Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft zunächst ein Verfahren zum Betreiben einer elektrohydraulischen
Ventilsteuerung einer Brennkraftmaschine, mit mindestens einem auf ein Gaswechselventil
arbeitenden Aktuator mit mindestens einem Arbeitsraum, der zur Betätigung des Aktuators
aus einer ersten Stellung in eine zweite Stellung mit einem Hochdruck-Hydraulikspeicher
verbunden und von einem Niederdruck-Rücklauf getrennt und der zu einer Betätigung
des Aktuators aus der zweiten Stellung in die erste Stellung zurück mit dem Niederdruck-Rücklauf
verbunden und von dem Hochdruck-Hydraulikspeicher getrennt wird.
[0002] Ein solches Verfahren ist vom Markt her bekannt (siehe DE-A- 198 26047). Elektrohydraulische
Ventilsteuerungen von Brennkraftmaschinen ermöglichen die Ansteuerung der Gaswechselventile
unabhängig von der Stellung der Kurbelwelle bzw. der Nockenwelle. Hierdurch sind unter
anderem Benzineinsparungen sowie Verbesserungen der Emissionscharakteristik einer
Brennkraftmaschine möglich.
[0003] Bei einer vom Markt her bekannten elektrohydraulischen Ventilsteuerung ist der Schaft
des Gaswechselventils mit einem hydraulischen Aktuator verbunden. Dieser hat zwei
Arbeitsräume zu beiden Seiten der Kolbenstirnflächen, welche unterschiedlich groß
sind. Die kleine Stirnfläche wird ständig mit Hochdruck aus einem Hochdruck-Hydraulikspeicher
beaufschlagt, der wiederum von einer Hydraulikpumpe gespeist wird. Die große Stirnfläche
des Kolbens wird wahlweise ebenfalls mit dem Hochdruck-Hydraulikspeicher oder mit
einem Niederdruck-Rücklauf verbunden. Je nachdem ergibt sich eine Kraftresultierende,
welche das Gaswechselventil öffnet oder schließt.
[0004] Bei dem bekannten Verfahren kann die Menge an Hydraulikfluid, welches aus dem Hochdruck-Hydraulikspeicher
über den Aktuator zum Niederdruck-Rücklauf strömt und zur Betätigung des Aktuators
verwendet wird, stark variieren. Auch die von der Hydraulikpumpe in den Hochdruck-Hydraulikspeicher
geförderte Fluidmenge kann variieren, bspw. dann, wenn die Hydraulikpumpe direkt von
der Brennkraftmaschine angetrieben wird und dann eine drehzahlabhängige Förderleistung
der Hydraulikpumpe vorliegt.
[0005] Um dennoch im Hochdruck-Hydraulikspeicher einen dem Betriebspunkt zugehörigen relativ
konstanten Druck erzielen zu können, wird bisher beispielsweise ein Überdruck- oder
Druckregelventil vorgesehen, welches bei Überschreiten eines bestimmten Drucks Hydraulikfluid
aus dem Hochdruck-Hydraulikspeicher abführt. Auch eine Regelung der Fördermenge durch
die Hydraulikpumpe ist bekannt. Dynamische Druckspitzen im Hochdruck-Hydraulikspeicher
können ferner bspw. durch ein großes Volumen des Hochdruck-Hydraulikspeichers passiv
geglättet werden.
[0006] Die besagten Maßnahmen, mit denen der Druck im Hochdruck-Hydraulikspeicher konstant
gehalten werden kann, sind jedoch relativ aufwändig und reagieren zum Teil nur träge
auf Druckänderungen im Hochdruck-Hydraulikspeicher. Auch ein groß bauender Hochdruck-Hydraulikspeicher
zur Glättung von Druckspitzen ist von Nachteil, da üblicherweise im Motorraum bspw.
von Kraftfahrzeugen nur wenig Platz zur Verfügung steht. Der gleiche Nachteil ergibt
sich auch durch ein Druckregelventil.
[0007] Die vorliegende Erfindung hat daher die Aufgabe, ein Verfahren der eingangs genannten
Art so weiterzubilden, dass der Druck im Hochdruck-Hydraulikspeicher auf einfache
Art und Weise konstant gehalten werden kann.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
dass eine Druckkonstanthaltung oder eine Druckabsenkung im Hochdruck-Hydraulikspeicher
dadurch bewirkt wird, dass der Arbeitsraum gleichzeitig mit dem Hochdruck-Hydraulikspeicher
und dem Niederdruck-Rücklauf verbunden wird.
Vorteile det Erfindung
[0009] Die erfindungsgemäße Maßnahme ermöglicht eine direkte Verbindung vom Hochdruck-Hydraulikspeicher
zum Niederdruck-Rücklauf, ohne dass zusätzliche Komponenten, wie z. B. ein Druckregelventil,
notwendig sind. Um dies zu ermöglichen, wird ausdrücklich ein Betriebszustand zugelassen,
in dem der Arbeitsraum gleichzeitig mit dem Hochdruck-Hydraulikspeicher und dem Niederdruck-Rücklauf
der elektrohydraulischen Ventilsteuerung verbunden ist. Ergibt sich, bspw. durch einen
Sensor festgestellt, die Notwendigkeit, Hydraulikfluid aus dem Hochdruck-Hydraulikspeicher
abzuführen, um den Druck in diesem konstant halten zu können, kann dies erfindungsgemäß
auf einfache Art und Weise über den Arbeitsraum zum Niederdruck-Rücklauf erfolgen.
[0010] Da die üblicherweise zum Einsatz kommenden Schaltventile eine kurze Reaktionszeit
und ein hochdynamisches Schaltverhalten aufweisen, können auch kurzfristige Schwankungen
des Drucks im Hochdruck-Hydraulikspeicher geglättet werden. Durch das erfindungsgemäße
Verfahren kann also einerseits auf ein Druckregelventil verzichtet werden. Ferner
kann der Hochdruck-Hydraulikspeicher kleiner bauen. Hierdurch werden Kosten bei der
Herstellung der elektrohydraulischen Ventilsteuerung eingespart und die elektrohydraulische
Ventilsteuerung erfordert weniger Bauraum.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben.
[0012] In einer ersten Weiterbildung heißt es, dass zur Druckkonstanthaltung oder Druckabsenkung
im Hochdruck-Hydraulikspeicher der Arbeitsraum eines Aktuators gleichzeitig mit dem
Hochdruck-Hydraulikspeicher und dem Niederdruck-Rücklauf verbunden wird, dessen zugehöriges
Gaswechselventil gerade geschlossen ist. Diese Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Verfahrens bietet sich dann besonders an, wenn die Betätigung des Aktuators und ein
Öffnen des Gaswechselventils durch eine Beaufschlagung mit dem vollen Hochdruck erfolgt.
Im geschlossenen Ruhezustand des Gaswechselventils liegt somit im Arbeitsraum des
Aktuators üblicherweise ein Druck an, welcher geringer ist als der volle Hochdruck
des Hochdruck-Hydraulikspeichers.
[0013] Bei einer Verbindung des Hochdruck-Hydraulikspeichers über den Arbeitsraum des Aktuators
mit dem Niederdruck-Rücklauf herrscht jedoch im Arbeitsraum des Aktuators ein Druck,
welcher unterhalb des vollen Drucks im Hochdruck-Hydraulikspeicher liegt. Die geschlossene
Ruhestellung des Gaswechselventils wird somit durch diese Verbindung des Arbeitsraum
gleichzeitig mit dem Hochdruck-Hydraulikspeicher und dem Niederdruck-Rücklauf nicht
beeinflusst.
[0014] Dabei wird besonders bevorzugt, wenn zur Druckkonstanthaltung oder Druckabsenkung
im Hochdruck-Hydraulikspeicher der Arbeitsraum eines Aktuators gleichzeitig mit dem
Hochdruck-Hydraulikspeicher und dem Niederdruck-Rücklauf verbunden wird, dessen zugehöriges
Gaswechselventil gerade aufgrund eines hohen Zylinderinnendrucks nicht öffnen kann.
Hierdurch wird ein ungewolltes Öffnen des Gaswechselventils bei einem auf Druckschwankungen
im Arbeitsraum "sensibel" reagierenden Aktuator wirkungsvoll verhindert.
[0015] Möglich ist auch, dass der Arbeitsraum eines Aktuators, der von der ersten Stellung
in die zweite Stellung bewegt werden soll, unmittelbar vor der Trennung vom Niederdruck-Rücklauf
mit dem Hochdruck-Hydraulikspeicher verbunden wird, und/oder der Arbeitsraum eines
Aktuators, der von der zweiten Stellung in die erste Stellung bewegt werden soll,
unmittelbar vor der Trennung vom Hochdruck-Hydraulikspeicher mit dem Niederdruck-Rücklauf
verbunden wird.
[0016] In diesem Fall wird eine ohnehin beabsichtigte Betätigung des Aktuators dazu genutzt,
Hydraulikfluid aus dem Hochdruck-Hydraulikspeicher abzuführen. Dies wird durch eine
Verschiebung des Zeitpunkts ermöglicht, zu dem die Verbindung des Arbeitsraumes mit
dem Niederdruck-Rücklauf bzw. dem Hochdruck-Hydraulikspeicher erfolgt. Somit kommt
es zu einer Überlappung der Zeiträume, in denen der Arbeitsraum mit dem Niederdruck-Rücklauf
und dem Hochdruck-Hydraulikspeicher verbunden ist. Dies ermöglicht es, die Druckkonstanthaltung
oder den Druckabbau im Hochdruck-Hydraulikspeicher in den normalen Betrieb eines Aktuators
zu integrieren.
[0017] Besonders bevorzugt ist jene Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei
der der Arbeitsraum eines Aktuators dann zeitweise gleichzeitig mit dem Hochdruck-Hydraulikspeicher
und dem Niederdruck-Rücklauf verbunden ist, wenn die Brennkraftmaschine mit geringer
Drehzahl betrieben wird. Diese Weiterbildung trägt der Tatsache Rechnung, dass bei
geringer Drehzahl im Allgemeinen ein geringerer Druck im Hochdruck-Hydraulikspeicher
vorteilhaft ist. Da eine derartige gezielte Druckabsenkung im Hochdruck-Hydraulikspeicher
bisher nicht möglich war, musste stattdessen die Ansteuerungsstrategie des Aktuators
bei niedrigen Drehzahlen geändert werden. Dies kann bei dem erfindungsgemäß weitergebildeten
Verfahren entfallen.
[0018] Bei einer anderen Weiterbildung wird vorgeschlagen, dass die Druckkonstanthaltung
bzw. Druckabsenkung durch eine gleichzeitige Verbindung des Arbeitsraums eines Aktuators
mit dem Niederdruck-Rücklauf und dem Hochdruck-Hydraulikspeicher mit einer Steuerung
oder Regelung der Fördermenge durch eine Hydraulikpumpe kombiniert wird. Während durch
die besagte Verbindung des Arbeitsraumes sehr rasch und hochdynamisch Einfluss auf
den Druck im Hochdruck-Hydraulikspeicher genommen werden kann, ermöglicht die Steuerung
oder Regelung der Fördermenge durch die Hydraulikpumpe eine langfristige und quantitativ
maßgebliche Anpassung des Drucks im Hochdruck-Hydraulikspeicher.
[0019] Besonders bevorzugt wird das erfindungsgemäße Verfahren dann, wenn der Aktuator zwei
Arbeitsräume aufweist, welche durch unterschiedlich große und entgegengesetzt wirkende
Druckflächen an einem Kolben voneinander getrennt sind, und der eine Arbeitsraum ständig
mit Hochdruck beaufschlagt wird und der andere Arbeitsraum mit dem Hochdruck-Hydraulikspeicher
und dem Niederdruck-Rücklauf verbunden werden kann. Mit derartigen Aktuatoren können
sehr kurze Schaltzeiten realisiert werden, was die Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens erleichtert.
[0020] Um Kavitation beim Abströmen des Hydraulikfluids aus dem Arbeitsraum zum Niederdruck-Rücklauf
hin zu vermeiden, kann bei dem erfindungsgemäßen Verfahren das Hyrdraulikfluid aus
dem Arbeitsraum auch in einen Niederdruck-Hydraulikspeicher strömen. Somit wird die
Druckdifferenz beim Abströmen des Hydraulikfluids reduziert, was dem Entstehen von
Kavitation entgegenwirkt.
[0021] Die Erfindung betrifft auch ein Computerprogramm, welches zur Anwendung in einem
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche programmiert ist
[0022] Die Erfindung betrifft ferner ein Steuer- und Regelgerät zum Betreiben einer Brennkraftmaschine,
welches zur Anwendung in dem obigen Verfahren geeignet ist.
Zeichnung
[0023] Nachfolgend wird ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung unter
Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung im Detail erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer elektrohydraulischen Ventilsteuerung einer Brennkraftmaschine;
- Figur 2
- ein Diagramm, in dem der Druckverlauf in einem Hochdruck-Hydraulikspeicher von Fig.
1 über der Zeit dargestellt ist; und
- Figur 3
- ein Diagramm, in dem der Druck im Hochdruck-Hydraulikspeicher von Fig. 1 über einer
Drehzahl der Brennkraftmaschine dargestellt ist.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0024] In Fig. 1 trägt eine elektrohydraulische Ventilsteuerung insgesamt das Bezugszeichen
10. Sie umfasst zunächst ein Reservoir für Hydraulikfluid, welches vorliegend das
Bezugszeichen 12 trägt und bei dem es sich um den Ölsumpf der Brennkraftmaschine handeln
kann. Aus dem Hydraulikreservoir 12 wird das Hydraulikfluid von einer regelbaren Hochdruck-Hydraulikpumpe
14 in einen Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 gefördert. Eine Hydraulikleitung 18 führt
vom Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 über ein Druckregelventil 20 zu einem Magnetventil
22.
[0025] Die Hydraulikleitung 18 führt vom Magnetventil 22 weiter zu einem Aktuator 24. Bei
diesem handelt es sich um einen Hydraulikzylinder mit einem doppelt wirkenden Kolben
26. Der Kolben 26 ist in einem Gehäuse 28 geführt. In Fig. 1 oberhalb des Kolbens
26 ist zwischen diesem und dem Gehäuse 28 ein erster Arbeitsraum 30 gebildet. Dieser
ist mit dem Magnetventil 22 verbunden. In Fig. 1 unterhalb des Kolbens 26 ist zwischen
diesem und dem Gehäuse 28 ein zweiter Arbeitsraum 32 gebildet. Dieser ist über eine
Zweigleitung 33 mit jenem Abschnitt der Hydraulikleitung 18 verbunden, welcher zwischen
dem Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 und dem Magnetventil 22 liegt.
[0026] Die in Fig. 1 obere Stirnfläche 34 des Kolbens 26 ist insgesamt größer als die in
Fig. 1 untere Stirnfläche 36 des Kolbens 26, welche den zweiten Arbeitsraum 32 begrenzt.
Beim Kolben 26 handelt es sich also um einen sog. "Differentialkolben". Der Kolben
26 ist mit einem Gaswechselventil 38 verbunden. Dieses umfasst eine Ventilstange 40
und ein Ventilelement 42. Durch das Ventilelement 42 kann eine Öffnung (ohne Bezugszeichen)
eines Brennraums 44 verschlossen oder geöffnet werden. Der Brennraum 44 ist in einem
Motorblock 46 einer Brennkraftmaschine (ohne Bezugszeichen) vorhanden.
[0027] Vom ersten Arbeitsraum 30 des Aktuators 24 führt eine Hydraulikleitung 48 über ein
zweites Magnetventil 50 zu einem Niederdruck-Hydraulikspeicher 52. Dieser ist wiederum
über ein Druckregelventil 54 mit einem Niederdruck-Rücklauf 56 verbunden, der schließlich
zum Hydraulikreservoir 12 zurückführt. Vom ersten Arbeitsraum 30 des Aktuators 24
führt noch eine Hydraulikleitung 58 über ein Druckregelventil 60 zurück zum Hochdruck-Hydraulikspeicher
16.
[0028] Die beiden Magnetventile 22 und 50 werden von Magnetstellern 62 und 64 betätigt und
werden jeweils von einer Druckfeder 66 bzw. 68 in ihre Ruhestellung gedrückt. Das
erste Magnetventil 22 ist in seiner Ruheschaltstellung 70, in der der Magnetsteller
62 nicht bestromt ist, geschlossen, wohingegen es in der betätigten Schaltstellung
72 geöffnet ist. Das zweite Magnetventil 50 ist dagegen in seiner Ruheschaltstellung
74 geöffnet und in der betätigten Schaltstellung, in der der Magnetsteller 64 bestromt
ist, geschlossen. Diese Schaltstellung trägt das Bezugszeichen 76.
[0029] Die elektrohydraulische Ventilsteuerung 10 umfasst auch ein Steuer- und Regelgerät
78. Dieses ist ausgangsseitig mit den Magnetstellern 62 und 64 verbunden. Ferner kann
es auch die Hydraulikpumpe 14 ansteuern. Eingangsseitig ist das Steuer- und Regelgerät
78 mit einem Drucksensor 80 verbunden, welcher den Druck im Hochdruck-Hydraulikspeicher
16 erfasst. Ferner ist das Steuer- und Regelgerät 78 mit einem Drehzahlgeber für die
Kurbelwelle der Brennkraftmaschine verbunden. Dieser Drehzahlgeber trägt das Bezugszeichen
82.
[0030] Die elektrohydraulische Ventilsteuerung 10 wird folgendermaßen betrieben (das hiernach
beschriebene Verfahren ist als Computerprogramm auf einem Ferrit-RAM (nicht dargestellt)
im Steuer- und Regelgerät 78 abgelegt): Um das Gaswechselventil 38 zu öffnen, muss
sich der Kolben 26 in Fig. 1 nach unten bewegen. Dies wird dadurch erreicht, dass
aus der Ruhestellung 74 heraus das zweite Magnetventil 50 bestromt und somit geschlossen
wird. Die Verbindung zwischen dem ersten Arbeitsraum 30 und dem Niederdruck-Hydraulikspeicher
52 ist somit unterbrochen.
[0031] Anschließend wird vom Steuer- und Regelgerät 78 der Magnetsteller 62 des ersten Magnetventils
22 bestromt, so dass sich dieses Magnetventil 22 von seiner geschlossenen Ruhestellung
70 in die offene Schaltstellung 72 bewegt. Somit ist der erste Arbeitsraum 30 mit
dem Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 verbunden. Im ersten Arbeitsraum 30 stellt sich
somit im Wesentlichen der auch im Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 herrschende Hydraulikdruck
ein.
[0032] Da die untere Stirnfläche 36 kleiner ist als die obere Stirnfläche 34 des Kolbens
26, in beiden Arbeitsräumen 30 und 32 des Aktuators 24 nun jedoch der gleiche Druck
herrscht, nämlich im Wesentlichen der im Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 herrschende
Druck, ergibt sich eine resultierende Kraft in Fig. 1 nach unten, so dass sich der
Kolben 26 in dieser Richtung bewegt. Hierdurch wird auch die Ventilstange 40 und das
Ventilelement 42 in Fig. 1 nach unten bewegt, das Gaswechselventil 38 also geöffnet.
[0033] Soll das Gaswechselventil 38 wieder geschlossen werden, wird zunächst vom Steuer-
und Regelgerät 78 das erste Magnetventil 22 stromlos geschaltet, so dass dieses von
der offenen Schaltstellung 72 durch die Druckfeder 66 in die geschlossene Schaltstellung
70 gedrückt wird. Die Verbindung zwischen dem Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 und dem
ersten Arbeitsraum 30 ist somit wieder unterbrochen.
[0034] Dann wird das zweite Magnetventil 50 vom Steuer- und Regelgerät 78 stromlos geschaltet,
so dass sich dieses aufgrund der Druckfeder 68 von der geschlossenen Schaltstellung
76 in die offene Ruhestellung 74 bewegt. Der erste Arbeitsraum 30 ist nun wieder mit
dem Niederdruck-Hydraulikspeicher 52 verbunden. Somit sinkt der Druck im ersten Arbeitsraum
30, bis sich eine Kraftresultierende einstellt, welche den Kolben 26 wieder nach oben
bewegt. Hierdurch schließt das Gaswechselventil 38.
[0035] Wird nun über den Drucksensor 80 dem Steuer- und Regelgerät 78 mitgeteilt, dass der
Druck im Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 höher ist als ein Solldruck, wird das erste
Magnetventil 22 vom Steuer- und Regelgerät 78 in seine offene Schaltstellung 72 gesteuert,
wohingegen das zweite Magnetventil 50 in seiner offenen Ruhestellung 74 verbleibt.
Dabei wird angenommen, dass sich die Brennkraftmaschine in einem Betriebszustand befindet,
in dem das Gaswechselventil 38, welches mit dem Aktuator 24 verbunden ist, geschlossen
bleiben soll. Durch die besagte Betätigung des ersten Magnetventils 22 liegt nun eine
direkte Verbindung vom Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 über das erste Magnetventil
22, den ersten Arbeitsraum 30 und das zweite Magnetventil 50 zum Niederdruck-Hydraulikspeicher
52 vor.
[0036] Durch eine entsprechende Auslegung der Hyraulikleitungen 18 und 48 kann erreicht
werden, dass in diesem Zustand der Druck im ersten Arbeitsraum 30 nie so hoch wird,
dass eine unerwünschte Bewegung des Kolbens 26 induziert wird. Durch die direkte Verbindung
vom Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 zum Niederdruck-Hydraulikspeicher 52 kann Hydraulikfluid
aus dem Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 direkt zum Niederdruck-Hydraulikspeicher 52
strömen, ohne dass dies zu einer Betätigung des Aktuators 24 führt. Somit kann gezielt
der Druck im Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 reduziert bzw. konstant gehalten werden.
[0037] Soll zuverlässig verhindert werden, dass das Gaswechselventil 38 während dieses Zustandes
öffnen kann, wird die direkte Verbindung zwischen Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 und
Niederdruck-Hydraulikspeicher 52 vorzugsweise dann hergestellt, wenn aufgrund eines
im Brennraum 44 herrschenden hohen Druckes das Ventilelement 42 in seine geschlossene
Stellung gedrückt wird.
[0038] Das Abströmen von Hydraulikfluid aus dem Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 zum Niederdruck-Hydraulikspeicher
52 wird einfach dadurch beendet, dass vom Steuer- und Regelgerät 78 das erste Magnetventil
22 wieder stromlos geschaltet wird, so dass es in seine geschlossene Ruhestellung
70 zurückkehrt. Im ersten Arbeitsraum 30 stellt sich dann wieder der im Niederdruck-Hydraulikspeicher
52 herrschende Druck ein.
[0039] Die elektrohydraulische Ventilsteuerung 10 kann jedoch noch auf eine andere Art und
Weise betrieben werden, um den Druck im Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 konstant zu
halten bzw. abzusenken:
[0040] So kann die Verbindung des Hochdruck-Hydraulikspeichers 16 mit dem Niederdruck-Hydraulikspeicher
52 an eine Betätigung des Aktuators 24 gekoppelt werden. Bei einer Betätigung des
Aktuators 24 dahingehend, dass das Gaswechselventil 38 öffnet, kann bspw. unmittelbar
vor der Bestromung des Magnetstellers 64 des zweiten Magnetventils 50, wodurch dieses
von seiner geöffneten Ruhestellung 74 in die geschlossene Schaltstellung 76 gelangt,
bereits das Magnetventil 22 von seiner geschlossenen Ruhestellung 70 in die betätigte
und offene Schaltstellung 72 gesteuert werden.
[0041] Somit kommt es, kurz bevor das zweite Magnetventil 50 geschlossen wird, zu einer
direkten Verbindung zwischen dem Hochdruck-Hyraulikspeicher 16 und dem Niederdruck-Hydraulikspeicher
52, durch den Hydraulikfluid aus dem Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 abströmen kann.
In gleicher Weise kann dann, wenn das Gaswechselventil 38 wieder geschlossen werden
soll, unmittelbar vor der Stromlos-Schaltung des Magnetstellers 62 des ersten Magnetventils
22, wodurch dieses von seiner offenen Schaltstellung 72 wieder in die geschlossene
Ruhestellung 70 zurückkehrt, bereits das zweite Magnetventil 50 von seiner geschlossenen
Schaltstellung 76 in die geöffnete Ruhestellung 74 gebracht werden.
[0042] Auch hierdurch ergibt sich eine kurzzeitige direkte Verbindung vom Hochdruck-Hydraulikspeicher
16 zum Niederdruck-Hydraulikspeicher 52 und weiter zum Niederdruck-Rücklauf 56, durch
die Hydraulikfluid aus dem Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 abströmt und somit der Druck
in diesem konstant gehalten bzw. abgesenkt werden kann.
[0043] Durch derartige kurzzeitige Betätigungen der Ventile und eine derartige kurzzeitige
direkte Verbindung zwischen Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 zum Niederdruck-Rücklauf
56 hin kann der Druck im Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 konstant gehalten werden,
wie aus Fig. 2 hervorgeht. Dabei wird die Menge des abzuführenden Fluids durch die
Dauer der direkten Verbindung gesteuert. In dieser Figur ist der Druck ohne eine entsprechende
Betätigung der Magnetventile 22 und 50 gestrichelt, jener Druckverlauf, welcher durch
eine entsprechende Betätigung der Magnetventile 22 und 50 hergestellt werden kann,
in durchgezogener Linie dargestellt.
[0044] Wenn die Brennkraftmaschine mit geringer Drehzahl betrieben wird, wird dies vom Drehzahlgeber
82 erfasst und ein entsprechendes Signal an das Steuer- und Regelgerät 78 abgegeben.
Dieses kann dann die Magnetventile 22 und 50 so ansteuern, dass der Druck im Hochdruck-Hydraulikspeicher
16 abgesenkt wird. Typischerweise wird der Betriebsdruck von üblichen 200 bar auf
ungefähr 50 bar abgesenkt. Steigt die Drehzahl wieder an, wird eine direkte Fluidverbindung
zwischen dem Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 und dem Niederdruck-Rücklauf vermieden,
so dass der Druck aufgrund der andauernden Förderung durch die Hochdruck-Hydraulikpumpe
14 im Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 wieder ansteigt. Der Zusammenhang zwischen Drehzahl
n der Brennkraftmaschine und Druck P im Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 ist in Fig.
3 dargestellt. Die Druckeinstellung im Hochdruck-Hydraulikspeicher 16 kann ggf. durch
eine entsprechende Ansteuerung der Hochdruck-Hydraulikpumpe 14 unterstützt werden.
1. Verfahren zum Betreiben einer elektrohydraulischen Ventilsteuerung (10) einer Brennkraftmaschine,
mit mindestens einem auf ein Gaswechselventil (38) arbeitenden Aktuator (24) mit mindestens
einem Arbeitsraum (30), der zur Betätigung des Aktuators (24) aus einer ersten Stellung
in eine zweite Stellung mit einem Hochdruck-Hydraulikspeicher (16) verbunden und von
einem Niederdruck-Rücklauf (56) getrennt und der zu einer Betätigung des Aktuators
(24) aus der zweiten Stellung in die erste Stellung zurück mit dem Niederdruck-Rücklauf
(56) verbunden und von dem Hochdruck-Hydraulikspeicher (16) getrennt wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckkonstanthaltung oder eine Druckabsenkung im Hochdruck-Hydraulikspeicher
(16) dadurch bewirkt wird, dass der Arbeitsraum (30) gleichzeitig mit dem Hochdruck-Hydraulikspeicher
(16) und dem Niederdruck-Rücklauf (56) verbunden wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Druckkonstanthaltung oder Druckabsenkung im Hochdruck-Hydraulikspeicher (16)
der Arbeitsraum (30) eines Aktuators (24) gleichzeitig mit dem Hochdruck-Hydraulikspeicher
(16) und dem Niederdruck-Rücklauf (56) verbunden wird, dessen zugehöriges Gaswechselventil
(38) gerade geschlossen ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Druckkonstanthaltung oder Druckabsenkung im Hochdruck-Hydraulikspeicher (16)
der Arbeitsraum (30) eines Aktuators (24) gleichzeitig mit dem Hochdruck-Hydraulikspeicher
(16) und dem Niederdruck-Rücklauf (56) verbunden wird, dessen zugehöriges Gaswechselventil
(38) gerade aufgrund eines hohen Drucks im Brennraum (44) nicht öffnen kann.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsraum (30) eines Aktuators (24), der von der ersten Stellung in die zweite
Stellung bewegt werden soll, unmittelbar vor der Trennung vom Niederdruck-Rücklauf
(56) mit dem Hochdruck-Hydraulikspeicher (16) verbunden wird, und/oder der Arbeitsraum
(30) eines Aktuators (24), der von der zweiten Stellung in die erste Stellung bewegt
werden soll, unmittelbar vor der Trennung vom Hochdruck-Hydraulikspeicher (16) mit
dem Niederdruck-Rücklauf (56) verbunden wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsraum (30) eines Aktuators (24) dann zeitweise gleichzeitig mit dem Hochdruck-Hydraulikspeicher
(16) und dem Niederdruck-Rücklauf (56) verbunden ist, wenn die Brennkraftmaschine
mit geringer Drehzahl betrieben wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich eine Steuerung oder Regelung der Fördermenge durch die Hydraulikpumpe
(14) erfolgt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (24) zwei Arbeitsräume (30, 32) aufweist, welche durch unterschiedlich
große und entgegengesetzt wirkende Druckflächen (34, 36) an einem Kolben (26) voneinander
getrennt sind, und der eine Arbeitsraum (32) ständig mit Hochdruck beaufschlagt wird
und der andere Arbeitsraum (30) mit dem Hochdruck-Hydraulikspeicher (16) und dem Niederdruck-Rücklauf
(56) verbunden werden kann.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hydraulikfluid aus dem Arbeitsraum (30) in einen Niederdruck-Hydraulikspeicher
(52) strömt.
9. Computerprogramm, dadurch gekennzeichnet, dass es zur Anwendung in einem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche programmiert
ist.
10. Steuer- und Regelgerät (78) zum Betreiben einer Brennkraftmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass es zur Anwendung in einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8 programmiert
ist.
1. Method for operating an electrohydraulic valve control system (10) of an internal
combustion engine, having at least one actuator (24) which acts on a gas exchange
valve (38) and has at least one working space (30) which, to actuate the actuator
(24) from a first position into a second position, is connected to a high-pressure
hydraulic reservoir (16) and disconnected from a low-pressure return (56), and which,
to actuate the actuator (24) from the second position into the first position, is
connected back to the low-pressure return (56) and is disconnected from the high-pressure
hydraulic reservoir (16), characterized in that the pressure is kept constant or lowered in the high-pressure hydraulic reservoir
(16) by the working space (30) being simultaneously connected to the high-pressure
hydraulic reservoir (16) and the low-pressure return (56).
2. Method according to Claim 1, characterized in that, to keep the pressure constant or to lower the pressure in the high-pressure hydraulic
reservoir (16), the working space (30) of an actuator (24) is simultaneously connected
to the high-pressure hydraulic reservoir (16) and the low-pressure return (56) whereof
the associated gas exchange valve (38) is currently closed.
3. Method according to Claim 2, characterized in that, to keep the pressure constant or to lower the pressure in the high-pressure hydraulic
reservoir (16), the working space (30) of an actuator (24) is simultaneously connected
to the high-pressure hydraulic reservoir (16) and the low-pressure return (56) whereof
the associated gas exchange valve (38) currently cannot open on account of a high
pressure in the combustion chamber (44).
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the working space (30) of an actuator (24) which is to be moved from the first position
into the second position is connected to the high-pressure hydraulic reservoir (16)
immediately before it is disconnected from the low-pressure return (56), and/or the
working space (30) of an actuator (24) which is to be moved from the second position
into the first position is connected to the low-pressure return (56) immediately before
it is disconnected from the high-pressure hydraulic reservoir (16).
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the working space (30) of an actuator (24) is then from time to time connected simultaneously
to the high-pressure hydraulic reservoir (16) and the low-pressure return (56) when
the internal combustion engine is operating at a low speed.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the delivery quantity is additionally controlled or regulated by the hydraulic pump
(14).
7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the actuator (24) has two working spaces (30, 32), which are separated from one another
by pressure surfaces (34, 36) of different sizes and acting in opposite directions
at a piston (26), and one working space (32) is constantly exposed to high pressure
while the other working space (30) can be connected to the high-pressure hydraulic
reservoir (16) and the low-pressure return (56).
8. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the hydraulic fluid flows out of the working space (30) into a low-pressure hydraulic
reservoir (52).
9. Computer program, characterized in that it is programmed for use in a method according to one of the preceding claims.
10. Control and regulating device (78) for operating an internal combustion engine, characterized in that it is programmed for use in a method according to one of Claims 1 to 8.
1. Procédé pour faire fonctionner une commande de soupape (10) électrohydraulique d'un
moteur à combustion interne comportant au moins un actionneur (24) qui agit sur une
soupape d'échange de gaz (38) et muni d'au moins une chambre de travail (30), laquelle
pour faire passer l'actionneur (24) d'une première position à une deuxième position
est reliée à un accumulateur hydraulique à haute pression (16) et est séparée d'un
retour à basse pression (56), alors que pour faire passer l'actionneur (24) de la
deuxième position à la première position est de nouveau reliée au retour à basse pression
(56) et elle est séparée de l'accumulateur hydraulique à haute pression (16),
caractérisé en ce que
la pression est maintenue constante ou est abaissée dans l'accumulateur hydraulique
à haute pression (16) en reliant la chambre de travail (30) en même temps à l'accumulateur
hydraulique à haute pression (16) et au retour à basse pression (56).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
pour maintenir la pression constante ou pour abaisser la pression dans l'accumulateur
hydraulique à haute pression (16), la chambre de travail (30) d'un actionneur (24)
est en même temps reliée à l'accumulateur hydraulique à haute pression (16) et au
retour à basse pression (56) dont la soupape d'échange de gaz (38) correspondante
est alors fermée.
3. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
pour maintenir la pression constante ou pour abaisser la pression dans l'accumulateur
hydraulique à haute pression (16), la chambre de travail (30) d'un actionneur (24)
est en même temps reliée à l'accumulateur hydraulique à haute pression (16) et au
retour à basse pression (56) dont la soupape d'échange de gaz (38) correspondante
ne peut alors s'ouvrir à ce moment parce que la pression est importante dans la chambre
de combustion (44).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la chambre de travail (30) d'un actionneur (24) qui doit passer de la première position
à la deuxième position est reliée à l'accumulateur hydraulique à haute pression (16)
immédiatement avant d'être séparée du retour à basse pression (56), et/ou la chambre
de travail (30) d'un actionneur (24) qui doit passer de la deuxième position à la
première position est reliée au retour à basse pression (56) immédiatement avant d'être
séparée de l'accumulateur hydraulique à haute pression (16).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
lorsque le moteur à combustion interne a une faible vitesse de rotation, la chambre
de travail (30) d'un actionneur (24) est ensuite reliée temporairement en même temps
à l'accumulateur hydraulique à haute pression (16) et au retour à basse pression (56).
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la quantité refoulée est en outre commandée ou réglée par une pompe hydraulique (14).
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'actionneur (24) présente deux chambres de travail (30, 32) séparées l'une de l'autre
par des surfaces de pression (34, 36), situées sur un piston (26), dont les dimensions
sont différentes et qui agissent en sens opposé, et
l'une des chambres de travail (32) est constamment alimentée en haute pression et
l'autre chambre de travail (30) peut être reliée à l'accumulateur hydraulique à haute
pression (16) et au retour à basse pression (56).
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le fluide hydraulique s'écoule depuis la chambre de travail (30) dans un accumulateur
hydraulique à basse pression (52).
9. Programme informatique
caractérisé en ce que
il est programmé pour être utilisé dans un procédé selon l'une des revendications
précédentes.
10. Appareil de commande et de réglage (78) pour faire fonctionner un moteur à combustion
interne,
caractérisé en ce que
il est programmé pour être utilisé dans un procédé selon l'une des revendications
1 à 8.