[0001] Die Erfindung betrifft einen kolbenstangenlosen Linearantrieb, mit einem längliche
Gehäuse, das einen Aufnahmeraum für ein in der Gehäuse-Längsrichtung bewegliches Antriebsteil
aufweist, das über einen einen Längsschlitz des Gehäuses durchsetzenden Mitnehmer
mit einem Führungsschlitten bewegungsgekoppelt ist, der an einer gehäusefesten Linearführung
in der Gehäuse-Längsrichtung verstellbar geführt ist.
[0002] Bei einem aus der EP 1182359 A1 bekannten Linearantrieb dieser Art greift der Mitnehmer
mit seinem äußeren Endabschnitt in eine vom Führungsschlitten abgewandte Ausnehmung
ein und ist mit dem Führungsschlitten direkt fest verschraubt. Diese unmittelbare
feste Verbindung kann Verspannungen im System zur Folge haben, die die Verschleißanfälligkeit
erhöhen. Zur Begrenzung des Stellweges kann der Führungsschlitten stirnseitig mit
den Abschlussdeckeln des Gehäuses zusammenarbeiten.
[0003] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen kolbenstangenlosen Linearantrieb
mit optimierter Bewegungskopplung zwischen dem Mitnehmer und dem Führungsschlitten
zu schaffen.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einem kolbenstangenlosen Linearantrieb der eingangs
genannten Art vorgesehen, dass der Mitnehmer unter Zwischenschaltung einer am Führungsschlitten
befestigten und bezüglich dem Führungsschlitten separat ausgebildeten Anschlageinrichtung
mit dem Führungsschlitten verbunden ist, wobei die Anschlageinrichtung zum einen zur
Stellwegsbegrenzung des Führungsschlittens mit gehäuseseitigen Gegenanschlägen zusammenarbeitet
und zum anderen spielfrei die Antriebskraft vom Mitnehmer auf den Führungsschlitten
überträgt.
[0005] Der Kraftfluss bei der Übertragung der Antriebskraft vom Antriebsteil auf den Führungsschlitten
verläuft somit nicht direkt zwischen dem Mitnehmer und dem Führungsschlitten, sondern
indirekt, über die zwischen den Mitnehmer und den Führungsschlitten eingeschaltete
gesonderte Anschlageinrichtung. Diese dient, im Zusammenwirken mit gehäuseseitigen
Gegenanschlägen, zur Stellwegsbegrenzung des relativ zum Gehäuse verstellbaren Führungsschlittens
und übernimmt eine Doppelfunktion, indem sie zusätzlich als Kraftübertragungseinrichtung
zwischen dem Mitnehmer und dem Führungsschlitten fungiert. Die Montage des Linearantriebes
ist somit erheblich vereinfacht, weil die relative Justierung zwischen Mitnehmer und
Führungsschlitten einerseits und die korrekte führungsschlittenseitige Positionierung
der Anschlageinrichtung andererseits in einem Arbeitsgang und unter gegenseitiger
Berücksichtigung erfolgen kann. Außerdem ist mit einer solchen Ausgestaltung ein relativ
einfacher Aufbau und eine geringe Anzahl von Bauteilen verbunden.
[0006] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0007] Die Anschlageinrichtung befindet sich zweckmäßigerweise an einer Seitenfläche des
Führungsschlittens, der einen im Wesentlichen rechteckförmigen Grundriss aufweist
und insbesondere an der Oberseite mit einer zur Befestigung zu bewegender Komponenten
dienenden Tragfläche versehen ist.
[0008] Als besonders zweckmäßig hat es sich erwiesen, die Anschlageinrichtung mit zwei individuellen
Anschlageinheiten zu versehen, die für die Stellwegsbegrenzung in jeweils einer der
beiden möglichen Bewegungsrichtungen des Führungsschlittens zuständig sind, wobei
an den beiden Anschlageinheiten jeweils eine von zwei in der Gehäuse-Längsrichtung
einander entgegengesetzt orientierten Anschlagflächen vorgesehen ist, die mit einem
in den Stellweg ragenden gehäuseseitigen Gegenanschlag zusammenarbeiten kann. Je nach
Bauform kann der Mitnehmer an lediglich einer oder gleichzeitig an beiden Anschlageinheiten
befestigt sein. Eine besonders flach bauende Anordnung ergibt sich, wenn die beiden
Anschlageinheiten in der Gehäuse-Längsrichtung hintereinander angeordnet sind. Außerdem
ist eine sehr flexible und variable Einstellung möglich, wenn die beiden Anschlageinheiten
unabhängig voneinander an dem Führungsschlitten befestigt sind, wobei sie in der Gehäuse-Längsrichtung
relativ zueinander variabel justiert werden können.
[0009] Es ist von Vorteil, wenn die beiden Anschlageinheiten jeweils in der Richtung der
beim Aufprall auf einen Gegenanschlag auf sie einwirkenden Aufprallkraft formschlüssig
am Führungsschlitten abgestützt sind. Auf diese Weise bleibt der Mitnehmer und somit
auch das mit dem Mitnehmer kräftemäßig verbundene Antriebsteil von den Aufprallkräften
entkoppelt, was sich positiv auf die Lebensdauer auswirkt. Außerdem ist sichergestellt,
dass selbst bei hartem Aufprall keine Änderung in der Relativposition zwischen der
an der Anschlageinheit vorgesehenen Anschlagfläche und dem Führungsschlitten auftritt.
[0010] Wenn der Mitnehmer an lediglich einer Anschlageinheit befestigt ist, werden die beiden
Anschlageinheiten nach Vornahme der gewünschten Justierung zweckmäßigerweise fest
miteinander verbunden, sodass zwischen ihnen im fertig installierten Zustand in der
Gehäuse-Längsrichtung.-eine.Kraftübertragung möglich ist. Dies stellt sicher, dass
sich die Relativposition zwischen dem Mitnehmer und dem Führungsschlitten in der Gehäuse-Längsrichtung
selbst dann nicht verändert, wenn zwischen diesen beiden Komponenten, aufgrund hoher
Beschleunigungen und/oder hoher zu transportierender Lasten, große Kräfte wirken.
Die Verbindung zwischen den beiden Anschlageinheiten erfolgt zweckmäßigerweise durch
Stoffschluss, insbesondere durch Verkleben.
[0011] Die zur unmittelbaren Befestigung des Mitnehmers vorgesehene Anschlageinheit ist
in diesem Fall insbesondere einstückig ausgebildet. Sie verfügt über einen mit dem
Mitnehmer verbundenen Halteabschnitt und eine zur Kooperation mit einem der Gegenanschläge
dienende Anschlagfläche, die integrale Bestandteile der betreffenden Anschlageinheit
sind.
[0012] Die Befestigung des Mitnehmers an lediglich einer Anschlageinheit empfiehlt sich
bei Linearantrieben kleinerer Baugrößen. Insbesondere bei größeren Baugrößen wird
eine gleichzeitige Befestigung des Mitnehmers an beiden Anschlageinheiten vorgezogen.
In diesem Zusammenhang verfügen die beiden Anschlageinheiten jeweils über ein zur
Kooperation mit einem Gegenanschlag vorgesehenes Anschlagteil und ein zur Befestigung
des Mitnehmers vorgesehenes Halteteil, wobei die beiden Teile einer jeweiligen Anschlageinheit
während der Montage relativ zueinander in der Gehäuse-Längsrichtung verstellbar sind,
sodass eine voneinander unabhängige Justierung des Anschlagteils und des Halteteils
einer jeweiligen Anschlageinheit möglich ist. Man ist somit sehr flexibel bei der
erforderlichen Befestigung des Mitnehmers, wobei die dort getroffene Einstellung sich
nicht auf die Positionierung der Anschlagteile auswirkt.
[0013] Um einen sicheren Verbund der einzelnen Bestandteile zu erzielen, werden das Anschlagteil
und das Halteteil einer jeweiligen Anschlageinheit nach der Justierung und Befestigung
zweckmäßigerweise zusätzlich noch stoffschlüssig miteinander verbunden und dadurch
lagegesichert. Zum Einsatz kommt zweckmäßigerweise eine Klebeverbindung.
[0014] Der Mitnehmer greift zweckmäßigerweise mit einem Kopplungsabschnitt zwischen die
in der Gehäuse-Längsrichtung beabstandeten Befestigungsteile der beiden Anschlageinheiten
ein und ist mit beiden Befestigungsteilen in der Gehäuse-Längsrichtung spielfrei verbunden.
Auf diese Weise erhält man eine sehr exakte Kraftübertragung mit entsprechend hoher
Positionierpräzision.
[0015] Die zur Befestigung des Mitnehmers vorgesehenen Maßnahmen sind insbesondere so ausgebildet,
dass der Mitnehmer an der zugeordneten Anschlageinheit in einer zur Gehäuse-Längsrichtung
rechtwinkeligen Gehäuse-Querebene in variablen Relativpositionen festlegbar ist. Bei
einer Schraubbefestigung lässt sich dies beispielsweise unter anderem dadurch bewerkstelligen,
dass am Mitnehmer ein Langloch vorgesehen ist, das die erforderlichen Freiheiten ermöglicht.
Jedenfalls eignen sich diese Maßnahmen sehr gut, um vorhandene Herstellungsund/oder
Montagetoleranzen zu kompensieren.
[0016] Der Linearantrieb kann als elektrisch betätigbare Bauart ausgeführt sein und beispielsweise
über einen Spindeltrieb verfügen, der ein als Spindelmutter ausgeführtes Antriebsteil
linear zu verlagern im Stande ist. Besonders vorteilhaft ist jedoch eine Ausführungsform,
bei der das Antriebsteil als Kolben ausgebildet ist und die Betätigungskraft durch
Fluidbeaufschlagung erzeugt wird. In einem solchen Falle ist dem Längsschlitz eine
bandartige Dichtungseinrichtung zugeordnet, die unkontrollierten Fluidaustritt durch
den Längsschlitz hindurch verhindert.
[0017] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert.
In dieser zeigen:
- Figur 1
- eine bevorzugte erste Bauform des erfindungsgemäßen Linearantriebes in perspektivischer
Darstellung,
- Figur 2
- eine leicht vergrößerte Teildarstellung des Linearantriebes aus Figur 1, wobei das
Gehäuse durchschnitten ist, um die Profilierung zu zeigen,
- Figur 3
- einen Querschnitt durch den Linearantrieb gemäß Schnittlinie III-III im Bereich des
Mitnehmers,
- Figur 4
- eine der Figur 2 entsprechende Teildarstellung des Linearantriebes, wobei ein Abdeckteil
der Anschlageinrichtung entfernt ist, sodass die einzelnen Komponenten besser sichtbar
sind, und
- Figur 5
- in einer der Figur 4 entsprechenden Darstellungsweise einen Linearantrieb mit einer
modifizierten Bauform der Anschlageinrichtung.
[0018] Das Ausführungsbeispiel zeigt einen insgesamt mit Bezugsziffer 1 bezeichneten kolbenstangenlosen
Linearantrieb in durch Fluidkraft betätigbarer Bauform. Er ist insbesondere für einen
Betrieb mit Druckluft ausgelegt.
[0019] Der Linearantrieb 1 verfügt über ein längliches Gehäuse 2, mit einem im Innern einen
vorzugsweise zylindrisch konturierten Aufnahmeraum 3 begrenzenden Gehäuserohr 2a,
an dem stirnseitig beidseits jeweils ein Abschlussdeckel 4 befestigt ist.
[0020] Im Innern des Aufnahmeraumes 3 befindet sich ein zu einer Bewegung in der strichpunktiert
angedeuteten Gehäuse-Längsrichtung 5 antreibbares Antriebsteil 6, das als Kolben ausgebildet
ist und den Aufnahmeraum 3 in zwei axial aufeinanderfolgende Arbeitskammern fluiddicht
unterteilt. Über Anschlussöffnungen 7, die beim Ausführungsbeispiel gemeinsam an einem
einzigen Abschlussdeckel 4 vorgesehen sind, kann eine Zufuhr und Abfuhr von Druckmedium
bezüglich der Arbeitsräume erfolgen. Auf diese Weise lässt sich das Antriebsteil 6
zu einer Antriebsbewegung in der Gehäuse-Längsrichtung 5 veranlassen.
[0021] Die Antriebsbewegung des Antriebsteils 6 lässt sich außerhalb des Gehäuses 2 an einem
Führungsschlitten 8 abgreifen, der mittels eines Mitnehmers 12 mit dem Antriebsteil
6 in der Gehäuse-Längsrichtung 5 bewegungsgekoppelt ist.
[0022] Der Führungsschlitten 8 ist an einer gehäusefesten Linearführung 13 in der Gehäuse-Längsrichtung
5 verstellbar geführt. Die Linearführung 13 ist hierzu parallel zum Gehäuse 2 ausgerichtet.
Bevorzugt ist die Linearführung 13 an der Außenfläche des Gehäuserohres 2a angeordnet,
wobei sie beim Ausführungsbeispiel über ihre gesamte Länge hinweg mit dem Gehäuserohr
2a verbunden ist. Sie ist zweckmäßigerweise von einer Führungsschiene 17 gebildet,
die insbesondere schraubenlos an der Außenfläche des Gehäuses 2 fixiert ist. Das Ausführungsbeispiel
zeigt eine Bauform, bei der die Führungsschiene 17, insbesondere durch Strangpressen,
einstückig mit dem Gehäuserohr 2a ausgebildet ist.
[0023] Der Führungsschlitten 8 hat bevorzugt einen U-ähnlichen Querschnitt und übergreift
die Linearführung 13 reiterartig. Dabei kooperiert er mit seinen beiden die Linearführung
13 auf entgegengesetzten Längsseiten flankierenden Schlittenschenkeln 11 mit jeweils
einem an der zugeordneten Längsseite der Linearführung 13 vorgesehenen Führungsabschnitt
23. Letztere sind vorzugsweise von Führungsbahnen gebildet, die sich über die gesamte
Länge der Linearführung 13 erstrecken. Die Schlittenschenkel 11 können zum führenden
Zusammenwirken mit dem Führungsabschnitt 23 mit nicht näher dargestellten Wälzoder
Gleiteinrichtungen ausgestattet sein.
[0024] Somit ist der Führungsschlitten 8 an der Linearführung 13 - ausgenommen in Gehäuse-Längsrichtung
5 - allseits abgestützt. An seiner von der Linearführung 13 abgewandten Oberseite
verfügt er über eine Tragfläche 15, an der Befestigungsmittel 16 vorgesehen sind,
sodass an der Tragfläche 15 eine zu transportierende Last fixierbar ist.
[0025] An einer Stelle des Umfanges des Aufnahmeraumes 3 ist die Wandung des Gehäuserohres
2a mit einem Längsschlitz 26 versehen. Dieser mündet mit einer inneren Schlitzöffnung
27 in den Aufnahmeraum 3 und mit einer entgegengesetzten äußeren Schlitzöffnung 28
zur längsseitigen Außenfläche 31 des Gehäuserohres 2a aus. Bevorzugt erstreckt sich
der Längsschlitz 26 über die gesamte Länge des Gehäuserohres 2a. Er verläuft in einer
strichpunktiert angedeuteten Schlitzebene 32, die beim Ausführungsbeispiel bezüglich
einer von den beiden Führungsabschnitten 23 der Linearführung 13 aufgespannten Führungsebene
24 geneigt verläuft, und zwar insbesondere unter einem in Figur 3 kenntlich gemachten
spitzen Winkel 33. Die äußere Schlitzöffnung 28 ist der Führungsebene 24 zugewandt.
[0026] Durch den Längsschlitz 26 hindurch erstreckt sich der oben erwähnte Mitnehmer 12.
Er ist mit einem nachfolgend als Befestigungsabschnitt 34 bezeichneten inneren Endabschnitt
derart mit dem Antriebsteil 6 bewegungsgekoppelt, dass er mit diesem eine Antriebseinheit
35 bildet, die stets nur gemeinsam in der Gehäuse-Längsrichtung 5 bewegbar ist. Mit
anderen Worten macht der Mitnehmer 12 die Linearbewegung des Antriebsteils 6 spielfrei
mit.
[0027] Beim Ausführungsbeispiel ist der Befestigungsabschnitt 34 gabelartig ausgebildet
und von der Seite her derart formschlüssig auf das Antriebsteil 6 aufgesteckt, dass
in der Gehäuse-Längsrichtung 5 eine spielfreie, formschlüssige Verbindung vorliegt.
[0028] Über seinen außerhalb des Längsschlitzes 26 liegenden und als Kopplungsabschnitt
36 bezeichneten äußeren Endabschnitt ist der Mitnehmer 12 mittelbar, unter Zwischenschaltung
einer bezüglich dem Führungsschlitten 8 gesonderten Anschlageinrichtung 37, mit dem
Führungsschlitten 8 in der Gehäuse-Längsrichtung 5 ebenfalls spielfrei bewegungsgekoppelt.
Auf diese Weise bilden das Antriebsteil 6, der Mitnehmer 12, die Anschlageinrichtung
37 und der Führungsschlitten 8 eine stets nur gemeinsam linear verstellbare Bewegungseinheit,
wobei der Kraftfluss der Antriebskraft vom Mitnehmer 12 zum Führungsschlitten 8 nicht
direkt, sondern indirekt unter Zwischenschaltung der Anschlageinrichtung 37 erfolgt.
[0029] Insbesondere wenn es sich bei dem Linearantrieb 1 um eine fluidbetätigte Bauart handelt,
ist dem Längsschlitz 26 eine bandartige, biegeflexible Dichtungseinrichtung 38 zugeordnet,
die in der Lage ist, den Längsschlitz 26 axial beidseits des Mitnehmers 12 zur Umgebung
hin abzudichten, sodass die gewünschte Fluidbeaufschlagung möglich ist. Im Bereich
des Mitnehmers 12 wird die Dichtungseinrichtung 38 vom Längsschlitz 26 abgehoben,
um den Durchgriff des Mitnehmers 12 zu gestatten. Beim Ausführungsbeispiel enthält
die Dichtungseinrichtung 38 ein für die erwähnte Abdichtung zuständiges inneres Dichtband
42, das im Bereich der inneren Schlitzöffnung 27 mit den Schlitzflanken des Längsschlitzes
26 zusammenarbeiten kann. Ergänzend ist beim Ausführungsbeispiel ferner ein äußeres
Abdeckband 43 vorgesehen, das im Bereich der äußeren Schlitzöffnung 28 ein Eindringen
von Verunreinigungen in den Längsschlitz 26 verhindert.
[0030] Die Anschlageinrichtung 37 hat eine Doppelfunktion. Zum einen überträgt sie, wie
schon angedeutet, spielfrei die in Gehäuse-Längsrichtung 5 orientierte Antriebskraft
vom Mitnehmer 12 auf den Führungsschlitten 8. Zum anderen dient sie zur Stellwegsbegrenzung
des Führungsschlittens 8 - auch als Hubbegrenzung bezeichenbar - gegenüber dem Gehäuse
2, indem sie bei Erreichen der gewünschten Endlagen des Führungsschlittens 8 mit gehäuseseitig
befestigten Gegenanschlägen 39a, 39b zusammenarbeitet.
[0031] Die Anschlageinrichtung 37 ist an einer im Folgenden als Bestückungsfläche 44 bezeichneten
Seitenfläche des Führungsschlittens 8 montiert. Es handelt sich um eine der beiden
längsseitigen Seitenflächen des insgesamt einen im Wesentlichen rechteckförmigen Grundriss
aufweisenden Führungsschlittens 8. Die entgegengesetzte Seitenfläche des Führungsschlittens
8 enthält keine Anschlagmittel. Wie aus Figur 3 ersichtlich ist, liegt die Anschlageinrichtung
37 zweckmäßigerweise auf Höhe der Führungsebene 24 und in der Nähe der Schnittstelle
zwischen der Führungsebene 24 und der schrägen Schlitzebene 32.
[0032] Die Figuren 4 und 5 zeigen zwei alternative Ausführungsformen der Anschlageinrichtung
37, wobei im Folgenden, soweit nichts anderes ausgesagt, eine gemeinsame Beschreibung
erfolgt und wobei einander entsprechende Komponenten mit übereinstimmenden Bezugszeichen
versehen sind.
[0033] Die Anschlageinrichtung 37 enthält zwei individuelle Anschlageinheiten 45a, 45b,
die - in der Gehäuse-Längsrichtung 5 hintereinander - unabhängig voneinander an der
Bestückungsfläche 44 montiert sind.
[0034] Im Betrieb des Linearantriebes 1 kann die aus dem Antriebsteil 6, dem Mitnehmer 12,
der Anschlageinrichtung 37 und dem Führungsschlitten 8 bestehende Bewegungseinheit
in zwei einander entgegengesetzten Bewegungsrichtungen 46a, 46b, die zu der Gehäuse-Längsrichtung
5 parallel sind, relativ zum Gehäuse 2 verlagert werden. Von den beiden Anschlageinheiten
45a, 45b ist jeweils eine für die Stellwegsbegrenzung bei Bewegungen in einer der
beiden Bewegungsrichtungen 46a, 46b zuständig. Die eine, erste Anschlageinheit 45a
verfügt über eine in Richtung der einen, ersten Bewegungsrichtung 46a weisende erste
Anschlagfläche 47a, während an der anderen, zweiten Anschlageinheit 45b eine in der
anderen, zweiten Bewegungsrichtung 46b weisende zweite Anschlagfläche 47b vorgesehen
ist.
[0035] Wenn der Führungsschlitten 8 eine seiner beiden möglichen Endlagen im Bereich der
Abschlussdeckel 4 erreicht, prallt die in der momentanen Bewegungsrichtung orientierte
Anschlagfläche 47a bzw. 47b auf eine im Verstellweg angeordnete und ihr zugewandte
erste bzw. zweite Gegenanschlagfläche 48a, 48b auf, die an einem der oben erwähnten
gehäusefesten Gegenanschläge 39a, 39b vorgesehen ist. Die Gegenanschläge 39a, 39b
sind den beiden Endbereichen des Gehäuses 2 zugeordnet und beim Ausführungsbeispiel
an den Abschlussdeckeln 4 befestigt, die - zumindest im Bereich der Gegenanschläge
39a, 39b - seitlich über den Umfang des Gehäuserohres 2a vorstehen.
[0036] Beim Ausführungsbeispiel enthalten die Gegenanschläge 39a, 39b jeweils einen zur
Dämpfung des Endaufpralls der Bewegungseinheit dienenden Stoßdämpfer 52, wobei die
Gegenanschlagflächen 48a, 48b an einem begrenzt beweglichen Stoßdämpfelement vorgesehen
sind. Alternativ könnten solche Stoßdämpfer 52 aber auch Bestandteil der jeweils zugeordneten
Anschlageinheit 45a, 45b sein. Auch eine Ausgestaltung ohne Stoßdämpfer 52 ist möglich,
insbesondere in Verbindung mit anderen, den Aufprall mildernden Maßnahmen wie Gummipuffer
oder Ähnlichem.
[0037] Die beiden Varianten von Anschlageinrichtungen 37 der Figuren 4 und 5 unterscheiden
sich grundsätzlich dadurch, dass im Falle der Figur 4 der Mitnehmer 12 gleichzeitig
an beiden Anschlageinheiten 45a, 45b befestigt ist, während er gemäß Figur 5 lediglich
an der einen, ersten Anschlageinheit 45a fixiert ist.
[0038] Beiden Ausführungsformen ist gemeinsam, dass die beiden Anschlageinheiten 45a, 45b
jeweils zumindest in der Richtung der beim Aufprall auf einen Gegenanschlag 39a, 39b
auf sie einwirkenden Aufprallkraft 53a, 53b formschlüssig am Führungsschlitten 8 abgestützt
sind. Jede Anschlageinheit 45a, 45b verfügt über eine in der Richtung der sie beaufschlagenden
Aufprallkraft 53a, 53b weisende Abstützfläche 54a, 54b, die an einer zugewandten Gegenabstützfläche
55a, 55b des Führungsschlittens 8 anliegt.
[0039] Beim Ausführungsbeispiel ist die Abstützfläche 54a, 54b von einer Abstufung der betreffenden
Anschlageinheit 45a, 45b gebildet, und die jeweils zugeordnete Gegenabstützfläche
55a, 55b befindet sich an einem Eckbereich des Führungsschlittens 8, insbesondere
im Bereich dessen vorderer und rückwärtiger Enden.
[0040] Prallt nun eine Anschlageinheit 45a, 45b auf einen Gegenanschlag 39a, 39b auf, wird
die Aufprallkraft 53a, 53b über die aneinander anliegenden Abstütz- und Gegenabstützflächen
54a, 55a bzw. 54b, 55b direkt in den Führungsschlitten 8 eingeleitet, während der
Mitnehmer 12 und somit auch das mit diesem verbundene Antriebsteil 6 kräftemäßig entkoppelt
sind.
[0041] Den beiden Ausführungsformen ist weiterhin gemeinsam, dass die beiden gesondert voneinander
ausgebildeten Anschlageinheiten 45a, 45b unabhängig voneinander an dem Führungsschlitten
8 befestigt sind - über erste und zweite Befestigungsmittel 56a, 56b -, was bei der
Montage die Möglichkeit schafft, die beiden Anschlageinheiten 45a, 45b relativ zueinander
und auch mit Bezug zum Führungsschlitten 8 variabel zu justieren. Damit kann eventuellen
Lageabweichungen zwischen dem Mitnehmer 12 und dem Führungsschlitten 8 Rechnung getragen
werden, ohne Verspannungen innerhalb der Bewegungseinheit hervorzurufen.
[0042] Bei der Ausführungsform der Figur 4 sind die beiden Anschlageinheiten 45a, 45b jeweils
zweiteilig ausgebildet. Sie enthalten jeweils ein zur Kooperation mit einem der Gegenanschläge
39a, 39b vorgesehenes und somit eine der Anschlagflächen 47a, 47b aufweisendes Anschlagteil
57 sowie ein zur Befestigung des Mitnehmers 12 vorgesehenes, separates Halteteil 58.
Diese beiden Teile 57, 58 sind während der Montage am Führungsschlitten 8 relativ
zueinander in der Gehäuse-Längsrichtung 5 verstellbar, um eine Anpassung an die Relativlage
zwischen Mitnehmer 12 und Führungsschlitten 8 vornehmen zu können.
[0043] Das Anschlagteil 57 und das Halteteil 58 sind zweckmäßigerweise jeweils L-förmig
gestaltet. Sie verfügen jeweils über einen Befestigungsschenkel 62, die in der Gehäuse-Längsrichtung
5 ausgerichtet sind und sich ein Stück weit in der Gehäuse-Längsrichtung 5 überlappen.
Der Befestigungsschenkel 62 des Halteteils 58 liegt an der Bestückungsfläche 44 an
und sitzt somit zwischen dem Führungsschlitten 8 und dem ihn überdeckenden Befestigungsschenkel
62 des Anschlagteils 57. Diese Anordnung könnte auch vertauscht sein.
[0044] Im Falle des Anschlagteils 57 ist der zweite Schenkel ein die Anschlagfläche 47a,
47b aufweisender Anschlagschenkel 63, im Falle des Halteteils 58 ein zur Befestigung
des Mitnehmers 12 dienender Halteschenkel 64. Anschlagschenkel 63 und Halteschenkel
64 ragen jeweils in einer zur Gehäuse-Längsrichtung 5 rechtwinkeligen Gehäuse-Querebene
vom Führungsschlitten 8 weg und befinden sich an entgegengesetzten Endbereichen der
jeweiligen Anschlageinheit 45a, 45b. Die Halteschenkel 64 der beiden Anschlageinheiten
45a, 45b sind somit einander zugewandt, die Anschlagschenkel 63 sind voneinander abgewandt.
Insgesamt haben die Anschlageinheiten 45a, 45b somit jeweils eine U-förmige Gestalt.
[0045] Der Mitnehmer 12 ragt mit seinem Kopplungsabschnitt 36 zwischen die beiden Halteschenkel
64 hinein und ist mit beiden Halteschenkeln 64 in der Gehäuse-Längsrichtung 5 spielfrei
verbunden.
[0046] Um die spielfreie Verbindung herzustellen, werden die beiden Halteteile 58 durch
eine Schraubverbindung 65 gegen die beiden einander entgegengesetzt in der Gehäuse-Längsrichtung
5 orientierten Stirnflächen des Kopplungsabschnittes 36 angedrückt. Dies geschieht
zu einem Zeitpunkt, bei dem Anschlagteil 57 und Halteteil 58 einander gegenüber in
der Gehäuse-Längsrichtung 5 noch beweglich sind, weil die ersten und zweiten Befestigungsmittel
56a, 56b noch nicht festgezogen wurden. Diese ersten und zweiten Befestigungsmittel
56a, 56b sind zweckmäßigerweise von Befestigungsschrauben gebildet und zur gemeinsamen
Befestigung der Teile 57, 58 einer jeweiligen Anschlageinheit 45a, 45b vorgesehen.
[0047] Beim Ausführungsbeispiel wird die Schraubverbindung 65 durch eine Schraube 66 realisiert,
die sich an den beiden Halteschenkeln 64 abstützt und den Kopplungsabschnitt 36 durchsetzt.
[0048] Damit bei der Montage Lagetoleranzen zwischen dem Mitnehmer 12 und dem Führungsschlitten
8 ausgeglichen werden können, durchgreift die Schraube 66 den Mitnehmer 12 innerhalb
eines Durchgangsloches 67, das einen größeren Querschnitt als die es durchsetzende
Schraube 66 hat, so dass allseitiges Spiel gegeben ist. Das Loch 67 kann als Langloch
ausgeführt sein. Der Mitnehmer 12 ist somit in einer zur Gehäuse-Längsrichtung 5 rechtwinkeligen
Gehäuse-Ebene in variablen Relativpositionen an den Anschlageinheiten 45a, 45b festlegbar.
[0049] Nachdem der Mitnehmer 12 an den Halteteilen 58 fixiert ist und die Anschlagteile
57 in eine Position gebracht wurden, bei der ihre Abstützflächen 54a, 54b an den Gegenabstützflächen
55a, 55b des Führungsschlittens 8 anliegen, werden die Befestigungsmittel 56a, 56b
betätigt und folglich die gesamte Anschlageinrichtung am Führungsschlitten 8 fixiert.
[0050] Ersichtlich können die Anschlagteile 57 auch dann in der gewünschten Position fixiert
werden, wenn sich zwischen dem Mitnehmer 12 und dem Führungsschlitten 8 in der Gehäuse-Längsrichtung
5 toleranzbedingte Abweichungen in der Sollposition ergeben. Die Abweichungen werden
ohne weiteres durch den variablen Überlappungsgrad zwischen den Befestigungsschenkeln
62 ausgeglichen.
[0051] Um die Relativlage zwischen Mitnehmer 12 und Führungsschlitten 8 in der Gehäuse-Längsrichtung
5 auch für Fälle höchster Beanspruchung unverrückbar zu fixieren, empfiehlt es sich,
eine zusätzliche stoffschlüssige Verbindung zwischen dem Anschlagteil 57 und dem Halteteil
58 einer jeweiligen Anschlageinheit 45a, 45b vorzusehen. Diese Stoffschlussverbindung
erfolgt, nachdem die Komponenten in der geschilderten Weise durch die Schraubverbindung
65 und die Befestigungsmittel 56a, 56b festgelegt sind. Am einfachsten ist hierbei
eine Klebeverbindung mittels eines Klebers, den man schon vorher an den Kontaktflächen
der beiden Befestigungsschenkel 62 appliziert und der erst mit Verzögerung abbindet.
[0052] Alternativ wäre beispielsweise auch eine Schweißverbindung denkbar, insbesondere
durch Laserschweißen, wenn das Anschlagteil 57 und das Halteteil 58 - was vorzugsweise
der Fall ist - jeweils aus Kunststoffmaterial bestehen.
[0053] Bei der Ausführungsform der Figur 5 sind die beiden Anschlageinheiten 45a, 45b jeweils
einstückig ausgebildet. Die grundsätzliche Gestaltung kann derjenigen der Anschlagteile
57 entsprechen, mit einem Befestigungsschenkel 62 zur Montage an der Bestückungsfläche
44 und einem die Anschlagfläche 47a, 47b aufweisenden Anschlagschenkel 63. Anders
als im Falle der Figur 4 ist zur Befestigung des Mitnehmers 12 jedoch nur eine Anschlageinheit
45a mit einem insbesondere als Halteschenkel 64 ausgebildeten Halteabschnitt versehen,
der dazuhin nicht Bestandteil eines gesonderten Bauteils ist, sondern einstückig mit
dem Befestigungsschenkel 62 der betreffenden ersten Anschlageinheit 45a ausgebildet
ist.
[0054] Mittels einer Schraubverbindung 65 ist der wiederum ein entsprechendes Durchgangsloch
67 aufweisende Mitnehmer 12 an der zur zweiten Anschlageinheit 45b weisenden Fläche
des Halteschenkels 64 befestigt. Diese Befestigung wird bei der Installation der Anschlageinrichtung
37 bevorzugt wiederum vorgenommen, nachdem die Anschlageinheiten 45a, 45b durch die
ersten und zweiten Befestigungsmittel 56a, 56b bereits vorfixiert, relativ zueinander
und mit Bezug zum Führungsschlitten 8 jedoch noch in der Gehäuse-Längsrichtung 5 verstellbar
sind. Anschließend werden die beiden Anschlageinheiten 45a, 45b unabhängig voneinander
so justiert, dass sie mit ihren Abstützflächen 54a, 54b an der jeweils zugeordneten
Gegenabstützfläche 55a, 55b anliegen. Dabei überlappen sich die Befestigungsschenkel
62 in einem Überlappungsbereich 68 über eine mehr oder weniger große Länge. Anschließend
werden die Befestigungsmittel 56a, 56b festgezogen, um die gewünschte kraftschlüssige
Verbindung zwischen den Anschlageinheiten 45a, 45b und dem Führungsschlitten 8 herzustellen.
[0055] Damit bei Fällen hoher Belastung die nicht unmittelbar am Mitnehmer 12 befestigte
zweite Anschlageinheit 45b ebenfalls an der Kraftübertragung teilnehmen kann, sind
die beiden Anschlageinheiten 45a, 45b in dem Überlappungsbereich 68 zweckmäßigerweise
stoffschlüssig miteinander verbunden. Auch hier wird eine Klebeverbindung bevorzugt,
unter Verwendung eines Klebstoffes, der im Überlappungsbereich 68 an den einander
zugewandten Flächen der Befestigungsschenkel 62 vorab appliziert wird und der erst
aushärtet, nachdem die Anschlageinheiten 45a, 45b durch die Befestigungsmittel 56a,
56b ortsfest festgelegt sind.
[0056] Somit nehmen bei beiden Ausführungsbeispielen jeweils beide Anschlageinheiten 45a,
45b an der Kraftübertragung zwischen dem Mitnehmer 12 und dem Führungsschlitten 8
teil. Beiden Ausführungsbeispielen ist ferner gemeinsam, dass keine direkte Verbindung
zwischen dem Mitnehmer 12 und dem Führungsschlitten 8 vorliegt.
[0057] Die Figuren 1 bis 3 zeigen noch eine in Figuren 4 und 5 abgenommene Abdeckhaube 72,
die während des Einsatzes des Linearantriebes installiert ist und - mit Ausnahme der
Anschlagflächen 47a, 47b bzw. der diese aufweisenden Anschlagschenkel 63 - alle weiteren
Komponenten der Anschlageinrichtung 37 abdeckt. Bevorzugt sind die Querabmessungen
der Abdeckhaube 72 so gewählt, dass sie sich auch über den auf Höhe des Führungsschlittens
8 befindlichen Längenabschnitt des Längsschlitzes 26 hinweg erstreckt, sodass auch
der Mitnehmer 12 überdeckt ist und ein Eindringen von Verunreinigungen in den Längsschlitz
26 im Austrittsbereich des Mitnehmers 12 verhindert wird. Die Abdeckhaube 72 kann
beispielsweise durch Befestigungsschrauben 73 lösbar angebracht sein. Alternativ wäre
auch eine Rastverbindung denkbar.
1. Kolbenstangenloser Linearantrieb, mit einem länglichen Gehäuse (2), das einen Aufnahmeraum
(3) für ein in der Gehäuse-Längsrichtung (5) bewegliches Antriebsteil (6) aufweist,
das über einen einen Längsschlitz (26) des Gehäuses (2) durchsetzenden Mitnehmer (12)
mit einem Führungsschlitten (8) bewegungsgekoppelt ist, der an einer gehäusefesten
Linearführung (13) in der Gehäuse-Längsrichtung (5) verstellbar geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (12) unter Zwischenschaltung einer am Führungsschlitten (8) befestigten
und bezüglich dem Führungsschlitten (8) separat ausgebildeten Anschlageinrichtung
(37) mit dem Führungsschlitten (8) verbunden ist, wobei die Anschlageinrichtung (37)
zum einen zur Stellwegsbegrenzung des Führungsschlittens (8) mit gehäuseseitigen Gegenanschlägen
(39a, 39b) zusammenarbeitet und zum anderen spielfrei die Antriebskraft vom Mitnehmer
(12) auf den Führungsschlitten (8) überträgt.
2. Linearantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlageinrichtung (37) an einer Seitenfläche des einen im Wesentlichen rechteckförmigen
Grundriss aufweisenden Führungsschlittens (8) angeordnet ist.
3. Linearantrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlageinrichtung (37) zwei individuelle Anschlageinheiten (45a, 45b) aufweist,
die für die Stellwegsbegrenzung in jeweils einer der beiden möglichen Bewegungsrichtungen
(46a, 46b) des Führungsschlittens (8) zuständig sind, wobei der Mitnehmer (12) an
lediglich einer oder gleichzeitig an beiden Anschlageinheiten (45a; 45b) befestigt
ist.
4. Linearantrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Anschlageinheiten (45a, 45b) in der Gehäuse-Längsrichtung (5) hintereinander
angeordnet sind.
5. Linearantrieb nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Anschlageinheiten (45a, 45b) unabhängig voneinander an dem Führungsschlitten
(8) befestigt und zweckmäßigerweise während der Montage in der Gehäuse-Längsrichtung
(5) relativ zueinander variabel justierbar sind.
6. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Anschlageinheiten (45a, 45b) jeweils zumindest in der Richtung der beim
Aufprall auf einen Gegenanschlag (39a, 39b) auf sie einwirkenden Aufprallkraft (53a,
53b) formschlüssig am Führungsschlitten (8) abgestützt sind.
7. Linearantrieb nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jede Anschlageinheit (45a, 45b) mindestens eine in der Richtung der Aufprallkraft
(53a, 53b) weisende Abstützfläche (54a, 54b) aufweist, die an einer zugewandten Gegenabstützfläche
(55a, 55b) des Führungsschlittens (8) anliegt.
8. Linearantrieb nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützfläche (54a, 54b) von einer Abstufung an der betreffenden Anschlageinheit
(45a, 45b) gebildet ist.
9. Linearantrieb nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenabstützfläche (48a, 48b) an einem Eckbereich des einen im Wesentlichen rechteckförmigen
Grundriss aufweisenden Führungsschlittens (8) vorgesehen ist.
10. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Befestigung des Mitnehmers (12) an lediglich einer Anschlageinheit (45a)
die beiden Anschlageinheiten (45a, 45b) im fertig installierten Zustand derart fest
miteinander verbunden sind, dass zwischen ihnen in der Gehäuse-Längsrichtung (5) eine
Kraftübertragung möglich ist.
11. Linearantrieb nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Anschlageinheiten (45a, 45b) an sich in der Gehäuse-Längsrichtung (5)
überlappenden Abschnitten (65) stoffschlüssig miteinander verbunden und an der Fügestelle
insbesondere verklebt sind.
12. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Befestigung des Mitnehmers (12) an lediglich einer Anschlageinheit (45a)
die betreffende Anschlageinheit (45a) einstückig ausgebildet ist.
13. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer gleichzeitigen Befestigung des Mitnehmers (12) an beiden Anschlageinheiten
(45a, 45b) die beiden Anschlageinheiten (45a, 45b) jeweils ein zur Kooperation mit
einem Gegenanschlag (39a, 39b) vorgesehenes Anschlagteil (57) und ein zur Befestigung
des Mitnehmers (12) vorgesehenes Halteteil (58) aufweisen, wobei die beiden Teile
(57, 58) einer jeweiligen Anschlageinheit (45a, 45b) während der Montage relativ zueinander
in der Gehäuse-Längsrichtung (5) verstellbar sind.
14. Linearantrieb nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagteil (57) und das Halteteil (58) einer jeweiligen Anschlageinheit (45a,
45b) in fertig installiertem Zustand stoffschlüssig untereinander verbunden sind,
insbesondere durch Verkleben.
15. Linearantrieb nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer jeweiligen Anschlageinheit (45a, 45b) die beiden Teile (57, 58) durch gemeinsam
zugeordnete Befestigungsmittel (56a, 56b) am Führungsschlitten (8) befestigt sind.
16. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (12) mit einem Kopplungsabschnitt (36) zwischen die in der Gehäuse-Längsrichtung
(5) beabstandeten Halteteile (58) eingreift und mit beiden Halteteilen (58) in der
Gehäuse-Längsrichtung (5) spielfrei verbunden ist.
17. Linearantrieb nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopplungsabschnitt (36) durch eine Schraubverbindung (65) zwischen den beiden
Halteteilen (58) spielfrei eingespannt ist.
18. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teile (57, 58) einer jeweiligen Anschlageinheit (45a, 45b) L-förmig gestaltet
sind und mit je einem Befestigungsschenkel (52) einander überlappend so angeordnet
sind, dass die Anschlageinheit (45a, 45b) eine U-förmige Gestalt hat, wobei der eine
Schenkel (63) eine zur Kooperation mit einem Gegenanschlag (39a, 39b) vorgesehene
Anschlagfläche (47a, 47b) aufweist und der andere Schenkel (64) zur Befestigung des
Mitnehmers (12) dient.
19. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 3 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Befestigung des Mitnehmers (12) vorgesehenen Befestigungsmaßnahmen (65) so
ausgeführt sind, dass der Mitnehmer (12) an der zugeordneten Anschlageinheit (45a,
45b) in einer zur Gehäuse-Längsrichtung (5) rechtwinkeligen Gehäuse-Querebene in variablen
Relativpositionen festlegbar ist.
20. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Linearführung (13) an ihren beiden einander entgegengesetzten Längsseiten über
mit dem Führungsschlitten (8) kooperierende Führungsabschnitte (23) verfügt, die eine
Führungsebene (24) aufspannen, bezüglich der die den Längsschlitz (26) enthaltende
Schlitzebene (32) unter einem spitzen Winkel (33) schräg verläuft, wobei die Anschlageinrichtung
(37) auf Höhe der Führungsebene (24) seitlich am Führungsschlitten (8) montiert ist.
21. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 20, gekennzeichnet durch eine durch Fluidkraft betätigbare Bauform, bei der das Antriebsteil (6) ein fluidisch beaufschlagbarer
Kolben ist und bei der dem Längsschlitz (26) eine bandartige Dichtungseinrichtung
(38) zugeordnet ist.