Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft zunächst ein Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine,
bei dem der Kraftstoff von einer ersten Kraftstoffpumpe zu einer zweiten Kraftstoffpumpe
und von dieser in einen Hochdruckbereich gefördert wird, von dem Kraftstoff über mindestens
eine Kraftstoff-Einspritzvorrichtung in mindestens einen Brennraum der Brennkraftmaschine
gelangt, und bei dem in bestimmten Betriebszuständen der Brennkraftmaschine der Druck
im Hochdruckbereich durch eine Entlastungseinrichtung abgesenkt wird.
[0002] Ein solches Verfahren ist aus der DE 195 39 883 A1 bekannt. Dort wird nach dem Abschalten
der Brennkraftmaschine ein Druckausgleich zwischen der Druckseite der zweiten Kraftstoffpumpe
und einem Kraftstoffbehälter bzw. dem Umgebungsdruck hergestellt. Dies geschieht durch
eine Kraftstoffleitung, in der ein Ventil angeordnet ist, dessen bestromte Schaltstellung
als Drucksteuerventil und dessen stromlose Schaltstellung als Strömungsdrossel ausgebildet
ist. Bekannt sind auch Systeme, bei denen nur eine Strömungsdrossel vorhanden ist.
[0003] Durch diese Maßnahme wird wirkungsvoll vermieden, dass dem Abschalten der Brennkraftmaschine
Kraftstoff über die Kraftstoff-Einspritzvorrichtungen in die Brennräume der Brennkraftmaschine
gelangt. Dieser unverbrannte Kraftstoff würde beim Starten der Brennkraftmaschine
erhöhte Emissionen zur Folge haben.
[0004] Die Entlastungseinrichtung hat noch andere Vorteile: Zum Einen wird verhindert, dass
es während eines Schubbetriebs der Brennkraftmaschine, in dem von den Kraftstoff-Einspritzvorrichtungen
kein Kraftstoff in den Brennraum der Brennkraftmaschine gelangt, oder nach dem Abstellen
der Brennkraftmaschine durch Wärmeleitung vom Motorblock her, welche den im Hochdruckbereich
befindlichen Kraftstoff erwärmt, zu einem unzulässigen Druckanstieg im Hochdruckbereich
kommt. Auch ein Druckbegrenzungsventil, welches den Druck im Hochdruckbereich begrenzt,
kann aufgrund der vorgesehenen Entlastungseinrichtung einfacher aufgebaut sein. Ferner
kann im Wartungsfall der Druck auf der Druckseite auf einfache Weise abgebaut werden,
so dass, wenn notwendig, entsprechende Teile gefahrlos abmontiert werden können. Bei
reduziertem Druck wird außerdem die Druckdynamik verbessert.
[0005] Im Betrieb der Brennkraftmaschine wurde jedoch festgestellt, dass Startschwierigkeiten
der Brennkraftmaschine sowie ein unzulässig hoher Druckanstieg im Hochdruckbereich
nicht immer mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden können.
[0006] DE 196 26 689 beschreibt die Verwendung eines Druck begrenzungsventils als Entlastungseinrichtung,
mit Fehlererkennung durch Aufbau des Druckes und Überprüfen der Entlastungseinrichtung.
[0007] Die vorliegende Erfindung hat daher die Aufgabe, ein Verfahren der eingangs genannten
Art so weiterzubilden, dass die Zuverlässigkeit im Betrieb der Brennkraftmaschine
erhöht wird.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
dass die Funktion der Entlastungseinrichtung zuverlässiger überwacht wird.
Vorteile der Erfindung
[0009] Die Überwachung der Funktion der Entlastungseinrichtung ermöglicht es, Situationen
zu erkennen, in denen ein Druckabbau im Hochdruckbereich durch die Entlastungseinrichtung
nicht oder nicht in der gewünschten Art und Weise möglich ist. Das Erkennen einer
fehlerhaften Entlastungseinrichtung ist jedoch Voraussetzung dafür, dass der Fehler
schnellstmöglich behoben werden kann und/oder dass die Brennkraftmaschine nicht in
einer Art und Weise betrieben wird, in der ein zu hoher Druck im Hochdruckbereich
aufgrund der fehlerhaft funktionierenden Entlastungseinrichtung den Betrieb der Brennkraftmaschine
beeinträchtigt oder Schäden an Komponenten der Brennkraftmaschine hervorruft.
[0010] Die Überwachung der Funktion der Entlastungseinrichtung ermöglicht somit eine Verbesserung
der Zuverlässigkeit der Brennkraftmaschine.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben.
[0012] In einer ersten besonders bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird vorgeschlagen, dass der Gradient, mit dem der Druck im Hochdruckbereich in einem
bestimmten Betriebszustand der Brennkraftmaschine aufgrund der Entlastungseinrichtung
absinkt, überwacht wird. Der Vorteil dieser Weiterbildung liegt vor allem darin, dass
die Funktion der Entlastungseinrichtung überwacht werden kann, ohne dass zusätzliche
Komponenten erforderlich sind. Der Druck im Hochdruckbereich wird nämlich ohnehin
durch einen Drucksensor erfasst. Dieser ist im Allgemeinen an einer Kraftstoff-Sammelleitung
("rail") im Hochdruckbereich angeordnet.
[0013] In Weiterbildung hierzu wird vorgeschlagen, dass die Zeit, innerhalb der der Druck
im Hochdruckbereich in einem bestimmten Betriebszustand der Brennkraftmaschine um
einen bestimmten Wert absinkt, überwacht wird. Alternativ hierzu ist es möglich, dass
die Druckdifferenz, um die der Druck im Hochdruckbereich innerhalb einer vorgegebenen
Zeit in einem bestimmten Betriebszustand der Brennkraftmaschine absinkt, überwacht
wird. Beide Verfahrensausbildungen sind einfach zu realisieren.
[0014] Möglich ist es jedoch auch, dass der Volumenstrom in den Hochdruckbereich, der aufgrund
der Wirkung der Entlastungseinrichtung in einem bestimmten Betriebszustand der Brennkraftmaschine
vorhanden ist, überwacht wird. Diese Weiterbildung bietet sich in solchen Betriebszuständen
an, in denen die Kraftstoff-Einspritzvorrichtungen keinen Kraftstoff in die Brennräume
der Brennkraftmaschine weiterleiten, gleichzeitig jedoch der Druck im Hochdruckbereich
auf einem bestimmten Wert konstant gehalten werden soll. Dies geschieht dadurch, dass
jene Kraftstoffmenge, welche durch die Entlastungseinrichtung aus dem Hochdruckbereich
abströmt, von der zweiten Kraftstoffpumpe in den Hochdruckbereich nachgefördert wird.
Der von der zweiten Kraftstoffpumpe geförderte Volumenstrom ist somit ein Kriterium
für die Funktion der Entlastungseinrichtung.
[0015] Dabei wird wiederum in besonders bevorzugter Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Verfahrens vorgeschlagen, dass der Volumenstrom aus der Ansteuerung eines Mengensteuerventils
ermittelt wird, mit dem die Fördermenge der zweiten Kraftstoffpumpe eingestellt werden
kann. Der Vorteil dieser Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt darin,
dass die Ermittlung des Volumenstroms möglich ist, ohne dass zusätzliche Komponenten
erforderlich sind. Die entsprechende Brennkraftmaschine baut somit relativ preiswert.
[0016] Das genannte Mengensteuerventil kann den Arbeitsraum der zweiten Kraftstoffpumpe
während einer Förderphase mit dem stromaufwärts von der zweiten Kraftstoffpumpe gelegenen
Bereich verbinden. Während der Öffnungszeit des Mengensteuerventils wird somit der
Kraftstoff von der zweiten Kraftstoffpumpe nicht in den Hochdruckbereich, sondern
zurück in den stromaufwärts von der zweiten Kraftstoffpumpe gelegenen Bereich gefördert.
Die Menge des von der zweiten Kraftstoffpumpe in den Hochdruckbereich nachgeförderten
Kraftstoffs kann daher aus der Öffnungsdauer des Mengensteuerventils während der Förderphase
der zweiten Kraftstoffpumpe ermittelt werden. Die Öffnungsdauer wiederum ergibt sich
aus den Ansteuerzeiten des Mengensteuerventils.
[0017] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass in dem Fall, dass der Gradient oder die Druckdifferenz
oder der Volumenstrom kleiner oder die Zeit größer ist als ein Grenzwert, ein Fehlereintrag
in einen Fehlerspeicher erfolgt und/oder ein Warnsignal erzeugt wird. Der Fehlereintrag
in den Fehlerspeicher kann beispielsweise bei einer Wartung ausgelesen werden und
liefert sofort einen Hinweis auf die Fehlfunktion der Entlastungseinrichtung. Der
Fehler kann somit gezielt behoben werden, was der Zuverlässigkeit der Brennkraftmaschine
zugute kommt. Die Ausgabe eines Warnsignals informiert den Benutzer über die Fehlfunktion,
so dass dieser die Fehlfunktion der Entlastungseinrichtung bei der Benutzung der Brennkraftmaschine
berücksichtigen kann. Auch dies dient der Zuverlässigkeit und Sicherheit im Betrieb
der Brennkraftmaschine.
[0018] Dabei ist es auch möglich, dass dann, wenn ein Fehler in den Fehlerspeicher eingetragen
ist, Funktionen, welche auf das korrekte Funktionieren der Entlastungseinrichtung
angewiesen sind, gesperrt werden. Zu diesen Funktionen gehört beispielsweise die Diagnose
eines Absperrventils, welches in einer Leckageleitung angeordnet ist, die von der
zweiten Kraftstoffpumpe zum Kraftstoffbehälter zurückführt. Durch die erfindungsgemäße
Maßnahme wird verhindert, dass diese Diagnose zu einem falschen Ergebnis führt.
[0019] Die Betriebszustände der Brennkraftmaschine, in denen die Entlastungseinrichtung
überwacht wird, umfassen vorzugsweise einen Schubbetriebszustand und/oder einen ausgeschalteten
Betriebszustand der Brennkraftmaschine. Im Schubbetriebszustand wird trotz laufender
zweiter Kraftstoffpumpe kein Kraftstoff von den Kraftstoff-Einspritzvorrichtungen
in die Brennräume eingespritzt. Aus dem Hochdruckbereich kann der Kraftstoff somit
nur über die Entlastungseinrichtung abströmen. Gleiches gilt auch für den ausgeschalteten
Betriebszustand. Beide Betriebszustände eignen sich daher besonders gut für die Überwachung
der Entlastungseinrichtung.
[0020] Besonders vorteilhaft ist jene Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei
welcher die Höhe des für die Überwachung verwendeten Grenzwerts vom Betriebszustand
und/oder mindestens von einer Betriebsgröße der Brennkraftmaschine abhängt. Hierdurch
kann beispielsweise der Tatsache Rechnung getragen werden, dass die Viskosität des
Kraftstoffs von seiner Temperatur abhängt. Die Geschwindigkeit, mit der der Kraftstoff
durch die Entlastungseinrichtung aus dem Hochdruckbereich abströmt, ist somit ebenfalls
temperaturabhängig.
[0021] Im Schubbetrieb kann ferner der Druck, welcher im Hochdruckbereich herrscht, von
der Drehzahl der Brennkraftmaschine abhängen. Dies hängt damit zusammen, dass die
zweite Kraftstoffpumpe üblicherweise von der Nockenwelle der Brennkraftmaschine angetrieben
wird. Zwar fördert im Schubbetrieb die zweite Kraftstoffpumpe aufgrund einer entsprechenden
Ansteuerung des Mengensteuerventils keinen Kraftstoff oder nur eine geringe Menge
an Kraftstoff in den Hochdruckbereich, der Druck im Hochdruckbereich ist jedoch dennoch
höher als bei stillstehender zweiter Kraftstoffpumpe und hängt von der Drehzahl der
zweiten Kraftstoffpumpe ab.
[0022] Die Erfindung betrifft auch ein Computerprogramm, welches zur Durchführung des obigen
Verfahrens geeignet ist, wenn es auf einem Computer ausgeführt wird. Dabei wird besonders
bevorzugt, wenn das Computerprogramm auf einem Speicher, insbesondere auf einem Flash-Memory
oder einem Ferrit-RAM, abgespeichert ist.
[0023] Ferner betrifft die Erfindung ein Steuer- und/oder Regelgerät zum Betreiben einer
Brennkraftmaschine. Um den Betrieb der Brennkraftmaschine noch sicherer und zuverlässiger
zu machen, wird vorgeschlagen, dass das Steuer- und/oder Regelgerät einen Speicher
umfasst, auf dem ein Computerprogramm der obigen Art abgespeichert ist.
[0024] Weiterhin betrifft die Erfindung ein Kraftstoffsystem für eine Brennkraftmaschine,
mit einer ersten Kraftstoffpumpe, mit einer zweiten Kraftstoffpumpe, welche einlassseitig
mit der ersten Kraftstoffpumpe verbunden, ist, und mit einem Hochdruckbereich, welcher
mit dem Auslass der zweiten Kraftstoffpumpe verbunden ist, wobei der Hochdruckbereich
mindestens eine Kraftstoff-Einspritzvorrichtung umfasst, und mit einer Entlastungseinrichtung
zur Absenkung des Drucks im Hochdruckbereich in bestimmten Betriebszuständen der Brennkraftmaschine.
[0025] Um die Brennkraftmaschine sicher und zuverlässig betreiben zu können, wird vorgeschlagen,
dass ein Steuer- und/oder Regelgerät vorgesehen ist, welches die Funktion der Entlastungseinrichtung
überwacht.
[0026] In vorteilhafter Weiterbildung wird vorgeschlagen, dass die Entlastungsrichtung eine
Strömungsdrossel umfasst. Eine solche arbeitet zuverlässig und ist preiswert herzustellen.
[0027] Möglich ist auch, dass die Entlastungseinrichtung ein elektrisch betätigtes Ventil
umfasst. Bei diesem kann es sich beispielsweise um ein einfaches elektrisches Absperrventil
handeln, welches stromlos öffnet. Im Normalbetrieb der Brennkraftmaschine wird hierdurch
verhindert, dass Kraftstoff aus dem Hochdruckbereich abströmt, wohingegen in bestimmten
Betriebszuständen ein rascher Druckabbau aus dem Hochdruckbereich sichergestellt ist.
[0028] Dabei wird besonders bevorzugt, wenn die Entlastungseinrichtung den Hochdruckbereich
mit einem Kraftstoffbehälter oder mit einem zwischen der ersten und der zweiten Kraftstoffpumpe
gelegenen Bereich verbindet. Eine Verbindung mit dem Kraftstoffbehälter führt zu einer
Druckabsenkung im Hochdruckbereich in den bestimmten Betriebszuständen der Brennkraftmaschine
bis auf Umgebungsdruck. Hierdurch werden die Komponenten im Hochdruckbereich wirkungsvoll
entlastet.
[0029] Eine Verbindung des Hochdruckbereichs mit dem zwischen der ersten und zweiten Kraftstoffpumpe
gelegenen Bereich ermöglicht die Aufrechterhaltung eines Drucks im Hochdruckbereich,
welcher jenem Druck entspricht, welcher zwischen erster und zweiter Kraftstoffpumpe
herrscht. Dieser wird zur Vermeidung der Bildung von Dampfblasen auch im Schubbetrieb
und im Abstellfalle der Brennkraftmaschine auf dem normalen Betriebsdruck der ersten
Kraftstoffpumpe gehalten. In diesem Fall werden die Komponenten im Hochdruckbereich
ebenfalls wirkungsvoll entlastet, dabei wird jedoch gleichzeitig die Dampfblasenbildung
im Hochdruckbereich unterdrückt und das Startverhalten der Brennkraftmaschine verbessert.
Zeichnung
[0030] Nachfolgend werden besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung unter
Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung im Detail erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Brennkraftmaschine mit einem Kraftstoffsystem,
welches einen Niederdruckbereich, einen Hochdruckbereich und eine den Hochdruckbereich
mit dem Niederdruckbereich verbindende Entlastungseinrichtung umfasst;
- Figur 2
- ein Diagramm, in dem der Druckverlauf im Hochdruckbereich des Kraftstoffsystems von
Figur 1 beim Abstellen der Brennkraftmaschine bei funktionierender Entlastungseinrichtung
dargestellt ist;
- Figur 3
- ein Diagramm ähnlich wie Figur 2, jedoch bei fehlerhaft funktionierender Entlastungseinrichtung;
- Figur 4
- ein Ablaufdiagramm, in welchem ein erstes Ausführungsbeispiel eines Verfahrens dargestellt
ist, mit dem die Entlastungseinrichtung von Figur 1 überwacht werden kann;
- Figur 5
- ein Ablaufdiagramm ähnlich wie Figur 4, in dem ein zweites Ausführungsbeispiel eines
Verfahrens zur Überwachung der Entlastungseinrichtung von Figur 1 dargestellt ist;
- Figur 6
- ein Ablaufdiagramm ähnlich wie Figur 4, in dem ein drittes Ausführungsbeispiel eines
Verfahrens zur Überwachung der Entlastungseinrichtung von Figur 1 dargestellt ist;
und
- Figur 7
- ein Ablaufdiagramm ähnlich wie Figur 4, in dem ein viertes Ausführungsbeispiel eines
Verfahrens zur Überwachung der Entlastungseinrichtung von Figur 1 dargestellt ist.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele:
[0031] In Figur 1 trägt ein Kraftstoffsystem insgesamt das Bezugszeichen 10. Es dient zur
Versorgung einer Brennkraftmaschine 12 mit Kraftstoff. Das Kraftstoffsystem 10 umfasst
einen Kraftstoffbehälter 14, aus dem eine elektrische Kraftstoffpumpe 16 fördert.
Der Druck stromabwärts von der elektrischen Kraftstoffpumpe 16 wird von einem Druckregler
18 eingestellt. Er beträgt üblicherweise ungefähr 6 bar.
[0032] Von der elektrischen Kraftstoffpumpe 16 gelangt der Kraftstoff über einen Filter
20 zu einer Hochdruck-Kraftstoffpumpe 22. Diese umfasst einen Pumpraum 24, dessen
Größe von der Position eines Kolbens (nicht dargestellt) abhängt. Der Kolben wird
mittelbar von der Nockenwelle (nicht dargestellt) der Brennkraftmaschine 12 angetrieben.
Stromaufwärts und stromabwärts vom Pumpraum 24 sind Rückschlagventile 26 und 28 vorhanden.
Der Pumpraum 24 kann über ein Mengensteuerventil 30 mit einem stromaufwärts vom Rückschlagventil
26 gelegenen Bereich verbunden werden. Leckagekraftstoff kann über eine Leckageleitung
32 zum Kraftstoffbehälter 14 zurückströmen. In der Leckageleitung 32 ist ein Absperrventil
34 angeordnet.
[0033] Die Hochdruck-Kraftstoffpumpe 22 fördert in eine Kraftstoff-Sammelleitung 36, welche
gemeinhin auch als "rail" bezeichnet wird. An diese sind mehrere Kraftstoff-Einspritzvorrichtungen
38 angeschlossen. Diese spritzen den Kraftstoff in entsprechende Brennräume 40 ein.
Der Druck in der Kraftstoff-Sammelleitung 36 wird durch ein Druckbegrenzungsventil
42 auf einen maximalen Wert begrenzt. Vom Druckbegrenzungsventil 42 führt eine Kraftstoffleitung
44 zu dem zwischen dem Rückschlagventil 26 und der elektrischen Kraftstoffpumpe 16
gelegenen Bereich. Eine weitere Kraftstoffleitung 46 führt von der Kraftstoff-Sammelleitung
36 zur Kraftstoffleitung 44. In ihr ist eine Strömungsdrossel 48 angeordnet. Der Druck
in der Kraftstoff-Sammelleitung 36 wird von einem Drucksensor 50 erfasst.
[0034] Der Drucksensor 50 liefert entsprechende Signale an ein Steuer- und Regelgerät 52.
Ausgangsseitig ist das Steuerund Regelgerät 52 an das Mengensteuerventil 30, das Absperrventil
34 und die elektrische Kraftstoffpumpe 16 angeschlossen.
[0035] Im Normalbetrieb der Brennkraftmaschine 12 fördert die elektrische Kraftstoffpumpe
16 den Kraftstoff mit einem Druck von ungefähr 6 bar zur Hochdruck-Kraftstoffpumpe
22. Der Bereich zwischen der elektrischen Kraftstoffpumpe 16 und dem Rückschlagventil
26 wird daher auch als Niederdruckbereich bezeichnet, welcher vorliegend das Bezugszeichen
54 trägt. Die Hochdruck-Kraftstoffpumpe 22 fördert den Kraftstoff weiter unter sehr
hohem Druck in die Kraftstoff-Sammelleitung 36. Der Druck in dieser beträgt vorliegend
40 bar, kann aber auch sehr viel höher sein. Der Bereich stromabwärts vom Rückschlagventil
28 wird als Hochdruckbereich 56 bezeichnet.
[0036] Wird die Brennkraftmaschine 12 ausgeschaltet (Figuren 2 und 3), wird ein Bit B_nmot
zu Null (Ende der dicken Linie). Hierdurch endet auch die Förderung von Kraftstoff
durch die elektrische Kraftstoffpumpe 16, d.h., dass das entsprechende Steuerbit B_EKP
ebenfalls Null wird. Auch die Einspritzung von Kraftstoff in die Brennräume 40 durch
die Kraftstoff-Einspritzvorrichtungen 38 endet. Um die im Hochdruckbereich 56 liegenden
Komponenten, insbesondere die Kraftstoff-Einspritzvorrichtungen 38, zu entlasten,
wird der Druck nach dem Abstellen der Brennkraftmaschine 12 aus dem Hochdruckbereich
56 abgelassen.
[0037] Hierzu sind die Strömungsdrossel 48 und die Kraftstoffleitung 46 vorgesehen. Durch
diese kann der Krafstoff aus der Kraftstoff-Sammelleitung 36 zum Niederdruckbereich
54 hin strömen. Da der Druck im Niederdruckbereich 54 zur Vermeidung der Bildung von
Dampfblasen auch beim Abstellen der Brennkraftmaschine 12 auf dem normalen Betriebsdruck
gehalten wird, sinkt der Druck im Hochdruckbereich auf diesen im Niederdruckbereich
54 herrschenden Druck ab (Kurve 57 in Figur 2). In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Kraftstoffleitung 46 nicht mit dem Niederdruckbereich 54, sondern direkt mit
dem Kraftstoffbehälter 14 verbunden. In diesem Fall würde der Druck im Hochdruckbereich
56 auf Umgebungsdruck absinken.
[0038] Der Durchmesser der Strömungsdrossel 48 ist so gewählt, dass im Abstellfalle der
Brennkraftmaschine 12 der Druck aus dem Hochdruckbereich 56 möglichst schnell abgelassen
werden kann. Gleichzeitig muss jedoch sichergestellt sein, dass im normalen Betrieb
der Brennkraftmaschine 12 der Druck im Hochdruckbereich 56 problemlos auf dem gewünschten
hohen Niveau gehalten werden kann. Ein typischer Wert für den Durchmesser der Strömungsdrossel
48 liegt im Bereich von 0,1 mm. In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist
an Stelle der Strömungsdrossel ein elektrisches Schaltventil vorhanden. Dieses sperrt
normalerweise die Verbindungsleitung zum Niederdruckbereich. Im Abstellfall ist es
stromlos offen.
[0039] Aufgrund von im Kraftstoff vorhandenen Schwebeteilchen kann es vorkommen, dass die
Strömungsdrossel 48 verstopft wird. In diesem Fall kann der Druck aus dem Hochdruckbereich
56 nicht abgelassen werden (Figur 3). Dies kann dazu führen, dass Kraftstoff während
des Stillstands der Brennkraftmaschine 12 durch eine Leckage an einer Kraftstoff-Einspritzvorrichtung
38 in einen Brennraum 40 gelangt. Hierdurch wird das Emissionsverhalten der Brennkraftmaschine
beim Wiederanlassen verschlechtert. Auch kann der Druck im Hochdruckbereich 56 dadurch
ansteigen, dass durch Wärmeleitung vom Motorblock der Brennkraftmaschine 12 her sich
auch der im Hochdruckbereich 56 eingeschlossene Kraftstoff erwärmt und ausdehnt. Für
den sicheren Betrieb der Brennkraftmaschine 12 ist es daher wichtig, dass die Funktion
der Strömungsdrossel 48 überwacht wird. Eine erste Möglichkeit für eine derartige
Überwachung ist in Figur 4 dargestellt. Das dort als Ablaufdiagramm dargestellte Verfahren
ist als Computerprogramm im Steuer- und Regelgerät 52 abgespeichert:
[0040] Nach einem Startblock 58 wird in einem Block 60 der Kraftstoffdruck in der Kraftstoff-Sammelleitung
36 gemessen. Dies erfolgt über den Drucksensor 50. Die Messung erfolgt in vorgegebenen
zeitlichen Abständen. Aus den einzelnen Messwerten wird im Block 62 ein Druckgradient
berechnet. Im Block 64 wird geprüft, ob der Druckgradient größer ist als ein Grenzwert
G (gestrichelte Linie 65 in Figur 2). Ist dies der Fall, bedeutet dies, dass der Druck
im Hochdruckbereich 56 mindestens mit der gewünschten Geschwindigkeit abgebaut wird.
Das Diagnoseergebnis ist somit in Ordnung (Block 66). Das Verfahren endet im Block
68.
[0041] Wird im Block 64 dagegen festgestellt, dass der Druckgradient kleiner ist als der
Grenzwert G (Figur 3), bedeutet dies, dass der Druck im Hochdruckbereich 56 nicht
in der gewünschten Art und Weise abgebaut wird. Somit kann davon ausgegangen werden,
dass die Strömungsdrossel 48 verstopft ist. Daher erfolgt im Block 70 ein Fehlereintrag
in einen Fehlerspeicher. Außerdem werden Funktionen, welche auf das korrekte Funktionieren
der Strömungsdrossel 48 angewiesen sind, gesperrt. Hierzu gehört beispielsweise die
Diagnose des Absperrventils 34. Ferner wird ein Warnsignal an den Benutzer der Brennkraftmaschine
12 ausgegeben. Im Falle eines Kraftfahrzeugs kann beispielsweise ein Warnlicht am
Armaturenbrett aufleuchten. Der Fehlerspeicher kann bei der Wartung ausgelesen werden,
so dass die Person, welche die Wartung durchführt, sofort einen Hinweis auf die mangelhaft
arbeitende Strömungsdrossel 48 erhält.
[0042] In Figur 5 ist ein zweites Ausführungsbeispiel eines Verfahrens zur Überwachung der
Strömungsdrossel 48 dargestellt. In diesem und in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen
tragen solche Blöcke, welche äquivalente Funktionen zu in Figur 4 dargestellten Blöcken
aufweisen, die gleichen Bezugszeichen. Sie sind nicht nochmals im Detail erläutert.
[0043] Bei dem in Figur 5 dargestellten Verfahren wird nicht direkt der Gradient selbst
überwacht, sondern es wird zunächst im Block 60 zu einem bestimmten Zeitpunkt der
Kraftstoffdruck P1 gemessen. Gleichzeitig wird eine Uhr im Block 72 gestartet. Im
Block 74 wird kontinuierlich der Druck im Hochdruckbereich 56 und die entsprechende
Druckdifferenz zu dem im Block 60 gemessenen Anfangsdruck überwacht. Wenn die Druckdifferenz
einen Grenzwert G1 überschreitet, wird im Block 64 geprüft, ob die Zeit, die bis zum
Erreichen dieser Druckdifferenz verstrichen ist, kleiner ist als ein Grenzwert G2.
Ist dies der Fall, bedeutet dies, dass die Druckdifferenz in der vorgesehenen Zeit
erreicht wurde, die Strömungsdrossel 48 also ordnungsgemäß arbeitet. Ist die Zeitdauer
t jedoch größer als der Grenzwert G2, ist zu viel Zeit verstrichen, um die geforderte
Druckdifferenz zu erreichen, was auf eine fehlerhaft funktionierende Strömungsdrossel
48 hinweist.
[0044] Bei dem in Figur 6 dargestellten Ausführungsbeispiel wird nach Ablauf einer bestimmten
Zeit eine innerhalb dieses Zeitraums im Hochdruckbereich 56 gemessene Druckdifferenz
mit einem Grenzwert G2 verglichen. Der Zeitablauf wird dabei im Block 74 festgestellt,
und der Vergleich der Druckdifferenz mit dem Grenzwert G2 erfolgt im Block 64. Konnte
innerhalb der vorgegebenen Zeitdauer G1 die geforderte Druckdifferenz G2 nicht erreicht
werden, bedeutet dies, dass die Strömungsdrossel 48 nicht ordnungsgemäß arbeitet.
[0045] In Figur 7 ist ein Verfahren dargestellt, bei dem die Funktion der Strömungsdrossel
48 auf andere Weise überwacht wird. Im Gegensatz zu den in den Figuren 4 bis 6 dargestellten
Verfahren wird bei dem in Figur 7 dargestellten Verfahren davon ausgegangen, dass
der Druck im Hochdruckbereich 56 nicht vollständig bis auf den Druck im Niederdruckbereich
54 abgebaut werden soll, sondern auf einem bestimmten Niveau, welches deutlich unterhalb
des Betriebsdrucks im Hochdruckbereich 56 liegt, konstant gehalten werden soll.
[0046] Ein solches Verfahren bietet sich z.B. dann an, wenn die Brennkraftmaschine 12 im
Schubbetrieb arbeitet. Da in diesem Fall von den Kraftstoff-Einspritzvorrichtungen
38 kein Kraftstoff in die Brennräume 40 eingespritzt wird, kann Kraftstoff aus dem
Hochdruckbereich 56 nur über die Strömungsdrossel 48 abströmen. Um den Druck konstant
zu halten, muss der abströmende Kraftstoff von der Hochdruck-Kraftstoffpumpe 22 nachgefördert
werden. Auf die Menge des nachgeförderten Kraftstoffes kann aus den Ansteuerzeiten
bzw. Öffnungszeiten des Mengensteuerventils 30 geschlossen werden.
[0047] Bei dem in Figur 7 dargestellten Verfahren werden daher nach dem Startblock 58 im
Block 60 die Ansteuerzeiten des Mengensteuerventils 30 erfasst. Im Block 64 wird abgeprüft,
ob die Ansteuerzeiten it insgesamt größer sind als ein Grenzwert G. Ist dies der Fall,
bedeutet dies, dass der Volumenstrom von der Hochdruck-Kraftstoffpumpe 22 in den Hochdruckbereich
56 nur gering ist und stattdessen der Kraftstoff in relevantem Umfang in den Niederdruckbereich
54 zurück gelangt. In der Folge kann davon ausgegangen werden, dass durch die Strömungsdrossel
48 auch nur wenig Kraftstoff aus dem Hochdruckbereich 56 abströmt. Dies deutet wiederum
auf eine Fehlfunktion der Strömungsdrossel 48 hin. Der Grenzwert G im Block 64 hängt
dabei von der Drehzahl und der Betriebstemperatur der Brennkraftmaschine 12 ab.
1. Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine (12), bei dem der Kraftstoff von
einer ersten Kraftstoffpumpe (16) zu einer zweiten Kraftstoffpumpe (22) und von dieser
in einen Hochdruckbereich (56) gefördert wird, von dem Kraftstoff über mindestens
eine Kraftstoff-Einspritzvorrichtung (38) in mindestens einen Brennraum (40) der Brennkraftmaschine
(12) gelangt, und bei dem Kraftstoff aus dem Hochdruckbereich (56) über eine Strömungsdrossel
(48) abströmen kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Gradient, mit dem der Druck im Hochdruckbereich (56) absinkt, wenn die zweite
Kraftstoffpumpe (22) keinen Kraftstoff fördert, die Kraftstoff-Einspritzvorrichtung
(38) nicht arbeitet, und der Kraftstoff über die Strömungsdrossel (48) aus dem Hochdruckbereich
(56) abströmt, wenigstens indirekt überwacht wird (64).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeit, innerhalb der der Druck im Hochdruckbereich (56) aufgrund der Entlastungseinrichtung
(48) in einem bestimmten Betriebszustand der Brennkraftmaschine (12) um einen bestimmten
Wert absinkt, überwacht wird (64).
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckdifferenz, um die der Druck im Hochdruckbereich (56) aufgrund der Entlastungseinrichtung
(48) innerhalb einer vorgegebenen Zeit in einem bestimmten Betriebszustand der Brennkraftmaschine
(12) absinkt, überwacht wird (64).
4. Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine (12), bei dem der Kraftstoff von
einer ersten Kraftstoffpumpe (16) zu einer zweiten Kraftstoffpumpe (22) und von dieser
in einen Hochdruckbereich (56) gefördert wird, von dem Kraftstoff über mindestens
eine Kraftstoff-Einspritzvorrichtung (38) in mindestens einen Brennraum (40) der Brennkraftmaschine
(12) gelangt, und bei dem Kraftstoff aus dem Hochdruckbereich (56) über eine Entlastungseinrichtung
(48) abströmen kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Volumenstrom in den Hochdruckbereich (56), der aufgrund der Wirkung der Entlastungseinrichtung
(48) in einem bestimmten Betriebszustand der Brennkraftmaschine vorhanden ist, überwacht
wird (64).
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Volumenstrom aus der Ansteuerung eines Mengensteuerventils (30) ermittelt wird
(60), mit dem die Fördermenge der zweiten Kraftstoffpumpe (22) eingestellt werden
kann.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Fall, dass der Gradient oder die Druckdifferenz oder der Volumenstrom zu klein
oder die Zeit zu lang ist, ein Fehlereintrag in einen Fehlerspeicher erfolgt (70)
und/oder ein Warnsignal erzeugt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass dann, wenn ein Fehler in den Fehlerspeicher eingetragen ist, Funktionen, welche auf
das korrekte Funktionieren der Entlastungseinrichtung angewiesen sind, gesperrt werden
(70).
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebszustände der Brennkraftmaschine (12), in denen die Entlastungseinrichtung
(48) überwacht wird, einen Schubbetriebszustand und/oder einen ausgeschalteten Betriebszustand
der Brennkraftmaschine (12) umfassen.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe des für die Überwachung verwendeten Grenzwerts vom Betriebszustand und/oder
mindestens einer Betriebsgröße der Brennkraftmaschine (12) abhängt.
10. Computerprogramm, dadurch gekennzeichnet, dass es zur Anwendung in einem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche programmiert
ist.
11. Elektrisches Speichermedium für ein Steuer- und/oder Regelgerät gerät einer Brennkraftmaschine,
dadurch gekennzeichnet, dass auf ihm ein Computerprogramm zur Anwendung in einem Verfahren der Ansprüche 1 bis
9 abgespeichert ist.
12. Steuer- und/oder Regelgerät für eine Brennkraftmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass es zur Anwendung in einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9 programmiert
ist.
13. Kraftstoffsystem (10) für eine Brennkraftmaschine (12), mit einer ersten Kraftstoffpumpe
(16), mit einer zweiten Kraftstoffpumpe (22), welche einlassseitig mit der ersten
Kraftstoffpumpe (16) verbunden ist, und mit einem Hochdruckbereich (56), welcher mit
dem Auslass der zweiten Kraftstoffpumpe (22) verbunden ist, wobei der Hochdruckbereich
(56) mindestens eine Kraftstoff-Einspritzvorrichtung (38) umfasst, und mit einer Entlastungseinrichtung
(38) zur Absenkung des Drucks im Hochdruckbereich (56) in bestimmten Betriebszuständen
der Brennkraftmaschine (12), dadurch gekennzeichnet, dass ein Steuer- und/oder Regelgerät (52) vorgesehen ist, welches die Funktion der Entlastungseinrichtung
(48) gemäß einem Verfahren der Ansprüche 1 bis 9 überwacht.
14. Kraftstoffsystem (10) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, die Entlastungseinrichtung eine Strömungsdrossel (48) umfasst.
15. Kraftstoffsystem nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Entlastungseinrichtung ein elektrisch betätigtes Ventil umfasst.
16. Kraftstoffsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Entlastungseinrichtung (48) den Hochdruckbereich (56) mit einem Kraftstoffbehälter
oder mit einem zwischen der ersten und der zweiten Kraftstoffpumpe gelegenen Bereich
(54) verbindet.
1. Method for operating an internal combustion engine (12), in which the fuel is fed
from a first fuel pump (16) to a second fuel pump (22) and from the latter into a
high-pressure region (56), from which fuel passes via at least one fuel injection
device (38) into at least one combustion chamber (40) of the internal combustion engine
(12), and in which fuel can flow out of the high-pressure region (56) via a throttle
(48), characterized in that the gradient with which the pressure in the high-pressure region (56) drops when
the second fuel pump (22) does not feed any fuel, the fuel injection device (38) is
not operating and the fuel flows away out of the high-pressure region (56) via the
throttle (48) is monitored at least indirectly (64).
2. Method according to Claim 1, characterized in that the time within which the pressure in the high-pressure region (56) drops by a specific
value in a specific operating state of the internal combustion engine (12) owing to
the relief device (48) is monitored (64).
3. Method according to Claim 1, characterized in that the pressure difference by which the pressure in the high-pressure region (56) drops
within a predefined time in a specific operating state of the internal combustion
engine (12) owing to the relief device (48) is monitored (64).
4. Method for operating an internal combustion engine (12), in which the fuel is fed
from a first fuel pump (16) to a second fuel pump (22) and from the latter into a
high-pressure region (56), from which fuel passes via at least one fuel injection
device (38) into at least one combustion chamber (40) of the internal combustion engine
(12), and in which fuel can flow out of the high-pressure region (56) via a relief
device (48), characterized in that the volume flow into the high-pressure region (56), which is present in a specific
operating state of the internal combustion engine owing to the effect of the relief
device (48) is monitored (64).
5. Method according to Claim 4, characterized in that the volume flow is determined (60) from the actuation of a quantity control valve
(30) with which the delivery rate of the second fuel pump (22) can be set.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that if the gradient or the pressure difference or the volume flow is too small or the
time is too long, an error entry is made (70) in an error memory and/or a warning
signal is generated.
7. Method according to Claim 6, characterized in that if an error is entered in the error memory, functions which are due to the correct
functioning of the relief device are blocked (70).
8. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the operating states of the internal combustion engine (12) in which the relief device
(48) is monitored comprise an overrun state and/or a switched-off operating state
of the internal combustion engine (12).
9. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the magnitude of the limiting value which is used for the monitoring depends on the
operating state and/or at least one operating variable of the internal combustion
engine (12).
10. Computer program, characterized in that it is programmed for use in a method according to one the preceding claims.
11. Electric storage medium for a control device of an internal combustion engine, characterized in that the computer program for use in a method of Claims 1 to 9 is stored in said control
device.
12. Control device for an internal combustion engine, characterized in that it is programmed for use in a method according to one of Claims 1 to 9.
13. Fuel system (10) for an internal combustion engine (12), having a first fuel pump
(16), having a second fuel pump (22) which is connected at the inlet end to the first
fuel pump (16), and having a high-pressure region (56) which is connected to the outlet
of the second fuel pump (22), the high-pressure region (56) comprising at least one
fuel injection device (38), and having a relief device (48) for reducing the pressure
in the high-pressure region (56) in specific operating states of the internal combustion
engine (12), characterized in that a control device (52) is provided which monitors the function of the relief device
(48) according to a method of Claims 1 to 9.
14. Fuel system (10) according to Claim 14, characterized in that the relief device comprises a throttle (48).
15. Fuel system according to one of Claims 14 or 15, characterized in that the relief device comprises an electrically activated valve.
16. Fuel system according to one of the preceding claims, characterized in that the relief device (48) connects the high-pressure region (56) to a fuel container
or to a region (54) which is located between the first and second fuel pumps.
1. Procédé de gestion d'un moteur à combustion interne (12) dans lequel le carburant
est transféré par une première pompe à carburant (16) à une seconde pompe à carburant
(22) et de celle-ci dans une zone haute pression (56) d'où le carburant est introduit
par au moins un dispositif d'injection de carburant (38) dans au moins une chambre
de combustion (40) du moteur à combustion interne (12), le carburant pouvant s'échapper
de la zone haute pression (56) par un organe d'étranglement (48),
caractérisé en ce qu'
on surveille (64) au moins indirectement le gradient de diminution de la pression
dans la zone haute pression (56) lorsque la seconde pompe à carburant (22) ne débite
pas de carburant, le dispositif d'injection de carburant (38) ne fonctionne pas et
le carburant s'échappe de la zone haute pression (56) par l'organe d'étranglement
(48).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on surveille (64) le temps pendant lequel la pression diminue dans la zone haute pression
(56) du fait de l'installation de décharge (48) pour un certain état de fonctionnement
du moteur à combustion interne (12), diminution correspondant à une valeur déterminée.
3. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on surveille (64) de quelle différence de pression la pression diminue dans la zone
haute pression (56) du fait de l'installation de décharge (48) pendant une durée prédéterminée,
pour un état de fonctionnement donné du moteur à combustion interne (12).
4. Procédé de gestion d'un moteur à combustion interne (12) selon lequel le carburant
est transféré par une première pompe à carburant (16) à une seconde pompe à carburant
(22) et de celle-ci à une zone haute pression (56) d'où le carburant arrive dans au
moins une chambre de combustion (40) du moteur à combustion interne (12) par au moins
un dispositif d'injection de carburant (38), le carburant pouvant s'échapper de la
zone haute pression (56) par une installation de décharge (48),
caractérisé en ce qu'
on surveille (64) le débit volumique dans la zone haute pression (56) du fait de l'action
de l'installation de décharge (48) pour un certain état de fonctionnement du moteur
à combustion interne.
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce qu'
à partir de la commande d'une soupape de commande de débit (30), on détermine le débit
volumique (60) par lequel on règle le débit de la seconde pompe à carburant (22).
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
au cas où le gradient ou la différence de pression ou le débit volumique est trop
faible ou que la durée est trop longue, on enregistre (70) une erreur dans une mémoire
d'erreur et/ou on génère un signal avertisseur.
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
les fonctions dépendant du fonctionnement correct de l'installation de décharge sont
bloquées (70) si une erreur est enregistrée dans la mémoire d'erreur.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les états de fonctionnement du moteur à combustion interne (12) pour lesquels on surveille
l'installation de décharge (48) sont le mode de poussée et/ou le mode de coupure du
moteur à combustion interne (12).
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'amplitude de la valeur limite utilisée pour la surveillance dépend de l'état de
fonctionnement et/ou d'au moins une grandeur de fonctionnement du moteur à combustion
interne (12).
10. Programme d'ordinateur,
caractérisé en ce qu'
il est programmé pour être appliqué à un procédé selon l'une des revendications précédentes.
11. Support de mémoire électrique pour un appareil de commande et/ ou de régulation d'un
moteur à combustion interne,
caractérisé en ce qu'
il contient l'enregistrement d'un programme d'ordinateur appliqué à un procédé selon
l'une des revendications 1 à 9.
12. Appareil de commande et/ou de régulation d'un moteur à combustion interne,
caractérisé en ce qu'
il est programmé pour être appliqué à un procédé selon l'une des revendications 1
à 9.
13. Système d'alimentation en carburant (10) d'un moteur à combustion interne (12) comprenant
une première pompe à carburant (16) reliée à une seconde pompe à carburant (22) dont
l'entrée est reliée à la première pompe à carburant (16) ainsi qu'une zone à haute
pression (56) reliée à la sortie de la seconde pompe à carburant (22),
la zone haute pression (56) ayant au moins un dispositif d'injection de carburant
(38) et au moins une installation de décharge (48) pour diminuer la pression dans
la zone haute pression (56) dans certains états de fonctionnement du moteur à combustion
interne (12),
caractérisé par
un appareil de commande et/ou de régulation (52) qui surveille le fonctionnement de
l'installation de décharge (48) selon un procédé défini dans les revendications 1
à 9.
14. Système d'alimentation en carburant (10) selon la revendication 14,
caractérisé en ce que
l'installation de décharge comprend un organe d'étranglement (48).
15. Système d'alimentation en carburant selon la revendication 14,
caractérisé en ce que
l'installation de décharge est une soupape à commande électrique.
16. Système d'alimentation en carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'installation de décharge (48) relie la zone haute pression (56) à un réservoir à
carburant ou à une zone (54) située entre la première et la seconde pompe à carburant.