[0001] Die Erfindung betrifft ein Waschwasserzuführgerät für automatische Unterduschen bei
Spülklosetts, bestehend aus einem hinter der Sitzbrille angeordneten Gehäuse mit einem
ventilbestückten Wassernetzanschluß und einem mit Duschkopf versehenen, aus einer
seitlichen Ruheposition in mittige Duschposition hin- und rückschwenkbaren, gebogenen
Duschlanzenrohr.
Unter ventilbestücktem Wassernetzanschluß ist dabei ein im Rahmen einer Programsteuerung
der gesamten, insbesondere für Behinderte bestimmten Toilette betätigbares Ventil,
insbesondere Magnetventil zu verstehen, das den Wasserzufluß in das Waschwasserzuführgerät
freigibt und wieder bei Beendigung des Waschvorganges unterbricht.
[0002] Derartige Wasserzuführgeräte sind bspw. nach der DE-A-39 38 744 C2 bekannt, wobei
es bei diesem Gerät insbesondere darum geht, dafür zu sorgen, daß das ausgedüste Waschwasser
eine körpergerechte Temperatur hat, was für die vorliegende Erfindung als gegeben
vorausgesetzt wird, da es hier um die Verstellbewegung des hier sogenannten Duschlanzenrohres
geht, für die, soweit bekannt, zwei Arten üblich sind, nämlich zum Einen durch einen
bestrombaren Drehmagneten und zum Anderen durch einen mit dem Netzwasserdruck beaufschlagbaren
Stellzylinder, dessen lineare Kolbenbewegung in geeigneter Weise auf das Duschlanzenrohr
umgesetzt wird, um dieses in Waschposition zu verschwenken. Die erste Art schlägt,
abgesehen von der gesteuerten Stromzuführung, wegen des Drehmagneten mit beträchtlich
hohen Kosten zu Buche, während die zweite Art zwar ohne Strom auskommt und den per
se im Toilettenbereich verfügbaren Netzwasserdruck ausnutzt, wobei aber der Stellzylinder,
abgesehen davon, daß für die Rückschwenkung des Duschlanzenrohres in die Ruheposition
eine in geeigneter Weise auf das Lanzenrohr und den Kolben wirkende Rückstellfeder
benötigt wird, zudem zwei Schlauch anschlüsse für den Zu- und Ablauf des den Kolben
des Zylinders beaufschlagenden Druckwassers erforderlich sind. Die Ablaufleitung ist
dabei mit ihrem anderen Ende an der Duschlanze angeschlossen und muß entsprechend
lang bemessen sein, um der Schwenkbewegung der Lanze folgen zu können und um dafür
zu sorgen, daß das den Zylinder oberhalb des Kolbens durchströmende und den Kolben
letztlich während des Waschvorganges in Tiefststellung haltende Waschwasser nicht
schon unmittelbar beim Einsetzen der Schwenkbewegung ausgedüst wird.
[0003] Ausgehend von einem Waschwasserzuführgerät der eingangs genannten Art, liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, zum Einen, wie gehabt, das zu Waschzwecken zuzuführende
und entsprechend körpergerecht temperierte Waschwasser selbst zum Verschwenken der
Duschwasserlanze auszunutzen, dabei aber zum Anderen die Mittel zum Verschwenken wesentlich
einfacher auszubilden, verbunden mit der Maßgabe bei kompakter Bauweise des Gerätes
dafür zu sorgen, daß das Waschwasser erst unter Druck ausgedüst wird, wenn sich der
Duschkopf in Waschposition befindet.
[0004] Diese Aufgabe ist mit einem Waschwasserzuführgerät der eingangs genannten Art nach
der Erfindung durch die im Kennzeichen des unabhängigen Patentanspruches 1 angeführten
Merkmale gelöst.
[0005] Bei Öffnung des einleitend vorerwähnten Magnetventils strömt des Waschwasser unter
Netzdruck in das leere Gehäuse als Strahl gegen den Stellfortsatz, hebt diesen an
und dreht damit die Duschwasserlanze in Waschposition, in der sie auch durch einen
Doppeleffekt gehalten wird, nämlich zum Einen durch die nach oben gerichtet, am Stellfortsatz
etwa parallel permanent vorbeistreichende Strömung und zum Anderen durch den sich
parallel bei Füllung des Gehäuseinnenraumes dazu zunehmend einstellenden Auftrieb.
Der Innenraum des Gehäuses stellt dabei gewissermaßen einen Verzögerungspuffer dar,
denn, wie noch näher zu erläutern sein wird, die Zuströmung des Waschwassers zur Duschlanze
setzt unter Druck erst ein, wenn sich der Stellfortsatz in Höchst - stellung bzw.
angenäherter Höchststellung befindet, bei der aber auch der Duschkopf bereits seine
Duschposition eingenommen hat. Der Strömungsdruck und der Auftrieb reichen dabei aus,
die Duschlanze in Stellung zu bringen und zu halten, weil die Verschwenkung der Duschlanze
nicht mehr durch eine angeschlossenne lange Schlauchleitung belastet ist, die, wie
vorerläutert, die Verwendung eines Stellzylinders bzw. eines Kolbenantriebes verlangt.
[0006] Für die Rückstellung der Duschlanze bei unterbrochener Wasserzufuhr sorgt das Übergewicht
des Stellfortsatzes, durch den das im belüftbar ausgebildeten Gehäuse verbliebene
und nicht mehr unter Druck stehende Wasser via Duschlanze abfließt. Um den unbehinderten
Abfluß und damit auch die selbsttätige Rückstellung der Duschlanze zu ermöglichen
und zu beschleunigen, bestehen mehrere Möglichkeiten. Zum Einen kann dafür sogar in
Betracht gezogen werden, das Magnetventil als Zweiwegeventil auszubilden, das also
in Schließstellung für das Wasser durch den zweiten Weg Luft bei entsprechender Leitungsführung
oben in das Gehäuse einläßt und zum Anderen kann in einfachster Ausführungsform das
Gehäuse an höchster Stelle mit einem kleinen Rückschlagventil ausgestattet sein, durch
das bei abgeschalteter Wasserzufuhr Luft in das Gehäuse einströmen kann und schließlich
kann, was bevorzugt und im Einzelnen noch näher erläutert wird, eine kleine Zuluftöffnung
am Gehäuse vom Stellglied aus geöffnet werden, das dafür mit einem kleinen aufschwimmbaren
Hohlkörper als Schließelement für diese Zuluftöffnung versehen ist und gleichzeitig
als Schließ- und Öffnungselement für den Wasserzuströmkanal im Stellfortsatz dient.
[0007] Das erfindungsgemäße Waschwasserzuführgerät wird nachfolgend anhand der zeichnerischen
Darstellung von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
- Fig.1
- perspektivisch eine Prinzipskizze des Gerätes in Zuordnung zu einer Toilette;
- Fig.2
- einen Längsschnitt durch das Gerätegehäuse;
- Fig.3
- einen Querschnitt durch das Gerätegehäuse bei in Ruheposition befindlichen Stellfortsatz;
- Fig.3A
- einen Fig.3 entsprechenden Querschnitt bei in Duschposition befindlichen Stellfortsatz;
- Fig.4
- perspektivisch eine besondere Ausführungsform des Gehäuses;
- Fig.5
- vergrößert den Stellfortsatz mit dem im Gehäuse gelagerten Endbereich und die zugehörige
Duschlanze in Eindarstellung;
- Fig.6
- vergrößert eine besondere Ausführungsform des im Gehäuse erstreckten Endes der Duschlanze;
- Fig.7
- eine besondere Ausführungsform des Stellfortsatzes und des Gehäuses und
- Fig.8,9
- im Schnitt die bevorzugte Ausführungsform des Gerätes.
[0008] Das Waschwasserzuführgerät besteht nach wie vor aus einem hinter der Sitzbrille 1
angeordneten Gehäuse 2 mit einem ventilbestückten, nur gestrichelt angedeuteten Wassernetzanschluß
3 und einem mit Duschkopf 4 versehenen, aus einer seitlichen Ruheposition A in mittige
Duschposition B hin- und rückschwenkbaren, gebogenen Duschlanzenrohr 5.
[0009] Für ein solche Zuführgerät ist nun unter Verweis auf die Fig.1 wesentlich, daß das
mit seinem duschkopffernen, rohrförmigen Endbereich 6 im Gehäuse 2 schwenkbar gelagerte
Duschlanzenrohr 5 im belüftbar ausgebildeten Gehäuse 2 mit einem äußeren, quer zu
seiner Achse 7 erstreckten Stellfortsatz 8 versehen ist. Dieser Stellfortsatz 8 steht
in Ruhepostion A der Wasserausströmöffnung 9 des Netzanschlusses 3 gegenüber, ist
als Auftriebskörper ausgebildet und weist einen gegen den Gehäuseinnenraum 10 offen
Wasserzuströmkanal 11 zum Duschlanzenrohr 5 bzw. zu dessen im Gehäuse 2 erstreckten
Endbereich 6 auf. Die Erstreckungsebenen E,E' (siehe Fig.1) des sich im Toilettenbeckenbereich
erstreckenden Duschlanzenrohres 5 und des im Innenraum 2" des Gehäuses 2 frei sachwenkbaren
Stellfortsatzes 8 sind in Bezug auf die Achse 7 des Endbereiches 6 im Wesentlichen
in entgegengesetzte Richtungen orientiert und der Stellfortsatz 8 ist in Bezug auf
das Duschlanzenrohr 5 mit einem Übergewicht bemessen.
[0010] Das in Fig.1 im Verhältnis zur Sitzbrille 1 aus Übersichtlichkeitsgründen übergroß
dargestellte Gehäuse 2 hat tatsächliche Abmessungen in der Größenordnung von nur 70x35x35
mm.
[0011] Um dem Stellfortsatz 8 zwecks selbsttätiger Rückstellung in die Ruheposition das
erforderliche Übergewicht zu vermitteln (das Duschlanzrohr bzw. Röhrchen wiegt ohne
Wasserfüllung nur wenige Gramm) kann der Stellfortsatz 8 im Wesentlichen über die
ganze Länge L des sich im Gehäuseinnenraumes 10 befindlichen Endbereiches 6 erstreckt
sein (strichpunktiert in Fig.2 angedeutet), und um dem Ganzen in Duschposition B (siehe
Fig.5) ein ausreichendes Rückstelldrehmoment in Bezug auf die Achse 7 zu vermitteln,
wird entweder das den Stellfortsatz 8 bildende Material auf der in Drehrichtung weisende
Seite angehäuft oder es wird in dieses Material auf dieser Seite ein Übergewicht 20
eingebunden (siehe Fig. 5). Es ist aber auch möglich, wie in Fig.1 gestrichelt angedeutet,
ein solches Übergewicht 20 unmittelbar hinter dem Durchgriff der Duschlanzenrohres
5 durch die Gehäusewand am Duschlanzenrohr anzuordnen, und zwar in die gleiche Richtung
wie der Stellfortsatz 8 weisend.
[0012] Der sich im Gehäuse 2 erstreckende Endbereich 6 des Lanzenrohres 5 kann im übrigen
auch als separates Teil ausgebildet und außerhalb des Gehäuses 2 mit dem eigentlichen
Duschlanzenrohr 5 verdrehfest verbunden sein, was einer zweckmäßigen Fertigung dieses
Teiles zusammen mit dem Stellfortsatz 8 entgegenkommt.
[0013] Um das Duschlanzenrohr 5 mit seinem geraden Endbereich 6 bzw. den separat ausgebildeten
Endbereich 6 komplikationslos in das Gehäuse einbringen zu können, ist das Gehäuse
2 mindestens zweiteilig ausgebildet, wie dies bspw. perspektivisch in Fig.4 mit einer
besonderen Ausführungsform dargestellt ist.Das eine Teil enthält dabei die toilettenseitige
Durchgriffsöffnung 21 und das andere Teil enthält dabei ein entspechend dimensioniertes
Sackloch 22 zur Aufnahme bzw. Lagerung des hinteren Endes 6'(siehe auch Fig.2) des
Endbereiches 6 des Lanzenrohres 5.
[0014] Um die leichte Schwenkbarkeit des Duschlanzenrohres 5 im Bereich der Durchgriffsöffnung
21 durch eine Radialdichtung nicht zu beeinträchtigen, besteht eine vorteilhafte Weiterbildung
gemäß Fig.6 darin, daß der Endbereich 6 durch Drehung axial verstellbar im Gehäuse
2 gelagert und duschlanzenseitig mit einer Ringscheibe 12 versehen ist, die an ihrer
zur benachbarten Gehäusewand 15 weisenden Ringfläche 13 eine Ringdichtung 14 trägt.
Mit Rücksicht auf eine solche nur wenige Millimeter betragende Verstellung, durch
die die Ringdichtung 14 axial gegen die Gehäusewand 15 dichtend angedrückt wird, muß
das vorerwähnte Sackloch 22 ausreichend tief bemessen sein. Die Axialverstellung des
im Gehäuse 2 befindlichen Endbereiches 6 wird einfach dadurch bewirkt, daß der Endbereich
6 gemäß Fig.6 mit einem kleinen Schrägnocken 23 versehen ist, der sich bei Drehung
an einem kleinen Zapfen 24 im Gehäuse abstützt und dadurch die Verschiebung bewirkt.
Möglich ist bei entsprechender Wandstärkenbemessung aber auch, den Boden des Sackloches
22 und des Endes 6' des Endbereiches 6 im Sinne einer solchen axialen Verstellung
entsprechend auszubilden, was, abgesehen von der bevorzugten Ausführungsform nach
den Fig.8,9, nicht besonders dargestellt ist, da ohne weiteres vorstellbar.
[0015] Wenn das Magnetventil 30 den Wassernetzanschluß 3 öffnet, strömt das erwärmte Waschwasser
mit Netzdruck in den Gehäuse innenraum 10 ein, trifft dabei zunächst auf den insoweit
im Gehäuseinnenraum frei schwenkbaren Stellfortsatz 8 und schwenkt diesen mehr oder
weniger schnell nach oben, wodurch gleichzeitig die Duschlanze 5 in Waschposition
B (siehe Fig.1) gebracht wird. Die durch das weiter zuströmende Wasser verdrängte
Luft strömt dabei durch den Kanal 11 im Stellfortatz 8 via Duschlanze 5 ab, und sobald
der Innenraum 10 gefüllt ist strömt das Wasser ebenfalls durch den Kanal 11 in die
Duschlanze 5 und tritt an deren Duschkopf 4 aus.
Wird zur Beendigung des Duschvorganges das Magnetventil 30 geschlossen, so läuft zwar
noch ein gewisser Teil des im Gerät und in der Lanze vorhandenen Wassers ab, und zwar
nur so lange bis dem ein entsprechender Unterdruck im Gehäuse 2 entgegensteht.
[0016] Um aber eine weitestgehende und schnelle Entleerung und damit auch Rückstellung der
Duschlanze 5 in Ruhepostion A sicherzustellen, muß dafür gesorgt werden, daß Luft
in den Gehäuseinnenraum 10 gelangen kann. Dafür sorgt in einer einfachsten Ausführungsform
die Anordnung eines Rückschlagventiles 16 oben am Gehäuse 2, wie dies in Fig.2 dargestellt
ist. Möglich wäre aber auch, wie alternativ ebenfalls mit in Fig.2 angedeutet, das
Ventil 30 für die Wasserzu- und -abschaltung als Zweiwegeventil auszubilden, dessen
mit der Atmosphäre in Verbindung stehender zweiter Weg über ein kurzes Leitungsstück
31 in den oberen Bereich des Innenraumes 10 führt.
[0017] Möglich ist aber auch eine Ausführungsform gemäß Fig.7 dahingehend, daß vor der Einmündung
11' des Wasserzuströmkanales 11 im Stellfortsatz 8 ein aufschwimmbares Schließelement
17 bspw. in Kugelform zum Verschluß einer im Gehäuse 2 dazu fluchtend angeordneten
Lüftungsöffnung 18 angeordnet ist und daß die dem Ende 8' des Stellfortsatzes 8 gegenüberstehende
Gehäuseinnenwand 2' dem Schwenkweg des Endes 8' folgend, bogenförmig ausgebildet und
der Endbereich 6 mit einer Entwässerungsöffnung 19 versehen ist.
Im Grunde geschieht bei dieser Ausführungsform das Gleiche wie vorbeschrieben, d.h.,
sobald der Stellfortsatz 8 seine Senkrechtstellung erreicht hat und der Wasserstand
im Gehäuse auch das Schließelement 17 erreicht, schwimmt dieses auf und verschließt
die Lüftungsöffnung 18 und gibt die Einmündung 11' für das unter Druck nachströmende
Wasser frei. Sobald dann zwecks Beendigung des Waschvorganges das Ventil 30 schließt,
fällt das Schließelement 17 zurück, und es kann Luft einströmen und das Wasser durch
die Entwässerungsöffnung 19 im Endbereich 6 abfließen. Die aus Fig.7 ersichtliche
Bogenform der zum Schließelement 17 benachbarten Gehäusewand sorgt dafür, daß das
am oberen Ende des Stellfortsatzes 8 nur locker mit Spiel gefaßte und geführte Schließelement
17 dort seine Position im Stellfortsatz 8 beim Schwenken nach oben und unten beibehält.
Sofern für diese Ausführungsform ebenfalls mit eine Axialverstellung des Endbereiches
6 vorgesehen ist, muß dafür gesorgt werden, daß das Schließelement 17 trotz Axialverstellung
die Lüf tungsöffnung 18 verschließt. Dies ist auf einfache Weie einfach dadurch zu
erreichen, daß man, wie in Fig.7 gestrichelt angedeutet, die Lüftungsöffnung 18 in
einer kleinen Kalotte 18' ausmünden läßt oder das Schließelement 17 nicht in Form
einer Kugel ausbildet sondern in Form einer kleinen, an ihren Enden halbkugelförmig
abgerundeten zylindrischen Kapsel.
[0018] In den Fig.8,9 ist im Schnitt die bevorzugte Ausführungsform dargestellt, und zwar
in Fig.8 in Ruheposition und in Fig.9 in Duschposition. Entsprechende Elemente sind
dabei mit entsprechenden Bezugszeichen versehen.
Bei gleichem Funktionsprinzip, wie vorbeschrieben, unterscheidet sich diese Ausführungsform
von den vorbeschriebenen dadurch, daß die Axialverstellung des Endbereiches 6 im Bereich
des Sackloches 22 bewirkt wird, wobei eine Stiftschraube 24' in eine Schrägnut 23'
am Lagerzapfen des Endbereiches 6 eingreift. Außerdem ist der Endbereich 6, wie aus
Fig.8 ersichtlich, vergleichsweise etwas dicker gehalten, so daß sich dessen daraus
ergebende vordere Stirnfläche 13' an die Ringdichtung 14 bei entsprechender Axialverstellung
anlegen kann. Ferner sind zwei Wasserausströmöffnungen 9' auf den auch hier im Wesentlichen
über die ganze Länge L des Innenraumes 10 erstreckten Stellfortsatz 8 gerichtet, in
dem, wie punktiert angedeutet, Auftriebskammern 11' angeordnet sind. Die für das Ganze
erforderliche Belüftung des Innenraumes 10 ist insofern vereinfacht, als hierfür die
Stirnfläche 13' des Stellfortsatzes 8 ebenfalls mit ausgenutzt ist. In Ruheposition
gemäß Fig.8 ist demgemäß der Innenraum 10 über einen Kanal 31' belüftet. Wird die
Wasserzufuhr eingeschaltet, kann die Luft solange über den Kanal 31' entweichen, bis
der Zugang zum Kanal 31' von der sich hochstellenden Stirnfläche 13' geschlossen wird.
Etwaige Restluft kann dann immer noch durch den Kanal 11 entweichen. Bei Abschaltung
der Wasserzufuhr läuft Wasser zunächst oben durch die seitlich offene Einmündung 11"
zum Kanal 11 und die Öffnung 19 ab, was mit der Freistellung des Kanales 31' und der
Rückstellung des Stellfortsatzes 8 in Ruheposition gemäß Fig.8 verbunden ist.
1. Waschwasserzuführgerät für automatische Unterduschen bei Spülklosetts, bestehend aus
einem hinter der Sitzbrille (1) angeordneten Gehäuse (2) mit einem ventilbestückten
Wassernetzanschluß (3) und einem mit Duschkopf (4) versehenen, aus einer seitlichen
Ruheposition in mittige Duschposition hin- und rückschwenkbaren, gebogenen Duschlanzenrohr
(5),
dadurch gekennzeichnet,
daß das mit seinem duschkopffernen, rohrförmigen Endbereich (6) im Gehäuse (2) schwenkbar
gelagerte Duschlanzenrohr (5) im belüftbar ausgebildeten Gehäuse (2) mit einem äußeren,
quer zu seiner Achse (7) erstreckten Stellfortsatz (8) versehen ist, der in Ruhepostion
der Wasserausströmöffnung (9) des Netzanschlusses (3) gegenübersteht und der, als
Auftriebskörper ausgebildet, mit einen gegen den Gehäuseinnenraum (10) offen Wasserzuströmkanal
(11) zum Duschlanzenrohr (5) versehen ist, wobei die Erstreckungsebenen (E,E') des
Duschlanzenrohres (5) und des im Innenraum (2") des Gehäuses (2) frei schwenkbaren
Stellfortsatzes (8) in Bezug auf die Achse (7) des Endbereiches (6) im Wesentlichen
in entgegengesetzte Richtungen orientiert sind und der Stellfortsatz (8) in Bezug
auf das Duschlanzenrohr (5) mit einem Übergewicht (20) bemessen ist.
2. Zuführgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stellfortsatz (8) im Wesentlichen über die ganze Länge (L) des sich im Gehäuseinnenraumes
(10) befindlichen Endbereiches (6) erstreckt ist.
3. Zuführgerät nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stellfortsatz (8) außer dem Kanal (11) mit Auftriebskammern (11') versehen ist.
4. Zuführgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Übergewicht (20) durch Gewichtsanordnungen auf der lanzenfernen Seite am Stellfortsatz
(8) und/oder unmittelbar hinter dem Durchgriff des Endbereiches (6) außerhalb des
Gehäuses (2) dargestellt ist.
5. Zuführgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Endbereich (6) als separates Teil ausgebildet und außerhalb des Gehäuses (2)
mit dem Duschlanzenrohr (5) verdrehfest verbunden ist.
6. Zuführgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (2) für den Einbau des Endbereiches (6) mindestens zweiteilig ausgebildet
ist.
7. Zuführgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Endbereich (6) durch Drehung axial verstellbar im Gehäuse (2) gelagert und duschlanzenseitig
mit einer Ringscheibe (12) versehen ist, die an ihrer zur benachbarten Gehäusewand
(15) weisenden Ringfläche (13) eine Ringdichtung (14) trägt.
8. Zuführgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (2) mit einem bei Atmosphärendruck öffnenden Rückschlagventil (16) versehen
ist.
9. Zuführgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der ventilbestückte Wasseranschluß (3) des Gehäuses (2) als Zweiwegeventil (3') ausgebildet
ist.
10. Zuführgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß vor der Einmündung (11') des Wasserzuströmkanales (11) im Stellfortsatz (8) ein aufschwimmbares
Schließelement (17) zum Verschluß einer im Gehäuse (2) dazu fluchtend angeordneten
Lüftungsöffnung (18) angeordnet ist und daß die dem Ende (8') des Stellfortsatzes
(8) gegenüberstehende Gehäuseinnenwand (2') dem Schwenkweg des Endes (8') folgend,
bogenförmig ausgebildet und der Endbereich (6) mit einer Entwässerungsöffnung (19)
versehen ist.
11. Zuführgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem sich im wesentlichen über die Länge (L) des Innenraumes (10) erstreckenden Stellfortsatz(8)
zwei Wasserzuströmöffnungen (9) zugeordnet sind und der verdickte, axial verstellbare
Endbereich (6) eine sich im Stellfortsatz (8) fortsetzende Stirnfläche (13') aufweist,
die in Duschposition einen Lüftungskanal (31') am Gehäuse (2) verschließt, wobei die
Mittel zur Axialverstellung im Bereich der hinteren Lagerung (HL) des Endbereiches
(6) angeordnet sind.