[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erhöhen der in Abhängigkeit des Kohlenstoffgehalts
stehenden dynamischen Belastbarkeit eines verzahnten Bauteils aus einsatzhärtbarem
Stahl.
[0002] Aus der Praxis ist bekannt, die dynamische Belastbarkeit von Bauteilen dadurch zu
steigern, daß bei einem Einsatzhärten eine harte, verschleißfeste Randschicht mit
einem ausreichend zähen Kern erzeugt wird. Dazu wird die Randschicht aufgekohlt und
das Bauteil anschließend gehärtet. Für mechanisch hoch beanspruchte Bauteile, wie
insbesondere Zahnräder und Wellen, stellt das Einsatzhärten von legierten Einsatzstählen
eine Lösung dar, mit der höchste Belastbarkeiten erreicht werden.
[0003] Beim Einsatzhärten wird bislang ein Verlauf des Kohlenstoffgehalts in der Randschicht
eingestellt, der an der Oberfläche eines Bauteils den maximalen Kohlenstoffgehalt
aufweist. Mit zunehmendem Abstand von der Oberfläche in Richtung des Kerns der Bauteile
nimmt der Kohlenstoffgehalt kontinuierlich ab.
[0004] JP 01052056 offenbart ein Verfahren zum Abtragen einer aufgekohlten Schicht. Die
aufgekohlte Schicht wird mittels der mechanischen Fertigung entfernt.
[0005] In ISO 6336-5, First Edition 1996-06-15, ist ein Kohlenstoffgehalt an der Oberfläche
festgelegt, der +0,2 % bis -0,1 % vom Eutektoidpunkt des Zustandsschaubildes von Einsatzstählen
liegt und eine hohe dynamische Belastbarkeit gewährleistet. Dadurch ergibt sich insbesondere
für Chromnickel-Einsatzstähle ein bevorzugter Kohlenstoffgehalt von etwa 0.8 %.
[0006] Weiter ist aus der Praxis bekannt, daß der Kohlenstoffgehalt an der Oberfläche und
in der Randschicht die Belastbarkeit von Zahnfuß und Zahnflanke eines Zahnrads in
unterschiedlicher Weise beeinflußt. Für Chromnickel-Einsatzstähle ist bekannt, daß
eine maximale Zahnfußtragfähigkeit bei einem Kohlenstoffgehalt an der Oberfläche eines
Bauteils von 0,6 % vorliegt und mit zunehmendem Kohlenstoffgehalt abnimmt. Eine Zahnflankentragfähigkeit
nimmt hingegen mit steigendem Randkohlenstoffgehalt von 0,6 % bis 0,9 % stetig zu.
[0007] Dadurch ergibt sich für die bekannten Serienwärmebehandlungsverfahren von Chromnickel-Einsatzstählen
der Nachteil, daß eine Einstellung einer maximalen bzw. optimalen Zahnflankentragfähigkeit
zu einer Reduzierung der Zahnfußtragfähigkeit führt, da über ein Einsatzhärten ein
Randkohlenstoffgehalt in der Randschicht des gesamten Bauteils im wesentlichen gleichmäßig
eingestellt wird. Wenn der Kohlenstoffgehalt in der Randschicht eines Zahnrads derart
eingestellt wird, daß ein Maximum der Zahnfußtragfähigkeit vorliegt, geht dies wiederum
zu Lasten der Zahnflankentragfähigkeit.
[0008] Um diesen Nachteil bei hochbelasteten Verzahnungen zu beseitigen, ist dazu übergegangen
worden, die Zahnflankentragfähigkeit über den Kohlenstoffgehalt in der Randzone zu
maximieren und die Zahnfußtragfähigkeit von Verzahnungen durch ein nachträgliches
Verfestigungsstrahlen im Bereich des Zahnfußes zu erhöhen.
[0009] Nachteilig dabei ist jedoch, daß durch das dem Einsatzhärten nachgeschaltete Verfestigungsstrahlen
des Zahnfußes von Verzahnungen erhebliche Mehrkosten in der Fertigung entstehen.
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren zum Erhöhen der in
Abhängigkeit des Kohlenstoffgehalts stehenden dynamischen Belastbarkeit eines verzahnten
Bauteils aus einsatzhärtbarem Stahl zur Verfügung zu stellen, welches ein nachträgliches
Verfestigungsstrahlen erübrigt und eine preisgünstigere Produktion eines Bauteils
oder die Erhöhung der dynamischen Belastbarkeit ermöglicht.
[0011] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einem Verfahren gemäß den Merkmalen des Patentanspruches
1 gelöst.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Erhöhen der in Abhängigkeit des Kohlenstoffgehalts
stehenden dynamischen Belastbarkeit eines verzahnten Bauteils, beispielsweise eines
Zahnrads aus einsatzhärtbarem Stahl, wobei zunächst der Verlauf des Kohlenstoffgehalts
in der Randschicht des Bauteils derart eingestellt wird, daß der Kohlenstoffgehalt,
ausgehend von der Oberfläche in Richtung des Kerns des Bauteils, zunächst zunimmt
und ab einer bestimmten Schichttiefe kontinuierlich abnimmt, und bei dem anschließend
ein Teil der Randschicht in Bereichen des Bauteils, insbesondere im Bereich der Zahnflanken,
abgetragen wird, deren dynamische Belastbarkeit mit steigendem Kohlenstoff an der
Oberfläche des Bauteils zunimmt, bietet den Vorteil, daß an der Oberfläche des Bauteils
ein optimierter Randkohlenstoffgehalt vorliegt, der jeweils einen maximalen Wert der
Tragfähigkeit des betreffenden Bauteilbereichs gewährleistet.
[0013] Mit dem erfindungsgemäßen Einstellen des Kohlenstoffgehalts und dem anschließenden
Hartbearbeiten bestimmter Bereiche des Bauteils kann auf ein die Tragfähigkeit erhöhendes
Veredelungsverfahren, welches eine Zunahme der Fertigungskosten zur Folge hat, in
vorteilhafter Weise verzichtet werden.
[0014] Darüber hinaus ist durch die erhöhte Festigkeit des mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
behandelten Bauteils auch eine Gewichtsreduktion möglich, da für die gleiche Festigkeit
weniger Materialeinsatz erforderlich ist.
[0015] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes nach der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, den Patentansprüchen und der Zeichnung.
[0016] In der einzigen Figur der Zeichnung ist beispielhaft ein Verlauf 2 des Kohlenstoffgehalts
in der Randschicht eines nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Bauteils
einem anderen Verlauf 1 mit einem aus der Praxis bekannten Einsatzhärteverfahren erzeugten
Kohlenstoffgehalts eines anderen Bauteils gegenübergestellt.
[0017] Die zwei Verläufe 1, 2 des Kohlenstoffgehalts in der Randschicht eines Zahnrads sind
von dessen Oberfläche zu einem Kern hin dargestellt. Dabei ist der Gehalt an Kohlenstoff
(in Prozent) über dem Randabstand von der Oberfläche des Zahnrads (in Millimeter)
aufgetragen.
[0018] Der Verlauf 1 gibt einen Kohlenstoffgehalt C in der Randschicht des Zahnrads wieder,
welches durch ein konventionelles Einsatzhärteverfahren hergestellt wurde. Dieser
Verlauf 1 weist ein Maximum des Kohlenstoffgehalts C im unmittelbaren Bereich der
Oberfläche des Zahnrads auf und der Kohlenstoffgehalt C nimmt mit zunehmendem Randabstand
stetig und wenigstens annähernd linear ab.
[0019] Der Verlauf 2 des Kohlenstoffgehalts C in der Randzone eines Zahnrads ist mittels
des modifizierten Einsatzhärteverfahrens mit Randabkohlung eingestellt und derart
ausgebildet, daß der Kohlenstoffgehalt, ausgehend von der Oberfläche des Zahnrads,
in Richtung des Kerns zunächst zunimmt und ab einer bestimmten Schichttiefe, im vorliegenden
Fall beispielhaft bei einem Randabstand von etwa 0,15 mm, ein Maximum von 0,7 % Kohlenstoff
aufweist. Ausgehend von diesem Maximum nimmt der Kohlenstoffgehalt in Richtung des
Kerns des Zahnrads kontinuierlich ab. Die sogenannte Randabkohlung wird durch ein
starkes Absenken des Kohlenstoffgehalts der Atmosphäre des Aufkohlungsmittels in der
letzten Stufe des Einsatzhärteverfahrens, beispielsweise während des Haltens auf Härtetemperatur,
eingestellt bzw. erzeugt.
[0020] Im folgenden wird das erfindungsgemäß modifizierte Einsatzhärteverfahren beispielhaft
näher beschrieben.
[0021] Das Zahnrad aus einsatzhärtbarem Stahl, beispielsweise 18 CrNiMo 88, ist während
des gesamten Einsatzhärtens in einem Wärmeofen von einem gasförmigen Aufkohlungsmittel
umgeben, dessen Kohlenstoffgehalt während der einzelnen Phasen des Einsatzhärteverfahrens
verändert wird.
[0022] Das Einsatzhärteverfahren umfaßt die an sich bekannten Phasen, nämlich eine Aufheizphase,
eine Aufkohlphase, eine Abkühlphase und eine Haltephase auf Härtetemperatur des Bauteils,
wobei diese aufeinanderfolgenden Phasen jeweils über eine bestimmte Zeitdauer bei
vorgegebenen Temperaturen und verschiedenem Kohlenstoffgehalt der Gas-Atmosphäre durchgeführt
werden.
[0023] So ist es gängige Praxis, daß der Kohlenstoffgehalt zunächst während der Aufheizphase
kleiner ist als während der sich daran anschließenden Aufkohlphase. Der Kohlenstoffgehalt
kann in der Aufheizphase beispielsweise 0,4 % betragen.
[0024] Die sich daran anschließende Aufkohlphase ist bekannterweise und bevorzugt in vier
Abschnitte bzw. Stufen unterteilt, wobei der Kohlenstoffgehalt in den ersten drei
Stufen von 0,4 % schrittweise auf 0,6 % und schließlich auf einen Wert von 1,1 % angehoben
wird, und wobei die Zeitspanne, in der ein Kohlenstoffgehalt von 1,1 % eingestellt
wird, das fünfzehnfache der Zeitspanne, in der ein Kohlenstoffgehalt von 0,6 % eingestellt
wird, betragen kann. In einem letzten zeitlichen, kurzen Abschnitt der Aufkohlphase
wird dieser wieder auf einen Wert von 1,0 % reduziert. Die Temperaturen der Aufheizphase
und der Aufkohlphase liegen bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel in etwa bei
930 °C.
[0025] Während der sich an die Aufkohlphase anschließenden Abkühlphase entspricht der Kohlenstoffgehalt
dem des letzten Abschnittes bzw. der letzten Periode der Aufkohlphase.
[0026] Die Haltephase, während der das Zahnrad auf Härtetemperatur gehalten wird, unterteilt
sich wiederum in mehrere Abschnitte bzw. Stufen, wobei der Kohlenstoffgehalt der Atmosphäre
des gasförmigen Aufkohlungsmittels in einem ersten Abschnitt auf einen Wert von 0,4
% eingestellt wird. In einem zweiten Abschnitt der Haltephase wird der Kohlenstoffgehalt
des Aufkohlungsmittels auf 0,3 % abgesenkt, wobei der zweite Abschnitt der Haltphase
einen längeren Zeitraum als der erste Abschnitt der Haltephase umfaßt, und z. B. nahezu
doppelt so lang wie der erste Abschnitt dauern kann. Die Temperatur der Abkühlphase
und der Haltephase entspricht in etwa 860 °C.
[0027] Hierbei ist anzumerken, daß die einzeln, zahlenmäßig angeführten Prozeßparameter
des Einsatzhärteverfahrens und die Dauer der einzelnen Phasen in Abhängigkeit des
jeweils verwendeten Ofentyps stehen und dementsprechend variieren, wobei die Tendenzen
bei der Verwendung verschiedener Ofentypen gleichbleiben.
[0028] Nach der Haltephase wird das Zahnrad in Öl direkt gehärtet und anschließend bei etwa
170 °C für 90 Minuten angelassen.
[0029] Nach dem Einsatzhärten wird das verzahnte Bauteil, beispielsweise ein Zahnrad, im
Bereich der Zahnflanken hart bearbeitet, wobei der Materialabtrag der Randzone etwa
dem Bereich der Randabkohlung entspricht. Als Bearbeitungsverfahren ist hierbei bevorzugt
ein Schleifverfahren vorgesehen, welches in der Praxis bisher zur Verbesserung der
Oberflächengüte der Zahnflanken vorgesehen ist. Der Bereich des Zahnfußes wird in
der Regel nicht nachträglich bearbeitet. Das heißt, das aus dem Stand der Technik
bekannte kostenintensive Verfestigungsstrahlen kann vermieden werden und somit fallen
im Vergleich zu herkömmlichen Fertigungsverfahren keine zusätzlichen Kosten für das
Verfestigungsstrahlen an.
[0030] Mit dem vorbeschriebenen Einsatzhärteverfahren wird der Verlauf 2 des Kohlenstoffgehalt
im gesamten Randbereich des Zahnrads eingestellt. Das bedeutet, daß sowohl im Bereich
der Zahnflanke als auch im Bereich des Zahnfußes an der Oberfläche ein Kohlenstoffgehalt
von etwa 0,5 % bis 0,6 % vorliegt. Bei einem Kohlenstoffgehalt von 0,6 % an der Oberfläche
eines Zahnrads erreicht eine Zahnfußtragfähigkeit ihren maximalen Wert. Ein höherer
Kohlenstoffgehalt bei Stählen, insbesondere CrNi-Stählen, hat eine Abnahme der Zahnfußtragfähigkeit
zur Folge. Damit ist mit dem Einsatzhärteverfahren mit Randabkohlung für die Zahnfußtragfähigkeit
ein maximaler Wert erreicht.
[0031] Die Zahnflankentragfähigkeit weist ihren maximalen Wert bei einem Kohlenstoffgehalt
in einem Bereich von 0,6 % bis 0,9 % auf, wobei die Zahnflankentragfähigkeit, ausgehend
von einem Kohlenstoffgehalt von 0,6 %, mit steigendem Kohlenstoffanteil in der Randzone
stetig zunimmt. Das bedeutet, daß vor dem Materialabtrag eine Zahnflankentragfähigkeit
bei einem Kohlenstoffgehalt von 0,6 % im Bereich der Oberfläche der Zahnflanke einen
Wert unterhalb eines Maximums aufweist. Durch den Materialabtrag wird die Randschicht
derart abgetragen, daß Schichtbereiche der Randschicht der Zahnflanke die Oberfläche
des Zahnrads ausbilden, welche einen höheren Kohlenstoffgehalt aufweisen als oberflächennahe
Bereiche des Zahnfußes. Damit wird die Zahnflankentragfähigkeit des herkömmlichen
Einsatzhärtens wieder erreicht. Eine maximale Zahnfußtragfähigkeit wird durch das
Schleifen der Zahnflanke nicht beeinflußt.
[0032] Somit liegen nach dem erfindungsgemäß modifizierten Einsatzhärten, welches ein Direkthärten
mit Randabkohlung darstellt, und der sich daran anschließenden Hartbearbeitung der
Zahnflanke optimierte Randkohlenstoffgehalte vor, die jeweils eine maximale Tragfähigkeit
der Zahnflanke und des Zahnfußes bewirken.
[0033] Nach dem vorbeschriebenen modifizierten Einsatzhärteverfahren mit Randabkohlung in
der letzten Stufe der Einsatzhärtung werden deutlich höhere Werte der dynamischen
Bruchkräfte erreicht als nach konventionellen Einsatzhärteverfahren. Neben einer Anhebung
der Dauerfestigkeit wird durch die Randabkohlung auch der Verlauf der Zeitfestigkeit
von Zahnrädern zu höheren Schwingspielzahlen verschoben.
[0034] Mit dem modifizierten Direkteinsatzhärteverfahren mit Randabkohlung wird auch die
Schwingfestigkeit bei schwellender Biegebeanspruchung und die dynamische Bruchkraft
bei schlagartiger Beanspruchung im Vergleich zu Zahnrädern, die nach bekannten Serien-Wärmebehandlungsverfahren
gehärtet werden, verbessert.
[0035] Wenngleich das erfindungsgemäße Verfahren insbesondere zur Erhöhung der Zahnfußtragfähigkeit
bei verzahnten Bauteilen, insbesondere bei Zahnrädern, geeignet ist, so ist die Erfindung
nicht auf diese Anwendung beschränkt. Das vorbeschriebene Härteverfahren mit anschließender
Hartbearbeitung ist auch für Wellen für Lenkungen von Nutzkraftwagen sowie für beliebige
andere Bauteile, welche einer hohen dynamischen Beanspruchung ausgesetzt sind und
eine harte, verschleißfeste Randschicht auf einem ausreichend zähen Kern aufweisen
müssen, geeignet.
Bezugszeichen
[0036]
- 1
- Verlauf des Kohlenstoffgehalts in einer Randschicht bei einem konventionellen Einsatzhärteverfahren
- 2
- Verlauf des Kohlenstoffgehalts in einer Randschicht bei einem modifizierten, erfindungsgemäßen
Einsatzhärteverfahren mit Randabkohlung
1. Verfahren zum Erhöhen der in Abhängigkeit des Kohlenstoffgehalts stehenden dynamischen
Belastbarkeit eines verzahnten Bauteils aus einsatzhärtbarem Stahl, wobei zunächst
der Verlauf (2) des Kohlenstoffgehalts in der Randschicht des Bauteils derart eingestellt
wird, daß der Kohlenstoffgehalt, ausgehend von der Oberfläche in Richtung des Kerns,
des Bauteils zunächst zunimmt und ab einer bestimmten Schichttiefe kontinuierlich
abnimmt, und daß anschließend ein Teil der Randschicht in Bereichen des Bauteils,
insbesondere im Bereich der Zahnflanken, abgetragen wird, derart, daß an der Oberfläche
des Bauteils der Maximalwert des Kohlenstoffgehalts vorliegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verlauf (2) des Kohlenstoffgehalts in der Randschicht des Bauteils mittels Aufkohlen
erzeugt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Bauteil während des Aufkohlens von einem gasförmigen Aufkohlungsmittel umgeben
und der Kohlenstoffgehalt der Atmosphäre veränderbar ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kohlenstoffgehalt der Atmosphäre gegen Ende des Aufkohlens, beispielsweise während
einer sich an eine Abkühlphase anschließenden Haltephase auf Härtetemperatur des Bauteils,
wesentlich kleiner eingestellt ist als während des Aufkohlens.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der abzutragende Teil der Randschicht auf der Zahnflanke mittels mechanischer Bearbeitung
abgetragen wird.
1. Method for increasing the carbon-content-based dynamic loadability of a toothed component
made of case-hardenable steel, with the characteristic (2) of the carbon content in
the peripheral layer of the component first being set in a manner that the carbon
content - starting from the surface and towards the core of the component - initially
increases and then from a certain depth of the layer continuously decreases, and that
subsequently part of the peripheral layer in areas of the component, especially in
the area of the tooth flanks, is removed in such a way that the maximum carbon content
is achieved on the surface of the component.
2. Method according to claim 1, characterized in that the characteristic (2) of the carbon content in the peripheral layer of the component
is produced by means of carburization.
3. Method according to claim 2, characterized in that during carburization the component is surrounded by a gaseous carburizing agent and
the carbon content of the atmosphere is variable.
4. Method according to claim 3, characterized in that the carbon content of the atmosphere towards the end of carburization, for example
during a stop phase following a cooling phase to the hardening temperature of the
component, is set to a much lower level than during carburization.
5. Method according to one of the claims 1 through 4, characterized in that the part of the peripheral layer on the tooth flank to be removed is removed by means
of a machining process.
1. Procédé pour améliorer la limite de charge dynamique admissible, existant en fonction
de la teneur en carbone, d'une pièce dentée en acier de cémentation dans lequel, tout
d'abord, le profil de variation (2) de la teneur en carbone dans la couche superficielle
de la pièce est établi de manière que la teneur en carbone croisse initialement de
la surface vers le coeur de la pièce et décroisse continuellement à partir d'une certaine
profondeur de la couche et en ce que, ensuite, une partie de la couche superficielle
est enlevée dans des régions de la pièce, en particulier dans la région des flancs
de dents, de telle manière que la valeur maximale de la teneur en carbone se trouve
à la surface de la pièce.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le profil de variation (2) de la teneur en carbone dans la couche superficielle de
la pièce est produit par carburation.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que, pendant la carburation, la pièce est entourée d'un milieu carburant gazeux et la
teneur en carbone de l'atmosphère peut être modifiée.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que, vers la fin de la carburation, par exemple pendant une phase de maintien à la température
de trempe de la pièce, qui fait suite à une phase de refroidissement, la teneur en
carbone de l'atmosphère est réglée sur un niveau sensiblement plus bas que pendant
la carburation.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la partie de la couche superficielle qu'il s'agit d'enlever est enlevée sur le flanc
des dents par usinage mécanique.