[0001] Die Erfindung betrifft eine Kompaktheizungsanlage gemäß den im Oberbegriff des Anspruchs
1 angegebenen Merkmalen.
[0002] Kompaktheizungsanlagen dieser Art dienen zur Erwärmung von Brauchwasser, also zur
Warmwasserbereitung einerseits sowie zur Erwärmung von Heizwasser andererseits. Üblicherweise
wird das Wasser dabei in einem Heizkreis geführt, bei dem es in einem Primärwärmetauscher
erwärmt wird und mittels einer Pumpe durch den Heizkreis für die Raumheizung umgewälzt
wird. Zur Bereitung von Warmwasser wird im Bedarfsfall mittels eines Umschaltventils
der Heizkreis für die Raumheizung abgeschaltet und stattdessen ein Heizkreis für die
Warmwasserbereitung zugeschaltet, der einen Sekundärwärmetauscher aufweist, in dem
das Brauchwasser erwärmt wird. Es sind dabei eine Vielzahl von Anordnungsvarianten
von Pumpe und Umschaltventil bekannt, die beispielsweise in EP 0 825 387 B1 beispielhaft
und schematisiert dargestellt sind. Dabei unterscheidet man im Wesentlichen die Bauarten,
bei denen die Pumpe auf der kalten oder der warmen Seite des Primärwärmetauschers
angeordnet sind sowie die Bauarten, bei denen das Umschaltventil auf der warmen oder
der kalten Seite des Primärwärmetauschers angeordnet sind, wobei Pumpe und Umschaltventil
nicht notwendigerweise auf derselben Seite des Primärwärmetauschers angeordnet sein
müssen.
[0003] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bauart, bei der Pumpe und Umschaltventil
auf der warmen Seite des Primärwärmetauschers angeordnet sind, also in Durchströmungsrichtung
gesehen zwischen Primärwärmetauscher und Sekundärwärmetauscher bzw. zwischen Primärwärmetauscher
und Raumheizung liegen. Eine solche Anordnung ist in EP 0 825 387 B1 beispielhaft
anhand von Fig. 7 erläutert.
[0004] Aus EP 0 460 399 A2 ist eine vergleichbare Anordnung bekannt, bei der Pumpe und Schaltorgan
auf der warmen Seite des Primärwärmetauschers angeordnet sind. Bei dieser Anordnung
ist allerdings kein Wegeventil vorgesehen, sondern eine strömungsrichtungsabhängige
Schaltklappe, welche je nach Drehrichtung der Pumpe den einen oder den anderen Heizkreislauf
beaufschlagt. Die dort beschriebene Anordnung erfordert eine spezielle Auslegung der
Pumpe, insbesondere des Kreiselrads, sowie eine entsprechende Ansteuerung, welche
eine Drehrichtungsumkehr der Pumpe ermöglicht. Abgesehen davon, dass der Wirkungsgrad
einer solchen in zwei Drehrichtungen arbeitenden Pumpe deutlich schlechter ist als
der einer für eine Drehrichtung optimierten Pumpe, ist die Ansteuerelektronik aufwändig.
Darüber hinaus ist die Schaltklappe störungsanfällig, insbesondere gegenüber Ablagerungen.
[0005] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße
Kompaktheizungsanlage zu schaffen, welche strömungstechnisch und herstellungstechnisch
günstig ist und welche einen kompakten Aufbau ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen, der
nachfolgenden Beschreibung sowie in den Figuren angegeben.
[0007] Grundgedanke der vorliegenden Erfindung ist es, den Druckstutzen der Pumpe unmittelbar
an das daneben angeordnete Ventilgehäuse anzuschließen um dadurch einerseits einen
strömungsgünstigen Übergang zwischen Pumpe und Ventilgehäuse sowie andererseits eine
kompakte Baueinheit zu schaffen. Da keine Verrohrung zwischen diesen Bauteilen erfolgt,
ergibt sich eine kompakte und stabile Baueinheit, insbesondere, wenn Pumpengehäuse
und Ventilgehäuse einstückig ausgebildet sind. Zudem ist der Einsatz eines Wegeventils
in unmittelbarer Nähe der Pumpe von Vorteil, da auch über lange Zeit stabile und weitgehend
strömungsunabhängige Schaltvorgänge gewährleistet werden können. Das Wegeventil ist
insbesondere auch unempfindlich gegenüber Verschmutzungen oder Ablagerungen.
[0008] Bevorzugt ist das Ventilgehäuse so ausgebildet, dass es ein rückwärtiges Anschlusspaar
aufweist, das unmittelbar an den Sekundärwärmetauscher, der üblicherweise in Form
eines Plattenwärmetauschers ausgebildet ist, angeschlossen werden kann. Da der Plattenwärmetauscher
üblicherweise aus Metall besteht und die Baueinheit als Spritzgussteil aus Kunststoff
gefertigt ist, ergibt der unmittelbare Anschluss der Baueinheit an den Plattenwärmetauscher
neben dem Vorteil der entfallenden Verrohrung zusätzlich noch den Vorteil einer hohen
Stabilität sowie einer kompakten Bauweise.
[0009] Dabei ist in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung für das andere Anschlusspaar
des Plattenwärmetauschers eine weitere Anschlusseinheit vorgesehen, wobei die Anordnung
dergestalt ist, dass das Pumpengehäuse zwischen den Anschlusspaaren des Plattenwärmetauschers
unmittelbar vor diesem (gesehen in Einbaulage) angeordnet ist, Auf diese Weise wird
eine kompakte Bauweise erreicht. Dabei kann je nach Bauausführung, die Anschlusseinheit
entweder als gesondertes Bauteil oder bevorzugt auch einstückig mit der Baueinheit
ausgebildet sein, so dass alle vier Anschlüsse des Plattenwärmetauschers unmittelbar
mit der Baueinheit verbunden sind, Neben dem kompakten Aufbau ergibt sich hierdurch
insbesondere ein Stabilitätsvorteil, da der Plattenwärmetauscher dann eine stabilisierende
Basis für die Baueinheit bildet.
[0010] Um Anschluss und Einbau der Baueinheit in die Kompaktheizungsanlage zu vereinfachen
und zu vereinheitlichen ist es zweckmäßig, aus der Baueinheit vier in einer Reihe
nebeneinander liegende Anschlussstutzen herauszuführen, und zwar so, dass sie bezogen
auf ihre Einbaulage entweder nach unten oder nach hinten gerichtet sind. Unter Anschlussstutzen
im Sinne der Erfindung ist eine Öffnung zu verstehen, die in geeigneter Weise an ein
Rohr oder anderes Bauteil anschließbar ist. Es muss sich hierbei nicht notwendigerweise
um einen Gewindestutzen handeln, sondern kann auch ein beliebiges anderes Anschlussanteil
einer solchen Verbindung sein. Die in Reihe nebeneinander angeordnete Lage nach unten
oder nach hinten erleichtert das Anschließen der externen Leitungen und stellt sicher,
dass diese leicht zugänglich sind.
[0011] Bevorzugt ist ein Anschlussstutzen so ausgebildet, dass er einen nach hinten oder
unten um 90° versetzten und verschließbaren weiteren Stutzen aufweist. Dieser Stutzen
hat zum einen herstellungstechnisch den Vorteil, dass über diesen weiteren Stutzen
ein Kern gezogen werden kann und bietet darüber hinaus eine weitere Anschlussmöglichkeit,
sei es für einen Sensor, ein Ventil, einen Filter oder dergleichen.
[0012] Zum Einsatz eines Filters ist der weitere Stutzen vorzugsweise um 180° zum Anschlussstutzen
versetzt, so dass der Filter von vorne eingesetzt werden kann, wenn der Anschlussstutzen
nach hinten gerichtet ist. Auf diese Weise ist auch das Auswechseln des Filters in
Einbaulage leicht möglich, da eine Zugänglichkeit von vorne gegeben ist.
[0013] Bevorzugt wird die Baueinheit mit ihrer Reihe von Anschlüssen unmittelbar an das
hauseigene Leitungsnetz angeschlossen, da dann keine weitere Verrohrung erforderlich
ist, Um hier den üblichen Schraubanschluss zu ermöglichen und zu verhindern, dass
die Baueinheit beim Anschluss der Rohrleitungen beschädigt wird, ist gemäß der Erfindung
vorgesehen, die Anschlussstutzen aus Metall auszubilden und beim Spritzgießen in die
aus Kunststoff bestehende Baueinheit einzuformen. Diese aus Metall bestehenden Anschlussstutzen
weisen dann beispielsweise ein übliches Außengewinde auf, so dass sie vor Ort mit
dem stationären Rohrleitungssystem verschraubt werden können.
[0014] Bevorzugt weist die Baueinheit Einsätze für Temperatur-, Druckund/oder Flowsensoren
auf, die so angeordnet sind, dass sie auch in Einbaulage zugänglich sind, so dass
sie im Falle eines Defektes schnell und einfach ausgetauscht werden können. Ein solcher
Einsatz ist vorzugsweise im Heizungswasserrücklauf, im Brauchwasservorlauf und saugseitig
am Pumpengehäuse vorgesehen.
[0015] Um im Falle von Reparaturen, beispielsweise an der Baueinheit, das darin befindliche
Wasser ablassen zu können, ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung am Boden des
Pumpengehäuses saugseitig eine verschließbare Ablassöffnung vorgesehen. Auch diese
Ablassöffnung ist von unten frei zugänglich, so dass ein Auffanggefäß darunter gestellt
werden kann, in dem das aus der Anlage über die Auslassöffnung fließende Wasser aufgefangen
wird.
[0016] Das Ventilgehäuse hat gemäß der Erfindung eine im Wesentlichen zylindrische Form
und ist an einer Stirnseite durch einen Verschluss abgeschlossen. Dieser Verschluss
weist vorzugsweise ein Bajonett auf, so dass auch im späteren Betrieb das Ventil selbst
leicht und schnell zugänglich ist.
[0017] Innerhalb des Ventilgehäuses sind gemäß der Erfindung zwei Dichtsitze vorgesehen,
deren zugehörige Dichtkörper entgegen Strömungsrichtung schließen und auf einem gemeinsamen
Stellorgan angeordnet sind. Diese Ausbildung hat den Vorteil, dass für jeden der Heizkreise
praktisch ein gesondertes Ventil vorgesehen ist, wobei das synchrone Schließen und
Öffnen durch das gemeinsame Stellorgan sichergestellt ist, Dadurch, dass beide Dichtkörper
entgegen Strömungsrichtung schließen arbeitet das Ventil praktisch strömungsunabhängig.
Es werden die bei in Strömungsrichtung schließenden Dichtkörpern strömungsbedingt
auftretenden Schläge vermieden, welche zum einen störende Geräusche verursachen zum
anderen die Heizungsanlage auf Dauer schädigen können.
[0018] Die Dichtsitze können einzeln oder beide durch das Ventilgehäuse selbst gebildet
sein oder aber durch eine in das Ventilgehäuse einsetzbare Ventileinheit, welche bevorzugt
beide Dichtsitze und das Stellorgan mit den Dichtkörpern umfasst. Hierdurch wird zum
einen der Gehäuseaufbau deutlich vereinfacht, was fertigungstechnische Vorteile hinsichtlich
des Werkzeugs mit sich bringt und zum anderen kann im Fall einer Reparatur die gesamte
Ventileinheit schnell und einfach ausgetauscht werden, ohne beispielsweise einen innerhalb
des Gehäuses liegenden Dichtsitz nachbearbeiten zu müssen oder das Stellorgan mit
den Dichtkörpern austauschen zu müssen.
[0019] Um eine zuverlässige und langzeitstabile Betätigung des Ventils sicherzustellen ist
gemäß der Erfindung eine elektromotorisch angetriebene Stelleinrichtung vorgesehen,
welche seitlich an das Ventilgehäuse angeschlossen ist und einen Stellarm aufweist,
der in das Ventilgehäuse eingreift und das Stellorgan formschlüssig umfasst um somit
die Stellung der Dichtkörper in Bezug auf die Dichtsitze zu steuern. Bevorzugt ist
dabei der Stellarm von einem elastischen Dichtmantel umgeben, welcher die Stelleinrichtung
gegenüber der im Ventilgehäuse befindlichen Flüssigkeit abdichtet. Alternativ müsste
sonst das Stellorgan gegenüber dem den Antrieb aufweisenden Gehäuse sowie das Gehäuse
gegenüber dem Ventilgehäuse abgedichtet werden. Da der Saugstutzen der Pumpe an den
üblicherweise weit darüber angeordneten Primärwärmetauscher anzuschließen ist, ist
es zweckmäßig, diesen Saugstutzen nach oben aus dem Pumpengehäuse herauszuführen und
dort mit einem an dem Primärwärmetauscher führendes Rohr zu verbinden. Alternativ
kann gemäß der Erfindung der Saugstutzen auch seitlich aus dem Pumpengehäuse herausgeführt
sein, in jedem Fall aber quer zur Laufradachse, damit dessen Zugänglichkeit auch im
eingebauten Zustand gewährleistet ist.
[0020] Die erfindungsgemäße Baueinheit kann, selbst bei einstückiger Ausbildung, wie weiter
unter noch im Einzelnen anhand eines Ausführungsbeispiels dargelegt werden wird, fertigungstechnisch
günstig, nämlich fast ausschließlich mit Ziehkernen hergestellt werden, Vorzugsweise
ist jedoch im Bereich der druckstutzenseitigen Verbindung zwischen Pumpengehäuse und
Ventilgehäuse ein Schmelzkern vorgesehen, da dann dieser Bereich nach ausschließlich
strömungstechnischen Gesichtspunkten optimiert werden kann, was zu Wirkungsgradsteigerungen
führt und insbesondere auch Geräuschimmissionen in diesem Bereich vermindert.
[0021] Bei einer Anordnung, bei der die Baueinheit unmittelbar an den Plattenwärmetauscher
anschließt, ist es erforderlich, dass auch die Kanalführung für den Brauchwasservorlauf
innerhalb der Baueinheit geführt wird. Die Führung erfolgt dabei zweckmäßigerweise
so, dass dieser Kanal zumindest abschnittsweise das Ventilgehäuse umgreift, um so
diesen Anschluss an eine gut zugängliche Stelle der Baueinheit zu führen.
[0022] Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung weist die Baueinheit Führungsmittel
auf, die es ermöglichen, sie in ihrer Einbaulage von vorne einzuschieben, Die Baueinheit
kann also zunächst in eine erste Fixierstellung verbracht werden in der die Anschlussverbindungen
weitgehend hergestellt werden, wonach dann die Baueinheit über diese Führungsmittel
in ihre endgültige Einbaulage verschoben wird. Hierdurch wird die Montage der Kompaktheizungsanlage,
insbesondere der Anschluss der bauseitigen Leitungen erheblich vereinfacht sowie auch
der Austausch im Falle einer Reparatur,
[0023] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in stark vereinfachter perspektivischer Darstellung eine erste Ausführungsform einer
aus Pumpe und Ventil bestehenden Baueinheit,
- Fig. 2
- das einstückig ausgebildete Pumpen- und Ventilgehäuse der Baueinheit in Darstellung
nach Fig. 1,
- Fig. 3
- in vergrößerter teilweise geschnittener perspektivischer Darstellung das Ventil mit
Antrieb,
- Fig. 4
- in vergrößerter und teilweiser Schnittdarstellung den Ventilantrieb sowie eine alternative
Ausbildung des Ventils,
- Fig. 5
- eine zweite Ausführungsform einer Baueinheit in Darstellung nach Fig. 1,
- Fig. 6
- eine dritte Ausführung einer erfindungsgemäßen Baueinheit in perspektivischer Darstellung
in Einbaulage,
- Fig. 7
- die Anordnung gemäß Fig. 6 in perspektivischer Ansicht von hinten und unten,
- Fig. 8
- die Anordnung nach Fig, 6 in Ansicht von vorne,
- Fig. 9
- das einstückige Spritzgussteil der Baueinheit in perspektivischer Darstellung entsprechend
Fig. 6 und
- Fig. 10
- das Spritzgussteil gemäß Fig. 9 in perspektivischer Ansicht von hinten und unten entsprechend
Fig. 7.
[0024] Bei der Kompaktheizungsanlage gemäß der Erfindung handelt es sich um eine Gasterme,
bei der in einem Primärwärmetauscher Wasser mittels eines Gasbrenners erwärmt wird,
das vom Primärwärmetauscher in eine Pumpe 1 gelangt, von dort zu einem Ventil 2, wo
es je nach Ventilstellung entweder dem für die Raumheizung, üblicherweise aus Heizkörpern
bestehenden Heizkreis oder aber einem Sekundärwärmetauscher 3 eines Heizkreises zugeführt
wird, welcher Leitungs- bzw. Brauchwasser mittels des Sekundärwärmetauschers 3 erwärmt.
Beide Heizkreise sind abströmseitig in die Zulaufleitung zum Primärwärmetauscher rückgeführt.
Ein solcher Aufbau ist an sich bekannt, es wird in diesem Zusammenhang beispielhaft
auf die EP 0 825 387 B1 Fig. 7 verwiesen, wo dieser Aufbau dargestellt ist.
[0025] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nicht der vorbeschriebene Aufbau als solcher,
sondern vielmehr die konkrete Ausgestaltung der aus Kreiselpumpe 1 und Ventil 2 bestehenden
Baueinheit, wie sie nachfolgend beschrieben ist.
[0026] Bei der Pumpe 1 handelt es sich um eine elektromotorische angetriebene Kreiselpumpe,
deren (nicht dargestelltes) Kreiselrad in einem Pumpengehäuse 4 läuft, dessen Druckstutzen
5 in ein unmittelbar daneben angeordnetes im Wesentlichen zylindrisches Ventilgehäuse
6 mündet. Über den Druckstutzen 5 sind das Pumpengehäuse 4 und das Ventilgehäuse 6
hydraulisch und mechanisch fest miteinander verbunden. Der Druckstutzen 5 mündet etwa
auf halber Länge des im Wesentlichen zylindrischen Ventilgehäuses 6, in dem ein 2/3
Wegeventil integriert ist. Das Ventilgehäuse 6 weist nahe seiner Unterseite einen
Anschlussstutzen 7, der in Einbaulage zur Seite, insbesondere nach links gerichtet
ist, auf und der zum Anschluss des Heizkreises für die Raumheizung vorgesehen ist
sowie einen oberen Anschlussstutzen 8 welcher zum Anschluss des zweiten Heizkreises,
insbesondere des Sekundärwärmetauschers 3 vorlaufseitig dient. Das Ventilgehäuse 6
ist bei dieser Ausführung topffömig, d. h" es weist einen geschlossenen Boden auf
und ist an seiner Oberseite durch einen Verschluss 9 dicht abgeschlossen. Der Verschluss
9 ist mittels einer Bajonettverbindung von oben in das Ventilgehäuse 6 eingegliedert,
so dass er beispielsweise im Falle einer erforderlichen Reparatur des Ventils mit
einem Handgriff entfernt werden kann, wonach das Ventilgehäuse 6 von oben zugänglich
ist, ohne die Anschlussleitungen entfernen zu müssen. Das Ventilgehäuse kann je nach
Ausbildung des Ventils auch bodenseitig mit einem solchen Verschluss 9 ausgestattet
sein, wie es beispielhaft in Fig. 3 dargestellt ist. Dann ist das Ventil von beiden
Seiten zugänglich.
[0027] Kern der in Fig. 1 dargestellten Baueinheit ist das in Fig. 2 einzeln dargestellte
Spritzgussbauteil 10, welches das Pumpengehäuse 4 sowie das Ventilgehäuse 6 einschließlich
des verbindenden Druckstutzens 5 umfasst. Wie die Darstellung nach Fig. 2 verdeutlicht,
weist dieses Kunststoffspritzgussteil 10 pumpengehäuseseitig einen Saugstutzen 11
auf, der in dieser Ausführung senkrecht nach unten abgeht, darüber hinaus einen Luftabscheider
12, der an der Oberseite zur Aufnahme eines Entlüftungsventils 13 ausgebildet ist,
eine Sensoraufnahme 14 sowie druckseitig einen Ablassstutzen 15. Wie aus Fig. 1 ersichtlich,
ist die Sensoraufnahme 14 zur Aufnahme einer Sensoreinheit 16 vorgesehen, die beispielsweise
einen Drucksensor und/oder einen Temperatursensor zur saugseitigen Erfassung aufweisen
kann. Der Ablassstutzen 15 ist üblicherweise mit einer dichtenden Kappe versehen,
die ebenfalls bajonettartig aufgesetzt ist. Über diesen Stutzen 15 kann die Pumpe
in Einbaulage trockengelegt werden, beispielsweise zur Reparaturzwecken, wenn die
aus Motor- und Kreiselrad bestehende Baueinheit ausgetauscht werden soll. Das Ventilgehäuse
6 weist neben den bereits beschriebenen Anschlussstutzen 7 und 8 sowie der oberen
mittels des Verschlusses 9 abschließbaren Öffnung noch einen seitlichen Anschluss
17 zum Eingliedern eines Stellantriebs 18 für das Ventil 2, der beispielhaft anhand
der Figuren 3 und 4 dargestellt ist.
[0028] Wie die Fig, 2 verdeutlicht, kann das Spritzgussteil 10 bis auf den Bereich des Druckstutzens
12 ausschließlich mit Ziehkernen hergestellt werden, lediglich im Bereich des Druckstutzens
ist werkzeugseitig ein Schmelzkern erforderlich was jedoch strömungstechnisch vorteilhaft
ist, da dieser Druck- und Verbindungsstutzen 5 ausschließlich nach strömungstechnischen
Gesichtspunkten optimiert werden kann.
[0029] Der grundsätzliche Aufbau des Ventils 2 ist den Figuren 3 und 4 zu entnehmen. Das
Ventil 2 weist in Strömungsrichtung den Druckstutzen 5 eingangsseitig und die Stutzen
7, 8 ausgangsseitig auf. Jedem ausgangsseitigen Anschluss 7 und 8 ist ein Dichtsitz
19 sowie ein Dichtkörper 20 zugeordnet, und zwar derart, dass beide Dichtkörper 20
entgegen Strömungsrichtung schließen. Die Dichtkörper 20 sitzen auf einem gemeinsamen
stangenähnlichen Stellorgan 21 so dass sie stets gemeinsam verfahren werden. Je nach
Stellung des Stellorgans 21 ist der Druckstutzen 5 mit dem einen Anschlussstutzen
7 oder dem anderen Anschlussstutzen 8 leitungsverbunden. In Fig. 3 ist eine Zwischenstellung
dargestellt, die während des Schaltens entsteht.
[0030] Angesteuert wird das Stellorgan 21 mittels eines Hebelarms 22, der das Stellorgan
21 in der Mitte zwischen den Dichtkörpern 20 von der Seite her formschlüssig umgreift.
Nach oben und unten hin weist das Stellorgan 21 zwei fest mit diesem verbundene Scheiben
23 auf, an welchen sich der Hebelarm 22 bei seiner den Schaltvorgang auslösenden Bewegung
abstützt. Der Hebelarm 22 ist mit einer Gummimanschette überzogen, welche bis über
den Kopf 24 des Stellantriebs reicht und damit sowohl den Stellantrieb als auch den
Hebelarm gegenüber dem Ventilinneren abdichtet. Der Kopf 24 sitzt innerhalb des Anschlusses
17 des Bauteils 10. Innerhalb des Kopfes 24 ist der Hebelarm 22 schwenkbeweglich gelagert,
das andere Ende weist eine Spindelmutter auf, welche auf einer Spindel sitzt, die
von einem Elektromotor in Form eines Schrittmotors 25 angetrieben wird.
[0031] Bei der anhand von Fig. 3 dargestellten Ausführung sind die Dichtsitze 19 ventilgehäuseseitig
angeordnet. Die Dichtkörper 20 sind formschlüssig rastend auf das Stellorgan 20 aufgesetzt,
so dass die Dichtkörper nach Entfernen der Verschlüsse 9 ausgetauscht werden können,
auch können die Dichtsitze 19 gegebenenfalls gereinigt oder nachbearbeitet werden.
Bei dieser Ausführungsvariante ist an Stelle des Bodens im Ventilgehäuse 6 dort ein
Verschluss 9 vorgesehen wie auch an der Oberseite.
[0032] Die Darstellung nach Fig. 4 zeigt eine Ausführungsvariante, bei der das gesamte Ventil
in Form einer in das Ventilgehäuse einschiebbaren Kartusche 26 ausgebildet ist. Funktion
und Aufbau entsprechen dem vorgeschriebenen, der wesentliche Unterschied liegt jedoch
darin, dass die Ventilsitze 19 nicht mehr gehäuseseitig vorgesehen sind, sondern Teil
der Kartusche bilden, Die Kartusche 26 selbst ist mittels zweier O-Ringe 27 dichtend
in das dann auch innenseitig zylindrische Ventilgehäuse eingeschoben. Die O-Ringe
27 sitzen jeweils im Bereich zwischen Druckstutzen 5 und Anschlussstutzen 8 bzw. Druckstutzen
5 und Anschlussstutzen 7, Stellorgan 21, Stellantrieb 18 sowie die Anordnung von Dichtkörpern
20 und Dichtsitzen 19 ist im Übrigen gleich ausgebildet wie bei der vorbeschriebenen
Ausführungsform gemäß Fig. 3. Im Falle einer Reparatur kann bei dieser Ausführungsvariante
gegebenenfalls nach Demontage des Stellantriebs 18 sowie des Verschlusses 9 die Kartusche
26 nach oben aus dem Ventilgehäuses herausgezogen und durch eine Austauschkartusche
ersetzt werden. Ungeachtet dessen können kartuschenseitig die Dichtkörper 20 wie vorbeschrieben
vom Stellorgan 21 entfernt werden, um die Dichtsitze 19 zugänglich zu machen oder
die Dichtkörper 20 zu erneuen.
[0033] Fig. 5 zeigt eine Ausführungsvariante, bei der die aus Pumpe 1 und Ventil 2 gebildete
Baueinheit all das umfasst, was anhand der Ausführungsvariante gemäß Figuren 1 und
2 beschrieben worden ist, so wie darüber hinaus ein rückseitiges Anschlusspaar 28
zum direkten Anschluss an einen (in Fig. 5 nicht dargestellten) Plattenwärmetauscher
3. Bei dieser Ausführung sind Pumpengehäuse 4, Ventilgehäuse 6 sowie das Anschlusspaar
28 einschließlich eines das Ventilgehäuse 6 seitlich umgreifenden Kanals 29, der mit
einem von hinten zugänglichen Anschluss versehen ist, einstückig als Kunststoffspritzgussteil
30 ausgebildet. Anders als bei der Ausführung nach Fig. 1 ist dort jedoch der Saugstutzen
nicht nach unten, sondern nach oben herausgeführt, also in unmittelbarer Richtung
zum Primärwärmetauscher, mit dem er zu verbinden ist. Das Anschlusspaar 28, das zum
unmittelbaren Anschließen des Plattenwärmetauschers 3 vorgesehen ist, weist oben einen
dem Anschlussstutzen 8 entsprechenden Anschluss zur Zufuhr des vom Primärwärmetauscher
kommenden warmen Wassers zum Plattenwärmetauscher 3 auf, wohingegen der untere Anschluss
des Anschlusspaares 28 zur Zufuhr des noch kalten Brauchwassers dient.
[0034] Der Kanal 29 mündet in einem nach hinten gerichteten Anschlussstutzen 31, an den
die Kaltwasserzufuhr der Anlage anzuschließen ist. Von vorne zugänglich, in Fig. 5
nicht sichtbar, ist in diesen Kanal 29 noch eine Sensoraufnahme integriert. Einem
Anschlussstutzen 32a, der in Einbaulage nach unten gerichtet ist, ist um 90° versetzt
dazu nach hinten ein weiterer Anschlussstutzen 32 zugeordnet. Der Anschluss 32 dient
zum Anschluss an die Raumheizung, wohingegen der Anschluss 32a im Bedarfsfall zum
Anschließen einer Überströmeinrichtung 43 und/oder einer Befülleinrichtung 51 dient.
[0035] Bei dieser anhand von Fig. 5 dargestellten Ausführungsvariante kann das andere Anschlusspaar
für den Sekundärwärmetauscher 3 durch ein gesondertes Spritzgussbauteil gebildet sein.
Dieses ist besonders vorteilhaft, wenn Wärmetauscher verschiedener Baulänge in der
gleichen Gasthermenkonstruktion eingesetzt werden sollen.
[0036] Insofern umfassender ist die anhand der Figuren 6 bis 10 dargestellte Anordnung,
welche eine Baueinheit umfasst, die beide Anschlusspaare beinhaltet. Das Kunststoffspritzgussbauteil
33 dieser Baueinheit umfasst sowohl das Anschlusspaar 28 als auch das entsprechende
Anschlusspaar 34, so dass dieses Bauteil an zwei zu beiden Seiten des Pumpengehäuses
4 angeordneten Bereichen mit dem Sekundärwärmetauscher 3 fest verbunden ist. Der Sekundärwärmetauscher
3 stützt somit das Kunststoffspritzgussteil 33 nach hinten hin ab und stabilisiert
dieses. Die Anschlüsse des Anschlusspaares 28 sind anhand von Fig. 5 bereits beschrieben
worden, sie stimmen bei dieser Ausführung funktionell damit überein. Die Anschlüsse
des Anschlusspaares 34 ergänzen diese, wobei der obere Anschluss das aus dem Sekundärwärmetauscher
3 austretende Heizwasser und der untere Anschluss das aus dem Sekundärwärmetauscher
3 austretende erwärmte Brauchwasser, also das bereitete Warmwasser, führt. Auch bei
dem Spritzgussbauteil 33 sind Pumpengehäuse 4 und Ventilgehäuse 6 über den Druckstutzen
5 miteinander verbunden, wobei zusätzlich unterhalb des Druckstutzens stabilisierende
Rippen 35 vorgesehen sind. Auch bei dieser Ausführung ist ein Kanal 29 vorgesehen,
der in einem Anschlussstutzen 36 mündet und der eine von vorne zugängliche Sensoraufnahme
37 aufweist.
[0037] Der obere Anschluss des Anschlusspaares 34 ist über einen schräg nach vorne und zur
Seite laufenden Kanal 38 mit einem in Einbaulage im Wesentlichen senkrechten Kanalabschnitt
39 verbunden, der zu einem nach hinten gerichteten Anschlussstutzen 40 führt. Der
Kanalabschnitt 39 weist sowohl an seinen oberen als auch an seinem unteren Ende einen
Anschluss auf, wobei der untere Anschluss 41 um 90° versetzt zum hinteren Anschluss
40 sowie um 90° versetzt zu einem vorderen Anschluss 42 ist. Diese Öffnungen dienen
zum einen nach dem Spritzgießvorgang zum Ziehen der Kerne und bilden zum anderen,
wie beispielsweise die nach vorne gerichtete Ventilaufnahme 44 im Kanalabschnitt 39,
Aufnahmen für Sensorik. Das obere Ende des Kanalabschnits 39 ist als Anschlussstutzen
45 ausgebildet und dient zum Anschluss der rückführenden Leitung zum Primärwärmetauscher.
[0038] Der untere Anschluss des Anschlusspaares 34 ist über einen Kanal 46, der im Wesentlichen
parallel zur Laufradachse nach vorne gerichtet ist und in einen im Wesentlichen senkrecht
verlaufenden Kanalabschnitt 47 mündet, verbunden. Dieser Kanalabschnitt 47 ist an
seinem unteren Ende in gleicher Weise ausgebildet, wobei der rückseitige Anschlussstutzen
48 zum Anschluss der gebäudeseitigen Warmwasserleitung vorgesehen ist.
[0039] Die Anschlussstutzen 36 und 32 sowie 40 und 48 sind aus Metall gebildet und in das
Spritzgussbauteil 33 beim Spritzen formschlüssig und fest eingegliedert. Sie weisen
ein Außengewinde auf, so dass sie mittels einer Überwurfmutter direkt mit den gebäudeseitigen
Anschlussleitungen verbunden werden können. Wie insbesondere aus den Figuren 7 und
9 ersichtlich ist, liegen die vorgenannten Anschlüsse sämtlichst in einer quer zur
Laufradachse 49 liegenden Reihe und sind sämtlichst nach hinten gerichtet. Auf diese
Weise kann der gesamte in den Figuren 6 bis 8 dargestellte Block nach Lösen dieser
vier Anschlüsse aus dem Gerät nach vorne herausgezogen werden. Hierzu sind Führungsschienen
50 vorgesehen, die dies erleichtern. Diese einstückig mit dem Bauteil 33 ausgebildeten
Führungsschienen wirken mit entsprechenden Führungsnuten zusammen, die in dem bauseitig
fest montierten Teil der Gastherme vorgesehen sind. Wie die Figuren 6 bis 8 verdeutlichen,
kann bei dieser Ausführungsvariante auf einfache Weise eine Überströmeinrichtung 43
und/oder eine Wasserbefülleinrichtung 51 eingegliedert werden. Die Wasserbefülleinrichtung
umfasst eine Leitungsverbindung zwischen dem gebäudeseitigen Kaltwasseranschluss und
dem Heizkreis, die über eine Schalteinrichtung steuerbar ist. Die Überströmeinrichtung
43 ist zwischen dem Vorlauf und dem Rücklauf des Heizkreises für die Raumheizung vorgesehen
und dient dazu, sicherzustellen, dass auch bei geschlossenem Heizkreis für die Raumheizung
der Strömungskreis als solcher fluidisch bestehen bleibt. Da sowohl die Überströmeinrichtung
43 als auch die Wasserbefülleinrichtung 51 nur bedarfsweise vorgesehen werden, ist
das Bauteil 33 so konzipiert, dass dieses wahlweise mit oder ohne ausgeliefert werden
kann.
[0040] Das Spritzgussteil 33 ist, wie die Figuren 9 und 10 verdeutlichen, werkzeugtechnisch
vergleichsweise günstig herzustellen, da lediglich zwei Schmelzkerne erforderlich
sind, nämlich wie bereits bei den anderen Ausführungsformen ein Schmelzkern für den
Druckstutzen 5 sowie den spiralförmigen druckseitigen Pumpengehäuseteil und ein weiterer
Schmelzkern für den um das Filtergehäuse 6 herumgeführten Kanal 29. Berücksichtigt
man die Komplexität des Bauteils 33, so ist dieses fertigungstechnisch vergleichsweise
einfach, nämlich im wesentlich mittels Ziehkernen herzustellen, es sind lediglich
zwei Schmelzkerne erforderlich. Das Gebilde ist darüber hinaus äußerst kompakt, und
wird durch den rückseitig angeschlossenen Sekundärwärmetauscher statisch unterstützt.
Die nach vorne gerichteten unteren Anschlüsse (beispielsweise 42) können zur Eingliederung
von Filtern genutzt werden.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Pumpe
- 2
- Ventil
- 3
- Sekundärwärmetauscher (Plattenwärmetauscher)
- 4
- Pumpengehäuse
- 5
- Druckstutzen
- 6
- Ventilgehäuse
- 7
- Anschlussstutzen (Raumheizung)
- 8
- Oberer Anschlussstutzen (Raumheizung)
- 9
- Verschluss
- 10
- Kunststoffspritzgussteil
- 11
- Saugstutzen
- 12
- Luftabscheider
- 13
- Entlüftungsventil
- 14
- Sensoraufnahme
- 15
- Ablassstutzen
- 16
- Sensoreinheit
- 17
- Anschluss
- 18
- Stellantrieb
- 19
- Dichtsitz
- 20
- Dichtkörper
- 21
- Stellorgan
- 22
- Hebelarm
- 23
- Scheiben
- 24
- Kopf
- 25
- Schrittmotor
- 26
- Kartusche
- 27
- O-Ringe
- 28
- Anschlusspaar
- 29
- Kanal
- 30
- Kunststoffspritzgussteil
- 31
- Anschlussstutzen
- 32
- Anschlussstutzen
- 32a
- Anschlussstutzen
- 33
- Kunststoffspritzgusstteil
- 34
- Anschlussstutzen
- 35
- Rippen
- 36
- Anschlussstutzen
- 37
- Sensoraufnahme
- 38
- Kanal
- 39
- Kanalabschnitt
- 40
- Anschlussstutzen
- 41
- Unterer Anschluss
- 42
- Vorderer Anschluss
- 43
- Überströmeinrichtung
- 44
- Sensoraufnahme
- 45
- Anschlussstutzen
- 46
- Kanal
- 47
- Kanalabschnitt
- 48
- Anschlussstutzen
- 49
- Laufradachse
- 50
- Führungsschienen
- 51
- Wasserbefülleinrichtung
1. Kompaktheizungsanlage mit zwei Heizkreisen, einem für die Raumheizung und einem für
die Warmwasserbereitung, mit einem Primärwärmetauscher, mit einem Sekundärwärmetauscher
(3) für die Warmwasserbereitung, mit einer Kreiselpumpe (1), welche einen Wärmeträger
durch dem Primärwärmetauscher und dann wahlweise durch den einen oder den anderen
Heizkreis fördert, wobei ein Wegeventil (2) vorgesehen ist, das je nach Schaltstellung
den einem oder den anderen Heizkreis in einen Kreislauf mit dem Primärwärmetauscher
einbindet, wobei die Kreiselpumpe (1) und das Wegeventil (2) als Baueinheit und auf
der warmen Seite des Primärwärmetauschers angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass dem Druckstutzen (5) der Pumpe (1) unmittelbar an das daneben angeordnete Ventilgehäuse
(6) anschließt.
2. Kompaktheizungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpengehäuse (4) einstückig mit dem Ventilgehäuse (6) des Wegeventils (2) ausgebildet
ist.
3. Kompaktheizungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilgehäuse (6) ein rückwärtiges Anschlusspaar (28)aufweist, das zum Anschluss
an den Sekundärwärmetauscher in Form eines Plattenwärmetauschers vorgesehen und ausgebildet
ist.
4. Kompaktheizungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass neben der aus Pumpengehäuse (4) und Ventilgehäuse (6) bestehenden Baueinheit eine
Anschlusseinheit zur Verbindung mit dem anderen Anschlusspaar des Plattenwärmetauschers
vorgesehen ist, derart, dass die Pumpe (1) zwischen dem Ventilgehäuse (6) und der
Anschlusseinheit vor dem Plattenwärmetauscher (3) angeordnet ist.
5. Kompaktheizungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Baueinheit ein weiteres rückwärtiges Anschlusspaar (36) aufweist, das zum Anschluss
am anderen Anschlusspaar des Plattenwärmetauschers (3) vorgesehen und ausgebildet
ist,
6. Kompaktheizungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Ventilgehäuse (6), Pumpengehäuse (4) und Anschlusseinheit (34) eine einstückige Baueinheit
(33) bilden.
7. Kompaktheizungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vier in einer Reihe nebeneinander liegende Anschlussstutzen (40, 48, 36, 32) vorgesehen
sind, welche bezogen auf die Einbaulage sämtlichst entweder nach unten oder nach hinten
gerichtet sind.
8. Kompaktheizungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einem Anschlussstutzen (32, 40, 48) ein nach hinten oder unten um 90° versetzter
und verschließbarer weiterer Stutzen (42, 42) zugeordnet ist.
9. Kompaktheizungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anschlussstutzen (40) einen um 180° versetzten weiteren Stutzen (42) aufweist,
in den ein Filter eingesetzt ist,
10. Kompaktheizungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussstutzen (40, 48, 36, 32) aus Metall gebildet und in die aus Kunststoff
bestehende Baueinheit (33) beim Spritzgießen eingeformt sind.
11. Kompaktheizungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Baueinheit (33) in Einbaulage zugängliche Einsätze (14, 37, 44)für
Temperatur-, Druck- und/oder Flowsensoren (16) vorgesehen sind, und zwar vorzugsweise
im Heizungswasserrücklauf, im Brauchwasservorlauf und saugseitig am Pumpengehäuse.
12. Kompaktheizungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Boden des Pumpengehäuse saugseitig eine verschließbare Ablassöffnung (15) vorgesehen
ist.
13. Kompaktheizungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilgehäuse (6) im Wesentlichen zylindrische Form hat und mindestens an einer
Stirnseite durch einen vorzugsweise mit Bajonett versehenem Verschluß (9) abgeschlossen
ist.
14. Kompaktheizungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Ventilgehäuses (6) zwei Dichtsitze (19) vorgesehen sind, deren zugehörige
Dichtkörper (20) entgegen Strömungsrichtung schließen und auf einem gemeinsamen Stellorgan
(21) angeordnet sind,
15. Kompaktheizungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Ventilgehäuses (6) eine Ventileinheit (26) eingesetzt ist, welche die
beiden Dichtsitze (19) und das Stellorgan (21) mit den Dichtkörpern (20) umfasst.
16. Kompaktheizungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an das Ventilgehäuse (6) seitlich eine vorzugsweise elektromotorisch angetriebene
Stelleinrichtung (18) angeordnet ist, deren Stellarm (22) in das Ventilgehäuse (6)
eingreift und das Stellorgan (21) formschlüssig umfasst,
17. Kompaktheizungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellarm (22) von einem elastischen Dichtmantel umgeben ist, welcher die Stelleinrichtung
(18)gegenüber der im Ventilgehäuse (6) befindlichen Flüssigkeit abdichtet.
18. Kompaktheizungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpengehäuse (4) einen Saugstutzen (11) aufweist, der vorzugsweise nach oben
oder seitlich und quer zur Laufradachse (49) angeordnet ist.
19. Kompaktheizungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die druckstutzenseitige Verbindung (5) zwischen Pumpengehäuse (4) und Ventilgehäuse
(6) durch einen Schmelzkern im Spritzgießwerkzeug gebildet wird.
20. Kompaktheizungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Baueinheit (30, 33) ein das Ventilgehäuse (6) zumindest abschnittsweise umgreifenden
Brauchwasservorlaufkanal (29) aufweist.
21. Kompaktheizungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Baueinheit (33) Führungsmittel (50) aufweist, derart, dass sie in ihre Einbaulage
von vorne einschiebbar ist.