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(11) |
EP 1 423 208 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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07.01.2009 Patentblatt 2009/02 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.04.2006 Patentblatt 2006/14 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.05.2002 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2002/001771 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/094457 (28.11.2002 Gazette 2002/48) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG VON TEILEN MIT EINER VERSIEGELUNGSSCHICHT AUF DER OBERFLÄCHE
METHOD FOR PRODUCING PARTS HAVING A SEALING LAYER ON THE SURFACE
PROCEDE DE REALISATION DE PIECES PRESENTANT A LEUR SURFACE UNE COUCHE D'ETANCHEIFICATION
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Priorität: |
18.05.2001 DE 10124676
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.06.2004 Patentblatt 2004/23 |
| (73) |
Patentinhaber: Klebchemie M.G. Becker GmbH & Co. KG |
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76356 Weingarten/Baden (DE) |
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Erfinder: |
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- BECKER-WEIMANN, Klaus
76227 Karlsruhe (DE)
- BÜKER, Oliver
76359 Marxzell-Burbach (DE)
- SCHROEDER, Uwe
76359 Marxzell-Schielberg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Isenbruck, Günter |
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Isenbruck, Bösl, Hörschler, Wichmann, Huhn
Patentanwälte
Theodor-Heuss-Anlage 12 68165 Mannheim 68165 Mannheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 197 324 EP-B- 0 918 600 DE-A- 19 806 136 US-A- 3 963 820 US-A- 5 350 617
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EP-A- 0 838 269 DE-A- 19 543 901 US-A- 3 900 690 US-A- 4 418 106
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Teilen mit einer
Versiegelungsschicht auf der Oberfläche und auf derartige Teile.
[0002] In den verschiedensten Anwendungsgebieten kommen zur Zeit Lacke als Versiegelungsschicht
auf der Oberfläche von Teilen in großen Mengen zum Einsatz, so etwa in de Möbel- und
holzverarbeitenden Industrie, aber auch bei Teilen aus Stahl, Nichteisenmetallen,
Kunststoff, Papier, Pappe, Pappmaché oder mineralischen Stoffen. Ein weitverbreitetes
Lacksystem sind UV-härtende Lacke, die meist per Walzenauftrag, seltener im Sprühauftrag
auf die Teile aufgetragen werden. Der anschließende Aushärtevorgang erfolgt mit UV-Licht
bzw. UV-Lampen. Der maschinelle Aufwand bei der Lackierung mit UV-Lacken ist sehr
hoch und erfordert einen sehr großen Raumbedarf. Der große Raumbedarf liegt auch darin
begründet, daß Lackiervorgänge mit UV-härtenden Systemen meist mehrere Aufträge -
in der Praxis sind drei bis vier Aufträge gängig - erfordern. Mit jedem Lackauftrag
können aufgrund der Viskosität, speziell aber aufgrund der UV-Durchhärtung nur ca.
10 bis 20 my Schichten appliziert werden, weshalb auch mehrere Lackaufträge notwendig
sind. UV-Lampen und die notwendige Energie zur Aushärtung sind sehr teuer.
[0003] Auch andere Lacksysteme, wie z.B. 2-K-PUR-Lacke, Nitrolacke oder Wasserlacke müssen
ebenfalls in mehreren Schichten aufgetragen werden. Füller, Grundierungen und gegebenenfalls
Zwischenschliffe sind auch hier immer notwendig und machen die Oberflächenbeschichtung
komplex und maschinell sehr aufwendig und teuer.
[0004] Aus der
DE 198 06 136 C2 ist es bekannt, bei einer Diele für Parkettböden mit wenigstens einer Holzschicht
und einer Versiegelungsschicht auf ihrer Oberfläche vorzusehen, daß die Versiegelungsschicht
als eine wasser- und lösungsmittelfreie, mit der Luftfeuchtigkeit aushärtende Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht
auf Polyurethanbasis ausgebildet ist. Die Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht wird dabei
auf die Holzschicht aufgerakelt, aufgewalzt oder aufgesprüht. Bei diesem Auftrag kann
es zu unerwünschten Unebenheiten in der Versiegelungssschicht kommen. Außerdem ist
die Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht nach dem Auftragen noch klebrig, so daß bei der Handhabung
der Parkettdielen-Halbfabrikate die Versiegelungsschicht beschädigt werden kann oder
die einzelnen Teile beim Stapeln aneinander kleben können. Die nach der
DE 198 06 136 C2 vorgeschlagene Kühlzone ist in der Praxis mit einem hohen Aufwand für die Bereitstellung
der sehr kalten, feuchten Luft verbunden.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, den Stand der Technik vorteilhaft weiterzubilden.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1.
[0007] Zunächst ist erkannt worden, daß eine wasser- und lösungsmittelfreie, mit der Luftfeuchtigkeit
aushärtende Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht auf Poyurethanbasis auch zur Bildung einer
Versiegelungsschicht auf verschiedenen anderen Materialien vorteilhaft zum Ersatz
der bisherigen Lacke eingesetzt werden kann. So ist dies bei Möbelteilen, die aus
Vollholz oder fumierten Teilen mit einem Holz- oder Holzwerkstoffträgermaterial und
aufgeklebtem Furnier bestehen können, möglich. Daneben kann eine solche Reaktive-Schmelzmasse-Schicht
auch zur Versiegelung von holzartigen Stoffen, von Teilen aus Stahl, Nichteisenmetallen,
Kunststoff, Papier, Pappe, Pappmaché oder mineralischen Stoffen verwendet werden.
Bei allen diesen unterschiedlichen Materialien kann mit einem einzigen Auftrag ohne
Zwischenbehandlung in Form von Schleifen, Aushärten oder ähnliches eine Versiegelungsschicht
mit Schichtstärken zwischen 5 und 150 my ausgebildet werden, die eine sehr hohe Abriebbeständigkeit,
eine hohe Härte- und Kratzfestigkeit, eine gute Stoßfestigkeit und Restelastizität
zur Vermeidung von Sprödrissen, eine hohe Chemikalienbeständigkeit und je nach Anforderung
und Bedarf eine hohe UV-Beständigkeit aufweist. Zudem ist diese Art der Oberflächenveredelung
maschinell einfach und dadurch wirtschaftlicher.
[0008] Daneben kann bei beliebigen Teilen, mit einer Versiegelungsschicht auf ihrer Oberfläche,
die als eine wasser- und lösungsmittelfreie, mit der Luftfeuchtigkeit aushärtende
Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht auf Polyurethanbasis ausgebildet ist, eine Verbesserung
der Oberflächeneigenschaften dadurch erzielt werden, daß nach dem Aufbringen auf die
Oberfläche des Teils die Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht geglättet wird. Dadurch werden
Unebenheiten der Oberfläche vermieden, die sich durch den bloßen Auftrag der heißen
Reaktiv-Schmelzmasse ergeben können und es ergibt sich eine noch glattere Oberfläche.
Es ist dann auch möglich, mit geringeren Materialmengen zwischen 70 und 100 g/m
2 an Reaktiv-Schmelzmasse zu arbeiten.
[0009] Die wasser- und lösungsmittelfreie Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht wird auf die zu versiegelnde
Fläche bei einer Temperatur oberhalb von 100 °C, etwa 100 °C bis 140 °C aufgebracht.
Dabei werden pro Quadratmeter zu beschichtender Oberfläche etwa 70 bis 100 g Reaktiv-Schmelzmasse
aufgetragen. Die Reaktiv-Schmelzmasse besitzt üblicherweise eine Dichte von ca. 1,1
g/m
2 und ein Viskosität nach Brookfield bei 120 °C von ca. 4.000 mPas und bei 140 °C von
ca. 2.400 mPas. Günstig ist es, die Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht unter Luftabschluß
und Abschirmung von Luftfeuchtigkeit aufzubringen, um ein vorzeitiges Ausreagieren
zu verhindern. Die Schicht kann beispielsweise aufgerakelt, ausgewalzt, aufgesprüht
oder mittels einer Düse oder Schlitzdüse aufgebracht werden. Selbst im ausgehärteten
Zustand als 100-%-iger Festkörper weist die Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht noch eine
gewisse Restelastizität auf.
[0010] Vor einer möglichen Weiterverarbeitung der oberflächenbeschichteten Teile sollten
die Teile je nach Feuchteangebot 3 bis 5 Tage vernetzen können, damit eine nahezu
vollständige Vernetzung eingetreten ist und dann Oberflächenkratzer vermieden werden.
Bei Parkettdielen kann eine Weiterverarbeitung etwa in der Profilierung der Nut-Feder-Verbindungen
bestehen. Auch bei anderen Teilen kann gegebenenfalls eine Weiterverabeitung notwendig
sein, oder der Herstellungsvorgang ist mit der erfindungsgemäßen Beschichtung der
Oberfläche beendet.
[0011] Mit den erfindungsgemäßen Verfahren können die unterschiedlichsten Teile hergestellt
werden. Neben Dielen für Parkettböden können damit Möbelteile oder andere Teile aus
holzartigen Stoffen hergestellt werden. Daneben können Stahlteile und Teile aus Nichteisenmetallen,
Kunststoff, Papier, Pappe, Pappmaché und mineralischen Stoffen beschichtet werden.
Auch weitere Einsatzgebiete der Oberflächenbschichtung sind denkbar.
[0012] Vorteilhaft ist es, der Oberfläche der Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht zwischen dem
Aufbringen und dem Glätten noch einmal Wärme zuzuführen, um das Ergebnis der Glättung
weiter zu verbessern. Günstigerweise erfolgt das Glätten mittels einer Walze, beispielsweise
einer Stahlwalze, die gegebenenfalls mit einer Polyurethan-Beschichtung versehen sein
kann.
[0013] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Walze während des Glättens mit einem Trennmittel
benetzt wird. Auf diese Weise wird es wirksam verhindert, daß die noch nicht ausgehärtete
Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht auf dem zu versiegelnden Teil abreißt und an der Walze
anklebt. Vorzugsweise wird das Trennmittel als lösemittelfreies und niedrigviskoses
Mittel auf Paraffinwachs-Basis aufgebracht. Ein solches Mittel verhindert zum einen
das Ankleben der Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht an der Walze und darüber hinaus wird
die Oberfläche der Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht wesentlich glatter und sofort blockfrei.
Auch eine Erhöhung des Glanzgrades der fertigen Versiegelungsschicht ist mit diesem
Trennmittel erreichbar. Das Trennmittel auf Paraffinwachs-Basis ist klar und besitzt
eine Dichte von ca. 0,85 g/cm
3 sowie eine Viskosität bei 20 °C nach Brookfield von ca. 34 mPas. Die Auftragsmenge
beträgt ca. 20 bis 35 g/m
2.
[0014] Das Trennmittel wird beispielsweise im Sprühverfahren oder Vakuum-Sprühverfahren
auf die Walze aufgebracht. Bevorzugt ist es jedoch, das Trennmittel mittels eines
getränkten Filzes auf die Walze aufzubringen, was eine besonders einfache und sichere
Möglichkeit zur Schaffung eines gleichmäßigen, dünnen Trennmittelfilms während des
Glättens der Reaktiv-Schmetzmasse-Schicht darstellt.
[0015] Eine Vorrichtung zur Herstellung von Teilen mit einer Versiegelungsschicht auf ihrer
Oberfläche enthält eine Auftragsstation, eine Transporteinrichtung und eine Glättstation.
Dabei ist es günstig, wenn zwischen der Auftragsstation und der Glättstation eine
Wärmeeinrichtung angeordnet ist.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung enthält die Glättstation mindestens
eine Walze, die beispielsweise eine Stahlwalze ist und eine Polyurethan-Beschichtung
aufweisen kann. Außerdem ist es vorteilhaft, wenn die Walze mit einem Trennmittel
benetzbar ist. Dieses Trennmittel ist etwa ein Mittel auf Paraffinwachs-Basis. Zur
Benetzung der Walze mit dem Trennmittel kann beispielsweise eine Sprüheinrichtung,
eine Vakuum-Sprüheinrichtung oder ein getränkter Filz vorgesehen sein.
[0017] In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert. Es
zeigen:
- Fig. 1
- einen schematisch dargestellten Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Teiles mit einer
Versiegelungsschicht auf der Oberfläche,
- Fig. 2
- eine Ansicht einer Fertigungsstraße für erfindungsgemäße Teile und
- Fig. 3
- einen Schnitt entlang der Linie III-III der Fig. 2.
[0018] In Fig. 1 ist ein Ausschnitt eines beliebigen Teiles 1 dargestellt, beispielsweise
einer Diele für Parkettböden. Im Falle einer Diele für Parkettböden besteht die eigentliche
Diele üblicherweise aus mehreren, in der Zeichnung nicht dargestellten Schichten,
nämlich mindestens einer Deckschicht aus Holz, die mit einer oder mehreren Unterschichten
verklebt ist. Es könnte sich aber auch um einen Ausschnitt von Möbelteilen, die aus
Vollholz oder furnierten Teilen mit einem Holz- oder Holzwerkstoffträgermaterial und
aufgeklebtem Furnier bestehen können, oder von holzartigen Stoffen, von Teilen aus
Stahl, Nichteisenmetallen, Kunststoff, Papier, Pappe, Pappmaché oder mineralischen
Stoffen handeln.
[0019] Auf der Oberseite des Teiles 1 ist eine Versiegelungsschicht 2 aus einer wasser-
und lösungsmittelfreien, mit der Luftfeuchtigkeit aushärtende Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht
auf Polyurethanbasis aufgebracht, die bei der Herstellung mittels einer mit einem
Trennmittel auf Paraffinbasis benetzten Walze nach dem Aufbringen geglättet worden
ist. Dieser Glättungsvorgang ergibt eine besonders glatte Oberfläche der Versiegelungsschicht,
die durch den weiteren Strich 3 angedeutet ist.
[0020] Die Fig. 2 und 3 zeigen eine schematisch dargestellte Fertigungsstraße 4 zur kontinuierlichen
Herstellung der erfindungsgemäßen Teile. Die Fertigungsstraße 4 enthält eine Transporteinrichtung
5 für die zu beschichtenden Teile. In einer Auftragsstation 6 wird die Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht
unter Luftabschluß und Abschirmung von Luftfeuchtigkeit auf mindestens 100 °C erhitzt
und anschließend von einer nicht dargestellten Pumpvorrichtung in einen beheizten
Schlauch gepumpt, durch den Schlauch zu einer Auftragseinrichtung, beispielsweise
einer Schlitzdüse 7 geleitet und von der Schlitzdüse auf das Teil 1 aufgebracht. Die
Fertigungsstraße und deren Bestandteile werden von einer angedeuteten Steuereinheit
13 kontrolliert und gesteuert. Außerdem ist eine schematische Antriebseinheit 14 für
die Transporteinrichtung 5 angedeutet.
[0021] Das mit der Reaktiv-Schmelzmasse beschichtete Teil 1 wird von der Auftragsstation
zur Fixier- und Glättstation 8 weitertransportiert. Zwischen dem Aufbringen der Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht
2 und der Fixierstation 8 wird der Oberfläche der Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht über
eine angedeutete Wärmeeinrichtung 9 Wärme zugeführt, um die Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht
zumindest zähflüssig zu halten.
[0022] In der Fixier- und Glättstation 8 sind drei Walzen 10 drehbar und gegebenenfalls
höhenverstellbar gelagert. Die Walzen sind beispielsweise mit einer Polyurethan-Beschichtung
versehen. Oberhalb jeder der Walzen 10 stehen diese in Kontakt mit einem Filz 11,
der mit einem Trennmittel 12 auf Paraffinwachs-Basis getränkt ist. Durch die Drehung
der Walzen gibt der Filz eine gleichmäßige geringe Menge des Trennmittels als eine
dünne Schicht auf die Oberfläche der Walzen 10 ab, die diese beim Kontakt mit der
Oberfläche der Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht 2 weitergeben. Durch das Trennmittel wird
die Oberfläche der Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht 2 sofort blockfrei und der Glättvorgang
unterstützt.
[0023] Die beschichteten und geglätteten Teile werden aus der Fixier- und Glättstation 8
von der Transporteinrichtung 5 weitertransportiert und üblicherweise zur Vernetzung
der Reaktiven-Schmelzmasse-Schicht 2 ca. drei bis fünf Tage zwischengelagert. Nach
der vollständigen Vernetzung bildet die Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht 2 eine mit dem
Teil 1 fest verbundene Versiegelungsschicht, die einen 100-%-igen Festkörper darstellt
und deren Dicke während des Auftrags je nach Anforderungen zwischen 5 und 150 my eingestellt
werden kann. Eine Weiterverarbeitung des Teils 1 könnte im Fall der Diele für Parkettböden
in einer Profilierung des Nut-Feder-Bereichs der Diele bestehen.
[0024] Abschließend sei jedoch nochmals darauf hingewiesen, daß das erfindungsgemäße Verfahren
nicht auf die Anwendung bei Dielen für Parkettdielen beschränkt ist, sondern zur Herstellung
beliebiger Teile mit einer Versiegelungsschicht auf der Oberfläche genutzt werden
kann.
1. Verfahren zur Herstellung eines beliebigen Teils mit einer Versiegelungsschicht mit
einem einzigen Auftrag ohne Zwischenbehandlung, mit Schichtstärken zwischen 5 und
150 µm auf seiner Oberfläche, die als eine wasser- und lösungsmittelfreie, mit der
Luftfeuchtigkeit aushärtende Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht auf Polyurethanbasis auf
der Oberfläche des Teils bei einer Temperatur von etwa 100 bis 140°C aufgebracht wird,
dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Aufbringen die Reaktiv-Schmel asse-Schicht geglättet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Aufbringen und dem Glätten der Oberfläche der Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht
Wärme zugeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Glätten der Reaktiv-Schmelzmasse-Schicht mittels mindestens einer Walze erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stahlwalze verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze eine Polyurethan-Beschichtung aufweist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze während des Glättens mit einem Trennmittel benetzt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennmittel als lösungsmittelfreies und niedrigviskoses Mittel auf Paraffinwachs-Basis
aufgebracht wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennmittel im Sprühverfahren auf die Walze aufgebracht wird.
9. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennmittel im Vakuum-Sprühverfahren aufgebracht wird.
10. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennmittel mittels eines getränkten Filzes auf die Walze aufgebracht wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das beliebige Teil ein Möbelteil oder ein Teil, das aus einem holzartigen Stoff,
aus Stahl, aus einem Nichteisenmetall, aus Kunststoff, aus Papier, Pappe oder Pappmaché
oder aus einem mineralischen Stoff besteht, ist.
1. Method for producing a part having on its surface a sealing layer which is applied
as a water-free and solvent-free reactive hot-melt layer in one single coat without
intermediate treatment, with coat strengths between 5 and 150 µm, based on polyurethane
and hardening by atmospheric humidity, to the surface of the part at a temperature
of from about 100 to 140 °C characterized in that application is followed by smoothing of the reactive hot-melt layer.
2. Method according to Claim 1, characterized in that between the application and the smoothing of the surface of the reactive hot-melt
layer heat is supplied.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the smoothing of the reactive hot-melt layer takes place by means of at least one
roller.
4. Method according to Claim 3, characterized in that a steel roller is used.
5. Method according to Claim 3 or 4, characterized in that the roller has a polyurethane coating.
6. Method according to one of Claims 3 to 5, characterized in that the roller is wetted with a release agent during smoothing.
7. Method according to Claim 6, characterized in that the release agent is applied as a solvent-free and low-viscosity agent based on paraffin
wax.
8. Method according to Claim 6 or 7, characterized in that the release agent is applied to the roller in a spraying procedure.
9. Method according to Claim 6 or 7, characterized in that the release agent is applied in a vacuum spraying procedure.
10. Method according to Claim 6 or 7, characterized in that the release agent is applied to the roller by means of an impregnated felt.
11. Method according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the part is a furniture part or a part composed of a wood-like material, steel, a
non-ferrous metal, plastic, paper, cardboard or paper maché or of a mineral material.
1. Procédé en vue de la fabrication d'une pièce quelconque ayant uns couche de scellement
sur sa surface par une seule application sans traitement intermédiaire, avec épaisseurs
de la couche entre 5 µm et 150 µm, qui est appliqué sur la surface de la pièce en
tant que couche sous forme de masse réactive à l'état fondu à base de polyurethane,
durcissant sous l'effet de l'humidité de l'air, exempte d'eau et de solvents à une
température entre approximativement 100 °C et 140 °C, caractérisé en ce que la couche sous forme de masse réactive à l'état fondu subit un lissage après l'application.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on introduit de la chaleur entre l'application et le lissage de la surface de la
couche sous forme de masse réactive à l'état fondu.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le lissage de la couche sous forme de masse réactive à l'état fondu se fait à l'aide
d'au moins un rouleau.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'on utilise un rouleau en acier.
5. Procédé selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que le rouleau présente un revêtement en polyuréthanne.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que le rouleau est mouillé lors du lissage à l'aide d'un agent de séparation.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'agent de séparation est appliqué en tant que milieu exempt de solvant et à faible
viscosité à base de cire de paraffine.
8. Procédé selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que l'agent de séparation est appliqué sur le rouleau à l'aide du procédé de pulvérisation.
9. Procédé selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que l'agent de séparation est appliqué grâce au procédé de pulvérisation sous vide.
10. Procédé selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que l'agent de séparation est appliqué sur le rouleau à l'aide d'un feutre imprégné.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que la pièce quelconque est une pièce de meuble ou une pièce qui se compose d'une substance
similaire au bois, d'acier, d'un métal non ferreux, d'une matière synthétique, de
papier, de carton ou de papier mâché ou d'une substance minérale.


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