(19)
(11) EP 1 427 636 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
21.06.2006  Patentblatt  2006/25

(21) Anmeldenummer: 02772291.7

(22) Anmeldetag:  12.09.2002
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65B 13/06(2006.01)
B65B 13/22(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2002/010220
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2003/026967 (03.04.2003 Gazette  2003/14)

(54)

VORRICHTUNG ZUM SPANNEN UND VERSCHLIESSEN VON UMREIFUNGSBÄNDERN

DEVICE FOR TENSIONING AND SEALING TIGHTENING STRAPS

DISPOSITIF POUR METTRE SOUS TENSION ET FERMER DES BANDES DE CERCLAGE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB SE

(30) Priorität: 20.09.2001 DE 10146460

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
16.06.2004  Patentblatt  2004/25

(73) Patentinhaber: Cyklop GmbH
50996 Köln (DE)

(72) Erfinder:
  • ZEIMETZ, Leo
    64572 Büttelborn (DE)
  • SCHOLL, Detlef
    54498 Piesport (DE)
  • NOBER, Peter
    54597 Rommersheim (DE)

(74) Vertreter: Hennicke, Ernst Rüdiger et al
Patentanwälte Buschhoff Hennicke Althaus Postfach 19 04 08
50501 Köln
50501 Köln (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 620 150
DE-A- 4 427 135
EP-A- 0 870 679
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Spannen und Verschließen von Umreifungsbändern, insbesondere Bändern aus Kunststoff, für Packstückumreifungen, mit einem die übereinanderliegenden Bandenden des Umreifungsbandes aufnehmenden, an einer Längsaußenseite und den vorderen und hinteren Stirnseiten im wesentlichen offenen Bandkanal, der an seiner Längsinnenseite eine Bandkantenführung für die innenliegenden Kanten des Umreifungsbandes aufweist, mit einer im vorderen Bereich der Vorrichtung angeordneten, beim Spannen in den Bandkanal teilweise einfassenden, auf das eine der beiden Bandenden einwirkenden Spannrolle und mit einer in Spannrichtung dahinter angeordneten Bandverschließeinrichtung.

    [0002] Vorrichtungen dieser Art werden eingesetzt, um Packstücke wie beispielsweise große Kartons oder beladene Paletten mit Umreifungen zu versehen und so die auf der Palette aufgestapelten Waren oder die Kartons zusammenzuhalten und für den Transport zu sichern. Zur Herstellung der Umreifung wird ein festes Band, üblicherweise aus Kunststoff, um das Packstück gelegt, dessen Bandenden mit Hilfe der Vorrichtung gegeneinander verspannt und anschließend miteinander verbunden werden. Bei Kunststoffbändern erfolgt die Verbindung im allgemeinen mit Hilfe einer die Verschließeinrichtung bildenden Reibschweißeinrichtung.

    [0003] Um die beiden für das Spannen und Verschließen der Umreifung in dem Bandkanal der Vorrichtung aufgenommenen Bandenden mit der gewünschten Zugkraft gegeneinander verspannen zu können, ist es erforderlich, die Spannrolle während des Spannvorgangs mit vergleichsweise großer Kraft gegen das eine, im allgemeinen obere Bandende anzudrücken. Die Spannrolle ist bei den weitaus meisten der bekannten Vorrichtungen fliegend gelagert, um ein einfaches Einlegen der Bandenden in den Bandkanal von dessen Längsaußenseite her und ein einfaches Abnehmen der Vorrichtung von der fertigen Umreifung zu ermöglichen. Bei fliegender Lagerung der Spannrolle kommt es bei den hohen Andruckkräften während des Spannvorgangs dazu, daß sich die Achse bzw. Welle des Spannrades durchbiegt und sich die Spannrolle an der Längsaußenseite des Bandkanals aufstellt. Dies hat zur Folge, daß der von der Spannrolle auf das obere Bandende ausgeübte Anpreßdruck über die Breite des Bandes nicht gleichförmig ist, sondern der Druck im Bereich der inneren Bandkante größer als an der äußeren Kante ist. Die höhere Andruckkraft an der Innenkante des gespannten Bandendes bewirkt dort aber auch eine stärkere (plastische) Verformung des (Kunststoff-) Bandes als im Bereich der äußeren Bandkante, d.h. das gespannte (obere) Bandende wird im Bereich der inneren Bandkante dünner und zugleich länger als an der äußeren Kante, wodurch es in Richtung auf die Längsaußenseite des Bandkanals ausgelenkt wird und im Bereich der Verschließeinrichtung nach dem Spannvorgang nicht kantengenau auf dem anderen (unteren) Bandende aufliegt. Die Bandenden werden dann auch nicht über ihre gesamte Breite miteinander verbunden, worunter die Festigkeit der Umreifung leidet.

    [0004] Um dieses Problem zu beheben, ist vorgeschlagen worden, eine äußere Bandkantenführung an der Längsaußenseite des Bandkanals im Bereich der hinteren Stirnseite des Bandkanals, also in der Nähe der Bandverschließeinrichtung vorzusehen, die das obere Bandende während des Spannvorgangs an seiner äußeren Kante führt und somit in den Bandkanal zwingt, in dem es weitestgehend kantengenau über dem unteren Bandende liegt. Die zusätzliche, äußere Kantenführung hat aber den erheblichen Nachteil, daß sie das Einfädeln der Bandenden in den Bandkanal und insbesondere das Abnehmen der Vorrichtung von der fertiggestellten Umreifung erheblich behindert, denn die Bandenden bzw. die Umreifung müssen an der äußeren Kantenführung vorbeigebracht werden. Hierzu ist es im allgemeinen erforderlich, einen aufwendigen und störungsanfälligen Rückzugsmechanismus für die äußere Kantenführung vorzusehen, der den Bandkanal zum Einfädeln der Bandenden bzw. Abnehmen der Vorrichtung von der fertiggestellten Umreifung an seiner Längsaußenseite freigibt. Alternativ wurde auch schon vorgeschlagen, im Bereich der Verschließeinrichtung als äußere Kantenführung eine gegen die Wirkung einer Druckfeder in einer Vertiefung versenkbare Kugel anzuordnen. Diese benötigt zwar keinen komplizierten Rückzugsmechanismus, hat sich andererseits als Führung für die äußere Bandkante auch nicht als besonders wirkungsvoll erwiesen. Nachteilig bei den bekannten Vorrichtungen mit zusätzlicher äußerer Bandkantenführung ist auch, daß unterschiedlich breite Bänder mit ein- und derselben Vorrichtung nur dann verarbeitet werden können, wenn auch die Breite des Bandkanals zwischen der inneren und der äußeren Bandkantenführung mit häufig erheblichem Aufwand verändert wird.

    [0005] Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß die damit gegeneinander verspannten Bandenden auch ohne Bandkantenführung an der Längsaußenseite des Bandkanals im Bereich der Verschließeinrichtung weitgehend ohne Versatz übereinander liegen.

    [0006] Diese Aufgabe wird mit der Erfindung dadurch gelöst, daß die Bandkantenführung an der Längsinnenseite des Bandkanals schräg zur Spannrichtung der Spannrolle in Richtung auf die Längsaußenseite des Bandkanals verläuft.

    [0007] Erfindungsgemäß verläuft die innere Bandkantenführung also nicht parallel zur Spannrichtung der Spannrolle und damit nicht im rechten Winkel zu deren Achse, sondern ist etwas schräg zur Spannrichtung gestellt, womit sie im wesentlichen parallel zur Lage des von der Spannrolle beaufschlagten (oberen) Bandendes während des Spannvorgangs verläuft. Da das zweite (untere) Bandende auch an der schräg zur Spannrolle angeordneten Bandführung anliegt, befindet es sich im Bereich der Verschließeinrichtung in derselben Flucht wie das erste, gespannte Bandende und wird somit über seine gesamte Breite mit diesem verbunden. Die übereinander liegenden Bänder sind somit derart schräg zur Spannrichtung ausgerichtet, daß durch das Spannrad auf das zu spannende (obere) Band während des Transport- und Spannvorgangs eine zur Längsinnenseite des Bandkanals wirkende Kraftkomponente erzeugt wird, die das Verlaufen des freien Bandes zur Bandkanalaußenseite infolge der von der Spannrolle hervorgerufenen Bandverformung kompensiert. Auf eine zusätzliche, äußere Bandkantenführung im Bereich der Bandverschließeinrichtung kann dadurch vollständig verzichtet werden.

    [0008] Vorzugsweise wird die Bandkantenführung im wesentlichen von einem vorderen, nahe der Spannrolle angeordneten Kantenanschlag und einem hinteren Kantenanschlag in der Nähe der Bandverschließeinrichtung gebildet, wobei der hintere Kantenanschlag weiter in Richtung auf die Längsaußenseite in den Bandkanal hineinragt als der vordere Kantenanschlag. Bei dieser konstruktiv besonders einfachen Variante erhalten die Bandenden also nur dort eine Führung ihrer inneren Kanten, wo es auf ihre Lage besonders ankommt, nämlich insbesondere im Bereich der Verschließeinrichtung und an der Spannrolle.

    [0009] Die Bandkantenführung ist zweckmäßig unter einem Winkel von 1° bis 6° schräg zur Spannrichtung der Spannrolle ausgerichtet, was dem Winkel entspricht, um den das freie Bandende - je nach Art des verwendeten Bandmaterials und der Größe der Andruckkraft der Spannrolle - relativ zur Tangential- oder Spannrichtung der Spannrolle in Richtung auf die von der Bandkantenführung begrenzte Längsinnenseite des Bandkanals gelenkt wird.

    [0010] Die Bandkantenführung kann in ihrer Winkellage relativ zur Spannrichtung einstellbar sein, wodurch es möglich ist, die Vorrichtung an das Maß der zu kompensierenden Bandendenauslenkung anzupassen.

    [0011] Es ist auch möglich, die Bandkantenführung quer zur Spannrichtung verstellbar auszugestalten, um den verschiedenen Breiten der zum Einsatz kommenden Umreifungsbänder Rechnung zu tragen, wenn dies im Einzelfall gewünscht ist. Vorzugsweise ist der vordere und/oder hintere Kantenanschlag quer zur Spannrichtung der -Spannrolle verstellbar, womit einerseits die Winkellage der Bandkantenführung, andererseits auch die wirksame Breite des Bandkanals variiert werden kann.

    [0012] Um die Handhabung der Vorrichtung zu erleichtern, ist es vorteilhaft, wenn der Bandkanal in seinem vorderen Bereich in der Nähe der Spannrolle mit einem äußeren Bandanschlag verschließbar ist, der gemeinsam mit der Spannrolle absenkbar sein kann und so ein unbeabsichtigtes Austreten des Bandes seitlich aus dem Bandkanal während des Transport- und Spannvorgangs durch die Spannrolle verhindert.

    [0013] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung, worin eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung an einem Beispiel näher erläutert wird. Es zeigt:

    Fig.1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Spannen und Verschließen von Umreifungsbändern im Bereich ihrer Spann- und Verschließeinrichtung in einer aufgebrochenen Seitenansicht;

    Fig. 2 einen Teilquerschnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 1 im Bereich von deren Spanneinrichtung längs der Linie II-II; und

    Fig. 3 einen Schnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 1 längs der Linie III-III.



    [0014] Die in der Zeichnung in ihrer Gesamtheit mit 10 bezeichnete Vorrichtung dient zum Herstellen einer Umreifung 11 für ein Packstück 12 mittels eines Umreifungsbandes aus Kunststoff, das um das Packstück gelegt ist und dessen beiden Bandenden 13,14 mittels der Vorrichtung gegeneinander verspannt und anschließend miteinander verschweißt werden.

    [0015] Hierzu weist die Vorrichtung einen sich in deren Längsrichtung erstreckenden, an einer Längsaußenseite 15 und den vorderen und hinteren Stirnseiten 16,17 offenen Bandkanal 18 auf, der unten von einer Andruckplatte 19 begrenzt wird und in den von oben eine Spannrolle 20 einer Spanneinrichtung 21 gemeinsam mit einem vorderen, äußeren Bandanschlag 36 anstellbar ist. In den Bandkanal werden zur Herstellung der Umreifung die Bandenden von der Längsaußenseite 15 des Kanals eingelegt. Die Spannrolle 20 und der äußere Bandanschlag 36 werden nach dem Einlegen der Bandenden 13, 14 in den Bandkanal 18 nach unten geschwenkt, wodurch der äußere Bandanschlag 36 ein Wiederaustreten des Bandes aus dem Kanal verhindert. Die Spannrolle drückt während des Spannvorganges fest auf das obere Bandende 13 und zieht dieses in Spannrichtung 22 über das untere Bandende 14, bis die gewünschte Bandspannung erreicht ist. Eine in Spannrichtung 22 hinter dem Spannrolle angeordnete Verschließeinrichtung mit Reibschweißeinheit 24 bewegt das obere Bandende mit hoher Geschwindigkeit über das untere Bandende hin und her, so daß die beiden Bandenden infolge der entstehenden Reibwärme miteinander verschweißen. Die Funktionsweise derartiger Geräte ist bekannt, so daß auf eine eingehende Beschreibung hier verzichtet werden soll.

    [0016] Wie aus den Fig. 2 und 3 erkennbar ist, ist die Spannrolle 20 im Gehäuse 25 der Vorrichtung fliegend mit einer Wälzlagerung 26 gelagert und ragt von der den Bandkanal 18 innen begrenzenden Längsinnenseite 27 in diesen hinein. Um das obere Bandende 13 mit der gewünschten, hohen Zugkraft spannen zu können, ist es erforderlich, die Spannrolle 20 mit Hilfe eines nicht näher dargestellten Anstellmechanismus mit großer Kraft auf das Umreifungsband zu pressen. Dies hat zur Folge, daß sich der frei auskragende Teil der Spannradachse 28 nach oben verbiegt, die Achse also während des Spannvorganges nicht parallel zur Andruckplatte 19 verläuft, sondern der einerseits von der Andruckplatte 19 und andererseits von dem Spannrad 20 gebildete Spalt 29 keil- oder trapezförmig wird und im Bereich der Längsinnenseite 27 des Bandkanales enger als an dessen Längsaußenseite 15 ist. Dieser Sachverhalt ist in Fig. 2 zur Veranschaulichung etwas übertrieben dargestellt. Man erkennt, daß die Spannrollenachse 28 infolge der hohen Andruckkraft um einen Winkel γ gegenüber der an sich gewünschten, gestrichelt dargestellten Lage des Spannrades nach oben ausgelenkt ist.

    [0017] Der beschriebene Sachverhalt hat zur Folge, daß das obere Bandende 13 in seinem der Längsinnenseite 27 des Bandkanales zugewandten Bereich stärker gestaucht wird als nahe seiner äußeren Kante. Dies wiederum führt dazu, daß das obere Bandende 13 infolge der über dessen Breite ungleichmäßigen plastischen Verformung in Richtung auf die Längsaußenseite des Bandkanals ausgelenkt wird, während das untere Bandende 14 eine solche Verformung und Auslenkung nicht oder jedenfalls nur in sehr viel geringerem Maße erfährt. Bei den bislang bekannten Vorrichtungen mußte dem seitlichen Verlaufen des oberen Bandendes durch gesonderte Maßnahmen Rechnung getragen werden, beispielsweise durch eine zusätzliche, im Bereich der Verschließeinrichtung den Bandkanal an dessen Längsaußenseite auch dort während des Spannvorganges verschließende Außenkantenführung, die das obere Bandende zurück in den Bandkanal zwang, so daß die beiden Bandenden im Bereich der Verschließeinrichtung möglichst genau aufeinanderlagen, um über ihre gesamte Breite miteinander verschweißt werden zu können.

    [0018] Im Gegensatz hierzu kommt die erfindungsgemäße Vorrichtung im in Spannrichtung hinteren Bereich des Bandkanals lediglich mit einer an der Längsinnenseite 27 angeordneten Bandkantenführung 30 aus, um den negativen Effekt der ungleichmäßigen Stauchung des oberen Bandendes beim Spannen zu kompensieren. Erfindungsgemäß ist die Bandkantenführung 30, die bei dem Ausführungsbeispiel im wesentlichen aus einem vorderen, nahe der Spannrolle 20 angeordneten Kantenanschlag 31 und einem hinteren Kantenanschlag 32 in der Nähe der Reibschweißeinheit besteht, schräg zur Spannrichtung 22 der Spannrolle 20 unter einem Winkel α von etwa 3°angeordnet, d.h. der hintere Kantenanschlag ragt weiter in Richtung auf die Längsaußenseite 15 in den Bandkanal 18 hinein als der vordere Kantenanschlag. Die von den beiden Kantenanschlägen gebildete Bandkantenführung 30 sorgt dafür, daß die beiden Bandenden 13,14 im Bandkanal 18 nicht etwa parallel zur Spannrichtung 22 der Spannrolle liegen, sondern unter dem Winkel α schräg zur Spannrichtung verlaufen, der zumindest annähernd dem Winkel entspricht, um den das obere Bandende 13 beim Spannvorgang infolge der über die Bandbreite ungleichförmigen Andruckkräfte ausgelenkt wird. Die beiden Bandenden liegen damit im Einlaufbereich 33 in Spannrichtung 22 vor der Spannrolle 20 weitestgehend kantengenau übereinander, wie dies in Fig. 3 erkennbar ist, und fluchten im Bereich der Verschließeinrichtung 23 miteinander. Sie werden daher mit der Reibschweißeinheit kantengenau übereinanderliegend miteinander verschweißt, so daß die Schweißnaht eine höchstmögliche Festigkeit erhält.

    [0019] Man erkennt, daß es durch die Schrägstellung der Achse des Spannrades relativ zur inneren Bandkantenführung 30, an der sich die Innenkanten 34 der Bandenden führen, möglich ist, auf zusätzliche Führungsorgane zu verzichten, die das obere, von der Spannrolle 20 ungleichmäßig verformte und damit nach außen ausgelenkte Bandende 13 an dessen Außenkante führen und zurück in den Bandkanal zwingen, um es kantengenau auf das im wesentlichen unverformte untere Bandende zu legen und eine Schweißnaht über die gesamte Bandbreite zu ermöglichen. Durch den Verzicht auf äußere, technisch aufwendige Bandkantenführungen ist es mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung möglich, ohne aufwendige Umbaumaßnahmen Umreifungsbänder unterschiedlicher Breiten zu verarbeiten, da die Bänder hinter der Verschließeinrichtung nur an ihrer einen, inneren Kante 34 geführt werden müssen.

    [0020] Wie in Fig. 3 erkennbar ist, ist der hintere Kantenanschlag 32 quer zur Spannrichtung 22 verstellbar im Gehäuse 25 angeordnet, wie dies durch den Doppelpfeil 35 angedeutet ist. Hierdurch ist es möglich, den Winkel α zu verändern, um den die Bandkantenführung 30 relativ zur Spannrichtung 22 schräggestellt ist. Damit kann dem Umstand Rechnung getragen werden, daß sich der Betrag der Stauchung des oberen Bandendes und damit dessen Auslenkung von Bandmaterial zu Bandmaterial und in Abhängigkeit von den ausgeübten Andruckkräften verändert. Die so mögliche Winkeleinstellung der Bandkantenführung kann in einfacher Weise mittels einer von der Gehäuseaußenseite zugänglichen Einstellschraube (nicht dargestellt) erfolgen; es ist sogar denkbar, eine automatische Einstellung des hinteren Kantenanschlages zu realisieren, die in Abhängigkeit von einer mittels Meßwertaufnehmern ermittelten Durchbiegung der Achse 28 der Spannrolle und eines vorgegebenen Kunststoff-Bandmaterials die korrekte Stellung des hinteren Kantenanschlages mit einem Stellglied einstellt.

    [0021] Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern es sind verschiedene Änderungen und Ergänzungen denkbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. So ist es ohne weiteres möglich, auch den vorderen Kantenanschlag quer zur Spannrichtung verstellbar auszugestalten. Die Bandkantenführung kann beispielsweise auch aus einer durchgehenden Führungsschiene bestehen, die sich im wesentlichen vom vorderen bis zum hinteren Ende der Andruckplatte erstreckt.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Spannen und Verschließen von Umreifungsbändern (11), insbesondere Bändern aus Kunststoff, für Packstückumreifungen, mit einem die übereinanderliegenden Bandenden (13,14) des Umreifungsbandes aufnehmenden, an einer Längsaußenseite und den vorderen und hinteren Stirnseiten (16,17) im wesentlichen offenen Bandkanal (18), der an seiner Längsinnenseite eine Bandkantenführung (30) für die innenliegenden Kanten des Umreifungsbandes aufweist, mit einer im vorderen Bereich der Vorrichtung angeordneten, beim Spannen in den Bandkanal teilweise einfassenden, auf das eine der beiden Bandenden einwirkenden Spannrolle (20) und mit einer in Spannrichtung dahinter angeordneten Bandverschließeinrichtung (24), dadurch gekennzeichnet, daß die Bandkantenführung (30) schräg zur Spannrichtung (22) der Spannrolle (20) in Richtung auf die Längsaußenseite (15) des Bandkanals (18) verläuft.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandkantenführung (30) im wesentlichen von einem vorderen, nahe der Spannrolle (20) angeordneten Kantenanschlag (31) und einem hinteren Kantenanschlag (32) in der Nähe der Bandverschließeinrichtung (23) gebildet wird, wobei der hintere Kantenanschlag (32) weiter in Richtung auf die Längsaußenseite (15) in den Bandkanal (18) hineinragt als der vordere Kantenanschlag (31).
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandkantenführung (30) unter einem Winkel (α) von 1° bis 6° schräg zur Spannrichtung (22) der Spannrolle (20) ausgerichtet ist.
     
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Bandkantenführung (30) in ihrer Winkellage relativ zur Spannrichtung (22) einstellbar ist.
     
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Bandkantenführung (30) quer zur Spannrichtung (22) verstellbar ist.
     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet , daß der vordere und/oder hintere Kantenanschlag (31, 32) quer zur Spannrichtung (22) der Spannrolle (20) verstellbar ist.
     
    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Bandkanal (18) in seinem vorderen Bereich in der Nähe der Spannrolle (20) mit einem äußeren Bandanschlag (36) verschließbar ist.
     


    Claims

    1. Device for tensioning and sealing tightening straps, in particular straps of plastics, for package tightenings, with a strap channel receiving the superposed strap ends of the tightening strap, which strap channel is essentially open at a longitudinal outer side and the front and rear faces, which comprises a strap edge guide for the inner edges of the tightening strap at its longitudinal inner side, with a tensioning roller arranged in the front region of the device which partially grips into the strap channel during tensioning acting on one of the two strap ends and with a strap sealing device arranged behind it in the tensioning direction, characterised in that the strap edge guide (30) runs obliquely to the tensioning direction (22) of the tensioning roller (20) in the direction of the longitudinal outer side (15) of the strap channel (18).
     
    2. Device according to claim 1, characterised in that the strap edge guide (30) is essentially formed of a front edge stop (31) arranged near the tensioning roller (20) and a rear edge stop (32) in the vicinity of the strap sealing device (23), whereby the rear edge stop (32) projects further in the direction towards the longitudinal outer side (15) into the strap channel (18) than the front edge stop (31).
     
    3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that the strap edge guide (30) is arranged obliquely to the tensioning device (22) of the tensioning roller (20) with an angle (α) of 1° to 6°.
     
    4. Device according to one of claims 1 to 3, characterised in that the strap edge guide (30) can be adjusted in its angular position relative to the tensioning direction (22).
     
    5. Device according to one of claims. 1 to 4, characterised in that the strap edge guide (30) can be adjusted transversely to the tensioning direction (22).
     
    6. Device according to one of claims 1 to 5, characterised in that the front and/or rear edge stop (31, 32) can be adjusted transversely to the tensioning direction (22) of the tensioning roller (20).
     
    7. Device according to one of claims 1 to 6, characterised in that the strap channel (18) can be sealed with an outer strap stop (36) at its front region in the vicinity of the tensioning roller (20)
     


    Revendications

    1. Dispositif pour mettre sous tension et fermer des bandes de cerclage (11) en particulier des bandes en matière synthétique, pour cercler des emballages, comprenant un canal de bande (18) pour recevoir les extrémités de bande superposées (13, 14) de la bande de cerclage et qui est essentiellement ouvert sur un côté longitudinal externe (15) et sur les côtés frontaux (16, 17) avant et arrière, qui présente sur son côté longitudinal interne, un guide (30) pour les bords intérieurs de la bande de cerclage, comprenant un rouleau de mise sous tension (20) disposé dans la région frontale du dispositif, faisant en partie saillie, lors de la mise sous tension, dans le canal de bande, et un dispositif de fermeture de bande (24) disposé derrière le rouleau de mise sous tension dans la direction de la mise sous tension, caractérisé en ce que le guide (30) des bords de la bande s'étend de façon inclinée par rapport à la direction de mise sous tension du rouleau (20), dans la direction du côté longitudinal externe (15) du canal de bande (18).
     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le guide (30) des bords de la bande comporte essentiellement une butée avant de bord (31) disposée près du rouleau (20) de mise sous tension et une butée arrière de bord (32) faisant saillie dans le canal de bande (18) plus loin, dans la direction du côté longitudinal externe (15), que la butée avant de bord (31).
     
    3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le guide (30) des bords de la bande est disposé suivant un angle (α) de 1° à 6° incliné par rapport à la direction de mise sous tension (22) du rouleau de mise sous tension (20).
     
    4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la position angulaire du guide (30) des bords de la bande est réglable par rapport à la direction de mise sous tension (22).
     
    5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le guide (30) des bords de la bande est déplaçable transversalement par rapport à la direction de mise sous tension (22).
     
    6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la butée avant et/ou arrière (31, 32) est (sont) déplaçable(s) transversalement par rapport à la direction de mise sous tension (22) du rouleau de mise sous tension (20).
     
    7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le canal de bande (18) peut être fermé dans sa région avant au voisinage du rouleau de mise sous tension (20) par une butée de bande extérieure.
     




    Zeichnung