[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Betätigen einer nach oben schwenkbaren
Heckklappe an Kraftfahrzeugen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Insbesondere an Kombi- / Schrägheckfahrzeugen sind seit langem Mittel zum offen halten
bzw. selbsttätigen Öffnen von Heckklappen bekannt, deren Scharniere im Bereich des
Fahrzeugdaches an tragenden Bauteilen, wie dem hinteren Dachquerträger, befestigt
sind.
[0003] Mit der
DE 29 46 259 A1 wird beispielsweise eine sogenannte Gasdruckfeder, hier als Gasfeder bezeichnet,
offenbart, die sich an der Karosserie und der Heckklappe abstützt und im Wesentlichen
dem Gewichtsausgleich derselben im geöffneten Zustand dient.
[0004] Um das Öffnen von großen Heckklappen komfortabler zu gestalten, sind des Weiteren
selbsttätig öffnende und schließende Heckklappen bekannt, wobei sowohl elektromotorische
als auch hydraulische oder pneumatische Mechanismen vorgeschlagen werden.
[0005] Durch die
DE 37 44 083 C2 ist eine elektromotorische Öffnungs- und Schließvorrichtung an einer Heckklappe bekannt,
die ihrerseits sich aus einem an der Innenseite des Daches und neben der Gelenkachse
der Heckklappe angeordneten Antrieb in Form eines Elektromotors besteht, der seinerseits
mittels einer Seilrolle, zwei über dieselbe in geschlossener Schleife geführte Seilzüge
antreibt, die ihrerseits je ein seitlich der Heckklappe in einer Führungsbahn der
Karosserie verschiebbar geführtes Gleitstück betätigen, welches jeweils über eine
gelenkig gelagerte Betätigungsstange mit der Heckklappe verbunden ist. Diese nicht
mehr zeitgemäße Lösung wird aufgrund der erforderlichen Umlenkungen für die Seilzüge
sowie der Führungselemente als äußerst kompliziert und störanfällig eingeschätzt,
woraus wiederum ein hoher Fertigungs- und Wartungsaufwand resultiert.
[0006] Auch durch die
DE 196 15 021 A1 wird eine elektromotorische Öffnungs- und Schließvorrichtung an einer Heckklappe
mittels Seilzug offenbart, wobei als Antrieb der Scheibenwischermotor der Heckklappe
vorgeschlagen wird. Gleichfalls werden durch diese Druckschrift Hydraulik- oder Pneumatikantriebe
vorgeschlagen, wobei vorliegend beidseitig der Heckklappe Hydraulikzylinder angelenkt
sind, die sich jeweils mittels einer Kolbenstange an der Karosserie abstützen. Die
Hydraulikzylinder selbst sind mit einem vom Scheibenwischermotor betriebenen Hydraulikmotor
verbunden. Aufgrund der Tatsache, daß ein Großteil der erforderlichen Aggregate an
der Heckklappe selbst angeordnet sind, baut diese äußerst schwer. Weiterhin ist als
nachteilig einzuschätzen, daß infolge der Anordnung von zwei getrennt voneinander
wirkenden Hydraulikzylindern eine gleichmäßige Krafteinwirkung auf die Heckklappe
nicht immer gewährleistet ist und damit ein nachteiliges Verwinden derselben nicht
ausgeschlossen werden kann, woraus in der Praxis wiederum erhebliche Verstärkungsmaßnahmen
an der Heckklappe resultieren.
[0007] In Verbesserung vorstehender Lösung wurden gemäß der
US 6,115,965 wesentliche Aggregateteile der Hydraulikanlage in den Kofferraum des Kraftfahrzeugs
verlegt. Als nachteilig ist jedoch auch hier die störende Anordnung der Hydraulikzylinder
seitlich der Heckklappe einzuschätzen.
[0008] Die
EP 0 959 212 A1 zeigt fernerhin eine Betätigungsanordnung für bewegliche Teile an Fahrzeugen, wie
Heckdeckel, wobei die Antriebseinrichtung in Form eines Hydraulikzylinders zum Öffnen
und Schließen des Heckdeckels innerhalb einer Längsebene der Kraftfahrzeugkarosserie
angeordnet ist und an einem Scharnier des Heckdeckels angreift. Auch hier sind bei
einseitiger Kraftaufbringung Verwindungen des Heckdeckels nicht auszuschließen. Des
Weiteren sind durch die Anordnung des Hydraulikzylinders beispielsweise im Kofferraum
Verluste an Stauraum zu verzeichnen.
[0009] Die
US 2001/047625 A1 beschreibt eine Vorrichtung der gattungsgemäßen Art mit einem Linearantrieb, der
seinerseits eine elektro-mechanisch betrieben Zahnstange aufweist. Weiterhin ist es
aus der
US 4 416 094 A an sich bekannt, ein nach oben schwenkbares Fenster mittels eines achsparallel zu
dem oberen Querholm des Fensters angeordneten Linearantriebs, der seinerseits eine
vorgespannten Schraubenfeder umfaßt, zu verschwenken. Schließlich ist aus der
EP 1 154 113 A2 ein Schwenkantrieb in Form eines Linearantriebs für eine Heckklappe eines Kraftfahrzeugs
bekannt, welcher im Dachbereich nahe der D-Säule der Fahrzeugkarosserie und parallel
zur Fahrzeuglängsachse angeordnet ist.
[0010] Aufgabe der vorliegender Erfindung ist es, die Nachteile des geschilderten Standes
der Technik zu vermeiden und demgemäß in Verbesserung desselben eine einfache und
kostengünstige Vorrichtung der eingangs genannten Gattung zu schaffen, die zum einen
Verluste an Stauraum und eine Behinderung der freien Durchsicht weitestgehend ausschließt
respektive auf störende Aggregate bzw. Bauteile im Bereich der Heckklappe verzichtet,
zum anderen eine vorteilhaftere Kraftaufbringung auf die Klappenstruktur erzielt und
demgemäß nachteilige Effekte, wie Verwindungen derselben vermeidet.
[0011] Ausgehend von einer Vorrichtung zum Betätigen einer nach oben schwenkbaren Heckklappe
an Kraftfahrzeugen, wobei die Hecklappe mittels Scharnieren an der Kraftfahrzeugkarosserie
gelagert ist, wird die gestellte Aufgabe dadurch gelöst, daß die Vorrichtung zumindest
einen Linearantrieb umfaßt, der seinerseits in γ-Richtung (Fahrzeugquerrichtung) an
einem zu den Scharnieren oder dem oberen Querholm der Heckklappe benachbarten Abschnitt
der Kraftfahrzeugkarosserie angeordnet ist, wobei der Linearantrieb mittels zweier
an der Kraftfahrzeugkarosserie angeordneter Kraftumlenkelemente mit der Heckklappe
und/oder den Scharnieren, eine Schwenkbewegung der Heckklappe realisierend oder unterstützend,
in Wirkverbindung steht, und wobei die Kraftumlenkung vom Linearantrieb auf die Heckklappe
nach einem Schieberprinzip realisiert ist. Der Linearantrieb kann als aktiv oder passiv
wirkender Linearantrieb ausgebildet sein.
[0012] In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß der Linearantrieb und die
Kraftumlenkelemente an wenigstens zwei voneinander beabstandeten Angriffspunkten auf
die Heckklappe und/oder deren Scharniere einwirken, indem der Linearantrieb stirnseitig
an den beiden Kraftumlenkelementen aufgehängt ist.
[0013] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann einem aktiv wirkenden
Linearantrieb wenigstens ein weiterer, jedoch passiv wirkender Linearantrieb in Form
einer Gasdruckfeder zugeordnet sein. Schließlich wird es als zweckmäßig erachtet,
daß der weitere passiv wirkende Linearantrieb in Form der Gasdruckfeder ebenfalls
in Y-Richtung (Fahrzeugquerrichtung) angeordnet ist und über die Kraftumlenkelemente
des aktiv wirkenden Linearantriebs oder über eigene Kraftumlenkelemente mit der Heckklappe
und/oder deren Scharnieren in Wirkverbindung steht.
[0014] Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den Zeichnungen schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- die Heckansicht eines mit einer nach oben schwenkbaren Heckklappe versehenen Kombifahrzeuges
mit einer herkömmlichen Anordnung einer Vorrichtung zum Betätigen der Heckklappe,
- Figur 2
- die Heckansicht des Kombifahrzeuges nach Fig. 1 mit der schematischen Ansicht der
Vorrichtung zum Betätigen der Heckklappe in einer ersten Ausführungsform,
- Figur 3
- den Schnitt I-I nach Fig. 2,
- Figur 4
- die Einzelheit "Y" nach Fig. 3 mit der schematischen Ansicht eines geeigneten Kraftumlenkelementes,
- Figur 5
- die Vorrichtung zum Betätigen der Heckklappe in einer weiteren Ausführungsform,
- Figur 6
- die Einzelheit "Z" nach Fig. 5,
- Figur 7
- die schematische Darstellung einer weitere Ausführungsform eines Kraftumlenkelementes,
- Figur 8
- den Schnitt II-II nach Fig. 7.
[0015] Fig. 1 zeigt schematisch die Heckansicht eines Kraftfahrzeugs, vorliegend eines Kombifahrzeuges
mit einer nach oben geschwenkten Heckklappe 1, welche ihrerseits in an sich bekannter
Weise mittels oben liegender Scharniere 2 an der Kraftfahrzeugkarosserie 3 angebunden
und mittels einer Vorrichtung zum Betätigen der Heckklappe 1 in Form eines Linearantriebs
4 in Offen-Stellung gehalten ist. Der Linearantrieb 4 erstreckt sich vorliegend einseitig
zwischen der Kraftfahrzeugkarosserie 3 und der Heckklappe 1 und ist an diesen angelenkt.
[0016] Als Linearantriebe 4 haben sich sowohl aktiv wirkende als auch passiv wirkende Linearantriebe
4a; 4b bewährt, wobei aktiv wirkende Linearantriebe 4a hydraulisch, pneumatisch oder
elektrisch (elektromotorisch) betrieben sein können. Hydraulisch und pneumatisch betriebene
Linearantriebe 4a sind üblicherweise als sogenannte Kolben-Zylinder-Einheiten ausgebildet.
Elektrisch betriebene Linearantriebe 4a können dagegen eine in einer angetriebenen
Gewindemutter geführte Gewindestange aufweisen, die ihrerseits durch Drehung der Gewindemutter
axial bewegt wird, ebenso ist auch eine mit einem Ritzel in Wirkverbindung stehende
Zahnstange denkbar (nicht näher dargestellt). Mittels aktiv wirkender Linearantriebe
4a wird eine Heckklappe 1 beispielsweise nach Betätigung eines Schalters zunächst
entriegelt sowie nachfolgend durch Aktivierung des Linearantriebs 4a in eine Offen-Stellung
bewegt und abschließend nach nochmaliger Betätigung eines Schalters in die Ausgangsstellung
(Geschlossen-Stellung) zurück bewegt und wieder verriegelt.
[0017] Passiv wirkende Linearantriebe 4b sind für vorliegenden Anwendungsfall vorzugsweise
als an sich bekannte Gasdruckfedern ausgebildet, die ihrerseits aus einer in einem
Zylinder geführten Kolbenstange bestehen und im Wesentlichen die Schwenkbewegung der
Heckklappe 1 unterstützen bzw. als Gewichtsausgleich fungieren und eine bereits manuell
geöffnete Heckklappe 1 in einer Offen-Stellung halten.
[0018] Wie bereits oben in den Ausführungen zum Stand der Technik näher dargelegt, ist bei
einseitiger Anordnung der Linearantriebe 4a; 4b ein Verwinden der Heckklappe 1 nicht
auszuschließen. Unabhängig davon, daß dieser Mißstand durch beidseitige Anordnung
von Linearantrieben 4a; 4b sicherlich leicht zu beheben ist, ist insbesondere bei
aktiv wirkenden Linearantrieben 4a ein erheblicher technischer Aufwand für die Synchronisation
derselben erforderlich. Auch bei Verwendung von zwei beidseitig der Heckklappe 1 angeordneten
passiv wirkenden Linearantrieben 4b ist eine hohe Abstimmung derselben zueinander
angezeigt. Schließlich wirkt sich diese bekannte Anordnung störend beim Be- bzw. Entladen
des Kraftfahrzeuges aus.
[0019] Die Fig. 2 zeigt demgegenüber schematisch die erfindungsgemäße Anordnung eines einzigen
Linearantriebs 4, vorliegend eines aktiv wirkenden und hydraulisch betriebenen Linearantriebs
4a, wobei die Medienleitungen 5 für den Linearantrieb 4a lediglich angedeutet und
bevorzugt verdeckt in Hohlräumen der Kraftfahrzeugkarosserie 3 verlegt sind.
[0020] Danach ist dieser Linearantrieb 4a quer zur Fahrzeuglängsachse, demgemäß in Y-Richtung
der Kraftfahrzeugkarosserie 3 an einem zu den Scharnieren 2 und/oder dem oberen Querholm
6 der Heckklappe 1 benachbarten Abschnitt der Kraftfahrzeugkarosserie 3 angeordnet.
[0021] Variante 1, welche nicht vom Gegenstand der Erfindung erfasst ist:
Wie in den Fig. 3 und 4 näher gezeigt, steht der Linearantrieb 4a mittels an der Kraftfahrzeugkarosserie
3 angeordneter Kraftumlenkelemente 7 in Form zweier an sich bekannter Hebelsysteme
mit der nicht näher dargestellten Heckklappe 1 respektive den Scharnieren 2 in Wirkverbindung.
Vorliegend bestehen die Kraftumlenkelemente 7 jeweils aus einem an der Kraftfahrzeugkarosserie
3 schwenkbeweglich angeordneten Schwenkhebel 7a, der einerends mit dem Linearantrieb
4a und anderenends über eine schwenkbeweglich gelagerte Kugelkopfaufnahme 7b mit einer
Hebelanbindung 7c des Scharniers 2 verbunden ist. Durch eine axiale Bewegung des Linearantriebs
4a kann somit ein Moment auf die Scharniere 2 aufgebracht und demgemäß eine Schwenkbewegung
der Heckklappe 1 realisiert werden.
[0022] Variante 2, welche vom Gegenstand der Erfindung erfasst ist:
Demgegenüber ist in den Fig. 7 und 8 eine weitere Ausführung einer geeigneten Kraftumlenkung
vom Linearantrieb 4a; 4b auf die Scharniere 2 respektive die nicht näher dargestellte
Heckklappe 1 gezeigt. Diese ist nach einem sogenannten Schieberprinzip realisiert,
wobei zwei keilförmig ausgebildete und aufeinander gleitende Schieberelemente 12;
13 in Seitenführungen 14 und fernerhin zueinander nach Art einer Schwalbenschwanzführung
15 geführt sind. Vorliegend ist das Schieberelement 12 mit dem Linearantrieb 4a; 4b
und das Schieberelement 13 mit einem Scharnier 2 verbunden.
[0023] In der bevorzugten Ausführungsform sind die Kraftumlenkelemente 7 im Bereich des
Himmels 8 der Fahrzeugkarosserie 3 am hinteren Dachquerträger 9 in unmittelbarer Nähe
der Scharniere 2 angeordnet (Fig. 3).
[0024] Für den Fachmann ist sicherlich leicht nachvollziehbar, daß vorteilhafter Weise der
Linearantrieb 4a und die Kraftumlenkelemente 7 so ausgebildet sein sollten, daß dieselben
an zwei voneinander beabstandeten Angriffspunkten sowie synchron und mit gleicher
Kraft auf die Heckklappe 1 und/oder deren Scharniere 2 einwirken und die Angriffspunkte
derart zu wählen sind, daß die einwirkende Kraft weitestgehend gleichmäßig auf die
Klappenstruktur verteilt und ein Verwinden der Heckklappe 1 vermieden wird.
[0025] Zum einen wird dieses Erfordernis schon, wie in Fig. 3 gezeigt, dadurch erfüllt,
daß die Angriffspunkte sich im Bereich der nahezu symmetrisch zur Fahrzeuglängsachse
und möglichst weit voneinander angeordneten Scharniere 2 befinden, zum anderen in
besonders vorteilhafter Weise der Linearantrieb 4a stirnseitig an den beiden Kraftumlenkelementen
7 respektive deren Schwenkhebel 7a aufgehängt ist. Durch diese Maßnahme wird die aufgebrachte
Kraft exakt gleichmäßig auf die Scharniere 2 und demgemäß auch auf die Klappenstruktur
aufgeteilt.
[0026] Wie bereits oben dargetan, können die aktiven Linearantriebe 4a Kraftübertragungsmittel
10 in Form entweder einer Kolbenstange oder einer Zahn- oder Gewindestange aufweisen.
Es versteht sich somit von selbst, daß der Linearantrieb 4a zum einen mit dem Kraftübertragungsmittel
10 und zum anderen mit dem Gehäuse, welches beispielsweise der Zylinder 11 einer Kolben-Zylinder-Einheit
sein kann, am jeweils zugeordneten Kraftumlenkelement 7 angebunden ist. Ebenso ist
es denkbar, an sich bekannte doppelt wirksame Linearantriebe 4a zu verwenden, die
ihrerseits jeweils über zwei Kraftübertragungsmittel 10 verfügen, die in entgegengesetzter
Richtung axial bewegt werden und mit ihrem freien Ende mit dem zugeordneten Kraftumlenkelement
7 verbunden sind (nicht näher dargestellt).
[0027] Das Ausführungsbeispiel gem den Fig. 5 und 6 unterscheidet sich zum Ausführungsbeispiel
nach Fig. 3 und 4 lediglich dadurch, daß statt eines aktiv wirkenden Linearantriebs
4a ein ebenfalls quer zur Fahrzeuglängsachse angeordneter, jedoch passiv wirkender
Linearantrieb 4b Verwendung findet, der seinerseits als Gasdruckfeder ausgebildet
ist und bei manuellem Öffnen der Heckklappe 1 als Gewichtsausgleich fungiert.
[0028] Als ebenfalls denkbar wird angesehen und durch die Erfindung mit erfaßt, einem aktiv
wirkenden Linearantrieb 4a wenigstens einen weiteren passiv wirkenden Linearantrieb
4b zuzuordnen (nicht näher dargestellt). Dieses macht insbesondere dann Sinn, wenn
bei Verwendung eines hydraulisch betriebenen Linearantriebs 4a derselbe bei geöffneter
Heckklappe 1 drucklos geschaltet wird und somit der passiv wirkende Linearantrieb
4b in Form der Gasdruckfeder die Offen-Stellung der Heckklappe 1 gewährleistet.
[0029] Darüber hinaus wird bei einem Systemausfall des gewählten aktiven Systems eine weitere
Betätigung mittels des passiv wirkenden Linearantriebs 4b gewährleistet.
[0030] Hierbei ist in einer bevorzugten Anordnung der weitere passiv wirkende Linearantrieb
4b ähnlich dem aktiv wirkenden Linearantrieb 4a quer zur Fahrzeuglängsachse (Y-Richtung)
und nahezu parallel zum demselben angeordnet und steht über die Kraftumlenkelemente
7 des aktiv wirkenden Linearantriebs 4a oder über eigene Kraftumlenkelemente 7 mit
der Heckklappe 1 und/oder deren Scharnieren 2 in Wirkverbindung. Selbstverständlich
ist auch eine herkömmliche Anordnung des passiv wirkenden Linearantriebs 4b seitlich
der Heckklappe 1 unter Inkaufnahme der daraus resultierenden bereits oben beschriebenen
Nachteile denkbar und durch die Erfindung ebenfalls mit erfaßt.
1. Vorrichtung zum Betätigen einer nach oben schwenkbaren Heckklappe (1) an Kraftfahrzeugen,
wobei die Hecklappe (1) mittels Scharnieren (2) an der Kraftfahrzeugkarosserie (3)
gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorrichtung zumindest einen Linearantrieb (4) umfaßt, der seinerseits in Fahrzeugquerrichtung
(y) an einem zu den Scharnieren (2) oder dem oberen Querholm (6) der Heckklappe (1)
benachbarten Abschnitt der Kraftfahrzeugkarosserie (3) angeordnet ist, wobei der Linearantrieb
(4) mittels zweier an der Kraftfahrzeugkarosserie (3) angeordneter Kraftumlenkelemente
(7) mit der Heckklappe (1) und/oder den Scharnieren (2), eine Schwenkbewegung der
Heckklappe (1) realisierend oder unterstützend, in Wirkverbindung steht, und wobei
die Kraftumlenkung vom Linearantrieb (4) auf die Heckklappe (1) nach einem Schieberprinzip
realisiert ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Linearantrieb (4) als aktiv oder passiv wirkender Linearantrieb (4a; 4b) ausgebildet
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Linearantrieb (4; 4a, 4b) und die Kraftumlenkelemente (7) an wenigstens zwei
voneinander beabstandeten Angriffspunkten auf die Heckklappe (1) und/oder deren Scharniere
(2) einwirken, indem der Linearantrieb (4; 4a, 4b) stirnseitig an den beiden Kraftumlenkelementen
(7) aufgehängt ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß einem. aktiv wirkenden Linearantrieb (4a) wenigstens ein weiterer, jedoch passiv
wirkender Linearantrieb (4b) in Form einer Gasdruckfeder zugeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der weitere passiv wirkende Linearantrieb (4b) in Form der Gasdruckfeder ebenfalls
in Fahrzeugquerrichtung (y) angeordnet ist und über die Kraftumlenkelemente (7) des
aktiv wirkenden Linearantriebs (4a) oder über eigene Kraftumlenkelemente (7) mit der
Heckklappe (1) und/oder deren Scharniere (2) in Wirkverbindung steht.
1. Apparatus for actuating a tailgate (1) which can be pivoted upwards on motor vehicles,
the tailgate (1) being mounted on the motor-vehicle body (3) by means of hinges (2),
characterized in that the apparatus comprises at least one linear drive (4) which for its part is arranged,
in the vehicle transverse direction (y), on a section of the motor-vehicle body (3),
which section is adjacent to the hinges (2) or the upper transverse strut (6) of the
tailgate (1), the linear drive (4) being operatively connected to the tailgate (1)
and/or the hinges (2), in a manner which realizes or assists a pivoting movement of
the tailgate (1), by means of two force deflection elements (7) which are arranged
on the motor-vehicle body (3), and the force deflection from the linear drive (4)
to the tailgate (1) being realized according to a slide principle.
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the linear drive (4) is configured as an actively or passively acting linear drive
(4a, 4b).
3. Apparatus according to Claim 1 or 2, characterized in that the linear drive (4; 4a, 4b) and the force deflection elements (7) act on the tailgate
(1) and/or its hinges (2) at at least two action points which are spaced apart from
one another, by the linear drive (4; 4a, 4b) being suspended on the two force deflection
elements (7) on the end side.
4. Apparatus according to one of Claims 1 to 3, characterized in that an actively acting linear drive (4a) is assigned at least one further, but passively
acting linear drive (4b) in the form of a gas-pressure spring.
5. Apparatus according to Claim 4, characterized in that the further passively acting linear drive (4b) in the form of the gas-pressure spring
is likewise arranged in the vehicle transverse direction (y) and is operatively connected
to the tailgate (1) and/or its hinges (2) via the force deflection elements (7) of
the actively acting linear drive (4a) or via dedicated force deflection elements (7).
1. Dispositif d'actionnement d'un hayon arrière (1) pivotant vers le haut sur des véhicules
automobiles, le hayon arrière (1) étant supporté au moyen de charnières (2) sur la
carrosserie du véhicule automobile (3),
caractérisé en ce que
le dispositif comprend au moins un entraînement linéaire (4), qui est pour sa part
disposé dans la direction transversale du véhicule (y) sur une portion de la carrosserie
du véhicule automobile (3) adjacente aux charnières (2) ou à la traverse supérieure
(6) du hayon arrière (1), l'entraînement linéaire (4) étant en liaison fonctionnelle,
au moyen de deux éléments de déflexion de force (7) disposés sur la carrosserie du
véhicule automobile (3), avec le hayon arrière (1) et/ou les charnières (2), en réalisant
un mouvement de pivotement du hayon arrière (1) ou en le favorisant, et la déflexion
de force de l'entraînement linéaire (4) au hayon arrière (1) étant réalisée selon
un principe de coulissement.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'entraînement linéaire (4) est réalisé sous forme d'entraînement linéaire actif
ou passif (4a, 4b).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'entraînement linéaire (4 ; 4a, 4b) et les éléments de déflexion de force (7) agissent
au niveau d'au moins deux points d'application espacés l'un de l'autre sur le hayon
arrière (1) et/ou ses charnières (2), en ce que l'entraînement linéaire (4 ; 4a, 4b) est suspendu du côté frontal aux deux éléments
de déflexion de force (7).
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on associe à un entraînement linéaire actif (4a) au moins un entraînement linéaire
supplémentaire, mais passif (4b), sous forme d'un ressort de compression à gaz.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'entraînement linéaire supplémentaire passif (4b) est disposé sous forme de ressort
de compression à gaz dans la direction transversale du véhicule (y), et est en liaison
fonctionnelle, par le biais des éléments de déflexion de force (7) de l'entraînement
linéaire actif (4a) ou par le biais d'éléments de déflexion de force propres (7),
avec le hayon arrière (1) et/ou ses charnières (2).