkupplung
in Fig. 9;
Fig. 11 eine Unteransicht des pfannenartigen Kupplungsteils in Fig. 10;
Fig. 12 einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform des pfannenartigen Kupplungsteils;
Fig. 13 eine vergrößerte Teilschnittansicht des pfannenartigen Kupplungsteils in Fig.
4;
Fig. 14 eine vergrößerte Teilschnittansicht des pfannenartigen Kupplungsteils in Fig.
10 bzw. Fig. 12;
Fig. 15 eine vergrößerte Teilschnittansicht der Kugelpfanne des pfannenartigen Kupplungsteils;
Fig. 16 eine der Fig. 15 entsprechende Schnittansicht, in der das kugelartige Kupplungsteil
strichpunktiert angedeutet ist.
[0013] Die in Fig. 1 dargestellte Steckkupplung dient zum lösbaren Verbinden eines Bauteils
2 und eines Bauteils 4, bei denen es sich beispielsweise um eine abnehmbare Abdeckhaube
bzw. einem Rahmen eines Kraftfahrzeuges handeln kann. Die Steckkupplung besteht aus
einem pfannenartigen Kupplungsteil 6 und einem kugelartigen Kupplungsteil 8, von denen
das pfannenartige Kupplungsteil 6 in eine Fassung 10 des Bauteils 2 einsetzbar ist
und das kugelartige Kupplungsteil 8 am Bauteil 4 festlegbar ist.
[0014] Die Fassung 10, die im dargestellten Ausführungsbeispiel einstückig mit dem Bauteil
2 ausgebildet ist, besteht aus einer einseitig offenen, halbzylindrischen Umfangswand
12. An dem (in Fig. 1 unteren) axialen Ende der Umfangswand 12 ist ein radial nach
innen vorstehender Ringbund 14 angeformt, der auf seiner einen Seite eine schlitzförmige
Öffnung 16 hat, durch den das pfannenartige Kupplungsteil 6 seitlich in die Fassung
10 eingeführt werden kann, wie weiter unten noch genauer erläutert wird (Fig. 2).
Im Bereich des oberen axialen Endes der Umfangswand 12 ist ein hufeisenförmiger Bund
18 vorgesehen (Fig. 3).
[0015] Wie in den Fign. 1 und 4 zu sehen ist, besteht das pfannenartige Kupplungsteil 6
aus einer einseitig offenen Kugelpfanne 20, einer am offenen Ende der Kugelpfanne
20 angeformten Zwischenwand 22 und einer an der Zwischenwand 22 angeformten rohrförmigen
Außenwand 24, die im dargestellten Ausführungsbeispiel im wesentlichen zylindrisch
ausgebildet ist. Die rohrförmige Außenwand 24 hat an ihrem (in Fig. 4 unteren) axialen
Ende einen Rand 26, der mit einer kurzen axialen Verlängerung der Zwischenwand 22
eine Ringschulter bildet, die im montierten Zustand mit dem Ringbund 14 der Fassung
10 in Eingriff steht, wobei der obere Rand der Außenwand 24 an dem oberen Bund 18
der Fassung 10 abgestützt ist.
[0016] Die Zwischenwand 22 verbindet die Kugelpfanne 20 mit der rohrförmigen Außenwand 24,
wobei ein an der Kugelpfanne 20 angeformter kurzer kegelstumpfförmiger Abschnitt als
Einführkonus für das kugelartige Kupplungsteil 8 dient. Wie in den Fign. 1, 4 und
insbesondere in Fig. 13 zu sehen ist, hat die Zwischenwand 22 im Längsschnitt ein
wellenförmiges Profil, das in den dargestellten Ausführungsbeispielen als einzelne
umlaufende Ausbuchtung 28 ausgebildet ist. Die umlaufende Ausbuchtung 28 ist axial
(in Fig. 13 nach oben) gerichtet und balgförmig ausgebildet, wobei die Innenwand 28a
der Ausbuchtung 28 glatt in den kegelstumpfförmigen Ansatz der Kugelpfanne 20 übergeht
und die Außenwand 28b am unteren axialen Ende der rohrförmigen Außenwand 24 angeformt
ist.
[0017] Im Inneren der Ausbuchtung 28 sind mehrere Stege 30 angeordnet, die die Innenwand
28a der Ausbuchtung 28 mit der Außenwand 28b derselben verbinden. Wie insbesondere
in den Fign. 6 und 8 zu sehen ist, verlaufen die Stege 30 im wesentlichen tangential
zu der Innenwand 28a der Ausbuchtung 28, wobei die Stege 30 paarweise einander so
zugeordnet sind, dass die Stege 30 eines Paares in Umfangsrichtung entgegengesetzt
zueinander gerichtet sind. Die Stege 30 verhindern ein axiales Ausweichen bzw. Abrollen
der Ausbuchtung 28, wie noch genauer erläutert wird.
[0018] Das kugelartige Kupplungsteil 8 (s. Fig. 1) besteht aus einem Kugelkopf 32 und einem
daran angeformten Befestigungsabschnitt 34, durch den das kugelartige Kupplungsteil
8 am Bauteil 4 festgelegt ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Befestigungsabschnitt
34 durch eine Schraubverbindung an dem Bauteil 4 festgelegt, wobei der Kugelkopf 32
zu diesem Zweck mit einer Schlüsselaufnahme 36 versehen ist. Der Befestigungsabschnitt
34 kann jedoch auch auf andere Weise mit dem Bauteil 4 verbunden werden und beispielsweise
auch einstückig mit diesem ausgebildet sein.
[0019] Wie bereits eingangs erwähnt, besteht das pfannenartige Kupplungsteil 6 vorzugsweise
aus einem Elastomer auf Polyesterbasis, insbesondere Polybutylenterephthalat (PBT)
oder Polyethylenterephthalat (PET). Diese Materialien sind zwar elastisch verformbar,
haben jedoch eine relativ hohe Shore-Härte sowie eine ausgezeichnete Wärmeformbeständigkeit
(150° C und mehr). Darüber hinaus verfügen sie über eine gute Chemikalienbeständigkeit,
insbesondere Dieselölbeständigkeit. In Frage kommen jedoch auch vernetzte Elastomere
wie Gummi/Kautschuk, wie ebenfalls bereits eingangs erwähnt wurde. Das kugelartige
Kupplungsteil 8 besteht beispielsweise aus einem durch einen Füllstoff verstärkten
Kunststoff oder aus Metall.
[0020] Um das pfannenartige Kupplungsteil 6 in die Fassung 10 des Bauteils 2 einzusetzen,
wird das pfannenartige Kupplungsteil 6 durch die offene Seite der Umfangswand 12 seitlich
in die Fassung 10 eingeschoben. Wegen der relativ großen Härte des Materials des pfannenartigen
Kupplungsteils 6 wäre es nicht ohne weiteres möglich, das pfannenartige Kupplungsteil
6 in einen geschlossen ausgebildeten Ringbund 14 der Fassung 10 einrasten zu lassen.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist daher der Ringbund 14 mit der Öffnung
16 versehen, durch die das pfannenartige Kupplungsteil 6 in das Innere der Fassung
10 eingeschoben werden kann, wenn das pfannenartige Kupplungsteil 6 manuell entsprechend
zusammengedrückt wird. Im eingesetzten Zustand wird dann das pfannenartige Kupplungsteil
6 zwischen dem unteren Ringbund 14 und dem oberen Bund 18 der Fassung 10 formschlüssig
gehalten.
[0021] Ist das kugelartige Kupplungsteil 8 mit seinem zugehörigen Bauteil 4 in der beschriebenen
Weise verbunden, so ist zum Schließen der Steckkupplung lediglich erforderlich, dass
durch eine Relativbewegung zwischen den Bauteilen 2 und 4 das kugelartige Kupplungsteil
8 axial in das pfannenartige Kupplungsteil 6 eingesteckt wird, bis der Kugelkopf 32
in die Kugelpfanne 20 einrastet. Der Kugelkopf 32 wird dann auf mehr als der Hälfte
seiner Oberseite von der Kugelpfanne 20 umgriffen.
[0022] Wie aus Fig. 15 und insbesondere Fig. 16 hervorgeht, ist der Kugelkopf 32 gegenüber
der Kugelpfanne 20 um ein bestimmtes Maß überdimensioniert. Die Überdimensionierung
wird so gewählt, dass ein spielfreier Sitz auch bei unterschiedlichen Wärmeausdehnungen
von Kugelkopf und Kugelpfanne gewährleistet bleibt. Wie die Fign. 15 und 16 zeigen,
hat die Innenfläche der Kugelpfanne 20 an ihrem offenen Ende im Bereich ihres Hinterschnitts
einen kegelstumpfförmigen Abschnitt 42, der bezüglich einer gedachten Verlängerung
der Kugelfläche der Kugelpfanne 20 schräg nach innen angestellt ist. Hierdurch übt
die Kugelpfanne 20 eine erhöhte Haltekraft auf den Kugelkopf 32 aus. Zum Lösen der
Kupplung ist aufgrund des oben beschriebenen Materials für die Kugelpfanne ohnehin
eine relativ hohe Demontagekraft erforderlich, so dass die Steckkupplung eine hohe
Sicherheit gegen unbeabsichtigtes Lösen hat.
[0023] Im eingebauten und geschlossenen Zustand sorgt die beschriebene Steckkupplung aufgrund
ihrer Geometrie und des verwendeten Materials für eine Schwingungsentkopplung zwischen
den Bauteilen 2 und 4, und zwar sowohl in axialer wie auch radialer Richtung und daher
in beliebigen Zwischenrichtungen im dreidimensionalen Raum. Die diese Schwingungsentkopplung
ermöglichenden Ausgleichsbewegungen der Steckkupplung werden durch die wellenförmige
Zwischenwand 22 des pfannenartigen Kupplungsteils 6 ermöglicht. Hierbei sorgt die
umlaufende Ausbuchtung 28 für die erforderliche Nachgiebigkeit in axialer Richtung.
Die Stege 30, die ein Ausweichen bzw. Abrollen der Ausbuchtung 28 verhindern, lassen
wegen ihres tangentialen Verlaufs Ausgleichsbewegungen in radialer Richtung zu, wobei
sie aufgrund ihres Rückstellvermögens die Ausbuchtung immer wieder zentrieren.
[0024] Wie in den Fign. 1, 4 und insbesondere Fig. 13 übertrieben dargestellt, hat die Zwischenwand
22 mit der Ausbuchtung 28 eine von radial innen nach radial außen größere Wandstärke.
Die Zwischenwand 22 mit der Ausbuchtung 28 hat somit gewissermaßen eine Federkennlinie
entsprechend einer von radial innen nach radial außen härter werdende Feder. Da somit
der radialen Ausgleichsbewegungen entgegenwirkende Widerstand von radial innen nach
radial außen größer wird, werden die schwingungsentkoppelnden Ausgleichsbewegungen
in radialer Richtung im Kraftverlauf gleichmäßig ansteigend aufgenommen und ausgeglichen.
[0025] Im übrigen hat das verwendete Material (Elastomer auf Polyesterbasis) ausgezeichnete
Spritzgießeigenschaften, so dass sich die Zwischenwand 22 mit der Ausbuchtung 28 extrem
dünnwandig herstellen lässt, ohne dass es einer Nachbearbeitung des spritzgegossenen
pfannenartigen Kupplungsteils bedarf. Wegen der Chemikalien- und Wärmeformbeständigkeit
des verwendeten Materials lässt sich die Steckkupplung, wie bereits erwähnt, auch
in kritischen Bereichen beispielsweise in Motornähe einsetzen.
[0026] Die in den Fign. 9 bis 11 gezeigte abgewandelte Ausführungsform des pfannenartigen
Kupplungsteils 6 entspricht hinsichtlich ihres grundsätzlichen Aufbaus und ihrer grundsätzlichen
Funktion dem pfannenartigen Kupplungsteil der vorstehend beschriebenen Ausführungsform,
so dass diese nicht nochmals erläutert werden. Unterschiedlich ist, dass bei der Ausführungsform
der Fign. 9 bis 11 der Außendurchmesser des pfannenartigen Kupplungsteils 6 und somit
der radiale Abstand zwischen der Kugelpfanne 20 und der rohrförmigen Umfangswand 24
kleiner als bei dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel ist. Hieraus ergibt sich eine
entsprechend geänderte Geometrie der Ausbuchtung 28 insofern, als ihre Außenwand 28b
nicht bis zum unteren axialen Ende der rohrförmigen Außenwand 24 verläuft, sondern
in einem mittleren Bereich an der rohrförmigen Außenwand 24 angeformt ist, siehe auch
Fig. 14. Während somit bei der Ausführungsform der Fign. 4 bis 6 die Ausbuchtung 28
im Längsschnitt größer als eine Halbwelle ist, ist bei der Ausführungsform der Fign.
9 bis 11 die Ausbuchtung 28 im Längsschnitt kleiner als eine Halbwelle. Die Funktionsweise
bleibt jedoch im wesentlichen die gleiche.
[0027] Ein weiterer Unterschied ist, dass bei der Ausführungsform der Fign. 9 bis 11 an
der Innenseite der rohrförmigen Außenwand 24 längs verlaufende Versteifungsrippen
40 vorgesehen sind, die sich von der Anlenkstelle der Zwischenwand 22 bis zum axialen
Ende der rohrförmigen Außenwand 24 erstrecken. Die Versteifungsrippen 40 erlauben
eine extrem dünnwandige Ausgestaltung einer axialen Verlängerung der rohrförmigen
Außenwand 24.
[0028] Ferner ist bei dem Ausführungsbeispiel der Fign. 9 bis 11 ein bundförmiger Ansatz
38 am axialen Ende des pfannenartigen Kupplungsteils 24 angeformt. Hierdurch ergibt
sich zwischen dem unteren Rand der rohrförmigen Außenwand 24 und dem bundförmigen
Ansatz 38 eine Ringnut 44, in die der untere Ringbund 14 der Fassung 10 einrasten
kann. Dies sorgt für die Formschlussverbindung zwischen dem pfannenartigen Kupplungsteil
6 und der Fassung 10, ohne dass der obere Rand der rohrförmigen Außenwand 24 an dem
oberen Bund 18 der Fassung 10 anliegen muss.
[0029] Die in Fig. 12 dargestellte Ausführungsform des pfannenartigen Kupplungsteils 6 entspricht
der Ausführungsform der Fign. 9 bis 11, wobei lediglich der bundförmige Ansatz 38
weggelassen wurde. Die formschlüssige Halterung des pfannenartigen Kupplungsteils
6 in der Fassung 10 muss daher in der in Fig. 1 gezeigten Art und Weise erfolgen.
Im übrigen ist die Funktionsweise des pfannenartigen Kupplungsteils 6 in Fig. 12 die
gleiche wie die der vorhergehenden Ausführungsbeispiele.
1. Steckkupplung zum lösbaren Verbinden eines ersten Bauteils (2) und eines zweiten Bauteils
(4), mit
einem elastisch verformbaren pfannenartigen Kupplungsteil (6), das in eine an dem
ersten Bauteil (2) vorgesehene Fassung (10) so einsetzbar ist, dass es darin gehalten
wird,
wobei das pfannenartige Kupplungsteil (6) eine Kugelpfanne (20), eine an dieser
angeformte, als Einführabschnitt dienende, ringförmige Zwischenwand (22) sowie eine
an dieser angeformte rohrförmige Außenwand (24) aufweist, die zumindest einen Teil
der Kugelpfanne (20) mit Abstand umgibt und beim Einsetzen des pfannenartigen Kupplungsteils
(6) in Anlage an eine Umfangswand (12) der Fassung (10) gelangt, und
einem kugelartigen Kupplungsteil (6), das einen Kugelkopf (32) und einen Befestigungsabschnitt
(34) zum Festlegen an dem zweiten Bauteil (4) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die ringförmige Zwischenwand (22) des pfannenartigen Kupplungsteils (6) im Längsschnitt
zumindest bereichsweise ein wellenförmiges Profil hat.
2. Steckkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das wellenförmige Profil durch eine einzelne, axial gerichtete, umlaufende Ausbuchtung
(28) der Zwischenwand (22) gebildet ist.
3. Steckkupplung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Innen- und Außenwand (28a, b) der Ausbuchtung (28) Stege (30) zum Versteifen
der Ausbuchtung (28) in axialer Richtung verlaufen.
4. Steckkupplung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (30) im wesentlichen tangential zur Innenwand (28a) der Ausbuchtung (28)
verlaufen.
5. Steckkupplung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (30) paarweise einander so zugeordnet sind, dass die Stege (30) eines Paares
in Umfangsrichtung entgegengesetzt zueinander gerichtet sind.
6. Steckkupplung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die umlaufende Ausbuchtung (28) an der rohrförmigen Außenwand (24) in einem Bereich
eines axialen Endes derselben angeformt ist.
7. Steckkupplung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die umlaufende Ausbuchtung (28) an der rohrförmigen Außenwand (24) in einem mittleren
Bereich derselben angeformt ist.
8. Steckkupplung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenseite der rohrförmigen Außenwand (24) des pfannenartigen Kupplungsteils
(6) längs verlaufende Versteifungsrippen (40) vorgesehen sind, die sich von dem mittleren
Bereich bis zu einem axialen Ende der rohrförmigen Außenwand (24) erstrecken.
9. Steckkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die ringförmige Zwischenwand (22) des pfannenartigen Kupplungsteils (6) eine gleichförmige
Wandstärke hat.
10. Steckkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die ringförmige Zwischenwand (22) des pfannenartigen Kupplungsteils (6) eine von
radial innen nach radial außen größer werdende Wandstärke hat.
11. Steckkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kugelkopf (32) des kugelartigen Kupplungsteils (8) gegenüber der Kugelpfanne
(20) des pfannenartigen Kupplungsteils (6) überdimensioniert ist, um einen spielfreien
Sitz des Kugelkopfes (32) in der Kugelpfanne (20) bei unterschiedlicher Wärmeausdehnung
sicherzustellen.
12. Steckkupplung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenfläche der Kugelpfanne (20) an ihrem offenen Ende im Bereich eines Hinterschnitts
einen kegelstumpfförmigen Abschnitt (42) hat, der bezüglich einer gedachten Verlängerung
der Kugelfläche der Kugelpfanne (20) schräg nach innen angestellt ist, um bei geschlossener
Steckkupplung eine erhöhte Haltekraft auf den Kugelkopf (32) auszuüben.
13. Steckkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das pfannenartige Kupplungsteil (6) aus einem thermoplastischen Elastomer auf Polyesterbasis
mit guter Chemikalienbeständigkeit und Wärmeformbeständigkeit besteht.
14. Steckkupplung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Elastomer auf Polyesterbasis ein Polybutylenterephthalat (PBT) oder Polyethylenterephthalat
(PET) ist.
15. Steckkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das pfannenartige Kupplungsteil (6) aus einem vernetzten Elastomer besteht.
16. Steckkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangswand (12) der Fassung (10) seitlich offen ist und an ihrem einen axialen
Ende einen Ringbund (14) hat, der zum Abstützen eines Randes (26) der rohrförmigen
Außenwand (24) des pfannenartigen Kupplungsteils (6) dient und eine seitliche Öffnung
(16) zum Einführen des pfannenartigen Kupplungsteils (6) in die Fassung (10) hat.
17. Pfannenartiges Kupplungsteil für eine Steckkupplung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
18. Kugelartiges Kupplungsteil für eine Steckkupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche.