[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Bodenkonstruktion bzw. auf Bodenbeläge, die aus
unterschiedlich gestalteten Flächenabschnitten bestehen, wobei die Flächenabschnitte
aus unterschiedlichen Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften gebildet sind.
[0002] Das deutsche Gebrauchsmuster
DE 297 10 370 aus dem Stand der Technik offenbart in diesem Zusammenhang eine Fußmassagematte aus
Gummi oder Kunststoff mit vielen Bereichen unterschiedlicher Massageintensität, die
als Trittunterlage zur Durchblutungsförderung der Füße verwendet wird.
[0003] Im Bereich der Oberflächengestaltung von Sportplätzen und dergleichen offenbart die
EP 1 124 010 A1 Bodendämpfungselemente, die aus einzelnen Stahlbetonplatten bestehen.
[0004] Aus der
DE 40 21 958 C2 ist eine Bodenbelagskonstruktion bekannt, die zur Orientierungshilfe dient und insbesondere
für Blinde und Sehbehinderte insofern eine Orientierung ermöglicht, indem bei Begehen
beispielsweise eines Gehsteigs oder einer Fahrbahn deren Begrenzungen durch die taktil
wahrnehmbaren Unterschiede im Bodenbelag erkannt werden können. Die Zielsetzung dieser
Druckschrift weist jedoch in eine vollständig andere Richtung, nämlich dahingehend,
dass gerade eine Orientierung, d.h. eine nachvollziehbare Abfolge von unterschiedlichen
Bodenbelägen als Erkennungsmuster dient.
[0005] Die japanische Schrift
JP-A-04213602 offenbart einen von einer Person zu durchlaufenden Gesundheits-Parcour, bei dem abschnittsweise
unterschiedliche Böden ausgebildet sind. Die einzelnen, beispielsweise aus Kies, Sand,
Holzbrettern, usw. gebildeten Abschnitte mit einem mosaikartigen Gesamtmuster sollen
aufgrund ihrer unterschiedlichen Beschaffenheit die verschiedenen Reflexzonen des
nackten menschlichen Fußes stlmulieren und somit die Gesundheit erhalten und verbessern.
Dabei befinden sich eine Vielzahl unterschiedlich hoher Vorsprünge in hintereinander
angeordneten Zonen. Z.B. Zonen mit Kiesel auf einem Beton-Bett horizontal oder vertikal
angeordnet oder es werden Reize durch parallel oder auf einer Kreisbrücke gelegtes
künstliches Holz erzeugt. Außerdem werden Zonen gebildet, in denen lose Kiesel liegen,
deren Stärken zu einander unterschiedlich sind. Diese bekannte Einrichtung ist zur
Verwendung in der freien Natur ausgelegt.
[0006] Die vorliegende Erfindung verfolgt eine entgegengesetzte Zielrichtung dahingehend,
Gebäude jeglicher Art im öffentlichen und privaten Bereich, vorwiegend jedoch Büroräume,
aber auch Außenbereiche Im Freien (z.B. Gehwege) so zu gestalten, dass bei deren Betreten
und bei einer Fortbewegung in diesen Räumen möglichst viele Sinne angesprochen und
unterschiedliche Druckempfindungen an den Fußsohlen wahrgenommen werden, so dass die
betretende Person mit wechselnden und unvorhersehbaren Empfindungs- oder Sinnesreizen
konfrontiert wird, so dass vorzugsweise die propriozeptiven Fähigkeiten verbessert
werden.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst,
[0008] Die unterschiedliche Gestaltung der Flächenabschnitte besteht darin, dass diese für
den Benutzer nicht sichtbar sind und der Fußboden von ihm als übliche, durchgehende
Einheit wahrgenommen wird und dass die unterschiedliche Gestaltung sich auf nicht-sichtbare
und nur fühlbare Eigenschaften des Oberflächenmaterials bezieht beispielsweise auf
unterschiedliche Härtegrade und Einschlüsse, die versteckt angeordnet sind, die rund,
eckig, geneigt oder regelmäßig oder unregelmäßig geformt sind und die beim Begehen
unterschiedliche Wahrnehmungen, vorzugsweise in Form von propriozeptiven Wirkungsmechanismen,
verursachen, ähnlich denen bei Betreten eines Waldbodens mit unebenen, harten und
weichen, federnden und festen Bereichen, die einen ständig wechselnden Muskeltonus
erfordern.
[0009] Vorteilhafterweise bestehen die Flächenabschnitte aus unterschiedlichen Materialien,
die ihrerseits wiederum unterschiedliche Eigenschaften aufweisen.
[0010] Wie oben bereits angedeutet, sind die Flächenabschnitte so ausgebildet, dass es dem
Benutzer scheint, als würde es sich um eine von außen homogen aussehende Fläche handeln
(z.B. Schaumstoff, Gummi, sonstiges), die die unterschiedlichsten Einschlüsse mit
anderen Materialeigenschaften enthält.
[0011] Eigenschaften beziehen sich hier insbesondere auf Einschlüsse unterschiedlicher
[0012] Dichte, Festigkeit, Elastizität, Härte etc. oder auf die Oberflächenrauhigkeit, die
Oberflächenstruktur und die Viskosität bzw. Elastizität des Materials. Als Materialien
kommen Schüttmaterial, beispielsweise Sand oder Kies in unterschiedlicher Körnung,
gelartiges Material, borstenförmiges Material aber auch gespritztes Material zum Einsatz.
[0013] Die Oberfläche kann genoppt sein, geriffelt, gewellt, glatt, rauh oder mit schräg
ansteigenden Rillen, die unterschiedlich hoch ausgeprägt sind.
[0014] Damit sich die unterschiedlichen Materialien nicht innerhalb des Bodenbelags verschieben
oder vermischen können, sind diese auch in unterschiedlichen Materialien eingegossen,
z.B. in Gummi, Schaumstoff, etc. (dann bestehen die Flächenabschnitte aus gleichem
Basismaterial und unterscheiden sich nur durch unterschiedliche Einschlüsse).
[0015] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen,
dass die Bodenkonstruktion mattenartig ausgebildet ist oder eine tragende Unterkonstruktion
aufweist, auf der eine Oberkonstruktion gelagert ist, die ihrerseits die unterschiedlichen
Materialien trägt. Dabei ist die gesamte Bodenkonstruktion so gewählt, dass sie nach
Art einer Teppichrolle aufgerollt werden kann und beim Einsatz einfach auf den bestehenden,
herkömmlichen Bodenbelag abgerollt zu werden braucht. Dies führt zur einfachen, schnellen
und preiswerten Handhabung der erfindungsgemäßen Bodenkonstruktion. Wesentlich hierbei
ist, dass die Oberkonstruktion, die z.B. aus Schaumstoff mit Einschlüssen aus Stein,
Kies oder Kunststoffelementen besteht, nicht unmittelbar auf dem Boden aufliegt, sondern
auf der Unterkonstruktion, die aus einem Trägermaterial, wie einem EPP(expandiertem
Polypropylen)-Platte oder Filz, Sisal, Jute, Hanf oder Korkfaser besteht. Damit wird
die Haltbarkeit der Bodenkonstruktion verlängert.
[0016] Da die Erfindung grundsätzlich das Ziel verfolgt, die Wahrnehmungen der Person zu
steigern, ist es vorgesehen, die Materialien und/oder die Materialien der Bodenkonstruktion
so auszulegen, dass sie nicht nur hinsichtlich ihrer taktilen Sinnesreizungen Unterschiede
aufzeigen, sondern weiterhin auch hinsichtlich einer Temperaturempfindung, hinsichtlich
des Gleichgewichtssinns, einer akustischen und visuellen Wahrnehmung. Dies wird erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass bei den entsprechenden Flächenabschnitten weitere Elemente vorgesehen
sind, die bei Betreten des jeweiligen Flächenabschnitts eine Reizung der vorstehend
genannten Sinne erreichen.
[0017] Hinsichtlich der Temperaturempfindung wird dies durch eine zumindest teilweise verlegte
Fußbodenheizung oder Fußbodenkühlung erzielt. Die so eingearbeiteten Heiz- oder Kühlelemente
dienen auch dazu, die Härte und Elastizität der entsprechenden Zone zu beeinflussen.
Der Schaumstoff TEMPUR
® z.B. reagiert extrem unterschiedlich auf Wärme und Kälte. Er wird bei Kälte sehr
hart und bei Wärme schnell ganz weich. Ansonsten sind die Elemente so ausgelegt, dass
sie bei Betreten des jeweiligen Flächenabschnitts zusätzlich ein visuelles und/oder
ein akustisches Signal auslösen, was dazu führt, dass bei der betreffenden Person
bei einer Fortbewegung in so ausgestatteten Räumen unterschiedliche Gehirnareale aktiviert
werden und diverse unterschiedliche afferente Nervenimpulse empfangen. Dies wiederum
führt zu einer gesteigerten Gehirnaktivität insgesamt und vor allem zu einer ausgewogenen
Aktivität zwischen den rechts- und linkshemisphärischen neuronalen Arealen.
[0018] Ein besonderer Vorteil der Erfindung liegt demnach auf medizinischem Gebiet der Propriozeption
als Teilgebiet der Sensomotorik und konfrontiert die Person bei dem erfindungsgemäß
ausgestatteten Raum ständig mit neuen, wechselnden und vor allem unerwarteten Reizen,
die mittelbar oder unmittelbar über die Fußsohle wahrgenommen werden.
[0019] In einer vorteilhaften Ausführungsform sind die Flächenabschnitte unregelmäßig gebildet
hinsichtlich ihrer Form und ihrer Größe, so dass sich ein mosaikartiges Gesamtmuster
ergibt.
[0020] Die Materialien weisen unterschiedliche Elastizitätskoeffizienten auf (Schaumgummi
mit einer hohen Elastizität und beispielsweise Stein mit einer sehr niedrigen) oder
bestehen aus Schüttgut unterschiedlicher Körnung, das bei Betreten dem Fußdruck nachgibt.
Der gleiche Effekt kann durch kissenartig ausgebildete Flächenabschnitte erreicht
werden, die mit unterschiedlichen gelartigen Substanzen gefüllt sind und ebenfalls
eine unterschiedliche Fußwahrnehmung erzielen. Als Materialien können demnach eingesetzt
werden: Stein, Gel, Kunststoff, Gartenschlauch, spitze und runde Elemente, elastische
Elemente, gerade und runde, gewinkelte, in drei Dimensionen gebogene oder schraubenförmige
Elemente, sowie alle anderen denkbaren Formen und Materialien unterschiedlicher Eigenschaften.
[0021] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Unterkonstruktion aus der
Ebene der Unterkonstruktion hervorstehende Lagerelemente auf, die beispielsweise aus
einem stangenförmigen Element mit unterschiedlichem Durchschnitt (Rundmaterial oder
Vierkantmaterial) oder aus in die Unterkonstruktion eingelassenen Halbkugeln bestehen,
die ihrerseits so ausgelegt sind, dass ein auf diesen Lagerelementen angeordnetes
Kippelement bei einer außermittigen Belastung eine Schwenkbewegung um das Lagerelement
ausführt. Dabei sind die Lagerelemente in der Unterkonstruktion so angeordnet, dass
die von den Kippelemengen ausgeführte Schwenkbewegung lediglich einen kleinen Winkelbereich
umfasst, so dass zwar der Gleichgewichtssinn der Person angesprochen wird, gleichzeitig
aber ein "aus dem Gleichgewicht geraten" sicher vermieden wird.
[0022] In einer anderen Ausführungsform ist die erfindungsgemäße Bodenkonstruktion als Kinderspielbelag
ausgebildet, der einen kleineren Raumbereich abdeckt und ebenfalls die unterschiedliche
sensorische Reizung zur Folge hat.
[0023] In einer ersten Variante ist diese vorstehend beschriebenen Ausführungsform der Bodenkonstruktion
gestellartig ausgebildet, damit auch bewegliche Materialien wie beispielsweise Sand
oder Steine zur Füllung der Flächenabschnitte verwendet werden können.
[0024] Eine zweite Variante liegt darin, die Bodenkonstruktion mattenartig auszubilden,
so dass diese bei Nichtgebrauch platzsparend aufgerollt werden kann und nur im Betrieb
auf den bestehenden Bodenbelag aufgelegt wird. Für die unterschiedlich gestalteten
Flächenabschnitte werden hier insbesondere Spritzmaterialien verwendet, die vorzugsweise
eine reliefartige Oberflächenstruktur aufweisen. Eine Platte aus Trägermaterial, z.B.
eine EPP-Platte, trägt eine Schaumstoffmatte, in die andere Materialien eingegossen
werden.
[0025] Um Verunreinigungen durch die Bodenkonstruktion insbesondere durch Austreten der
Materialien zu vermeiden, ist diese zumindest teilweise mit einem Abdeckmaterial in
Form eines flexiblen Gewebes oder mit einer Folie, vorzugsweise einer abwaschbaren
Folie umgeben, die leicht zu reinigen ist und die Wahrnehmung der unterschiedlichen
Materialiewnicht stört.
[0026] Alternativ ist auch ein anderer Aufbau möglich: Anstatt auf der unteren Trägerplatte
den Schaumstoff mit Einschlüssen und dann das Abdeckmaterial anzuordnen, kann auch
als unterste Schicht der Schaumstoff gewählt werden, auf dem dann die Trägermatte
und das Abdeckmaterial angeordnet ist.
[0027] Auch kann die Abdeckschicht in Form eines umfangsgeschlossenen Bezuges ausgebildet
sein, der Trägermatte und Schaumstoff einschließt und z.B. durch Reiß- oder Klettverschluss
geöffnet werden kann, um den Überzug oder die Platten zu wechseln.
[0028] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung der vorstehend benannten
Bodenkonstruktion, bei dem Elemente, die jeweils unterschiedliche taktile Reize bei
Betreten hervorrufen, in ein Trägermaterial der Bodenkonstruktion , vorzugsweise einer
Platte aus expandiertem Polypropylen(EPP) oder einem anderen Kunststoff eingegossen
werden.
[0029] Raumbezogene Kriterien sind hier unter anderem: Die Größe des Raums, die natürlichen
oder künstlichen Lichtverhältnisse, eine farbliche Gestaltung, favorisierte Fortbewegungsräume
("Gehstraßen"), oder beispielsweise übergangsbereiche in andere Räume.
[0030] Das Verfahren bezieht sich darauf, dass in ein Trägermaterial (beispielsweise in
eine Matte aus Schaumstoff, Gummi, TEMPUR
®) unterschiedliche Elemente (unebene, willkürlich geformte Elemente, die zu einer
anderen Sinnesreizung bei Betreten führen) eingegossen werden.
[0031] Weitere Vorteile, Ausführungsformen und Details zu den beschriebenen Ausführungsformen
sind in der nachfolgenden Figurenbeschreibung zu finden, in der;
- Fig. 1
- eine Draufsicht einer erfindungsgemäßen Bodenkonstruktion,
- Fig. 2
- ein Querschnitt der erfindungsgemäßen Bodenkonstruktion mit angedeuteten unterschiedlichen
Materialien, und
- Fig. 3
- ein Querschnitt einer alternativen Ausführungsform der Erfindung,
- Fig. 4 a - c
- weitere Ausführungsformen für eine Ausgestaltung von Flächenabschnitten,
darstellt.
[0032] Fig. 1 zeigt die grundlegende Gestaltung der erfindungsgemäßen Bodenkonstruktion,
die im allgemeinen mit 10 bezeichnet ist und aus mehreren Flächenabschnitten 12 besteht,
die ihrerseits in einer Oberkonstruktion 14 gelagert sind. Die Oberkonstruktion 14
wird von einer Unterkonstruktion 16 getragen, die in einer Ausführungsform der Erfindung
eine flexible, rollbare Matte ist. In alternativen Ausführungsformen handelt es sich
um eine feste, gerüstartige Konstruktion.
[0033] Die Oberkonstruktion 14 kann zusätzlich Aufnahmevorrichtungen 18 umfassen, die zur
Aufnahme der entsprechenden Flächenabschnitte 12 geeignet sind und diese in ihrer
Lage ortsfest in der Oberkonstruktion halten. Die Aufnahmevorrichtungen 18 weisen
eine im Querschnitt annähernd rechteckförmige oder wannenähnliche Gestalt auf, um
die Flächenabschnitte 12 seitlich zu begrenzen.
[0034] Die Oberkonstruktion 14 umfasst weiterhin Abdichtungsmittel 20, die einen möglichst
gleichmäßigen Übergang zwischen den jeweiligen Flächenabschnitten 12 schaffen, so
dass beim Übergang von einem Flächenabschnitt zu einem anderen Flächenabschnitt 12
Kanten vermieden werden. Vorzugsweise sind diese Abdichtungsmittel aus einem gummiartigen
Material gebildet, mit wahlweise weicherer oder härterer Festigkeit.
[0035] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Oberkonstruktion 14
zumindest bereichsweise so ausgebildet, dass sie geeignet ist, eine Aufnahrnevorrichtung
18 zu tragen. Wie in Fig. 3 und Fig. 4 gezeigt, umfasst die Aufnahmevorrichtung 18
Lagerelemente 22 und ein Kippelement 24, das auf dem Lagerelement 22 schwenkbar gelagert
ist. Dabei sind das Lagerelement 22 und das Kippelement 24 so angeordnet, dass das
Kippelement 24 in passivem Zustand, d.h. in einem Zustand, bei dem das Flächenelement
bzw. der Flächenabschnitt 12 nicht betreten ist, möglichst horizontal ausgerichtet
ist und so dass dessen Oberfläche in etwa mit der Oberfläche der umgebenden Flächenabschnitte
12 bzw. Abdichtungselemente 20 übereinstimmt. Bei Betreten des jeweiligen Flächenabschnittes
12, also im aktiven Zustand, schwenkt das Kippelement 24 bei außermittiger Belastung
um das Lagerelement 22, so dass sich eine leicht geneigte Oberfläche einstellt, die
die Person zu einer kleinen Ausgleichsbewegung veranlasst und damit das Gleichgewichtsorgan
aktiviert.
[0036] Um eine möglichst homogene Oberfläche über die Vielzahl der Flächenabschnitte 12
zu erreichen ohne dass Absätze in Form von geneigten bzw. schräg gestellten Lagerelementen
22 auftreten, ist es vorgesehen, dass die Aufnahmevorrichtung 18 zusätzlich Federelemente
26 umfasst, die zwischen der Aufnahmevorrichtung 18 und dem Kippelement 24 angeordnet
sind und die so eingestellt sind, dass sie im Ruhezustand das Kippelement 24 in einer
annähernd horizontalen Position auf dem Lagerelement 22 halten.
[0037] Bei den Federelementen kann es sich um alle geeigneten Rückstellelemente handeln,
z.B. Schaumstofflagen, rückfließende Fluide, elastomere Teilchen etc..
[0038] In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Bodenkonstruktion 10
lediglich eine Unterkonstruktion 16, auf der unmittelbar die unterschiedlichen Flächenabschnitte
12 angeordnet sind. Diese Ausführungsform kennzeichnet sich besonders durch eine einfache
und kostengünstige Herstellung. Dabei ist die Unterkonstruktion 16 in Form einer auslegbaren
Matte öder eines Netzes ausgebildet, die an der Oberseite solche Materialien aufweist,
die leicht auf der Bodenkonstruktion 10 zu befestigen sind, insbesondere durch Spritzgießen
oder durch Verklebung. Dabei kann das Material insofern unterschiedliche Flächenabschnitte
12 erzeugen, indem es eine unterschiedliche Oberflächenstruktur aufweist, beispielsweise
durch Oberflächenriffelung, Oberflächenkantung, einer reliefartigen Gestaltung der
Oberfläche oder durch Ausbildung von Ausnehmungen in dem Material. Bevorzugt wird
auf einer Trägermatte aus EPP, eine Schaumstoffschicht mit Kunststoffeinschlüssen
anbeordnet die von einer Abdeckschicht überzogen ist.
[0039] Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf die vorstehend angegebenen
bevorzugten Ausführungsbeispiele. Vielmehr ist eine Anzahl von unter den Gegenstand
des Anspruchs 1 fallenden Varianten denkbar, welche von der dargestellten Lösung auch
bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen Gebrauch macht.
1. Bodenkonstruktion bestehend aus Flächenabschnitten (12), die jeweils aus mindestens
einem Material mit unterschiedlichen Eigenschaften bestehen, wobei die Flächenabschnitte
(12)
- in einer ständig wechselnden, unregelmäßigen Folge von unterschiedlichen Flächenabschnitten
(12) angeordnet sind, und
- eingegossene Einschüsse aufweisen, die rund, eckig, geneigt oder regelmäßig oder
unregelmäßig geform sind, und unterschiedliche Dichte, Festigkeit. Elastizität. Härte
aufweisen können, wobei in die Flächenabschnitte gleiche oder unterschiedliche Einschlüsse
eingegossen sind, so dass bei Betreten der Bodenkonstruktion insgesamt unterschiedliche
taktile Reize hervorgerufen werden
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Flächenabschnitte eine durchgehende von außen homogene Einheit sind, und jeweils
aus demselben Material gebildet sind, so dass eine einheitliche, äußerlich homogene
Fläche entsteht, und dass
- die Einschlüsse versteckt angeordnet sind.
2. Bodenkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Flächenabschnitte (12) voneinander getrennte Abschnitte der Bodenkonstruktion
darstellen.
3. Bodenkonstruktion nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flächenabschnitte (12) hinsichtlich Form und/oder Größe voneinander abweichen.
4. Bodenkonstruktion nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Eigenschaften einen Härtegrad bzw. eine Härte und/oder eine Oberflächenrauhigkeit
und/oder eine Oberflächenstruktur und/ oder eine Viskosität bzw. Elastizität und/oder
eine Oberflächentemperatur des Materials betreffen.
5. Bodenkonstruktion nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialien umfassen: Feststoffmaterialien, Schüttmaterialien unterschiedlicher
Körnung, gelartige Materialien und/oder borstenförmige Materialien.
6. Bodenkonstruktion nach mindestens einem der vorherstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flächenabschnitte (12) und/oder Kippelemente (24) der Flächenabschnitte (12)
derart beweglich gelagert sind, dass sie bei Betreten eine Lageveränderung ausführen,
insbesondere eine Klpp- oder Schwenkbewegung oder eine Rutsch- und/oder Gleitbewegung
oder ein Einsinken mit unterschiedlicher Geschwindigkeit.
7. Bodenkonstruktion nach mindestens einem der vorherstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Flächenabschnitt (12) der Bodenkonstruktion (10) mit einer Fußbodenheizung
oder -kühlung ausgestattet Ist, der den Flächenabschnitt (12) erwärmt bzw. kühlt.
8. Bodenkonstruktion nach mindestens einem der vorherstehenden Ansprüche umfassend eine
Unterkonstruktion (16), vorzugsweise einem Trägermaterial wie beispielsweise einem
flexiblen Kunststoff, und eine Oberkonstruktion (14), vorzugsweise einen Schaumstoff,
in dem andere Materialien eingegossen sind, bei der die Oberkonstruktion (14) auf
der Unterkonstruktion (16) gelagert ist.
9. Bodenkonstruktion nach mindestens einem der vorherstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenkonstruktion (10) zur Verlegung in Innen- und/oder Außenräumen geeignet
ist.
10. Bodenkonstruktion nach mindestens einem der vorherstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenkonstruktion (10) zur Auflage auf herkömmlichen Bodenbelägen geeignet ist.
11. Bodenkonstruktion nach mindestens einem der vorherstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Übergang zwischen den unterschiedlichen Flächenabschnitten (12) kantenfrei erfolgt.
12. Verwendung einer Bodenkonstruktion nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenkonstruktion (10) als Kinderspielmatte und/oder Kinderspielbelag ausgebildet
ist.
13. Verfahren zur Herstellung einer Bodenkonstruktion nach mindestens einem der Ansprüche
1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass Elemente, die jeweils unterschiedliche taktile Reize bei Betreten hervorrufen, in
ein Trägermaterial der Bodenkonstruktion (10), vorzugsweise einer Platte aus expandiertem
Polypropylen (EPP) oder einem anderen Kunststoff, eingegossen werden.
1. Floor construction consisting of surface portions (12) which are each formed of at
least one material with differing properties, wherein the surface portions (12)
- are disposed in a permanently changing and unpredictable sequence of differing surface
portions (12), and
- comprise molded inclusions which are round, angled, inclined or regularly or irregularly
formed and which can have a differing density, solidity, elasticity, hardness, whereby
into the surface portions identical or differing inclusions are molded so that upon
entering of the floor construction different tactile stimuli are caused,
characterized in that
- the surface portions are a continuous and, from the outside, homogenous package,
and are formed from the same material, respectively, so that a continuous, from the
outside homogenous surface is created, and that
- the inclusions are disposed concealed.
2. Floor construction according to claim 1, characterized in that the surface portions (12) define separated portions of the floor construction.
3. Floor construction according to at least one of the preceding claims, characterized in that the surface portions (12) differ from each other in shape and / or size.
4. Floor construction according to at least one of the preceding claims, characterized in that the properties relate to a degree of hardness and a hardness, respectively, and/or
to a surface roughness and/or a surface structure and/or a viscosity and elasticity,
respectively, and/or to a surface temperature of the material.
5. Floor construction according to at least one of the preceding claims, characterized in that said materials comprise: solid materials, bulk materials of different grain size,
gel-like materials and / or bristle-like materials.
6. Floor construction according to at least one of the preceding claims, characterized in that the surface portions (12) and/or tilting elements (24) of the surface portions (12)
are movably supported to perform a change in the position on entering, and in particular
a tilting or pivoting movement or slip and/or sliding movement or a sinking at different
speeds.
7. Floor construction according to at least one of the preceding claims, characterized in that at least one surface portion (12) of the floor construction having a floor heating
or cooling which heats or cools said surface portion (12).
8. Floor construction according to at least one of the preceding claims comprising a
substructure (16), preferably a supporting material such as a flexible plastic, and
a top structure (14), preferably a foam material into which other materials are embedded,
wherein the top structure (14) is mounted on the substructure (16).
9. Floor construction according to at least one of the preceding claims, characterized in that the floor structure (10) is suitable for indoor and/or outdoor installation.
10. Floor construction according to at least one of the preceding claims, characterized in that the floor structure (10) is suitable for application on conventional fioorings.
11. Floor construction according to at least one of the preceding claims, characterized in that a transition between the different surface portions (12) is free of edges.
12. Floor construction according to at least one of the preceding claims, characterized in that the floor construction is formed (10) as a children's play mat and/or children's
play floor covering.
13. Method for manufacturing a floor construction according to at least one of the claims
1 to 12, characterized in that elements which cause respectively different tactile stimuli when entering are molded
into a carrier material of the floor construction (10), preferably a plate made of
expanded polypropylene (EPP) or other plastic.
1. Construction de plancher comprenant par des parties de surface (12 chacune est formées
d'au moins un matériau ayant des propriétés différentes, dans lequel les parties de
surface (12)
- sont disposés dans une séquence irrégulière de façon alternant constamment de différentes
parties de surface (12), et
- comporter des inclusions moulés qui sont ronds, angulaire, inclinée ou régulièrement
ou irrégulièrement formée et qui peuvent avoir une densité différente, la solidité
différente , l'élasticité différent, la dureté différente, ladite incorporés inclusions
identiques ou différents dans les sections de surface sont moulés de préférence de
sorte que lors de l'entrée de l'étage construction différents stimuli tactiles sont
causées,
caractérisé en ce que
- les parties de surface sont une unité continue et, à partir de l'extérieur homogène,
et sont formés du même matériau, respectivement, de sorte qu'une surface continu,
et à l'extérieur homogène est créée, et que
- les inclusions sont disposés caché.
2. Construction de plancher selon la revendication 1, caractérisé en ce que les parties de surface (12) définissent des parties séparées de la construction de
plancher.
3. Construction de plancher selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les parties de surface (12) diffèrent par leur forme et / ou taille.
4. Construction de plancher selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les propriétés se rapportent à un degré de dureté et une dureté, respectivement,
et / ou d'une rugosité de surface et / ou une structure de surface et / ou une viscosité
et une élasticité, respectivement, et / ou pour une température de surface du matériau.
5. Construction de plancher selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que lesdits matériaux comprennent: des matériaux solides en vrac, matières du granulométriques
différentes, les matériaux de type gel et / ou des poils en forme maté-riaux.
6. Construction de plancher selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les parties de surface (12) et / ou des éléments de basculement (24) des parties
de surface (12) sont supportés de façon mobile pour effectuer un changement dans la
position de saisie, et en particulier un basculement ou pivotement ou un mouvement
de glisser et / ou de glissement ou de sombrer à des vitesses différentes
7. Construction de plancher selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une partie de surface (12) de la construction de plancher comporte un chauffage
par le sol ou de refroidissement qui chauffe ou refroidit ladite partie de surface
(12).
8. Construction de plancher selon au moins l'une des revendications précédentes, comprend
une substructure (16), de préférence un matériau de support tel qu'une matière plastique
élastique, et une structure supérieure (14), de préférence un matériau alvéolaire
dans lequel les autres matériaux sont intégrés, dans lequel la structure supérieure
(14) est monté sur la sous-structure (16).
9. Construction de plancher selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la structure de plancher (10) est adapté pour montage à l'intérieur et / ou à l'extérieur.
10. Construction de plancher selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la structure de plancher (10) est adaptée à une montage sur les revêtements classiques.
11. Construction de plancher selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la transition entre les différentes parties de surface (12) est dépourvue de bords.
12. Construction de plancher selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la construction de plancher (10) est formé comme un tapis de jeu pour enfants et
/ ou un mat de jeux pour les enfants.
13. Procédé de fabrication d'une construction de plancher selon au moins l'une des revendications
1 à 12, caractérisé en ce que les éléments qui provoquent différents stimuli tactiles respectivement lors de l'entrée
sont moulés dans un matériau de support de la construction de plancher (10), de préférence
dans une plaque polypropylène en expansé (EPP) ou dans un autre plastique.