[0001] Die Erfindung betrifft eine Kunststofftonne für die Lagerung und den Transport von
flüssigen, granulat- und pulverförmigen Füllgütern, mit einem konischen, stapelbaren
Tonnenkörper, der in Ringsegmente unterteilt ist, deren Durchmesser vom Tonnenboden
bis zur oberen Einfüllöffnung stufenartig zunimmt, und mit einem Verschlußdeckel für
die obere Einfüllöffnung.
[0002] Aus der WO 95/25054 A bekannte Behälter der gattungsgemäßen Art mit einer konischen
Form zeichnen sich durch den Vorteil aus, daß sie als Leergut ineinander gestapelt
werden können und dadurch niedrige Lagerhaltungskosten und insbesondere niedrige Transportkosten
entstehen.
[0003] Beim Transport von ineinander gestapelten konischen Tonnen besteht die Gefahr, daß
diese aufgrund von Rüttelbewegungen derart miteinander verklemmen, daß eine Entstapelung
der einzelnen Tonnen nach dem Transport Schwierigkeiten bereitet. Das gleiche Problem
tritt bei einer Lagerung von konischen Tonnen auf.
[0004] Die WO 95/25054 A beschreibt einen Sterilisationsbehälter aus Kunststoff, insbesondere
für Krankenhausabfälle, mit einem Deckel, der mittels eines Spannringes auf dem Behälter
befestigt wird, der aus mehreren sich in ihrem Durchmesser von oben nach unten verjüngenden
Abschnitten besteht, die ein Ineinanderstapeln mehrerer Behälter ermöglichen. In dem
unteren Abschnitt und auf dem Boden des Behälters sind über den Umfang mit Abstand
Rippen angeordnet, die von der Innenseite des Bodens des Behälters an dessen Innenwand
nach oben verlaufen und in ihrer radialen Stärke abnehmen. Die Rippen dienen zum Abstützen
des Behälterbodens eines in einen Behälter eingestapelten weiteren Behälters sowie
zur Versteifung des Behälters gegen den Druck des im Behälter erzeugten Heißdampfes
zum Sterilisieren von kontaminierten oder gesundheitsgefährdenden Abfällen.
[0005] Die Rippen dieses bekannten Sterilisationsbehälters weisen einen schmalen oberen
Abstützrand auf, so daß eine Vielzahl von Rippen zum Abstützen eines eingestapelten
Behälters erforderlich ist. Ferner kann der Behälter nur als Spritzgußbehälter aus
Kunststoff wegen der Vielzahl von Abstützrippen hergestellt werden und ist dementsprechend
teuer.
[0006] Aus der US-A-4 082 184 geht ein konischer Kunststoffbehälter hervor, der in ein oberes
zylindrisches Segment, fünf weitere Segmente und ein Bodensegment unterteilt ist,
wobei der Durchmesser der Segmente von der oberen Einfüllöffnung bis zum Boden des
Behälters stufenartig abnimmt und die Segmente leicht konisch ausgebildet sind und
das Bodensegment etwas stärker konisch geformt ist, so daß der Behälter ohne Schwierigkeiten
aus einer Herstellungsform entformt werden kann. Die stufenartigen Übergänge zwischen
den einzelnen Segmenten werden jeweils durch einen äußeren und einen inneren konischen
Sitz gebildet. Beim Ineinanderstapeln mehrerer Behälter stützt sich der jeweils eingestapelte,
innere Behälter mit den äußeren konischen Sitzen der einzelnen Behältersegmente auf
den inneren, konischen Sitzen der einzelnen Behältersegmente des jeweils untergestapelten,
äußeren Behälters ab. An die Innenwand des unteren Behältersegments sind drei über
den Umfang desselben verteilte, dreieckige Auflager angeformt. Beim Ineinanderstapeln
mehrerer Behälter stützt sich der jeweils innere Behälter mit dem konischen äußeren
Sitz am unteren Rand des unteren Behältersegments auf den drei Auflagern an der Innenwand
des unteren Behältersegments des jeweils äußeren Behälters ab. Die Auflager haben
die Funktion, die genesteten Behälter derart gegeneinander auszurichten, daß die äußeren
Sitze der Behältersegmente des jeweils inneren Behälters an die inneren Sitze der
Behältersegmente des jeweils äußeren Behälters angrenzen.
[0007] Dieser Behälter hat den Nachteil, daß sich die ineinander gestapelten Behälter mit
den äußeren und inneren Sitzen der einzelnen Behältersegmente miteinander verklemmen,
so daß eine Entstapelung der Behälter Schwierigkeiten bereitet.
[0008] Gegenstand der
DE 381 407 C ist eine pyramidenstumpfförmige, viereckige Versandkiste mit Deckel aus Holz für
den Obsttransport, deren vier Wände sich vom Boden zum oberen Rand verbreitern. Zum
Ineinanderstapeln mehrerer leerer Kisten sind auf dem Kistenboden vier Eckklötze aus
Holz mit einer Prismenform angebracht, die als Auflager für die Böden der ineinander
gestapelten Kisten dienen.
[0009] Die Holzkiste hat den Nachteil, daß mehrere ineinander gestapelte Kisten, deren Wände
eng aneinander liegen, miteinander verklemmen und dadurch eine Entstapelung der Kisten
Schwierigkeiten bereitet.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine konische Kunststofftonne zu entwickeln,
die leicht und beschädigungsfrei entstapelt werden kann.
[0011] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Kunststofftonne mit den Merkmalen
des Patentanspruchs.
[0012] Die erfindungsgemäße konische Kunststofftonne zeichnet sich durch den Vorteil aus,
daß durch im Bereich des Bodens in die Wandung des Tonnenkörpers eingeformte, nach
innen gerichtete Stapelnocken mit Auflageflächen zum Abstützen des Tonnenbodens eines
eingestapelten Tonnenkörpers beim Ineinanderstapeln der Tonnen zwischen den Wandungen
derselben Spalte verbleiben, so daß sich die Tonnen nicht verklemmen können und dadurch
die Tonnen ohne Schwierigkeiten entstapelt werden können.
[0013] Die Erfindung ist nachstehend anhand von Zeichnungsfiguren erläutert, die folgendes
darstellen:
- Fig. 1
- eine Sprengdarstellung einer Kunststofftonne,
- Fig. 2
- eine Draufsicht der geöffneten Tonne,
- Fig. 3
- einen Längsschnitt des Deckelbereichs der Tonne in vergrößerter Darstellung und
- Fig. 4
- einen Längsschnitt durch den unteren Bereich eines Stapels von 4 Tonnen.
[0014] Die blasgeformte Kunststofftonne 1 nach den Figuren 1 bis 3, die bevorzugt als Wassertonne
verwendet wird, weist einen konischen Tonnenkörper 2 auf, der in sechs Ringsegmente
3-8 unterteilt ist, deren Durchmesser vom Tonnenboden 9 bis zur oberen Einfüllöffnung
10 stufenartig zunimmt, die mit einem Verschlußdeckel 11 verschließbar ist. Der Verschlußdeckel
11 wird mit einem Bajonettverschluß 12 auf dem Tonnenkörper 2 befestigt.
[0015] In die Wandung 13 des Tonnenkörpers 2 sind im Bereich des Tonnenbodens 9 vier nach
innen gerichtete, prismatische Stapelnocken 14 mit einer dreieckigen Auflagefläche
15 zum Abstützen des Tonnenbodens 9 eines eingestapelten Tonnenkörpers 2 eingeformt.
Durch die Stapelnocken 14 verbleiben beim Ineinanderstapeln mehrerer Tonnen 1 zwischen
den Wandungen 13 derselben Spalte 16. so daß sich die Tonnen 1 nicht verklemmen können
und dadurch die Tonnen ohne Schwierigkeiten entstapelt werden können (Fig. 4).
[0016] In der Tonnenwandung 13 ist im Bereich des Tonnenbodens 9 eine Auslauföffnung 17
mit Innengewinde angeordnet, die mit einem Schraubstopfen von 18 verschließbar ist.
[0017] Der Verschlußdeckel 11 der Kunststofftonne 1, der durch aus diesem ausgeformte, radial
verlaufende Versteifungsrippen 19 verstärkt wird, besitzt eine mittige Öffnung 20,
die mit einem Deckel 21 und einem Spannring 22 verschließbar ist.
[0018] In die mittige Öffnung 20 des Verschlußdeckels 11 kann beispielsweise das Ende eines
Fallrohres einer Dachrinne eines Wohnhauses eingesetzt werden. Beim Einsatz der Wassertonne
1 in der Landwirtschaft besteht die Möglichkeit, über die Deckelöffnung 20 dem Wasser
Zusätze, z.B. Chlorzusätze beizumischen.
[0019] Abweichend von der beschriebenen Ausführungsform der Kunststofftonne 1 kann an dem
Verschlußdeckel 11 ein mittiger Spundstutzen mit einer Spundöffnung angeformt sein,
die mit einem Spundstopfen verschließbar ist.
1. Kunststofftonne (1) für die Lagerung und den Transport von flüssigen, granulat- und
pulverförmigen Füllgütern, mit einem konischen, stapelbaren Tonnenkörper (2), der
in Ringsegmente (3-8) unterteilt ist, deren Durchmesser vom Tonnenboden (9) bis zur
oberen Einfüllöffnung (10) stufenartig zunimmt, und mit einem Verschlußdeckel (11)
für die obere Einfüllöffnung (10), gekennzeichnet durch im Bereich des Bodens (9) in die Wandung (13) des blasgeformten Tonnenkörpers (2)
eingeformte, nach innen gerichtete Stapelnocken (14), die eine Prismenform mit einer
dreieckigen Auflagefläche (15) zum Abstützen des Tonnenbodens (9) eines eingestapelten
Tonnenkörpers (2) besitzen.
1. Plastic barrel (1) for storing and transporting liquid, granular and powdered substances,
having a conical stackable barrel body (2), which is divided into annular segments
(3-8), the diameter of which increases in steps from the bottom (9) of the barrel
up to its upper filling opening (10), and having a sealing lid (11) for the upper
filling opening (10), characterised by inwardly directed stacking cams (14) moulded into the wall (13) of the blow-moulded
barrel body (2) in the area of the bottom (9) of same, said cams being each in the
shape of a prism and having a triangular bearing surface (15) for supporting the bottom
(9) of a barrel body (2) stacked in the first barrel.