(19)
(11) EP 1 421 228 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
04.05.2005  Patentblatt  2005/18

(21) Anmeldenummer: 02772173.7

(22) Anmeldetag:  20.08.2002
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7D02G 3/16, D02G 3/44, F21V 19/06
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2002/009291
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2003/018889 (06.03.2003 Gazette  2003/10)

(54)

BINDEGARN FÜR GLÜHKÖRPER UND DESSEN VERWENDUNG

TIE YARN FOR INCANDESCENT BODIES AND THE USE THEREOF

FIL DE LIAISON POUR CORPS INCANDESCENT ET SON UTILISATION


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR

(30) Priorität: 24.08.2001 DE 10140654
05.12.2001 DE 10159530

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
26.05.2004  Patentblatt  2004/22

(73) Patentinhaber: Issakides, Georg
1010 Wien (AT)

(72) Erfinder:
  • Issakides, Georg
    1010 Wien (AT)

(74) Vertreter: Kloiber, Thomas, Dr. Dipl.-Phys. 
Dr. Vonnemann & Partner, An der Alster 84
20099 Hamburg
20099 Hamburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
GB-A- 2 253 640
US-A- 5 701 730
US-A- 4 381 639
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein asbestfreies Bindegarn zur Befestigung von Glühkörpern an Brennern incandescenter Lampen, deren Glühkörper nach der Befestigung einer Flamme ausgesetzt werden, wobei das Bindegarn aus einem feuerfesten Werkstoff besteht und eine einen Oberflächenreibwert des Werkstoffs erhöhende Ausrüstung aufweist.

    [0002] Für die mechanische Haltbarkeit eines Glühkörpers an dem Brenner incandescenter Lampen ist neben der Anzahl an Nähstichen mit welchen das Bindegarn in das Glühkörpergewebe eingenäht wird, wobei ggf. durch beide Gewebelagen, genäht wird, wenn das Ende des Gewebeschlauches umgestülpt ist, vor allem die Beschaffenheit des Bindegarns von Bedeutung. Die Auswahl des Bindegarns unterliegt verschiedenen Kriterien. Es muß hochtemperaturbeständig sein, auch bei hoher Temperatur textile Eigenschaften behalten und weder hart noch spröde werden, d.h. ein Garn aus Stahl ist nicht brauchbar, und der Knoten muss gut halten.

    [0003] Früher war Asbestgarn als einziges Bindegarn bei Glühkörpern in Verwendung. Dieses Garn war hochtemperaturbeständig und gut knotbar. Es besitzt aber die nachteilige Eigenschaft, dass es gesundheitsschädlich ist, und deshalb in vielen Ländern verboten wurde. Die nachteiligen Eigenschaften des Asbest, insbesondere die durch das Verbot eingeschränkte Verwendbarkeit, haben die Suche und den Einsatz neuer Bindegarne hervorgerufen.

    [0004] So ist versucht worden, Baumwollgarn welches mit Metallsalzen, z.B. seltenen Erden, imprägniert ist, zu verwenden. Beim Abbrennen des Glühkörpers verbrennt die Baumwolle rückstandsfrei und es bleibt ein Oxydgerüst in der Form des Garnes übrig. Das Gerüst ist ebenfalls hochtemperaturbeständig und im Ursprungszustand ist das Gern gut knotbar. Die nachteilige Eigenschaft besteht jedoch darin, dass: nach dem Abbrennen des Glühkörpers lediglich das aus den Imprägniersalzen entstehende Oxydgerüst verbleibt, welches keine Reißfestigkeit hat und den Glühkörper nicht am Brenner auf Dauer halten kann. Dieses Garn fand deshalb kaum praktische Bedeutung.

    [0005] Bekannt sind auch Bindegarne auf Basis von Glasfaser, Keramik, organischen Materialien z. B. Aramid, Kohlenstoffaser etc. in Stapelform und endlose Fibern. Als vorteilhafte Eigenschaften ist deren Hochtemperaturbeständigkeit zu nennen. Dem stehen aber auch nachteilige Eigenschaften entgegen: Diese Garne haben eine derart glatte und derart reibungsfreie Oberfläche, dass sie schlecht knotbar sind bzw. der Knoten leicht aufgeht. (Ein Knoten hält nur aufgrund von Reibung). Bei niedriger Texzahl geringe Reißfestigkeit, schlechte Verarbeitbarkeit, z.B. beim Nähen, Schneiden, etc..

    [0006] Gebräuchliche Bindegarne, von denen die Erfindung ausgeht, bestehen aus einer Glasfaser- bzw. Keramikseele bzw. Silicaseele von ca. 0,2 mm Durchmesser umhüllt mit Baumwolle aus Stapelfasern gemäß internationale Patentanmeldung PCT/GB92/00432, so dass sich ein Gesamtdurchmesser von ca. 0,5 mm ergibt.

    [0007] Diese besitzen eine hochtemperaturbeständige Silicagarnseele und sind knotbar, da das glatte Silicagarn mit nicht glattem Baumwollgarn im Überschuß ummantelt ist, was die Glattheit beseitigt und den Knoten haltbar macht. Sie sind reißfest und gut verarbeitbar. Nachteilig daran ist, dass der ursprünglich fest am Brenner angebrachte Glühkörper nach dem Abrennen des Glühkörpers lockerer am Brenner sitzt, wenn die Baumwolle der Ummantelung restlos abgebrannt ist, wodurch die mechanische Haltbarkeit am Brenner herabgesetzt ist. Ebenso ist der ursprünglich feste Knoten nach Abbrannt der Umwicklung locker. Die Herstellung erfolgt auf einer aufwendigen DREF-Maschine und daher ist das Garn sehr teuer. Darüber hinaus kommt es vor, dass infolge einer Betriebsstörung die Seele nicht mitgeführt wird, die Herstellung aber weiterläuft. Solche Fehler können jedoch nicht einfach durch eine optische Kontrolle erkannt werden, so dass nach Abbrand das Bindegarn verschwunden ist und der Glühkörper herabfällt.

    [0008] Schließlich wird auch anstatt eines Bindegarns eine rundförmige Metallspange gemäß US Pat.# 5116220 und US Pat.# 5639231 verwendet. Die Metallspange ist in den Glühkörper eingenäht auf der Höhe auf der das Bindegarn eingenäht worden wäre. Diese Metallspange ist hochtemperaturbeständig und bedienungsfreundlich, da der Verbraucher kein Garn binden muß. Die Verbindung zwischen Glühkörper und Brenner hat nicht die gleiche Dichtheit, wie dies beim Bindegarn der Fall ist. Der Glühkörper liegt nicht perfekt am Brenner an (s. US Pat.# 5639231). Die Bedienungsfreundlichkeit des Metallclips geht auf Kosten der Haltbarkeit des Glühkörpers am Brenner (s. US Pat.# 5116220).

    [0009] Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, ein bedienungsfreundliches Garn zur Verfügung zu stellen, das gut knotbar ist und außerdem die Einsatzdauer und Haltbarkeit eines Glühstrumpfes bei ausgesetzten Stößen und Schlägen erhöht.

    [0010] Diese Aufgabe wird durch ein asbestfreies Bindegarn zur Befestigung von Glühkörpern an Brennern incandescenter Lampen, deren Glühkörper nach der Befestigung einer Flamme ausgesetzt werden, wobei das Bindegarn aus einem feuerfesten Werkstoff besteht und eine einen Oberflächenreibwert des Werkstoffs erhöhende Ausrüstung aufweist, dadurch gelöst, dass das Bindegarn eine Durchmesserveränderung nach Aussetzen in der Flamme von weniger als 50% seines Ursprungsdurchmessers aufweist. Überraschenderweise hat sich herausgestellt, dass eine Verringerung der Durchmesserschrumpfung beim Abbrennen wesentlich zur Erhöhung der Lebenserwartung der Glühstrümpfe beiträgt. In Versuchen bei denen der abgebrannte Glühstrumpf einer Stoßbeanspruchung oder einer Schwingungsbeanspruchung unterworfen wird, haben eine Lebensdauererhöhung um bis zum Dreifachen gegenüber Glühstrümpfen ergeben, die mit Garn nach dem Stand der Technik befestigt waren. Unter Bindegarn wird in diesem Zusammenhang jeder biegeweiche eindimensionale Körper, Faden, Garn oder Band verstanden. Bei Bändern tritt an die Stelle des Durchmessers deren Dicke.

    [0011] In einer vorteilhaften alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Garn aus einem mit sich selbst verstrickten, verflochtenen oder versponnenen feuerfesten Werkstoff besteht. Dadurch kann auf Stapelfasern mit Vorteil verzichtet werden, wodurch auch keine aufwendigen DREF-Maschinen erforderlich sind.

    [0012] Sowohl die Knotbarkeit des Bindegarns als auch die Lebensdauer des Glühstrupfes können weiterhin dadurch verbessert werden, dass das Bindegarn texturiert ist. Überraschenderweise hat sich herausgestellt, dass eine Texturierung des Bindegarns wesentlich zur Erhöhung der Lebenserwartung der Glühstrümpfe beiträgt. In Versuchen bei denen der abgebrannte Glühstrumpf einer Stoßbeanspruchung oder einer Schwingungsbeanspruchung unterworfen wird, haben eine Lebensdauererhöhung um bis zum Dreifachen gegenüber Glühstrümpfen ergeben, die mit Garn nach dem Stand der Technik befestigt waren. Unter Bindegarn wird in diesem Zusammenhang jeder biegeweiche eindimensionale Körper, Faden, Garn oder Band verstanden. Unter Texturierung versteht man verschiedene Verfahren, die glatten, strukturlosen Filamente im Volumen zu erhöhen. Glatte Garne werden beispielsweise beständig gekräuselt, es entsteht sogenanntes Kräuselgarn, Kräuselzwirn, Bauschgarne, Stretchgarn, deren Dehnbarkeit und Elastizität aufgrund ihres gespinstähnlichen Aussehens erhöht ist

    [0013] Als besonders geeignet hat sich ein Garn erwiesen, insbesondere ein Silikagarn, das mittels eines Düsenblasverfahrens texturiert ist.

    [0014] Für eine bessere Knotbarkeit ist es von Vorteil, wenn das Garn eine geätzte Oberfläche aufweist. Die Art des Garnes ist nicht eingeschränkt, es kommen alle Hochtemperaturgarne mit glatter Oberfläche ohne Ausnahme in Frage, wie beispielsweise Garne aus Glasfasern, Kohlenstoffasern oder Mineralfasern oder beliebige Gemische daraus. Die Ätzung kann beispielsweise mit Flußsäure erfolgen. Eine Nennenswerte Durchmesserschrumpfung findet vorteilhafter Weise nicht statt, so dass der Glühkörper eine erhöhte Standzeit hat. Das Hochtemperaturgarn, z.B. Silicagarn u.a., wird in Flussäure geätzt, danach gewaschen und getrocknet.

    [0015] In einer vorteilhaften alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Garn von einer Schicht aus brennbarem Material umhüllt ist, vorzugsweise von Endlosfilamenten oder Endlosgarnen umwickelt, umstrickt, umflochten oder umsponnen ist.

    [0016] Besonders kostengünstig kann eine solche Schicht hergestellt werden, wenn die Schicht aus einem Kunststoff, vorzugsweise einem Polymer besteht. Das Hochtemperaturgarn wird mit einem künstlichen Polymer, oder einem natürlichen Polymer versetzt und die glatte Oberfläche des ursprünglichen Garnes wird mit diesem beschichtet. Das Hochtemperaturgarn wird mit Monomeren bzw. Prepolymeren versetzt, welche anschließend polymerisiert werden, sodass die u.a. Effekte erzielt werden können. Als Beispiele für derartige Polymere gelten, Polyacrylate, Polymethacrylate, Casein, Polyacrylnitrile, Latex aber auch Polymere die aufgrund Ihrer Eigenschaften als Hochtemperaturpolymere bezeichnet werden. Die veredelten Garne sind mit einfachen Hilfsmitteln herzustellen und mit verschiedenen Methoden herstellbar. Es kann dies durch Tränken, mechanisches Versetzen bzw. Besprühen des Garnes und anschließender Trocknung, etc.. erfolgen. Die chemische Veredelung verändert nur geringfügig die Texzahl des Rohgarnes, so dass die Nachteile des Garnes nach dem Stand der Technik nicht auftreten. Der mit dem hier beschriebenen neuen Garn hergestellte Glühkörper hat eine höhere mechanische Haltbarkeit am Brenner als der mit dem bekannten Garn hergestellte Glühkörper, da auch nach dem Abbrennen des Glühkörpers das Garn ebenso fest mit dem Brenner verbunden ist wie vor dem Abbrennen. Zur chemischen Verbindung können auch textile Hilfsstoffe wie etwa Weichmacher, oberflächenaktive Stoffe etc... zugegeben werden. Das so hergestellte Spezialgarn kann noch einer Avivage unterzogen werden. Die angebrachte chemische Verbindung verbrennt entweder rückstandslos oder die Rückstände sind in ihrer Menge so gering, dass sie die Leistung des Glühkörpers nicht beeinflussen. Die Möglichkeit des Einfärbens des Garnes ist von großer Bedeutung. Dies kann durch Zugabe eines Farbstoffes zur Lösung oder Dispersion, in welcher sich die chemische Verbindung befindet geschehen, wogegen sich Glasfaser und andere ähnliche Fasern schlecht färben lassen.

    [0017] Wenn das Garn aus mehreren Fasersträngen, vorzugsweise 2 bis 3, vorzugsweise gezwirnten, Fasersträngen, besteht, welche insbesondere eine längenbezogene Masse von 170 Tex je Faserstrang aufweisen, kann dieser besonders leicht mit solchen Kunststoffen getränkt werden. Das so behandelte Garn, wenn es aus einer Anzahl von Filamenten und ev. auch Stapelfasern besteht, wird durch die chemische Veredelung zu einer kompakten Einheit und verhält sich wie ein Faden, wodurch die Verarbeitbarkeit (Nähbarkeit, Schneidbarkeit, maschinelle Verarbeitung etc...) erleichtert und verbessert wird.

    [0018] In einer weiteren vorteilhaften alternativen Ausgestaltung, kann das Garn eine gestrickte, gewirkte oder gesponnene äußere Oberfläche aufweisen. Durch die durch diese Prozesse entstehende Oberflächenstruktur wird bereits die Reibung soweit herabgesetzt, dass das Garn gut knotbar ist.

    [0019] Wenn das Garn aus einer Mischung feuerfester Fasern und brennbarer Fasern besteht, wobei vorzugsweise der Anteil feuerfester Fasern größer oder gleich 60 Volumenprozent beträgt, führt dies bereits zur gewünschten Lebensdauererhöhung, auch wenn ein Teil abbrennt.

    [0020] Durch die Maßnahme, dass der Durchmesser der brennbaren Fasern geringer als der Durchmesser der feuerfesten Fasern ausgebildet ist und vorzugsweise die brennbaren Fasern die Zwischenräume der feuerfesten Fasern füllend angeordnet sind, wird die Durchmesserschrumpfung zusätzlich reduziert.

    [0021] Außerdem betrifft die Erfindung die bestimmungsgemäße Verwendung von Bindegarn an einem Glühkörper, der aus einem Gewebeschlauch mit mindestens einem offenen Ende besteht, wobei je ein feuerfestes Befestigungsmaterial zum Befestigen der Schlauchenden an einem Brenner bzw. an einem Formteil für einen Brenner einer incandescenten Lampe vorgesehen ist.

    [0022] Derartige Glühkörper bestehen aus einem rundgestrickten Trägermaterial, im allgemeinen wird Viskose verwendet, das mit Metallsalzen versetzt wird. Der Glühkörper wird üblicherweise mit einem Bindegarn entweder direkt auf einem Brenner oder aber zuerst auf einem vorgefertigten Formteil für den Brenner (der Formteil wird mit dem befestigten Glühkörper vom Endverbraucher auf den Brenner aufgesetzt) angebracht und anschließend abgebrannt und in der Gasflamme zum Leuchten gebracht.

    [0023] Dabei verbrennt das Trägermaterial vollständig ab und es bleibt nur mehr das Oxydgerüst der Metallsalze übrig. Geringe mechanische Beanspruchungen bereits genügen, um es zu zerstören. Wenn nun dieses Oxydgerüst Stößen oder Vibrationen ausgesetzt ist, wie z.B. beim Transport der Lampe, bzw. unvorsichtiger Handhabung derselben, so wird der Glühkörper in der Regel an seiner schwächsten Stelle, nämlich am Brenner zerstört.

    [0024] Zur Erhöhung der mechanischen Beständigkeit des Glühkörpers am Brenner sind im Stand der Technik folgende Methoden bekannt.

    [0025] Eine besteht aus der Verstärkung des Gewebes an der Kontaktstelle mit dem Brenner. Um das Oxydgerüst an seiner Kontaktstelle mit dem Brenner zu verstärken wird das Gewebe im Brennerbereich umgestülpt und in diesem Bereich chemisch verstärkt und liegt somit doppelt vor. Das Gewebe und das nach dem Abbrennen verbleibende Oxydgerüst besteht nun aus 2 Lagen die chemisch verstärkt sind. Dieses doppellagige Oxydgerüst erhöht die Zeit des intakten Verbleibens des Glühkörper am Brenner beim Aussetzen von Stößen und Schlägen.

    [0026] Ein weiterer Weg besteht in der Auswahl des Bindegarns mit welchem der Glühkörper am Brenner gebunden wird. Um den Glühkörper auf dem Brenner anzubringen, wird ein Garn in das Gewebe eingenäht. Unterschiedliche Brenner verlangen unterschiedlichen Abschluß des Bindegarns. Bei der üblichen Befestigungsmethode wird bei der Produktion ein Garn in die Befestigungsöffnung, bzw. in die zwei Befestigungsöffnungen, des Glühkörpers mit mehr oder weniger vielen Stichen eingezogen, wonach der Endverbraucher dann den Glühkörper entweder auf einen Keramikring oder auf einen länglichen einteiligen oder zweiteiligen Brenner zieht und die Garnenden fest zusammenzieht und mit einem Knoten bindet.

    [0027] Für andere Brennertypen wird der Glühkörper bereits während des Produktionsvorganges zusammengezogen und vorgeknotet, wobei der Durchmesser der auf diese Art verbleibenden Öffnung auf Zehntel Millimeter genau vorgeschrieben ist.

    [0028] Einfluss auf die Haltbarkeit des Glühkörpers hat überraschenderweise auch das Befestigungsmaterial. Das Bindegarn ist die weltweit verbreitetste Befestigungsmethode des Glühkörpers.

    [0029] Dadurch, das Bindegarn nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11 zur Befestigung bei einem Glühkörper der oben beschriebenen Art verwendet wird, erhöht sich die Einsatzdauer und mechanische Stabilität des Glühkörpers. Um die mechanische Beständigkeit des Glühkörpers zu testen wird der abgebrannte Glühkörper zusammen mit dem Brenner auf einer Rüttelmaschine angebracht und solange geschüttelt, bis der Glühkörper zu Schaden kommt. Die Rüttelzeit ist das Maß für die Kontrolle der mechanischen Beständigkeit gegenüber Stößen und Schlägen. Die nach der vorliegenden Erfindung gefertigten Glühkörper haben überraschenderweise eine verlängerte Haltbarkeit und Standzeit um mehr als das dreifache. Beim Aussetzen von Stößen, Schlägen und Vibrationen nützt sich der Glühkörper im Sinne der Erfindung über einen ganz anderen Weg ab als der konventionelle Glühkörper. Der konventionelle Glühkörper wird dadurch zerstört, dass sich sukzessive das Oxydgerüst vom Bindegarn abtrennt, bis er von diesem nicht mehr gehalten wird und vom Brenner abfällt. Wird der im Sinne der Erfindung hergestellte Glühkörper Stößen, Schlägen und Vibrationen ausgesetzt, so trennt sich das Oxydgerüst nicht mehr vom Bindegarn ab und wird dadurch wesentlich länger am Brenner gehalten. Dieser Glühkörper wird unterhalb der Befestigung und zwar im Glühkörper selbst zerstört, so dass die Haltbarkeit dieses Glühkörpers nur von der Beschaffenheit des Oxydgerüstes, aus welchem der Glühkörper hergestellt ist, und von der Gestalt des Brenners abhängt.

    [0030] Das mit dem Glühkörper verbundene, vorugsweise texturierte, Befestigungsmaterial dient somit, wenn der Glühkörper Stößen, Schlägen und Vibrationen ausgesetzt wird, als Schutzmedium, das das Oxydgerüst davor bewahrt, sich vom Befestigungsmaterial abzutrennen. Dieses Befestigungsmaterial kann als Faden zum Beispiel wie folgt eingearbeitet werden:

    a- es wird mit Stichen (ähnlich wie das Bindegarn eingenäht ist) in das Glühkörpergewebe eingearbeitet.

    b- es wird schlaufenartig im Bereich der Öffnung um und durch das Glühkörpergewebe eingearbeitet. Diese Schlaufen können mehrere sein die durchgehend eingearbeitet werden, oder aber auch einzelne und getrennte, die an verschiedenen Stellen entlang der Öffnung angebracht sind, und die jede für sich auch geknotet sein können.

    c- es kann derart eingearbeitet sein, dass es nur am Bindemedium an der Innenseite des Glühkörpers im Bereich des Brenners mittels verschiedenartigsten Stichen (z.B.: Knopflochstich) aufgehängt wird.

    d- es wird an der Innenseite des Glühkörpers im Bereich des Brenners befestigt (z.B. durch Kleben oder Anheften).

    • es wird auf der Strickmaschine im Strickvorgang des Trägermaterials (üblicherweise Viskose) aus dem der Glühkörper hergestellt wird, im Glühkörpergewebe mindestens im Bereich des Brenners , eingebracht.



    [0031] Dabei ist in einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass das Bindegarn über den Umfang des Gewebeschlauches schlaufenbildend durch den Gewebeschlauch geführt ist. Die mindestens eine Schlaufe bzw. die Schlaufen müssen nicht unbedingt bereits im unbefestigten Zustand vorliegen, sondern können sich erst während der Befestigung am Brenner bilden. Die Schlaufen müssen auch nicht geschlossen sein, sondern können auch beispielsweise als Meander vorliegen.

    [0032] Eine weitere Haltbarkeitserhöhung kann erzielt werden, wenn das Bindegarn das Ende des Gewebeschlauches umschlingend geführt ist. Dadurch wird das Gewebeende gleichzeitig durch die gebildeten Schlingen verstärkt. Es kann auch das Bindegarn selbst, nachdem es um den Glühkörper nach der üblichen Methode herum eingenäht wurde, nochmals um bzw. entlang der Öffnung des Glühkörper herum eingearbeitet und wird dadurch im zweiten Umlauf zum Schutzmedium.

    [0033] Die Glühkörper müssen nur geringfügig geändert werden, um die erfindungsgemäßen Vorteile zu erreichen, wenn das Bindegarn im Abstand zum Ende des Gewebeschlauches durchdringend angeordnet ist, wobei es am Gewebeschlauch so befestigt ist, dass es beim Anziehen Schlaufen ausbildet. Bei dieser Ausgestaltung kann vorteilhaft auf zusätzliche Abstandskörper oder Fäden verzichtet werden. Das Bindegarn selbst wirkt durch die sich bildenden Schlaufen selbst den Abstandskörper. Beispielsweise wird das Bindegarn selbst, nachdem es um den Glühkörper nach der üblichen Methode herum eingenaht wurde, nochmals um bzw. entlang der Öffnung des Glühkörper herum eingearbeitet und dadurch im zweiten Umlauf zum Schutzmedium. Oder alternativ: Das Bindegarn wird nicht nach der üblichen Methode im Glühkörper herum eingenäht. Das Bindegarn wird schlingenartig um die Öffnung des Glühkörpers herum eingenäht, so dass sich in dem Bereich des Glühkörpers der dem Brenner zugewandt ist, das Garn dazwischenlegt. Es ist zugleich Bindemedium und Schutzmedium.

    [0034] Die Erfindung wird beispielhaft anhand einer Zeichnung beschrieben. Die Figuren der Zeichnung zeigen im Einzelnen:
    Figur 1:
    eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Verwendung von Bindegarn an einem Glühkörper im unbefestigten Zustand nach einem ersten Ausführungsbeispiel,
    Figur 2:
    eine Aufsicht auf das Ende eines Glühkörpers nach Figur 1,
    Figur 3:
    eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Verwendung von Bindegarn an einem Glühkörper im unbefestigten Zustand nach einem zweiten Ausführungsbeispiel,
    Figur 4:
    eine Aufsicht auf das Ende eines Glühkörpers nach Figur 3,
    Figur 5:
    eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Verwendung von Bindegarn an einem Glühkörper im unbefestigten Zustand nach einem dritten Ausführungsbeispiel,
    Figur 6:
    eine Aufsicht auf das Ende eines Glühkörpers nach Figur 5,
    Figur 7:
    eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Verwendung von Bindegarn an einem Glühkörper im unbefestigten Zustand nach einem vierten Ausführungsbeispiel,
    Figur 8:
    eine Aufsicht auf das Ende eines Glühkörpers nach Figur 7,
    Figur 9:
    eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Verwendung von Bindegarn an einem Glühkörper im unbefestigten Zustand nach einem fünften Ausführungsbeispiel,
    Figur 10:
    eine Aufsicht auf das erfindungsgemäße Garn, nach einer ersten Ausführung,
    Figur 11:
    einen Querschnitt durch das Garn gemäß Figur 10,
    Figur 12:
    eine Aufsicht auf das erfindungsgemäße Garn, nach einer zweiten Ausführung,
    Figur 13:
    einen Querschnitt durch das Garn gemäß Figur 12,
    Figur 14:
    eine Aufsicht auf das erfindungsgemäße Garn, nach einer dritten Ausführung,
    Figur 15:
    einen Querschnitt durch das Garn gemäß Figur 15 und
    Figur 16:
    eine Aufsicht auf das Garn gemäß einer weiteren alternativen Ausführungsform.


    [0035] In Figuren 1 und 2 bezeichnet 1 den Glühkörper, der zunächst endlos gestrickt wird und nach einem Trennschnitt ein offenes Ende 2 aufweist. In einem vorgewählten Abstand zum Ende 2 ist ein texturiertes Bindegarn 3 so durch den Umfang des Glühkörpers gezogen, dass es alternierend mal innen mal außen liegt. Auf den innen liegenden Abschnitten des texturierten Bindegarnes 3 sind perlenartige feuerfeste Körper 4 aufgezogen. Zu diesem Zweck weisen diese Körper entsprechende Bohrungen auf, durch die das texturierte Bindegarn geführt werden kann. Diese Anordnung wird bevorzugt.

    [0036] In Figuren 3 und 4 ist ein alternatives Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem ein Faden 6 als Schutzmedium wirkt. Das texturierte Bindegarn ist wie im zuvor beschriebenen Beispiel alternierend durch den Glühkörper geführt. Der Faden 6 ist in den innenliegenden Bereichen 7 des texturierten Garnes 3 um dieses in Form einer Schlinge 8 herumgeführt und so auf dem Bindegarn 3 verschieblich befestigt. Die Enden des Fadens 6 sind am Glühkörper mittels eines Knotens 10 festgelegt. Beim Anziehen des Bindegarns 3 bildet der Faden 6 Schlaufen 9. Die Bildung der Schlaufen 9 kann durch die Führung und/oder Art der Schlingen 8 reproduzierbar beeinflußt werden.

    [0037] In Figuren 5 und 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt bei dem der Faden 6, der als Schutzmedium dient, durch den Glühkörper 1 um dessen oberes Ende 2 alternierend hindurchgeführt ist. Beim Zusammenziehen des Bindegarnes 3 werden Schlaufen 9 gebildet, die das Ende 2 des Glühkörpers 1 nach Art eines Knopflochstichs umhüllen. Diese Art zeigt eine besonders hohe Lebensdauer.

    [0038] Die Figuren 7 und 8 stellen eine Variante der Ausgestaltung nach den Figuren 5 und 6 dar. Im Unterschied zu den Figuren 5 und 6 ist das Bindegarn nicht durch den Glühkörper 1 geführt, sondern durch die oberen Enden der Schlaufen 9 des Fadens 6, so dass die Befestigung des Glühkörpers 1 auf einem Brenner nun mittelbar über den Faden 6 erfolgt. Zusätzlich ist zur Verstärkung des Endes 2 der Glühkörper umgestülpt, so dass er im Bereich zwischen Ende 2 und Schnittkante 11 doppellagig ist. Dieser Bereich kann auch zusätzlich chemisch verstärkt und/oder eingefärbt sein. Der umgestülpte Bereich kann auch aus feuerfestem Material gestrickt sein und so ein erfindungsgemäßes Gewebe 13 darstellen, das die Schutzfunktion übernimmt.

    [0039] Die Figur 9 stellt ein Ausführungsbeispiel dar, bei dem das Bindegarn sowohl die Schutzfunktion als auch die Binde- und Haltefunktion übernimmt. Dazu ist das Bindegarn 3 doppelt um den Umfang des Glühkörpers gelegt und durch ihn mehrfach alternierend hindurchgeführt. Auf der Strecke eines Umlauf ist es an mehreren Stellen 12 fest mit dem Glühkörper verbunden während es auf des Strecke des zweiten Umlauf verschieblich den Glühkörper durchdringt. Beim Anziehen des Bindegarns bildet es deshalb auf der Strecke mit den Befestigungsstellen 12 Schlaufen.

    [0040] Der Glühkörper der im Bereich des Brenners nach den o.a. Methoden mittels eines texturierten Bindegarnes verarbeitet ist, hat eine wesentlich höhere Haltbarkeit wenn er Schlägen, Stößen und Vibrationen ausgesetzt wird. Ohne wesentliche Einbußen an der Haltbarkeit kann der im Sinne der Erfindung hergestellte Glühkörper im Bereich des Brenners alternativ zur traditionellen Verarbeitungsmethode, d.h. das Einschlagen des Glühkörpers, so dass das Glühkörpergewebe doppelt am Brenner aufliegt und das Nähen des Bindegarns durch beide Gewebelagen, wie folgt verarbeitet werden:

    a- Das Glühkörpergewebe wird auf die bekannte Weise umgestülpt, das texturierte Bindegarn wird jedoch nur durch eine Glühkörpergewebelage der Wahl (in Abhängigkeit von der Brennerbeschaffenheit) genäht. Das Nähen des Bindemediums kann auf diese Weise einfacher und schneller durchgeführt werden.

    b- Das Glühkörpergewebe wird nicht mehr umgestülpt, und das Bindemedium wird nur durch eine Glühkörpergewebelage genäht. Das Nähen des Bindemediums kann einfacher und schneller durchgeführt werden.

    c- Das Einführen des Bindemediums kann einfacher, schneller und mit perfekter Regelmäßigkeit durchgeführt werden, indem das Bindemedium auf der Strickmaschine im Strickvorgang des Trägermaterials (üblicherweise Viskose) aus dem der Glühkörper hergestellt wird und quer zur Strickrichtung, an der Stelle eingebracht wird, die am Brenner befestigt wird. Dieses miteingestrickte Bindemedium wird der weiteren Verarbeitung der gestrickten Ware bis zum fertigen Glühkörper unbeschadet mitunterzogen. Das derart mitgestrickte Bindemedium läßt sich in gleicher Weise wie das in traditioneller Art und Weise mit mehr oder weniger vielen Stichen eingenähte Bindegarn handhaben um die Glühkörper auf den Brenner anzubringen.



    [0041] In Figur 10 bezeichnet 3 das erfindungsgemäße Bindegarn, das aus einer Anzahl miteinander verzwirnter feuerfester Fasern 14 besteht, deren Oberfläche durch einen Ätzprozeß aufgerauht wurde. Ein solches Garn vermeidet nach dem Abbrennen eine Durchmesserschrumpfung und ist trotzdem gut knotbar.

    [0042] Es kann zusätzlich mit Fasern aus einem brennbaren Material 15 versetzt sein, wenn deren Anteil und Durchmesser so gewählt wird, dass nach dem Abbrennen der Durchmesserverlust unter dem erfindungsgemäßen Wert bleibt, wie es beispielsweise als Querschnitt in Figur 11 gezeigt ist.

    [0043] In Figur 13 sind als Querschnitt und in Figur 12 als schematisierte Ansicht die Fasern 14 und, falls gewünscht, brennbare Fasern 15 in einer Matrix 16 aus einem Polymer eingebettet bzw. umhüllt dargestellt. Diese Hülle vergrößert den Durchmesser nur unmerklich. Beim Abrennen findet ein kaum messbarer Durchmesserverlust statt.

    [0044] Figur 14 zeigt einen schematisierten Axialschnitt und Figur 15 den Querschnitt dazu nach einer weiteren alternativen Ausführungsform bei der ein Garn aus feuerfesten Fasern 14 von einer Hülle 17 aus brennbaren Fasern 15 umgeben ist. Gemäß der Erfindung ist diese Hülle 17 jedoch dünner ausgelegt als im Stand der Technik. Um eine entsprechen dünne Hülle zu erzeugen sind die Fasern 15 um die Seele, das heißt um die inneren feuerfesten Fasern 14, herum gesponnen, gewirkt, geflochten oder gestrickt.

    [0045] Es können aber auch, wie in Figur 16 als schematisierte Ansicht gezeigt, die feuerfesten Fasern 14 direkt mit sich selbst zu einem Garn gesponnen, gewirkt, geflochten oder gestrickt werden, so dass durch die Struktur, die durch den Prozess entsteht, eine ausreichend rauhe Oberfläche 18 entsteht, die das Garn leicht knotbar werden lässt und beim Abbrannt keinen Durchmesserverlust aufweist. Auf brennbare Fasern kann dann ganz verzichtet werden.

    BEZUGSZEICHENLISTE



    [0046] 
    1.
    Glühkörper
    2.
    Ende
    3.
    Bindegarn
    4.
    feuerfestes Material
    5.
    feuerfestes Material
    6.
    Faden
    7.
    innenliegender Bereich
    8.
    Schlinge
    9.
    Schlaufe
    10.
    Knoten
    11.
    Schnittkante
    12.
    Befestigungsstellen
    13.
    Gewebe
    14.
    feuerfeste Fasern
    15.
    brennbare Fasern
    16.
    Polymermatrix
    17.
    Hülle
    18.
    Oberfläche



    Ansprüche

    1. Asbestfreies Bindegarn zur Befestigung von Glühkörpern an Brennern incandescenter Lampen, deren Glühkörper nach der Befestigung einer Flamme ausgesetzt werden, wobei das Bindegarn aus einem feuerfesten Werkstoff, vorzugsweise Silicagarn, besteht, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindegarn eine Durchmesserveränderung nach Aussetzen in der Flamme von weniger als 50% seines Ursprungsdurchmessers aufweist.
     
    2. Bindegarn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Garn aus einem mit sich selbst verstrickten, verflochtenen oder versponnenen feuerfesten Werkstoff besteht.
     
    3. Bindegarn nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Texturierung aufweist.
     
    4. Bindegarn nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass es mittels eines Düsenblasverfahrens texturiert ist.
     
    5. Bindegarn nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es eine geätzte Oberfläche ist.
     
    6. Bindegarn nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es von einer Schicht aus brennbarem Material umhüllt, vorzugsweise aus Endlosfilamenten oder Endlosgarnen umwickelt, umstrickt, umflochten oder umsponnen ist.
     
    7. Bindegarn nach Anspruch 6 , dadurch gekennzeichnet, dass die brennbare Schicht aus einem Kunststoff, vorzugsweise einem Polymer, besteht.
     
    8. Bindegarn nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Garn aus mehreren, vorzugsweise 2 bis 3, vorzugsweise gezwirnten, Fasern, besteht, welche insbesondere eine längen bezogene Masse von 170 Tex je Faserstrang aufweisen.
     
    9. Bindegarn nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Garn eine gestrickte äußere Oberfläche aufweist.
     
    10. Bindegarn nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Garn aus einer Mischung feuerfester Fasern und brennbarer Fasern besteht, wobei vorzugsweise der Anteil feuerfester Fasern größer oder gleich 60 Volumenprozent beträgt.
     
    11. Bindegarn nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der brennbaren Fasern geringer als der Durchmesser der feuerfesten Fasern ausgebildet ist und vorzugsweise die brennbaren Fasern die Zwischenräume der feuerfesten Fasern füllend angeordnet sind.
     
    12. Verwendung des Bindegarns nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es für einen Glühkörper, bestehend aus einem Gewebeschlauch mit mindestens einem offenen Ende, zum Befestigen der Schlauchenden an einem Brenner bzw. an einem Formteil für einen Brenner verwendet wird.
     
    13. Verwendung des Bindegarns nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, dass es an einem Glühkörper befestigt, über den Umfang dessen Gewebeschlauches an mindestens einer Stelle schlaufenbildend geführt, verwendet wird.
     
    14. Verwendung des Bindegarns nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, dass es das Ende des Gewebeschlauches eines Glühkörpers umschlingend geführt, verwendet wird.
     


    Claims

    1. An asbestos-free binding yarn for fastening incandescent bodies to bumers of incandescent lamps, whose incandescent bodies after the fastening are subjected to a flame, wherein the binding yam consists of a fireproof material, preferably silica yarn, characterised in that the binding yarn has a diameter change of less than 50% of its original diameter after exposure in the flame.
     
    2. A binding yarn according to claim 1, characterised in that the yarn consists of a fireproof material which is knitted, braided or spun with itself.
     
    3. A binding yarn according to claim 1 or 2, characterised in that it comprises a texturing.
     
    4. A binding yarn according to claim 3, characterised in that it is textured by way of a nozzle blow method.
     
    5. A binding yarn according to one or more of the preceding claims, characterised in that it has an etched surface.
     
    6. A binding yarn according to one or more of the preceding claims, characterised in that it is enveloped by a layer of combustible material, preferably is wound around, knitted around, braided around or spun around by endless filaments or endless yarns.
     
    7. A binding yarn according to claim 6, characterised in that the combustible layer consist of a plastic, preferably of a polymer.
     
    8. A binding yarn according to one or more of the preceding claims, characterised in that the yam consist of several, preferably 2 to 3, preferably twisted fibres which in particular have a length-related may of 170 Tex per fibre strand.
     
    9. A binding yarn according to one or more of the preceding claims, characterised in that the yarn has a knitted outer surface.
     
    10. A binding yarn according to one or more of the preceding claims, characterised in that the yarn consists of a mixture of fireproof fibres and combustible fibres, wherein preferably the share of fireproof fibres is larger or equal to 60% by volume.
     
    11. A binding yarn according to one or more of the preceding claims, characterised in that the diameter of the combustible fibres is less than the diameter of the fireproof fibres and preferably the combustible fibres are arranged filling the interstices of the fireproof fibres.
     
    12. The use of the binding yarn according to one or more of claim 1 - 11, characterised in that it is used for an incandescent body consisting of a tissue hose [bag] with at least one open end, for fastening the ends of the hose [bag] to a burner or to a shape part for a burner.
     
    13. The use of the binding yarn according to one or more of the preceding claims, characterised in that it is used fastened on an incandescent body, guided on the periphery of its tissue hose [bag] at at least one location forming a loop.
     
    14. The use of the binding yarn according to one or more of claim 1 - 11, characterised in that it is used guided in a noosed manner around the end of the tissue hose [bag] of an incandescent body.
     


    Revendications

    1. Fil de liaison sans amiante pour la fixation de corps incandescents sur des brûleurs de lampes incandescentes, dont les corps incandescents sont exposés, après la fixation, à une flamme, le fil de liaison se composant d'un fil de silice,
    caractérisé en ce que
    le fil de liaison présente une modification de diamètre après exposition à la flamme, inférieure à 50 % de son diamètre d'origine.
     
    2. Fil de liaison selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    le fil se compose d'un matériau ignifuge, tricoté, tressé ou filé avec lui-même.
     
    3. Fil de liaison selon la revendication 1 ou 2,
    caractérisé en ce qu'
    il présente une texturation.
     
    4. Fil de liaison selon la revendication 3,
    caractérisé en ce qu'
    il est texturé au moyen d'un procédé d'étirage par soufflage.
     
    5. Fil de liaison selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
    caractérisé en ce qu'
    il présente une surface décapée.
     
    6. Fil de liaison selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
    caractérisé en ce qu'
    il est enrobé d'une couche en un matériau combustible, de préférence enroulée, tricotée, tressée ou filée à partir de filaments sans fin ou de fils sans fin.
     
    7. Fil de liaison selon la revendication 6,
    caractérisé en ce que
    la couche combustible se compose d'une matière plastique, de préférence un polymère.
     
    8. Fil de liaison selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    le fil se compose de plusieurs fibres, de préférence 2 ou 3, de préférence retordues, qui présentent en particulier une masse rapportée à la longueur de 170 Tex par faisceau.
     
    9. Fil de liaison selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    le fil présente une surface extérieure tricotée.
     
    10. Fil de liaison selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    le fil se compose d'un mélange de fibres ignifuges et de fibres combustibles, la part de fibres ignifuges étant de préférence supérieure ou égale à 60 pour cent en volume.
     
    11. Fil de liaison selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    le diamètre des fibres combustibles est inférieur au diamètre des fibres ignifuges et de préférence, les fibres combustibles sont disposées de façon à combler les espaces intermédiaires entre les fibres ignifuges.
     
    12. Utilisation du fil de liaison selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
    caractérisée en ce qu'
    il est utilisé pour un corps incandescent composé d'un tube tricoté ayant au moins une extrémité ouverte pour fixer les extrémités du tube sur un brûleur ou sur une pièce moulée pour brûleur.
     
    13. Utilisation du fil de liaison selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 11,
    caractérisée en ce qu'
    il est utilisé fixé à un corps incandescent, de façon à être guidé sur la périphérie de son tube tricoté en formant une boucle à au moins un endroit.
     
    14. Utilisation du fil de liaison selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 11,
    caractérisée en ce qu'
    il est utilisé de façon à être guidé en entourant l'extrémité du tube tricoté tissu d'un corps incandescent.
     




    Zeichnung