[0001] Die Erfindung betrifft eine Transportverpackung, insbesondere für explosives Packgut,
mit einem zusammenfaltbaren Außenverpackungsbehälter aus Pappe.
[0002] Derartige Transportverpackungen kommen zum Verpacken von Packgut vielfältiger Art
zum Einsatz. Handelt es sich bei dem Packgut um ein gefährliches Gut, insbesondere
um explosives Material, so unterliegt der Transport von derartigem Packgut besonderen
Sicherheitsbestimmungen. Letztere sind u. a. davon abhängig, welches Gefährdungspotential
das jeweilige Packgut darstellt.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Transportverpackung der eingangs
genannten Art derart auszugestalten, daß mit ihrer Hilfe das Gefährdungspotential
des Packgutes während dessen Transport kostengünstig vermindert und die Transportverpackung
raumsparend bevorratet werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird bei einer Transportverpackung der gattungsgemäßen Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die Transportverpackung eine flachlegbare, nicht brennbare Innenverpackung
aufweist, die zumindest bereichsweise gitter- oder netzartig ausgestaltet ist und
eine das Packgut umgebende, in radialer Richtung nicht aufweitbaren Hülse ausbildet.
[0005] Das Gefährdungspotential insbesondere von explosivem Packgut kann erheblich vermindert
werden kann, wenn das Packgut von einer nicht brennbaren Hülse umgeben ist, die in
radialer Richtung praktisch nicht aufweitbar ist und zumindest bereichsweise gitter-
oder netzartig ausgestaltet ist. Die nicht merklich aufweitbare Hülse nimmt bei einem
Transportunfall, bei dem es zu einer Explosion des Packgutes kommt, einen erheblichen
Teil der frei werdenden Energie durch Verformung auf, so daß die aufgrund der Explosion
des Packgutes auftretenden Schäden und damit das Gefährdungspotential vermindert werden
können. Das Ausmaß derartiger Schäden ist unter anderem von der Sprengkraft des explodierenden
Packgutes abhängig. Die zumindest bereichsweise durchlässig ausgestaltete Innenverpackung
stellt sich, daß im Falle einer Explosion der Druck entweichen kann, wobei jedoch
größere Splitter zurückgehalten werden, d. h. die Splitterwirkung wird vermindert.
[0006] In die Erfindung fließt außerdem der Gedanke mit ein, daß die Transportverpackung
auf einfache Weise außenseitig gekennzeichnet werden kann, insbesondere soll sichergestellt
werden, daß außenseitig die für den Transport des Packguts maßgebliche Gefahrgutklasse
gut sichtbar angebracht werden kann. Hierzu ist die Innenverpackung vom Außenverpackungsbehälter
umgeben, der aus Pappe, vorzugsweise aus Wellpappe, gefertigt ist und auf kostengünstige
Weise außenseitig bedruckt oder beklebt werden kann.
[0007] Die erfindungsgemäße Transportverpackung hat außerdem den Vorteil, daß die Transportverpackung
raumsparend bevorratet werden kann. Hierzu ist vorgesehen, daß nicht nur der Außenverpackungsbehälter
zusammenfaltbar ist, sondern daß auch die Innenverpackung flachlegbar ist. Im Falle
eines Nichtgebrauchs können somit der Außenverpackungsbehälter und die Innenverpakkung
sehr platzsparend bevorratet werden, insbesondere können im flachgelegten Zustand
eine Vielzahl von Transportverpackungen aufeinander aufgeschichtet werden.
[0008] Die Innenverpackung ist erfindungsgemäß aus einem nicht brennbaren Material gefertigt.
Hierbei hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die Innenverpackung aus
Metall hergestellt ist. Vorzugsweise ist die Innenverpakkung aus Draht gefertigt,
insbesondere aus Stahldraht.
[0009] Eine besonders einfache Handhabung der Transportverpackung kann dadurch erzielt werden,
daß die Innenverpackung selbständig formstabil ist. Dies ermöglicht es auf einfache
Weise, das Packgut in die Innenverpackung einzubringen.
[0010] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfaßt die Innenverpackung ein
starres Gitter, vorzugsweise ein Metallgitter. Die Innenverpackung läßt sich dadurch
besonders gewichtssparend ausgestalten, wobei aufgrund der gegebenen Durchlässigkeit
des Gitters gleichzeitig sichergestellt ist, daß im Falle eines Brandes oder einer
starken Wärmebelastung während des Transportes des Packgutes eine Explosion des Packgutes
eine verminderte Splitterwirkung zur Folge hat.
[0011] Um sicherzustellen, daß die Innenverpackung bei Nichtgebrauch flachlegbar ist, hat
es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Innenverpackung einen Behälter mit mehreren,
relativ zueinander verschwenkbaren und arretierbaren Seitenwänden ausbildet. Für den
Transport des Packgutes können die Seitenwände relativ zueinander arretiert werden
und dadurch in ihrer Gesamtheit einen starren Behälter ausbilden, der das Packgut
zumindest hülsenförmig umgibt. Bei Nichtgebrauch kann die Arretierung der Seitenwände
gelöst werden, so daß diese relativ zueinander verschwenkt werden können und dadurch
der gesamte Behälter flachgelegt werden kann.
[0012] In Abhängigkeit vom Packgut kann eine besonders starke Verminderung des Gefährdungspotentials
des Packgutes während dessen Transport kann dadurch erzielt werden, daß die in Form
eines Behälters ausgebildete Innenverpackung zumindest eine mittels einer Klappe verschließbare
Öffnung aufweist, wobei die Klappe zum Öffnen des Behälters entgegen der Wirkung einer
Rückstellkraft in das Behälterinnere einklappbar ist. Zur Rückstellung der Klappe
kann beispielsweise eine Rückstellfeder zum Einsatz kommen. Alternativ oder ergänzend
kann vorgesehen sein, daß die aus ihrer Schließstellung ausgeschwenkte Klappe aufgrund
ihrer eigenen Gewichtskraft mit einer Rückstellkraft beaufschlagt ist. Eine derartige
Ausgestaltung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn das Packgut einen explosiven
Bereich und einen nicht explosiven, jedoch brennbaren Bereich aufweist. Im Falle eines
Feuers oder einer starken Wärmebelastung während des Transportes des Packgutes wird
der brennbare Bereich des Packgutes relativ schnell zerstört. Umgibt der Behälter
lediglich den explosiven Bereich des Packgutes, während der brennbare, nicht explosive
Bereich aus der Öffnung des Behälters herausragt, so hat die Zerstörung des brennbaren
Bereiches zur Folge, daß die mit einer Rückstellkraft beaufschlagte Klappe den Behälter
schließt und dadurch der explosive Bereich des Packgutes vollständig von der stabilen
Innenverpackung umgeben ist. Kommt es anschließend bei weiter zunehmender Wärmebelastung
zu einer Explosion des Packgutes, so wird ein Großteil der frei werdenden Energie
von der Innenverpackung aufgenommen und die Splitterwirkung deutlich reduziert. Schädigungen
der Umgebung können folglich vermindert werden.
[0013] Es kann auch vorgesehen sein, daß die Innenverpackung nicht selbständig formstabil
ist, beispielsweise ein aufwickelbares Geflecht, insbesondere ein Metallgeflecht,
umfaßt. Das Geflecht kann schlauchförmig ausgestaltet sein, so daß die Innenverpackung
über das Packgut übergezogen werden kann. Alternativ kann das Packgut in die nicht
selbständig formstabile Innenverpackung eingewickelt sein, wobei die Innenverpackung
anschließend arretiert wird. Hierzu kann vorgesehen sein, daß an der Innenverpackung
ein Arretierungselement gehalten ist, alternativ kann ein separates Arretierungselement
zum Einsatz kommen.
[0014] Wie bereits erläutert, fließt in die Erfindung der Gedanke mit ein, daß die Innenverpackung
im Falle einer Explosion des Packgutes einen möglichst großen Anteil der frei werdenden
Energie aufnehmen und die Splitterwirkung vermindern soll. Hierzu ist die Innenverpackung
zumindest bereichsweise gitter-, geflecht- oder netzartig ausgestaltet, wobei sich
eine Maschenweite von mindestens etwa 5 mm, vorzugsweise eine Maschenweite im Bereich
von ca. 5 bis etwa 50 mm, als besonders günstig erwiesen hat.
[0015] Die Innenverpackung kann beispielsweise unter Einsatz von Draht gefertigt sein, vorzugsweise
rostgeschütztem oder nicht rostendem Draht.
[0016] Wie bereits erwähnt, umgibt die Innenverpackung das Packgut zumindest nach Art einer
Hülse. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Innenverpackung
das Packgut vollständig umgibt, denn dadurch kann ein besonders großer Anteil der
im Falle einer Explosion frei werdenden Energie aufgenommen und die Splitterwirkung
sehr deutlich reduziert werden.
[0017] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die Transportverpackung
mehrere Innenverpackungen umfaßt, die jeweils einen Teilbereich des Packgutes hülsen-
oder becherförmig umgeben. Eine derartige Ausgestaltung ist insbesondere bei unhandlichem,
länglich ausgestaltetem Packgut von Vorteil, da die einzelnen Innenverpackungen auf
einfach handhabbare Weise jeweils an einem Teilbereich des Packgutes angebracht werden
können.
[0018] Es kann vorgesehen sein, daß die Innenverpackung unmittelbar an dem Packgut anliegt.
Alternativ kann vorgesehen sein, daß die Innenverpackung einen Dämmstoff aufnimmt,
der vorzugsweise flächig am Packgut anliegt.
[0019] Vorzugsweise liegt der Außenverpackungsbehälter flächig an der Innenverpakkung an.
[0020] Als günstig hat es sich erwiesen, wenn der Außenverpackungsbehälter aus einoder mehrlagiger
Wellpappe gefertigt ist.
[0021] Die voranstehend erläuterte Transportverpackung kann für Packgut jeglicher Art zum
Einsatz kommen, insbesondere für gefährliches Packgut. Als besonders vorteilhaft hat
sich die Verwendung der erfindungsgemäßen Transportverpackung zur Verpackung von Airbags,
Airbagmodulen, Gasgeneratoren und pyrotechnischen Gegenständen erwiesen. Kommt es
während des Transports zu einer unbeabsichtigten Auslösung beispielsweise eines Airbags,
so wird die frei werdende Energie zu einem erheblichen Teil von der Innenverpackung
aufgenommen. Dadurch kann sichergestellt werden, daß sich Einzelteile des Airbags
im Falle einer Auslösung nur über einen sehr beschränkten Umgebungsbereich verteilen,
so daß das Gefährdungspotential durch derartige Airbags erheblich reduziert werden
kann. Dies wiederum ermöglicht es, die Sicherheitsmaßnahmen zum Transport von Airbags
zu vereinfachen, so daß Airbags kostengünstiger transportiert werden können.
[0022] Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im
Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Transportverpackung;
- Figur 2:
- eine Draufsicht auf eine Innenverpackung der Transportverpackung gemäß Figur 1;
- Figur 3:
- eine vergrößerte Darstellung des Teilbereichs A aus Figur 2;
- Figur 4:
- eine Schnittansicht längs der Linie 4-4 in Figur 3;
- Figur 5:
- eine Vorderansicht auf die teilweise flachgelegte Innenverpackung gemäß Figur 2;
- Figur 6:
- eine Vorderansicht auf die vollständig flachgelegte Innenverpackung gemäß Figur 2;
- Figur 7:
- eine Seitenansicht auf eine Innenverpackung gemäß einer zweiten Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Transportverpackung;
- Figur 8:
- eine schaubildliche Darstellung einer Innenverpackung gemäß einer dritten Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Transportverpakkung;
- Figur 9:
- eine vergrößerte Darstellung eines Teilbereichs der Innenverpackung gemäß Figur 8
und
- Figur 10:
- eine schaubildliche Darstellung zweier Innenverpackungen gemäß einer vierten Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Transportverpackung.
[0023] In den Figuren 1 bis 6 ist eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Transportverpackung
dargestellt, die insgesamt mit dem Bezugszeichen 12 belegt ist. Sie umfaßt einen Außenverpackungsbehälter
in Form einer Faltschachtel 14, die aus ein- oder mehrlagiger Wellpappe hergestellt
ist. Außerdem kommt eine verschließbare Innenverpackung in Form eines Gitterbehälters
16 zum Einsatz, in den zu verpackendes Packgut 18, beispielsweise ein in eine Kunststoffolie
eingeschweißter Airbag für Kraftfahrzeuge, einsetzbar ist. Der das Packgut 18 aufnehmende
Gitterbehälter 16 kann in die Faltschachtel 14 formschlüssig eingesetzt werden, so
daß diese allseitig flächig am Gitterbehälter 16 anliegt. Die Faltschachtel 14 kann
außenseitig eine an sich bekannte und deshalb in der Zeichnung nicht dargestellte
Aufschrift zur Kennzeichnung des Packgutes 18 tragen, insbesondere zur Kennzeichnung
der maßgeblichen Gefahrgutklasse des Packgutes 18. Diese Aufschrift kann auf die Faltschachtel
14 aufgedruckt sein, alternativ kann ein Etikett auf die Außenseite der Faltschachtel
14 aufgeklebt sein.
[0024] Wie insbesondere aus den Figuren 1 und 2 deutlich wird, ist der Gitterbehälter 16
quaderförmig ausgebildet und umfaßt einen Boden 20 und einen Deckel 21, die an einem
in der Draufsicht rechteckförmigen, das Packgut 18 in Umfangsrichtung hülsenförmig
umgebenden Mantel 22 verschwenkbar gelagert sind. Letzterer wird von gelenkig miteinander
verbundenen Seitenwänden gebildet, nämlich von einer vorderen Längswand 23, einer
hinteren Längswand 24 sowie einer ersten und einer zweiten Querwand 25 bzw. 26. Der
Boden 20 ist mittels zweier Scharniere 28 und 29 an einer Unterkante 30 der vorderen
Längswand 23 verschwenkbar gelagert, und der Deckel 21 ist mittels zweier Scharniere
31 und 32 an einer Oberkante 33 der hinteren Längswand 24 verschwenkbar gelagert.
[0025] Die erste Querwand 25 ist mittels Scharniere 35 und 36 verschwenkbar an der hinteren
Längswand 24 und mittels Scharniere 37 und 38 verschwenkbar an der vorderen Längswand
23 gehalten. Entsprechende Scharniere 40, 41 bzw. 42, 43 dienen der verschwenkbaren
Lagerung der zweiten Querwand 26 an der vorderen Längswand 23 und der hinteren Längswand
24.
[0026] Sämtliche Seitenwände 23, 24, 25, 26 des Mantels 22 sind ebenso wie der Boden 20
und der Deckel 21 des Gitterbehälters 16 aus einem starren Drahtgitter gefertigt,
das im dargestellten Ausführungsbeispiel quadratische Maschen aufweist mit einer Maschenweite
von ungefähr 16 mm.
[0027] An einer vorderen Längskante 45 des Deckels 21 ist der vorderen Längswand 23 zugewandt
ein Arretierungselement in Form eines U-förmig ausgestalteten Klemmbügels 46 festgelegt,
der im geschlossenen Zustand des Gitterbehälters 16 eine obere Längskante 47 der vorderen
Längswand 23 umgreift. Ein entsprechender Klemmbügel 49 ist an der hinteren Längskante
50 des Bodens 20 festgelegt und umgreift im geschlossenen Zustand des Gitterbehälters
16 die untere Längskante 51 der hinteren Längswand 24. Zur Verstärkung des Gitterbehälters
16 kann vorgesehen sein, daß der Boden 20 und/oder der Deckel 21 an sämtlichen freien
Seitenkanten, also nicht nur an der hinteren bzw. vorderen Längskante, zumindest einen,
vorzugsweise mehrere Arretierungselemente, beispielsweise Klemmbügel, aufweist.
[0028] Das in den Gitterbehälter 16 eingesetzte Packgut 18 ist allseitig vom starren Gitterbehälter
16 umgeben. Kommt es während des Transportes des in der Transportverpackung 12 verstauten
Packgutes 18 aufgrund eines Transportunfalles zu dessen Explosion, so wird ein erheblicher
Teil bei der Explosion frei werdenden Energie vom Gitterbehälter 16 aufgenommen, der
elastisch nicht merklich aufweitbar ist. Eine Explosion kann sich insbesondere dann
ereignen, falls das Packgut 18 in der Transportverpackung 12 einer starken Wärmebelastung
unterliegt. Eine derartige Belastung hat zunächst zur Folge, daß die Faltschachtel
14 in Brand gerät, wobei die auftretende Wärme durch den Gitterbehälter 16 hindurch
das Packgut 18 aufheizt, so daß dieses gegebenenfalls explodieren kann. Der Gitterbehälter
16 weist zwar eine beachtliche mechanische Stabilität, jedoch keine wärmeisolierenden
Eigenschaften auf. Dadurch wird sichergestellt, daß im Falle eines Brandes oder einer
sonstigen starken Wärmebelastung keine weitere Aufheizung des Packgutes 18 innerhalb
der Innenverpackung erfolgen kann, die möglicherweise eine verzögerte Explosion mit
erheblich gesteigerter Sprengkraft zur Folge hätte.
[0029] Zur Bevorratung der Transportverpackung 12 kann die Faltschachtel 14 nach der Entnahme
des Gitterbehälters 16 in üblicher Weise zusammengefaltet werden. Zusätzlich kann
auch der Gitterbehälter 16 flachgelegt werden. Hierzu ist es lediglich erforderlich,
den Deckel 21 um die durch die Oberkante 33 der hinteren Längswand 24 definierte Schwenkachse
um 90° nach oben und den Boden 20 um die durch die Unterkante 30 der vorderen Längswand
23 definierte Schwenkachse um 90° nach unten zu verschwenken, wie dies in Figur 5
dargestellt ist. Anschließend kann der Mantel 22 durch Verschwenken der ersten Querwand
25, der vorderen Längswand 23 und der zweiten Querwand 26 um durch die beiden Stirnkanten
der hinteren Längswand 24 definierten Schwenkachsen zur Seite geschwenkt werden, so
daß der gesamte Gitterbehälter 16 eine flachgelegte Ausgestaltung einnimmt, wie dies
insbesondere aus Figur 6 deutlich wird. In diesem Zustand kann der Gitterbehälter
16 ebenso wie die zusammengefaltete Faltschachtel 14 platzsparend bevorratet werden.
[0030] In Figur 7 ist eine alternative Ausgestaltung eines insgesamt mit dem Bezugszeichen
60 belegten Gitterbehälters dargestellt, der in Kombination mit der Faltschachtel
14 zur Ausgestaltung einer Transportverpackung zum Einsatz kommen kann. Der Gitterbehälter
60 ist ähnlich ausgestaltet wie der voranstehend erläuterte Gitterbehälter 16. Im
Gegensatz zu diesem wird beim Gitterbehälter 60 ein das Packgut 18 hülsenförmig umgebender
Mantel 65 vom Dekkel 63 und einem im Abstand zu diesem parallel ausgerichteten Boden
62 sowie von einer vorderen Längswand 61 und einer hinteren Längswand (nicht dargestellt)
gebildet, die mittels identisch ausgestalteter Scharniere 64 gelenkig mit dem Boden
62 und dem Deckel 63 verbunden sind. An einer ersten Stirnkante 66 des Bodens 62 ist
über Scharniere 67 eine erste Querwand 68 verschwenkbar gehalten, die an ihrer freien
Stirnkante 69 einen Klemmbügel 70 trägt, der zur Arretierung der ersten Querwand 68
eine erste Stirnkante 71 des Deckels 63 hintergreift.
[0031] An der der ersten Stirnkante 71 abgewandten zweiten Stirnkante 72 des Dekkels 63
ist mittels im Abstand zueinander angeordneter Scharniere 73 eine zweite Querwand
74 verschwenkbar gelagert. Diese bildet eine Schließklappe, mit der die vom Mantel
65 begrenzte seitliche Öffnung des Gitterbehälters 60 geschlossen werden kann. Im
dargestellten Ausführungsbeispiel ist die zweite Querwand 74 einstückig ausgestaltet.
Es kann allerdings auch vorgesehen sein, daß die zweite Querwand 74 vorhangartig ausgebildet
ist und mehrere, parallel zueinander ausgerichtete Wandelemente aufweist, die entgegen
einer Rückstellkraft in das Behälterinnere einklappbar sind. Mittels einer Rückstellfeder
75 ist die zweite Querwand 74 in ihre Schließstellung vorgespannt, in der sie an einem
am Boden 62 festgelegten Anschlagwinkel 77 anliegt, so daß sie entgegen der Wirkung
der Rückstellfeder 75 in das Innere des Gitterbehälters 60 eingeschwenkt werden kann,
wie dies in Figur 7 durch den Doppelpfeil 76 veranschaulicht ist. Es kann auch vorgesehen
sein, daß das freie Ende der Querwand 74 in der Schließstellung am Boden 62 anliegt,
so daß dann der Anschlagwinkel 77 entfallen kann.
[0032] Durch Verschwenken der zweiten Querwand 74 in das Innere des Gitterbehälters 60 kann
zu verpackendes Packgut 18 in den Gitterbehälter 60 eingebracht werden. Das Packgut
kann hierbei einen Bereich aufweisen, der über den Gitterbehälter 60 übersteht, der
jedoch ebenso wie der Gitterbehälter 60 von der eine entsprechende Baugröße aufweisenden
Faltschachtel 14 umschlossen wird. Vorzugsweise umgibt der Gitterbehälter 60 einen
explosiven Bereich des Packgutes, während der über den Gitterbehälter 60 überstehende
Bereich des Packgutes nicht explosiv ausgestaltet ist, sondern im Falle eines Brandes
oder einer starken Wärmebelastung lediglich abbrennt. Dies hat zur Folge, daß der
überstehende Bereich des Packgutes im Falle eines Brandes von dem explosiven Bereich
des Packgutes abgetrennt wird, so daß dann die zweite Querwand 74 aufgrund ihrer Beaufschlagung
mit einer Rückstellkraft selbsttätig ihre Schließstellung einnimmt. Beim Übergang
in die Schließstellung stößt das freie Ende der zweiten Querwand 74 gegen den am Boden
62 festgelegten Anschlagwinkel 77. Dadurch wird sichergestellt, daß die zweite Querwand
74 ausgehend von ihrer in das Behälterinnere verschwenkten Stellung nicht über ihre
Schließstellung hinaus nach außen verschwenkt werden kann, so daß im Falle einer Explosion
des innerhalb des Gitterbehälters 60 verbleibenden Bereichs des Packgutes ein möglichst
großer Anteil der frei werdenden Energie vom Gitterbehälter 60 aufgenommen wird.
[0033] Der Gitterbehälter 60 ist entsprechend der Ausgestaltung des voranstehend unter Bezugnahme
auf die Figuren 1 bis 6 erläuterten Gitterbehälters 16 flachlegbar. Hierzu ist es
lediglich erforderlich, die erste Querwand 68 um eine durch die erste Stirnkante 66
des Bodens 62 definierte Verschwenkachse in eine Stellung parallel zum Boden 62 zu
verschwenken. Außerdem muß die zweite Querwand 74 so weit in das Behälterinnere verschwenkt
werden, daß sie innenseitig am Deckel 63 anliegt. Anschließend kann der Mantel 65
entsprechend dem voranstehend erläuterten Mantel 20 flachgelegt werden, so daß der
Gitterbehälter 60 zur Bevorratung eine sehr flache Ausgestaltung aufweist.
[0034] In den Figuren 8 und 9 ist eine dritte Ausführungsform einer verschließbaren Innenverpackung
dargestellt, die in Kombination mit der in Figur 1 dargestellten Faltschachtel 14
eine erfindungsgemäße Transportverpackung ausbildet. Im Gegensatz zu den Gitterbehältern
16 und 60, die eine selbständig formstabile Ausgestaltung aufweisen, ist die in den
Figuren 8 und 9 dargestellte Innenverpackung als nicht selbständig formstabile Hülse
80 ausgestaltet, die ein Packgut 82 in Umfangsrichtung umgibt. Die Hülse 80 wird von
einem Drahtgeflecht 84 gebildet, das in Form eines Netzes ausgestaltet ist mit einer
Maschenweite von ca. 5 bis etwa 50 mm. Das Drahtgeflecht 84 ist in der dargestellten
Ausführungsform um das Packgut 82 herumgewickelt und bildet einen Schlauch. Zur Arretierung
des Drahtgeflechts 82 können separate Arretierungselemente zum Einsatz kommen, die
an sich bekannt sind und zur Erzielung einer besseren Übersichtlichkeit in der Zeichnung
nicht dargestellt sind. Alternativ kann vorgesehen sein, das die Arretierungselemente
beispielsweise mittels einer Quetschzange mit dem Drahtgeflecht 84 verbindbar sind.
[0035] Im Falle einer Explosion des Packgutes 82 wird von der in radialer Richtung nicht
aufweitbaren Hülse 80 ein beträchtlicher Teil der freiwerdenden Energie aufgenommen.
Durch die hülsenförmige Umhüllung des Packgutes 82 ist im Falle einer Explosion sichergestellt,
daß auseinanderbrechende Teile des Packgutes 82 sich nur über einen beschränkten Umgebungsbereich
verteilen. Soll die Hülse 80 bevorratet werden, so kann sie hierzu aufgrund ihrer
selbständig nicht formstabilen Ausgestaltung ohne weiteres flachgelegt werden, so
daß sie nur einen geringen Stauraum beansprucht.
[0036] Der Einsatz der erfindungsgemäßen Transportverpackung ist nicht auf die Verpackung
von explosivem Packgut beschränkt. Selbstverständlich kann jegliche Art von Packgut
mittels der Transportverpackung verpackt werden. Es kann vorgesehen sein, daß mehrere
nicht brennbare Innenverpackungen mit gitter-, geflecht- oder netzartiger Struktur
zum Einsatz kommen, die jeweils einen Teilbereich des Packgutes hülsenartig umgeben.
Die Innenverpackung muß hierbei nicht unmittelbar an dem Packgut anliegen, es kann
vielmehr zusätzlich ein Dämmstoff zum Einsatz kommen. In Figur 10 ist hierzu schematisch
ein längliches Packgut 90 dargestellt, das an seinen beiden Endbereichen jeweils von
einem Dämmstoff 91 bzw. 92 umgeben ist, an dem wiederum eine aus einem Drahtgeflecht
gefertigte Hülse 93 bzw. 94 flächig anliegt. Die beiden Hülsen 93 und 94 umgeben in
Kombination mit den Dämmstoffen 91 bzw. 92 jeweils einen Endbereich des Packgutes
90 und stellen jeweils eine in radialer Richtung nicht aufweitbare Innenverpackung
dar. Das Packgut 90 kann umgeben von den Dämmstoffen 91 und 92 und den Hülsen 93 und
94 in eine größenmäßig angepaßte Faltschachtel eingebracht werden, die in Kombination
mit den beiden Hülsen 93 und 94 eine erfindungsgemäße Transportverpackung darstellt
und außenseitig gekennzeichnet werden kann.
[0037] Die in Figur 10 dargestellte Ausgestaltung eignet sich insbesondere zur Verpackung
von Packgütern, die endseitig explosive Teile aufweisen. Im Falle einer Explosion
wird ein Großteil der freiwerdenden Energie von den Hülsen 93 bzw. 94 aufgenommen,
so daß das Gefährdungspotential des verpackten Packgutes vermindert werden kann.
1. Transportverpackung, insbesondere für explosives Packgut, mit einem zusammenfaltbaren
Außenverpackungsbehälter aus Pappe, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportverpackung (12) mindestens eine flachlegbare, nicht brennbare Innenverpackung
(16; 60; 80; 93; 94) aufweist, die zumindest bereichsweise gitter- oder netzartig
ausgestaltet ist und eine das Packgut (18; 82; 90) umgebende, in radialer Richtung
nicht aufweitbare Hülse (22; 65; 80; 93; 94) ausbildet.
2. Transportverpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenverpackung (16; 60; 80; 93; 94) aus Metall gefertigt ist.
3. Transportverpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenverpackung (16; 60) selbständig formstabil ist.
4. Transportverpackung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenverpackung (16; 60) ein starres Gitter umfaßt.
5. Transportverpackung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenverpackung (16; 60) einen Behälter mit mehreren, relativ zueinander verschwenkbaren
und arretierbaren Seitenwänden (20, 21, 23, 24, 25, 26; 61, 62, 63, 68, 74) ausbildet.
6. Transportverpackung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (60) zumindest eine mittels einer Klappe (74) schließbare Öffnung aufweist,
wobei die Klappe (74) zum Öffnen des Behälters (60) entgegen der Wirkung einer Rückstellkraft
(75) in das Behälterinnere einklappbar ist.
7. Transportverpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenverpackung (80; 93; 94) nicht selbständig formstabil ist.
8. Transportverpackung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenverpackung (80; 93; 94) ein aufwickelbares Geflecht (84) umfaßt.
9. Transportverpackung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der gitter- oder netzartige Bereich der Innenverpackung (16; 60; 80; 93; 94) eine
Maschenweite von mindestens etwa 5 mm aufweist.
10. Transportverpackung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenverpackung (16; 60; 80; 93; 94) unter Einsatz von rostgeschütztem oder nicht
rostendem Draht gefertigt ist.
11. Transportverpackung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenverpackung (16) das Packgut (18) vollständig umgibt.
12. Transportverpackung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportverpackung mehrere Innenverpackungen (93; 94) umfaßt, die jeweils einen
Teilbereich des Packgutes (90) hülsen- oder becherförmig umgeben.
13. Transportverpackung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenverpackung (93; 94) einen Dämmstoff (91, 92) aufnimmt, der am Packgut (90)
anliegt.
14. Transportverpackung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenverpackungsbehälter (14) flächig an der Innenverpackung (16; 60) anliegt.
15. Verwendung einer Transportverpackung nach einem der voranstehenden Ansprüche zur Verpackung
von Airbags, Airbagmodulen, Gasgeneratoren und pyrotechnischen Gegenständen.