[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur anaeroben Fermentation von
Biomasse.
[0002] Bei der anaeroben Fermentation (Vergärung) von biogenem Material handelt es sich
um eine Alternative zu der bereits verbreitet eingesetzten Kompostierung. Dabei wird
Biomasse in einem anaeroben Milieu von geeigneten Bakterien unter Bildung von Biogas
(insbesondere Methan) zersetzt, wobei sowohl einstufige Verfahren wie auch zweistufige
Verfahren (Hydrolysestufe und Methanisierungsstufe) vorgeschlagen wurden (vgl. z.B.
DE 19516378 A1 und
DE 19518234 A1).
[0003] Überwiegend ist dabei bisher an Verfahren der Naßfermentation gearbeitet worden,
bei denen die Biomasse vor der Vergärung zur Erzeugung eines homogenen pump- und rührfähigen
Breis aufbereitet wird (vgl. z.B.
DE 3207048 A1). Nachteilig bei derartigen Verfahren ist der mit der Aufbereitung der Biomasse verbundene
hohe Aufwand; zudem sind derartige Verfahren der Naßfermentation vergleichsweise störanfällig,
insbesondere im Hinblick auf Fremdstoffe. Vor diesem Hintergrund ist in jüngster Zeit
zunehmend die Trockenfermentation in das Interesse gerückt.
[0004] Aus der
EP 0934998 A2 ist ein Verfahren zur Methanisierung von schüttfähigen, stapelbaren oder stückigmachbaren
inoculierten Biomassen bekannt, bei dem der in einem Behälter angeordneten, von einer
luftundurchlässigen Hülle (z.B. Folie) umgebenen Biomasse ein Impfmaterial als Einmalzugabe
zugesetzt und die so gebildete Reaktionsmasse ohne weiteres Nachimpfen unter Luftabschluß
vergoren wird. Zur Durchführung dieses Verfahrens wird durch die die Biomasse umgebende
Hülle ein Einstechdorn in die Biomasse eingebracht, durch den hindurch die Biomasse
zunächst zum Zwecke einer Vorrotte belüftet, anschließend mit einem flüssigen Impfmaterial
geflutet und während der Vergärung das entstehende Biogas abgezogen wird. Alternativ
kann das Impfmaterial bereits bei der Herstellung des mit Folie umwickelten Preßballens
aus Biomasse beigemischt werden; in diesem Falle wird der Ballen nach der Vorrotte
entweder aktiv oder passiv entlüftet, gegebenenfalls unter Zugabe von Wasser.
[0005] Die
DE 4437717 C1 betrifft einen Hauptfermenter für ein- und mehrstufige Prozesse, der volumenveränderlich
ausgebildet und mit einem Ausgleichsbehälter verbunden ist. Dieser Hauptfermenter
soll alternativ zur Schaffung einer homogenen Biomasse und zur Trennung von Gasgemischen
geeignet sein.
[0006] Die
DE 3134980 offenbart eine Fermentationsvorrichtung mit einem beheizbaren Biogasreaktor, einem
Biogas-Zwischenspeicher und einem Biogas-Hauptspeicher. Das in dem Biogasreaktor durch
Vergärung der dort aufgenommenen Biomasse erzeugte, den Reaktor verlassende Biogas
wird zunächst in dem Zwischenspeicher gesammelt. Durch Umschaltung entsprechender
Ventile wird dann das in dem Zwischenspeicher gesammelte Biogas aus diesem über einen
Düsenring in die in dem Reaktor aufgenommene Biomasse eingeblasen, wobei in dieser
Prozeßphase das den Reaktor verlassende Biogas - zur weiteren Verwendung - in den
Biogas-Hauptspeicher geleitet wird.
[0007] Weitere Biogasfermenter für verschiedene Biomasse-Ausgangsmaterialien unterschiedlicher
Zusammensetzung und Konsistenz sind aus der
EP 23176 A2, der
WO 02/31104 A2, der
FR 2498044, der
FR 893537, der
BE 470761 und der
FR 905540 bekannt. Aufgrund ihrer spezifischen Konstruktionsmerkmale erscheinen diese Fermenter
jeweils nur zur Verarbeitung bestimmter Ausgangsmaterialien mit spezifischen Eigenschaften
innerhalb einer vergleichsweise engen Bandbreite als geeignet. Jedenfalls leidet bei
diesen Fermentern die Effizienz erheblich, wenn das zu verarbeitende Ausgangsmaterial
hinsichtlich seiner Zusammensetzung und seiner Konsistenz allzusehr von dem der Auslegung
der jeweiligen Vorrichtung zugrundegelegten Material abweicht.
[0008] Im Lichte des vorstehend gewürdigten Standes der Technik liegt der vorliegenden Erfindung
die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur anaeroben Fermentation von Biomasse bereitzustellen,
mit der sich stark unterschiedliche Ausgangsmaterialien mit einem hohen Wirkungsgrad
verarbeiten lassen.
[0009] Gelöst wird diese Aufgabenstellung gemäß der vorliegenden Erfindung durch eine einen
Fermenter, einen Biogas-Zwischenspeicher und einen Biogas-Hauptspeicher umfassende
Vorrichtung zur anaeroben Fermentation von Biomasse, die sich durch die folgenden
Merkmale auszeichnet:
- der Fermenter weist mindestens eine Fermentationszelle mit einem gasdurchlässigen
Belüftungsboden auf;
- dem Biogas-Hauptspeicher (3) ist eingangsseitig ein absperrbares Steuerventil (20,
41) zugeordnet;
- der Biogas-Zwischenspeicher (2) und der Biogas-Hauptspeicher (3) sind ventilgesteuert
über Biogasanschlüsse (16, 17) an unterschiedlichen Seiten des Belüftungsbodens (8)
an die Fermentationszelle (5) anschließbar, wobei sich bei einer entsprechenden Druckdifferenz
zwischen dem Biogas-Zwischenspeicher (2) und dem Biogas-Hauptspeicher (3) eine Ventilation
von in dem Fermenter (1) enthaltener Biomasse (7) mit Biogas ergibt;
- es ist eine Heizeinrichtung (27) für die in dem Fermenter (1) enthaltene Biomasse
(7) vorgesehen, welche einen in dem Zwischenspeicher (2) angeordneten Wärmetauscher
(28) für das in ihm zwischengespeicherte Biogas umfasst.
[0010] Von besonderer Bedeutung für die erfindungsgemäße Vorrichtung ist somit, dass an
den Fermenter zwei unterschiedliche Biogasspeicher angeschlossen sind, nämlich einerseits
ein Zwischenspeicher und andererseits ein Hauptspeicher. Der Biogas-Hauptspeicher,
aus dem das gewonnene Biogas zur weiteren Verwertung entnommen wird, ist dabei über
ein zuströmseitig angeordnetes Steuerventil von dem Fermenter absperrbar. Ist in diesem
Sinne der Biogas-Hauptspeicher von dem Fermenter abgekoppelt, so gelangt das durch
die Vergärung der Biomasse entstehende Biogas in den Biogas-Zwischenspeicher. Durch
geeignete Umsteuerung des Steuerventils strömt das in dem Zwischenspeicher zwischengespeicherte
Biogas bei entsprechenden Druckverhältnissen aus diesem in den Biogas-Hauptspeicher,
wobei es infolge der Anschließbarkeit der beiden Speicher an die mindestens eine Fermentationszelle
auf unterschiedlichen Seiten des Belüftungsbodens die Biomasse in jener Fermentationszelle
durchströmt. Hierdurch kommt es - allein aufgrund der Druckverhältnisse in den beiden
Biogasspeichern, d.h. ohne Verwendung eines Energie verbrauchenden Gebläses - zu einer
effizienten Ventila-an eine Verbrennungseinrichtung für das dem Hauptspeicher entnommene
Biogas angeschlossen. Der genannte Wärmetauscher ist geeignet, das in dem Biogas-Zwischenspeicher
zwischengespeicherte Biogas auf ein optimales Temperaturniveau zu erwärmen, bevor
es in den Fermenter zurückgeleitet wird. Der hierdurch mögliche homogene und direkte
Eintrag von Wärme in die zu vergärende Biomasse über das aufgeheizte, die Biomasse
vom Zwischenspeicher zum Hauptspeicher durchströmende Biogas ist besonders effizient.
Auf diese Weise läßt sich die Fermentation beschleunigen und somit die Verweildauer
der Biomasse in dem Fermenter reduzieren, was sich ebenfalls positiv auf die Effizienz
des Vergärungsverfahrens auswirkt.
[0011] Bevorzugt weist die Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung mindestens einen
Kondensatabscheider auf, der dem den Fermenter verlassenden Biogas Feuchtigkeit entzieht.
Indem auf diese Weise das zur Ventilation der Biomasse eingesetzte Biogas vergleichsweise
trocken ist, kann es beim Durchströmen der Biomasse erneut Feuchtigkeit aufnehmen.
Das Resultat ist ein am Ende der Vergärung vorliegendes Substrat mit einem besonders
hohen Gehalt an Trockensubstanz.
[0012] Gemäß einer anderen bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der Biogas-Zwischenspeicher
als Konstantdruckspeicher ausgeführt, dessen Druck unabhängig ist von dem jeweiligen
Füllzustand. Auf diese Weise lassen sich die innerhalb des Fermenters bestehenden
Druckverhältnisse in jenen Phasen, in denen - bei gesperrter Zufuhr des Biogas-Hauptspeichers
- das durch die Vergärung entstehende Biogas in den Biogas-Zwischenspeicher geleitet
wird, vergleichmäßigen, was der Biogas-Produktion durch die - z.T. auf Druckschwankungen
empfindlichen anaeroben Mikroorganismen - entgegenkommt. Gegebenenfalls kann dabei
dem Biomasse-Zwischenspeicher eine Druckerhöhungseinrichtung zugeordnet sein, mittels
welcher sich der Druck innerhalb des Biogas-Zwischenspeichers in jenen Betriebsphasen
erhöhen läßt, in denen Biogas zur Ventilation der Biomasse von dem Biogas-Zwischenspeicher
in den Biogas-Hauptspeicher strömt. Eine solche Druckerhöhungseinrichtung kann vergleichsweise
einfach ausgeführt sein, beispielsweise in Form einer Zusatzlast, mit welcher ein
kolbenförmiges Bauteil des Zwischenspeichers in den genannten Betriebsphasen belastet
wird.
[0013] Eine andere bevorzugte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zeichnet sich
dadurch aus, daß der Biogas-Zwischenspeicher über ventilgesteuerte Biogasanschlüsse
an die Fermentationszelle wahlweise an jede der beiden Seiten des Belüftungsbodens
anschließbar ist. Eine solche Gestaltung erweist sich insbesondere dann als günstig,
wenn der Fermenter lediglich eine einzige Fermentationszelle aufweist, namentlich
wenn er als garagenförmiger Fermenter entsprechend der
WO 02/31104 ausgeführt ist. Sowohl in jener Betriebsphase, in der das bei der Vergärung entstehende
Biogas in den Zwischenspeicher gelangt, wie auch während der Ventilationsphase, in
der das Biogas dem Hauptspeicher zugeführt wird, kann das Biogas die Fermentationszelle
in dem Bereich oberhalb der Biomasse verlassen, wobei das ventilierte Biogas die Biomasse
von unten nach oben durchströmt. Dies ist sowohl unter strömungstechnischen Gesichtspunkten
als auch im Hinblick auf eine möglichst geringe Anwesenheit von Fremdstoffen in dem
Biogas besonders günstig.
[0014] Gemäß einer anderen bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der Fermenter siloartig
ausgeführt und weist mehrere übereinander angeordnete Fermentationszellen auf, wobei
die Belüftungsböden jeweils durch einen gasdurchlässigen Klappboden gebildet sind
und der Biogas-Zwischenspeicher und der Biogas-Hauptspeicher über Biogasanschlüsse
alternierend an die einzelnen Fermentationszellen anschließbar sind. Der Fermenter
kann dabei in seinem oberen Bereich eine Aufgabeschleuse und in seinem unteren Bereich
eine Abzugschleuse aufweisen. Bei Anwendung dieses Fermenmters läßt sich die Verfahrensführung
bei einem vergleichsweise geringen technischen Aufwand einem quasi-kontinuierlichen
Betrieb annähern. In vergleichsweise kurzen Abständen (z.B. alle zwei Tage) gelangt
die teilweise vergorene Biomasse durch Öffnen des Klappbodens der betreffenden Fermentationszelle
in die darunterliegende Fermentationszelle. Dabei wird das Material aufgelockert und
durchmischt, so daß sich bei der Fortsetzung des Vergärungsverfahrens in der nächsten
Fermentationszelle aufgrund der gesteigerten Homogenität der Biomasse eine entsprechend
hohe Effizienz mit guter Gasausbeute ergibt.
[0015] Besonders günstig ist es dabei, wenn der obersten Fermentationszelle ein Perkolatverteiler
und der untersten Fermentationszelle ein Perkolatsammler, die an eine Perkolatzirkulation
angeschlossen sein können, zugeordnet sind. In diesem Falle läßt sich das Milieu,
in welchem sich die Vergärung vollzieht, besonders effizient optimieren.
[0016] Eine andere bevorzugte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß
der Fermenter Teil eines kombinierten Anaerob-aerob-Reaktors ist, der mindestens eine
dem Fermenter vor- oder nachgeschaltete, belüftete Rottezelle aufweist, die von der
angrenzende Fermentationszelle über einen im wesentlichen luftdichten Klappboden getrennt
ist. In diesem Falle kann insbesondere das sich bei der Vergärung ergebende Substrat
ohne nennenswerten Aufwand einer anschließenden aeroben Fermentation (Rotte) unterzogen
werden, indem es durch Öffnen des Klappbodens der untersten Fermentationszelle des
Fermenters in die darunter angeordnete Rottezelle gelangt. Die luftdichte Ausführung
des die Rottezelle von der darüberliegenden Fermentationszelle trennenden Klappbodens
stellt dabei sicher, daß sich im Betrieb des Anaerob-aerob-Reaktors in dem Fermenter
ein anaerobes Verfahren und in der Rottezelle zugleich ein aerobes Verfahren betreiben
läßt. Gegebenenfalls kann dabei vorgesehen sein, daß bei geöffnetem Klappboden der
untersten Fermentationszelle in der Rottezelle über ein entsprechendes Sauggebläse
ein Unterdruck erzeugt wird, so daß kurzzeitig Biogas aus dem Zwischenspeicher über
die unterste Fermentationszelle in die Rottezelle gesaugt wird, um ein Eindringen
von Luft in letztere zu verhindern.
[0017] Im folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand zweier in der Zeichnung veranschaulichter
bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei zeigt
- Fig. 1
- eine einen garagenförmigen Fermenter umfassende Vorrichtung und
- Fig. 2
- eine einen Anaerob-aerob-Reaktor mit einem siloartigen Fermenter umfassende Vorrichtung
nach der vorliegenden Erfindung.
[0018] Die in Fig. 1 schematisch veranschaulichte Vorrichtung zur anaeroben Fermentation
von Biomasse umfaßt einen Fermenter 1, einen Biogas-Zwischenspeicher 2, einen Biogas-Hauptspeicher
3 sowie ein Blockheizkraftwerk 4. Der Fermenter 1 ist garagenförmig ausgeführt; er
umfaßt eine einzige Fermentationszelle 5, die durch ein Tor 6 mit zu vergärender Biomasse
7 beschickbar und entleerbar ist.
[0019] Die Biomasse 7 ruht auf einem Belüftungsboden 8, unter dem eine Belüftungskammer
9 angeordnet ist. In dem Boden 10 der Belüftungskammer 9 ist ein Perkolatsammler 11
vorgesehen, welcher an eine eine Umwälzpumpe 12 umfassende Perkolatzirkulation 13
angeschlossen ist, mittels welcher das in dem Perkolatsammler 11 aufgefangene Perkolat
einem unterhalb der Decke 14 des Fermenters 1 angeordneten Perkolat-Verteiler 15 zugeführt
wird.
[0020] In die Fermentationszelle 5 münden zwei Biogasanschlüsse 16 und 17, nämlich ein erster
Biogasanschluß 16 oberhalb des Belüftungsbodens 8 und ein zweiter Biogasanschluß 17
unterhalb des Belüftungsbodens 8. Der erste Biogasanschluß 16 ist dabei im oberen
Randbereich an die Fermentationszelle 5 angeschlossen, während der zweite Biogasanschluß
17 an die Belüftungskammer 9 angeschlossen ist. Im Bereich des ersten Biogasanschlusses
16 ist ein Kondensat-Abscheider 18 vorgesehen. Die Flüssigkeit, die dem durch den
ersten Biogasanschluß 16 strömenden Biogas durch den Kondensat-Abscheider 18 entzogen
wird, kann je nach der Ausführung der Anlage entsorgt oder aber weiterverwertet werden.
[0021] Dem ersten Biogasanschluß 16 ist ein Dreiwegeventil 20 und dem zweiten Biogasanschluß
17 ist ein Dreiwegeventil 21 zugeordnet. Mittels des Dreiwegeventils 20 kann dabei
der erste Biogasanschluß 16 entweder mit der Einspeisleitung 22, welche zuströmseitig
an den Biogas-Hauptspeicher 3 angeschossen ist, oder aber mit der Verbindungsleitung
23, welche die beiden Dreiwegeventile 20 und 21 miteinander verbindet, verbunden werden.
Mittels des Dreiwegeventils 21 kann der Biogas-Zwischenspeicher 2 entweder an dem
zweiten Biogasanschluß 17 oder aber an die Verbindungsleitung 23 angeschossen werden.
[0022] Der Biogas-Zwischenspeicher 2 ist als Konstantdruckspeicher ausgeführt. Der in ihm
herrschende Druck ist somit unabhängig von seinem Füllgrad, es sei denn, es wird eine
Druckerhöhungseinrichtung 24 aktiviert, welche im einfachsten Fall eine auf das Kolbenelement
25 des Zwischenspeichers 2 absenkbare Zusatzlast 26 umfaßt.
[0023] Ausgangsseitig ist der Biogas-Hauptspeicher 3 an das Blockheizkraftwerk 4 angeschlossen.
Ein Teil der in dem Blockheizkraftwerk 4 bei der Verbrennung des dem Biogas-Hauptspeicher
3 entnommenen Biogases entstehenden Wärme wird über eine Heizeinrichtung 27 dem in
dem Zwischenspeicher 2 zwischengespeicherten Biogas zugeführt. Hierzu ist im Inneren
des Biogas-Zwischenspeichers 2 ein Wärmetauscher 28 angeordnet, welcher über entsprechende
Leitungen 29 mit einem dem Blockheizkraftwerk 4 zugeordneten Wärmetauscher 30 in Verbindung
steht.
[0024] Die beiden Dreiwegeventile 20 und 21 werden über eine entsprechende Steuerung abwechselnd
so eingestellt, daß während einer ersten Betriebsphase des Fermenters 1 das in diesem
gebildete Biogas den Fermenter über den Biogasanschluß 16 verläßt und über das Dreiwegeventil
20, die Zwischenleitung 23 und das Dreiwegeventil 21 in den Biogas-Zwischenspeicher
2 gelangt. Der Biogas-Hauptspeicher 3 ist während dieser Betriebsphase durch entsprechende
Stellung des Dreiwegeventils 20 von dem Fermenter 1 getrennt. In einer zweiten Betriebsphase
ist demgegenüber durch entsprechende Steuerung der beiden Dreiwegeventile 20 und 21
der Biogasanschluß 17 mit dem Biogas-Zwischenspeicher 2 und der Biogasanschluß 16
mit dem Biogas-Hauptspeicher 3 verbunden. Bei einer entsprechenden Druckdifferenz
zwischen dem Biogas-Zwischenspeicher 2 und dem Biogas-Hauptspeicher 3 ergibt sich
eine Ventilation der Biomasse 7 mit Biogas, welches - durch die Heizeinrichtung 27
aufgeheizt - die Biomasse auf dem Weg vom Zwischenspeicher in den Hauptspeicher von
unten nach oben durchströmt. Die Druckverhältnisse lassen sich unter Verwendung der
Druckerhöhungseinrichtung 24 im Hinblick auf eine optimale Ventilation beeinflussen.
[0025] Ersichtlich kann die in der Zeichnung veranschaulichte Gestaltung der Biogasleitungen
und der Steuerventile in erheblichem Umfang modifiziert werden, ohne daß dies unmittelbare
Auswirkungen auf die beschriebene Betriebsweise der Vorrichtung als solche hätte.
Beispielsweise ist bei Bedarf die Integration von Rückschlagventilen möglich; und
der Biogas-Hauptspeicher kann über eine eigene, ventilgesteuerte Biogasleitung direkt
an den Fermenter angeschlossen sein. In entsprechender Anwendung der veranschaulichten
Komponenten ist ferner möglich, mehrere Fermenter miteinander vernetzt an einen gemeinsamen
Biogas-Zwischenspeicher und einen gemeinsamen Biogas-Hauptspeicher anzuschließen.
[0026] Bei der in Fig. 2 veranschaulichten Vorrichtung ist der Fermenter 1 Teil eines Anaerob-aerob-Reaktors
31, welcher fünf Fermentationszellen 5 und eine Rottezelle 32 umfaßt. Die fünf Fermentationszellen
5 sind dabei etagenweise übereinander angeordnet. Ihre Belüftungsböden 8 sind jeweils
als Klappboden 33 ausgeführt. Durch Öffnen des Klappbodens 33 einer Fermentationszelle
gelangt die Biomasse 7 aus dieser Fermentationszelle in die nächst tiefer gelegene.
Die Rottezelle 32 ist unterhalb der untersten der fünf Fermentationszellen angeordnet,
gegenüber der sie durch einen luftdicht verschließbaren Klappboden 34 im normalen
Betrieb des Reaktors 31 hermetisch abgeschlossen ist. Im Bereich seiner Außenwand
weist der Reaktor 31 eine Wärmeisolierung 35 auf.
[0027] Der Biogas-Zwischenspeicher 2 und der Biogas-Hauptspeicher 3 sind über zugeordnete
Biogasleitungen 36 bzw. 37 alternierend an die Fermentationszellen 5 angeschlossen,
indem die dem Biogas-Zwischenspeicher 2 zugeordnete Biogasleitung 36 über entsprechende
Zweigleitungen 38 unterhalb des Belüftungsbodens der untersten, der mittleren und
der obersten Fermentationszelle und die dem Biogas-Hauptspeicher 3 zugeordnete Biogasleitung
37 über entsprechende Zweigleitungen 39 unterhalb der Belüftungsbodens der zweiten
und vierten Fermentationszelle sowie im Bereich der den Reaktor 31 nach oben abschließenden
Kuppel 40 mündet. Dieser Anschluß der fünf Fermentationszellen an den Biogas-Zwischenspeicher
2 und den Biogas-Hauptspeicher 3 ermöglicht entsprechend den weiter oben dargelegten
Erläuterungen die Ventilation der fünf Fermentationszellen mit Biogas, welches aufgrund
einer entsprechenden Druckdifferenz vom Biogas-Zwischenspeicher in den Biogas-Hauptspeicher
gelangt, wobei bei der entsprechenden Ventilation die unterste, die mittlere und die
oberste Fermentationszelle von unten nach oben mit Biogas durchströmt werden und die
zweite und die vierte Fermentationszelle von oben nach unten. In den Zweigleitungen
38 und 39 können Ventile vorgesehen sein, mittels derer sich die Strömungsverhältnisse
so einstellen lassen, daß die Ventilation der einzelnen Fermentationszellen optimiert
ist.
[0028] In der Biogasleitung 37 ist im Bereich der Zuströmseite des Biogas-Hauptspeichers
3 ein Steuerventil 41 angeordnet, mittels dessen sich der Biogas-Hauptspeicher von
dem Fermenter 1 abtrennen läßt, so daß in der entsprechenden Betriebsphase des Fermenters
sämtliches produzierte Biogas in den Biogas-Zwischenspeicher 2 gelangt.
[0029] Was die Rottezelle 32 angeht, so ist diese zwangsbelüftet. In die unterhalb des Belüftungsbodens
42 angeordnete Belüftungskammer 43 mündet ein Frischluftstutzen 44, und unterhalb
des luftdicht verschließbaren Klappbodens 34 mündet ein Abluftstutzen 45 in die Rottezelle
32. Der Abluftstutzen 45 ist an ein - nicht dargestelltes - Sauggebläse angeschossen.
Der hierdurch im Bereich der Rottezelle 32 erzeugte Unterdruck verhindert, daß bei
geöffnetem Klappboden 34 Luft in den an-aerob arbeitenden Fermenter 1 eindringt.
[0030] Im Bereich der Kuppel 40 weist der Reaktor 31 eine - als solches bekannte - Biomasse-Aufgabeschleuse
46 auf. Unterhalb der Rottezelle 32 ist eine Abzugschleuse 47 für das den Reaktor
verlassende Substrat vorgesehen.
[0031] Im Bereich der Gasleitungen 36 und 37 sind Kondensatabscheider 48 und im Bereich
der Kuppel 40 ist eine Perkolatzufuhr 15 vorgesehen. In Anbetracht der Beschreibung
zu Fig. 1 bedarf es für diese Komponenten keiner weiteren Erläuterungen. Entsprechendes
gilt für eine - nicht dargestellte - Verwertung des dem Biogas-Hauptspeicher entnommenen
Biogases sowie eine - ebenfalls nicht dargestellte - Heizeinrichtung, mittels welcher
das in dem Biogas-Zwischenspeicher zwischengespeicherte Biogas aufgeheizt werden kann.
Ein - nicht dargestellter - Perkolatsammler ist zweckmäßigerweise im Bereich des den
Fermenter nach unten begrenzenden Klappbodens 34 vorgesehen. Im Bereich der Abzugschleuse
47 kann mittels eines Abscheiders 49 bei der Rotte freigesetzte Flüssigkeit aufgefangen
und einer Aufbereitung zugeführt werden.
1. Vorrichtung zur anaeroben Fermentation von Biomasse (7), umfassend einen Fermenter
(1), einen Biogas-Zwischenspeicher (2) und einen Biogas-Hauptspeicher (3), mit den
folgenden Merkmalen:
- der Fermenter (1) weist mindestens eine Fermentationszelle (5) mit einem gasdurchlässigen
Belüftungsboden (8) auf;
- dem Biogas-Hauptspeicher (3) ist eingangsseitig ein absperrbares Steuerventil (20,
41) zugeordnet;
- der Biogas-Zwischenspeicher (2) und der Biogas-Hauptspeicher (3) sind ventilgesteuert
über Biogasanschlüsse (16, 17) an unterschiedlichen Seiten des Belüftungsbodens (8)
an die Fermentationszelle (5) anschließbar, wobei sich bei einer entsprechenden Druckdifferenz
zwischen dem Biogas-Zwischenspeicher (2) und dem Biogas-Hauptspeicher (3) eine Ventilation
von in dem Fermenter (1) enthaltener Biomasse (7) mit Biogas ergibt;
- es ist eine Heizeinrichtung (27) für die in dem Fermenter (1) enthaltene Biomasse
(7) vorgesehen, welche einen in dem Zwischenspeicher (2) angeordneten Wärmetauscher
(28) für das in ihm zwischengespeicherte Biogas umfasst.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Wärmetauscher (28) an eine Verbrennungseinrichtung für das dem Hauptspeicher
(3) entnommene Biogas angeschlossen ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Biogas-Zwischenspeicher (2) als Konstantdruckspeicher ausgeführt ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Biomasse-Zwischenspeicher (2) eine Druckerhöhungseinrichtung (24) zugeordnet
ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Biogas-Zwischenspeicher (2) über ventilgesteuerte Biogasanschlüsse (16, 17) an
die Fermentationszelle (5) wahlweise an jede der beiden Seiten des Belüftungsbodens
(8) anschließbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- der Fermenter (1) ist siloartig ausgeführt und weist mehrere übereinander angeordnete
Fermentationszellen (5) auf, wobei die Belüftungsböden (8) jeweils durch einen gasdurchlässigen Klappboden (33) gebildet sind;
- der Biogas-Zwischenspeicher (2) und der Biogas-Hauptspeicher (3) sind über Biogasanschlüsse
(36, 38; 37, 39) alternierend an die einzelnen Fermentationszellen (5) anschließbar.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Fermenter (1) in seinem oberen Bereich eine Aufgabeschleuse (46) und in seinem
unteren Bereich eine Abzugschleuse (47) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der obersten Fermentationszelle (5) ein Perkolatverteiler (15) zugeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der untersten Fermentationszelle (5) ein Perkolatsammler zugeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Fermenter (1) Teil eines kombinierten Anaerob-aerob-Reaktors (31) ist, der mindestens
eine dem Fermenter vor- oder nachgeschaltete, belüftete Rottezelle (32) aufweist,
die von der angrenzenden Fermentationszelle (5) über einen im wesentlichen luftdichten
Klappboden (34) getrennt ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens einem der Biogasanschlüsse (16, 17) ein Kondensatabscheider (18) zugeordnet
ist.
1. A device for the anaerobic fermentation of biomass (7), comprising a fermenter (1),
a temporary biogas storage tank (2) and a main biogas storage tank (3), having the
following features:
- the fermenter (1) has at least one fermentation cell (5) with a gas-permeable aeration
floor (8);
- an isolatable control valve (20, 41) is assigned to the main biogas storage tank
(3) on the inlet side;
- the temporary biogas storage tank (2) and the main biogas storage tank (3) are connectable
in a valve-controlled manner via biogas connections (16, 17) at different ends of
the aeration floor (8) to the fermentation cell (5), wherein with a corresponding
pressure difference between the temporary biogas storage tank (2) and the main biogas
storage tank (3), ventilation of biomass (7) contained in the fermenter (1) with biogas
results;
- a heating device (27) is provided for the biomass (7) contained in the fermenter
(1), which heating device comprises a heat exchanger (28) disposed in the temporary
storage tank for the biogas temporarily stored therein.
2. The device according to claim 1,
characterized in that
the heat exchanger (28) is connected to a combustion device for the biogas removed
from the main storage tank (3).
3. The device according to one of the claims 1 or 2,
characterized in that
the temporary biogas storage tank (2) is designed as a constant pressure accumulator.
4. The device according to one of the claims 1 to 3,
characterized in that
a pressure-increasing mechanism (24) is assigned to the temporary biomass storage
tank (2).
5. The device according to one of the claims 1 to 4,
characterized in that
the temporary biogas storage tank (2) is optionally connectable via valve-controlled
biogas connections (16, 17) to the fermentation cell (5) at each of the two sides
of the aeration floor (8).
6. The device according to one of the claims 1 to 5,
characterized by the following features:
- the fermenter (1) is designed in the manner of a silo and has a plurality of fermentation
cells (5) arranged above one another, wherein the aeration floors (8) are each formed
by a gas-permeable hinged floor (33);
- the temporary biogas storage tank (2) and the main biogas storage tank (3) are alternately
connectable to the individual fermentation cells (5) via biogas connections (36, 38,
37, 39).
7. The device according to claim 6,
characterized in that
the fermenter (1) has a discharge lock (46) in its upper region and an extraction
lock (47) in its lower region.
8. The device according to claim 6 or claim 7,
characterized in that
the uppermost fermentation cell (5) is assigned a percolate distributor (15).
9. The device according to one of the claims 6 to 8,
characterized in that
the lowermost fermentation cell (5) is assigned a percolate collector.
10. The device according to one of the claims 6 to 9,
characterized in that
the fermenter (1) is part of a combined anaerobic/ aerobic reactor (31) which has
at least one aerated rotting compartment (32) upstream or downstream of the fermenter,
which rotting compartment is separated from the adjacent fermentation cell (5) via
a substantially airtight hinged floor (34).
11. The device according to one of the claims 1 to 10,
characterized in that
at least one of the biogas connections (16, 17) is assigned a condensate separator
(18).
1. Dispositif pour la fermentation anaérobie d'une biomasse (7) comprenant un fermenteur
(1), un accumulateur intermédiaire (2) de biogaz et un accumulateur principal (3)
de biogaz, avec les attributs suivants :
- le fermenteur (1) comporte au moins une cellule de fermentation (5) avec un fond
d'aération (8) perméable au gaz ;
- à l'accumulateur principal (3) de biogaz est associée du côté entrée une soupape
de commande (20, 41) obturable ;
- l'accumulateur intermédiaire (2) de biogaz et l'accumulateur principal (3) de biogaz
peuvent se raccorder en étant commandés par soupape via des raccords (16, 17) de biogaz
par différents côtés du fond d'aération (8) sur la cellule de fermentation (5), sachant
que lors d'une pression différentielle correspondante entre l'accumulateur intermédiaire
(2) de biogaz et l'accumulateur principal (3) de biogaz, il s'effectue une ventilation
de la biomasse (7) contenue dans le fermenteur (1) avec du biogaz ;
- il est prévu pour la biomasse (7) contenue dans le fermenteur (1) un système de
chauffage (27) qui comprend un échangeur thermique (28) placé dans l'accumulateur
intermédiaire (2) pour le biogaz qui y est temporairement accumulé.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'échangeur thermique (28) est raccordé sur un système de combustion pour le biogaz
prélevé dans l'accumulateur principal (3).
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
l'accumulateur intermédiaire (2) de biogaz est réalisé en tant qu'accumulateur constant
de pression.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce qu'
à l'accumulateur intermédiaire (2) de biomasse est associé un système d'augmentation
de pression (24).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
l'accumulateur intermédiaire (2) de biogaz peut se raccorder sur la cellule de fermentation
(5) via des raccords de biogaz (16, 17) commandés par soupape, au choix sur chacun
des deux côtés des fonds d'aération (8) .
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé par les attributs suivants :
- le fermenteur (1) est réalisé à la manière d'un silo et comporte plusieurs cellules
de fermentation (5) superposées, les fonds d'aération (8) étant formés chacun par
un fond rabattable (33) perméable au gaz ;
- l'accumulateur intermédiaire (2) de biogaz et l'accumulateur principal (3) de biogaz
peuvent se raccorder en alternance via des raccords de biogaz (36, 38 ; 37, 39) sur
chacune des cellules de fermentation (5).
7. Dispositif selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
le fermenteur (1) comporte dans sa zone supérieure un sas d'alimentation (46) et dans
sa zone inférieure un sas de soutirage (47).
8. Dispositif selon la revendication 6 ou la revendication 7,
caractérisé en ce qu'
à la cellule de fermentation (5) supérieure est associé un répartiteur de percolats
(15).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 8,
caractérisé en ce qu'
à la cellule de fermentation (5) inférieure est associé un collecteur de percolats.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 9,
caractérisé en ce que
le fermenteur (1) est une partie d'un réacteur anaérobie/aérobie (31) mixte qui comporte
au moins une cellule de rouissage (32) aérée montée en avant ou en aval du fermenteur,
qui est séparée de la cellule de fermentation (5) adjacente via un fond rabattable
(34) sensiblement étanche à l'air.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce qu'
à au moins l'un des raccords de biogaz (16, 17) est associé un séparateur de condensats
(18).