| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 417 048 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
12.01.2005 Patentblatt 2005/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.07.2002 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B21B 1/08 // B21B108:04 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2002/007941 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2003/011488 (13.02.2003 Gazette 2003/07) |
|
| (54) |
ARBEITSVERFAHREN ZUM X-H-WALZEN VON PARALLELFLANSCHIGEN STAHLPROFILEN (-TRÄGERN)
X-H ROLLING METHOD FOR PARALLEL-FLANGE STEEL SECTIONS (SUPPORTS)
PROCEDE DE LAMINAGE X-H DE PROFILES (SUPPORTS) EN ACIER A BRIDES PARALLELES
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR |
| (30) |
Priorität: |
21.07.2001 DE 10135601
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
12.05.2004 Patentblatt 2004/20 |
| (73) |
Patentinhaber: SMS Meer GmbH |
|
41069 Mönchengladbach (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- ENGEL, Georg
40472 Düsseldorf (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Valentin, Ekkehard, Dipl.-Ing. |
|
Patentanwälte
Hemmerich-Müller-Grosse-
Pollmeier-Valentin-Gihske
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 419 501 US-A- 5 896 770
|
DE-A- 3 832 392
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Arbeitsverfahren zum XH-Walzen von parallelflanschigen
Stahlprofilen (-Trägem) mit H-Profil im Tandembetrieb in einer Kompaktwalzgruppe,
die aus einem ersten Universalgerüst, einem diesem nachgeordneten Stauchgerüst und
einem folgenden, zweiten Universalgerüst besteht, wobei die Walzen der Gerüste geneigt,
bzw. vertikal zu den Achsen der Walzen verlaufende Walzflächen aufweisen.
[0002] Als Rohmaterial für den Anstich in dieser Kompaktwalzgruppe wird entweder vorgewalztes
Stranggußmaterial verwendet, wobei die Vorwalzungen auf einem konventionellen Breakdown-Gerüst
oder aber in einer Vertikal-Horizontal-Reversierwalzgruppe bzw. einer Horizontal-Universal
bzw. Vertikal-Horizontal-Universal-Reversierwalzgruppe erfolgen. Es können aber auch
endabmessungsnahe stranggegossene Vorprofile dieser Kompaktwalzgruppe zugeführt werden.
[0003] Beim Walzen dieser H.-Profile nach diesem Arbeitsverfahren ergeben sich insb. bei
schweren Trägem Nachteile eines großen und darüber hinaus in dem einen, gegenüber
dem anderen Horizontalgerüst unterschiedlichen Verschleißes der Walzenflächen insb.
der, der Horizontalwalzen. Dieser Verschleiß führt dazu, dass die Walzen häufig neu
abgedreht werden müssen und damit zu einer erheblichen Erhöhung der Betriebskosten.
[0004] Erfahrungen haben dabei gezeigt, dass es zweckmäßig ist, den Verschleiß der Horizontalwalzen
im ersten Universalgerüst und den Verschleiß der Horizontalwalzen im zweiten Universalgerüst
möglichst gleich zu halten, um dieses Nachdrehen der beiden Horizontalwalzensätze
zu einem möglichst kostengünstigen Zeitpunkt gleichzeitig durchzuführen, um beim Abstimmen
der Ballenbreite der beiden Walzensätze zueinander einen unnötig großen Materialverlust
zu vermeiden. Diese Abstimmung des Verschleißverhaltens hat sich aber in der Praxis
als sehr schwierig erwiesen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Verschleiß der Horizontalwalzen zu
verringern, für beide Gerüste aufeinander abzustimmen und möglichst gleich zu halten.
[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass bei Verwendung von Vertikalwalzen mit, zwischen
0 Grad und 10 Grad voneinander weg geneigten Walzflächen im ersten Universalgerüst
und von Vertikalwalzen mit zylindrischen Walzflächen im zweiten Universalgerüst, die
Seitenflächen der Horizontalwalzen, die mit den Walzenflächen der Vertikalwalzen das
H-Kaliber bilden, Neigungen von 0,0 Grad bis 0,5 Grad aufweisen und in dem zweiten
Universalgerüst jeweils eine Reduktion des Walzgutes zu bewirken, die 0 - 100% der
im ersten Universalgerüst erzielten Abnahme beträgt.
[0007] Die äußere Ballenlänge der Horizontalwalzen des zweiten Universalgerüstes kann dabei
vorteilhaft dem Kammerinnenmaß des zu walzenden H-Trägers entsprechen.
[0008] im Normalfall könnte man bei der Anwendung des Arbeitsverfahrens die Abnahmen von
100% der Abnahme im ersten Universalgerüst in den Folgestichen kaskadenförmig bis
zum letzten Stich mit minimal 5% wählen. Es kann aber auch von Vorteil sein, aus Gründen
der Temperaturverhältnisse einen Durchgang mit sehr geringer Abnahme in den beiden
Universalgerüsten zu fahren, um dann die Abnahme in den Gerüsten anschließend wieder
zu erhöhen.
[0009] Die Anwendung des erfindungsgemäßen Arbeitsverfahrens erlaubt es, für das notwendige
Nachdrehen der Walzen beider Universaigerüste einen gleichzeitigen und damit kostengünstigen
Zeitpunkt zu ermitteln und durch diese Abstimmung auch die Materialverluste und somit
die gesamten Fertigungskosten zu senken.
1. Arbeitsverfahren zum XH-Walzen von parallelflanschigen Stahlprofilen (Trägem) mit
H-Profil im Tandembetrieb in einer Kompaktwalzgruppe, die aus einem ersten Universalgerüst,
einem diesem nachgeordneten Stauchgerüst und einem folgenden zweiten Universalgerüst
besteht, wobei die Walzen der Gerüste geneigt bzw. vertikal zu den Walzenachsen verlaufende
Walzflächen aufweisen,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei Verwendung von Vertikalwalzen mit , zwischen ca. 0 Grad und 10 Grad voneinander
weg geneigten Walzflächen im ersten Universalgerüst und von Vertikalwalzen mit zylindrischen
Walzflächen im zweiten Universalgerüst, die Seitenflächen der Horizontalwalzen, die
mit den Walzflächen der Vertikalwalzen das H-Kaliber bilden, Neigungen von ca. 0 Grad
bis 0,5 Grad aufweisen, und in dem zweiten Universalgerüst jeweils eine Reduktion
des Walzgutes bewirkt wird, die ca. 0 - 100% der, im ersten Universalgerüst erzielten
Abnahme beträgt
2. Vorrichtung zur Durchführung des Arbeitsverfahrens nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die äußere Ballenlänge der Horizontalwalzen des zweiten Universalgerüstes dem Kammerinnenmaß
des H-Profils des zu walzenden Trägers entspricht.
1. An XH rolling method for manufacturing parallel-flange steel sections (supports) with
an H-profile, wherein said method is carried out in the form of a tandem operation
in a compact roll group consisting of a first universal stand, an edger arranged downstream
thereof and a subsequent second universal stand, and wherein the rolls of the stands
have surfaces that are inclined or extend vertically in relation to the roll axes,
characterized in that,
when using vertical rolls with rolling surfaces that are inclined away from one another
at an angle between 0 degrees and 10 degrees in the first universal stand and vertical
rolls with cylindrical rolling surfaces in the second universal stand, the lateral
surfaces of the horizontal rolls that form the H-pass together with the rolling surfaces
of the vertical rolls are inclined at an angle of approximately 0 degrees to 0.5 degrees,
wherein the respective reduction of the rolling stock in the second universal stand
amounts to approximately 0-100% of the reduction attained in the first universal stand.
2. A device for carrying out the method according to Claim 1,
characterized in that
the outer surface length of the horizontal rolls of the second universal stand corresponds
to the inside dimension of the recess of the H-profile of the support to be rolled.
1. Procédé de travail pour le laminage en forme de XH de profilés d'acier à ailes parallèles
(poutres) à profil en H en fonctionnement en tandem ou dans un groupe de laminage
compact qui est composé d'une première cage universelle, d'une cage refouleuse installée
en aval de celle-ci, et d'une deuxième cage universelle suivante, les rouleaux des
cages présentant des surfaces de laminage s'étendant en inclinaison ou verticalement
par rapport aux axes des rouleaux,
caractérisé en ce que,
en cas d'utilisation de rouleaux verticaux à surfaces de laminage inclinées les unes
par rapport aux autres d'environ 0 degré à 10 degrés dans la première cage universelle
et de rouleaux verticaux à surfaces de laminage cylindriques dans la deuxième cage
universelle, les surfaces latérales des rouleaux horizontaux, qui forment avec les
surfaces de laminage des rouleaux verticaux le calibre en forme de H, présentent des
inclinaisons allant d'environ 0 degré à 0,5 degré et qu'il se produit dans la deuxième
cage universelle respectivement une réduction du produit laminé qui s'élève à environ
0 à 100 % de la diminution atteinte dans la première cage universelle.
2. Procédé de réalisation du procédé de travail selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la longueur de table externe de rouleau des rouleaux horizontaux de la deuxième cage
universelle équivaut à la dimension intérieure de la cellule du profil en forme de
H de la poutre à laminer.