Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtungen zum Aufbauen eines
virtuellen privaten Kommunikationsnetzes zwischen Kommunikationsendgeräten. Die Erfindung
betrifft insbesondere ein Verfahren, in welchem von einem der Kommunikationsendgeräte
eine Benutzeridentifizierung zur Authentifizierung an ein Telekommunikationsnetz übermittelt
wird, eine computer-basierte Dienstzentrale, welche mit dem Telekommunikationsnetz
verbindbar ist, ein Kommunikationsendgerät mit einem Identifizierungsmodul zum Übermitteln
der Benutzeridentifizierung an das Telekommunikationsnetz sowie ein Computerprogrammprodukt,
das Computerprogrammcodemittel zur Steuerung eines oder mehrerer Prozessoren des Kommunikationsendgeräts
umfasst, derart, dass das Kommunikationsendgerät eine Benutzeridentifizierung an das
Telekommunikationsnetz übermittelt.
Stand der Technik
[0002] Virtuelle private Kommunikationsnetze ermöglichen die direkte Kommunikation zwischen
Kommunikationspartnern (peer-to-peer), ohne dass unberechtigte Drittparteien der Kommunikation
beitreten oder die Kommunikation belauschen können. Im Unterschied zu realen privaten
Kommunikationsnetzen werden virtuelle private Kommunikationsnetze über geteilte Kommunikationsmedien
aufgebaut und typischerweise mittels kryptografischer Mechanismen von unberechtigten
Drittparteien gesichert. Geteilte Kommunikationsmedien umfassen vorwiegend elektromagnetische
Wellen, insbesondere im Funkbereich oder im Infrarotbereich. Zur Sicherung der Datenkommunikation
über geteilte Kommunikationsmedien sind dem Fachmann verschiedene kryptografische
Mechanismen bekannt, zum Beispiel SSL (Secure Socket Layer) zum Erstellen von gesicherten
Röhren, so genannten Secure Pipes. Bei der Sicherstellung der Authentizität eines
Kommunikationspartners ergeben sich allerdings grössere Probleme, weil selbst die
Verwendung von Passwörtern und/oder Benutzeridentifizierungen keine Gewähr bietet,
dass diese vom berechtigten Benutzer übermittelt werden.
[0003] In der Patentschrift US 6 445 920 werden Vorrichtungen für den Aufbau von virtuellen
privaten Kommunikationsnetzen zwischen Kommunikationsendgeräten von Teilnehmern in
Mobilfunknetzen beschrieben. Gemäss US 6 445 920 werden Teilnehmer des Mobilfunknetzes,
die an einem gemeinsamen virtuellen privaten Kommunikationsnetz teilhaben möchten,
in einer Benutzerdatenbank des Mobilfunknetzes, dem so genannten HLR (Home Location
Register), mit einer diesbezüglichen speziellen zusätzlichen Kennung registriert.
Beim Einbuchen eines Teilnehmers in das Mobilfunknetz wird gemäss US 6 445 920, wie
im normierten GSM-Mobilfunknetz (Global System for Mobile Communication), eine Benutzeridentifizierung
von einem Identifizierungsmodul im Kommunikationsendgerät des Teilnehmers an das Mobilfunknetz
übermittelt und unter Verwendung eines kryptografischen Verfahrens zwischen dem Identifizierungsmodul
und einer Zugangskontrolleinheit des Mobilfunknetzes authentifiziert. Teilnehmer,
die im Mobilfunknetz mit der speziellen Kennung eines bestimmten virtuellen privaten
Kommunikationsnetzes registriert sind, können sich gemäss US 6 445 920 im Mobilfunknetz
gegenseitig unter Verwendung von registrierten Kurzwahlnummern anrufen und von reduzierten
Kommunikationstarifen profitieren.
[0004] In der Patentschrift US 6 445 920 wird zwar das Problem der Authentifizierung der
Teilnehmer durch die GSM-Authentifizierung der Benutzeridentifizierungen gelöst, US
6 445 920 liefert jedoch keinen Hinweis darauf, wie mehr als zwei Teilnehmer in einem
virtuellen privaten Kommunikationsnetz gemeinsam kommunizieren können oder wie Teilnehmer
in einem virtuellen privaten Kommunikationsnetz ausserhalb des Mobilfunknetzes miteinander
kommunizieren können. Die Kommunikation zwischen mehreren Kommunikationsendgeräten
in virtuellen privaten Kommunikationsnetzen ausserhalb von zellulären Mobilfunknetzen
wird jedoch insbesondere mit der Verbreitung von Kommunikationsendgeräten, die mit
Kommunikationsschnittstellen für geteilte Kommunikationsmedien ausgerüstet sind, immer
wünschenswerter. Kommunikationsendgeräte werden immer häufiger mit Kommunikationsschnittstellen
für lokale Kommunikationsnetze basierend auf verteilten Kommunikationsmedien ausgerüstet,
beispielsweise WLAN-Module (Wireless Local Area Network), Funkgeräteschnittstellen
wie Bluetooth, oder Infrarotgeräteschnittstellen wie IrDA (Infrared Data Association).
[0005] Die Offenbarungsschrift WO 01/43369 beschreibt ein Verfahren zum Aufbau eines privaten
Netzwerks in einem öffentlichen Netzwerk, beispielsweise Internet. Gemäss WO 01/43369
werden dazu keine speziellen Geräte verwendet. Die Verwaltungsaufgaben im privaten
Netzwerk werden in WO 01/43369 von einer Administrationsvorrichtung übernommen, wobei
verschiedene Dienste für verschiedene Administrationsaufgaben verwendet werden. Der
Dienst SASD ist einerseits für die Authentifizierung und Autorisierung im privaten
Netzwerk zuständig, und andererseits übernimmt dieser zentrale Dienst auch die Verteilung
der internen Netzwerkadressen und Austausch der Sicherheitsschlüssel unter den beteiligten
Knoten. In WO 01/43369 haben die beteiligten Knoten aber keinen Einfluss auf die Verwaltung
der Kommunikationskanäle und die Effizienz des ganzen Systems.
Darstellung der Erfindung
[0006] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein neues Verfahren und neue Vorrichtungen
zum Aufbauen eines virtuellen privaten Kommunikationsnetzes zwischen Kommunikationsendgeräten
vorzuschlagen, welche nicht die Nachteile des Stands der Technik aufweisen. Das neue
Verfahren und die neuen Vorrichtungen sollen insbesondere auch den Aufbau eines virtuellen
privaten Kommunikationsnetzes zwischen mehreren Kommunikationsendgeräten über ein
geteiltes Kommunikationsmedium ausserhalb von zellulären Mobilfunknetzen ermöglichen.
[0007] Gemäss der vorliegenden Erfindung werden diese Ziele insbesondere durch die Elemente
der unabhängigen Ansprüche erreicht. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen gehen
ausserdem aus den abhängigen Ansprüchen und der Beschreibung hervor.
[0008] Vor dem Aufbau eines virtuellen privaten Kommunikationsnetzes zwischen Kommunikationsendgeräten
wird von einem ersten Kommunikationsendgerät eine Benutzeridentifizierung an ein Telekommunikationsnetz
übermittelt und im Telekommunikationsnetz authentifiziert.
[0009] Die oben genannten Ziele werden durch die vorliegende Erfindung insbesondere dadurch
erreicht, dass nach der Authentifizierung der Benutzeridentifizierung vom ersten Kommunikationsendgerät
eine Anfrage mit Kommunikationsadressen eines oder mehrerer zweiter der Kommunikationsendgeräte
über das Telekommunikationsnetz an eine computer-basierte Dienstzentrale übermittelt
wird, dass die Anfrage durch die Dienstzentrale über das Telekommunikationsnetz an
die durch die Kommunikationsadressen bestimmten zweiten Kommunikationsendgeräte weitergeleitet
wird, dass jeweils eine affirmative oder negative Antwort durch die zweiten Kommunikationsendgeräte
über das Telekommunikationsnetz an die Dienstzentrale übermittelt wird, wobei eine
firmative Antwort Konfigurationsdaten mit Kommunikationsparametern und mit Sicherheitsparametern
des betreffenden der zweiten Kommunikationsendgeräte umfasst, dass Konfigurationsdaten
mit Kommunikationsparametern und mit Sicherheitsparametern zwischen dem ersten Kommunikationsendgerät
und den zweiten Kommunikationsendgeräten über das Telekommunikationsnetz ausgetauscht
werden, und dass ein gesichertes virtuelles privates Kommunikationsnetz zwischen dem
ersten Kommunikationsendgerät und den zweiten Kommunikationsendgeräten unter Verwendung
der ausgetauschten Konfigurationsdaten über ein geteiltes Kommunikationsmedium aufgebaut
wird. Die Einleitung des Aufbaus des virtuellen privaten Kommunikationsnetzes über
ein Telekommunikationsnetz mit Authentifizierungsmechanismen gewährleistet, dass nur
Kommunikationsendgeräte mit authentifizierter Benutzeridentifizierung miteinbezogen
werden. Der Austausch von Konfigurationsdaten zwischen dem ersten Kommunikationsendgerät
und den zweiten Kommunikationsendgeräten über das Telekommunikationsnetz ermöglicht
einerseits in einer heterogenen Umgebung mit unterschiedlichen Kommunikationsendgeräten,
die über unterschiedliche Kommunikationsschnittstellen verfügen und unterschiedliche
Kommunikationsprotokolle unterstützen, das zu verwendende geteilte Kommunikationsmedium
über einen etablierten Kommunikationskanal, nämlich das Telekommunikationsnetz, in
den beteiligten Kommunikationsendgeräten zu konfigurieren. Andererseits ermöglicht
der Austausch der Konfigurationsdaten zwischen den Kommunikationsendgeräten die Sicherheitsparameter
für die Siche rung des virtuellen privaten Kommunikationsnetzes über den etablierten
Kommunikationskanal unter den beteiligten Kommunikationsendgeräten zu verteilen. Die
Authentifizierung der Benutzer und der Austausch der Konfigurationsdaten ermöglicht
gesicherte virtuelle private Kommunikationsnetze ad hoc, das heisst dynamisch und
spontan ohne vorgängige feste Konfiguration, in heterogenen Umgebungen aufzubauen.
Die Übermittlung der Kommunikationsparameter und Sicherheitsparameter zusammen mit
der Antwort an die Dienstzentrale reduziert zudem die Zeit, die für den Aufbau des
virtuellen privaten Kommunikationsnetzes benötigt wird.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsvariante werden mit der Anfrage des ersten Kommunikationsendgeräts
Konfigurationsdaten, die Kommunikationsparameter und Sicherheitsparameter des ersten
Kommunikationsendgeräts umfassen, an die Dienstzentrale übermittelt, die Dienstzentrale
erstellt basierend auf den Konfigurationsdaten vom ersten Kommunikationsendgerät und
basierend auf den Konfigurationsdaten der zweiten Kommunikationsendgeräte Konfigurationsdatensätze
für den Aufbau des gesicherten virtuellen privaten Kommunikationsnetzes zwischen dem
ersten Kommunikationsendgerät und den zweiten Kommunikationsendgeräten, die Dienstzentrale
übermittelt die erstellten Konfigurationsdatensätze zur Speicherung über das Telekommunikationsnetz
an das erste Kommunikationsendgerät und an die zweiten Kommunikationsendgeräte, und
das erste Kommunikationsendgerät und die zweiten Kommunikationsendgeräte bauen das
gesicherte virtuelle private Kommunikationsnetz zwischen dem ersten Kommunikationsendgerät
und den zweiten Kommunikationsendgeräten basierend auf den gespeicherten Konfigurationsdatensätzen
auf. Die Übermittlung der Kommunikationsparameter und Sicherheitsparameter zusammen
mit der Anfrage an die Dienstzentrale reduziert die Anzahl Datentransaktionen und
damit die Zeit, die für den Aufbau des virtuellen privaten Kommunikationsnetzes benötigt
wird. Die zentralisierte Erstellung von Konfigurationsdatensätzen auf Grund der gesammelten
Konfigurationsdaten der beteiligten Kommunikationsendgeräte hat den Vorteil, dass
der Datenverkehr für Konfigurationsverhandlungen zwischen den beteiligten Kommunikationsendgeräten
reduziert werden kann, was wiederum die für den Aufbau des virtuellen privaten Kommunikationsnetzes
benötigte Zeit reduziert, und dass die Konfiguration der einzelnen Kommunikationsendgeräte
nicht mühsam und fehleranfällig durch die Benutzer der beteiligten Kommunikationsendgeräte
durchgeführt werden muss, sondern automatisiert durch die Dienstzentrale vorgenommen
wird.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsvariante werden mit der Anfrage des ersten Kommunikationsendgeräts
Konfigurationsdaten, die Kommunikationsparameter und Sicherheitsparameter des ersten
Kommunikationsendgeräts umfassen, an die Dienstzentrale übermittelt, die Konfigurationsdaten
des ersten Kommunikationsendgeräts werden durch die Dienstzentrale mit der Anfrage
an die zweiten Kommunikationsendgeräte übermittelt, die zweiten Kommunikationsendgeräte
bestimmen die Konfigurationsdaten zur Übermittlung an die Dienstzentrale basierend
auf den empfangenen Konfigurationsdaten des ersten Kommunikationsendgeräts, die Dienstzentrale
erstellt basierend auf den Konfigurationsdaten vom ersten Kommunikationsendgerät und
basierend auf den Konfigurationsdaten der zweiten Kommunikationsendgeräte Konfigurationsdatensätze
für den Aufbau des gesicherten virtuellen privaten Kommunikationsnetzes zwischen dem
ersten Kommunikationsendgerät und den zweiten Kommunikationsendgeräten, und die Dienstzentrale
übermittelt die erstellten Konfigurationsdatensätze über das Telekommunikationsnetz
an das erste Kommunikationsendgerät und an die zweiten Kommunikationsendgeräte. Gegenüber
der vorgehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsvariante hat die Weiterleitung
der Konfigurationsdaten des ersten Kommunikationsendgeräts an die zweiten Kommunikationsendgeräte
zusätzlich den Vorteil, dass die Konfigurationsdaten, die von den zweiten Kommunikationsendgeräten
an die Ausführungszentrale übermittelt werden, auf solche reduziert werden können,
die vom ersten Kommunikationsendgerät hardwaremässig unterstützt werden. Die Reduktion
des Datenverkehrs reduziert wiederum die für den Aufbau des virtuellen privaten Kommunikationsnetzes
benötigte Zeit. Fehlende softwaremässige Unterstützung kann gegebenenfalls durch die
Dienstzentrale durch Einfügen von fehlenden Softwaremodulen in die Konfigurationsdatensätze
behoben werden, beispielsweise zusätzliche Softwaremodule für die Unterstützung von
bestimmten Kommunikationsprotokollen.
[0012] In einer Ausführungsvariante leitet die Dienstzentrale die Antworten der zweiten
Kommunikationsendgeräte an das erste Kommunikationsendgerät weiter, das erste Kommunikationsendgerät
erstellt basierend auf den Konfigurationsdaten der zweiten Kommunikationsendgeräte
und basierend auf Konfigurationsdaten mit Kommunikationsparametern und mit Sicherheitsparametern,
die im ersten Kommunikationsendgerät gespeichert sind, Konfigurationsdatensätze für
den Aufbau des gesicherten virtuellen privaten Kommunikationsnetzes zwischen dem ersten
Kommunikationsendgerät und den zweiten Kommunikationsendgeräten, und das erste Kommunikationsendgerät
übermittelt die erstellten Konfigurationsdatensätze über das Telekommunikationsnetz
an die zweiten Kommunikationsendgeräte respektive speichert sie im ersten Kommunikationsendgerät.
Falls eine automatisierte Konfiguration der einzelnen Kommunikationsendgeräte, das
heisst die automatisierte Erstellung der Konfigurationsdatensätzen auf Grund der gesammelten
Konfigurationsdaten der beteiligten Kommunikationsendgeräte, nicht in der Dienzentrale
vorgenommen werden kann, kann diese Aufgabe auch im anfragenden ersten Kommunikationsendgerät
durchgeführt werden.
[0013] Die Kommunikationsendgeräte sind vorzugsweise Mobilfunkendgeräte. Das Telekommunikationsnetz
ist vorzugsweise ein zelluläres Mobilfunknetz. Die Benutzeridentifizierung ist vorzugsweise
eine IMSI (International Mobile Subscriber Identity). Die Benutzeridentifizierung
wird im Mobilfunknetz vorzugsweise mittels eines mit dem Mobilfunkendgerät verbundenen
Identifizierungsmoduls und mittels einer Authentifizierungseinheit des Mobilfunknetzes
authentifiziert. Die Kommunikationsadressen sind vorzugsweise Rufnummern im Mobilfunknetz.
Das geteilte Kommunikationsmedium ist vorzugsweise eine auf elektromagnetischen Wellen
basierende Kommunikationsschnittstelle. Die Kommunikationsparameter umfassen vorzugsweise
Identifizierungen von unterstützten Kommunikationsprotokollen und/oder -schnittstellen
und die Sicherheitsparameter umfassen vorzugsweise kryptografische Schlüssel.
[0014] Die für das vorliegende Verfahren verwendeten Vorrichtungen zum Aufbauen eines virtuellen
privaten Kommunikationsnetzes zwischen Kommunikationsendgeräten umfassen Kommunikationsendgeräte,
die vorzugsweise mindestens eine Kommunikationsschnittstelle für ein auf elektromagnetischen
Wellen basierendes geteiltes Kommunikationsmedium umfassen, eine mit dem Telekommunikationsnetz
verbindbare computer-basierte Dienstzentrale sowie ein Computerprogrammprodukt, das
Computerprogrammcodemittel zur Steuerung eines oder mehrerer Prozessoren des Kommunikationsendgeräts
umfasst.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0015] Nachfolgend wird eine Ausführung der vorliegenden Erfindung anhand eines Beispieles
beschrieben. Das Beispiel der Ausführung wird durch die folgenden beigelegten Figuren
illustriert:
Figur 1 zeigt ein Blockdiagramm, welches schematisch mehrere in einem virtuellen privaten
Kommunikationsnetz verbundene Kommunikationsendgeräte darstellt, die zudem mit einem
Telekommunikationsnetz verbunden sind.
Figur 2 zeigt ein Zeitdiagramm, das schematisch einen möglichen Verfahrensablauf und
Datenaustausch beim Aufbau eines virtuellen privaten Kommunikationsnetzes zwischen
mehreren Kommunikationsendgeräten illustriert.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0016] In den Figuren 1 und 2 werden einander entsprechende, gleiche Komponenten durch gleiche
Bezugszeichen bezeichnet.
[0017] In der Figur 1 bezeichnet das Bezugszeichen 3 ein Telekommunikationsnetz, vorzugsweise
eine zelluläres Mobilfunknetz, beispielsweise ein GSM-(Global System for Mobile Communication)
oder ein UMTS-Netz (Universal Mobile Telecommunications System) oder ein anderes,
beispielsweise satellitenbasiertes-Mobilfunknetz. Das Telekommunikationsnetz 3 kann
auch ein Festnetz umfassen, beispielsweise das Internet und/oder ein LAN (Local Area
Network).
[0018] Das Telekommunikationsnetz 3 umfasst eine Zugangskontrolleinheit 5, beispielsweise
eine HLR-Einheit (Home Location Register), eine VLR-Einheit (Visitor Location Register)
oder eine SGSN-Einheit (Serving GPRS Support Node, GPRS - General Packet Radio Service),
die jeweils mit einer AuC-Einheit (Authentication Centre) verbunden sind.
[0019] Wie in der Figur 1 schematisch dargestellt wird, ist die Zugangskontrolleinheit 5
mit einer computer-basierten Dienstzentrale 4 verbunden. Die computer-basierte Dienstzentrale
4 umfasst funktionale Module zur Ausführung von Funktionen, die später mit Bezug zur
Figur 2 näher beschrieben werden. Die funktionalen Module der Dienstzentrale 4 sind
vorzugsweise als programmierte Softwaremodule ausgeführt, die einen oder mehrere Prozessoren
der Dienstzentrale 4 steuern. Der Fachmann wird verstehen, dass die funktionalen Module
teilweise oder vollständig hardwaremässig ausgeführt werden können.
[0020] In der Figur 1 bezeichnen die Bezugszeichen 1 und 1' Kommunikationsendgeräte, die
mit dem Telekommunikationsnetz 3 verbindbar sind. In der Figur 1 ist nur das Kommunikationsendgerät
1 detailliert dargestellt, die Kommunikationsendgeräte 1' sind jedoch entsprechend
aufgebaut, wobei allerdings die Module 14 und 15 inhaltliche und die Module 16 funktionale
Unterschiede aufweisen können. Die Kommunikationsendgeräte 1 und 1' sind vorzugsweise
mobile Kommunikationsendgeräte, beispielsweise Mobilfunktelefone oder Laptop- oder
PDA-Computer (Personal Digital Assistant) mit einem Kommunikationsmodul 16, das Komponenten
für die Kommunikation über das Telekommunikationsnetz 3 umfasst. Das Kommunikationsmodul
16 umfasst mindestens eine Kommunikationsschnittstelle für die Kommunikation über
ein geteiltes Kommunikationsmedium, das auf elektromagnetischen Wellen insbesondere
im Funkbereich oder im Infrarotbereich basiert. In der Tabelle 1 ist beispielhaft
ein Schichtenmodell des Kommunikationsmoduls 16 und der darüber liegenden Applikationsschicht
dargestellt. Wie in der Tabelle 1 dargestellt ist, umfasst das Kommunikationsmodul
16 physikalische Kommunikationsschnittstellen für den Infrarotbereich, beispielsweise
für IrDA, und für den Funkbereich, beispielsweise für WLAN, zum Beispiel gemäss IEEE
802.11, für Bluetooth, für Mobilfunknetze, zum Beispiel gemäss GSM oder UMTS, und/oder
für HomeRF (Home Radio Frequency). Das Kommunikationsmodul 16 umfasst zudem Kommunikationsschnittstellen
für verdrahtete LANs. Das Kommunikationsmodul 16 umfasst überdies Software- und/oder
Hardwaremodule zur Ausführung von Kommunikationsprotokollen und zugeordnete Kommunikationsparameter
für die Steuerung der physikalischen Kommunikationsschnittstelle(n). Wie in der Tabelle
1 dargestellt ist, umfasst das Kommunikationsmodul 16 beispielsweise Software- und/oder
Hardwaremodule zur Ausführung von IrDA, WLAN, zum Beispiel gemäss IEEE 802.11, Bluetooth,
HSCSD (High Speed Circuit Switched Data) und GPRS über Mobilfunknetze, HomeRF und/oder
LANs. Als Schnittstelle zu der Applikationsschicht und für die Ausführung der Kommunikationstransportkontrolle
umfasst das Kommunikationsmodul 16 weitere Softwaremodule, beispielsweise gemäss TCP
(Transmission Control Protocol) oder UDP (User Datagram Protocol). Das Kommunikationsmodul
16 umfasst auch Software- und/oder Hardwaremodule zur Ausführung von kryptografischen
Verfahren und Algorithmen sowie zugeordnete Sicherheitsparameter. Wie in der Tabelle
1 dargestellt ist, umfasst das Kommunikationsmodul 16 beispielsweise Software- und/oder
Hardwaremodule zur Ausführung von IPSec (IP Security Protocol, IP - Internet Protocol),
EAP 802.1x/WEP (Extensible Authentication Protocol/Wired Equivalent Privacy), PPPoE
(Point to Point over Ethernet) und/oder SSL/TLS (Secure Socket Layer/Transport Layer
Security).

[0021] Das Kommunikationsmodul 16 umfasst zudem ein Modul zur Ausführung vom Mobilen Internet
Protocol (Mobile IP, Internet Engineering Task Force, IEFT RFC 2002, Okt. 1996) und
ein Schnittstellenverwaltungsmodul, das in der Patentanmeldung PCT/CH02100311 beschrieben
wird, die zum Anmeldezeitpunkt der vorliegenden Anmeldung noch nicht veröffentlicht
war. Das Mobile IP ermöglicht einem mobilen Kommunikationsendgerät 1, 1' das Internet
Protokoll mobil zu benützen, wofür dem Kommunikationsendgerät 1, 1' eine dynamische
IP-Momentanadresse zu seiner statischen IP-Heimadresse zugeordnet wird. Das Schnittstellenverwaltungsmodul
führt eine Tabelle mit den vom Kommunikationsendgerät 1, 1' unterstützten physikalischen
Kommunikationsschnittstellen, die momentan verfügbar sind und deren IP-Adressen einer
virtuellen IP-Adresse zugeordnet werden. Durch die Anbindung der jeweils aktuell verwendeten
physikalischen Kommunikationsschnittstelle über eine virtuelle IP-Adresse an die darüber
liegenden Schichten, ermöglicht das Schnittstellenverwaltungsmodul den dynamischen
Wechsel der physikalischen Kommunikationsschnittstellen, ohne die Datenkommunikation
aus der Sicht der darüber liegenden Schichten zu unterbrechen.
[0022] Die Kommunikationsendgeräte 1 und 1' umfassen jeweils ein Identifizierungsmodul 15,
in welchem eine Benutzeridentifizierung 151 gespeichert ist, vorzugsweise eine IMSI
(International Mobile Subscriber Identity). Das Identifizierungsmodul 15 umfasst zudem
Authentifizierungsfunktionen und kryptografische Schlüssel und ist vorzugsweise als
SIM (Subscriber Identification Module) oder USIM (Universal Subscriber Identification
Module) für ein GSM- respektive UMTS-Netz ausgeführt.
[0023] Das Bezugszeichen 14 bezeichnet gespeicherte Konfigurationsdaten, die Kommunikationsparameter
141 und Sicherheitsparameter 142 umfassen. Die Kommunikationsparameter 141 umfassen
Identifizierungen von physikalischen Kommunikationsschnittstellen und von dafür geeigneten
Kommunikationsprotokollen, die durch das betreffende Kommunikationsendgerät 1, 1'
respektive durch das betreffende Kommunikationsmodul 16 unterstützt werden. Die Kommunikationsparameter
141 umfassen zudem schnittstellen- und protokollspezifische Kommunikationsparameter
wie Angaben über Sende- und Empfangsfrequenzen, Kanalidentifizierungen, Modulationsarten,
Sendeleistung oder Antennenabstrahlungsrichtung. Die Sicherheitsparameter 142 umfassen
kryptografische Schlüssel und Identifizierungen von kryptografischen Algorithmen und
Verfahren, die durch das betreffende Kommunikationsendgerät 1, 1' respektive durch
das betreffende Kommunikationsmodul 16 unterstützt werden.
[0024] Die Kommunikationsendgeräte 1 und 1' umfassen zudem jeweils mehrere funktionale Module
10, 11, 12 und 13 zur Ausführung von Funktionen, die später mit Bezug zur Figur 2
näher beschrieben werden. Die funktionalen Module 10, 11, 12 und 13 sind vorzugsweise
als programmierte Softwaremodule ausgeführt, die einen oder mehrere Prozessoren der
Kommunikationsendgeräte 1 und 1' steuern. Der Fachmann wird verstehen, dass die funktionalen
Module 10, 11, 12 und 13 teilweise oder vollständig hardwaremässig ausgeführt werden
können. Wie durch das Bezugszeichen 6 angedeutet wird, sind die funktionalen Module
10, 11, 12 und 13, die Konfigurationsdaten 14 und das Identifizierungsmodul 15 sowie
die Software-basierten Teile des Kommunikationsmoduls 16 auf einem oder mehreren Computerprogrammprodukten
ausgeführt. Das respektive die Computerprogrammprodukte 6 umfassen ein computerlesbares
Medium mit den darin enthaltenen Computerprogrammcodemitteln zur Steuerung des oder
der Prozessoren der Kommunikationsendgeräte 1, 1'. Die Computerprogrammprodukte 6
können beispielsweise in Form von CDs (Compact Discs), Disketten, Speichermodulen,
ROM (Read Only Memory), RAM (Random Access Memory) oder Chipkarten ausgeführt werden.
Das Identifizierungsmodul 15 ist vorzugsweise auf einer Chipkarte ausgeführt.
[0025] In der Figur 1 bezeichnet das Bezugszeichen 2 ein gesichertes virtuelles privates
Kommunikationsnetz, das ad hoc aufgebaut wurde und die direkte Kommunikation (peer-to-peer)
zwischen den Kommunikationsendgeräten 1 und 1' ermöglicht.
[0026] In den folgenden Abschnitten werden mit Bezug auf die Figur 2 der Verfahrensablauf
und der damit verbundene Datenaustausch für den Aufbau des virtuellen privaten Kommunikationsnetzes
2 beschrieben.
[0027] Wenn der Benutzer sein Kommunikationsendgerät 1 aktiviert, versucht sich dieses im
Telekommunikationsnetz 3 einzubuchen und übermittelt im Schritt S1 die Benutzeridentifizierung
151 an die Zugangskontrolleinheit 5 im Telekommunikationsnetz 3.
[0028] Im Schritt S2 übermittelt die Zugangskontrolleinheit 5 eine Authentifizierungsanforderung
über das Telekommunikationsnetz 3 an das Kommunikationsendgerät 1, welche unter Verwendung
kryptografischer Mechanismen spezifisch für die im Schritt S1 empfangene Benutzeridentifizierung
erzeugt wurde.
[0029] Im Schritt S3 übermittelt das Kommunikationsendgerät 1 eine Authentifizierungsantwort
über das Telekommunikationsnetz 3 an die Zugangskontrolleinheit 5, wobei die Authentifizierungsantwort
unter Verwendung eines im Kommunikationsendgerät 1 gespeicherten kryptografischen
Schlüssels aus der im Schritt S2 erhaltenen Authentifizierungsanforderung erzeugt
wurde.
[0030] Im Schritt S4 überprüft die Zugangskontrolleinheit 5 die im Schritt S3 empfangene
Authentifizierungsantwort und bucht das Kommunikationsendgerät 1 unter der im Schritt
S1 empfangenen Benutzeridentifizierung im Telekommunikationsnetz 3 ein, falls die
Benetzeridentifizierung auf Grund der im Schritt S3 empfangenen Authentifizierungsantwort
positiv authentifiziert werden konnte.
[0031] Die Schritte S1 bis S4 werden vorzugsweise zwischen dem Identifizierungsmodul 15
und der Zugangskontrolleinheit 5 gemäss dem Authentifizierungsverfahren ausgeführt,
das für das GSM- oder UMTS-Netz definiert wurde (siehe beispielsweise die GSM Normen,
insbesondere GSM 2.09, vom European Telecommunications Standards Institute ETSI, erhältlich
bei der untenstehenden Adresse, respektive das Dokument "Technical Specification:
3rd Generation Partnership Project; Technical Specification Group Services and System
Aspects; 3G Security; Security Architecture"; Ausgabe 1999; 3GPP TS 33.102 V3.12.0,
Juni 2002; Kapitel C.2 und C.3.2; erhältlich bei: GPP Support Office Address, 650
Route des Lucioles - Sophia Antipolis, Valborne, France).
[0032] Im Schritt S5 übermittelt das Anfragemodul 10 des Kommunikationsendgeräts 1 eine
Anfrage für den Aufbau des virtuellen privaten Kommunikationsnetzes 2 über das Telekommunikationsnetz
3 an die Dienstzentrale 4. Die Übermittlung erfolgt beispielsweise mittels SMS- (Short
Messaging System) oder USSD-Kurzmeldungen (Unstructured Supplementary Services Data)
oder mittels Datendiensten wie HSCSD, GPRS oder mittels WAP (Wireless Application
Protocol). Die Anfrage umfasst Kommunikationsadressen der Kommunikationsendgeräte
1', mit denen das virtuelle private Kommunikationsnetz 2 aufgebaut werden soll. Die
Kommunikationsadressen sind vorzugsweise Rufnummern der Kommunikationsendgeräte 1'
im Telekommunikationsnetz 3, so genannte MSISDN-Nummern (Mobile Subscriber ISDN, ISDN
- Integrated Services Digital Network). Vorzugsweise umfasst die Anfrage zudem Konfigurationsdaten,
die Kommunikationsparameter und Sicherheitsparameter des Kommunikationsendgeräts 1
umfassen. Die Konfigurationsdaten werden im Kommunikationsendgerät 1 durch das Konfigurationsmodul
11 bestimmt, basierend auf den gespeicherten Konfigurationsdaten 14 sowie basierend
auf der Verfügbarkeit von physikalischen Kommunikationsschnittstellen des Kommunikationsmoduls
16 und/oder basierend auf einer Selektion durch den Benutzer.
[0033] Im Schritt S6 werden die im Schritt S5 empfangenen Konfigurationsdaten in der Dienstzentrale
4 einer Anfragereferenz zugeordnet abgespeichert. Die Anfragereferenz wird in der
Dienstzentrale automatisch ermittelt und basiert beispielsweise auf einer Referenzangabe,
beispielsweise ein benutzerdefiniertes Referenzwort, das im Schritt S5 vom Kommunikationsendgerät
1 an die Dienstzentrale 4 übermittelt wurde.
[0034] Im Schritt S7 leitet die Dienstzentrale 4 die Anfrage zusammen mit der im Schritt
S6 ermittelten Anfragereferenz über das Telekommunikationsnetz 3 an die Kommunikationsendgeräte
1' weiter, die durch die im Schritt S5 empfangenen Kommunikationsadressen bestimmt
sind. Vorzugsweise umfassen die weitergeleiteten Anfragen zudem mindestens Angaben
über die verfügbaren physikalischen Kommunikationsschnittstellen im Kommunikationsendgerät
1, die in den im Schritt S5 empfangenen Konfigurationsdaten enthaltenen sind. Die
weitergeleiteten Anfragen können auch die gesamten im Schritt S5 empfangenen Konfigurationsdaten
enthalten. Die Anfrage umfasst beispielsweise auch die Kommunikationsadresse des Kommunikationsendgeräts
1', die durch die Dienstzentrale 4 aus dem Telekommunikationsnetz 3 (HLR) bestimmt
wird.
[0035] Im Schritt S8 wird in den Kommunikationsendgeräten 1' durch das Antwortmodul 12 der
Benutzer angefragt, ob er sich mit seinem Kommunikationsendgerät 1' am Aufbau des
virtuellen privaten Kommunikationsnetzwerks beteiligen möchte. Dies geschieht beispielsweise
über die Anzeige 17 der Kommunikationsendgeräte 1', wo dem Benutzer beispielsweise
die Anfragereferenz und die Kommunikationsadressen des anfragenden Kommunikationsendgeräts
1 und der anderen angefragten Kommunikationsendgeräte 1' angezeigt werden. Falls der
Benutzer eine Beteiligung ablehnt, stellt das Antwortmodul 12 des betreffenden Kommunikationsendgeräts
1' eine negative Antwort bereit, die im Schritt S9 über das Telekommunikationsnetz
3 an die Dienstzentrale 4 übermittelt wird. Falls der Benutzer sich beteiligen möchte,
stellt das Antwortmodul 12 des betreffenden Kommunikationsendgeräts 1' eine affirmative
Antwort bereit, die im Schritt S9 über das Telekommunikationsnetz 3 an die Dienstzentrale
4 übermittelt wird. Die affirmative Antwort umfasst Konfigurationsdaten des betreffenden
Kommunikationsendgeräts 1', die durch das Konfigurationsmodul 11 des betreffenden
Kommunikationsendgeräts 1' bestimmt werden. Diese Konfigurationsdaten werden jeweils
basierend auf den im betreffenden Kommunikationsendgerät 1' gespeicherten Konfigurationsdaten
sowie basierend auf der Verfügbarkeit von physikalischen Kommunikationsschnittstellen
des Kommunikationsmoduls 16 im betreffenden Kommunika-tionsendgerät 1' bestimmt. In
einer Ausführungsvariante werden diese Konfigurationsdaten durch das Konfigurationsmodul
11 des betreffenden Kommunikationsendgeräts 1' zudem auf Grund der im Schritt S7 empfangenen
Konfigurationsdaten bestimmt, wobei Konfigurationsdaten für die gemeinsam verfügbaren
physikalischen Kommunikationsschnittstellen ermittelt werden.
[0036] Im Schritt S10 werden die im Schritt S9 empfangenen Antworten in der Dienstzentrale
4 entgegengenommen und die darin enthaltenen Konfigurationsdaten gespeichert. Dabei
werden die empfangenen Konfigurationsdaten jeweils der vorgängig erwähnten Anfragereferenz
und den Kommunikationsadressen der Kommunikationsendgeräte 1, 1' zugeordnet. Die Speicherung
und Weiterverwendung der empfangenen Konfigurationsdaten durch die Dienstzentrale
4 kann vom anfragenden Kommunikationsendgerät 1 respektive von seinem Benutzer an
die Bedingung geknüpft werden, dass sämtliche oder zumindest ein definierter Anteil
der im Schritt S9 empfangenen Antworten affirmativ sind.
[0037] Im Schritt S10 erstellt vorzugsweise die Dienstzentrale 4 zudem basierend auf den
empfangenen Konfigurationsdaten individuelle Konfigurationsdatensätze für die beteiligten
Kommunikationsendgeräte 1 und 1'. Ein Konfigurationsdatensatz umfasst jeweils die
Konfigurationsdaten für eines der beteiligten Kommunikationsendgeräte 1, 1', die im
betreffenden beteiligten Kommunikationsendgerät 1, 1' für den Aufbau und Betrieb des
gesicherten virtuellen privaten Kommunikationsnetzes verwendet werden. Die Konfigurationsdatensätze
umfassen einheitliche Kommunikationsparameter für sämtliche physikalischen Kommunikationsschnittstellen,
die in allen beteiligten Kommunikationsendgeräten 1, 1' verfügbar sind, und für die
darauf basierenden Kommunikationsprotokolle, die von allen beteiligten Kommunikationsendgeräten
1, 1' unterstützt werden. Zudem umfassen die Konfigurationsdatensätze einheitliche
Sicherheitsparameter für sämtliche kryptografischen Algorithmen und Verfahren, die
von allen beteiligten Kommunikationsendgeräten 1, 1' unterstützt werden. An dieser
Stelle soll darauf hingewiesen werden, dass in einem Konfigurationsdatensatz auch
ausführbare Softwaremodule mit Kommunikationsprotokollen und kryptografischen Mechanismen
enthalten sein können, die im betreffenden beteiligten Kommunikationsendgerät 1, 1'
zum Zeitpunkt der Anfrage fehlen und nicht unterstützt werden. Schliesslich umfassen
die Konfigurationsdatensätze jeweils die kryptografischen Schlüssel für eines der
beteiligten Kommunikationsendgeräte 1, 1', welche im betreffenden beteiligten Kommunikationsendgerät
1, 1' für den Aufbau und Betrieb des gesicherten virtuellen privaten Kommunikationsnetzes
2 verwendet werden. Die kryptografischen Schlüssel in den individuellen Konfigurationsdatensätzen
werden entweder durch die Dienstzentrale 4 erzeugt und zugewiesen oder sie werden
durch die Dienstzentrale 4 aus den empfangenen Konfigurationsdaten entnommen und auf
die individuellen Konfigurationsdatensätze verteilt.
[0038] Im Schritt S11 werden die individuellen Konfigurationsdatensätze von der Dienstzentrale
4 über das Telekommunikationsnetz 3 an die betreffenden beteiligten Kommunikationsendgeräte
1, 1' übermittelt. Das anfragende Kommunikationsendgerät 1 wird gegebenenfalls über
negative Antworten informiert. Die Übermittlung der Konfigurationsdatensätze über
das Telekommunikationsnetz 3 kann verschlüsselt erfolgen, beispielsweise unter Zuhilfenahme
von Sicherheitsmechanismen des Telekommunikationsnetzes 3.
[0039] An dieser Stelle soll angefügt werden, dass die mit Bezug auf den Schritt S10 beschriebenen
Funktionen zum Erstellen der individuellen Konfigurationsdatensätze für die beteiligten
Kommunikationsendgeräte 1 und 1' in einer Ausführungsvariante als Alternative im anfragenden
Kommunikationsendgerät 1 durchgeführt werden können. Zu diesem Zweck werden die im
Schritt S9 empfangenen Konfigurationsdaten der Kommunikationsendgeräte 1' von der
Dienstzentrale 4 in einem ersten nicht dargestellten Schritt an das Kommunikationsendgerät
1 weitergeleitet. Für diese Ausführungsvariante ist das Konfigurationsmodul 11 des
Kommunikationsendgeräts 1 so eingerichtet, dass es basierend auf den im ersten nicht
dargestellten Schritt empfangenen Konfigurationsdaten der Kommunikationsendgeräte
1' und basierend auf den lokal gespeicherten Konfigurationsdaten 14 in einem zweiten
nicht dargestellten Schritt Konfigurationsdatensätze für den Aufbau des gesicherten
virtuellen privaten Kommunikationsnetzes 2 erstellt. Die im zweiten nicht dargestellten
Schritt erstellten Konfigurationsdatensätze werden durch das Konfigurationsmodul 11
des Kommunikationsendgeräts 1 in einem dritten nicht dargestellten Schritt über das
Telekommunikationsnetz 3 zur Speicherung an die Kommunikationsendgeräte 1' übermittelt
respektive lokal im Kommunikationsendgerät 1 gespeichert. Danach wird im Schritt S12
fortgefahren, wobei die Rückbezüge in der Beschreibung des Schritts S12 auf den Schritt
S11 sich entsprechend auf den dritten nicht dargestellten Schritt beziehen.
[0040] Im Schritt S12 werden die Kommunikationsmodule 16 der beteiligten Kommunikationsendgeräte
1, 1' jeweils auf der Grundlage der im Schritt S11 empfangenen Konfigurationsdatensätze
durch die Konfigurationsmodule 11 konfiguriert. Gegebenfalls werden im Schritt S12
in den betreffenden beteiligten Kommunikationsendgeräten 1, 1' ausführbare Softwaremodule
installiert, die in den Konfigurationsdatensätzen enthalten sind. Im Schritt S12 werden
danach die Kommunikationsparameter und Sicherheitsparameter, die in den empfangenen
Konfigurationsdatensätzen enthalten sind, in den Kommunikationsmodulen 16 der betreffenden
beteiligten Kommunikationsendgeräte 1, 1' geladen. Schliesslich werden die in den
empfangenen Konfigurationsdatensätzen enthaltenen kryptografischen Schlüssel jeweils
in den Kommunikationsmodulen 16 der betreffenden beteiligten Kommunikationsendgeräte
1, 1' den entsprechenden kryptografischen Mechanismen zugeordnet gespeichert.
[0041] Im Schritt S13 wird das gesicherte virtuelle private Kommunikationsnetz 2 zwischen
den beteiligten Kommunikationsendgeräten 1, 1' unter der Kontrolle der Netzwerkmodule
13 aufgebaut und Applikationen der beteiligten Kommunikationsendgeräten 1, 1' können
Daten über das gesicherte virtuelle private Kommunikationsnetz 2 austauschen. Bei
mehreren gemeinsam verfügbaren physikalischen Kommunikationsschnittstellen wird die
verwendete physikalische Kommunikationsschnittstelle durch das Netzwerkmodul 13 des
anfragenden Kommunikationsendgeräts 1 bestimmt, das den Aufbau des gesicherten virtuellen
privaten Kommunikationsnetzes 2 einleitet. Unter Verwendung des Moduls zur Ausführung
von Mobile IP und dem Schnittstellenverwaltungsmodul kann die verwendete physikalische
Kommunikationsschnittstelle zudem dynamisch verändert werden. Wenn dabei mehrere beteiligte
Kommunikationsendgeräte 1, 1' die gemeinsam verwendete physikalische Kommunikationsschnittstelle
ändern, werden nötigenfalls entsprechende Konfigurationsdatensätze zuvor über das
virtuelle private Kommunikationsnetz 2 oder über das Telekommunikationsnetz 3 ausgehandelt.
Es ist auch möglich, in einem gesicherten virtuellen privaten Kommunikationsnetz 2
gleichzeitig unterschiedliche physikalische Kommunikationsschnittstellen und/oder
Kommunikationsprotokolle zwischen verschiedenen beteiligten Kommunikationsendgeräten
1,1' zu verwenden, beispielsweise können die Kommunikationsendgeräte 1' untereinander
über eine Infrarotschnittstelle kommunizieren, während das Kommunikationsendgerät
1 mit den Kommunikationsendgeräten 1' über eine Funkschnittstelle kommuniziert.
[0042] Die Dienstzentrale 4 umfasst ein nicht dargestelltes Verrechnungsmodule, um Kosten
für die Entgegennahme und Weiterleitung einer Anfrage für den Aufbauen eines virtuellen
privaten Kommunikationsnetzes 2 sowie den diesbezüglichen Austausch von Konfigurationsdaten
den Benutzern der beteiligten Kommunikationsendgeräte 1, 1' zu verrechnen.
[0043] Abschliessend soll festgehalten werden, dass das beschriebene Verfahren zum Aufbauen
des virtuellen privaten Kommunikationsnetzes 2 zwischen den Kommunikationsendgeräten
1, 1' auch mit mehreren Dienstzentralen 4 durchgeführt werden kann, die mit Telekommunikationsnetzen
3 von verschiedenen Betreibern verbunden sind.
1. Verfahren zum Aufbauen eines virtuellen privaten Kommunikationsnetzes (2) zwischen
Kommunikationsendgeräten (1, 1'), umfassend:
- Übermitteln (S1) einer Benutzeridentifizierung (151) von einem ersten der Kommunikationsendgeräte
(1) an ein Telekommunikationsnetz (3),
- Authentifizieren der Benutzeridentifizierung (151) im Telekommunikationsnetz (3),
und
- Aufbau (S13) eines gesicherten virtuellen privaten Kommunikationsnetzes (2) zwischen
dem ersten Kommunikationsendgerät (1) und den zweiten Kommunikationsendgeräten (1')
unter Verwendung von ausgetauschten Konfigurationsdaten über ein geteiltes Kommunikationsmedium,
gekennzeichnet, durch:
- Übermitteln einer Anfrage (S5) mit Kommunikationsadressen eines oder mehrerer zweiter
der Kommunikationsendgeräte (1') durch das erste Kommunikationsendgerät (1) über das Telekommunikationsnetz (3) an eine
computer-basierte Dienstzentrale (4),
- Weiterleiten der Anfrage (S7) durch die Dienstzentrale (4) über das Telekommunikationsnetz (3) an die durch die Kommunikationsadressen bestimmten zweiten Kommunikationsendgeräte (1'),
- Übermitteln einer jeweils affirmativen oder negativen Antwort (S9) durch die zweiten Kommunikationsendgeräte (1') über das Telekommunikationsnetz (3) an die
Dienstzentrale (4), wobei eine affirmative Antwort Konfigurationsdaten mit Kommunikationsparametern
und mit Sicherheitsparametern des betreffenden der zweiten Kommunikationsendgeräte
(1') umfasst, und
- Austauschen von Konfigurationsdaten (S9, S11) mit Kommunikationsparametern und mit
Sicherheitsparametern zwischen dem ersten Kommunikationsendgerät (1) und den zweiten
Kommunikationsendgeräten (1, 1') über das Telekommunikationsnetz (3).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Anfrage (S5) des ersten Kommunikationsendgeräts (1) Konfigurationsdaten,
die Kommunikationsparameter und Sicherheitsparameter des ersten Kommunikationsendgeräts
(1) umfassen, an die Dienstzentrale (4) übermittelt werden, dass die Dienstzentrale
(4) basierend auf den Konfigurationsdaten vom ersten Kommunikationsendgerät (1) und
basierend auf den Konfigurationsdaten der zweiten Kommunikationsendgeräte (1') Konfigurationsdatensätze
für den Aufbau des gesicherten virtuellen privaten Kommunikationsnetzes (2) zwischen
dem ersten Kommunikationsendgerät (1) und den zweiten Kommunikationsendgeräten (1')
erstellt (S10), dass die Dienstzentrale (4) die erstellten Konfigurationsdatensätze
über das Telekommunikationsnetz (3) zur Speicherung an das erste Kommunikationsendgerät
(1) und an die zweiten Kommunikationsendgeräte (1') übermittelt (S11), und dass das
erste Kommunikationsendgerät (1) und die zweiten Kommunikationsendgeräte (1') das
gesicherte virtuelle private Kommunikationsnetz (2) zwischen dem ersten Kommunikationsendgerät
(1) und den zweiten Kommunikationsendgeräten (1') basierend auf den gespeicherten
Konfigurationsdatensätzen aufbauen (S13).
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Anfrage (S5) des ersten Kommunikationsendgeräts (1) Konfigurationsdaten mit
Kommunikationsparametern und mit Sicherheitsparametem des ersten Kommunikationsendgeräts
(1) an die Dienstzentrale (4) übermittelt werden, dass die Konfigurationsdaten des
ersten Kommunikationsendgeräts (1) durch die Dienstzentrale (4) mit der Anfrage an
die zweiten Kommunikationsendgeräte (1') übermittelt (S5) werden, dass die zweiten
Kommunikationsendgeräte (1') die Konfigurationsdaten zur Übermittlung an die Dienstzentrale
(4) basierend auf den empfangenen Konfigurationsdaten des ersten Kommunikationsendgeräts
(1) bestimmen (S8), dass die Dienstzentrale (4) basierend auf den Konfigurationsdaten
vom ersten Kommunikationsendgerät (1) und basierend auf den Konfigurationsdaten der
zweiten Kommunikationsendgeräte (1') Konfigurationsdatensätze für den Aufbau des gesicherten
virtuellen privaten Kommunikationsnetzes (2) zwischen dem ersten Kommunikationsendgerät
(1) und den zweiten Kommunikationsendgeräten (1') erstellt (S10), dass die Dienstzentrale
(4) die erstellten Konfigurationsdatensätze über das Telekommunikationsnetz (3) zur
Speicherung an das erste Kommunikationsendgerät (1) und an die zweiten Kommunikationsendgeräte
(1') übermittelt (S11), und dass das erste Kommunikationsendgerät (1) und die zweiten
Kommunikationsendgeräte (1') das gesicherte virtuelle private Kommunikationsnetz (2)
zwischen dem ersten Kommunikationsendgerät (1) und den zweiten Kommunikationsendgeräten
(1') basierend auf den gespeicherten Konfigurationsdatensätzen aufbauen.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dienstzentrale (4) die Antworten der zweiten Kommunikationsendgeräte (1') an
das erste Kommunikationsendgerät (1) weiterleitet, dass das erste Kommunikationsendgerät
(1) basierend auf den Konfigurationsdaten der zweiten Kommunikationsendgeräte (1')
und basierend auf Konfigurationsdaten (14) mit Kommunikationsparametern und mit Sicherheitsparametern,
die im ersten Kommunikationsendgerät (1) gespeichert sind, Konfigurationsdatensätze
für den Aufbau des gesicherten virtuellen privaten Kommunikationsnetzes (2) zwischen
dem ersten Kommunikationsendgerät (1) und den zweiten Kommunikationsendgeräten (1')
erstellt, dass das erste Kommunikationsendgerät (1) die erstellten Konfigurationsdatensätze
über das Telekommunikationsnetz (3) zur Speicherung an die zweiten Kommunikationsendgeräte
übermittelt respektive im ersten Kommunikationsendgerät (1) speichert, und dass das
erste Kommunikationsendgerät (1) und die zweiten Kommunikationsendgeräte das gesicherte
virtuelle private Kommunikationsnetz (2) zwischen dem ersten Kommunikationsendgerät
(1) und den zweiten Kommunikationsendgeräten (1') basierend auf den gespeicherten
Konfigurationsdatensätzen aufbauen (S13).
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Mobilfunkendgeräte als Kommunikationsendgeräte (1, 1') verwendet werden, dass ein
zelluläres Mobilfunknetz als Telekommunikationsnetz (3) verwendet wird, dass eine
IMSI als Benutzeridentifizierung (151) verwendet wird, dass die Benutzeridentifizierung
(151) im Mobilfunknetz mittels eines I-dentifizierungsmoduls (15) im Mobilfunkendgerät
und mittels einer Authentifizierungseinheit im Mobilfunknetz authentifiziert wird,
dass Rufnummern im Mobilfunknetz als Kommunikationsadressen verwendet werden, dass
eine auf elektromagnetischen Wellen basierende Kommunikationsschnittstelle als geteiltes
Kommunikationsmedium verwendet wird, dass die Kommunikationsparameter Identifizierungen
von unterstützten Kommunikationsprotokollen und/oder - schnittstellen umfassen, und
dass die Sicherheitsparameter kryptografische Schlüssel umfassen.
6. Computer-basierte Dienstzentrale (4), welche mit einem Telekommunikationsnetz (3)
verbindbar ist, in welchem Benutzeridentifizierungen von Kommunikationsendgeräten
(1, 1') entgegengenommen und authentifiziert werden,umfassend:
- Mittel zum Entgegennehmen einer Anfrage von einem ersten Kommunikationsendgerät
(1) über das Telekommunikationsnetz (3) betreffend den Aufbau eines virtuellen privaten
Kommunikationsnetzes (2) zwischen dem ersten Kommunikationsendgerät (1) und einem
oder mehreren zweiten Kommunikationsendgeräten (1'), welche Anfrage Kommunikationsadressen
der zweiten Kommunikationsendgeräte (1') umfasst,
- Mittel zum Weiterleiten der Anfrage über das Telekommunikationsnetz (3) an die durch
die Kommunikationsadressen bestimmten zweiten Kommunikationsendgeräte (1'),
- Mittel zum Entgegennehmen von affirmativen oder negativen Antworten von den zweiten
Kommunikationsendgeräten (1') über das Telekommunikationsnetz (3), wobei eine affirmative
Antwort Konfigurationsdaten mit Kommunikationsparametern und mit Sicherheitsparametem
des betreffenden der zweiten Kommunikationsendgeräte (1') umfasst, und
- Mittel zum Austauschen von Konfigurationsdaten mit Kommunikationsparametern und
mit Sicherheitsparametem mit dem ersten Kommunikationsendgerät (1) und mit den zweiten
Kommunikationsendgeräten (1') über das Telekommunikationsnetz (3).
7. Dienstzentrale (4) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel umfasst zum Entgegennehmen von Konfigurationsdaten mit der Anfrage des
ersten Kommunikationsendgeräts (1), die Kommunikationsparameter und Sicherheitsparameter
des ersten Kommunikationsendgeräts (1) umfassen, dass sie Mittel umfasst, um basierend
auf den Konfigurationsdaten vom ersten Kommunikationsendgerät (1) und basierend auf
den Konfigurationsdaten der zweiten Kommunikationsendgeräte (1') Konfigurationsdatensätze
für den Aufbau eines gesicherten virtuellen privaten Kommunikationsnetzes (2) zwischen
dem ersten Kommunikationsendgerät (1) und den zweiten Kommunikationsendgeräten (1')
zu erstellen, und dass sie Mittel umfasst, um die erstellten Konfigurationsdatensätze
über das Telekommunikationsnetz (3) an das erste Kommunikationsendgerät (1) und an
die zweiten Kommunikationsendgeräte (1') zu übermitteln.
8. Dienstzentrale (4) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einem zellulären Mobilfunknetz verbindbar ist, in welchem IM-Sls als Benutzeridentifizierungen
verwendet werden, die mittels Identifizierungsmodulen (15) in den Kommunikationsendgeräten
(1, 1') und mittels einer Authentifizierungseinheit im Mobilfunknetz authentifiziert
werden, dass die Kommunikationsadressen Rufnummern im Mobilfunknetz umfassen, dass
die Kommunikationsparameter Identifizierungen von unterstützten Kommunikationsprotokollen
und/oder -schnittstellen umfassen, und dass die Sicherheitsparameter kryptografische
Schlüssel umfassen.
9. Kommunikationsendgerät (1) umfassend: ein Identifizierungsmodul (15) zum Übermitteln
einer Benutzeridentifizierung (151) zur Authentifizierung an ein Telekommunikationsnetz
(3), ein Kommunikationsmodul (16) für die Kommunikation über ein geteiltes Kommunikationsmedium
und ein Netzwerkmodul (13) zum Aufbauen eines gesicherten virtuellen privaten Kommunikationsnetzes
(2) zwischen dem Kommunikationsendgerät (1) und den zweiten Kommunikationsendgeräten
(1') unter Verwendung von ausgetauschten Konfigurationsdaten über das geteilte Kommunikationsmedium,
gekennzeichnet durch:
- ein Anfragemodul (10) zum Übermitteln einer Anfrage mit Kommunikationsadressen eines
oder mehrerer zweiten Kommunikationsendgeräte (1') über das Telekommunikationsnetz
(3) an eine computer-basierte Dienstzentrale (4),
- ein Konfigurationsmodul (11) zum Austauschen von Konfigurationsdaten, die Kommunikationsparameter
und Sicherheitsparameter umfassen, mit den zweiten Kommunikationsendgeräten (1') über
das Telekommunikationsnetz (3), und
- ein Antwortmodul (12) zum Übermitteln einer affirmativen oder negativen Antwort
über das Telekommunikationsnetz (3) an die Dienstzentrale (4) nach dem Empfang einer
Anfrage von der Dienstzentrale (4), wobei eine affirmative Antwort Konfigurationsdaten
mit Kommunikationsparametern und mit Sicherheitsparametem des Kommunikationsendgeräts
(1).
10. Kommunikationsendgerät (1) gemäss Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Anfragemodul (10) ausgebildet ist, um mit der Anfrage Konfigurationsdaten mit
Kommunikationsparametern und mit Sicherheitsparametem an die Dienstzentrale (4) zu
übermitteln.
11. Kommunikationsendgerät (1) gemäss Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Konfigurationsmodul (11) ausgebildet ist, um die in der Antwort an die Dienstzentrale
(4) zu übermittelnden Konfigurationsdaten basierend auf Konfigurationsdaten zu bestimmen,
die in der empfangenen Anfrage enthalten sind.
12. Kommunikationsendgerät (1) gemäss einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Konfigurationsmodul (11) ausgebildet ist, um Konfigurationsdaten, die Kommunikationsparameter
und Sicherheitsparametem der zweiten Kommunikationsendgeräte (1') umfassen, von der
Dienstzentrale (4) entgegenzunehmen, dass das Kommunikationsendgerät (1) gespeicherte
eigene Konfigurationsdaten (14) mit Kommunikationsparametern und mit Sicherheitsparametem
umfasst, dass das Konfigurationsmodul (11) ausgebildet ist, um basierend auf den gespeicherten
eigenen Konfigurationsdaten (14) und basierend auf den entgegengenommenen Konfigurationsdaten
der zweiten Kommunikationsendgeräte (1') Konfigurationsdatensätze für den Aufbau des
gesicherten virtuellen privaten Kommunikationsnetzes (2) zwischen dem ersten Kommunikationsendgerät
(1) und den zweiten Kommunikationsendgeräten (1') zu erstellen, dass das Konfigurationsmodul
(11) ausgebildet ist, um die erstellten Konfigurationsdatensätze über das Telekommunikationsnetz
(3) an die zweiten Kommunikationsendgeräte (1') zu übermitteln respektive lokal im
Kommunikationsendgerät (1) zu speichern, und dass das Netzwerkmodul (13) ausgebildet
ist, um das gesicherte virtuelle private Kommunikationsnetz (2) zwischen dem Kommunikationsendgerät
(1) und den zweiten Kommunikationsendgeräten (1') basierend auf dem lokal gespeicherten
Konfigurationsdatensatz aufzubauen.
13. Kommunikationsendgerät (1) gemäss einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass es als Mobilfunkendgerät für die Kommunikation in einem zellulären Mobilfunknetz
ausgeführt ist, dass im Identifizierungsmodul (15) eine IMSI als Benutzeridentifizierung
(151) gespeichert ist, dass die Kommunikationsadressen Rufnummern im Mobilfunknetz
umfassen, dass das Kommunikationsmodul (16) für die Kommunikation mittels elektromagnetischer
Wellen eingerichtet ist, dass die Kommunikationsparameter Identifizierungen von unterstützten
Kommunikationsprotokollen und/oder - schnittstellen umfassen, und dass die Sicherheitsparameter
kryptografische Schlüssel umfassen.
14. Computerprogrammprodukt (6) umfassend: ein computerlesbares Medium mit darin enthaltenen
Computerprogrammcodemitteln zur Steuerung eines oder mehrerer Prozessoren eines ersten
Kommunikationsendgeräts (1), derart, dass, beim Betrieb auf dem ersten Kommunikations
endgerät, das erste Kommunikationsendgerät (1) eine Benutzeridentifizierung (151)
zur Authentifizierung an ein Telekommunikationsnetz (3) übermittelt, wobei das computerlesbares
Meduim weitere Computerprogrammcodemittel enthält, die die Prozessoren des ersten
Kommunikationsendgeräts (1) derart steuern, dass, beim Betrieb auf dem ersten Kommunikationsendgerät,
das erste Kommunikationsendgerät (1) eine Anfrage mit Kommunikationsadressen eines
oder mehrerer zweiten Kommunikationsendgeräte (1') über das Telekommunikationsnetz
(3) an eine computer-basierte Dienstzentrale (4) übermittelt,
das erste Kommunikationsendgerät (1) Konfigurationsdaten, die Kommunikationsparameter
und Sicherheitsparameter umfassen, mit den zweiten Kommunikationsendgeräten (1') über
das Telekommunikationsnetz (3) austauscht,
das erste Kommunikationsendgerät (1) nach dem Empfang einer Anfrage von der Dienstzentrale
(4) eine affirmative oder negative Antwort über das Telekommunikationsnetz (3) an
die Dienstzentrale (4) übermittelt, wobei eine affirmative Antwort Konfigurationsdaten
mit Kommunikationsparametern und mit Sicherheitsparametem des ersten Kommunikationsendgeräts
(1) umfasst, und
das erste Kommunikationsendgerät (1) ein gesichertes virtuelles privates Kommunikationsnetz
(2) zwischen dem ersten Kommunikationsendgerät (1) und den zweiten Kommunikationsendgeräten
(1') unter Verwendung der ausgetauschten Konfigurationsdaten über ein geteiltes Kommunikationsmedium
aufbaut.
15. Computerprogrammprodukt (6) gemäss Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass es weitere Computerprogrammcodemittel umfasst, die die Prozessoren des ersten Kommunikationsendgeräts
(1) derart steuern, dass das erste Kommunikationsendgerät (1) mit der Anfrage Konfigurationsdaten
mit Kommunikationsparametern und mit Sicherheitsparametem an die Dienstzentrale (4)
übermittelt.
16. Computerprogrammprodukt (6) gemäss Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass es weitere Computerprogrammcodemittel umfasst, die die Prozessoren des ersten Kommunikationsendgeräts
(1) derart steuern, dass das erste Kommunikationsendgerät (1) die an die Dienstzentrale
(4) zu übermittelnden Konfigurationsdaten basierend auf Konfigurationsdaten bestimmt,
die in der empfangenen Anfrage enthalten sind.
17. Computerprogrammprodukt (6) gemäss Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass es weitere Computerprogrammcodemittel umfasst, die die Prozessoren des ersten Kommunikationsendgeräts
(1) derart steuern, dass das erste Kommunikationsendgerät (1) Konfigurationsdaten,
die Kommunikationsparameter und Sicherheitsparameter der zweiten Kommunikationsendgeräte
(1') umfassen, von der Dienstzentrale (4) entgegennimmt, dass das erste Kommunikationsendgerät
(1) basierend auf den Konfigurationsdaten der zweiten Kommunikationsendgeräte (1')
und basierend auf Konfigurationsdaten (14) des ersten Kommunikationsendgeräts (1),
die Kommunikationsparameter und Sicherheitsparameter umfassen und die im ersten Kommunikationsendgerät
(1) gespeichert sind, Konfigurationsdatensätze für den Aufbau des gesicherten virtuellen
privaten Kommunikationsnetzes (2) zwischen dem ersten Kommunikationsendgerät (1) und
den zweiten Kommunikationsendgeräten (1') erstellt, dass das erste Kommunikationsendgerät
(1) die erstellten Konfigurationsdatensätze über das Telekommunikationsnetz (3) an
die zweiten Kommunikationsendgeräte (1') übermittelt respektive im ersten Kommunikationsendgerät
(1) speichert, und dass das erste Kommunikationsendgerät (1) das gesicherte virtuelle
private Kommunikationsnetz (2) zwischen dem ersten Kommunikationsendgerät (1) und
den zweiten Kommunikationsendgeräten (1') basierend auf dem im ersten Kommunikationsendgerät
(1) gespeicherten Konfigurationsdatensatz aufbaut.
1. Method for establishing a virtual private communication network (2) between communication
terminals (1, 1'), comprising:
- transmitting (S1) a user identification (151) from a first of the communication
terminals (1) to a telecommunication network (3),
- authenticating the user identification (151) in the telecommunication network (3),
and
- setting up (S13) a secure virtual private communication network (2) between the
first communication terminal (1) and the second communication terminals (1') using
exchanged configuration data via a shared communication medium,
characterised by:
- transmitting a request (S5) with communication addresses of one or more second of
the communication terminals (1') by the first communication terminal (1) via the telecommunication
network (3) to a computer-based central service unit (4),
- forwarding the request (S7) by the central service unit (4) via the telecommunication
network (3) to the second communication terminals (1') identified through the communication
addresses,
- transmitting a respectively affirmative or negative reply (S9) by the second communication
terminals (1') via the telecommunication network (3) to the central service unit (4),
an affirmative reply comprising configuration data with communication parameters and
with security parameters of the respective of the second communication terminals (1'),
and
- exchanging configuration data (S9, S11) with communication parameters and with security
parameters between the first communication terminal (1) and the second communication
terminals (1, 1') via the telecommunication network (3).
2. Method according to claim 1, characterised in that with the request (S5) of the first communication terminal (1) configuration data
comprising the communication parameters and security parameters of the first communication
terminal (1) are transmitted to the central service unit (4), in that, based on the configuration data of the first communication terminal (1) and based
on the configuration data of the second communication terminals (1'), the central
service unit (4) prepares (S10) configuration data records for setting up the secure
virtual private communication network (2) between the first communication terminal
(1) and the second communication terminals (1'), in that the central service unit (4) transmits for storage (S11) the prepared configuration
data records over the telecommunication network (3) to the first communication terminal
(1) and to the second communication terminals (1'), and in that the first communication terminal (1) and the second communication terminals (1')
form the secure virtual private communication network (2) between the first communication
terminal (1) and the second communication terminals (1') based on the stored configuration
data records (S13).
3. Method according to claim 1, characterised in that with the request (S5) of the first communication terminal (1) configuration data
with communication parameters and with security parameters of the first communication
terminal (1) are transmitted to the central service unit (4), in that the configuration data of the first communication terminal (1) are transmitted (S5)
by the central service unit (4) with the request to the second communications terminals
(1'), in that the second communication terminals (1') determine (S8) the configuration data for
transmission to the central service unit (4) based on the received configuration data
of the first communication terminal (1), in that based on the configuration data from the first communication terminal (1) and based
on the configuration data from the second communication terminals (1') the central
service unit (4) prepares (S10) configuration data records for setting up the secure
virtual private communication network (2) between the first communication terminal
(1) and the second communication terminals (1'), in that the central service unit (4) transmits (S11) the prepared configuration data records
over the telecommunication network (3) for storage to the first communication terminal
(1) and the second communication terminals (1'), and in that the first communication terminal (1) and the second communication terminals (1')
form the secure virtual private communication network (2) between the first communication
terminal (1) and the second communication terminals (1') based on the stored configuration
data records.
4. Method according to claim 1, characterised in that the central service unit (4) forwards the replies of the second communication terminals
(1') to the first communication terminal (1), in that, based on the configuration data of the second communication terminals (1') and based
on configuration data (14) with communication parameters and with security parameters,
which are stored in the first communication terminal (1), the first communication
terminal (1) prepares configuration data records for setting up the secure virtual
private communication network (2) between the first communication terminal (1) and
the second communication terminals (1'), in that the first communication terminal (1) transmits the prepared configuration data records
over the telecommunication network (3) for storage to the second communication terminals
or respectively stores them in the first communication terminal (1), and in that the first communication terminal (1) and the second communication terminals (1')
form (S13) the secure virtual private communication network (2) between the first
communication terminal (1) and the second communication terminals (1') based on the
stored configuration data records.
5. Method according to one of the claims 1 to 4, characterised in that used as the communication terminals (1, 1') are mobile radio terminals, in that used as the telecommunication network (3) is a cellular mobile radio network, in that used as the user identification (151) is an IMSI, in that the user identification (151) is authenticated in the mobile radio network by means
of an identification module (15) in the mobile radio terminal and by means of an authentication
unit in the mobile radio network, in that used as the communication addresses are call numbers in the mobile radio network,
in that used as the shared communication medium is a communication interface based on electromagnetic
waves, in that the communication parameters comprise identifications of supported communication
protocols and/or communication interfaces, and in that the security parameters comprise cryptographic keys.
6. Computer-based central service unit (4), which is connectible to a telecommunication
network (2), in which network user identifications of communication terminals (1,
1') are received and authenticated, comprising:
- means for receiving a request from a first communication terminal (1) over the telecommunication
network (3) relating to the setting up of a virtual private communication network
(2) between the first communication terminal (1) and one or more second communication
terminals (1'), which request comprises communication addresses of the second communication
terminals (1'),
- means for forwarding the request over the telecommunication network (3) to the second
communication terminals (1') identified through the communication addresses,
- means for receiving affirmative or negative replies from the second communication
terminals (1') over the telecommunication network (3), an affirmative reply comprising
configuration data with communication parameters and with security parameters of the
respective of the second communication terminals (1'), and
- means for exchanging configuration data with communication parameters and with security
parameters with the first communication terminal (1) and with the second communication
terminals (1') over the telecommunication network (3).
7. Central service unit (4) according to claim 6, characterised in that it comprises means for receiving with the request from the first communication terminal
(1) configuration data comprising the communication parameters and security parameters
of the first communication terminal (1), in that it comprises means to prepare configuration data records for the setting up of a
secure virtual private communication network between the first communication terminal
(1) and the second communication terminals (1') based on the configuration data from
the first communication terminal (1) and based on the configuration data of the second
communication terminals (1'), and in that it comprises means to transmit the prepared configuration data records over the telecommunication
network (3) to the first communication terminal (1) and to the second communication
terminals (1').
8. Central service unit (4) according to claim 6 or 7, characterised in that it is connectible to a cellular mobile radio network in which IMSIs are used as user
identifications, which are identified by means of identification modules (15) in the
communication terminals (1, 1') and by means of an authentication unit in the mobile
radio network, in that the communication addresses comprise call numbers in the mobile radio network, in that the communication parameters comprise identifications of supported communication
protocols and/or communication interfaces, and in that the security parameters comprise cryptographic keys.
9. Communication terminal (1), comprising: an identification module (15) for transmitting
to a telecommunication network (3) a user identification (151) for authentication,
a communication module (16) for communication over a shared communication medium and
a network module (13) for setting up a secure virtual private communication network
(2) between the communication terminal (1) and the second communication terminals
(1') using exchanged configuration data over the shared communication medium,
characterised by:
- a request module (10) for transmitting a request with communication addresses for
one or more second communication terminals (1') over the telecommunication network
(3) to a computer-based central service unit (4),
- a configuration module (11) for exchanging configuration data comprising the communication
parameters and security parameters, with the second communication terminals (1') over
the telecommunication network (3), and
- a reply module (12) for transmitting an affirmative or negative reply over the telecommunication
network (3) to a central service unit (4) after receiving a request from the central
service unit (4), an affirmative reply <comprising> configuration data with communication
parameters and with security parameters of the communication terminal (1).
10. Communication terminal (1) according to claim 9, characterised in that the request module (10) is designed to transmit with the request to the central service
unit (4) configuration data with communication parameters and with security parameters.
11. Communication terminal (1) according to claim 9 or 10, characterised in that the configuration module (11) is designed to determine the configuration data to
be transmitted in the reply to the central service unit (4) based on configuration
data that are contained in the received request.
12. Communication terminal (1) according to one of the claims 9 to 11, characterised in that the configuration module (11) is designed to receive from the central service unit
(4) configuration data comprising communication parameters and security parameters
of the second communication terminals (1'), in that the communication terminal (1) comprises stored own configuration data (14) with
communication parameters and with security parameters, in that, based on the stored own configuration data and based on the received configuration
data of the second communication terminals (1'), the configuration module (11) is
designed to prepare configuration data records for setting up the secure virtual private
communication network (2) between the first communication terminal (1) and the second
communication terminals (1'), in that the configuration module (11) is designed to transmit the prepared configuration
data records over the telecommunication network (3) to the second communication terminals
(1'), or respectively store them locally in the communication terminal (1), and in that the network module (13) is designed to set up the secure virtual private communication
network (2) between the communication terminal (1) and the second communication terminals
(1') based on the locally stored configuration data record.
13. Communication terminal (1) according to one of the claims 9 to 12, characterised in that it is designed as a mobile radio device for communication in a cellular mobile radio
network, in that an IMSI is stored as user identification (151) in the identification module (15),
in that the communication addresses comprise call numbers in the mobile radio network, in that the communication module (16) is set up for communication by means of electromagnetic
waves, in that the communication parameters comprise identifications of supported communication
protocols and/or identification interfaces, and in that the safety parameters comprise cryptographic keys.
14. Computer program product (6), comprising: a computer-readable medium with computer
program code means contained therein for control of one or more processors of a first
communication terminal (1) such that, when operating on the first communication terminal,
the first communication terminal (1) transmits a user identification (151) for authentication
to a telecommunication network (3), the computer-readable medium containing further
computer program code means which control the processors of the first communication
terminal (1) such that
the first communication terminal (1) transmits a request with communication addresses
of one or more second communication terminals (1') over the telecommunication network
(3) to a computer-based central service unit (4),
the first communication terminal (1) exchanges configuration data comprising communication
parameters and security parameters with the second communication terminals (1') over
the telecommunication network (3),
after receiving a request from the central service unit (4), the first communication
terminal (1) transmits an affirmative or negative reply over the telecommunication
network (3) to the central service unit (4), an affirmative reply comprising configuration
data with communication parameters and with security parameters of the first communication
terminal (1), and
the first communication terminal (1) sets up a secure virtual private communication
network (2) between the first communication terminal (1) and the second communication
terminals (1') using the exchanged configuration data via a shared communication medium.
15. Computer program product (6) according to claim 14, characterised in that it comprises further computer program code means which control the processors of
the first communication terminal (1) in such a way that the first communication terminal
(1) transmits with the request to the central service unit (4) configuration data
with communication parameters and with security parameters.
16. Computer program product (6) according to claim 15, characterised in that it comprises further computer program code means which control the processors of
the first communication terminal (1) in such a way that the first communication terminal
(1) determines the configuration data to be transmitted to the central service unit
(4) based on configuration data which are contained in the received request.
17. Computer program product (6) according to claim 15 or 16, characterised in that it comprises further computer program code means which control the processors of
the first communication terminal (1) in such a way that the first communication terminal
(1) receives configuration data comprising the communication parameters and security
parameters of the second communication terminals (1') from the central service unit
(4), in that, based on the configuration data of the second communication terminals (1') and based
on configuration data (14) of the first communication terminal (1) which comprise
communication parameters and security parameters and are stored in the first communication
terminal (1), the first communication terminal (1) prepares configuration data records
for setting up the secure virtual private communication network (2) between the first
communication terminal (1) and the second communication terminals (1'), in that the first communication terminal (1) transmits the prepared configuration data records
over the telecommunication network (3) to the second communication terminals (1')
or respectively stores them in the first communication terminal (1), and in that the first communication terminal (1) sets up the secure virtual private communication
network (2) between the first communication terminal (1) and the second communication
terminals (1') based on the configuration data record stored in the first communication
terminal (1).
1. Procédé pour l'implantation d'un réseau de communication virtuel privé (2) entre des
terminaux de communication (1, 1'), comprenant
- la transmission (S1) d'une identification utilisateur (151) d'un premier des terminaux
de communication (1) à un réseau de télécommunication (3),
- l'authentification de l'identification utilisateur (151) dans le réseau de télécommunication
(3), et
- l'implantation (S13) d'un réseau de communication virtuel privé sécurisé (2) entre
le premier terminal de communication (1) et les seconds terminaux de communication
(1') en utilisant des données de configuration échangeables par un support de communication
partagé,
caractérisé par :
- la transmission d'une requête (S5) avec des adresses de communication d'un ou de
plusieurs seconds terminaux de communication (1') par le premier terminal de communication
(1) par le réseau de télécommunication (3) à une centrale de service assistée par
ordinateur (4),
- le transfert de la requête (S7) par la centrale de service (4) par le réseau de
télécommunication (3) aux seconds terminaux de communication (1') définis par les
adresses de communication ,
- la transmission d'une réponse respectivement négative ou positive (S9) par les seconds
terminaux de communication (1') par le réseau de télécommunication (3) à la centrale
de service (4), une réponse affirmative comprenant des données de configuration avec
des paramètres de communication et des paramètres de sécurité du second terminal de
communication (1') et
- échange de données de configuration (S9, S11) avec des paramètres de communication
et des paramètres de sécurité entre le premier terminal de communication (1) et les
seconds terminaux de communication (1, 1') par le réseau de télécommunication (3).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'avec la requête (S5) du premier terminal de communication (1) des données de configuration
qui comprennent les paramètres de communication et les paramètres de sécurité du premier
terminal de communication (1) sont transmises à la centrale de service (4), en ce que la centrale de service (4) établit (S10) en se basant sur les données de configuration
du premier terminal de communication (1) et en se basant sur les données de configuration
des seconds terminaux de communication (1'), des jeux de données de configuration
pour l'implantation du réseau de communication virtuel privé sécurisé (2) entre le
premier terminal de communication (1) et les seconds terminaux de communication (1'),
en ce que la centrale de service (4) transmet (S11) les jeux de données de configuration par
le réseau de télécommunication (3) pour leur stockage au premier terminal de communication
(1) et aux seconds terminaux de communication (1'), et en ce que le premier terminal de communication (1) et les seconds terminaux de communication
(1') établissent (S13) le réseau de communication virtuel privé (2) entre le premier
terminal de communication (1) et les seconds terminaux de communication(1') en se
basant sur les jeux de données de configuration stockés.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'avec la requête (S5) du premier terminal de communication (1) des données de configuration
qui comprennent les paramètres de communication et les paramètres de sécurité du premier
terminal de communication (1) sont transmises à la centrale de service (4), en ce que les données de configuration du premier terminal de communication (1) sont transmises
(S5) par la centrale de service (4) avec la requête aux seconds terminaux de communication
(1'), en ce que les seconds terminaux de communication (1') définissent (S8) les données de configuration
pour la transmission à la centrale de service (4) en se basant sur les données de
configuration reçues du premier terminal de communication (1), en ce que la centrale de service (4) établit (S10), en se basant sur les données de configuration
du premier terminal de communication (1) et en se basant sur les données de configuration
des seconds terminaux de communication (1'), des jeux de données de configuration
pour l'implantation du réseau de communication virtuel privé sécurisé (2) entre le
premier terminal de communication (1) et les seconds terminaux de communication(1'),
en ce que la centrale de service (4) transmet (S11) par le réseau de télécommunication (3)
les jeux de données établis de configuration pour leur stockage au premier terminal
de communication (1) et aux seconds terminaux de communication (1'), et en ce que le premier terminal de communication (1) et les seconds terminaux de communication
(1') établissent le réseau de communication virtuel privé (2) entre le premier terminal
de communication (1) et les seconds terminaux de communication (1') en se basant sur
les jeux de données de configuration stockés.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la centrale de service (4) transmet les réponses des seconds terminaux de communication
(1') au premier terminal de communication (1), en ce que le terminal de communication (1) établit en se basant sur les donnés de configuration
des seconds terminaux de communication (1') et en se basant sur des données de configuration
(14) avec des paramètres de communication et des paramètres de sécurité qui sont stockées
dans le premier terminal de communication (1), des jeux de données de configuration
pour l'implantation du réseau de communication virtuel privé sécurisé (2) entre le
premier terminal de communication (1) et les seconds terminaux de communication (1'),
en ce que le premier terminal de communication (1) transmet par le réseau de télécommunication
(3) les jeux de données de configuration établis pour le stockage aux seconds terminaux
de communication respectivement les stocke dans le premier terminal de communication
(1) et en ce que le premier terminal de communication (1) et les seconds terminaux de communication
implantent (S13) le réseau de communication virtuel privé sécurisé (2) entre le premier
terminal de communication (1) et les seconds terminaux de communication (1') en se
basant sur les jeux de données de configuration stockés.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que des terminaux mobiles peuvent être utilisés comme terminaux de communication (1,
1'), en ce qu'un réseau mobile cellulaire est utilisé comme réseau de télécommunication (3), en ce qu'une IMSI (International Mobile Subscriber Identity = Identité Internationale de L'abonné
Mobile) est utilisée comme identification utilisateur (151), en ce que l'identification utilisateur (151) est authentifiée au moyen d'un module d'authentification
(15) dans le terminal mobile et au moyen d'une unité d'authentification dans le réseau
mobile, en ce que des numéros d'appel sont utilisés dans le réseau mobile en tant qu'adresse de communication,
en ce qu'une interface de communication basée sur des ondes électromagnétiques est utilisée
comme support de communication partagé, en ce que les paramètres de communication comprennent des identifications de protocoles de
communication supportés et/ou d'interfaces et en ce que les paramètres de sécurité comprennent des clés cryptographiques.
6. Centrale de service (4) qui est reliable à un réseau de télécommunication (3) dans
lequel des identifications utilisateur sont réceptionnées et authentifiées par des
terminaux de communication (1, 1'), comprenant :
- des moyens pour la réception d'une requête d'un premier terminal de communication
(1) par le réseau de télécommunication (3) concernant l'implantation d'un réseau de
communication virtuel privé (2) entre le premier terminal de communication (1) et
un ou plusieurs seconds terminaux de communication (1'), requête qui comprend des
adresses de communication des seconds terminaux de communication (1'),
- des moyens pour le transfert de la requête par le réseau de télécommunication (3)
aux seconds terminaux de communication (1') définis par les adresses de communication,
- des moyens pour la réception de réponses affirmatives ou négatives des seconds terminaux
de communication (1') par le réseau de télécommunication (3), une réponse affirmative
comprenant des données de configuration avec des paramètres de communication et des
paramètres de sécurité des seconds terminaux de communication (1') concernés et
- des moyens pour l'échange de données de configuration avec des paramètres de communication
et des paramètres de sécurité avec le premier terminal de communication (1) et les
seconds terminaux de communication (1') par le réseau de télécommunication (3).
7. Centrale de service (4) selon la revendication 6, caractérisée en ce qu'elle comprend des moyens pour la réception de données de configuration avec la requête
du premier terminal de communication (1), qui comporte des paramètres de communication
et des paramètres de sécurité du premier terminal de communication (1), en ce qu'elle comprend des moyens pour établir en se basant sur les données de configuration
du premier terminal de communication (1) et en se basant sur les données de configuration
des seconds terminaux de communication (1'), des jeux de données de configuration
pour l'implantation du réseau de communication virtuel privé sécurisé (2) entre le
premier terminal de communication (1) et les seconds terminaux de communication (1')
et en ce qu'elle comprend des moyens pour transmettre les jeux de données de configuration par
le réseau de télécommunication (3) au premier terminal de communication (1) et aux
seconds terminaux de communication (1').
8. Centrale de service (4) selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce qu'elle peut être reliée à un réseau mobile cellulaire dans lequel des IMSI (International
Mobile Subscriber Identity = Identité Internationale de L'abonné Mobile) sont utilisées
comme identifications utilisateurs qui sont authentifiées au moyen de modules d'identification
(15) dans les terminaux de communication (1, 1') et au moyen d'une unité d'authentification
dans le réseau mobile, en ce que les paramètres de communication comprennent des numéros de téléphone dans le réseau
mobile, en ce que les paramètres de communication comprennent des identifications de protocoles de
communication et/ou d'interfaces de communication supportés et en ce que les paramètres de sécurité comprennent des clés cryptographiques.
9. Terminal de communication (1) comprenant : un module d'identification (15) pour la
transmission d'une identification utilisateur (151) pour l'authentification à un réseau
de télécommunication (3), un module de communication (16) pour la communication par
un support de communication partagé et un module de réseau (13) pour l'implantation
d'un réseau de communication virtuel privé sécurisé (2) entre le terminal de communication
(1) et les seconds terminaux de communication (1') en utilisant des données de configuration
échangées par le support de communication partagé,
caractérisé par :
- un module de requête (10) pour la transmission d'une requête avec des adresses de
communication d'un ou de plusieurs seconds terminaux de communication (1') par le
réseau de télécommunication (3) à une centrale de service assistée par ordinateur
(4),
- un module de configuration (11) pour l'échange de données de configuration qui comprennent
des paramètres de communication et des paramètres de sécurité entre les seconds terminaux
de communication (1') par le réseau de télécommunication (3), et
- un module de réponse (12) pour la transmission d'une réponse respectivement négative
ou positive par le réseau de télécommunication (3) à la centrale de service (4), une
réponse affirmative comprenant des données de configuration avec des paramètres de
communication et des paramètres de sécurité du terminal de communication (1).
10. Terminal de communication (1) selon la revendication 9, caractérisé en ce que le module de requête (10) est configuré pour transmettre des données de configuration
avec des paramètres de communication et des paramètres de sécurité à la centrale de
service (4).
11. Terminal de communication (1), selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que le module de configuration (11) est configuré pour déterminer les données de configuration
à transmettre dans la réponse à la centrale de service (4) en se basant sur des données
de configuration qui sont contenues dans la requête reçue.
12. Terminal de communication (1), selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que le module de configuration (11) est configuré pour réceptionner de la centrale de
service (4) des données de configuration qui comprennent des paramètres de communication
et des paramètres de sécurité des seconds terminaux de communication (1'), en ce que le terminal de communication (1) comprend ses propres données de configuration stockées
(14) avec des paramètres de communication et des paramètres de sécurité, en ce que le module de configuration (11) est configuré pour établir, en se basant sur les
propres données de configuration stockées (14) et en se basant sur les données de
configuration réceptionnées des seconds terminaux de communication (1'), des jeux
de données de communication pour l'implantation du réseau de communication virtuel
privé sécurisé (2) entre le premier terminal de communication (1) et les seconds terminaux
de communication (1'), en ce que le module de configuration (11) est configuré pour transmettre les jeux de données
de configuration établis par le réseau de télécommunication (3) aux seconds terminaux
de communication (1'), respectivement de les stocker localement dans le terminal de
communication (1) et en ce que le module de réseau (13) est configuré pour implanter le réseau de communication
virtuel privé sécurisé (2) entre le terminal de communication (1) et les seconds terminaux
de communication (1') en se basant sur le jeu de données de configuration stocké localement.
13. Terminal de communication (1) selon l'une des revendications 9 à 12, caractérisé en ce qu'il est réalisé comme un terminal mobile pour la communication dans un réseau cellulaire,
en ce que dans le module d'identification (15) une IMSI est stockée en tant qu'identification
utilisateur (151), en ce que les adresses de communication comprennent des numéros de téléphones dans le réseau
mobile, en ce que le module de communication (16) est prévu pour la communication au moyen d'ondes
électromagnétiques, en ce que les paramètres de communication comprennent des identifications de protocoles et/ou
interfaces de communication supportés et en ce que les paramètres de sécurité comprennent des clés cryptographiques.
14. Produit de programme informatique (6) comprenant : un support assisté par ordinateur
avec des moyens de codage de programme informatique pour la commande d'un ou de plusieurs
processeurs d'un premier terminal de communication (1) de sorte que lors du fonctionnement
sur le premier terminal de communication, le premier terminal de communication (1)
transmet une identification utilisateur (151) pour l'authentification à un réseau
de télécommunication (3), le support assisté par ordinateur comprenant d'autres moyens
de codage de programme d'ordinateur qui commandent les processeurs du premier terminal
de communication (1) de sorte que lors du fonctionnement sur le premier terminal de
communication, le premier terminal de communication (1) transmet une requête avec
des adresses de communication d'un ou de plusieurs terminaux de communication (1')
par le réseau de télécommunication (3) à une centrale de service (4) assistée par
informatique,
que le premier terminal de communication (1) échange avec les seconds terminaux de
communication (1') par le réseau de télécommunication (3) des données de configuration
qui comprennent des paramètres de communication et des paramètres de sécurité,
que le premier terminal de communication (1) transmet après la réception d'une requête
par la centrale de service (4), une réponse négative ou affirmative par le réseau
de télécommunication (3) à la centrale de service (4), une réponse affirmative comprenant
des données de configuration avec des paramètres de communication et des paramètres
de sécurité du premier terminal de communication (1), et
que le premier terminal de communication (1) implante un réseau de communication virtuel
privé sécurisé (2) entre le premier terminal de communication (1) et les seconds terminaux
de communication (1') en utilisant des données de configuration échangées par un support
partagé de communication.
15. Produit de programme informatique (6) selon la revendication 14, caractérisé en ce qu'il comprend d'autres moyens de codage de programme informatique qui commandent les
processeurs du premier terminal de communication (1), de sorte que le premier terminal
de communication (1) transmet avec la requête des données de configuration avec des
paramètres de communication et des paramètres de sécurité à la centrale de service
(4).
16. Produit de programme informatique (6) selon la revendication 15, caractérisé en ce qu'il comprend d'autres moyens de codage de programme informatique qui commandent les
processeurs du premier terminal de communication (1), de sorte que le premier terminal
de communication (1) définit les données de configurations à transmettre à la centrale
de service (4) en se basant sur des données de configuration qui sont contenues dans
la requête reçue.
17. Produit de programme informatique (6) selon la revendication 15 ou 16,
caractérisé en ce qu'il comprend d'autres moyens de codage de programme informatique qui commandent les
processeurs du premier terminal de communication (1), de sorte que le premier terminal
de communication (1) réceptionne de la centrale de service (4) des données de configuration
qui comprennent des paramètres de communication et des paramètres de sécurité des
seconds terminaux de communication (1'),
en ce que le premier terminal de communication (1) établit en se basant sur des données de
configuration des seconds terminaux de communication (1') et en se basant sur des
données de configuration (14) du premier terminal de communication (1) qui comprennent
des paramètres de communication et des paramètres de sécurité et qui sont stockées
dans le premier terminal de communication (1), des jeux de données de configuration
pour l'implantation du réseau de communication virtuel privé sécurisé (2) entre le
premier terminal de communication (1) et les seconds terminaux de communication (1'),
en ce que le premier terminal de communication
(1) transmet par le réseau de réseau de télécommunication (3) les jeux de données
de configuration définis aux seconds terminaux de communication (1') respectivement
les stocke dans le premier terminal de communication (1), et en ce que le premier terminal de communication (1) implante le réseau de communication virtuel
privé sécurisé (2) entre le premier terminal de communication (1) et les seconds terminaux
de communication (1') en se basant sur le jeu de données de configuration stocké dans
le premier terminal de communication (1).