| (19) |
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(11) |
EP 1 420 926 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.07.2006 Patentblatt 2006/27 |
| (22) |
Anmeldetag: 09.08.2002 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2002/008899 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/016010 (27.02.2003 Gazette 2003/09) |
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| (54) |
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM HERSTELLEN VON GIPSKARTONPLATTEN
METHOD AND DEVICE FOR PRODUCING GYPSUM PLASTERBOARDS
PROCEDE ET DISPOSITIF DE FABRICATION DE PLAQUES DE PLACOPLATRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR |
| (30) |
Priorität: |
17.08.2001 DE 10139420
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.05.2004 Patentblatt 2004/22 |
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Patentinhaber: Grenzebach BSH GmbH |
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36251 Bad Hersfeld (DE) |
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Erfinder: |
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- SMOLENSKI, Hans-Joachim
02953 Bad Muskau (DE)
- ALBERT, Sabine
36251 Bad Hersfeld (DE)
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Vertreter: Frese-Göddeke, Beate |
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Patentanwältin
Hüttenallee 237b 47800 Krefeld 47800 Krefeld (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-02/24424 US-A- 2 940 505 US-B1- 6 190 476
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WO-A-95/32084 US-A- 3 260 635
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Gipskartonplatten gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 7.
[0002] Für viele Verwendungen von Gipskartonplatten ist es wünschenswert, möglichst leichtgewichtige
Platten einzusetzen. Hierfür hat zumindest ein Teil des Gipses einen Anteil an Poren,
der maßgeblich das Plattengewicht beeinflußt. Die Porigkeit hat jedoch an der Grenzfläche
zwischen Gips und Karton den wesentlichen Nachteil, daß sich der Verbund zwischen
Gips und Karton und somit die Stabilität der gesamten Gipskartonplatte wesentlich
verschlechtert.
[0003] Aus der WO 95/32084 A1 ist ein Verfahren zum Herstellen von Gipskartonplatten bekannt,
bei dem der Verbund zwischen Gips und Karton verbessert werden soll. Auf eine untere
Kartonbahn werden eine erste Schicht und zwei Randstreifen aus Gips mit relativ hoher
Dichte sowie anschließend auf die erste Schicht und zwischen den Randstreifen eine
zweite Schicht aus Gips mit relativ geringer Dichte aufgetragen. Die so gebildete
Oberfläche wird geglättet und mit einer oberen Kartonbahn abgedeckt. Die weitere Behandlung
erfolgt wie üblich durch Abwarten der Abbindezeit und anschließendes Schneiden und
Trocknen der Platten.
[0004] Die US 2,940,505 beschreibt ein Verfahren, bei dem die Kartonbahnen jeweils einseitig
mit dünnflüssigem nicht abgebundem Gips imprägniert werden und anschließend die Platte
auf bekannte Weise hergestellt wird.
[0005] Der Anmelderin ist es ebenfalls bekannt, für die Herstellung von Gipskartonplatten
chemisch imprägnierten Karton zu verwenden, wobei die Imprägnierung die Poren im nicht
abgebundenen Gipsbrei in der Grenzschicht zum Karton zerstören soll.
[0006] Die bekannten Verfahren und Vorrichtungen haben den Nachteil, daß sie sehr aufwendig
und damit mit hohen Kosten verbunden sind sowie nur unbefriedigenden Verbund zwischen
Gips und Karton erzielen.
[0007] Die DE-AS 1 584 781 betrifft ein Verfahren zum Herstellen von einseitig mit Rippen
versehenen Gipskartonplatten, bei dem auf ein unteres, ebenes Kartonband Gipsbrei
aufgetragen wird. Der Gipsbrei wird mit einem Formwerkzeug entsprechend den Rippen
geformt und mit einem oberen rippenbildenden Kartonband bedeckt. Damit der Gipsbrei
in die rippenbildenden Auffaltungen des oberen Kartonbands eindringt, werden diese
mit von aussen wirkendem Unterdruck unterstützt. Die so gebildete Karton- Gipsbrei-
Karton- Anordnung wird bis zum Erstarren des Gipsbreis geführt und gehalten und dann
in Platten geschnitten. Das Verfahren betrifft nicht die Herstellung von Gipsplatten
mit einem hohen Porenanteil im Gips. Der Unterdruck wird nur im Bereich der Rippen
aufgebracht und wirkt somit über nur einen kleinen Teil der Breite der Anordnung.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung von Gipskartonplatten
zu schaffen, das auf einfache Art einen sicheren Verbund zwischen Gips und Karton
gewährleistet, das in der unmittelbarer Nähe zum Karton einen Gips mit relativ hoher
Dichte erzeugt, während der restliche Gips eine möglichst niedrige Dichte aufweist,
so daß leichtgewichtige Platten mit hoher Stabilität erzeugt werden.
[0009] Eine weitere Aufgabe besteht in der Schaffung einer Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens.
[0010] Die erste Aufgabe ist durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0011] Dadurch, daß nach dem Auftragen des Gipses und vor seinem Abbinden mindestens eine
der Kartonbahnen an der dem Gips abgewandten Seite mit Unterdruck beaufschlagt wird,
werden einerseits im Bereich des Kartons die Gasblasen im Gipsbrei zerstört. Hierdurch
wird die Kontaktfläche zwischen Karton und Gips vergrößert und so der Verbund verbessert.
Weiterhin wird die Dichte des Gipses zu den Querschnittsrändern der Gipskartonplatte
hin erhöht, so daß die fertige Platte eine insgesamt größere Stabilität aufweist.
[0012] Andererseits wird aus dem Gipsbrei Wasser, das mit gelöstem Gips übersättigt ist,
in den Karton gesaugt. Dieser gelöste Gips krisallisiert beim Abbinden und Trocknen
aus und führt zu einer Vernadelung zwischen Gips und Karton, so daß hier ein inniger
Verbund entsteht, der die erforderliche Biegefestigkeit gewährleistet.
[0013] Durch die beschriebenen Wirkungen der Absaugung wird insgesamt weiter erreicht, daß
Gipsbrei mit hoher Porosität eingesetzt werden kann. Dies bewirkt eine erhebliche
Gewichtseinsparung der fertigen Platte ohne Nachteile bei z.B. Festigkeit und Stabilität,
was unter anderem für die Logistik und Handhabung der Platte mit erheblichen Vorteilen
verbunden ist.
[0014] Die zweite Aufgabe ist durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 5 gelöst.
[0015] Die Vorrichtung erlaubt die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0016] Die Unteransprüche betreffen die vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung.
[0017] Das Einsetzen des Unterdrucks im Bereich der Formstation nach Anspruch 2 hat die
größtmögliche Effektivität, weil so noch viel freies Wasser vorhanden ist.
[0018] Das Auswählen der Größe des Unterdrucks in Abhängigkeit von seiner Einwirkzeit und
der Porosität des Kartons nach Anspruch 3 bewirkt, daß einerseits genügend Wasser
angesaugt wird, um den gewünschten Effekt zu erreichen, und andererseits ein Kartonriß
durch zu hohe Spannung infolge zu hohen Unterdrucks vermieden wird.
[0019] Durch das Vermischen zu einem Gipsbrei mit hohem Porenanteil nach Anspruch 4 können
Platten mit besonders geringem spezifischen Gewicht hergestellt werden.
[0020] Die Erfindung wird anhand vereinfacht dargestellter Beispiele näher erläutert. Es
zeigen
Figur 1 den Bereich der Formstation einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Herstellen
von Gipskartonplatten mit Saugkästen senkrecht von der Seite,
Figur 2 Mittel zum Absaugen am Beispiel eines Saugkastens als Schema und
Figur 3 den Bereich der Formstation einer anderen erfindungsgemäßen Vorrichtung mit
Saugwalzen senkrecht von der Seite.
[0021] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung besteht im wesentlichen aus zwei Abwickelvorrichtungen,
einer Formstation, Mitteln zum Absaugen mit mindestens einer Absaugvorrichtung, Transportvorrichtungen,
mindestens einer Schneidvorrichtung und einer Trocknungsvorrichtung. Aus Gründen der
Übersichtlichkeit ist in den Figuren 1 und 3 nur der Bereich der Formstation mit jeweils
den Absaugvorrichtungen dargestellt.
[0022] Wie aus Figur 1 ersichtlich ist eine untere Kartonbahn 1 weitestgehend horizontal
in die Formstation 3 und weiter zu den Transportvorrichtungen geführt. Die Formstation
3 besteht im wesentlichen aus einem Maschinengestell mit einer oben und horizontal
angeordneten Platte 4, über die die Kartonbahn 1 geführt ist, mit einem Mischer 5,
mit Mitteln 6 zum Formen einer Gipskartonplattenbahn 7 mit als Saugkästen 8, 9 ausgebildeten
Absaugvorrichtungen der Mittel zum Absaugen. In Transportrichtung 2 (dargestellt durch
Pfeil 2) hinter der Formstation 3 sind die Transportvorrichtungen mit z.B. einem Förderband
10 angeordnet.
[0023] Am Mischer 5, der oberhalb der Platte 4 positioniert ist, sind nicht dargestellte
Zuführungen für Gipspulver, Wasser und Zuschlagstoffe angeordnet. Am unteren Ende
des Mischers 5 an entsprechenden Öffnungen sind auf die Kartonbahn 1 gerichtete Verteilvorrichtungen
11 angeordnet.
[0024] Die Mittel 6 zum Formen weisen zwei nicht dargestellte seitliche Begrenzungsleisten
auf, die in den Bereich der Platte 4 bis zu den Verteilvorrichtungen 11 und voneinander
beabstandet parallel zur Transportrichtung 2 der Kartonbahn 1 verlaufen und die Breite
der Gipskartonplattenbahn 7 bestimmen. Weiterhin weisen die Mittel 6 zum Formen eine
Grundplatte 12, eine Druckplatte 15 und Hydraulikzylinder 16 auf. In der Höhe der
Platte 4 ist die Grundplatte 12, deren in Transportrichtung 2 gesehen vordere Kante
in der oberen Ebene der Platte 4 liegt und die im weiteren Verlauf flach ansteigt
und dann wieder parallel zur Platte 4 verläuft. Eine obere Kartonbahn 13 ist über
Umlenkwalzen 14 so geführt, daß sie ab dem Bereich der vorderen Kante der Grundplatte
12 parallel und beabstandet zur unteren Kartonbahn 1 verläuft. Oberhalb und parallel
zur oberen Kartonbahn 13 ist die Druckplatte 15 angeordnet. Sie ist vertikal über
die Hydraulikzylinder 16 so verschiebbar, daß der Abstand zwischen der Grundplatte
12 und der Druckplatte 15 genau der gewünschten Dicke der Gipskartonplattenbahn 7
entspricht.
[0025] Wie aus Figur 1 weiter ersichtlich ist, sind zwischen den Mitteln 6 zum Formen und
dem Transportband 10 die Saugkästen 8, 9 befestigt. Der untere Saugkasten 9 ist so
angeordnet, daß seine nach oben gerichtete Saugfläche in einer Ebene mit der unteren
Fläche der unteren Kartonbahn 1 liegt. Diese Ebene ist identisch mit der Ebene zwischen
der oberen hinteren Kante der Grundplatte 12 und der oberen Begrenzung des Transportbands
10. Der obere Saugkasten 8 ist so befestigt, daß seine nach unten gerichtete Saugfläche
in einer Ebene mit der unteren Fläche der Druckplatte 15 liegt.
[0026] Die Mittel zum Absaugen sind in Figur 2 dargestellt: Sie umfassen in diesem Beispiel
im wesentlichen den Saugkasten 9, ein Druckhalteventil 17, eine Abscheidevorrichtung
18, ein Sauggebläse 19 sowie verbindende Rohrleitungen und Meßgeräte, wobei diese
Mittel für jede Absaugstelle separat angeordnet sind. Das eine längsseitige Ende des
Saugkastens 9 ist über die Abscheidevorrichtung 18 mit dem Saugventilator 19 verbunden.
Das andere längsseitige Ende ist mit dem Druckhalteventil 17 verbunden.
[0027] Es ist auch möglich, mehrere Saugkästen 8, 9 mit einer Abscheidevorrichtung 18 und
einem Saugventilator 19 zu verbinden.
[0028] Ein anderes Ausführungsbeispiel für den Bereich einer Formstation 3 ist in Figur
3 dargestellt. Es ist weitgehend so aufgebaut wie das Bespiel der Figur 1 und unterscheidet
sich hiervon in den Mitteln 6 zum Formen und in den Mitteln zum Absaugen, wobei die
letzteren mit Saugwalzen 20, 21 ausgeführt sind.
[0029] Die Mittel 6 zum Formen weisen zwei nicht dargestellte seitliche Begrenzungsleisten,
die voneinander beabstandet parallel zur Transportrichtung 2 der Kartonbahn 1 verlaufen
und die Breite der Gipskartonplattenbahn 7 bestimmen, sowie eine obere Saugwalze 21
auf. Die obere Kartonbahn 13 ist über Umlenkwalzen 14 zu der oberen Saugwalze 21 geführt,
die drehbar so gelagert ist, daß ihre Achse horizontal sowie senkrecht zu einer Längsachse
der unteren Kartonbahn 1 ist und daß die untere Begrenzung von der Platte 4 beabstandet
ist. Die Lage der Achse ist vertikal verstellbar. Die obere Kartonbahn 13 ist um die
obere Saugwalze 21 und weiter parallel und beabstandet zu der unteren Kartonbahn 1
geführt.
[0030] Im Bereich der Mittel 6 zum Formen ist eine untere Saugwalze 20 in einer entsprechenden
Aussparung der Platte 4 so drehbar gelagert, daß die obere Begrenzung der unteren
Saugwalze 20 in der oberen Ebene der Platte 4 liegt und daß die Achse senkrecht unter
der in Richtung des Pfeils 2 gesehen vorderen Begrenzung der oberen Saugwalze 21 liegt.
[0031] Im Betrieb wird die untere Kartonbahn 1 in einer Abrollvorrichtung kontinuierlich
von einer Rolle abgezogen und über die Platte 4 durch die Mittel 6 zum Formen auf
das Transportband 10 geführt. In den Mischer 5 werden kontinuierlich über die entsprechenden
Zuführleitungen Gipspulver, Wasser Schaumbildner und gegebenenfalls weitere Zuschlagstoffe
dosiert und zu einem porösen Gipsbrei 22 vermischt. Dieser wird über die Verteileinrichtungen
11 weitgehend gleichmäßig auf der Breite der durchlaufenden unteren Kartonbahn 1 verteilt.
Die seitlichen Begrenzungsleisten verhindern dabei, daß sich der Gipsbrei 22 über
die Ränder der unteren Kartonbahn 1 hinaus ausbreitet. In den Mitteln 6 zum Formen
wird auf bekannte Weise die obere Kartonbahn 13, die von einer zweiten Abrollvorrichtung
zugeführt wird, auf die Oberfläche des noch nicht abgebundenen Gipsbreis 22 gedrückt
und zusammen mit der unteren Kartonbahn 1 und dem Gipsbrei 22 in die endgültige Form
der Gipskartonplattenbahn 7 - Dicke, Breite und gegebenenfalls spezielle Ausformung
des Randbereichs - gebracht. Gleichzeitig werden z.B. die Ränder der unteren Kartonbahn
1, die entsprechend breiter als die obere Kartonbahn 13 ist, nach oben umgeklappt
und mit dieser überlappend verbunden.
[0032] Im Bereich der Mittel 6 zum Formen, wo der Gipsbrei noch nicht abgebunden ist, bringen
die Absaugvorrichtungen wie z.B. die Saugkästen 8, 9 oder die Saugwalzen 20, 21 einen
Unterdruck von z.B. - 0,2 bar (= 0,8 bar(abs)) auf die dem Gipsbrei 22 abgewandten
Seite sowohl der unteren Kartonbahn 1 als auch der oberen Kartonbahn 13 auf. Hierdurch
werden zwei Effekte erreicht: Einerseits werden mit abnehmender Entfernung zu einer
der Kartonbahnen 1, 13 im Gipsbrei die Poren zerstört, so daß die Dichte des Gipsbreis
im Bereich der Kartonbahnen 1, 13 höher ist als im übrigen Bereich. Besonders an den
Grenzflächen zwischen Kartonbahnen 1, 13 werden die Poren fast vollständig zerstört.
Andererseits wird mit gelöstem Gips übersättigtes Wasser in die Kartonbahnen 1, 13
gesaugt.
[0033] So entsteht ein sehr guter Verbund zwischen Gips und Kartonbahn 1, 13, wobei ein
relativ geringes spezifisches Gewicht der fertigen Gipskartonplatte erzielt wird.
Denn in der Mitte der Dicke der Gipskartonplatte weist der Gips eine hohe Porosität
auf, die in Richtung des Kartons hin abnimmt. So konnte z.B. für eine Gipskartonplatte
mit einer Dicke von 12,5 mm das Gewicht auf 7,6 kg/m
2 reduziert werden, während mit den bekannten Verfahren die Untergrenze bei ca. 9 kg/m
2 liegt.
[0034] Der an der Absaugvorrichtung anliegende Unterdruck wird in Abhängigkeit von z.B.
der Kartonqualität und der Produktionsgeschwindigkeit angepaßt.
[0035] Die geformte Gipskartonplattenbahn 7 wird weiter wie bekannt transportiert, wobei
der Gipsbrei abbindet und aushärtet, nach dem Abbinden zu Platten geschnitten und
in der Trockenvorrichtung getrocknet.
1. Verfahren zum Herstellen von Gipskartonplatten mit geringem spezifischen Gewicht,
bei dem eine untere Kartonbahn von einer ersten Rolle und eine obere Kartonbahn von
einer zweiten Rolle kontinuierlich abgewickelt werden,
bei dem in einer Formstation
- die untere Kartonbahn in horizontaler Lage weitergeführt wird,
- Gips mit Wasser und Porenbildner vermischt,
- weitgehend gleichmäßig auf die untere Kartonbahn verteilt,
- mit einer oberen Kartonbahn bedeckt
- und die gebildete Gipskartonplattenbahn geformt wird,
und bei dem die Gipskartonplattenbahn weiter transportiert und nach dem Abbinden des
Gipses zu Platten geschnitten wird, die getrocknet werden,
dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Verteilen des Gipses und vor seinem Abbinden mindestens eine der Kartonbahnen
(1, 13) an ihrer dem Gips abgewandten Seite mit Unterdruck beaufschlagt wird, der
senkrecht zur Transportrichtung (2) in einer Fläche über die gesamte Breite der Kartonbahn
(1, 13) aufgebracht wird.
2. Verfahren zum Herstellen von Gipskartonplatten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterdruck nach dem Formen der Gipskartonplattenbahn (7) aufgebracht wird.
3. Verfahren zum Herstellen von Gipskartonplatten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterdruck vor dem Formen der Gipskartonplattenbahn (7) aufgebracht wird.
4. Verfahren zum Herstellen von Gipskartonplatten nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterdruck während des Formens der Gipskartonplattenbahn (7) aufgebracht wird.
5. Verfahren zum Herstellen von Gipskartonplatten nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe des Unterdrucks in Abhängigkeit von seiner Einwirkzeit und der Porosität
des Kartons gewählt wird.
6. Verfahren zum Herstellen von Gipskartonplatten nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Gips mit Wasser und Porenbildner derart vermischt wird, daß ein Gipsbrei mit
hohem Porenanteil entsteht.
7. Vorrichtung zum Herstellen von Gipskartonplatten mit geringem spezifischen Gewicht,
mit einer ersten Abwickelvorrichtung für eine untere Kartonbahn und einer zweiten
Abwickelvorrichtung für eine obere Kartonbahn,
mit einer Formstation,
mit Mitteln zum Führen der unteren Kartonbahn in horizontaler Lage,
mit einem Mischer zum Mischen von Gips mit Wasser und Porenbildnern,
mit einer Verteilvorrichtung und Mitteln zum Formen der Gipskartonplattenbahn,
mit Transportvorrichtungen, mindestens einer Schneidvorrichtung und
mit einer Trockenvorrichtung, gekennzeichnet durch
Mittel zum Absaugen mit mindestens einer Absaugvorrichtung, die im Bereich zwischen
der Verteileinrichtung (11) und der Schneidvorrichtung an einer dem Gips abgewandten
Seite mindestens einer der Kartonbahnen (1, 13) angeordnet ist, wobei die Saugfläche
der Absaugvorrichtung in einer Fläche über die gesamte Breite der Kartonbahn (1, 13)
liegt.
8. Vorrichtung zum Herstellen von Gipskartonplatten nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Absaugvorrichtung in Transportrichtung (2) hinter den Mitteln (6) zum Formen
angeordnet ist.
9. Vorrichtung zum Herstellen von Gipskartonplatten nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Absaugvorrichtung in Transportrichtung (2) vor den Mitteln (6) zum Formen angeordnet
ist.
10. Vorrichtung zum Herstellen von Gipskartonplatten nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Absaugvorrichtung als Mittel (6) zum Formen angeordnet ist.
11. Vorrichtung zum Herstellen von Gipskartonplatten nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Absaugen mindestens einen Saugkasten (8, 9) umfassen.
12. Vorrichtung zum Herstellen von Gipskartonplatten nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Absaugen mindestens eine Saugwalze (20, 21) umfassen.
13. Vorrichtung zum Herstellen von Gipskartonplatten nach einem der Ansprüche 7 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß der Unterdruck der Mittel zum Absaugen einstellbar ist.
1. A process for manufacturing gypsum plasterboards with a low specific weight,
in which a lower cardboard web is continuously unwound from a first roll and an upper
cardboard web is continuously unwound from a second roll,
in which, in a moulding station,
- the lower cardboard web is conveyed further in a horizontal position,
- gypsum is mixed with water and pore forming material,
- distributed substantially uniformly over the lower cardboard web,
- covered with an upper cardboard web
- and the gypsum plasterboard web produced is moulded,
and in which the gypsum plasterboard web is transported further and, after the gypsum
has set, is cut into boards which are dried,
characterised in that, after the gypsum has been distributed and before it has set, at least one of the
cardboard webs (1, 13) is acted upon by negative pressure on its side remote from
the gypsum, the negative pressure being applied perpendicularly to the transport direction
(2) in an area over the entire width of the cardboard web (1, 13) .
2. A process for manufacturing gypsum plasterboards according to Claim 1, characterised in that the negative pressure is applied after the moulding of the gypsum plasterboard web
(7).
3. A process for manufacturing gypsum plasterboards according to Claim 1 or 2, characterised in that the negative pressure is applied before the moulding of the gypsum plasterboard web
(7).
4. A process for manufacturing gypsum plasterboards according to Claim 1 to 3, characterised in that the negative pressure is applied during the moulding of the gypsum plasterboard web
(7).
5. A process for manufacturing gypsum plasterboards according to one of Claims 1 to 4,
characterised in that the degree of negative pressure is selected depending on its residence time and the
porosity of the cardboard.
6. A process for manufacturing gypsum plasterboards according to one of Claims 1 to 5,
characterised in that the gypsum is mixed with water and pore forming material such that a gypsum paste
with a high pore count is produced.
7. A device for manufacturing gypsum plasterboards with a low specific weight,
having a first unwinding device for a lower cardboard web and a second unwinding device
for an upper cardboard web, having a moulding station,
having means for guiding the lower cardboard web in a horizontal position,
having a mixer for mixing gypsum with water and pore forming materials,
having a distributing device and means for moulding the gypsum plasterboard web,
having transport devices, at least one cutting device and
having a drying device, characterised by
suction means having at least one suction device, which is arranged in the region
between the distributing device (11) and the cutting device on a side, remote from
the gypsum, of one of the cardboard webs (1, 13), the suction face of the suction
device being located in an area over the entire width of the cardboard web (1, 13).
8. A device for manufacturing gypsum plasterboards according to Claim 7, characterised in that the suction device is arranged downstream of the moulding means (6), as seen in the
transport direction (2).
9. A device for manufacturing gypsum plasterboards according to Claim 7 or 8, characterised in that the suction device is arranged upstream of the moulding means (6), as seen in the
transport direction (2).
10. A device for manufacturing gypsum plasterboards according to one of Claims 7 to 9,
characterised in that the suction device is provided as the moulding means (6).
11. A device for manufacturing gypsum plasterboards according to one of Claims 7 to 10,
characterised in that the suction means comprise at least one suction box (8, 9).
12. A device for manufacturing gypsum plasterboards according to one of Claims 7 to 10,
characterised in that the suction means comprise at least one suction roller (20, 21).
13. A device for manufacturing gypsum plasterboards according to one of Claims 7 to 12,
characterised in that the negative pressure of the suction means is adjustable.
1. Procédé de fabrication de plaques de carton-plâtre à basse densité,
dans lequel une bande inférieure de carton est déroulée en continu d'un premier rouleau
et une bande supérieure de carton est déroulée en continu d'un deuxième rouleau,
dans lequel, dans un poste de façonnage,
- la bande inférieure de carton est transportée en position horizontale,
- du plâtre est mélangé avec de l'eau et un agent de formation de pores,
- le plâtre est réparti de manière largement régulière sur la bande inférieure de
carton,
- le plâtre est recouvert par la bande supérieure de carton,
- la bande de plaques de carton-plâtre ainsi formées est formée en continu,
et dans lequel la bande de plaques de carton-plâtre est transportée et est découpée
après le durcissement du plâtre en plaques qui sont séchées,
caractérisé en ce qu'après la répartition du plâtre et avant son durcissement, au moins l'une des bandes
de carton (1, 13) subit sur son côté non tourné vers le plâtre une dépression qui
est appliquée perpendiculairement à la direction (2) du transport, sur une surface
qui occupe toute la largeur de la bande de carton (1, 13).
2. Procédé de fabrication de plaques de carton-plâtre selon la revendication 1, caractérisé en ce que la dépression est appliquée après le façonnage de la bande (7) de plaques de carton-plâtre.
3. Procédé de fabrication de plaques de carton-plâtre selon les revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que la dépression est appliquée avant le façonnage de la bande (7) de plaques de carton-plâtre.
4. Procédé de fabrication de plaques de carton-plâtre selon l'une des revendications
1 à 3, caractérisé en ce que la dépression est appliquée pendant le façonnage de la bande (7) de plaques de carton-plâtre.
5. Procédé de fabrication de plaques de carton-plâtre selon l'une dés revendications
1 à 4, caractérisé en ce que la valeur de la dépression est sélectionnée en fonction de sa durée d'action et de
la porosité du carton.
6. Procédé de fabrication de plaques de carton-plâtre selon l'une des revendications
1 à 5, caractérisé en ce que l'on mélange au plâtre de l'eau et un agent de formation de pores de manière à obtenir
une pâte de plâtre à haute teneur en pores.
7. Dispositif de fabrication de plaques de carton-plâtre à basse densité, qui présente
:
un premier dispositif de déroulement pour une bande inférieure de carton et
un deuxième dispositif de déroulement pour une bande supérieure de carton, un premier
poste de façonnage,
des moyens pour amener la bande inférieure de carton en position horizontate,
un mélangeur qui mélange du plâtre avec de l'eau et des agents de formation de pores,
un dispositif de répartition et des moyens de formation de la bande de plaques de
carton-plâtre,
des dispositifs de transport, au moins un dispositif de découpe et un dispositif de
séchage, caractérisé par
des moyens d'aspiration qui présentent au moins un dispositif d'aspiration qui est
disposé dans la zone située entre le dispositif de répartition (11) et le dispositif
de découpe sur le côté de l'une des bandes de carton (1, 13) qui n'est pas tourné
vers le plâtre, la, surface d'aspiration du dispositif d'aspiration occupant toute
la largeur de la bande de carton (1, 13).
8. Dispositif de fabrication de plaques de carton-plâtre selon la revendication 7, caractérisé en ce que le dispositif d'aspiration est disposé en aval des moyens (6) de façonnage dans la
direction (2) du transport.
9. Dispositif de fabrication de plaques de carton-plâtre selon les revendications 7 ou
8, caractérisé en ce que le dispositif d'aspiration est disposé en amont des moyens (6) de façonnage dans
la direction (2) du transport.
10. Dispositif de fabrication de plaques de carton-plâtre selon les revendications 7 à
9, caractérisé en ce que le dispositif d'aspiration est disposé comme moyen (6) de façonnage.
11. Dispositif de fabrication de plaques de carton-plâtre selon l'une des revendications
7 à 10, caractérisé en ce que les moyens d'aspiration comprennent au moins un caisson d'aspiration (8, 9).
12. Dispositif de fabrication de plaques de carton-plâtre selon l'une des revendications
7 à 10, caractérisé en ce que les moyens d'aspiration comprennent au moins un cylindre aspirant (20, 21).
13. Dispositif de fabrication de plaques de carton-plâtre selon l'une des revendications
7 à 12, caractérisé en ce que la dépression des moyens d'aspiration peut être réglée.