[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Zusammensetzungen, die Gemische von mit Carbonsäuren
veresterten offenkettigen und cyclischen Molekülen der Zuckeralkohole D-Sorbit und
D-Mannit umfassen, Verfahren zur Herstellung dieser Zusammensetzungen und die Verwendung
dieser Zusammensetzung als Schmiermittel oder hydraulisches Öl.
[0002] In der Bundesrepublik Deutschland werden jährlich rund 1,15 Mio. t Schmierstoffe
eingesetzt. Davon sind etwa 200.000 t sogenannte Prozess- oder Verfahrensöle. Unter
dem Begriff "Schmierstoffe" werden artverwandte Produkte zusammengefasst, die überwiegend
aus Mineralöl bestehen oder voll- beziehungsweise teilsynthetisch sind und zur Schmierung,
aber auch als Kraft- und Wärmeübertragungsmedien, Dielektrika und Verfahrensöle verwendet
werden. Bei letzteren handelt es sich primär um Mineralölprodukte, die in verschiedenen
Industriezweigen als Hilfsmittel in Prozessen verwendet werden, beispielsweise als
indifferente Lösungs-, Quell- und Trennmittel, zur Absorption von Gasen oder zur Bindung
von Staub. Innerhalb des Gesamt-Schmierstoffmarktes besitzen Hydraulikflüssigkeiten
in Deutschland ein Marktvolumen von etwa 160.000 t, wobei etwa 40 % auf mobile Anwendungen
und etwa 60 % auf stationäre Anwendungen entfallen.
[0003] Aus Rohöl-Destillatfraktionen lassen sich allgemein als Basis- oder Grundflüssigkeiten
bezeichnete alterungsbeständige Grundöle herstellen, die durch Raffination den jeweiligen
Anforderungen angepasst werden können. Viele Eigenschaften moderner Schmieröle werden
durch Zugabe von Wirkstoffen, den sogenannten Additiven, erzielt, ohne die die heutigen
Anforderungen an beispielsweise Motor- und Getriebeöle nicht mehr erfüllt werden könnten.
Schmierstoffe enthalten daher durchschnittlich etwa 95 % Basisflüssigkeit und etwa
5 % chemische Additive.
[0004] Herkömmliche Schmierstoffe stellen eine erhebliche Belastung für die Umwelt dar.
Obwohl in Deutschland etwa 53 % der Schmierstoffe nach Gebrauch über die Altölsammlung
zurückgewonnen und recycelt oder zur Energieerzeugung genutzt werden können, gelangt
der Rest, also jährlich etwa 540.000 t, in die Umwelt. Trotz relativ sicherer Verwahrung
diester Produkte in Tankbehältern oder in Getriebe- und Motorblöcken etc., gelangen
Schmierstoffe unter anderem durch Leckagen, Ölunfälle, aber auch durch Tropfverluste,
beispielsweise beim Wechsel von Hydraulikschläuchen bei Baggern, in die Umwelt und
führen zu Kontaminationen insbesondere von Böden und Oberflächen- und Grundgewässern.
Weitere Umweltbelastungen werden durch den zweckbestimmten Gebrauch bestimmter Schmierstoffe
bei der sogenannten Verlustschmierung beispielsweise der Kettenschmierung von Motorsägen,
verursacht. Auch die unvermeidliche Mitverbrennung von Schmierstoffen in Motoren stellt,
wie auch jegliche Form direkter Emission, beispielsweise durch Verdampfung, eine Form
der Umweltverschmutzung dar. Auch wenn Mineralölprodukte unter günstigen Wachstumsbedingungen
für die in der Natur vorkommenden Mikroorganismen prinzipiell abbaubar sind, so hat
sich dennoch gezeigt, dass die natürlichen Systeme in der Praxis mit dem Abbau von
Mineralölprodukten überfordert sind.
[0005] Aufgrund der großen Belastung insbesondere von Böden und Gewässern durch Schmierstoffe
ist es erforderlich, umweltverträgliche, insbesondere biologisch abbaubare Öle und
Schmierstoffe zu entwickeln. In den letzten Jahren wurden daher Basisflüssigkeiten
für Schmierstoffe auf der Basis nachwachsender pflanzlicher Rohstoffe, insbesondere
unter Verwendung von Pflanzenölen und deren Derivaten ("Syntheseester") entwickelt.
Bei solchen Syntheseestern werden als typische Polyol-Bestandteile verzweigte Alkohole
wie Neopentylglykol, Trimethylolpropan und Pentaerythrit eingesetzt (
Bongardt, Fat. Sci. Technol., 92 (1990), 473-478), die zu gesättigten Estern umgesetzt werden. Gegenüber Schmiermitteln aus Mineralölen
sind solche Pflanzenöle im allgemeinen umweltverträglicher und biologisch schneller
abbaubar. Es zeigte sich jedoch, dass chemisch unveränderte Pflanzenöle vielen technischen
Anforderungen nicht genügen. Die definierten chemischen, hochspezialisierten Abwandlungen
solcher Pflanzenöle zeigen zwar teilweise akzeptable anwendungstechnische Eigenschaften.
Sie sind aber aufgrund der zu ihrer Herstellung erforderlichen zahlreichen Produktionsschritte
sehr teuer. Weitere Nachteile sind, dass die oxidative, hydrolytische und thermische
Stabilität der pflanzlichen Öle für einen Einsatz in Umlaufschmieranlagen nicht ausreicht
und dass Hochleistungs-Additive für Pflanzenöle, insbesondere ökotoxikologisch unbedenkliche
und umweltverträgliche Zusätze, bisher nur unzureichend entwickelt wurden.
[0006] Nachwachsende Rohstoffe wie niedermolekulare Zucker blieben im Schmiermittel-Bereich
dagegen weitgehend ungenutzt und ihr Potential als Polyol-Bestandteil für Synthesester
ist nahezu unerforscht, obwohl sie analoge Funktionen wie die vorstehend genannten
Alkohole besitzen. Durch ihre Verfügbarkeit ist der Einsatz dieser Rohstoffe im Schmiermittel-
und Hydraulikflüssigkeits-Bereich jedoch sehr attraktiv, zumal sie durch ihren natürlichen
Ursprung große Vorteile im Hinblick auf eine schnelle biologische Abbaubarkeit und
Umweltverträglichkeit besitzen.
[0007] Aus der
EP 0 879 872 A1 sind biologisch abbaubare, nicht-toxische Schmieröl-Formulierungen bekannt, die aus
einem Ester eines Zuckers und einer Fettsäure bestehen. Der Polyol-Bestandteil des
Polyesters kann einen Zucker, Zuckeralkohol oder ein Gemisch davon umfassen, wobei
der Polyol-Bestandteil sowohl teilweise verestert als auch mit hohem Veresterungsgrad
vorliegen kann. Die beschriebene nicht-toxische Schmieröl-Formulierung soll insbesondere
Anwendung in Aggregaten finden, die in der Agrar- und Nahrungsmittelindustrie beziehungsweise
in der Kosmetik- oder pharmazeutischen Industrie eingesetzt werden.
[0008] Die
EP 0 572 198 A1 beschreibt SchmierölZusammensetzungen, die ebenfalls für Maschinen zur Herstellung
von Nahrungsmitteln eingesetzt werden können. Die Zusammensetzungen umfassen ein Gemisch
eines ersten Esters einer mittellangen gesättigten Fettsäure mit Glycerin (Komponente
A) und eines zweiten Esters einer Carbonsäure mit Saccharose.
[0009] Die
DE 42 29 383 C2 beschreibt ein genießbares Schmiermittel mit Zusatz von schmierwirkungsverbessernden
Estern aus Fettsäuren und höheren Alkoholen. Die Additive zur Verbesserung der Schmierwirkung
bestehen dabei aus mindestens zwei Estern von genießbaren Alkoholen mit mindestens
zwei AlkoholGruppen. Als Alkohole können beispielsweise Glycerin, Pentaerythrit, Arabit,
Mannit und Sorbit eingesetzt werden.
[0010] Die im Stand der Technik bekannten Syntheseester, die auf der Basis niedermolekularer
Zucker oder Zucker-Derivate erhältlich sind, besitzen jedoch einige Nachteile, so
dass sie nicht im größeren Maßstab als Schmiermittel-Basisflüssigkeit oder als Hydraulikflüssigkeit
eingesetzt werden können. Teilweise weisen sie nicht die für einen Einsatz in diesem
Bereich erforderlichen Eigenschaften, wie Viskositäts-Temperatur-Verhalten, Viskositäts-Druck-Verhalten,
Alterungs- und Oxidationsbeständigkeit, Hydrolysebeständigkeit, Kompressibilität,
Elastomerverträglichkeit, Verträglichkeit mit den in entsprechenden Aggregaten eingesetzten
Materialien, Schaumverhalten, Luftabscheidevermögen, Kälteeigenschaften, Reibkoeffizient,
Verschleißschutz im Vierkugelapparat (VKA) nach DIN 58524 etc., auf. Zum Teil ist
auch ihre Herstellung zu teuer, was, bedingt durch ihre spezifischen Anwendungen,
auf die Verwendung spezieller Ausgangsstoffe zurückzuführen ist. Darüber hinaus können
einige dieser Syntheseester nicht oder nur erschwert durch natürliche Systeme vollständig
und rückstandslos abgebaut werden.
[0011] Das der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende technische Problem besteht also
darin, vollständig auf der Basis nachwachsender Rohstoffe aufgebaute neuartige Syntheseester,
die insbesondere unter Verwendung von niedermolekularen Zuckern und aus pflanzlichen
Quellen isolierbaren Fettsäuren erhältlich sind, als Basisflüssigkeit für Schmierstoffe
und Hydraulikflüssigkeiten und Verfahren für deren Herstellung bereitzustellen, wobei
die Syntheseester einerseits die erforderlichen anwendungstechnischen Eigenschaften,
wie Oxidationsbeständigkeit, thermische Beständigkeit und Viskositäts-Kälteverhalten,
besitzen und andererseits aufgrund ihres natürlichen Ursprungs biologisch schnell
und rückstandslos abbaubar und somit in hohem Maße umweltverträglich sind und darüber
hinaus kostengünstig hergestellt werden können.
[0012] Die vorliegende Erfindung löst dieses technische Problem durch die Bereitstellung
einer Zusammensetzung, umfassend ein Gemisch aus vollständig oder nahezu vollständig
mit Carbonsäure verestertem D-Sorbit, Monoanhydrosorbit, Dianhydrosorbit, D-Mannit,
Monoanhydromannit und Dianhydromannit, die zur Verwendung als Basisflüssigkeit für
Schmiermittel oder Hydraulikflüssigkeiten geeignet ist. Das heißt, die vorliegende
Erfindung stellt ein Gemisch von veresterten offenkettigen und cyclischen D-Sorbit-
und D-Mannit-
[0013] Molekülen bereit, das im Schmiermittelbereich eingesetzt werden kann.
[0014] Die Zuckeralkohole D-Sorbit und D-Mannit besitzen gegenüber anderen Zuckern beziehungsweise
Zuckeralkoholen mehrere Vorteile, die sie als Ausgangsmaterial für die Herstellung
von n-Alkylestern prädestinieren. So weisen beide Zuckeralkohole eine sehr gute hydrolytische
und thermische Stabilität auf. D-Sorbit und D-Mannit können im technischen Maßstab
leicht und äußerst kostengünstig aus nachwachsenden pflanzlichen Ausgangsstoffen hergestellt
werden. D-Sorbit kann beispielsweise durch katalytische Hydrierung aus Glucose, hydrolysierter
Stärke oder hydrolysierter Saccharose hergestellt werden. Die Verwendung von Saccharose
als Ausgangsstoff, wobei zuerst eine saure Hydrolyse unter Bildung von Invertzucker
durchgeführt wird, führt nach Hydrierung nicht nur zu Sorbit, sondern auch zu D-Mannit.
[0015] Fettsäurester von Sorbit und Sorbitan, der teilweise dehydratisierten Form von Sorbit,
finden bereits vielfältige Anwendung als Emulgatoren oder Stabilisatoren. Sie sind
weder giftig noch aggressiv (
Maag, J. Am. Oil Chem. Soc., 61 (1984), 259-267;
Khan, Adv. Carbohyd. Chem. Biochem., 33 (1976), 235-294). Mono-, Di- und Triester von Sorbitan, die sogenannten "Spans", haben zusammen mit
ihren ethoxylierten Derivaten, den sogenannten "Tweens", bereits einen festen Platz
in Nahrungsmitteln, Pharmazeutika und zahlreichen technischen Anwendungen (
Kosswig, in: Ullmanns Enzykl. Techn. Chem., Herausgeber Bartholome et al., 4. Auflage,
Band 22 (1982), 455-515, Verlag Chemie, Weinheim). Aufgrund ihrer Struktur und Synthese und den daraus resultierenden Eigenschaften
sind die Ester von D-Sorbit und D-Mannit auch für den Einsatz im Schmierstoffbereich,
insbesondere als Basisflüssigkeit, gut geeignet.
[0016] Partiell dehydratisierte Derivate der beiden Zuckeralkohole D-Sorbit und D-Mannit
eignen sich in besonderem Maße als Ausgangskomponenten für die Estersynthese, da sie
hervorragende chemische, thermische und hydrolytische Stabilitätseigenschaften aufweisen.
Die intramolekulare Dehydratisierung der Zuckeralkohole führt zu cyclischen Verbindungen,
die als Polyole für die Herstellung von Estern eingesetzt werden können. Durch intramolekulare
Dehydratisierung der beiden Zuckeralkohole kann insbesondere der Verzweigungsgrad
der Polyolester kontrolliert und damit auch deren Eigenschaftspotential, beispielsweise
das für die Verwendung als Schmiermittel oder Hydraulikflüssigkeit entscheidende Viskositätsverhalten,
beeinflusst werden. Auch hier spielt die Stereochemie der Verbindungen eine entscheidende
Rolle.
[0017] Untersuchungen der Anmelder der vorliegenden Erfindung haben überraschenderweise
gezeigt, dass die Veresterung von Gemischen, die D-Sorbit und dessen dehydratisierte
Derivate Monoanhydrosorbit und Dianhydrosorbit sowie D-Mannit und dessen dehydratisierte
Derivate Monoanhydromannit und Dianhydromannit umfassen, also die Veresterung von
Gemischen, die offenkettige und cyclische Moleküle von D-Sorbit und D-Mannit enthalten,
mit Carbonsäuren, insbesondere Fettsäuren aus nachwachsenden Rohstoffen, zu vollständig
oder nahezu vollständig veresterten n-Alkylester-Produktgemischen führt. Die erhaltenen
Produktgemische, die vollständig veresterte offenkettige und cyclische Moleküle der
beiden Zuckeralkohole enthalten, weisen hervorragende Schmierstoff- und Hydraulikflüssigkeit-Eigenschaften,
beispielsweise für diesen Anwendungsbereich hervorragend geeignetes Viskositäts-Temperatur-Verhalten,
ein sehr gutes Kältefließverhalten und eine sehr gute Kältestabilität, ein sehr gutes
Verschleißverhalten, das heißt Lasttragevermögen, eine sehr gute Resistenz gegen oxidative
Alterung, ein sehr gutes Schaumverhalten, ein sehr gutes Luftabscheidevermögen und
eine vorteilhafte Viskositätslage auf. Überraschenderweise hat sich herausgestellt,
dass die Eigenschaften des erhaltenen Produktgemisches einerseits von der Struktur
der einzelnen offenkettigen und cyclischen Produkte abhängen und dass andererseits
innerhalb des Produktgemisches Synergismen auftreten, die insbesondere hinsichtlich
der für einen Schmierstoffeinsatz erforderlichen Eigenschaften, wie Viskositäts-Kälteeigenschaften
und Oxidationsstabilität, als äußerst positiv zu bewerten sind.
[0018] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung bedeutet der Begriff "zur Verwendung
als Schmiermittel geeignet", dass ein Stoff oder Stoffgemisch die Reibung und Beanspruchung
sich gegen- oder aufeinanderbewegender Maschinenteile vermindern kann. Solche Stoffe
vermindern dadurch den Energieverbrauch und Materialverschleiß und wirken ferner als
Kühlmittel. "Zur Verwendung als Hydraulikflüssigkeit geeignet" bedeutet dass ein Stoff
oder Stoffgemisch solche Eigenschaften aufweist, die eine Verwendung des Stoffes oder
Stoffgemisches in hydrostatischen oder hydrokinetischen (hydrodynamischen) Systemen
als Energieübertragungs-Flüssigkeit ermöglichen. "Zur Verwendung als Schmiermittel
oder als Hydraulikflüssigkeit" bedeutet erfindungsgemäß insbesondere, dass solche
Stoffe oder Stoffgemische zur Verwendung als Basisflüssigkeit für Schmiermittel oder
Hydrauliköle geeignet sind und schließt die Zugabe weiterer herkömmlicherweise verwendeter
Additive für Schmiermittel oder Hydrauliköle, wie phenolischer und/oder aminischer
Antioxidantien, Phosphor/Schwefel-Extrem pressure/Antiwear-Zusätze, Korrosionsinhibitoren,
Schauminhibitoren und ähnlicher nicht aus.
[0019] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung betrifft daher eine Zusammensetzung,
umfassend ein Gemisch von D-Sorbit, D-Mannit und cyclischen Derivaten davon, wobei
diese Bestandteile mit mindestens einer Carbonsäure verestert sind, als Basisflüssigkeit
für Schmiermittel oder als Basisflüssigkeit für Hydrauliköle, wobei die Zusammensetzung
zusätzlich Schmiermittel-typische oder Hydrauliköltypische Additive enthält, ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus phenolischen und/oder aminischen Antioxidantien, Phosphor/Schwefel-Extrem
pressure/Antiwear-Zusätzen, Korrosionsinhibitoren und Schauminhibitoren.
[0020] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung betrifft eine Zusammensetzung,
die neben veresterten offenkettigen Molekülen von D-Sorbit und D-Mannit auch veresterte
cyclische D-Sorbitund D-Mannit-Derivate umfasst, wobei die cyclischen Derivate der
beiden Zuckeralkohole insbesondere Mono- und Dianhydrohexite sind.
[0021] Die Untersuchungen der Erfinder der vorliegenden Erfindung haben darüber hinaus ergeben,
dass Zusammensetzungen, die vollständig oder nahezu vollständig veresterte offenkettige
und cyclische D-Sorbitund D-Mannit-Moleküle enthalten, besonders vorteilhafte Eigenschaften
für den Schmierstoffbereich aufweisen. Zusammensetzungen, in denen die freien Hydroxyl-Gruppen
der verwendeten Polyol-Bestandteile nur partiell mit Carbonsäuren verestert sind,
weisen hingegen zusätzlich eine emulgierende Wirkung auf. Eine solche emulgierende
Wirkung führt jedoch bei technischen Einsätzen des Produktgemisches zu unerwünschten
Effekten, beispielsweise Schaumbildung.
[0022] Erfindungsgemäß ist daher vorgesehen, dass in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen,
die mit mindestens einer Carbonsäure veresterte offenkettige und cyclische D-Sorbit-
und D-Mannit-Moleküle umfassen, bei jedem einzelnen Molekül mindestens zwei der freien,
verfügbaren Hydroxyl-Gruppen mit einer Carbonsäure verestert sind. Im Zusammenhang
mit der vorliegenden Erfindung bedeutet der Ausdruck "mit mindestens einer Carbonsäure
verestert", dass die freien Hydroxyl-Gruppen eines einzelnen Polyol-Moleküls, unabhängig
davon, ob es ein offenkettiges oder ein cyclisches Molekül von D-Sorbit oder D-Mannit
ist, mit unterschiedlichen Carbonsäure-Resten verestert sein können. Erfindungsgemäß
besonders bevorzugt ist eine Zusammensetzung, in der bei jedem einzelnen D-Sorbit-
oder D-Mannit-Molekül alle oder nahezu alle freien Hydroxyl-Gruppen mit einer Carbonsäure
verestert sind. Die erfindungsgemäße Zusammensetzung, die ein Gemisch aus offenkettigen
und cyclischen Molekülen der Zuckeralkohole D-Sorbit und D-Mannit umfasst, ist daher
vorzugsweise vollständig mit mindestens einer Carbonsäure verestert, da die Zusammensetzung
dadurch Eigenschaften aufweist, die für den Einsatz der Zusammensetzung als Basisflüssigkeit
für Schmierstoffe oder Hydraulikflüssigkeiten von essentieller Bedeutung sind.
[0023] Erfindungsgemäß ist insbesondere vorgesehen, dass die erfindungsgemäß verwendeten
cyclischen und offenkettigen D-Sorbit- und D-Mannit-Moleküle mit aliphatischen Alkylcarbonsäuren
und/oder deren Derivaten verestert sind. Eine Ausführungsform der Erfindung betrifft
daher eine Zusammensetzung, in der der Säurebestandteil des erfindungsgemäßen PolyolGemisches
eine ungesättigte oder gesättigte, verzweigte oder unverzweigte Carbonsäure oder ein
Derivat davon oder ein Gemisch davon ist. Erfindungsgemäß kann es sich dabei um eine
Monocarbonsäure, eine Dicarbonsäure, eine Tricarbonsäure, ein Derivat davon oder ein
Gemisch davon handeln. Für die Einstellung der Viskosität kann insbesondere die Umsetzung
mit Di- und Tricarbonsäuren erfolgen, die in einem weiteren Schritt mit Fettalkoholen
wieder verestert werden, um so die niedrigen Säurezahlen einzuhalten, das heißt, das
Carbonsäure-Derivat ist ein Ester einer Di- oder Tricarbonsäure mit einem Fettalkohol.
Erfindungsgemäß werden zur Veresterung der Polyol-Bestandteile der erfindungsgemäßen
Zusammensetzung insbesondere Fettsäuren, die aus nachwachsenden heimischen pflanzlichen
Rohstoffen gewonnen werden können, sowie deren technische Fettsäureschnitte eingesetzt.
Die Verwendung von aus heimischen nachwachsenden Rohstoffen gewonnenen Fettsäuren
als Alkyl-Bestandteil der erfindungsgemäßen Zusammensetzung erfolgt insbesondere unter
dem Blickwinkel der Ressourcenschonung und der biologischen Abbaubarkeit der veresterten
Polyol-Produkte.
[0024] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung betrifft eine Zusammensetzung, bei
der die offenkettigen und cyclischen D-Sorbit- und D-Mannit-Moleküle mit Monocarbonsäuren
verestert sind. Die Kettenlänge des Alkyl-Bestandteiles hat auf die Eigenschaften
des resultierenden veresterten Produktes, beispielsweise das Hochtemperatur- und Viskositäts-Kälteverhalten,
einen signifikanten Einfluss. Erfindungsgemäß ist daher vorgesehen, dass die Polyol-Bestandteile
der erfindungsgemäßen Zusammensetzung vorzugsweise mit C
2-C
24-Monocarbonsäuren, besonders bevorzugt mit C
4-C
18-Monocarbonsäuren verestert sind.
[0025] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung betrifft eine Zusammensetzung,
bei der die offenkettigen und cyclischen D-Sorbit- und D-Mannit-Moleküle mit Essig-,
Butter-, Isobutan-, Valerian-, Isovalerian-, Capron-, Enantin-, Capryl-, 2-Ethylcapron-,
Pelargon-, Caprin-, Laurin-, Myristin-, Myristolein-, Palmitin-, Palmitolein-, Stearin-,
Öl-, Elaidin-, Rhizinus-, Linol-, Linolin-, Eleostearin-, Arachidin-, Behen- oder
Erucasäure oder Gemischen davon verestert sind. Vorzugsweise handelt es sich um natürlich
vorkommende pflanzliche Fettsäuren.
[0026] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die offenkettigen
und cyclischen D-Sorbit- und D-Mannit-Moleküle mit Dicarbonsäuren, insbesondere C
2-C
24-Dicarbonsäuren, vorzugsweise C
4-C
18-Dicarbonsäuren verestert. In einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich dabei
um Oxalsäure, Malonsäure, Succinsäure, Glutar-, Adipin-, Pimelin-, Malein-, Fumar-
oder Sorbinsäure.
[0027] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die offenkettigen
und cyclischen Zuckeralkohol-Moleküle mit Tricarbonsäuren, beispielsweise Zitronensäure,
verestert.
[0028] Erfindungsgemäß ist auch vorgesehen, dass Derivate der Carbonsäuren, wie Anhydride,
gemischte Anhydride, Alkylester und insbesondere Carbonsäurechloride, zur Veresterung
der Derivate eingesetzt werden können. Bei Anhydriden handelt es sich um die Produkte
einer Säure, beispielsweise einer Carbonsäure, die beispielsweise durch Dehydratisierung
erhältlich sind. Bei Wasseraustritt aus zwei verschiedenen Säuren können gemischte
Anhydride erhalten werden. Alkylester können durch eine durch Säuren wie Schwefelsäure
etc. katalysierte Umsetzung von Carbonsäuren mit Alkoholen hergestellt werden. Eine
weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung betrifft daher Zusammensetzungen,
bei denen die offenkettigen und cyclischen D-Sorbit- und D-Mannit-Moleküle mit Carbonsäuren-Derivaten,
beispielsweise Anhydriden, gemischten Anhydriden, Alcylestern und/oder insbesondere
Carbonsäurechloriden, verestert sind.
[0029] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform können die Zuckeralkohol-Moleküle auch
mit Isomeren von Carbonsäuren, wie cis/trans-Isomeren innerhalb des Gerüstes oder
an geometrischen Positionen, verestert sein. Bei Isomeren handelt es sich um Verbindungen
mit gleichen Brutto-, jedoch unterschiedlichen Strukturformeln. Cis/trans-Isomere
sind Stereoisomere, die durch eine unterschiedliche Atomanordnung im dreidiemnsionalen
Raum gekennzeichnet sind, insbesondere durch die unterschiedliche Anordnung der Substituenten.
Stereoisomere unterscheiden sich also in der Konfiguration und/oder der Konformation.
[0030] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Anteil der veresterten offenkettigen und
cyclischen D-Sorbit-Derivate an der Gesamtzusammensetzung insbesondere 95 % bis 5
% beträgt und der Anteil der veresterten offenkettigen und cyclischen D-Mannit-Derivate
dementsprechend bei 5% bis 95 % liegt. Vorzugsweise liegt der Anteil der veresterten
D-Sorbit-Derivate an der Gesamtzusammensetzung bei 92 % bis 50 % und der Anteil der
veresterten D-Mannit-Derivate bei 8 % bis 50 %. Besonders bevorzugt liegt der Anteil
der veresterten D-Sorbit-Derivate an der Gesamtzusammensetzung bei 90 % bis 70% und
der Anteil der veresterten D-Mannit-Derivate bei 10 % bis 30 %.
[0031] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung betrifft eine
erfindungsgemäße Zusammensetzung, die ein Gemisch von mit mindestens einer Carbonsäure
veresterten offenkettigen und cyclischen D-Sorbit- und D-Mannit-Molekülen umfasst,
und zusätzlich mindestens ein weiteres offenkettiges und/oder cyclisches Kohlenhydrat,
Polyol, ein Derivat davon oder ein Gemisch davon enthält, das mit mindestens einer
Carbonsäure, einem Derivat davon oder einem Gemisch davon verestert ist. Durch den
Zusatz weiterer veresterter Kohlenhydrate und/oder Polyole können die anwendungstechnischen
Eigenschaften der erfindungsgemäßen Zusammensetzung, insbesondere im Hinblick auf
das Viskositäts-Temperatur-Verhalten, Viskositäts-Druck-Verhalten, Alterungs- und
Oxidationsbeständigkeit, Hydrolysebeständigkeit, Kompressibilität, Elastomerverträglichkeit,
Verträglichkeit mit den in entsprechenden Aggregaten eingesetzten Materialien, Schaumverhalten,
Luftabscheidevermögen, Kälteeigenschaften, Reibkoeffizient, Verschleißschutz im Vierkugelapparat
(VKA) nach DIN 58524 etc. entsprechend den jeweiligen spezifischen Anforderungen angepasst
und modifiziert werden.
[0032] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass das Kohlenhydrat
und/oder Polyol ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend einem Monosaccharid wie Glucose,
Fructose, Mannose, Arabinose, Xylose, Sorbose und Galactose, einem Disaccharid wie
Saccharose, Maltose, Trehalose, Lactose, Isomaltulose und Trehalulose, einem Trisaccharid,
wie Raffinose, einem Zuckeralkohol, wie Erythrit, Xylit, Sorbit, Mannit, Maltit, Lactit,
Arabit, 6-0-α-D-Glucopyranosyl-D-sorbit (1,6-GPS), 1-0-α-D-Glucopyranosyl-D-sorbit
(1,1-GPS) und 1-0-α-D-Glucopyranosyl-D-mannit (1,1-GPM), Stärkehydrolysaten, Fructooligosacchariden,
hydrierten Produkten davon oder einem Gemisch davon, wie Isomalt als Gemisch von 1,6-GPS
und 1,1-GPM.
[0033] Erfindungsgemäß sind die veresterten offenkettigen und cyclischen Derivate der weiteren
Kohlenhydrate oder Polyole mit den gleichen Carbonsäuren verestert wie die D-Sorbit-
und D-Mannit-Derivaten. Vorzugsweise sind sie daher mit aliphatischen n-Alkylcarbonsäuren
und/oder deren Derivaten verestert, also mit ungesättigten oder gesättigten, verzweigten
oder unverzweigten Carbonsäuren oder Derivaten davon oder einem Gemisch davon. In
bevorzugter Ausführungsform sind die weiteren Kohlenhydrat- und/oder Polyol-Derivate
mit Monocarbonsäuren, Dicarbonsäuren, Tricarbonsäuren, Derivaten davon oder einem
Gemisch davon verestert. Für die Einstellung der Viskosität kann insbesondere die
Umsetzung mit einer Di- und Tricarbonsäure erfolgen, die in einem weiteren Schritt
mit Fettalkoholen wieder verestert werden, um so die niedrigen Säurezahlen einzuhalten.
Das heißt, zur Umsetzung kann ein Ester einer Di- oder Tricarbonsäure mit einem Fettalkohol
verwendet werden. Erfindungsgemäß werden zur Veresterung dieser weiteren Bestandteile
der erfindungsgemäßen Zusammensetzung insbesondere Fettsäuren, die aus nachwachsenden
heimischen pflanzlichen Rohstoffen gewonnen werden können, sowie deren technische
Fettsäureschnitte eingesetzt.
[0034] Erfindungsgemäß ist es insbesondere vorgesehen, dass der Anteil der weiteren veresterten
Kohlenhydrat- und/oder Zuckeralkohol-Derivate an der Gesamtzusammensetzung 0,5 % bis
50 %, vorzugsweise 1 bis 40 %, besonders bevorzugt 5 bis 30 %, beträgt.
[0035] Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung einer Zusammensetzung,
die ein Gemisch aus partiell oder vollständig mit carbonsäure veresterten D-Sorbit,
D-Mannit und den cyclischen Derivaten davon umfasst, umfassend
- a) Cyclisierung der Zuckeralkohole durch Dehydratisierung, wobei ein Gemisch aus Monoanhydrohexiten,
Dianhydrohexiten und offenkettigen Zuckeralkohol-Molekülen erhalten wird, und
- b) partielle oder vollständige Veresterung der in unterschiedlichem Maß dehydratisierten
Hexite mit mindestens einer Carbonsäure, mindestens einem Derivat davon oder einem
Gemisch davon, oder
- c) Cyclisierung und partielle oder vollständige Veresterung als Eintopfreaktion.
[0036] Die Cyclisierung von D-Sorbit ist im Stand der Technik bekannt. So hat
Lewis (Surfactant Sci. Ser., 72 (1998), 219-223) durch Isolierung und Charakterisierung der Produkte gezeigt, dass D-Sorbit über
eine Dehydratisierung in einen substituierten Furanring, das 1,4-Sorbitan oder Monoanhydrosorbit
(MAS), und unter nochmaliger Wasserabspaltung in eine bicyclische Struktur, das Isosorbit
oder 1,4:3,6-Dianhydrosorbit (DAS) überführt werden kann. Aus neueren Untersuchungen
geht hervor, dass neben der 1,4-Sorbitan-Form auch andere Sorbitan-Isomere, beispielsweise
das 3,6-Sorbitan, das 2,5-Sorbitan und das 5,2-Sorbitan, gebildet werden können (
Bock et al., Acta Chem. Scand., 35 (1981), 441). Bei 1,4- oder 3,6-Sorbitan kann eine weitere Dehydratisierung erfolgen, wobei in
beiden Fällen 1,4:3,6-Dianhydrosorbit erhalten wird. Bei den 2,5- und 5,2-Sorbitan-Isomeren
ist eine erneute Wasserabspaltung nicht möglich. Das 1,4-Sorbitan-Isomer kann leicht
als kristallisierbarer Feststoff isoliert werden, während das 3,6-Isomer schwer nachzuweisen
ist. Durch Auswahl geeigneter Umsetzungsbedingungen kann erreicht werden, dass die
Cyclisierung von D-Sorbit nur partiell erfolgt, so dass ein Gemisch erhalten wird,
das im wesentlichen die nicht-cyclisierte D-Sorbit-Form, also die offenkettige Form,
Monoanhydrosorbit und Dianhydrosorbit enthält. Analog dazu kann auch D-Mannit in Monoanhydromannit
(MAM) und Dianhydromannit (DAM) überführt werden (
Reiff, in: Ullmanns Enzyk. Techn. Chem., Herausgeber Bartholome et al., 4. Auflage,
Band 24 (1983), 772-777, Verlag Chemie Weinheim).
[0037] Ausgehend von den Zuckeralkoholen D-Sorbit und D-Mannit in jeweils gewünschten Anteilen
wird daher zunächst in der ersten Stufe, vorzugsweise in Gegenwart eines Katalysators,
ein Gemisch offenkettiger Zuckeralkohol-Moleküle, also D-Sorbit und D-Mannit, und
cyclischer Zuckeralkohol-Moleküle, also Anhydro- und Dianhydohexite, hergestellt.
Anschließend wird in der zweiten Stufe, beispielsweise mit dem gleichen Katalysator
oder mit einem zweiten Katalysator, unter Verwendung geeigneter Reagenzien die Veresterung
oder Umesterung dieses Gemisches mit gesättigten oder ungesättigten, verzweigten beziehungsweise
unverzweigten Carbonsäuren, Derivaten davon oder Gemischen davon durchgeführt. Erfindungsgemäß
können zur Veresterung Monocarbonsäuren, Dicarbonsäuren, Tricarbonsäuren, Derivate
davon oder ein Gemisch davon verwendet werden.
[0038] Erfindungsgemäß besonders bevorzugt ist die Verwendung von C
2-C
24-Monocarbonsäuren, wie Essig-, Butter-, Isobuten-, Valerian-, Isovalerian-, Capron-,
Enantin-, Capryl-, 2-Ethylcapron-, Pelargon-, Caprin-, Laurin-, Myristin-, Myristolein-,
Palmitin-, Palmitolein-, Stearin-, Öl-, Elaidin-, Rhizinus-, Linol-, Linolen-, Eleostearin-,
Arachidin-, Behen- oder Erucasäure.
[0039] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung können zur Veresterung
auch CarbonsäureDerivate, wie Anhydride, gemischte Anhydride, Alkylester, insbesondere
Carbonsäurechloride, oder Isomere wie cis/trans-Isomere innerhalb des Gerüstes oder
an einer geometrischen Position eingesetzt werden.
[0040] Erfindungsgemäß ist dabei insbesondere vorgesehen, dass diese Veresterung beziehungsweise
Umesterung so durchgeführt wird, dass mindestens zwei Hydroxylgruppen bei jedem offenkettigen
oder cyclischen Zuckeralkohol-Molekül verestert werden. Erfindungsgemäß besonders
bevorzugt werden alle freien Hydroxyl-Gruppen jedes offenkettigen und cyclischen Zuckeralkohol-Moleküls
verestert. Der Veresterungsgrad der Moleküle kann durch Auswahl geeigneter Reaktionsbedingungen
gesteuert werden.
[0041] Die gewünschten veresterten Produkte können sowohl diskontinuierlich als auch kontinuierlich
hergestellt werden, dass heißt, Cyclisierung und Veresterung der Zuckeralkohole können
entweder kontinuierlich oder diskontinuierlich durchgeführt werden. Beide Reaktionsschritte
können in bekannten organischen Lösungsmitteln wie Toluol, DMSO, Pyridin, DMF usw.
oder aber lösungsmittelfrei in Gegenwart eines oder mehrerer geeigneter Katalysatoren
erfolgen.
[0042] Als Katalysatoren beziehungsweise Katalysator-Mischungen finden erfindungsgemäß insbesondere
Übergangsmetall-Verbindungen von Sn, Ti, Zn/Cu usw., insbesondere Salze, Oxide, Alkyle,
etc. davon, Mineralsäuren wie HCl, H
2SO
4 und H
3PO
4, organische Säuren wie p-Toluonsulfonsäure, Methansulfonsäure und Sulfobernsteinsäure,
sowie saure Ionenaustauscher, Alkalisalze wie Natrium- oder Kaliumhydroxid, Natrium-
oder Kaliumcarbonat, Natrium- oder Kaliumethanolat, Natrium- oder Kaliummethanolat,
Zeolithe oder ein Gemisch davon Verwendung. Erfindungsgemäß ist insbesondere die Kombination
aus p-Toluolsulfonsäure als Katalysator für die Cyclisierungsreaktion und einem Zinn-Oxalatkatalysator,
beispielsweise Tegokat 160
® von der Fa. Goldschmidt, als Veresterungskatalysator bevorzugt. Diese Katalysatorkombination
erweist sich als äußerst effektiv hinsichtlich der Synthese der gewünschten Produkte.
Besonders vorteilhaft war die annehmbare Farbe der dadurch erhaltenen Produkte, so
dass keine oder nur wenige weitere Aufreinigungsschritte durchgeführt werden mussten.
Bei Verwendung von Caprylsäureanhydrid als Veresterungsreagens führt diese erfindungsgemäß
bevorzugte Katalysatorkombination zu einer praktisch vollständigen Umsetzung. Bei
Verwendung dieser Katalysatorkombination ist auch eine vollständige Veresterung mit
Caprylsäure als Veresterungsreagens möglich. Eine weitere erfindungsgemäß bevorzugte
Katalysatorkombination umfasst die p-Toluolsulfonsäure als Katalysator zur Cyclisierung
und Dibutylzinnoxid als Katalysator zur Veresterung.
[0043] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Cyclisierungsreaktion
bei einer Temperatur von 80°C bis 190°C, besonders bevorzugt bei 100°C bis 170°C durchgeführt
wird. Die Veresterungsreaktion findet insbesondere bei einer Temperatur von 120°C
bis 280°C, vorzugsweise bei einer Temperatur von 160°C bis 250°C statt.
[0044] Erfindungsgemäß ist insbesondere vorgesehen, dass während der beiden Schritte, insbesondere
während der Cyclisierung der Zuckeralkohole, das während der Umsetzung entstehende
Wasser ständig abgeführt wird. Das aus der Reaktion entstehende Wasser wirkt sich
insbesondere ungünstig auf die Lage des Gleichgewichtes bei der anschließenden Veresterung
aus und wird daher vorzugsweise entfernt. Beispielsweise kann das bei der Cyclisierung
entstehende Wasser als Dampf mit Hilfe eines gegen Ende der Reaktion durch den Kolben
geleiteten Stickstoffstromes entfernt werden. Erfindungsgemäß ist also vorgesehen,
das während der Cyclisierung und/oder Veresterung entstehende Wasser vorzugsweise
mittels Rektifikation oder Azeotroprektifikation zu entfernen.
[0045] Zusammengefasst umfassen die erfindungsgemäß bevorzugten Reaktionsbedingungen für
die Cyclisierung die folgenden Parameter: die Verwendung eines Rührreaktors, wobei
Stickstoff durch den Reaktor hindurchgeleitet werden kann oder auch nicht, die Entfernung
des bei der Reaktion entstehenden Wassers durch Destillation, insbesondere mittels
Rektifikation und Azeotroprektifikation, die Durchführung der Cyclisierung in einem
Lösungsmittel, besonders bevorzugt jedoch ohne Lösungsmittel, vorzugsweise bei einer
Temperatur von 70°C bis 180°C, besonders bevorzugt bei 100°C bis 160°C, eine Reaktionsdauer
von 0,2 bis 6 Stunden, vorzugsweise 0,5 bis 3 Stunden, und Durchführung der Reaktion
in Gegenwart eines Katalysators, wobei die Menge des verwendeten Katalysators bezogen
auf die Zuckerausgangsstoffe bei 0,05 bis 10 Ges.-%, vorzugsweise bei 0,1 - 5 Gew.-%
liegt.
[0046] Zusammengefasst umfassen die erfindungsgemäß bevorzugten Reaktionsbedingungen für
die Veresterung bei diskontinuierlichem Betrieb die folgenden Parameter: Verwendung
eines Rührreaktors, wobei die Veresterung erfindungsgemäß auch zwei- bis fünfstufig
in einer Rührkesselkaskade durchgeführt werden kann, Entfernung von Wasser während
der Reaktion durch Rektifikation/Destillation oder Azeotroprektifikation, Durchführung
der Reaktion in einem organischen Lösungsmittel, beispielsweise Toluol, DMF oder Ether,
oder ohne Lösungsmittel, eine Reaktionsdauer von 2 bis 36 Stunden, vorzugsweise 8
bis 26 Stunden, und Durchführung der Veresterung in Gegenwart eines Katalysators,
wobei die Katalysatormenge, bezogen auf die Gesamtmenge, bei 0,05 - 10 Gew.-%, vorzugsweise
bei 0,1 - 5 Gew.-% liegt. Die Ausgangssubstanzen Polyol und Säure liegen, bezogen
auf die Monomereinheiten, vorzugsweise in einem Verhältnis von 1:1 bis 1:10 vor, besonders
bevorzugt in einem Verhältnis von 1:1,5 bis 1:7. Die Veresterung bei diskontinuierlichem
Betrieb wird erfindungsgemäß im Vakuum bei 1013 bis 5 mbar, vorzugsweise bei 300 bis
10 mbar durchgeführt.
[0047] Die erfindungsgemäß bevorzugten Reaktionsbedingungen für die Veresterung bei kontinuierlicher
Betriebsweise umfassen die Verwendung einer Glockenbodenkolonne mit Abschnitten für
die Rektifikation/Destillation sowie für die Reaktion, wobei erfindungsgemäß das Gegenstromprinzip
eingesetzt wird. Dabei wird die Zuckeralkohol-Lösung (vorzugsweise eine 30 %-ige bis
90 %-ige wässrige Lösung) kontinuierlich auf einen oben liegenden Boden beziehungsweise
eine Lösung eines bereits cyclisierten Polyols beziehungsweise eine Mischung aus den
vorgenannten Komponenten und/oder einer Lösung aus einem bereits teilveresterten Polyol
aufgegeben. Wie bei der diskontinuierlichen Betriebsweise wird eine Katalysatormenge,
bezogen auf die Gesamtmasse, von 0,05 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise von 0,1 bis 5 Gew.-%
eingesetzt. Im Falle von Homogenkatalysatoren werden diese auf den obersten Boden
kontinuierlich aufgegeben beziehungsweise dem Eduktstrom beigemischt. Feste Katalysatoren
werden auf den Glockenböden verteilt. Die Säurekomponenten beziehungsweise Mischungen
davon werden auf den untersten Boden als überhitzter Dampf aufgegeben. Das Produkt
wird im Sumpf der Kolonne abgenommen, während das Wasser am Kopf der Kolonne entfernt
wird.
[0048] Mitgerissene Säurekomponenten werden aus einem Phasentrenner in die Kolonne zurückgeführt.
Die Temperaturen zur Durchführung der Veresterung bei kontinuierlicher Betriebsweise
liegen vorzugsweise bei 120°C bis 280°C, vorzugsweise bei 160°C bis 250°C. Die Reaktions-
beziehungsweise Verweilzeiten liegen bei 1 bis 24 Stunden, vorzugsweise bei 4 bis
10 Stunden. Das Verhältnis von Polyol- und Säurekomponenten liegt erfindungsgemäß
bei 1:1 bis 1:10, vorzugsweise bei 1:1,5 bis 1:7. In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung erfolgt die Vorreaktion bis zur Homogenisierung in einem Rührkessel
und anschließend die praktisch vollständige Veresterung in der Kolonne.
[0049] Die vorliegende Erfindung betrifft auch die Verwendung der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen,
die ein Gemisch von offenkettigen und cyclischen Derivaten von D-Sorbit und D-Mannit,
die mit mindestens einer Carbonsäure, mindestens einem Derivat davon oder einem Gemisch
davon verestert sind, enthalten, wobei die Zusammensetzungen gegebenenfalls weitere
veresterte offenkettige und/oder cyclische Kohlenhydrat- oder Polyol-Derivate oder
Gemische davon enthalten können, die ebenfalls mit mindestens einer Carbonsäure, mindestens
einem Derivat davon oder einem Gemisch davon verestert sind. Erfindungsgemäß ist vorgesehen,
dass diese Zusammensetzungen, die nach einem der erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt
werden können, als Schmiermittel und Funktionsflüssigkeit verwendet werden können,
insbesondere als Fluid zur Schmierung von Verbrennungskraftmaschinen, mechanischen
Kraftübertragungen wie Getrieben in Kraftfahrzeugen und stationären Anwendungen, Gaskompressoren,
Kältemaschinen, Turbinen, und Ketten wie Sägeketten, als Öl zur Schmierung beweglicher
Teile in Industriemaschinen und von Formen und Schalungen bei der Herstellung von
Formteilen, als Universalöl für Traktoren und andere bewegliche Arbeitsmaschinen,
als Schmierfett, als Stoßdämpferflüssigkeit, als Fluid für hydraulisch arbeitende
Kraftübertragungen und Antriebe, die Härtung von metallischen Werkstoffen, die nicht
spangebende Metallumformung, die spangebende Metallbearbeitung unter Überflutung und
die spangebende Metallbearbeitung unter Minimalmengenschmierung, als Korrosionsschutzfluid,
als Öl zur Isolierung elektrischer Bauteile wie Transformatoren und als Wärmeübertragungsöl.
[0050] Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert.
Beispiel 1
[0051] Cyclisierung von D-Sorbit
[0052] Die geeigneten Reaktionsbedingungen für die Cyclisierung von D-Sorbit zu den Hauptprodukten
Monoanhydrosorbit (MAS) und Dianhydrosorbit (DAS) wurden in zahlreichen Vorversuchen
ermittelt. Aus diesen Vorversuchen ergab sich beispielsweise, dass auf den Einsatz
eines Lösungsmittels verzichtet werden konnte. Ferner zeigte sich, dass Reaktionstemperaturen
über 140°C oder Reaktionszeiten von mehr als zwei Stunden zu Produkten führten, deren
Färbung zu intensiv war, so dass sie nach Veresterung nicht als Basisflüssigkeit für
Schmierstoffe eingesetzt werden konnten.
[0053] Die Dehydratisierung fand direkt in der D-Sorbit-Schmelze statt, so dass auf den
Einsatz eines Lösungsmittels verzichtet werden konnte. Die Abhängigkeit der Zusammensetzung
des Produktgemisches von der Dauer der Dehydratisierung wurde mit Hilfe von Verlaufsproben,
die gaschromatografisch analysiert wurden, untersucht. Aufgrund seines störenden Einflusses
auf die nachfolgende Veresterung wurde das bei der Dehydratisierung freigesetzte Wasser
als Dampf mit Hilfe eines gegen Ende der Reaktion durch den Kolben geleiteten Stickstoffstroms
entfernt. Während der Gehalt an Dianhydrosorbit (DAS) während der Reaktion nur langsam
zunahm, stieg der Sorbitan-Anteil wesentlich schneller an. Die langsame Zunahme der
Menge an DAS deckte sich mit der Tatsache, dass dessen Bildung eine Folgereaktion
der Dehydratisierung von D-Sorbit zu MAS war. Das Maximum der MAS- beziehungsweise
DAS-Konzentration war auch nach zwei Stunden nicht erreicht, das heißt es lag zum
Teil noch nicht cyclisiertes D-Sorbit vor.
[0054] Die den Veresterungen vorangehenden Cyclisierungen wurden bei 140°C und einer Reaktionszeit
von 1 Stunde 45 Minuten durchgeführt, da in dieser Zeitspanne geeignete Produktgemische
erhalten wurden. Hauptprodukt nach Ende der Cyclisierung war das Monoanhydrid mit
einem Anteil von 56 bis 74 %, gefolgt von nicht dehydratisiertem D-Sorbit (37 bis
12 %) und Dianhydrosorbit (2 bis 6 %).
Beispiel 2
[0055] Cyclisierung eines äquimolaren D-Sorbit/D-Mannit-Gemisches
[0056] Die Cyclisierung eines äquimolaren D-Sorbit/D-Mannit-Gemisches wurde analog zur Dehydratisierung
von D-Sorbit durchgeführt. Aufgrund des höheren Schmelzpunktes von D-Mannit, der bei
168°C liegt (Schmelzpunkt von D-Sorbit 110°C bis 112°C), musste die Wasserabspaltung
bei höherer Temperatur durchgeführt werden. Erst bei 155°C löste sich D-Mannit in
der D-Sorbit-Schmelze vollständig auf und wurde durch Zugabe von 0,3 % p-Toluolsulfonsäure
(p-TSA), bezogen auf die Hexitmasse, cyclisiert, wobei die Reaktionszeit auf 75 Minuten
begrenzt wurde. Auf diese Weise konnte die aus der thermischen Belastung resultierende
Verfärbung der Reaktionsmischung relativ gering gehalten werden. Ähnlich wie bei der
Dehydratisierung von D-Sorbit wurde gebildetes Wasser aus der Reaktionsmischung entfernt.
[0057] Aus dem Verlauf der Cyclisierung eines äquimolaren D-Sorbit/D-Mannit-Gemisches unter
Verwendung von p-TSA konnte geschlossen werden, dass die Wasserabspaltung bei D-Mannit
deutlich langsamer erfolgt als bei D-Sorbit. Während nach schneller Zunahme des Gehaltes
an Sorbitan das Maximum an einfach dehydratiertem D-Sorbit bereits nach 90 Minuten
erreicht war, war die Konzentration an Monoanhydromannit (MAM) noch im Ansteigen begriffen.
Nach 2 Stunden war die Konzentration an MAS zugunsten des in der Folge entstehenden,
vollständigen dehydratisierten DAS leicht zurückgegangen. Der Gehalt an DAS nahm ebenfalls
schneller zu als der an Dianhydromannit (DAM).
Beispiel 3
[0058] Diskontinuierliche Cyclisierung von D-Sorbit/D-Mannit und Veresterung mit Caprylsäure
(Variante I)
[0059] In einem Rührreaktor wurden 250 g einer 1:1-Mischung von D-Sorbit und D-Mannit in
Gegenwart von 0,8 g p-Toluolsulfonsäure 1,25 Stunden bei 155°C dehydratisiert. Nach
Zugabe von 1,05 kg Caprylsäure und 6 g Zinnoxalat wurde die Mischung 10 Stunden bei
195°C gerührt, wobei Wasser destillativ entfernt wurde. Nach beendeter Reaktion und
Entfernung des Katalysators wurde die überschüssige Säure unter Vakuum entfernt. Als
Produkt wurde ein klares hellgelbes Öl erhalten.
Beispiel 4
[0060] Diskontinuierliche Cyclisierung von D-Sorbit/D-Mannit und Veresterung mit Caprylsäure
(Variante II)
[0061] In einem Rührkessel wurden 500 g einer 1:1 Mischung von D-Sorbit und D-Mannit in
Gegenwart von 1,6 g p-Toluolsulfonsäure 1,25 Stunden bei 155°C dehydratisiert. Nach
Zugabe einer Mischung von 1,95 kg Caprylsäure und 0,2 kg Essigsäure sowie 11,5 g Zinnoxalat
wurde die Mischung 8 Stunden bei 190°C gerührt, wobei Wasser destillativ entfernt
wurde. Nach beendeter Reaktion und Entfernung des Katalysators wurde überschüssige
Säure unter Vakuum entfernt. Als Produkt wurde ein klares fast farbloses Öl erhalten.
Beispiel 5
[0062] Kontinuierliche Cyclisierung von D-Sorbit/D-Mannit und Veresterung mit Caprinsäure
[0063] Die Reaktion wurde in einer Glockenbodenkolonne (11 praktische Böden, statistisches
Hold-up = 200 ml/Boden, Innendurchmesser der Böden = 80 mm, Höhe = 100 mm/Boden) durchgeführt.
Auf dem dritten Boden von oben wurden 1,4 mol/h einer 1:1-Mischung aus D-Sorbit und
D-Mannit als 60 %ige (gen.-%) wässrige Lösung zugegeben. Die Böden 2 bis 12 waren
mit je 200 ml hoch temperaturstabiles saures Austauscherharz befüllt. Außerdem wurden
drei kg/h Caprinsäure (9,1 mol/h) als überhitzter Dampf auf den untersten Boden aufgegeben.
Die Kolonne wurde bei 195°C betrieben. Ein Caprinsäure/Wasser-Gemisch wurde über den
Kopf der Kolonne abgezogen. Nach Abkühlung und Phasenseparation wurde Wasser abgetrennt,
während Caprinsäure wieder in den Kopf der Kolonne zurückgegeben wurde. Aus der kalten
Blase der Kolonne wurden 3,1 kg/h Caprinsäure-haltiger Zuckerester gewonnen. Überschüssige
Säure wurde im Vakuum entfernt und das Produkt wurde als fast farbloses Öl isoliert.
Beispiel 6
[0064] Verwendung einer Zusammensetzung, umfassend ein Gemisch aus veresterten offenkettigen
und cyclisierten D-Sorbit/D-Mannit-Derivaten (MMDDSM-Ester)
[0065] Das in den vorstehenden Beispielen 3 bis 5 gewonnene Estergemisch (MMDDSM), umfassend
Monoanhydrosorbit, Monoanhydromannit. Dianhydrosorbit, Dianhydromannit, D-Sorbit und
D-Mannit, wobei alle Derivate vollständig mit Caprylsäure oder Caprinsäure verestert
waren, wurde hinsichtlich seiner Eignung als Basisflüssigkeit für Hydrauliköle getestet.
Das MMDDSM-Ester-Gemisch wurde mit typischen Additiven für Hydrauliköle, wie phenolischen
und aminischen Antioxidantien, Phosphor/Schwefel-Extrem pressure/Antiwear-Zusätzen,
Korrosionsinhibitoren und einem Schauminhibitor additiviert. Die dabei erhaltene Zusammensetzung
wies die folgenden Eigenschaften auf:
Kinematische Viskosität bei 40°C: 44 mm2/s. Die kinematische Viskosität ist als vorteilhaft zu beurteilen, da der überraschenderweise
ermittelte Wert der am meisten verwendeten Viskositätsklasse ISO VG 46 entspricht.
Pourpoint: -48°C. Die Messung erfolgte nach DIN ISO 3016. Der bestimmte Pourpoint-Wert ist als
sehr gut zu beurteilen.
Langzeit-Kältestabilität: Die Basisflüssigkeit war nach 3 Tagen bei -25°C noch fließfähig. Der Wert ist als
gut zu beurteilen.
Luftabscheidevermögen bei 50°C: 1 Minute. Das Luftabscheidevermögen wurde nach DIN 51381 gemessen und ist mit sehr
gut zu beurteilen.
Demulgiervermögen: 15 Minuten bei 50°C. Die Messung erfolgte nach DIN 51599. Der Wert ist als gut zu
beurteilen.
Lasttragevermögen/Verschleißverhalten: Laststufe (12) noch schadensfrei im Testverfahren FZG A/8,3/90. Der Verschleißkalottendurchmesser
beträgt 0,30 mm im Vierkugelapparat nach DIN 51350. Die Werte sind als sehr gut zu
beurteilen.
Alterungsstabilität: 2100 Stunden im Turbine Oil Stability-Test ohne Wasser-Zusatz, bis eine Säurezahl
von 2 mg KOH/g erreicht ist. Dieser Messwert ist als sehr gut zu beurteilen, da für
ein Hydrauliköl höchster Qualität auf Esterbasis mindestens 2000 Stunden anzustreben
sind.
Vergleichsbeispiel 1
[0066] Zum Vergleich wurde eine Basisflüssigkeit auf der Basis von Glycerin, das vollständig
mit einem. Gemisch aus Caprylsäure und Caprinsäure verestert war, verglichen. Diese
Basisflüssigkeit wurde mit phenolischen und aminischen Antioxidantien, Phosphor/Schwefel-Extrem
pressure/Antiwear-Zusätzen, Korrosionsinhibitoren und einem Schauminhibitor additiviert,
wobei die Zusätze identisch zu den im Beispiel 6 verwendeten waren. Für diese Basisflüssigkeit
wurden die folgenden Eigenschaften als Hydraulikflüssigkeit ermittelt:
Kinematische Viskosität bei 40°C: 15 mm2/s. Für die meisten Applikationen ist der ermittelte Wert als zu niedrig zu beurteilen.
Pourpoint: -10°C. Die Messung erfolgte ebenfalls nach DIN ISO 3016. Für die meisten Applikationen,
insbesondere in kälteren Klimaten ist dieser Wert als nicht niedrig genug zu beurteilen.
Langzeit-Kältestabilität: Nach drei Tagen bei -25°C nicht mehr fließfähig. In kalten Klimaten ist dieser ermittelte
Wert nicht akzeptabel.
Luftabscheidevermögen bei 50°C: 6 Minuten. Die Messung erfolgte nach DIN 51381. Dieser Wert ist als mäßig gut zu
beurteilen.
Demulgiervermögen: 20 Minuten bei 50°C. Die Messung erfolgte nach DIN 51599. Der Wert ist als gut zu
beurteilen.
Lasttragevermögen/Verschleißverhalten: Im Testverfahren FZG A/8,3/90 wurde Laststufe 10 noch schadensfrei ermittelt. Der
Verschleißkalottendurchmesser betrug 0,35 mm im Vierkugelapparat nach DIN 51350. Diese
Werte sind als mäßig gut zu beurteilen.
Alterungsstabilität: 1200 Stunden im Turbine Oil Stability-Test ohne Wasser-Zusatz, bis eine Säurezahl
von 2 mg KOH/g erreicht wurde. Dieser Wert ist als mäßig gut zu beurteilen.
Vergleichsbeispiel 2
[0067] In diesem Beispiel wurde als Basisflüssigkeit Glycerin, das vollständig mit Sonnenblumenöl-Fettsäure
(high oleic-Qualität, Ölsäureanteil 80 %) vollständig verestert war, verwendet. Als
Zusätze wurden phenolische und aminische Antioxidantien, Phosphor/Schwefel-Extrem
pressure/Antiwear-Zusätze, Korrosionsinhibitoren und ein Schauminhibitor verwendet,
wobei die Zusätze identisch zu denen in Beispiel 6 waren. Für diese Basisflüssigkeit
wurden die folgenden Eigenschaften ermittelt:
Kinematische Viskosität bei 40°C: 38 mm2/s
Pourpoint: -10°C. Die Messung erfolgte nach DIN ISO 3016. Dieser Wert ist für die meisten Applikationen,
insbesondere in kälteren Klmaten, nicht niedrig genug.
Langzeit-Kältestabilität: Nach drei Tagen bei -25°C nicht mehr fließfähig. Dieser Wert ist in kalten Klimaten
nicht akzeptabel.
Luftabscheidevermögen bei 50°C: 4 Minuten. Die Messung erfolgte nach DIN 51381. Der Wert ist als gut zu beurteilen.
Demulgiervermögen: 22 Minuten bei 50°C. Die Messung erfolgte nach DIN 51599. Der Wert ist als gut zu
beurteilen.
Lasttragevermögen/Verschleißverhalten: Die Laststufe (12) noch schadensfrei im Testverfahren FZG A/8,3/90. Der Verschleißkalottendurchmesser
im Vierkugelapparat nach DIN 51350 betrug 0,31 mm. Die Werte sind als sehr gut zu
beurteilen.
Alterungsstabilität: 450 Stunden im Turbine Oil Stability-Test ohne Wasserzusatz, bis eine Säurezahl von
2 mg KOH/g erreicht ist. Dieser Wert ist als schlecht zu beurteilen.
[0068] Zusammenfassend lassen sich die Werte für das erfindungsgemäße MMDDSM-Estergemisch
und die beiden Vergleichsbasisflüssigkeiten wie folgt beurteilen. Das erfindungsgemäße
MMDDSM-Estergemisch zeigt ein sehr gutes Kältefließverhalten und eine sehr gute Kältestabilität,
ein sehr gutes Verschleißverhalten, das heißt Lasttragevermögen, eine sehr gute Resistenz
gegen oxidative Alterung, ein sehr gutes Luftabscheidevermögen und eine vorteilhafte
Viskositätslage.
[0069] Das Vergleichsbeispiel 1 zeigt gegenüber dem erfindungsgemäßen MMDDSM-Ester eine
nur für wenige Einsatzfälle brauchbare Viskositätslage, ein deutlich schlechteres
Fließverhalten bei tiefen Temperaturen, ein geringeres Lasttragevermögen und eine
mäßige Resistenz gegen oxidative Alterung. Das Vergleichsbeispiel 2 zeigt gegenüber
dem erfindungsgemäßen MMDDSM-Ester ein deutlich schlechteres Fließverhalten bei tieferen
Temperaturen und eine schlechte Resistenz gegen oxidative Alterung.
1. Schmierstoffzusammensetzung, umfassend ein Gemisch aus vollständig oder nahezu vollständig
mit Carbonsäure verestertem D-Sorbit, Monoanhydrosorbit, Dianhydrosorbit, D-Mannit,
Monoanhydromannit und Dianhydromannit.
2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die Carbonsäure ausgewählt ist aus der Gruppe
bestehend aus gesättigten Carbonsäuren, ungesättigten Carbonsäuren, verzweigten Carbonsäuren,
unverzweigten Carbonsäuren, Derivaten davon und Gemischen davon.
3. Zusammensetzung nach Anspruch 2, wobei die Carbonsäure eine Monocarbonsäure, Dicarbonsäure,
Tricarbonsäure, ein Derivat davon oder ein Gemisch davon ist.
4. Zusammensetzung nach Anspruch 2 oder 3, wobei die Monocarbonsäure eine C2-C24-Carbonsäure ist.
5. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei die Monocarbonsäure eine C4-C18-Carbonsäure ist.
6. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, wobei die Monocarbonsäure Essig-,
Butter-, Isobutan-, Valerian-, Isovalerian-, Capron-, Enantin-, Capryl-, 2-Ethylcapron-,
Pelargon-, Caprin-, Laurin-, Myristin-, Myristolein-, Palmitin-, Palmitolein-, Stearin-,
Öl-, Elaidin-, Rhizinus-, Linol-, Linolen-, Eleostearin-, Arachidin-, Behen- oder
Erucasäure ist.
7. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei das Derivat der Carbonsäure
ein Anhydrid, gemischtes Anhydrid, ein Alkylester oder insbesondere ein Carbonsäurechlorid
ist.
8. Zusammensetzung nach Anspruch 7, wobei das Derivat der Carbonsäure ein Ester einer
Di- oder Tricarbonsäure mit einem Fettalkohol ist.
9. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei das Derivat der Carbonsäure
ein Isomer wie ein cis/trans-Isomer innerhalb des Gerüstes oder an einer geometrischen
Position ist.
10. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei mindestens jeweils zwei Hydroxyl-Gruppen
von D-Sorbit, D-Mannit und der cyclischen Derivate davon verestert sind.
11. Zusammensetzung nach Anspruch 10, wobei alle freien Hydroxylgruppen von D-Sorbit,
D-Mannit und der cyclischen Derivate davon verestert sind.
12. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei der Anteil der veresterten
D-Sorbit-Derivate an der Gesamtzusammensetzung 95 % bis 5 % beträgt und der Anteil
der veresterten D-Mannit-Derivate an der Gesamtzusammensetzung bei 5 % bis 95 % liegt.
13. Zusammensetzung nach Anspruch 12, wobei der Anteil der veresterten D-Sorbit-Derivate
an der Gesamtzusammensetzung 92 % bis 50 % beträgt und der Anteil der veresterten
D-Mannit-Derivate an der Gesamtzusammensetzung bei 8 bis 50 % liegt.
14. Zusammensetzung nach Anspruch 12 oder 13, wobei der Anteil der veresterten D-Sorbit-Derivate
an der Gesamtzusammensetzung 90 % bis 70 % beträgt und der Anteil der D-Mannit-Derivate
an der Gesamtzusammensetzung bei 10 bis 30 % liegt.
15. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei das Gemisch umfassend D-Sorbit,
D-Mannit und cyclische Derivate davon, wobei diese Bestandteile mit mindestens einer
Carbonsäure verestert sind, zusätzlich mindestens ein weiteres Kohlenhydrat, Polyol,
ein Derivat davon oder ein Gemisch davon umfasst, das mit mindestens einer Carbonsäure,
einem Carbonsäure-Derivat oder einem Gemisch davon verestert ist.
16. Zusammensetzung nach Anspruch 15, wobei das Kohlenhydrat und/oder Polyol ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus einem Monosaccharid wie Glucose, Fructose, Mannose,
Arabinose, Xylose, Sorbose oder Galactose, einem Disaccharid wie Saccharose, Trehalose,
Maltose, Lactose, Isomaltulose oder Trehalulose, einem Trisaccharid, wie Raffinose,
einem Zuckeralkohol, wie Erythrit, Xylit, Sorbit, Mannit, Maltit, Lactit, Arabit,
6-0-α-D-Glucopyranosyl-D-sorbit (1,6-GPS), 1-0-α-D-Glucopyranosyl-D-sorbit (1,1-GPS)
oder 1-0-α-D-Glucopyranosyl-D-mannit (1,1-GPM), Stärkehydrolysaten, Fructooligosacchariden,
hydrierten Produkten davon oder einem Gemisch davon, wie Isomalt als Gemisch von 1,6-GPS
und 1,1-GPM.
17. Zusammensetzung nach Anspruch 15 oder 16, wobei der Anteil der weiteren veresterten
Kohlenhydratund/oder Polyol-Bestandteile an der Gesamtzusammensetzung 0,5 % bis 50
% beträgt.
18. Zusammensetzung nach Anspruch 17, wobei der Anteil der weiteren veresterten Kohlenhydratund/oder
Polyol-Bestandteile an der Gesamtzusammensetzung 5 bis 30 % beträgt.
19. Verfahren zur Herstellung einer Zusammensetzung, die ein Gemisch aus partiell oder
vollständig mit Carbonsäure veresterten D-Sorbit, D-Mannit und den cyclischen Derivaten
davon umfasst, umfassend die Schritte:
a) Cyclisierung von D-Sorbit und D-Mannit durch Dehydratisierung, wobei ein Gemisch
aus D-Sorbit, D-Mannit, Monoanhydrohexiten und Dianhydrohexiten erhalten wird, und
b) partielle oder vollständige Veresterung der in unterschiedlichem Maße dehydratisierten
Hexite mit mindestens einer Carbonsäure, mindestens einem Derivat davon oder einem
Gemisch davon, oder
c) Durchführung des Verfahrens als Eintopfreaktion mit mindestens einem Katalysator.
20. Verfahren nach Anspruch 19, wobei die zur Veresterung eingesetzte Carbonsäure ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus einer gesättigten Carbonsäure, ungesättigten Carbonsäure,
verzweigten Carbonsäure, unverzweigten Carbonsäure, einem Derivat davon und einem
Gemisch davon.
21. Verfahren nach Anspruch 19 oder 20, wobei die zur Veresterung eingesetzte Carbonsäure
eine Monocarbonsäure, Dicarbonsäure, Tricarbonsäure, ein Derivat davon oder ein Gemisch
davon ist.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 21, wobei die Carbonsäure eine C2-C24-Monocarbonsäure, wie Essig-, Butter-, Isobutan-, Valerian-, Isovalerian-, Capron-,
Enantin-, Capryl-, 2-Ethylcapron-, Pelargon-, Caprin-, Laurin-, Myristin-, Myristolein-,
Palmitin-, Palmitolein-, Stearin-, Öl-, Elaidin-, Rhizinus-, Linol-, Linolen-, Eleostearin-,
Arachidin-, Behen- oder Erucasäure ist.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 22, wobei zur Veresterung ein Carbonsäure-Derivat
wie ein Anhydrid, gemischtes Anhydrid, ein Alkylester, insbesondere ein Carbonsäurechlorid,
oder ein Isomer wie ein cis/trans-Isomer innerhalb des Gerüstes oder an einer geometrischen
Position verwendet wird.
24. Verfahren nach Anspruch 23, wobei zur Veresterung eine Di- oder Tricarbonsäure verwendet
wird, die mit einem Fettalkohol verestert ist.
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 24, wobei die Schritte diskontinuierlich
oder kontinuierlich durchgeführt werden.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 25, wobei die beiden Schritte in einem Lösungsmittel
oder lösungsmittelfrei in Gegenwart eines geeigneten Katalysators durchgeführt werden.
27. Verfahren nach Anspruch 26, wobei ein organisches Lösungsmittel wie Toluol, DMSO,
Pyridin oder DMF eingesetzt wird.
28. Verfahren nach Anspruch 26 oder 27, wobei als Katalysator eine Übergangsmetall-Verbindung
wie ein Salz, Oxid oder Alkyl von Sn, Ti oder Zn/Cu, eine Mineralsäure wie HCl, H3SO4 oder H3PO4, eine organische Säure wie p-Toluolsulfonsäure, Methansulfonsäure oder Sulfobernsteinsäure,
ein saurer Ionenaustauscher, ein Alkalisalz wie ein Hydroxid, Carbonat, Methanolat
oder Ethanolat von Natrium oder Kalium, ein Zeolith oder ein Gemisch davon eingesetzt
wird.
29. Verfahren nach Anspruch 28, wobei p-Toluolsulfonsäure als Katalysator zur Cyclisierung
und ein Zinn-Oxalatkatalysator oder Dibutylzinnoxid als Katalysator zur Veresterung
eingesetzt werden.
30. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 oder 25 bis 29, wobei die Cyclisierung bei einer
Temperatur von 80°C bis 190°C durchgeführt wird.
31. Verfahren nach Anspruch 30, wobei die Cyclisierung bei einer Temperatur von 100°C
bis 170°C durchgeführt wird.
32. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 29, wobei die Veresterung bei einer Temperatur
von 120°C bis 280°C durchgeführt wird.
33. Verfahren nach Anspruch 32, wobei die Veresterung bei einer Temperatur von 160°C bis
250°C durchgeführt wird.
34. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 33, wobei während der beiden Schritte Wasser
durch Rektifikation oder Azeotroprektifikation entfernt wird.
35. Verwendung einer Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 18 oder einer Zusammensetzung
hergestellt nach einem der Ansprüche 19 bis 34 als Schmiermittel und Funktionsflüssigkeit,
insbesondere als Fluid zur Schmierung von Verbrennungskraftmaschinen, mechanischen
Kraftübertragungen wie Getrieben in Kraftfahrzeugen und stationären Anwendungen, Gaskompressoren,
Kältemaschinen, Turbinen, und Ketten wie Sägeketten, als Öl zur Schmierung beweglicher
Teile in Industriemaschinen und von Formen und Schalungen bei der Herstellung von
Formteilen, als Universalöl für Traktoren und andere bewegliche Arbeitsmaschinen,
als Schmierfett, als Stoßdämpferflüssigkeit, als Fluid für hydraulisch arbeitende
Kraftübertragungen und Antriebe, die Härtung von metallischen Werkstoffen, die nicht
spangebende Metallumformung, die spangebende Metallbearbeitung unter Überflutung und
die spangebende Metallbearbeitung unter Minimalmengenschmierung, als Korrosionsschutzfluid,
als Öl zur Isolierung elektrischer Bauteile wie Transformatoren und als Wärmeübertragungsöl.
1. Lubricant composition comprising a mixture of D-sorbitol, monoanhydrosorbitol, dianhydrosorbitol,
D-mannitol, monoanhydromannitol and dianhydromannitol, which have fully or nearly
fully been esterified with carboxylic acid.
2. Composition according to claim 1, wherein the carboxylic acid is selected from the
group consisting of a saturated carboxylic acid, unsaturated carboxylic acid, branched
carboxylic acid, unbranched carboxylic acid, derivatives thereof and mixtures thereof.
3. Composition according to claim 2, wherein the carboxylic acid is a monocarboxylic
acid, dicarboxylic acid, tricarboxylic acid, a derivative thereof or a mixture thereof.
4. Composition according to claim 2 or 3, wherein the monocarboxylic acid is a C2-C24 carboxylic acid.
5. Composition according to any of claims 2 to 4, wherein the monocarboxylic acid is
a C4-C18 carboxylic acid.
6. Composition according to any of claims 2 to 5, wherein the monocarboxylic acid is
acetic acid, butyric acid, isobutanoic acid, valeric acid, isovaleric acid, caproic
acid, enanthic acid, caprylic acid, 2-ethylcaproic acid, pelargonic acid, capric acid,
lauric acid, myristic acid, myristoleic acid, palmitic acid, palmitoleic acid, stearic
acid, oleic acid, elaidic acid, rhizoleic acid, linoleic acid, linolenic acid, eleostearic
acid, arachic acid, behenic acid or erucic acid.
7. Composition according to any of claims 2 to 6, wherein the derivative of the carboxylic
acid is an anhydride, mixed anhydride, an alkyl ester or in particular a carboxylic
chloride.
8. Composition according to claim 7, wherein the derivative of the carboxylic acid is
an ester of a di- or tricarboxylic acid with a fatty alcohol.
9. Composition according to any of claims 2 to 6, wherein the derivative of the carboxylic
acid is an isomer such as a cis/trans-isomer within the structure or at a geometric
position.
10. Composition according to any of claims 1 to 9, wherein in each case at least two hydroxyl
groups of D-sorbitol, D-mannitol and the cyclic derivatives thereof are esterified.
11. Composition according to claim 10, wherein all free hydroxyl groups of D-sorbitol,
D-mannitol and the cyclic derivatives thereof are esterified.
12. Composition according to any of claims 1 to 11, wherein the proportion of the esterified
D-sorbitol derivatives in the overall composition is from 95% to 5% and the proportion
of the esterified D-mannitol derivatives in the overall composition is from 5% to
95%.
13. Composition according to claim 12, wherein the proportion of the esterified D-sorbitol
derivatives in the overall composition is from 92% to 50% and the proportion of the
esterified D-mannitol derivatives in the overall composition is from 8 to 50%.
14. Composition according to claim 12 or 13, wherein the proportion of the esterified
D-sorbitol derivatives in the overall composition is from 90% to 70% and the proportion
of the D-mannitol derivatives in the overall composition is from 10 to 30%.
15. Composition according to any of claims 1 to 14, wherein the mixture comprising D-sorbitol,
D-mannitol and cyclic derivatives thereof, these constituents having been esterified
with at least one carboxylic acid, additionally comprises at least one further carbohydrate,
polyol, a derivative thereof or a mixture thereof, each of which has been esterified
with at least one carboxylic acid, a carboxylic acid derivative or a mixture thereof.
16. Composition according to claim 15, wherein the carbohydrate and/or polyol is selected
from the group consisting of a monosaccharide such as glucose, fructose, mannose,
arabinose, xylose, sorbose or galactose, a disaccharide such as sucrose, trehalose,
maltose, lactose, isomaltulose or trehalulose, a trisaccharide such as raffinose,
a sugar alcohol such as erythritol, xylitol, sorbitol, mannitol, maltitol, lactitol,
arabitol, 6-O-α-D-glucopyranosyl-D-sorbitol (1.6-GPS), 1-O-α-D-glucopyranosyl-D-sorbitol
(1.1-GPS) or 1-O-α-D-glucopyranosyl-D-mannitol (1.1-GPM), starch hydrolyzates, fructooligosaccharides,
hydrogenated products thereof or a mixture thereof, such as isomalt as a mixture of
1.6-GPS and 1.1-GPM.
17. Composition according to claim 15 or 16, wherein the proportion of the further esterified
carbohydrate and/or polyol constituents in the overall composition is from 0.5% to
50%.
18. Composition according to claim 17, wherein the proportion of the further esterified
carbohydrate and/or polyol constituents in the overall composition is from 5 to 30%.
19. Method for preparing a composition comprising a mixture of D-sorbitol, D-mannitol
and cyclic derivatives thereof, these constituents having partially or fully been
esterified with carboxylic acid, comprising the steps of:
a) cyclizing D-sorbitol and D-mannitol by dehydration to obtain a mixture of D-sorbitol,
D-mannitol, monoanhydrohexitols and dianhydrohexitols, and
b) partially or fully esterifying the hexitols which have been dehydrated to differing
degrees with at least one carboxylic acid, at least one derivative thereof or a mixture
thereof, or
c) carrying out the method as a one-pot reaction with at least one catalyst.
20. Method according to claim 19, wherein the carboxylic acid used for the esterification
is selected from the group consisting of a saturated carboxylic acid, unsaturated
carboxylic acid, branched carboxylic acid, unbranched carboxylic acid, a derivative
thereof and a mixture thereof.
21. Method according to claim 19 or 20, wherein the carboxylic acid used for the esterification
is a monocarboxylic acid, dicarboxylic acid, tricarboxylic acid, a derivative thereof
or a mixture thereof.
22. Method according to any of claims 19 to 21, wherein the carboxylic acid is a C2-C24 monocarboxylic acid such as acetic acid, butyric acid, isobutanoic acid, valeric
acid, isovaleric acid, caproic acid, enanthic acid, caprylic acid, 2-ethylcaproic
acid, pelargonic acid, capric acid, lauric acid, myristic acid, myristoleic acid,
palmitic acid, palmitoleic acid, stearic acid, oleic acid, elaidic acid, rhizoleic
acid, linoleic acid, linolenic acid, eleostearic acid, arachic acid, behenic acid
or erucic acid.
23. Method according to any of claims 19 to 22, wherein esterification is effected using
a carboxylic acid derivative such as an anhydride, mixed anhydride, an alkyl ester,
in particular a carboxylic chloride, or an isomer such as a cis/trans-isomer within
the structure or at a geometric position.
24. Method according to claim 23, wherein esterification is effected using a di- or tricarboxylic
acid which has been esterified with a fatty alcohol.
25. Method according to any of claims 19 to 24, wherein the steps are carried out batchwise
or continuously.
26. Method according to any of claims 19 to 25, wherein the two steps are carried out
in a solvent or without solvent, in the presence of a suitable catalyst.
27. Method according to claim 26, wherein an organic solvent such as toluene, DMSO, pyridine
or DMF is used.
28. Method according to claim 26 or 27, wherein the catalyst used is a transition metal
compound such as a salt, oxide or alkyl of Sn, Ti or Zn/Cu, a mineral acid such as
HCl, H2SO4 or H3PO4, an organic acid such as p-toluenesulfonic acid, methanesulfonic acid or sulfosuccinic
acid, an acidic ion exchanger, an alkali metal salt such as a hydroxide, carbonate,
methoxide or ethoxide of sodium or potassium, a zeolite or a mixture thereof.
29. Method according to claim 28, wherein the catalyst used for cyclizing is p-toluenesulfonic
acid and the catalyst used for esterifying is a tin oxalate catalyst or dibutyl tin
oxide.
30. Method according to any of claims 19 or 25 to 29, wherein the cyclization is carried
out at a temperature of from 80°C to 190°C.
31. Method according to claim 30, wherein the cyclization is carried out at a temperature
of from 100°C to 170°C.
32. Method according to any of claims 19 to 29, wherein the esterification is carried
out at a temperature of from 120°C to 280°C.
33. Method according to claim 32, wherein the esterification is carried out at a temperature
of from 160°C to 250°C.
34. Method of any of claims 19 to 33, wherein water is removed during both steps by rectification
or azeotropic rectification.
35. Use of a composition according to any of claims 1 to 18 or of a composition prepared
according to any of claims 19 to 34 as a lubricant and functional liquid, in particular
as a fluid for lubricating internal combustion engines, mechanical power trains such
as gearboxes in motor vehicles and stationary applications, gas compressors, refrigeration
machines, turbines and chain devices such as chainsaws, as an oil for lubricating
moving parts in industrial machines and moldings and molds in the production of form
parts, as a universal oil for tractors and other mobile working machines, as a lubricating
grease, as a shock absorber fluid, as a fluid for hydraulic power trains and drives,
the hardening of metallic materials, the reshaping of metal without cutting, the submersed
processing of metal with cutting and the processing of metal with cutting with minimum
lubrication, as a corrosion protection fluid, as an oil for insulating electrical
components such as transformers and as a heat transfer oil.
1. Composition de lubrifiant comprenant un mélange se composant entièrement ou quasi
entièrement d'un D-sorbitol, un sorbitol monoanhydre, un sorbitol dianhydre, un D-mannitol,
un mannitol monoanhydre et du mannitol dianhydre estérifiés par l'acide carboxylique.
2. Composition selon la revendication 1 dans laquelle l'acide carboxylique est sélectionné
dans le groupe se composant des acides carboxyliques saturés, des acides carboxyliques
non-saturés, des acides carboxyliques ramifiés, des acides carboxyliques non-ramifiés,
de dérivés de ceux-ci et de leurs mélanges.
3. Composition selon la revendication 2 dans laquelle l'acide carboxylique est un acide
mono-carboxylique, un acide dicarboxylique, un acide tricarboxylique, un dérivé de
ceux-ci ou un mélange de ceux-ci.
4. Composition selon la revendication 2 ou 3 dans laquelle l'acide mono-carboxylique
est un acide carboxylique en C2 à C24.
5. Composition selon une quelconque des revendications 2 à 4 dans laquelle l'acide mono-carboxylique
est un acide carboxylique en C4 à C18.
6. Composition selon l'une quelconque des revendications 2 à 5 dans laquelle l'acide
mono-carboxylique est un acide acétique, un acide butyrique, un acide isobutanoique,
un acide valérique, un acide isovalérique, un acide caproïque, un acide énanthique,
un acide caprylique, un acide 2-éthylcaproïque, un acide pelargonique, un acide caprique,
un acide laurique, un acide myristique, un acide myristoléique, un acide palmitique,
un acide palmitoléique, un acide stéarique, un acide oléique, un acide élaïdique,
un acide ricinique, un acide linoléique, un acide linolénique, un acide éléostéarique,
un acide arachidique, un acide béhénique ou un acide érucique.
7. Composition selon l'une quelconque des revendications 2 à 6 dans laquelle le dérivé
de l'acide carboxylique est un anhydride, un anhydride mixte, un ester d'alkyle ou
notamment un chlorure d'acide carboxylique.
8. Composition selon la revendication 7 dans laquelle le dérivé de l'acide carboxylique
est un ester d'un acide dicarboxylique ou tricarboxylique avec un alcool gras.
9. Composition selon l'une quelconque des revendications 2 à 6 dans laquelle le dérivé
d'acide carboxylique est un isomère tel qu'un isomère cis/trans au sein d'une structure
ou à une position géométrique.
10. Composition selon l'une quelconque des revendications 1 à 9 dans laquelle au moins
deux groupes hydroxyles d'un D-sorbitol, d'un D-mannitol et les dérivés cycliques
de ceux-ci à chaque fois sont estérifiés.
11. Composition selon la revendication 10 dans laquelle tous les groupes hydroxyles libres
d'un D-sorbitol, d'un D-mannitol et les dérivés cycliques de ceux-ci sont estérifiés.
12. Composition selon l'une quelconque des revendications 1 à 11 dans laquelle la proportion
de dérivés de D-sorbitol estérifiés s'inscrit dans une plage allant de 95 % à 5 %
de la composition totale et la proportion de dérivés de D-mannitol estérifiés s'inscrit
dans une plage allant de 5 % à 95 % de la composition totale.
13. Composition selon la revendication 12 dans laquelle la proportion de dérivés de D-sorbitol
estérifiés s'inscrit dans une plage allant de 92 % à 50 % de la composition totale
et la proportion de dérivés de D-mannitol estérifiés s'inscrit dans une plage allant
de 8 à 50 % de la composition totale.
14. Composition selon l'une quelconque des revendications 12 à 13 dans laquelle la proportion
de dérivés de D-sorbitol estérifiés s'inscrit dans une plage allant de 90 % à 70 %
de la composition totale et la proportion de dérivés de D-mannitol estérifiés s'inscrit
dans une plage allant de 10 à 30 % de la composition totale.
15. Composition selon l'une quelconque des revendications 1 à 14 dans laquelle le mélange
comprend un D-sorbitol, un D-mannitol et des dérivés cycliques de ceux-ci, lesquels
composants sont estérifiés par au moins un acide carboxylique, et comprend en outre
au moins un autre hydrate de carbone, un polyol, un dérivé de ceux-ci ou un mélange
de ceux-ci qui est estérifié par au moins un acide carboxylique, un dérivé d'acide
carboxylique ou un mélange de ceux-ci.
16. Composition selon la revendication 15 dans laquelle l'hydrate de carbone et/ou un
polyol est sélectionné dans le groupe se composant d'un monosaccharide tel qu'un glucose,
un fructose, un mannose, un arabinose, un xylose, un sorbose ou un galactose, d'un
disaccaride tel qu'un saccharose, un tréhalose, un maltose, un lactose, un isomaltulose
ou un tréhalulose, d'un trisaccharide tel qu'un raffinose, d'un alcool-sucre tel qu'un
érythritol, un xylitol, un sorbitol, un mannitol, un maltitol, un lactitol, un arabitol,
d'un 6-O-α-D-glucopyranosyl-D-sorbitol (1,6-GPS), un 1-O-α-D-glucopyranosyl-D-sorbitol
(1,1-GPS) ou un 1-O-α-D-glucopyranosyl-D-mannitol (1,1-GPM), des hydrolysats d'amidon,
des fructo-oligosaccharides, des produits hydratés de ceux-ci ou d'un mélange de ceux-ci
tel que l'isomalte sous la forme d'un mélange 1,6-GPS et 1,1-GPM.
17. Composition selon la revendication 15 ou 16 dans laquelle la proportion des autres
composants d'hydrate de carbone et/ou de polyol estérifiés s'inscrit dans une plage
comprise entre 0,5 % et 50 % de la composition totale.
18. Composition selon la revendication 17 dans laquelle la proportion des autres composants
d'hydrate de carbone et/ou de polyol estérifiés s'inscrit dans une plage comprise
entre 5 et 30 % de la composition totale.
19. Procédé destiné à produire une composition qui comprend un mélange partiel ou total
de D-sorbitol, de D-mannitol estérifiés par un acide carboxylique, et des dérivés
cycliques de ceux-ci, consistant en les étapes de :
a) cyclisation du D-sorbitol et du D-mannitol obtenus par déshydratation, dans un
mélange de D-sorbitol et de D-mannitol, de monohexitol anhydre et de hexitol dianhydre,
b) estérification complète ou partielle des hexitols déshydratés dans différentes
proportions par au moins un acide carboxylique, au moins un dérivé de celui-ci ou
un mélange de celui-ci, ou
c) réalisation du procédé sous la forme d'une réaction monopot avec au moins un catalyseur.
20. Procédé selon la revendication 19 dans lequel l'acide carboxylique utilisé pour l'estérification
est sélectionné dans le groupe se composant des acides carboxyliques saturés, des
acides carboxyliques non-saturés, des acides carboxyliques ramifiés, des acides carboxyliques
non-ramifiés, d'un dérivé de ceux-ci et d'un mélange de ceux-ci.
21. Procédé selon la revendication 19 ou 20 dans lequel l'acide carboxylique utilisé pour
l'estérification est un acide mono-carboxylique, un acide dicarboxylique, un acide
tricarboxylique, un dérivé de ceux-ci ou un mélange de ceux-ci.
22. Procédé selon l'une quelconque des revendications 19 à 21 dans lequel l'acide carboxylique
est un acide monocarboxylique en C2 à C24 tel qu'un acide acétique, un acide butyrique, un acide isobutanoique, un acide valérique,
un acide isovalérique, un acide caproïque, un acide énanthique, un acide caprylique,
un acide 2-éthylcaproïque, un acide pelargonique, un acide caprique, un acide laurique,
un acide myristique, un acide myristoléique, un acide palmitique, un acide palmitoléique,
un acide stéarique, un acide oléique, un acide élaïdique, un acide ricinique, un acide
linoléique, un acide linolénique, un acide éléostéarique, un acide arachidique, un
acide béhénique et un acide érucique.
23. Procédé selon l'une quelconque des revendications 19 à 22 dans lequel un dérivé d'acide
carboxylique tel qu'un anhydride, un anhydride mixte ou un ester d'alkyle, notamment
un chlorure d'acide carboxylique ou un isomère tel qu'un isomère cis/trans, au sein
d'une structure ou à une position géométrique est utilisé pour l'estérification.
24. Procédé selon la revendication 23 dans lequel l'acide dicarboxylique ou tricarboxylique
estérifié par un alcool gras est utilisé pour l'estérification.
25. Procédé selon l'une quelconque des revendications 19 à 24 dans lequel les étapes sont
réalisées en continu ou de façon discontinue.
26. Procédé selon l'une quelconque des revendications 19 à 25 dans lequel les deux étapes
sont réalisées dans un solvant ou sans solvant en présence d'un catalyseur approprié.
27. Procédé selon la revendication 26 dans lequel un solvant organique tel que le toluène,
le DMSO, la pyridine ou le DMF est utilisé.
28. Procédé selon la revendication 26 ou 27 dans lequel un composé contenant un métal
de transition tel qu'un sel, un oxyde ou un alkyle de Sn, Ti ou Zn/Cu, un acide minéral
de HCl, H2SO4 ou H3PO4, un acide organique tel que l'acide p-toluène-sulfonique, l'acide méthane sulfonique
ou l'acide sulfosuccinique, un échangeur d'ions acide, un sel alcalin tel qu'un hydroxyde,
un carbonate, un méthanolate ou un éthanolate de sodium ou de potassium, une zéolithe
ou un mélange de ceux-ci est utilisé en tant que catalyseur.
29. Procédé selon la revendication 28 dans lequel un acide p-toluène-sulfonique est utilisé
en tant que catalyseur pour la cyclisation et un catalyseur d'oxalate d'étain ou un
oxyde de dibutyle étain est utilisé en tant que catalyseur pour l'estérification.
30. Procédé selon l'une quelconque des revendications 19 ou 25 à 29 dans lequel la cyclisation
est réalisée à une température s'inscrivant dans une plage allant de 80°C à 190°C.
31. Procédé selon la revendication 30 dans lequel la cyclisation est réalisée à une température
s'inscrivant dans une plage allant de 100°C à 170°C.
32. Procédé selon l'une quelconque des revendications 19 à 29 dans lequel l'estérification
est réalisée à une température s'inscrivant dans une plage allant de 120°C à 280°C.
33. Procédé selon la revendication 32 dans lequel l'estérification est réalisée à une
température s'inscrivant dans une plage allant de 160°C à 250°C.
34. Procédé selon l'une quelconque des revendications 19 à 33 dans lequel durant les deux
étapes l'eau est éliminée par rectification ou par rectification azéotrope.
35. Utilisation d'une composition selon l'une quelconque des revendications de 1 à 18
ou d'une composition fabriquée selon l'une quelconque des revendications 19 à 34 en
tant que lubrifiant et fluide fonctionnel, notamment en tant que fluide pour la lubrification
de moteurs thermiques, pour des transmissions de force mécaniques telles que des transmissions
dans des véhicules automobiles et des utilisations stationnaires, des compresseurs
à gaz, des machines de refroidissement, des turbines, des chaînes telles que des chaînes
de scie, en tant qu'huile pour la lubrification des pièces mobiles dans des machines
industrielles et de moules et de coffrages lors de la fabrication de pièces moulées,
en tant qu'huile universelle pour tracteurs et autres machines d'équipement mobiles,
en tant que graisse lubrifiante, en tant que fluide pour amortisseurs, en tant que
fluide pour des transmissions de forces hydrauliques et des engrenages, le durcissement
des matériaux métalliques, la transformation des métaux sans copeaux, le traitement
des métaux à copeaux en submersion et le traitement des métaux à copeaux avec lubrification
minimale, en tant que fluide anticorrosion, en tant qu'huile destinée à l'isolation
des composants électriques tels que les transformateurs et en tant qu'huile de transmission
thermique.