[0001] Die Erfindung betrifft eine Rollenführumg für die Drahtführung zwischen den Fertiggerüsten
von Drahtwaizstraßen, bestehend aus einem Führungsroltenpaar, dessen Führungsrollen
einander gegenüberliegend, an den freien Enden der Schwenkarme von doppelarmigen Hebeln
lagern, deren Hebellager mit einem zwischen den Fertiggerüsten der Walzstraße angeordneten
Tragkörper verbunden sind, der zwischen den doppelarmigen Hebeln einen Zentriertrichter
für den Walzdraht aufnimmt, wobei die Schwenkwege der Schwenkarme um das Hebeilager
federverstell- und festlegbar sind, mit an den Schwenkarmen angeordnet, gegen den
Tragkörper abgestützten Stellelementen (siehe z.B. JP-A-06047424).
[0002] Führungsrollen dieser Art dienen dazu, den Walzdraht zuverlässig in das, den Führungsrollen
nachgeordnete Kaliber des Walzgerüstes einzuführen. Die Führungsrollen werden dabei
auf die Kalibermitte ausgerichtet, so nahe wie möglich vor den Walzen positioniert,
weil, abgesehen von den hohen Geschwindigkeiten, mit denen der Draht die Fertiggerüste
moderner Drahtstraßen passiert, in diesem Abschnitt der Drahtwalzstraße den engen
kalibertoleranzen Rechnung zu tragen ist. Die Führungsrollen müssen deshalb den in
diesen Formabschnitt noch ovalförmigen Drahtquerschnitt stets spielfrei einfassen,
um einem Kippen in dem Kaliber vorzubeugen. Dies wurde durch entsprechende Einstellung
der Schwenkwege der Schwenkarme der, die Führungsrollen tragenden, meist von Blattfedern
abgestützten Doppelhebeln erreicht.
[0003] Der wesentliche Nachteil dieser Rollenführung ergibt sich daraus, dass die auf eine
bestimmte durchschnittliche Querschnittsgröße abgestimmte Einstellung der Führungsrollen
infolge der unvermeidlichen Querschnittsänderungen des herangeführten Walzdrahtes
ständig zu erhöhten Druckbelastungen der Führungsrollen und des Walzdrahtes führt,
wenn der Drahtquerschnitt die eingestellten Maße überschreitet. In diesen Fällen wirken
die Führungsroilen häufig als zusätzliche Walzelemente. Hierdurch werden nicht nur
die Toleranzen des Drahtquerschnitts verschlechtert, sondern auch die Lager der Führungsrollen
und diese selbst über das übliche Maß hinaus belastet.
[0004] Andererseits führen, das eingestellte Maß unterschreitende Querschnittsgrößen des
durchlaufenden Walzdrahtes wegen der dadurch bedingten lockereren Führung des Walzdrahtes
häufig dazu, dass der Draht dazu neigt, im Führungskaliber zu kippen; dies ist insb.
bei ovalen Querschnitten mit der Folge der Fall, dass sich auch hier die Toleranzen
verschlechtern. In Extremfällen kann es dabei zu Überwalzungen kommen.
[0005] Diese Schwierigkeiten erhöhen sich beim Maßwalzen nach dem sogenannten "Free Size
Rolling"-System, da sich hier die Fertigquerschnitte des Walzdrahtes in einem sehr
engen Bereich halten und dabei gezielt unterschiedliche Querschnitte in ein und demselben
Walzkaliber gewalzt werden.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten Rollenführungen so zu verbessern,
dass sich die Drahtführung den ständigen Querschnittsänderungen selbsttätig anpaßt.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine mit dem Tragkörper verbundene gegen einen, der Führungsrolle
abgewandten Schwenkarme abgestützte bzw. mit diesem Schwenkarm verbundene, gegen den
Tragkörper abgestützte, während des Durchlaufs des Walzgutes auf einen konstanten
Luftdruck einstellbare Pneumatikfeder gelöst.
[0008] Es ist auch möglich, wie die Erfindung weiter vorsieht, beide der Führungsrolle abgewandten
Schwenkarme mit je einer, gegen den Tragkörper abgestützten pneumatischen Feder zu
versehen:
[0009] Die pneumatische Feder, die bei einer Stellverschiebung in einem festlegbaren Bereich
stets mit konstanter Kraft dieser Verschiebung entgegenwirkt, führt dazu, dass eine
damit ausgerüstete Rollenführung unterschiedliche Drahtquerschnitte in das Kaliber
einführen kann und dabei sowohl der Walzdraht als auch die Führungsrollen unabhängig
von der Größe der geführten Querschnitte stets mit gleichbleibenden Drücken beaufschlagt
werden. Der Walzdraht wird durch diese adaptive Rollenführung unabhängig von den Querschnittsschwankungen
spielfrei mit konstanter Kraft geführt und es bedarf in bestimmten Drahtquerschnittsbereichen
keiner jedesmaligen Neueinstellung, mit der Folge von Zeiteinsparungen beim Walzbetrieb
und entsprechenden Senkungen der Betriebskosten. Neben den erzielten besseren Toleranzen
erhöhten sich auch die Standzeiten der Führungsrollen und ihrer Lager und führen zu
weiteren Kostensenkungen.
[0010] Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert. In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- die Ansicht eines Längsschnitts durch die Rollenführung,
- Fig. 2
- die Draufsicht auf Fig. 1, teilweise geschnitten,
- Fig. 3
- die Ansicht eines Schnitts nach der Linie A-A durch Fig. 1,
- Fig. 4
- die Ansicht einer anderen Ausbildungsform der Rollenführung und
- Fig. 5
- die Draufsicht auf Fig. 4, teilweise geschnitten.
[0011] Wie aus den Fig. 1 und 2 zu ersehen, besteht die Rollenführung, die unmittelbar vor
dem durch die beiden Waben WZ1, WZ2 gebildeten Walzspalt WS angeordnet ist, aus einem
Tragkörper TK, der auf nicht dargestellte Weise mit dem Walzgerüst verbunden ist,
und der es erlaubt, die Rollenführung auf diesen Walzspalt WS auszurichten. An dem
Tragkörper ist beiderseits eines, von diesem getragenen Zentriertrichters ZT für den
in Richtung des Pfeils in diesen einführbaren. nicht dargestellten Walzdraht, je ein
Doppelhebel DH in einem Hebellager HL gelagert, angeordnet. Die den Walzen WL1 und
WL2 zugeordneten Schwenkarme SA1a, SA2a der Doppelhebel DH tragen die beiden Führungsrollen
FR1 und FR2 und, ebenso wie die diesen Führungsrollen abgewandten Schwenkarme SA1b
und SA2b jeweils gegen den Tragkörper TK abgestützte Stellelemente SEa und SEb.
[0012] An den Tragkörper TK ist weiter (vgl. Fig. 3), oberhalb des Zentriertrichters ZT
eine Pneumatikfeder PF mit einem Stellglied SG angeordnet, das hier den der Führungsrolle
FR2 abgewandten Schwenkarm SA2b beaufschlagt. Die Pneumatikfeder PF ist in eine entsprechende
Aufnahmeöffnung im Tragkörper TK einsteckbar und mit einer Klemmvorrichtung KL gesichert.
[0013] Bei der Rollenführung nach den Fig. 4 und 5, deren Ausbildung mit Ausnahme der Anordnung
der Pneumatikfeder PF der Ausbildung nach den Fig. 1 bis 3 entspricht, ist diese Pneumatikfeder
PF nicht, wie dort, mit dem Tragkörper TK verbunden, sondern auf dem der Führungsrolle
FR2 abgewandten Schwenkarm SA2b. Das Stellglied SG der Pneumatikfeder PF stützt sich
hier gegen den Tragkörper TK ab.
[0014] Der Walzdraht, z.B. mit Ovalquerschnitt, wird von dem Zentriertrichter ZT dem von
den Führungsrollen FR1 und FR2 gebildeten Führungsspalt zugeführt. Dieser Führungsspalt
wird mit Hilfe der Stellelemente SEa, SEb eingestellt und zwar so, dass die Spaltweite
um einen off-set kleiner ist als der Soll-Querschnitt des Walzdrahts. Im Anschluß
an diese Einstellung wird die Pneumatikfeder PF in die Aufnahmeöffnung des Tragkörpers
TK eingeschoben und mit der Klemmvorrichtung KL gesichert. Das Profil des in den Führungsspalt
einlaufenden Walzdrahts öffnet dann diesen Spalt entgegen dem Druck der Pneumatikfeder
PF um einen, den aktuellen Querschnitt entsprechenden Wert. Die Pneumatikfeder PF
bewirkt dabei, dass die Führungsrollen FR1, FR2 mit der in der in dieser Pneumatikfeder
voreingestellten Federkraft beaufschlagt werden. Diese Federkraft wird dabei so bemessen,
dass die Führungsrollen FR1, FR2 den Walzdraht, unabhängig von durchlaufenden Walzdrahtabschnitten
mit abweichendem Durchmesser stets mit gleichbleibendem Druck beaufschlagen. Die Federkraft
der Pneumatikfeder PF wird dabei so bemessen, dass der Walzdraht von den Führungsrollen
FR1, FR2 sicher geführt, aber nicht walzbeaufschlagt wird.
Bezugszeichenverzeichnis
[0015]
- FR1
- Führungsrolle
- FR2
- Führungsrolle
- SA1a
- Schwenkarm
- SA1b
- Schwenkarm
- SA2a
- Schwenkarm
- SA2b
- Schwenkarm
- DH
- Doppelhebelarm
- HL
- Hebellager
- TK
- Tragkörper
- ZT
- Zentrier-Tnchter
- SEa
- Stellelement.
- SEb
- Stellelement
- PF
- Pneumatikfeder
- WZ1
- Walze
- WZ2
- Walze
- WS
- Walzspalt
- SG
- Stellglied
- KL
- Klemmvorrichtung
- P
- Pfeil
1. Rollenführung für die Drahtführung zwischen den Fertiggerüsten von Drahtwalzstraßen,
bestehend aus einem Führungsrollenpaar, dessen Führungsrollen (FR1; FR2) einander
gegenüberliegend, an den freien Enden der Schwenkarme (SA1; SA2) von doppelarmigen
Hebeln lagern, deren Hebellager (HL) mit einem zwischen den Fertiggerüsten der Watzstraße
angeordneten Tragkörper (TK) verbunden sind, der zwischen den doppelarmigen Hebeln
(DH), einen Zentriertrichter (ZT) für den Walzdraht aufnimmt. wobei die Schwenkwege
der Schwenkarme (SA1; SA2) um das Hebellager federverstell- und festlegbar sind, mit
an den Schwenkarmen (SA1a, SA1b) bzw. (SA2a, SA2b) angeordnet, gegen den Tragkörper
(TK) abgestützten Stelletementen (SEa; SEb)
gekennzeichnet durch
durch eine mit dem Tragkörper (TK) verbundene gegen einen, der Führungsrolle (FR2) abgewandten
Schwenkarme (SA2b) abgestützte bzw. mit diesem Schwenkarm (SA2b) verbundene, gegen
den Tragkörper (TK) abgestützte, während des Dürchlaüfs des Walzgutes auf einen konstanten
Luftdruck einstellbare Pneumatikfeder (PF).
1. A roll guide for guiding wire rod between the finishing stands of wire rod mill trains,
consisting of a guide roll pair, the guide rolls (FR1; FR2) of which are supported
opposite of one another on the free ends of the pivoted arms (SA1; SA2) of two-armed
levers, the lever bearings (HL) of which are connected to a support member (TK) that
is arranged between the finishing stands of the mill train and receives a centering
funnel (ZT) for the wire rod between the two-armed levers (DH), wherein the pivoting
paths of the pivoted arms (SA1; SA2) about the lever bearing can be adjusted in a
spring-loaded fashion and fixed, and wherein adjusting elements (SEa, SEb) are arranged
on the respective pivoted arms (SA1a, SA1b) and (SA2a, SA2b) and braced against the
support member (TK),
characterized in that
a pneumatic spring (PF) is connected to the support member (TK) and respectively braced
against a pivoted arm (SA2b) that faces away from the guide roll (FR2) or connected
to this pivoted arm (SA2b), wherein said pneumatic spring is braced against the support
member (TK) and can be adjusted to a constant air pressure during the passage of the
rolling stock through the machine.
1. Guide à rouleaux pour le guidage de fil entre les cages finisseuses de trains de laminoirs
de fil, consistant en une paire de rouleaux de guidage, dont les rouleaux de guidage
(FR1 ; FR2) sont disposés l'un en face de l'autre, aux extrémités libres des bras
oscillants (SA1 ; SA2), de leviers à double bras sur des paliers dont les paliers
de levier (HL) sont rattachés à un corps porteur (TK) disposé entre les cages finisseuses
du train de laminoir et qui supporte, entre les leviers à doubles bras (DH), une trémie
de centrage (ZT) pour le fil lamisé, les courses de pivotement des bras oscillants
(SA1 ; SA2) autour du palier de levier pouvant être réglées et fixées par ressort
à l'aide d'éléments de réglage (SEa ; SEb) disposés sur les bras oscillants (SA1a
; SA1b) ou (SA2a ; SA2b) et s'appuyant contre le corps porteur (TK),
caractérisé par
un ressort pneumatique (PF) relié au corps porteur (TK), s'appuyant contre un bras
oscillant (SA2b) détourné du rouleau de guidage (FR2) ou relié à ce bras oscillant
(SA2b), s'appuyant contre le corps porteur (TK) et réglable pendant le déplacement
du produit laminé à une pression d'air constante.