[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Schmiermittelrückführung für eine Kältemaschine
gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1, sowie eine Kältemaschine mit
einer solchen Vorrichtung.
[0002] Kälteanlagen mit Kältemitteln werden gewöhnlich als geschlossene Kältemittelkreisläufe
betrieben, in denen ein Verdichter gasförmiges Kältemittel direkt oder indirekt aus
einem Verdampfer ansaugt, komprimiert und an einen Verflüssiger weitergibt, in dem
das komprimierte Kältemittel unter Wärmeabgabe verflüssigt wird. Das flüssige Kältemittel
wird sodann über eine Drossel nahezu auf Verdampfungsdruck entspannt um anschliessend
im Verdampfer unter Aufnahme von Verdampfungswärme wieder in den gasförmigen Zustand
überzugehen.
[0003] Als Verdichter können zum Beispiel je nach Fördermenge volumetrisch fördernde Verdichter
oder Zentrifugalkompressoren eingesetzt werden, wobei jeweils Reibungsverluste, unter
anderem an Lagern und dynamischen Dichtstellen auftreten können. Dabei wurden Kälteanlagen,
die beispielsweise Kohlendioxid (CO
2) als Kältemittel verwenden, in der Vergangenheit praktisch nur mit ölfreien Verdichtern,
das heisst ohne entsprechende Schmiermittel betrieben. Darüber hinaus sind auch geschmierte
Verdichter bekannt, die beispielsweise lösliches Esteröl als Schmierstoff verwenden,
das, wie beispielsweise bei FCKW - Kältemitteln üblich, über eine Thermosyphonpumpe
zurückgeführt werden kann.
[0004] Für den Kältemittelkreislauf häufig besser geeignet sind jedoch nicht-lösliche Öle
und Schmiermittel.
[0005] So ist es beispielsweise bekannt, Kälteanlagen, die Ammoniak als Kältemittel verwenden,
mit verschiedenen Mineralölen, die praktisch in Ammoniak unlöslich sind, zu betreiben.
Diese Mineralöle weisen jedoch bei tiefen Temperaturen in der Regel eine grosse Zähigkeit
auf, was dazu führt, dass das Ausscheiden von Mineralöl, das im Ammoniakstrom aus
dem Verdichter mitgerissen wird, über aufwendige Ölabscheider aus dem Kältemittel
wieder entfernt werden muss, da es sich an kalten Benetzungsflächen absetzt, den Wärmeübergang
in den Wärmetauschern verschlechtert, sich in Ventilen, Regeleinheiten und dergleichen
störend auswirkt und schliesslich dazu neigt, da leichter als das flüssige Kältemittel,
sich im Sumpf des Verdampfers abzusetzen.
[0006] Nicht-lösliche Öle, wie beispielsweise PAO-Öle, die in der Regel leichter sind als
das flüssige Kältemittel, etwa als das flüssige Kältemittel CO
2, sammeln sich an der Oberfläche. Auch diese Art von Schmiermitteln verursachen im
Kühlmittelkreislauf selbstverständlich die oben bereits ausführlich dargestellten
Probleme und müssen somit ständig aus dem Kühlmittelkreislauf entfernt werden.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zur Schmiermittelrückführung
für eine Kältemaschine vorzuschlagen, die es gestattet, ein Schmiermittel mit einer
geringeren Dichte als das in der Kältemaschine eingesetzte Kältemittel aus dem Kühlmittelkreislauf
zurückzuführen.
[0008] Die diese Aufgabe lösenden Gegenstände der Erfindung sind durch die Merkmale des
unabhängigen Anspruchs der jeweiligen Kategorie gekennzeichnet.
[0009] Die jeweiligen abhängigen Ansprüche beziehen sich auf besonders vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung.
[0010] Erfindungsgemäss wird somit eine Vorrichtung zur Schmiermittelrückführung für eine
Kältemaschine vorgeschlagen. Die Schmiermittelrückführung umfasst einen Behälter mit
mindestens einem Trennblech, welches Trennblech den Behälter in mindestens einen ersten
Teilbereich und einen zweiten Teilbereich unterteilt, sowie ein zum Abscheiden von
Schmiermittel in dem zweiten Teilbereich angeordnetes Abscheideblech. Dabei ist im
zweiten Teilbereich eine Entnahmeeinrichtung in Bezug auf das Abscheideblech derart
angeordnet und ausgebildet, dass das am Abscheideblech abgeschiedene Schmiermittel
mittels der Entnahmeeinrichtung aus dem Behälter abführbar ist.
[0011] Die vorgeschlagene Schmiermittelrückführung für eine Kältemaschine erlaubt es somit,
ein Schmiermittel, das leichter als das in der Kältemaschine verwendete Kältemittel
ist, auf einfache Weise und sicher vom eigentlichen Kältemittel zu trennen. Die erfindungsgemässe
Schmiermittelvorrichtung umfasst dabei einen Behälter, der als Flüssigkeitsabscheider
fungiert und im Kühlmittelkreislauf integriert ist. Der Flüssigkeitsabscheider dient
dabei (wie üblich in Kälteanlagen) zur Abscheidung von Flüssigkeiten, die in den nassen
Sauggasen von den Verdampfern der Kältemaschine enthalten sind.
[0012] Der Behälter, der beispielsweise als beidseitig geschlossener Hohlzylinder ausgebildet
sein kann, wird durch mindestens ein Trennblech in einen ersten Teilbereich und einen
zweiten Teilbereich unterteilt. Dem zweiten Teilbereich wird dabei über eine Zuleitung,
bevorzugt direkt von einem Verdampfer der Kältemaschine, ein mit Schmiermittel belastetes
Gemisch aus Kältemittel und Schmiermittel zugeführt, das, wie weiter unten noch näher
erläutert werden wird, im zweiten Teilbereich des Behälters getrennt wird, so dass
in den ersten Teilbereich des Behälters im wesentlichen schmiermittelfreies Kältemittel
gelangt und dort in flüssiger Form im Behälter gesammelt wird. Aus dem ersten Teilbereich
kann im Betriebszustand über geeignet angeordnete Verbindungsleitungen das flüssige
Kältemittel von Kühlmittelumwälzpumpen wieder abgesaugt werden. Die gasförmige Kühlmittelphase
wird dabei über eine weitere Verbindungsleitung aus dem ersten Teilbereich des Behälters
von einem Verdichter der Kältemaschine abgesaugt und so dem Kühlmittelkreislauf wieder
zugeführt.
[0013] Das oben erwähnte Trennblech, das den Behälter in einen ersten und zweiten Teilbereich
unterteilt, ist dabei so ausgebildet und im Behälter angeordnet, dass eine Flüssigkeit,
die dem zweiten Teilbereich des Behälters zugeführt wird, zunächst nur den zweiten
Teilbereich des Behälters ausfüllen kann, d.h. eine bestimmte - durch die Ausgestaltung
des Trennblechs vorgebbare - Menge der dem zweiten Teilbereich zugeführten Flüssigkeit
wird durch das Trennblech im zweiten Teilbereich zurückgehalten. Erst wenn ein durch
das Trennblech und die Geometrie des Behälters im zweiten Teilbereich vorgegebenes
Volumen an zugeführter Flüssigkeit erreicht ist, kann eine zusätzlich zugeführte Flüssigkeitsmenge
das Trennblech überwinden und gelangt so in den ersten Teilbereich des Behälters.
Dadurch kann das Kältemittelniveau im ersten Teilbereich des Behälters frei schwanken,
wodurch immer ein optimaler Füllgrad des Kühlmittelkreislaufs der Kältemaschine gewährleistet
ist.
[0014] Dabei kann sich das Trennblech entweder nur über einen Teil des Querschnitts des
Behälters erstrecken, oder aber auch den gesamten Querschnitt des Behälters überdecken,
wobei in diesem Fall das Trennblech eine oder mehrere geeignet angebrachte Öffnungen
aufweisen muss, die es gestatten, dass Flüssigkeit vom zweiten Teilraum in den ersten
Teilraum gelangen kann.
[0015] Bei einer Kältemaschine handelt es sich bei der zuvor erwähnten Flüssigkeit natürlich
um ein mit Schmiermittel verunreinigtes Kältemittel. Bevorzugt ist im Betriebszustand
das Schmiermittel ein im Kältemittel im wesentlichen nicht-lösliches Öl, wobei als
Kältemittel im speziellen Kohlendioxid Verwendung findet.
[0016] Zum Abscheiden des Schmiermittels vom Kältemittel ist im zweiten Teilbereich ein
Abscheideblech derart angeordnet, dass der zweite Teilbereich in einen Abscheidebereich
und einen Überlaufbereich eingeteilt wird, wobei gewährleistet ist, dass Flüssigkeit
vom Abscheidebereich in den Überlaufbereich gelangen kann. Bevorzugt, jedoch nicht
notwendig, sind dabei das Trennblech und das Abscheideblech parallel zueinander angeordnet.
Der Überlaufbereich befindet sich dabei zwischen Trennblech und Abscheideblech, während
der Abscheidebereich durch den verbleibenden Teil des zweiten Teilbereichs definiert
ist.
[0017] Das Abscheideblech ist dabei so ausgestaltet und angeordnet, dass sich im Abscheidebereich
und im Überlaufbereich ein im wesentlichen identisches Flüssigkeitsniveau einstellt,
wobei das Flüssigkeitsniveau durch die Ausgestaltung und die Anordnung des Trennblechs
im Behälter vorgegeben ist. Ein mit Schmiermittel belastetes Gemisch aus Kältemittel
und Schmiermittel, das wie oben beschrieben dem Abscheidebereich im zweiten Teilbereich
über eine Zuleitung von einem Verdampfer der Kältemaschine zugeführt wird, trennt
sich im Abscheidebereich aufgrund der unterschiedlichen Dichte von Schmiermittel und
Kältemittel unter Einwirkung der Schwerkraft in zwei geschichtete Flüssigkeitsphasen.
[0018] Somit sammelt sich das Schmiermittel, weil es eine geringere Dichte als das Kältemittel
aufweist, in einer im wesentlichen einphasigen Schmiermittelschicht im Abscheidebereich
auf der Flüssigkeitsoberfläche, die der See des Kältemittels bildet, und wird somit
vom Abscheideblech daran gehindert, in den Überlaufbereich und damit in den ersten
Teilbereich zu gelangen. Das Schmiermittel schwimmt oben auf der Kältemittelflüssigkeit
und bleibt im zweiten Teilbereich. Das Abscheideblech stellt somit die Schwerkraftabscheidung
im zweiten Teilbereich sicher und dient als Abscheidehilfe. Trockenes gasförmiges
Kältemittel, das in den zweiten Teilbereich gelangt, kann ungehindert in den ersten
Teilbereich strömen und dort wie üblich von Verdichtern abgesaugt werden.
[0019] Dabei gewährleistet das Trennblech eine konstante Niveauhaltung des Flüssigkeitsspiegels
im zweiten Teilbereich, das heisst der Lage der Flüssigkeitsoberfläche, die der See
des Kältemittels im zweiten Teilbereich bildet. Ein Überschuss an Flüssigkeit, hervorgerufen
durch die Flüssigkeitsmenge des eingespritzen Kältemittels, wird mit sehr kleiner
Geschwindigkeit in den ersten Teilbereich überlaufen.
[0020] Im Abscheidebereich in Höhe der Flüssigkeitsoberfläche, deren Lage durch das Trennblech
bestimmt ist, ist eine Entnahmeeinrichtung vorgesehen, mit dem das am Abscheideblech
abgeschiedene Schmiermittel aus dem Behälter abführbar ist.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Entnahmeeinrichtung zur Aufnahme
des Schmiermittels einen Entnahmestutzen, der insbesondere in Bezug auf eine Längsachse
des Behälters exzentrisch angeordnet sein kann. Dabei kann vorteilhaft zusätzlich
zwischen dem Abscheideblech und der Entnahmeeinrichtung, im speziellen zwischen Abscheideblech
und Entnahmestutzen, ein Schmiermittelfangblech angeordnet sein, das insbesondere
einen als Krempe ausgeführten, abgewinkelten, bevorzugt ca. 5mm bis 10mm breiten Bereich
aufweist der zusätzlich das Abführen des Schmiermittels unterstützt. Zusätzlich kann
die Entnahmeeinrichtung einen Sammelbehälter für das Schmiermittel umfassen, wobei
der Entnahmestutzen über eine Leitung mit dem Sammelbehälter für das Schmiermittel
in Verbindung steht. Der Sammelbehälter kann weiter Mittel umfassen und derart ausgestaltet
sein, dass eventuelle Rückstände des Kältemittels vom Schmiermittel abtrennbar sind
und Kältemittel bzw. Schmiermittel getrennt aus dem Sammelbehälter in den Schmiermittelkreislauf
bzw. in den Kühlmittelkreislauf der Kältemaschine zurückführbar sind.
[0022] In einer weiteren Ausführungsvariante einer Vorrichtung zur Schmiermittelrückführung
umfasst die Entnahmeeinrichtung zur Steuerung und / oder Regelung der Menge des abzuführenden
Schmiermittels aus dem Behälter ein Ventil, welches Ventil in der Leitung zwischen
Entnahmestutzen und Sammelbehälter vorgesehen ist und gegebenenfalls über eine Ansteuereinheit
betätigbar ist.
[0023] Darüber hinaus kann zwischen Entnahmestutzen und Sammelbehälter eine Pumpe vorgesehen
sein, die das Abführen des Schmiermittels aus dem Abscheidebereich des Behälters in
den Sammelbehälter unterstützt, wobei die Pumpe selbstverständlich ebenfalls über
eine Ansteuereinheit steuer- und / oder regelbar ist.
[0024] Die Erfindung betrifft weiter eine Kältemaschine, die eine erfindungsgemässe Schmiermittelrückführung,
wie sie zuvor an einigen bevorzugten Ausführungsbeispielen erläutert wurde, umfasst.
Für die Praxis von besonderer Bedeutung betrifft die Erfindung eine Kältmemaschine
mit einem Verdichter und einem Verdampfer, wobei die Schmiermittelrückführung zwischen
dem Verdichter und dem Verdampfer angeordnet ist.
[0025] Im folgenden wird die Erfindung an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- in schematischer Darstellung wesentliche Teile einer Kältemaschine mit einer Vorrichtung
zur Schmiermittelrückführung;
- Fig. 2
- schematisch ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Schmiermittelrückführung.
[0026] Fig. 1 zeigt in einer schematischen Darstellung wesentliche Teile einer Kältemaschine
K mit einer Vorrichtung zur Schmiermittelrückführung, die im folgenden gesamthaft
mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet wird. Die Kältemaschine K umfasst als wesentliche
Anlageteile einen Verdichter 17, einen hier nicht gezeigten Kondenser und eine ebenfalls
nicht gezeigte Drosseleinrichtung, einen Verdampfer 18, sowie eine Schmiermittelrückführung
1, die zwischen Verdichter 17 und Verdampfer 18 angeordnet ist.
[0027] Die Schmiermittelvorrichtung 1 umfasst einen Behälter 2, der wie hier beispielhaft
gezeigt, als beidseitig geschlossener Hohlzylinder ausgebildet ist und durch mindestens
ein Trennblech 3 in einen ersten Teilbereich 4 und einen zweiten Teilbereich 5 unterteilt
ist. Es versteht sich, dass der Behälter 2 selbstverständlich nicht in Form eines
Hohlzylinders ausgebildet sein muss, sondern grundsätzlich jede andere geeignete Form
aufweisen kann. Dem zweiten Teilbereich wird dabei über eine Zuleitung 181 von einem
Verdampfer 18 der Kältemaschine K ein mit Schmiermittel 6 belastetes Gemisch aus Kältemittel
16 und Schmiermittel 6 zugeführt, das im zweiten Teilbereich 5 des Behälters 2 getrennt
wird, so dass in den ersten Teilbereich 4 des Behälters 2 im wesentlichen schmiermittelfreies
Kältemittel 16 gelangt und dort in flüssiger Form im Behälter 2 gesammelt wird. Aus
dem ersten Teilbereich 4 kann im Betriebszustand über eine Verbindungsleitung 191
das flüssige Kältemittel 16 von einer Kühlmittelumwälzpumpe 19 wieder abgesaugt werden
und in den Kühlmittelkreislauf der Kältemaschine K zurückgeführt werden. Eine gasförmige
Kältemittelphase 161, die sich über dem flüssigen Kältemittel 16 im Behälter 2 ausbildet,
wird dabei über eine weitere Verbindungsleitung 171 aus dem ersten Teilbereich 4 des
Behälters 2 vom Verdichter 17 der Kältemaschine K abgesaugt und so dem Kühlmittelkreislauf
wieder zugeführt.
[0028] Das Trennblech 3, das den hohlzylinderförmigen Behälter 2 in einen ersten und zweiten
Teilbereich unterteilt, ist darstellungsgemäss unten im Behälter 2 so angeordnet,
dass das Kältemittel 16, das dem zweiten Teilbereich 5 des Behälters 2 zugeführt wird,
durch das Trennblech 3 im zweiten Teilbereich 5 zunächst zurückgehalten wird. Erst
wenn der Flüssigkeitsspiegel des in den zweiten Teilbereich 5 des Behälters 2 eingebrachten
Kältemittels 16 die Höhe H des Trennblechs 3 erreicht hat, kann das Kältemittel 16
das Trennblech 3 überwinden und gelangt so in den ersten Teilbereich 4 des Behälters
2. Dadurch kann das Kältemittelniveau im ersten Teilbereich 4 des Behälters 2 frei
schwanken, wodurch immer ein optimaler Füllgrad des Kühlmittelkreislaufs der Kältemaschine
K gewährleistet ist.
[0029] Zum Abscheiden des Schmiermittels 6 vom Kältemittel 16 ist im zweiten Teilbereich
5 ein Abscheideblech 7 derart angeordnet, dass der zweite Teilbereich 5 in einen Abscheidebereich
A und einen Überlaufbereich U eingeteilt wird, wobei gewährleistet ist, dass Kältemittel
16 vom Abscheidebereich A in den Überlaufbereich U gelangen kann. Das wird in dem
hier dargestellten bevorzugten Ausführungsbeipiel dadurch erreicht, dass das Trennblech
3 derart ausgestaltet und in dem hohlzylinderförmigen Behälter 2 so mittig angeordnet
ist, dass das Kältemittel 16 darstellungsgemäss nur unterhalb des Abscheideblechs
7 vom Abscheidebereich A in den Überlaufbereich U gelangen kann. Gasförmiges Kältemittel
161 kann dagegen frei oberhalb des Abscheideblechs 7 vom Abscheidebereich A in den
Überlaufbereich U und den ersten Teilbereich 4 strömen und wird dort wie üblich vom
Verdichter 17 abgesaugt.
[0030] Bevorzugt, jedoch nicht notwendig, sind dabei das Trennblech 3 und das Abscheideblech
7, wie in Fig. 1 dargestellt, parallel zueinander angeordnet. Der Überlaufbereich
U befindet sich dabei zwischen Trennblech 3 und Abscheideblech 7, während der Abscheidebereich
A durch den verbleibenden Teil des zweiten Teilbereichs 5 definiert ist.
[0031] Im Überlaufbereich U und im Abscheidebereich A stellt sich ein im wesentlichen identisches
Flüssigkeitsniveau ein, wobei das Flüssigkeitsniveau durch die Ausgestaltung des Trennblechs
3, also im wesentlichen durch seine Höhe H, vorgegeben ist. Das mit Schmiermittel
6 belastete Gemisch aus Kältemittel 16 und Schmiermittel 6, trennt sich im Abscheidebereich
A aufgrund der unterschiedlichen Dichte von Schmiermittel 6 und Kältemittel 16 unter
Einwirkung der Schwerkraft in zwei geschichtete Flüssigkeitsphasen.
[0032] Somit sammelt sich, wie dargestellt, das Schmiermittel 6 aufgrund seiner geringeren
Dichte in einer im wesentlichen einphasigen Schmiermittelschicht 61 im Abscheidebereich
A auf der Flüssigkeitsoberfläche, die der See 162 des Kältemittels 16 bildet, und
wird somit vom Abscheideblech 7 daran gehindert, in den Überlaufbereich U und damit
in den ersten Teilbereich 4 zu gelangen.
[0033] Im Abscheidebereich A ist auf der Höhe H der Flüssigkeitsoberfläche, deren Lage durch
die Höhe H des Trennblechs 3 bestimmt ist, ein Entnahmestutzen 9 angeordnet, der in
Bezug auf eine Längsachse L des Behälters 2 exzentrisch angeordnet ist. Dabei kann
der Entnahmestutzen 9 selbstverständlich auch anders in geeigneter Weise in Bezug
auf die Längsachse L angeordnet sein. Der Entnahmestutzen 9 ist dazu geeignet, das
Schmiermittel 6 aus der Schmiermittelschicht zu entnehmen und über die Leitung 11
aus dem Behälter 2 abzuführen.
[0034] In Fig. 2 ist schematisch ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen
Vorrichtung zur Schmiermittelrückführung 1 dargestellt. Zwischen dem Abscheideblech
7 und dem Entnahmestutzen 9 ist zusätzlich ein Schmiermittelfangblech 10 angeordnet,
das insbesondere einen als Krempe 101 ausgeführten, bevorzugt ca. 5mm bis 10mm breiten
abgewinkelten Bereich aufweist der zusätzlich das Abführen des Schmiermittels 6 unterstützt
bzw. erleichtert. Darüber hinaus weist die Entnahmeeinrichtung 8 einen Sammelbehälter
12 für das Schmiermittel 6 auf, wobei der Entnahmestutzen 9 über die Leitung 11 mit
dem Sammelbehälter 12 in Verbindung steht. Der Sammelbehälter 12 hat weiter eine erste
Ableitung 14 um Rückstände des Kältemittels 16, die im Sammelbehälter 12 vom Schmiermittel
6 abgetrennt wurden, in den Kühlmittelkreislauf zurückzuführen, sowie eine zweite
Ableitung 15, über die das Schmiermittel 6 in den Schmiermittelkreislauf der Kältemaschine
K zurückführbar ist.
[0035] Vorteilhaft umfasst die Entnahmeeinrichtung 8 zur Steuerung und / oder Regelung der
Menge des abzuführenden Schmiermittels 6 aus dem Behälter 2 ein Ventil 13, welches
Ventil 13 in der Leitung 11 zwischen Entnahmestutzen 9 und Sammelbehälter 12 vorgesehen
ist, sowie eine Ansteuereinheit 131 zur Betätigung des Ventils 13.
[0036] Darüber hinaus ist in der Leitung 11 eine Pumpe 132 vorgesehen, die das Abführen
des Schmiermittels 6 aus dem Abscheidebereich A des Behälters 2 in den Sammelbehälter
12 unterstützt.
[0037] Die vorgeschlagene Schmiermittelrückführung für eine Kältemaschine erlaubt es somit,
ein Schmiermittel, das leichter als das in der Kältemaschine verwendete Kältemittel
ist, auf einfache Weise und sicher vom eigentlichen Kältemittel zu trennen und optimiert
gleichzeitig die Kältemittelfüllung der Kältemaschine.
1. Vorrichtung zur Schmiermittelrückführung für eine Kältemaschine (K) umfassend einen
Behälter (2) mit mindestens einem Trennblech (3), welches Trennblech (3) den Behälter
(2) in mindestens einen ersten Teilbereich (4) und einen zweiten Teilbereich (5) unterteilt,
sowie ein zum Abscheiden von Schmiermittel (6) in dem zweiten Teilbereich (5) angeordnetes
Abscheideblech (7), wobei im zweiten Teilbereich (5) eine Entnahmeeinrichtung (8)
in Bezug auf das Abscheideblech (7) derart angeordnet und ausgebildet ist, dass das
am Abscheideblech (7) abgeschiedene Schmiermittel (6) mittels der Entnahmeeinrichtung
(8) aus dem Behälter (2) abführbar ist.
2. Vorrichtung zur Schmiermittelrückführung nach Anspruch 1, bei welcher die Entnahmeeinrichtung
(8) zur Aufnahme des Schmiermittels (6) einen Entnahmestutzen (9) umfasst.
3. Vorrichtung zur Schmiermittelrückführung nach Anspruch 1 oder 2, wobei zwischen dem
Abscheideblech (7) und der Entnahmeeinrichtung (8) ein Schmiermittelfangblech (10)
angeordnet ist.
4. Vorrichtung zur Schmiermittelrückführung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei
die Entnahmeeinrichtung (8) einen mit dem Entnahmestutzen (9) über eine Leitung (11)
verbundenen Sammelbehälter (12) für das Schmiermittel (6) umfasst.
5. Vorrichtung zur Schmiermittelrückführung nach Anspruch 4, wobei zur Steuerung und
/ oder Regelung der Menge des abzuführenden Schmiermittels (6) aus dem Behälter (2)
ein Ventil (13) in der Leitung (11) vorgesehen ist.
6. Vorrichtung zur Schmiermittelrückführung nach Anspruch 4 oder 5, wobei der Sammelbehälter
(12) Mittel (14, 15) umfasst und derart ausgestaltet ist, dass Rückstände eines Kältemittels
(16) vom Schmiermittel (6) abtrennbar sind.
7. Vorrichtung zur Schmiermittel rückführung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei im Betriebszustand das Schmiermittel (6) ein im Kältemittel (16) im wesentlichen
nicht-lösliches Öl ist.
8. Vorrichtung zur Schmiermittelrückführung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei
das Kältemittel (16) Kohlendioxid ist.
9. Kältemaschine (K) mit einer Schmiermittelrückführung nach einem der Ansprüche 1 bis
8.
10. Kältmemaschine (K) nach Anspruch 9 mit einem Verdichter (17) und einem Verdampfer
(18), wobei die Schmiermittelrückführung zwischen dem Verdichter (17) und dem Verdampfer
(18) angeordnet ist.