[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Arbeitsplatte, welche eine Auflage mit mindestens
zwei Bereichen, die vertikal voneinander beabstandet sind, und eine Stützstruktur
zum Abstützen der Auflage umfaßt.
[0002] Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Herstellen einer solchen
Arbeitsplatte.
[0003] Durch die Stützstruktur wird die mechanische Festigkeit und Belastbarkeit der Arbeitsplatte
erhöht.
[0004] Dadurch, daß die Arbeitsplatte mindestens zwei vertikal voneinander beabstandete
Bereiche umfaßt, beispielsweise einen mittigen abgesenkten Bereich und einen um diesen
abgesenkten Bereich umlaufenden Profilrand, muß die Stützstruktur in mehrere Einzelelemente
gestückelt werden, was einen hohen Herstellungsaufwand mit sich bringt. Ferner ist
das Material der Stützstruktur (in der Regel ein Holzmaterial) von der der Auflage
abgewandten Unterseite der Arbeitsplatte her nicht gegen das Eindringen von Feuchtigkeit
geschützt.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Arbeitsplatte der
eingangs genannten Art zu schaffen, welche einfach herstellbar und gegen das Eindringen
von Feuchtigkeit geschützt ist.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einer Arbeitsplatte mit den Merkmalen des Oberbegriffs von
Anspruch 1 erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Arbeitsplatte eine Abdeckung umfaßt,
welche auf der der Auflage abgewandten Unterseite der Stützstruktur angeordnet ist.
[0007] Durch das Vorsehen dieser Abdeckung wird das Eindringen von Feuchtigkeit von der
Unterseite der Arbeitsplatte her in die Stützstruktur verhindert oder zumindest erschwert.
[0008] Wenn es sich bei der Stützstruktur um eine mehrteilige Stützstruktur handelt, so
kann die Abdeckung für einen Zusammenhalt der verschiedenen Elemente der Stützstruktur
sorgen.
[0009] Bei einer besonderen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Arbeitsplatte ist vorgesehen,
daß die Stützstruktur mindestens zwei Stützelemente umfaßt, die durch einen Spalt
voneinander getrennt sind, und daß die Abdeckung den Spalt zwischen den Stützelementen
überdeckt.
[0010] Um die vertikal voneinander beabstandeten Bereiche der Auflage sicher abstützen zu
können, ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß die Stützelemente der Stützstruktur
unterschiedliche Höhen aufweisen.
[0011] Auf diese Weise wird es insbesondere möglich, daß die im wesentlichen horizontalen
Unterseiten der Stützelemente im wesentlichen flächenbündig in derselben horizontalen
Ebene angeordnet sind.
[0012] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Arbeitsplatte ist vorgesehen,
daß die Abdeckung eine Flexibilität aufweist, so daß Toleranzen in der Anordnung der
Unterseiten der Stützelemente ausgeglichen werden können.
[0013] Der Spalt, der die mindestens zwei Stützelemente der Stützstruktur voneinander trennt,
erstreckt sich vorzugsweise bis in die Nähe der Abdeckung, um der Abdeckung die gewünschte
Flexibilität für den Toleranzausgleich zu ermöglichen.
[0014] Besonders günstig ist es, wenn der Spalt zwischen den Stützelementen sich von der
Auflage bis zu der Abdeckung erstreckt.
[0015] Um eine zuverlässige Abdichtung der gesamten Unterseite der Arbeitsplatte zu erzielen,
ist vorzugsweise vorgesehen, daß sich die Abdeckung über im wesentlichen die gesamte
Unterseite der Stützstruktur erstreckt.
[0016] Ferner ist es zum Verhindern des Eindringens von Feuchtigkeit in die Stützstruktur
besonders günstig, wenn die Abdeckung im wesentlichen flüssigkeitsdicht ausgebildet
ist.
[0017] Die Abdeckung kann insbesondere als eine im wesentlichen ebene Platte ausgebildet
sein.
[0018] Als besonders günstig hat es sich erwiesen, wenn die Abdeckung eine Schichtstoffplatte
umfaßt.
[0019] Diese Schichtstoffplatte kann insbesondere als eine Hochdruck-Schichtpreßstoffplatte
ausgebildet sein.
[0020] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Schichtstoffplatte
eine Papierschicht, vorzugsweise eine mit einem Kunstharz getränkte Papierschicht,
umfaßt.
[0021] Ferner ist es von Vorteil, wenn die Schichtstoffplatte eine Kunstharzschicht, vorzugsweise
eine melaminharzhaltige Schicht, umfaßt.
[0022] Die Kunstharzschicht ist vorzugsweise auf der der Auflage abgewandten Unterseite
der Schichtstoffplatte angeordnet, welche in besonderem Maße mit Feuchtigkeit aus
der Umgebung der Arbeitsplatte in Kontakt kommt.
[0023] Die Abdeckung kann in jeder geeigneten Weise an der Stützstruktur festgelegt sein.
[0024] Insbesondere kann vorgesehen sein, daß die Abdeckung mit der Stützstruktur verklebt
ist.
[0025] Die Abdeckung kann beispielsweise mittels einer, vorzugsweise wäßrigen, Kunstharzdispersion
mit der Stützstruktur verklebt sein.
[0026] Für die Ausbildung der Stützstruktur kommt jedes geeignete Material in Betracht.
[0027] Beispielsweise können Holzmaterialien oder holzhaltige Materialien verwendet werden.
[0028] Insbesondere kann vorgesehen sein, daß die Stützstruktur mindestens ein aus einer
Spanplatte gebildetes Stützelement umfaßt.
[0029] Alternativ oder ergänzend hierzu kann vorgesehen sein, daß die Stützstruktur mindestens
ein aus einer Multiplexplatte gebildetes Stützelement umfaßt.
[0030] Für die Auflage der Arbeitsplatte kommt jedes geeignete Material in Betracht.
[0031] Vorzugsweise ist vorgesehen, daß die Auflage eine metallische Platte, insbesondere
eine Edelstahlplatte, umfaßt.
[0032] Die Auflage kann in jeder geeigneten Weise an der Stützstruktur festgelegt sein.
[0033] Insbesondere kann vorgesehen sein, daß die Stützstruktur mit der Auflage verklebt
ist.
[0034] Die Stützstruktur kann beispielsweise mittels eines Klebstoffes auf Polychloroprenbasis
mit der Auflage verklebt sein.
[0035] Der erfindungsgemäße Aufbau eignet sich insbesondere für eine Arbeitsplatte, bei
welcher der vertikale Abstand zwischen den beiden Bereichen der Auflage zwischen ungefähr
2 mm und ungefähr 30 mm liegt.
[0036] Der vorliegenden Erfindung liegt die weitere Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum
Herstellen einer Arbeitsplatte zu schaffen, welches einfach durchführbar ist und durch
welches eine Arbeitsplatte geschaffen wird, welche gegen ein Eindringen von Feuchtigkeit
von der Unterseite der Arbeitsplatte her besser geschützt ist.
[0037] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zum Herstellen einer Arbeitsplatte
gelöst, welches die folgenden Verfahrensschritte umfaßt:
- Verbinden einer Abdeckung mit einem Stützstruktur-Rohling;
- Bildung eines Spalts in dem Stützstruktur-Rohling, durch den mindestens zwei Stützelemente
voneinander getrennt werden;
- Verbinden einer Auflage mit der aus den Stützelementen gebildeten Stützstruktur.
[0038] Das erfindungsgemäße Verfahren bietet den Vorteil, daß die Stützelemente der Stützstruktur
durch die Abdeckung miteinander verbunden sind, so daß die gesamte Stützstruktur mit
der Abdeckung als eine Gesamtheit gehandhabt werden kann.
[0039] Ferner verhindert die Abdeckung der Arbeitsplatte ein Eindringen von Feuchtigkeit
von der Unterseite der Arbeitsplatte her.
[0040] Bei einer besonderen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen,
daß Material von mindestens einem der Stützelemente entfernt wird. Auf diese Weise
können unterschiedlich hohe Stützelemente zum Abstützen von vertikal voneinander beabstandeten
Bereichen der Auflage geschaffen werden.
[0041] Insbesondere kann vorgesehen sein, daß das Material von dem mindestens einen der
Stützelemente durch Fräsen entfernt wird.
[0042] Ferner kann vorgesehen sein, daß der Spalt in dem Stützstruktur-Rohling durch Fräsen
gebildet wird.
[0043] Grundsätzlich könnte vorgesehen sein, daß der Spalt in dem Stützstruktur-Rohling
ganz oder teilweise gebildet wird, bevor die Abdeckung mit dem Stützstruktur-Rohling
verbunden wird.
[0044] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist jedoch vorgesehen,
daß die Abdeckung mit dem Stützstruktur-Rohling verbunden wird, bevor der Spalt in
dem Stützstruktur-Rohling gebildet wird.
[0045] Im Bereich des Spaltes weist die Abdeckung eine Flexibilität auf, welche es ermöglicht,
Toleranzen in der Anordnung der Unterseiten der Stützelemente auszugleichen.
[0046] Um diese Flexibilität der Abdeckung zu ermöglichen, ist es von Vorteil, wenn sich
der Spalt möglichst nahe an die Abdeckung heran erstreckt.
[0047] Besonders günstig ist es, wenn der Spalt in dem Stützstruktur-Rohling so ausgebildet
wird, daß er die Abdeckung erreicht, ohne die Abdeckung zu durchtrennen.
[0048] Die Abdeckung kann in jeder geeigneten Weise an dem Stützstruktur-Rohling festgelegt
werden.
[0049] Besonders günstig ist es, wenn die Abdeckung mit dem Stützstruktur-Rohling verklebt
wird.
[0050] Insbesondere kann die Abdeckung mittels einer, vorzugsweise wäßrigen, Kunstharzdispersion
mit dem Stützstruktur-Rohling verklebt werden.
[0051] Die Auflage kann in jeder geeigneten Weise an der Stützstruktur festgelegt werden.
[0052] Besonders günstig ist es, wenn die Stützstruktur mit der Auflage verklebt wird.
[0053] Insbesondere kann vorgesehen sein, daß die Stützstruktur mit der Auflage mittels
eines Klebstoffes auf Polychloroprenbasis verklebt wird.
[0054] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung
und der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen.
[0055] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine teilweise geschnittene perspektivische Ansicht einer Arbeitsplatte mit einer
aus einer Spanplatte gebildeten Stützstruktur und einer Edelstahlauflage;
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch die Arbeitsplatte aus Fig. 1 längs der Linie 2 - 2 in Fig.
1;
- Fig. 3 bis 9
- schematische Querschnitte, entsprechend der Fig. 2, welche verschiedene aufeinanderfolgende
Schritte eines Verfahrens zur Herstellung der Arbeitsplatte aus den Fig. 1 und 2 darstellen;
- Fig. 10
- eine teilweise geschnittene perspektivische Ansicht einer Arbeitsplatte mit einer
aus einer Multiplexplatte gebildeten Stützstruktur und einer Edelstahlauflage;
- Fig. 11
- einen schematischen Querschnitt durch die Arbeitsplatte aus Fig. 10 längs der Linie
11 - 11 in Fig. 10; und
- Fig. 12 bis 17
- der Fig. 11 entsprechende schematische Querschnitte, die verschiedene aufeinanderfolgende
Verfahrensschritte eines Verfahrens zur Herstellung der Arbeitsplatte aus den Fig.
10 und 11 darstellen.
[0056] Gleiche oder funktional äquivalente Elemente sind in allen Figuren mit denselben
Bezugszeichen bezeichnet.
[0057] Eine in den Fig. 1 und 2 dargestellte, als Ganzes mit 100 bezeichnete Arbeitsplatte,
die beispielsweise als Küchenarbeitsplatte Verwendung finden kann, umfaßt eine Auflage
102, welche die dem Benutzer der Arbeitsplatte 100 zugewandte Oberseite der Arbeitsplatte
100 bildet.
[0058] Die Auflage 102 weist einen im wesentlichen horizontalen, abgesenkten Bereich 104
auf, welcher an allen seinen Seiten von einem umlaufenden, im wesentlichen horizontalen
Randbereich 106 umgeben ist.
[0059] Der abgesenkte Bereich 104 ist gegenüber dem Randbereich 106 um beispielsweise ungefähr
2 mm bis beispielsweise ungefähr 30 mm abgesenkt.
[0060] Der abgesenkte Bereich 104 und der Randbereich 106 sind über einen zwischen beiden
Bereichen angeordneten Zwischenbereich 108, der mit der Horizontalen einen Winkel
von beispielsweise ungefähr 45° einschließt, einstückig verbunden.
[0061] Der Zwischenbereich 108 geht an seinem unteren Rand über einen unteren gekrümmten
Bereich 110 in den abgesenkten Bereich 104 und an seinem oberen Rand über einen oberen
gekrümmten Bereich 112 in den Randbereich 106 über.
[0062] Die dem abgesenkten Bereich 104 abgewandten Außenränder des Randbereichs 106 weisen
eine Anfasung mit einem Anfasungswinkel α von beispielsweise ungefähr 45° auf.
[0063] Die Auflage 102 ist einstückig aus einem Edelstahlblech mit einer Stärke von beispielsweise
ungefähr 2 mm gebildet, beispielsweise durch Tiefziehen oder Prägen.
[0064] Zur Erhöhung der Stabilität der Auflage 102 ist die Arbeitsplatte 100 mit einer als
Ganzes mit 116 bezeichneten Stützstruktur versehen, an welcher sich die Auflage 102
abstützt.
[0065] Die Stützstruktur 116 umfaßt ein im wesentlichen quaderförmiges, mittiges Stützelement
118, auf dessen im wesentlichen horizontaler Oberseite 120 die Unterseite 122 des
abgesenkten Bereichs 104 der Auflage 102 ruht.
[0066] Ferner umfaßt die Stützstruktur 116 ein das mittige Stützelement 118 umgebendes,
im wesentlichen die Form eines rechteckigen Rahmens aufweisendes Randstützelement
124, auf dessen im wesentlichen horizontaler Oberseite 126 die Unterseite 128 des
Randbereichs 106 der Auflage 102 ruht.
[0067] Die Höhe des Randstützelements 124 übertrifft die Höhe des mittigen Stützelements
118 um ungefähr dieselbe Distanz d, um welche der Randbereich 106 höher liegt als
der abgesenkte Bereich 104 der Auflage 102, so daß die Unterseiten 130 und 132 des
mittigen Stützelements 118 bzw. des Randstützelements 124 im wesentlichen miteinander
fluchtend in derselben horizontalen Ebene liegen.
[0068] Die Stützelemente 118 und 124 sind in einer weiter unten noch näher zu beschreibenden
Weise aus einer Spanplatte gebildet.
[0069] Mit der Unterseite der Auflage 102 sind die Stützelemente 118 und 124 mittels eines
Klebstoffes auf Polychloroprenbasis verklebt.
[0070] Die vertikalen Außenseiten 134 sind mit Lignumanleimern 136 versehen, welche die
Außenseiten 134 des Randstützelements 124 vollständig überdecken.
[0071] Bei den Lignumanleimern 136 handelt es sich um Massivholzanleimer, die beispielsweise
aus Ahorn-, Eichen-, Buchen- oder Eschenholz hergestellt sein können.
[0072] Die Lignumanleimer 136 werden mittels eines Polyvinylacetat-Leims mit den Außenseiten
134 des Randstützelements 124 verklebt.
[0073] Einen unteren Abschluß der Arbeitsplatte 100 bildet eine Abdeckung 138 aus einer
im wesentlichen ebenen Schichtstoffplatte, welche mit ihrer Oberseite 140 an der Unterseite
130 des mittigen Stützelements 118 und an der Unterseite 132 des Randstützelements
124 sowie an den Unterseite der Lignumanleimer 136 flächig anliegt und den Spalt 142
zwischen dem mittigen Stützelement 118 und dem Randstützelement 124 der Stützstruktur
116 vollständig überdeckt.
[0074] Die Schichtstoffplatte der Abdeckung 138 umfaßt eine obere Schicht aus Papier, welches
mit einem ausgehärteten Phenol/Formaldehyd-Harz (ungefähr 30 bis 40 Gewichts-%) getränkt
ist, und eine untere Deckschicht aus einem Melamin/Formaldehyd-Harz.
[0075] Dabei ist die Schichtplatte so angeordnet, daß die Papierschicht den Stützelementen
118, 124 zugewandt ist und die Deckschicht aus dem Kunstharz die Unterseite 144 der
Abdeckung 138 bildet.
[0076] Die Abdeckung 138 ist wasserdicht, so daß die Arbeitsplatte 100 durch die Abdeckung
138 gegen ein Eindringen von Feuchtigkeit von der Unterseite der Arbeitsplatte 100
her geschützt ist.
[0077] Die Außenränder der Abdeckung 138 und die daran angrenzende Unterseite der Lignumanleimer
136 sind mit einer Anfasung 146 mit einem Anfasungswinkel β von beispielsweise ungefähr
45° versehen.
[0078] Die Oberseite 140 der Abdeckung 138 ist mit den Stützelementen 118, 124 mittels eines
lösemittelfreien Kontaktklebstoffs, beispielsweise mittels einer wäßrigen Kunstharzdispersion,
verklebt.
[0079] Im folgenden wird ein Verfahren zur Herstellung der vorstehend beschriebenen Arbeitsplatte
beschrieben:
Zunächst wird als Stützstruktur-Rohling 148 eine im wesentlichen quaderförmige Spanplatte
mit einer Stärke von beispielsweise ungefähr 38 mm bereitgestellt (siehe Fig. 3).
[0080] Als Spanplatte kann beispielsweise eine Flachpreßplatte verwendet werden, die unter
der Bezeichnung FP/Y V 100 von der Firma Krono-Span in Salzburg, Österreich, vertrieben
wird.
[0081] Wie in Fig. 4 zu sehen ist, werden an die Außenseiten 134 des Stützstruktur-Rohlings
148 die Lignumanleimer 136 angeleimt.
[0082] Für das Anleimen der Lignumanleimer 136 kann insbesondere ein Polyvinylacetat-Leim
(Weißleim) verwendet werden.
[0083] Anschließend werden der Stützstruktur-Rohling 148 und die Lignumanleimer 136 von
unten einseitig mit der Abdeckung 138 belegt (Fig. 5).
[0084] Die Abdeckung 136 kann insbesondere eine Stärke von ungefähr 0,8 mm aufweisen.
[0085] Als Material für die Abdeckung 138 eignet sich eine Schichtstoffplatte, die unter
der Bezeichnung HPL (High Pressure Laminat) von der Firma Holz-Hauff GmbH, Daimlerstrasse
36 in D-74211 Leingarten, Deutschland, vertrieben wird.
[0086] Diese Schichtstoffplatte umfaßt eine mit einem Phenol/Formaldehyd-Harz getränkte
Papierschicht und eine unter der Papierschicht liegende Deckschicht aus einem Melamin/Formaldehyd-Harz.
[0087] Mit der durch die Papierschicht gebildete Oberseite 140 wird die passend zugeschnittene
Abdeckung 138 auf die Unterseite des Stützstruktur-Rohlings 148 und der Lignumanleimer
136 aufgeklebt.
[0088] Hierfür kann beispielsweise ein lösemittelfreier Kontaktklebstoff verwendet werden,
wie er unter der Bezeichnung "Kleiberit 410" von der Firma KLEB-CHEMIE M.G. Becker
GmbH + Co. KG in D-76353 Weingarten/Baden vertrieben wird.
[0089] Nach dem Aushärten des Klebstoffes werden die Ränder der Abdeckung 138 und der Unterseiten
der Lignumanleimer 136 mit der Anfasung 146 versehen (Fig. 6).
[0090] Die Anfasung 146 weist beispielsweise einen Anfasungswinkel von 45° und eine Breite
von 2 mm auf.
[0091] Die Anfasung 146 kann beispielsweise in einer CNC-Bearbeitungsstation mittels eines
hartmetallbestückten 45°-Fräsers mit Anlaufring hergestellt werden.
[0092] In einem nächsten, in Fig. 7 dargestellten Schritt wird in dem Stützstruktur-Rohling
148 der ringförmig geschlossene Spalt 142 erzeugt, welcher das mittige Stützelement
118 von dem Randstützelement 124 trennt.
[0093] Der Spalt 142 wird so hergestellt, daß er den gesamten Stützstruktur-Rohling 148
von dessen Oberseite bis zur Oberseite 140 der Abdeckung 138 durchsetzt, ohne jedoch
die Abdeckung 138 zu durchtrennen.
[0094] Der Spalt 142 wird beispielsweise in einer CNC-Bearbeitungsstation mittels eines
diamantbestückten Schaftfräsers mit einem Fräskopfdurchmesser von ungefähr 18 mm erzeugt.
[0095] In einem in Fig. 8 dargestellten weiteren Verfahrensschritt wird Material von der
Oberseite des mittigen Stützelements 118 abgetragen, bis die Oberseite 120 des mittigen
Stützelements 118 im wesentlichen denselben vertikalen Abstand d' von der Oberseite
126 des Randstützelements 124 aufweist wie der abgesenkte Bereich 104 vom Randbereich
106 der Auflage 102.
[0096] Das überschüssige Material kann von der Oberseite des mittigen Stützelements 118
beispielsweise durch Fräsen in einer CNC-Bearbeitungsstation entfernt werden.
[0097] Für diesen Fräsvorgang kann derselbe Fräser wie für die Herstellung des Spaltes 142
verwendet werden.
[0098] Um den Fräsvorgang abzukürzen, kann jedoch auch ein Fräskopf mit einem größeren Durchmesser
von beispielsweise ungefähr 20 mm bis ungefähr 25 mm verwendet werden.
[0099] In einem in Fig. 9 dargestellten weiteren Verfahrensschritt wird die durch Prägen
oder Tiefziehen aus einem Edelstahlblech hergestellte Auflage 102 von oben auf die
durch das mittige Stützelement 118 und das Randstützelement 124 gebildete Stützstruktur
116 aufgesetzt und mit derselben verklebt.
[0100] Hierfür kann beispielsweise ein lösemittelhaltiger Klebstoff auf Polychloroprenbasis
verwendet werden, wie er unter der Bezeichnung "technicoll® 8061" von der Firma H.B.
Fuller Austria Ges.m.b.H., Kaplanstrasse 30 in A-4600 Wels, Österreich, vertrieben
wird.
[0101] Nach dem Aushärten des Klebstoffes werden die Außenränder der Auflage 102 mit der
Anfasung 114 versehen (Fig. 2).
[0102] Das Anfasen kann in einer CNC-Bearbeitungsstation mittels eines hartmetallbestückten
45°-Fräsers mit Anlaufring erfolgen.
[0103] Damit ist die Herstellung der Arbeitsplatte 100 abgeschlossen.
[0104] Die Abdeckung 138 weist eine gewisse Flexibilität auf, so daß eine Abweichung des
Höhenunterschieds d' des mittigen Stützelements 118 und des Randstützelements 124
einerseits von dem Höhenunterschied d zwischen dem abgesenkten Bereich 104 und dem
Randbereich 106 der Auflage 102 andererseits durch eine Verformung der Abdeckung 138
im Bereich des Spaltes 142 ausgeglichen werden kann.
[0105] Auf diese Weise können bei der erfindungsgemäßen Arbeitsplatte 100 Toleranzen bei
der Herstellung der Auflage 102 ausgeglichen werden.
[0106] Ohne einen solchen Toleranzausgleich bestünde die Gefahr, daß die Arbeitsplatte beim
Verpressen der Stützstruktur 116 mit der Auflage 102 beschädigt werden könnte.
[0107] Eine in den Fig. 10 und 11 dargestellte zweite Ausführungsform einer Arbeitsplatte
100 unterscheidet sich von der vorstehend beschriebenen Ausführungsform dadurch, daß
das mittige Stützelement 118 und das Randstützelement 124 nicht aus einer Flachpreß-Spanplatte,
sondern aus einer Multiplexplatte gebildet sind.
[0108] Ferner erstreckt sich bei dieser zweiten Ausführungsform das Randstützelement 124
bis zum äußersten Rand der Auflage 102 bzw. der Abdeckung 138, so daß die Außenseiten
134 des Randstützelements 124 die Außenseiten der Arbeitsplatte 100 bilden und die
bei der ersten Ausführungsform vorgesehenen Lignumanleimer entfallen.
[0109] Im übrigen stimmt die zweite Ausführungsform einer Arbeitsplatte 100 hinsichtlich
Aufbau und Funktion mit der ersten Ausführungsform überein, auf deren vorstehende
Beschreibung insoweit Bezug genommen wird.
[0110] Ein Verfahren zur Herstellung der in Fig. 10 und 11 dargestellten zweiten Ausführungsform
einer Arbeitsplatte 100 wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Fig. 12 bis 17
beschrieben:
Zunächst wird (siehe Fig. 12) ein Stützstruktur-Rohling 148 in Form einer passend
zugeschnittenen Multiplexplatte bereitgestellt, wie sie beispielsweise unter der Bezeichnung
BFU 100 Birke (Baufurnierholz) von der Firma Schaumann Wood in Finnland vertrieben
wird.
[0111] Wie in Fig. 13 dargestellt ist, wird auf die Unterseite des Stützstruktur-Rohlings
148 die Abdeckung 138 aufgeklebt, wobei die Abdeckung 138 in derselben Weise ausgebildet
ist wie bei der ersten Ausführungsform und auch derselbe Kontaktkleber verwendet werden
kann.
[0112] In dem nächsten, in Fig. 14 dargestellten Verfahrensschritt werden die Außenränder
der Abdeckung 138 und die unteren Außenkanten des Stützstruktur-Rohlings 148 mit der
Anfasung 146 versehen.
[0113] Anschließend werden, wie in Fig. 15 dargestellt, durch Einbringen des umlaufenden
Spaltes 142 das mittige Stützelement 118 und das Randstützelement 124 voneinander
getrennt.
[0114] Der Spalt 142 wird durch Fräsen hergestellt und bis zur Oberseite 140 der Abdeckung
138 eingeschnitten, jedoch ohne die Abdeckung 138 zu durchtrennen.
[0115] Durch das Einbringen des Spaltes 142 erhält die Abdeckung 138 im Bereich des Spalts
142 eine gewisse Flexibilität.
[0116] In einem nächsten, in Fig. 16 dargestellten, Verfahrensschritt wird von der Oberseite
120 des mittigen Stützelements 118, beispielsweise durch Fräsen, so viel Material
abgetragen, daß die horizontale Oberseite 120 des mittigen Stützelements 118 den gewünschten
vertikalen Abstand d' von der Oberseite 126 des Randstützelements 124 aufweist.
[0117] In einem darauffolgenden, in Fig. 17 dargestellten, Verfahrensschritt wird die Auflage
102 von oben auf die durch das mittige Stützelement 118 und das Randstützelement 124
gebildete Stützstruktur 116 aufgesetzt und mit derselben verklebt, wobei derselbe
Kleber wie bei der ersten Ausführungsform zum Einsatz kommen kann.
[0118] Durch die Flexibilität der Abdeckung 138 im Bereich des Spalts 142 werden in diesem
Verfahrensschritt Herstellungstoleranzen der Auflage 102 zuverlässig ausgeglichen.
[0119] In einem letzten Verfahrensschritt werden die Außenränder der Auflage 102 mit der
Anfasung 114 versehen, wodurch die Herstellung der zweiten Ausführungsform der Arbeitsplatte
100 abgeschlossen ist (siehe Fig. 11).
1. Arbeitsplatte, umfassend eine Auflage (102), die mindestens zwei Bereiche (104, 106)
umfaßt, die vertikal voneinander beabstandet sind, und eine Stützstruktur (116) zum
Abstützen der Auflage,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Arbeitsplatte (100) eine Abdeckung (138) umfaßt, welche auf der der Auflage (102)
abgewandten Unterseite der Stützstruktur angeordnet ist.
2. Arbeitsplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützstruktur (116) mindestens zwei Stützelemente (118, 124) umfaßt, die durch
einen Spalt (142) voneinander getrennt sind, und daß die Abdeckung (138) den Spalt
(142) zwischen den Stützelementen (118, 124) überdeckt.
3. Arbeitsplatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützelemente (118, 124) unterschiedliche Höhen aufweisen.
4. Arbeitsplatte nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (138) eine Flexibilität aufweist, so daß Toleranzen in der Anordnung
der Unterseiten (130, 132) der Stützelemente (118, 124) ausgeglichen werden können.
5. Arbeitsplatte nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt (142) zwischen den Stützelementen (118, 124) sich von der Auflage (102)
bis zu der Abdeckung (138) erstreckt.
6. Arbeitsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Abdeckung (138) über im wesentlichen die gesamte Unterseite der Stützstruktur
(116) erstreckt.
7. Arbeitsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (138) im wesentlichen flüssigkeitsdicht ausgebildet ist.
8. Arbeitsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (138) eine Schichtstoffplatte umfaßt.
9. Arbeitsplatte nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schichtstoffplatte als eine Hochdruck-Schichtpreßstoffplatte ausgebildet ist.
10. Arbeitsplatte nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schichtstoffplatte eine Papierschicht, vorzugsweise eine mit einem Kunstharz
getränkte Papierschicht, umfaßt.
11. Arbeitsplatte nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schichtstoffplatte eine Kunstharzschicht, vorzugsweise eine melaminharzhaltige
Schicht, umfaßt.
12. Arbeitsplatte nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunstharzschicht auf der der Auflage (102) abgewandten Unterseite der Schichtstoffplatte
angeordnet ist.
13. Arbeitsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (138) mit der Stützstruktur (116) verklebt ist.
14. Arbeitsplatte nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (138) mittels einer, vorzugsweise wäßrigen, Kunstharzdispersion mit
der Stützstruktur (116) verklebt ist.
15. Arbeitsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützstruktur (116) mindestens ein aus einer Spanplatte gebildetes Stützelement
(118, 124) umfaßt.
16. Arbeitsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützstruktur (116) mindestens ein aus einer Multiplexplatte gebildetes Stützelement
(118, 124) umfaßt.
17. Arbeitsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage (102) eine metallische Platte, insbesondere eine Edelstahlplatte, umfaßt.
18. Arbeitsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützstruktur (116) mit der Auflage (102) verklebt ist.
19. Arbeitsplatte nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützstruktur (116) mit der Auflage (102) mittels eines Klebstoffes auf Polychloroprenbasis
verklebt ist.
20. Arbeitsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der vertikale Abstand (d) zwischen den beiden Bereichen (104, 106) der Auflage (102)
zwischen ungefähr 2 mm und ungefähr 30 mm liegt.
21. Verfahren zum Herstellen einer Arbeitsplatte (100), umfassend die folgenden Verfahrensschritte:
- Verbinden einer Abdeckung (138) mit einem Stützstruktur-Rohling (148);
- Bildung eines Spalts (142) in dem Stützstruktur-Rohling (148), durch den mindestens
zwei Stützelemente (118, 124) voneinander getrennt werden;
- Verbinden einer Auflage (102) mit der aus den Stützelementen (118, 124) gebildeten
Stützstruktur.
22. Verfahren nach Anspruch 21, bei dem Material von mindestens einem der Stützelemente
(118) entfernt wird.
23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß das Material von dem mindestens einen der Stützelemente (118) durch Fräsen entfernt
wird.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt (142) in dem Stützstruktur-Rohling (148) durch Fräsen gebildet wird.
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (138) mit dem Stützstruktur-Rohling (148) verbunden wird, bevor der
Spalt (142) in dem Stützstruktur-Rohling (148) gebildet wird.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt (142) in dem Stützstruktur-Rohling (148) so ausgebildet wird, daß er die
Abdeckung (138) erreicht, ohne die Abdeckung (138) zu durchtrennen.
27. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (138) mit dem Stützstruktur-Rohling (148) verklebt wird.
28. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (138) mittels einer, vorzugsweise wäßrigen, Kunstharzdispersion mit
dem Stützstruktur-Rohling (148) verklebt wird.
29. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützstruktur (116) mit der Auflage (102) verklebt wird.
30. Verfahren nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützstruktur (116) mit der Auflage (102) mittels eines Klebstoffes auf Polychloroprenbasis
verklebt wird.