[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Spannen und Verschließen von Umreifungsbändern,
insbesondere Bändern aus Kunststoff, für Packstückumreifungen, mit einem die übereinanderliegenden
Bandenden des Umreifungsbandes aufnehmenden, an einer Längsaußenseite und den vorderen
und hinteren Stirnseiten im wesentlichen offenen Bandkanal, der an seiner Längsinnenseite
eine Bandkantenführung für die innenliegenden Kanten des Umreifungsbandes aufweist,
mit einer im vorderen Bereich der Vorrichtung angeordneten, beim Spannen in den Bandkanal
teilweise einfassenden, auf das eine der beiden Bandenden einwirkenden Spannrolle
und mit einer in Spannrichtung dahinter angeordneten Bandverschließeinrichtung.
[0002] Vorrichtungen dieser Art werden eingesetzt, um Packstücke wie beispielsweise große
Kartons oder beladene Paletten mit Umreifungen zu versehen und so die auf der Palette
aufgestapelten Waren oder die Kartons zusammenzuhalten und für den Transport zu sichern.
Zur Herstellung der Umreifung wird ein festes Band, üblicherweise aus Kunststoff,
um das Packstück gelegt, dessen Bandenden mit Hilfe der Vorrichtung gegeneinander
verspannt und anschließend miteinander verbunden werden. Bei Kunststoffbändern erfolgt
die Verbindung im allgemeinen mit Hilfe einer die Verschließeinrichtung bildenden
Reibschweißeinrichtung.
[0003] Um die beiden für das Spannen und Verschließen der Umreifung in dem Bandkanal der
Vorrichtung aufgenommenen Bandenden mit der gewünschten Zugkraft gegeneinander verspannen
zu können, ist es erforderlich, die Spannrolle während des Spannvorgangs mit vergleichsweise
großer Kraft gegen das eine, im allgemeinen obere Bandende anzudrücken. Die Spannrolle
ist bei den weitaus meisten der bekannten Vorrichtungen fliegend gelagert, um ein
einfaches Einlegen der Bandenden in den Bandkanal von dessen Längsaußenseite her und
ein einfaches Abnehmen der Vorrichtung von der fertigen Umreifung zu ermöglichen.
Bei fliegender Lagerung der Spannrolle kommt es bei den hohen Andruckkräften während
des Spannvorgangs dazu, daß sich die Achse bzw. Welle des Spannrades durchbiegt und
sich die Spannrolle an der Längsaußenseite des Bandkanals aufstellt. Dies hat zur
Folge, daß der von der Spannrolle auf das obere Bandende ausgeübte Anpreßdruck über
die Breite des Bandes nicht gleichförmig ist, sondern der Druck im Bereich der inneren
Bandkante größer als an der äußeren Kante ist. Die höhere Andruckkraft an der Innenkante
des gespannten Bandendes bewirkt dort aber auch eine stärkere (plastische) Verformung
des (Kunststoff-) Bandes als im Bereich der äußeren Bandkante, d.h. das gespannte
(obere) Bandende wird im Bereich der inneren Bandkante dünner und zugleich länger
als an der äußeren Kante, wodurch es in Richtung auf die Längsaußenseite des Bandkanals
ausgelenkt wird und im Bereich der Verschließeinrichtung nach dem Spannvorgang nicht
kantengenau auf dem anderen (unteren) Bandende aufliegt. Die Bandenden werden dann
auch nicht über ihre gesamte Breite miteinander verbunden, worunter die Festigkeit
der Umreifung leidet.
[0004] Um dieses Problem zu beheben, ist vorgeschlagen worden, eine äußere Bandkantenführung
an der Längsaußenseite des Bandkanals im Bereich der hinteren Stirnseite des Bandkanals,
also in der Nähe der Bandverschließeinrichtung vorzusehen, die das obere Bandende
während des Spannvorgangs an seiner äußeren Kante führt und somit in den Bandkanal
zwingt, in dem es weitestgehend kantengenau über dem unteren Bandende liegt. Die zusätzliche,
äußere Kantenführung hat aber den erheblichen Nachteil, daß sie das Einfädeln der
Bandenden in den Bandkanal und insbesondere das Abnehmen der Vorrichtung von der fertiggestellten
Umreifung erheblich behindert, denn die Bandenden bzw. die Umreifung müssen an der
äußeren Kantenführung vorbeigebracht werden. Hierzu ist es im allgemeinen erforderlich,
einen aufwendigen und störungsanfälligen Rückzugsmechanismus für die äußere Kantenführung
vorzusehen, der den Bandkanal zum Einfädeln der Bandenden bzw. Abnehmen der Vorrichtung
von der fertiggestellten Umreifung an seiner Längsaußenseite freigibt. Alternativ
wurde auch schon vorgeschlagen, im Bereich der Verschließeinrichtung als äußere Kantenführung
eine gegen die Wirkung einer Druckfeder in einer Vertiefung versenkbare Kugel anzuordnen.
Diese benötigt zwar keinen komplizierten Rückzugsmechanismus, hat sich andererseits
als Führung für die äußere Bandkante auch nicht als besonders wirkungsvoll erwiesen.
Nachteilig bei den bekannten Vorrichtungen mit zusätzlicher äußerer Bandkantenführung
ist auch, daß unterschiedlich breite Bänder mit ein- und derselben Vorrichtung nur
dann verarbeitet werden können, wenn auch die Breite des Bandkanals zwischen der inneren
und der äußeren Bandkantenführung mit häufig erheblichem Aufwand verändert wird.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Vorrichtung der
eingangs genannten Art so auszugestalten, daß die damit gegeneinander verspannten
Bandenden auch ohne Bandkantenführung an der Längsaußenseite des Bandkanals im Bereich
der Verschließeinrichtung weitgehend ohne Versatz übereinander liegen.
[0006] Diese Aufgabe wird mit der Erfindung dadurch gelöst, daß die Bandkantenführung an
der Längsinnenseite des Bandkanals schräg zur Spannrichtung der Spannrolle in Richtung
auf die Längsaußenseite des Bandkanals verläuft.
[0007] Erfindungsgemäß verläuft die innere Bandkantenführung also nicht parallel zur Spannrichtung
der Spannrolle und damit nicht im rechten Winkel zu deren Achse, sondern ist etwas
schräg zur Spannrichtung gestellt, womit sie im wesentlichen parallel zur Lage des
von der Spannrolle beaufschlagten (oberen) Bandendes während des Spannvorgangs verläuft.
Da das zweite (untere) Bandende auch an der schräg zur Spannrolle angeordneten Bandführung
anliegt, befindet es sich im Bereich der Verschließeinrichtung in derselben Flucht
wie das erste, gespannte Bandende und wird somit über seine gesamte Breite mit diesem
verbunden. Die übereinander liegenden Bänder sind somit derart schräg zur Spannrichtung
ausgerichtet, daß durch das Spannrad auf das zu spannende (obere) Band während des
Transport- und Spannvorgangs eine zur Längsinnenseite des Bandkanals wirkende Kraftkomponente
erzeugt wird, die das Verlaufen des freien Bandes zur Bandkanalaußenseite infolge
der von der Spannrolle hervorgerufenen Bandverformung kompensiert. Auf eine zusätzliche,
äußere Bandkantenführung im Bereich der Bandverschließeinrichtung kann dadurch vollständig
verzichtet werden.
[0008] Vorzugsweise wird die Bandkantenführung im wesentlichen von einem vorderen, nahe
der Spannrolle angeordneten Kantenanschlag und einem hinteren Kantenanschlag in der
Nähe der Bandverschließeinrichtung gebildet, wobei der hintere Kantenanschlag weiter
in Richtung auf die Längsaußenseite in den Bandkanal hineinragt als der vordere Kantenanschlag.
Bei dieser konstruktiv besonders einfachen Variante erhalten die Bandenden also nur
dort eine Führung ihrer inneren Kanten, wo es auf ihre Lage besonders ankommt, nämlich
insbesondere im Bereich der Verschließeinrichtung und an der Spannrolle.
[0009] Die Bandkantenführung ist zweckmäßig unter einem Winkel von 1° bis 6° schräg zur
Spannrichtung der Spannrolle ausgerichtet, was dem Winkel entspricht, um den das freie
Bandende - je nach Art des verwendeten Bandmaterials und der Größe der Andruckkraft
der Spannrolle - relativ zur Tangential- oder Spannrichtung der Spannrolle in Richtung
auf die von der Bandkantenführung begrenzte Längsinnenseite des Bandkanals gelenkt
wird.
[0010] Die Bandkantenführung kann in ihrer Winkellage relativ zur Spannrichtung einstellbar
sein, wodurch es möglich ist, die Vorrichtung an das Maß der zu kompensierenden Bandendenauslenkung
anzupassen.
[0011] Es ist auch möglich, die Bandkantenführung quer zur Spannrichtung verstellbar auszugestalten,
um den verschiedenen Breiten der zum Einsatz kommenden Umreifungsbänder Rechnung zu
tragen, wenn dies im Einzelfall gewünscht ist. Vorzugsweise ist der vordere und/oder
hintere Kantenanschlag quer zur Spannrichtung der -Spannrolle verstellbar, womit einerseits
die Winkellage der Bandkantenführung, andererseits auch die wirksame Breite des Bandkanals
variiert werden kann.
[0012] Um die Handhabung der Vorrichtung zu erleichtern, ist es vorteilhaft, wenn der Bandkanal
in seinem vorderen Bereich in der Nähe der Spannrolle mit einem äußeren Bandanschlag
verschließbar ist, der gemeinsam mit der Spannrolle absenkbar sein kann und so ein
unbeabsichtigtes Austreten des Bandes seitlich aus dem Bandkanal während des Transport-
und Spannvorgangs durch die Spannrolle verhindert.
[0013] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
und der Zeichnung, worin eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung an einem Beispiel
näher erläutert wird. Es zeigt:
Fig.1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Spannen und Verschließen von Umreifungsbändern
im Bereich ihrer Spann- und Verschließeinrichtung in einer aufgebrochenen Seitenansicht;
Fig. 2 einen Teilquerschnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 1 im Bereich von deren Spanneinrichtung
längs der Linie II-II; und
Fig. 3 einen Schnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 1 längs der Linie III-III.
[0014] Die in der Zeichnung in ihrer Gesamtheit mit 10 bezeichnete Vorrichtung dient zum
Herstellen einer Umreifung 11 für ein Packstück 12 mittels eines Umreifungsbandes
aus Kunststoff, das um das Packstück gelegt ist und dessen beiden Bandenden 13,14
mittels der Vorrichtung gegeneinander verspannt und anschließend miteinander verschweißt
werden.
[0015] Hierzu weist die Vorrichtung einen sich in deren Längsrichtung erstreckenden, an
einer Längsaußenseite 15 und den vorderen und hinteren Stirnseiten 16,17 offenen Bandkanal
18 auf, der unten von einer Andruckplatte 19 begrenzt wird und in den von oben eine
Spannrolle 20 einer Spanneinrichtung 21 gemeinsam mit einem vorderen, äußeren Bandanschlag
36 anstellbar ist. In den Bandkanal werden zur Herstellung der Umreifung die Bandenden
von der Längsaußenseite 15 des Kanals eingelegt. Die Spannrolle 20 und der äußere
Bandanschlag 36 werden nach dem Einlegen der Bandenden 13, 14 in den Bandkanal 18
nach unten geschwenkt, wodurch der äußere Bandanschlag 36 ein Wiederaustreten des
Bandes aus dem Kanal verhindert. Die Spannrolle drückt während des Spannvorganges
fest auf das obere Bandende 13 und zieht dieses in Spannrichtung 22 über das untere
Bandende 14, bis die gewünschte Bandspannung erreicht ist. Eine in Spannrichtung 22
hinter dem Spannrolle angeordnete Verschließeinrichtung mit Reibschweißeinheit 24
bewegt das obere Bandende mit hoher Geschwindigkeit über das untere Bandende hin und
her, so daß die beiden Bandenden infolge der entstehenden Reibwärme miteinander verschweißen.
Die Funktionsweise derartiger Geräte ist bekannt, so daß auf eine eingehende Beschreibung
hier verzichtet werden soll.
[0016] Wie aus den Fig. 2 und 3 erkennbar ist, ist die Spannrolle 20 im Gehäuse 25 der Vorrichtung
fliegend mit einer Wälzlagerung 26 gelagert und ragt von der den Bandkanal 18 innen
begrenzenden Längsinnenseite 27 in diesen hinein. Um das obere Bandende 13 mit der
gewünschten, hohen Zugkraft spannen zu können, ist es erforderlich, die Spannrolle
20 mit Hilfe eines nicht näher dargestellten Anstellmechanismus mit großer Kraft auf
das Umreifungsband zu pressen. Dies hat zur Folge, daß sich der frei auskragende Teil
der Spannradachse 28 nach oben verbiegt, die Achse also während des Spannvorganges
nicht parallel zur Andruckplatte 19 verläuft, sondern der einerseits von der Andruckplatte
19 und andererseits von dem Spannrad 20 gebildete Spalt 29 keil- oder trapezförmig
wird und im Bereich der Längsinnenseite 27 des Bandkanales enger als an dessen Längsaußenseite
15 ist. Dieser Sachverhalt ist in Fig. 2 zur Veranschaulichung etwas übertrieben dargestellt.
Man erkennt, daß die Spannrollenachse 28 infolge der hohen Andruckkraft um einen Winkel
γ gegenüber der an sich gewünschten, gestrichelt dargestellten Lage des Spannrades
nach oben ausgelenkt ist.
[0017] Der beschriebene Sachverhalt hat zur Folge, daß das obere Bandende 13 in seinem der
Längsinnenseite 27 des Bandkanales zugewandten Bereich stärker gestaucht wird als
nahe seiner äußeren Kante. Dies wiederum führt dazu, daß das obere Bandende 13 infolge
der über dessen Breite ungleichmäßigen plastischen Verformung in Richtung auf die
Längsaußenseite des Bandkanals ausgelenkt wird, während das untere Bandende 14 eine
solche Verformung und Auslenkung nicht oder jedenfalls nur in sehr viel geringerem
Maße erfährt. Bei den bislang bekannten Vorrichtungen mußte dem seitlichen Verlaufen
des oberen Bandendes durch gesonderte Maßnahmen Rechnung getragen werden, beispielsweise
durch eine zusätzliche, im Bereich der Verschließeinrichtung den Bandkanal an dessen
Längsaußenseite auch dort während des Spannvorganges verschließende Außenkantenführung,
die das obere Bandende zurück in den Bandkanal zwang, so daß die beiden Bandenden
im Bereich der Verschließeinrichtung möglichst genau aufeinanderlagen, um über ihre
gesamte Breite miteinander verschweißt werden zu können.
[0018] Im Gegensatz hierzu kommt die erfindungsgemäße Vorrichtung im in Spannrichtung hinteren
Bereich des Bandkanals lediglich mit einer an der Längsinnenseite 27 angeordneten
Bandkantenführung 30 aus, um den negativen Effekt der ungleichmäßigen Stauchung des
oberen Bandendes beim Spannen zu kompensieren. Erfindungsgemäß ist die Bandkantenführung
30, die bei dem Ausführungsbeispiel im wesentlichen aus einem vorderen, nahe der Spannrolle
20 angeordneten Kantenanschlag 31 und einem hinteren Kantenanschlag 32 in der Nähe
der Reibschweißeinheit besteht, schräg zur Spannrichtung 22 der Spannrolle 20 unter
einem Winkel α von etwa 3°angeordnet, d.h. der hintere Kantenanschlag ragt weiter
in Richtung auf die Längsaußenseite 15 in den Bandkanal 18 hinein als der vordere
Kantenanschlag. Die von den beiden Kantenanschlägen gebildete Bandkantenführung 30
sorgt dafür, daß die beiden Bandenden 13,14 im Bandkanal 18 nicht etwa parallel zur
Spannrichtung 22 der Spannrolle liegen, sondern unter dem Winkel α schräg zur Spannrichtung
verlaufen, der zumindest annähernd dem Winkel entspricht, um den das obere Bandende
13 beim Spannvorgang infolge der über die Bandbreite ungleichförmigen Andruckkräfte
ausgelenkt wird. Die beiden Bandenden liegen damit im Einlaufbereich 33 in Spannrichtung
22 vor der Spannrolle 20 weitestgehend kantengenau übereinander, wie dies in Fig.
3 erkennbar ist, und fluchten im Bereich der Verschließeinrichtung 23 miteinander.
Sie werden daher mit der Reibschweißeinheit kantengenau übereinanderliegend miteinander
verschweißt, so daß die Schweißnaht eine höchstmögliche Festigkeit erhält.
[0019] Man erkennt, daß es durch die Schrägstellung der Achse des Spannrades relativ zur
inneren Bandkantenführung 30, an der sich die Innenkanten 34 der Bandenden führen,
möglich ist, auf zusätzliche Führungsorgane zu verzichten, die das obere, von der
Spannrolle 20 ungleichmäßig verformte und damit nach außen ausgelenkte Bandende 13
an dessen Außenkante führen und zurück in den Bandkanal zwingen, um es kantengenau
auf das im wesentlichen unverformte untere Bandende zu legen und eine Schweißnaht
über die gesamte Bandbreite zu ermöglichen. Durch den Verzicht auf äußere, technisch
aufwendige Bandkantenführungen ist es mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung möglich,
ohne aufwendige Umbaumaßnahmen Umreifungsbänder unterschiedlicher Breiten zu verarbeiten,
da die Bänder hinter der Verschließeinrichtung nur an ihrer einen, inneren Kante 34
geführt werden müssen.
[0020] Wie in Fig. 3 erkennbar ist, ist der hintere Kantenanschlag 32 quer zur Spannrichtung
22 verstellbar im Gehäuse 25 angeordnet, wie dies durch den Doppelpfeil 35 angedeutet
ist. Hierdurch ist es möglich, den Winkel α zu verändern, um den die Bandkantenführung
30 relativ zur Spannrichtung 22 schräggestellt ist. Damit kann dem Umstand Rechnung
getragen werden, daß sich der Betrag der Stauchung des oberen Bandendes und damit
dessen Auslenkung von Bandmaterial zu Bandmaterial und in Abhängigkeit von den ausgeübten
Andruckkräften verändert. Die so mögliche Winkeleinstellung der Bandkantenführung
kann in einfacher Weise mittels einer von der Gehäuseaußenseite zugänglichen Einstellschraube
(nicht dargestellt) erfolgen; es ist sogar denkbar, eine automatische Einstellung
des hinteren Kantenanschlages zu realisieren, die in Abhängigkeit von einer mittels
Meßwertaufnehmern ermittelten Durchbiegung der Achse 28 der Spannrolle und eines vorgegebenen
Kunststoff-Bandmaterials die korrekte Stellung des hinteren Kantenanschlages mit einem
Stellglied einstellt.
[0021] Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel
beschränkt, sondern es sind verschiedene Änderungen und Ergänzungen denkbar, ohne
den Rahmen der Erfindung zu verlassen. So ist es ohne weiteres möglich, auch den vorderen
Kantenanschlag quer zur Spannrichtung verstellbar auszugestalten. Die Bandkantenführung
kann beispielsweise auch aus einer durchgehenden Führungsschiene bestehen, die sich
im wesentlichen vom vorderen bis zum hinteren Ende der Andruckplatte erstreckt.
1. Vorrichtung zum Spannen und Verschließen von Umreifungsbändern (11), insbesondere
Bändern aus Kunststoff, für Packstückumreifungen, mit einem die übereinanderliegenden
Bandenden (13,14) des Umreifungsbandes aufnehmenden, an einer Längsaußenseite und
den vorderen und hinteren Stirnseiten (16,17) im wesentlichen offenen Bandkanal (18),
der an seiner Längsinnenseite eine Bandkantenführung (30) für die innenliegenden Kanten
des Umreifungsbandes aufweist, mit einer im vorderen Bereich der Vorrichtung angeordneten,
beim Spannen in den Bandkanal teilweise einfassenden, auf das eine der beiden Bandenden
einwirkenden Spannrolle (20) und mit einer in Spannrichtung dahinter angeordneten
Bandverschließeinrichtung (24), dadurch gekennzeichnet, daß die Bandkantenführung (30) schräg zur Spannrichtung (22) der Spannrolle (20) in Richtung
auf die Längsaußenseite (15) des Bandkanals (18) verläuft.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandkantenführung (30) im wesentlichen von einem vorderen, nahe der Spannrolle
(20) angeordneten Kantenanschlag (31) und einem hinteren Kantenanschlag (32) in der
Nähe der Bandverschließeinrichtung (23) gebildet wird, wobei der hintere Kantenanschlag
(32) weiter in Richtung auf die Längsaußenseite (15) in den Bandkanal (18) hineinragt
als der vordere Kantenanschlag (31).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandkantenführung (30) unter einem Winkel (α) von 1° bis 6° schräg zur Spannrichtung
(22) der Spannrolle (20) ausgerichtet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Bandkantenführung (30) in ihrer Winkellage relativ zur Spannrichtung (22) einstellbar
ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Bandkantenführung (30) quer zur Spannrichtung (22) verstellbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet , daß der vordere und/oder hintere Kantenanschlag (31, 32) quer zur Spannrichtung (22)
der Spannrolle (20) verstellbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Bandkanal (18) in seinem vorderen Bereich in der Nähe der Spannrolle (20) mit
einem äußeren Bandanschlag (36) verschließbar ist.
1. Device for tensioning and sealing tightening straps, in particular straps of plastics,
for package tightenings, with a strap channel receiving the superposed strap ends
of the tightening strap, which strap channel is essentially open at a longitudinal
outer side and the front and rear faces, which comprises a strap edge guide for the
inner edges of the tightening strap at its longitudinal inner side, with a tensioning
roller arranged in the front region of the device which partially grips into the strap
channel during tensioning acting on one of the two strap ends and with a strap sealing
device arranged behind it in the tensioning direction, characterised in that the strap edge guide (30) runs obliquely to the tensioning direction (22) of the
tensioning roller (20) in the direction of the longitudinal outer side (15) of the
strap channel (18).
2. Device according to claim 1, characterised in that the strap edge guide (30) is essentially formed of a front edge stop (31) arranged
near the tensioning roller (20) and a rear edge stop (32) in the vicinity of the strap
sealing device (23), whereby the rear edge stop (32) projects further in the direction
towards the longitudinal outer side (15) into the strap channel (18) than the front
edge stop (31).
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that the strap edge guide (30) is arranged obliquely to the tensioning device (22) of
the tensioning roller (20) with an angle (α) of 1° to 6°.
4. Device according to one of claims 1 to 3, characterised in that the strap edge guide (30) can be adjusted in its angular position relative to the
tensioning direction (22).
5. Device according to one of claims. 1 to 4, characterised in that the strap edge guide (30) can be adjusted transversely to the tensioning direction
(22).
6. Device according to one of claims 1 to 5, characterised in that the front and/or rear edge stop (31, 32) can be adjusted transversely to the tensioning
direction (22) of the tensioning roller (20).
7. Device according to one of claims 1 to 6, characterised in that the strap channel (18) can be sealed with an outer strap stop (36) at its front region
in the vicinity of the tensioning roller (20)
1. Dispositif pour mettre sous tension et fermer des bandes de cerclage (11) en particulier
des bandes en matière synthétique, pour cercler des emballages, comprenant un canal
de bande (18) pour recevoir les extrémités de bande superposées (13, 14) de la bande
de cerclage et qui est essentiellement ouvert sur un côté longitudinal externe (15)
et sur les côtés frontaux (16, 17) avant et arrière, qui présente sur son côté longitudinal
interne, un guide (30) pour les bords intérieurs de la bande de cerclage, comprenant
un rouleau de mise sous tension (20) disposé dans la région frontale du dispositif,
faisant en partie saillie, lors de la mise sous tension, dans le canal de bande, et
un dispositif de fermeture de bande (24) disposé derrière le rouleau de mise sous
tension dans la direction de la mise sous tension, caractérisé en ce que le guide (30) des bords de la bande s'étend de façon inclinée par rapport à la direction
de mise sous tension du rouleau (20), dans la direction du côté longitudinal externe
(15) du canal de bande (18).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le guide (30) des bords de la bande comporte essentiellement une butée avant de bord
(31) disposée près du rouleau (20) de mise sous tension et une butée arrière de bord
(32) faisant saillie dans le canal de bande (18) plus loin, dans la direction du côté
longitudinal externe (15), que la butée avant de bord (31).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le guide (30) des bords de la bande est disposé suivant un angle (α) de 1° à 6° incliné
par rapport à la direction de mise sous tension (22) du rouleau de mise sous tension
(20).
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la position angulaire du guide (30) des bords de la bande est réglable par rapport
à la direction de mise sous tension (22).
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le guide (30) des bords de la bande est déplaçable transversalement par rapport à
la direction de mise sous tension (22).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la butée avant et/ou arrière (31, 32) est (sont) déplaçable(s) transversalement par
rapport à la direction de mise sous tension (22) du rouleau de mise sous tension (20).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le canal de bande (18) peut être fermé dans sa région avant au voisinage du rouleau
de mise sous tension (20) par une butée de bande extérieure.