[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befestigen von aus Längsstäben und Querstäben
gebildeten Zaungittermatten an Zaunsäulen, mit einem im wesentlichen U-förmigem Verbindungselement
mit hakenförmigen Schenkeln, und mit einem Spannelement.
[0002] Aus der DE-A1-3248438 ist eine Halterung für Gitterzäune zur Befestigung von Gittermatten
an Zaunpfosten bekannt. Diese Halterung besteht im wesentlichen aus einem U-förmigen
Verbindungselement, das im montierten Zustand den Zaunpfosten umgreift und mit den
äußeren Schenkelenden die Gittermatte hält. Hierbei sind die äußeren Schenkelenden
des Verbindungselementes hakenförmig ausgebildet und weisen ein Hakenmaul auf, das
die Gittermatte umfaßt. Durch ein am Stegteil des Verbindungselementes angebrachtes
Spannelement, das an den Zaunpfosten andrückbar ist, wird die vom Hakenmaul erfaßte
Gittermatte in Richtung Zaunpfosten angezogen. Diese Halterung hat den Nachteil, daß
die Halterung den Zaunpfosten umfaßt und daher möglichst genau an die Maße des Zaunpfostens
angepaßt werden muß, wodurch sehr viele, unterschiedliche Typen auf Lager gehalten
werden müssen. Bei großen Zaunpfosten ist die Halterung nicht einsetzbar. Die Halterung
hat außerdem den Nachteil, daß der Zaunpfosten nicht in Linie mit den Gittermatten
angeordnet werden kann.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, die geschilderten Nachteile der bekannten Halterung
zu vermeiden und eine Vorrichtung der einleitend angegebenen Art zu schaffen, die
es ermöglicht, in einfacher und rascher Weise Zaungittermatten an Zaunsäulen zu befestigen,
und die derart einfach aufgebaut ist, daß nur eine Type für eine Vielzahl von verschiedenen
Zaunsäulen einsetzbar ist. Außerdem soll diese Vorrichtung die Anordnung der Zaungittermatten
in Fluchtlinie mit den Zaunsäulen ermöglichen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet
sich dadurch aus, daß als Verbindungselement zumindest eine Befestigungsklammer sowie
als Spannelement eine einen Kopf und ein langes Endgewinde aufweisende Befestigungsschraube
sowie eine Befestigungsmutter vorgesehen sind, daß die Befestigungsklammer einen hufeisenförmig
geformten, offenen, die Befestigungsschraube umschließenden Stegteil und zwei abgewinkelte
Schenkel mit je einem in Richtung Stegteil umgebogenen Endhaken aufweist, der ein
im wesentlichen seitlich zum Stegteil hin geöffnetes Endhakenmaul zur Aufnahme des
Randlängsstabes der Zaungittermatte bildet.
[0004] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 einen Abschnitt
eines aus Zaungittermatten und Zaunsäule bestehenden Gitterzaunes mit einer erfindungsgemäßen
Befestigungsklammer, Fig. 2a ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Befestigungsklammer
in Seitenansicht, Fig. 2b die Befestigungsklammer in entsprechender Vorderansicht,
und Fig. 2c die Befestigungsklammer in entsprechender Draufsicht.
[0005] Die in den Fig. 1, 2a, 2b und 2c dargestellten Vorrichtungen weisen Befestigungsklammern
1, 1' zum Befestigen von Zaungittermatten 2, 2' an einer Zaunsäule 3 auf. Die Zaungittermatten
2, 2' bestehen aus inneren Längsstäben 4, Randlängsstäben 4' und aus senkrecht zu
diesen angeordneten Querstäben 5, die an ihren Kreuzungspunkten mit den Längsstäben
4 und den Randlängsstäben 4' miteinander verbunden, vorzugsweise verschweißt sind.
Im Rahmen der Erfindung können die Stäbe 4, 4', 5 der Zaungittermatte 2, 2' jede beliebige
Querschnittsform haben, z.B. einen runden Querschnitt aufweisen.
[0006] Wie in den Fig. 2a bis 2c in verschiedenen Ansichten dargestellt, weist die Befestigungsklammer
1 einen hufeisenförmig geformten, offenen Stegteil 6 sowie zwei abgewinkelte Schenkel
7 auf, die jeweils in einem Winkel kleiner als 90° senkrecht zum Stegteil 6 verlaufen.
Die beiden Schenkel 7 weisen in ihren freien Enden je einen Endhaken 8 mit einem im
wesentlichen seitlich zum Stegteil 6 hin geöffneten Endhakenmaul 9 auf. Beide Endhakenmäuler
9 umfassen im montierten Zustand, wie in Fig. 1 gezeigt, den Randlängsstab 4', und
sind daher in ihrer Form und in ihren Abmessungen möglichst genau an die Form und
den Durchmesser der Randlängsstäbe 4' angepaßt. Die Befestigungsklammer 1 wird aus
entsprechend starkem, rundem Stahldraht, vorzugsweise aus einem Stück, durch entsprechende
Biegevorgänge erzeugt. Die Befestigungsklammer 1 kann im Rahmen der Erfindung beliebige
Querschnittsformen aufweisen, beispielweise aus Flachmaterial bestehen. Die Befestigungsklammer
1 weist eine Korrosionsschutzschicht auf, die farblich und im Aufbau an die Korrosionsschutzschicht
der Zaungittermatten 2, 2' angepaßt ist. Diese Korrosionsschutzschicht kann im Rahmen
der Erfindung nur aus einer stark verzinkten Schicht oder aus einer normal verzinkten
Schicht mit einer zusätzlichen Kunststoff- oder Farbbeschichtung bestehen. Die Befestigungsklammer
1' ist identisch zur Befestigungsklammer 1 aufgebaut.
[0007] Die erfindungsgemäßen Befestigungsklammern 1 und 1' werden, wie in Fig. 1 dargestellt,
in folgender Weise eingesetzt:
[0008] In der Zaunsäule 3 wird eine Durchgangsbohrung 10 angebracht. In diese Bohrung 10
wird eine Befestigungsschraube 11 eingesteckt, deren Gesamtlänge und mit Gewinde versehenes
Ende so groß sein müssen, daß das mit Gewinde versehene Ende an der gegenüberliegenden
Seite der Zaunsäule 3 soweit herausragt, daß die andere Befestigungsklammer 1' mit
Hilfe einer Befestigungsmutter 12 angebracht werden kann. Die Befestigungsschraube
11 besitzt einen massiven Kopf 13, der beispielsweise ein Sechskant sein kann. Die
Befestigungsschraube 11 wird derart durch die Befestigungsklammer 1 hindurchgeführt,
daß der Kopf 13 der Befestigungsschraube 11 an der Innenseite des Stegteils 6 anliegt.
Auf die Befestigungsschraube 11 wird ein Distanzstück 14 geschoben, das zwischen der
Außenseite des Stegteils 6 der Befestigungsklammer 1 und der Zaunsäule 3 angeordnet
ist. Dieses Distanzstück 14 ist vorzugsweise aus elastischem Material, beispielsweise
aus Kunststoff, um etwaige Distanzfehler bei der Montage ausgleichen zu können. Die
Befestigungsklammer 1 umfaßt mit ihren Endhaken 8 den Randlängsdraht 4' der Zaungittermatte
2 und hängt sich in diesem ein. Die Befestigungsschraube 11 wird mit der Befestigungsklammer
1 zusammen mit der Zaungittermatte 2 soweit an die Zaunsäule 3 herangezogen, bis das
Distanzstück 14 an der Zaunsäule 3 und der Stegteil 6 der Befestigungsklammer 1 an
der anderen Seite des Distanzstückes 14 anliegt. Auf das andere, freie Ende der Befestigungsschraube
11 wird ein weiteres Distanzstück 14' geschoben, und das freie Ende wird durch den
Stegteil 6 der anderen Befestigungsklammer 1' hindurchgeführt. An der Innenseite des
Stegteils 6 der Befestigungsklammer 1' wird die Befestigungsmutter 12 auf die Befestigungsschraube
11 aufgeschraubt. Die Zaungittermatte 2' wird in die Endhaken 8 der Befestigungsklammer
1' eingehängt. Die Befestigungsklammer 1' wird anschließend zusammen mit der Zaungittermatte
2' soweit an die Zaunsäule 3 herangezogen, bis das Distanzstück 14' an der Zaunsäule
3 und der Stegteil 6 der Befestigungsklammer 1' an der anderen Seite des Distanzstückes
14' anliegt. Die Befestigungsmutter 12 wird abschließend derart festgeschraubt, daß
eine feste, spielfreie Verbindung der Zaungittermatten 2 und 2' mit Hilfe der Befestigungsklammer
1 und 1' mit der Zaunsäule 3 hergestellt wird, wobei die Distanzstücke 14, 14' als
Ausgleichselemente dienen.
[0009] Je nach Höhe des herzustellenden Zaunes werden an der Zaunsäule 3 höhenmäßig gleichmäßig
verteilt mehrere derartige Durchgangsbohrungen 10 mit entsprechenden Befestigungsschrauben
11 und Befestigungsklammern 1 und 1' angebracht, wodurch die beiden Zaungittermatten
2 und 2' an mehreren Stellen fixiert werden.
[0010] Beim Befestigen einer Zaungittermatte 2 an einer Randsäule fehlt die zweite Zaungittermatte
2' und damit auch die zweite Befestigungsklammer 1'. In diesem Fall wird eine kürzere
Befestigungsschraube verwendet, und die Befestigungsmutter liegt direkt, gegebenenfalls
mit einer Unterlegscheibe oder einem Distanzstück, an der Randsäule an.
[0011] Es versteht sich, daß das dargestellte Ausführungsbeispiel im Rahmen des allgemeinen
Erfindungsgedankens verschiedentlich, insbesondere hinsichtlich der Ausgestaltung
der Befestigungsklammer, abgeändert werden kann. Die Befestigungsklammern können aus
mehreren, miteinander verbundenen Einzelteilen aufgebaut sein, wobei die Querschnittsform
beliebig wählbar ist.
[0012] Des weiteren ist es im Rahmen der Erfindung möglich, anstelle einer Befestigungsschraube
11 mit Kopf 13 einen anderen Typ von Schraube, z.B. eine Befestigungsschraube mit
Öse, eine sog. Spannschraube, zu verwenden. In diesem Fall wird die Befestigungsklammer
1 derart durch die Öse der Befestigungsschraube gefädelt, daß die Öse den Stegteil
6 umschließt.
1. Vorrichtung zum Befestigen von aus Längsstäben und Querstäben gebildeten Zaungittermatten
an Zaunsäulen, mit einem im wesentlichen U-förmigen Verbindungselement mit hakenförmigen
Schenkeln, und mit einem Spannelement, dadurch gekennzeichnet, daß als Verbindungselement zumindest eine Befestigungsklammer (1, 1') sowie als Spannelement
eine einen Kopf (13) und ein langes Endgewinde aufweisende Befestigungsschraube (11)
und eine Befestigungsmutter (12) vorgesehen sind, daß die Befestigungsklammer (1,
1') einen hufeisenförmig geformten, offenen, die Befestigungsschraube (11) umschließenden
Stegteil (6) und zwei abgewinkelte Schenkel (7) mit je einem in Richtung Stegteil
(6) umgebogenen Endhaken (8) aufweist, der ein im wesentlichen seitlich zum Stegteil
(6) hin geöffnetes Endhakenmaul (9) zur Aufnahme des Randlängsstabes (4') der Zaungittermatte
(2, 2') bildet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel zwischen dem Stegteil (6) und dem Schenkel (7) kleiner als 90° ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsklammer (1, 1') einstückig ausgebildet und aus rundem Stahldraht
gebogen ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsklammer (1, 1') eine Korrosionsschutzschicht aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Korrosionsschutzschicht aus einer Zinkschicht und/oder einer Kunststoffbeschichtung
besteht.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsschraube (11) einen massiven, vorzugsweise sechskantig geformten
Kopf (13) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf der Befestigungsschraube (11) die Form einer Öse hat.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Zaunsäule (3) und dem Stegteil (6) der Befestigungsklammer (1, 1') ein
Distanzstück (14, 14') angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Distanzstück (14, 14') aus elastischem Material, vorzugsweise aus Kunststoff
besteht.