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EP 1 418 991 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.05.2005 Patentblatt 2005/19 |
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Anmeldetag: 05.07.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: A63B 53/04 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2002/007501 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/009905 (06.02.2003 Gazette 2003/06) |
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KOPF FÜR GOLFSCHLÄGER
HEAD FOR GOLF CLUBS
TETE DE CLUB DE GOLF
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR |
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Priorität: |
20.07.2001 CH 1135101
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.05.2004 Patentblatt 2004/21 |
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Patentinhaber: Meyer, Urs P. |
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8118 Pfaffhausen (CH) |
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Erfinder: |
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- Meyer, Urs P.
8118 Pfaffhausen (CH)
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Vertreter: Beer, Manfred, Dipl.-Ing. |
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Lindengasse 8 1070 Wien 1070 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 516 584 US-A- 6 056 649
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GB-A- 909 011 US-B1- 6 257 991
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Kopf für Golfschläger, der über einen Schlägerhals mit
dem Schaft eines Golfschlägers zu verbinden ist, und der eine Schlagfläche aüfweist.
[0002] Köpfe für Golfschläger sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt (siehe zum
Beispiel Dokument GB-A-909 011), darunter die grundsätzlichen Ausführungsformen "Woods"
(Holz), "Irons" (Eisen), "Wedges" oder "Putter".
[0003] Solche Köpfe für Golfschläger können aus Holz, aus Kunststoff, aus Metall oder aus
einer Kombination von wenigstens zwei dieser Werkstoffe bestehen.
[0004] Köpfe für Golfschläger der eingangs genannten Gattung haben sich grundsätzlich bewährt.
Bei größeren Ausführungsformen von Köpfen für Golfschläger, insbesondere solchen mit
großflächiger Unterseite (insbesondere Golfschläger des Typs "Woods"), wird derzeit
fast ausschließlich Metall als Werkstoff benützt.
[0005] Für eine große Fluglänge des Golfballes ist eine möglichst hohe Schlägerkopfgeschwindigkeit
im Moment des Kontaktes zwischen Ball und Golfschläger erforderlich. Weil der (kleine)
Golfball mit seinem relativ hohen Gewicht meistens etwas im Gras eingebettet liegt,
wird der Golfschläger so tief durchgeschwungen, dass der Kopf des Golfschlägers kurz
vor und/oder im Moment der Berührung des Balls den Boden streift. Insbesondere bei
höherem Gras ist dieser Kontakt zwischen Kopf des Golfschlägers und Boden nachteilig,
da der Kopf des Golfschlägers abgebremst wird und damit auf Grund der verringerten
Schlägerkopfgeschwindigkeit eine verkürzte Fluglänge des Golfballs auftritt. Die Erfahrung
hat gezeigt, dass die größte Bremswirkung bei nassem Gras entsteht, was nicht selten
der Fall ist.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Kopf für Golfschläger vorzustellen,
bei dem die Bremswirkung bei Kontakt des durchschwingenden Kopfes des Golfschlägers
mit dem Boden verringert ist, so dass eine hohe Schlägerkopfgeschwindigkeit erhalten
bleibt, wenn der Kopf des Golfschlägers den Golfball berührt.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruches 1.
[0008] Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Kopfes für Golfschläger
sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Da die zum Boden hin gerichtete Unterseite des Schlägerkopfes (Sohle) mit einem dreidimensionalen,
fischschuppenartigen Profil versehen ist, wird nicht nur die Berührungsfläche zwischen
Boden und Kopf des Golfschlägers verkleinert, sondern mittels Lufteinschlüssen und
Abrisskanten an den Schuppenhinterseiten auch eine reibungserzeugende Vakuumbildung
verhindert.
[0010] Vorteilhaft kann es bei der Erfindung sein, die Bremswirkung zwischen Sohle des Schlägerkopfes
und Boden durch eine reibungsarme Sohle des Kopfes des Golfschlägers zu verringern.
Bevorzugte Werkstoffe können Kunststoffe, wie Polyethylen, Polyacetral-Kunststoff
(Delrin, TM) oder Teflon, sein. Vorteilhaft bei diesen Werkstoffen ist es überdies,
dass sie sich in einfacher Weise durch Heißprägen oder Spritzgießen in der gewünschten
Form herstellen lassen.
[0011] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Beschreibung anhand der Zeichnung, in der in Schrägansicht ein erfindungsgemäßer Kopf
für Golfschläger dargestellt ist.
[0012] Es ist zunächst darauf hinzuweisen, dass, obwohl in der Zeichnung ein Kopf für Golfschläger
des Typs "Woods" (Holz) gezeigt ist, die Erfindung nicht auf Köpfe von Golfschlägern
des Typs "Woods" beschränkt ist. Vielmehr kann die Erfindung mit gleichem Vorteil
auch an Köpfen für Golfschläger der Typen "Irons", "Wedges" und "Putter" verwirklicht
werden.
[0013] Der im Ausführungsbeispiel gezeigte Kopf 1 des Typs "Woods" besteht vorzugsweise
aus Metall, wie beispielsweise Stahl oder einer Titanlegierung und besitzt eine horizontal
gerillte Schlagfläche 2, einen Schlägerhals 3, über den der Kopf 1 mit einem (nicht
gezeigten) Schaft eines Golfschlägers verbunden wird. Die dem Schlägerhals 3 gegenüberliegende
Sohle 4 des Kopfes 1, also die Seite des Kopfes 1, die dem Schlägerhals 3 gegenüberliegt,
ist mit einem dreidimensionalen, fischschuppenartigen Profil versehen. Dieses fischschuppenartige
Profil ist beispielsweise eine Einlage in die Sohle 4 des Kopfes 1 aus reibungsarmem
Kunststoff (beispielsweise Polyethylen, Delrin (TM) oder Teflon).
[0014] In der Zeichnung ist auch gezeigt, dass die Schuppen, welche die Profilierung an
der Sohle 4 des Kopfes 1 bilden, von der Schlagfläche 2 des Kopfes 1 weg konvex gekrümmte
Ränder aufweisen. Dadurch wird der erfindungsgemäß angestrebte reibungsvermindernde
Effekt verbessert.
[0015] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Anordnung der die Profilierung an der
Sohle 4 des Kopfes 1 bildenden Schuppen so gewählt, dass diese in zur Schlagfläche
2 des Kopfes 1 schräg verlaufenden Reihen angeordnet sind.
[0016] Des weiteren sind die Schuppen so angeordnet, dass die Schuppen in aufeinanderfolgenden,
zur Schlagfläche 2 im wesentlichen parallel verlaufenden Reihen zueinander versetzt
angeordnet sind.
[0017] Die Sohle 4 des erfindungsgemäßen Kopfes für Golfschläger, welche die fischschuppenartige
Profilierung trägt, ist am Kopf 1 bevorzugt austauschbar befestigt. Dies kann beispielsweise
durch eine Verschraubung oder eine Verklebung erreicht werden.
[0018] Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Ausbildung der Sohle 4 des Kopfes 1 für Golfschläger
mit der fischschuppenartigen Profilierung, insbesondere der Ausführungsform, wie sie
oben beschrieben worden ist, hat im Gegensatz zu sogenannten Fairway-Schlägerköpfen
des Typs "Woods" mit an der der Sohle in Schlagrichtung angebrachten Rippen oder Kanälen,
die den Reibungswiderstand verringern sollen, den Vorteil, dass bei der erfindungsgemäßen
fischschuppenartigen Profilierung der Sohle 4 auch dann kein erhöhter Reibungswiderstand
auftritt, wenn der Schlägerkopf mit seiner Schlagfläche nicht genau rechtwinkelig
über dem Boden durchgeschwungen wird.
1. Kopf (1) für Golfschläger, der über einen Schlägerhals (3) mit dem Schaft eines Golfschlägers
zu verbinden ist, und der eine Schlagfläche (2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Schlägerhals (3) abgewendete, bei Gebrauch des Golfschlägers zum Boden hin
gerichtete, dem Schlägerhals (3) gegenüberliegende Sohle (4) des Kopfes (1) fischschuppenartig
profiliert ist.
2. Kopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Profilierung an der Sohle (4) des Kopfes (1) bildenden Schuppen von der Schlagfläche
(2) des Kopfes (1) weg konvex gekrümmte Ränder aufweisen.
3. Kopf nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schuppen an der Sohle (4) des Kopfes (1) in zur Schlagfläche (2) des Kopfes (1)
schräg verlaufenden Reihen angeordnet sind.
4. Kopf nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die die Profilierung der Sohle (4) bildenden Schuppen zueinander versetzt angeordnet
sind.
5. Kopf nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sohle (4) des Kopfes (1) mit einer Beschichtung aus reibungsarmem Kunststoff
versehen ist.
6. Kopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Teflon, Delrin (TM) oder
Polyethylen.
7. Kopf nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die fischschuppenartig profilierte Sohle (4) am Kopf (1) austauschbar befestigt ist.
8. Kopf nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Sohle (4) mit dem Kopf (1) verschraubt oder verklebt ist.
9. Kopf nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf aus Holz, Kunststoff, Metall oder aus einer Kombination von wenigstens zweien
dieser Werkstoffe besteht.
10. Kopf nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass er die Form eines Kopfes des Typs "Woods" besitzt.
11. Kopf nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass er die Form eines Kopfes des Typs "Irons" besitzt.
12. Kopf nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass er die Form eines Kopfes des Typs "Putter" besitzt.
13. Kopf nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass er die Form eines Kopfes des Typs "Wedges" besitzt.
1. Head (1) for golf clubs which is to be connected to the shaft of a golf club by means
of a club neck (3) and which has a striking face (2), characterised in that the base (4) of the head (1), which base (4) faces away from the club neck (3) and
which is directed towards the ground when the golf club is used and which is located
opposite the club neck (3), is profiled in a fish-scale-like manner.
2. Head according to claim 1, characterised in that the scales, which form the profiling on the base (4) of the head (1), have edges
which are curved in a convex manner away from the striking face (2) of the head (1).
3. Head according to claim 1 or 2, characterised in that the scales on the base (4) of the head (1) are arranged in rows which extend in an
inclined manner relative to the striking face (2) of the head (1).
4. Head according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the scales which form the profiling of the base (4) are arranged in a manner offset
relative to each other.
5. Head according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the base (4) of the head (1) is provided with a coating of low-friction plastics
material.
6. Head according to claim 5, characterised in that the plastics material is selected from the group comprising Teflon, Delrin (TM) or
polyethylene.
7. Head according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the base (4) which is profiled in a fish-scale-like manner is secured to the head
(1) in a replaceable manner.
8. Head according to claim 7, characterised in that the base (4) is screwed or adhesively bonded to the head (1).
9. Head according to any one of claims 1 to 8, characterised in that the head comprises wood, plastics material, metal or a combination of at least two
of those materials.
10. Head according to any one of claims 1 to 9, characterised in that it is in the form of a head of the "wood" type.
11. Head according to any one of claims 1 to 9, characterised in that it is in the form of a head of the "iron" type.
12. Head according to any one of claims 1 to 9, characterised in that it is in the form of a head of the "putter" type.
13. Head according to any one of claims 1 to 9, characterised in that it is in the form of a head of the "wedge" type.
1. Tête (1) pour club de golf pouvant être reliée via une bague (3) à la tige du club
de golf et présentant une surface de frappe (2), caractérisée en ce que la semelle (4) de la tête (1), semelle qui est opposée à la bague (3) et tournée
vers le sol lors de l'utilisation du club de golf, présente un profil en écailles
de poisson.
2. Tête selon la revendication 1, caractérisée en ce que les écailles qui forment le profilage de la semelle (4) de la tête (1), présentent
des bords courbés convexes de manière à s'éloigner de la surface de frappe (2) de
la tête (1).
3. Tête selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les écailles de la semelle (4) de la tête (1) sont disposées en rangs s'étendant
diagonalement à la surface de frappe (2) de la tête (1).
4. Tête selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les écailles qui forment le profilage de la semelle (4), sont disposées de manière
décalée les unes par rapport aux autres.
5. Tête selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la semelle (4) de la tête (1) est pourvue d'un revêtement en une matière artificielle
pauvre en friction.
6. Tête selon la revendication 5, caractérisée en ce que la matière artificielle est choisie dans le groupe constitué de Teflon, de Delrin
(TM) ou de polyéthylène.
7. Tête selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que la semelle (4) à profil en écailles de poisson est fixée amovible sur la tête (1).
8. Tête selon la revendication 7, caractérisée en ce que la semelle (4) est vissée ou collée sur la tête (1).
9. Tête selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que la tête est soit en bois, soit en une matière artificielle, soit en métal ou en une
combinaison de deux au moins de ces matériaux.
10. Tête selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce qu'elle possède la forme d'une tête de type « Woods ».
11. Tête selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce qu'elle possède la forme d'une tête de type « Irons ».
12. Tête selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce qu'elle possède la forme d'une tête de type « Putter ».
13. Tête selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce qu'elle possède la forme d'une tête de type « Wedges ».
