[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiete der Fördertechnik und betrifft ein Verfahren
und eine Vorrichtung nach den Oberbegriffen der entsprechenden, unabhängigen Patentansprüche.
Verfahren und Vorrichtung dienen zur Wandlung eines Zuführungsstroms, in dem flache
Elemente mit ihrer flächigen Ausdehnung im wesentlichen parallel zur Förderrichtung
ausgerichtet und insbesondere einander überlappend gefördert werden. Verfahren und
Vorrichtung dienen insbesondere der Wandlung eines lose aufliegend geförderten Zuführungsstroms,
in dem Gruppen von lose aufeinander liegenden, flachen Gegenständen (z.B. Druckprodukten)
mit verschiedenen Formaten einander überlappend gefördert werden, wobei ein derartiger
Zuführungsstrom insbesondere in einen Förderstrom gewandelt wird, in dem die Gruppen
wieder lose aufliegend gefördert aber voneinander beabstandet sind, so dass sie beispielsweise
einer Verpackung mit einer ab Rolle zugeführten Verpackungsfolie zugeführt werden
können.
[0002] Zur Wandlung eines Zuführungsstroms (Schuppenstrom), in dem einzelne, flache Gegenstände,
z.B. Druckprodukte, einander überlappend gefördert werden, in einen Förderstrom, in
dem die flachen Gegenstände hintereinander und gegebenenfalls voneinander beabstandet
gefördert werden, ist es üblich, die Gegenstände derart zu beschleunigen, dass ihre
Abstände grösser werden als ihre Ausdehnung in Förderrichtung. Diese Methode ist problemlos,
wenn die flachen Gegenstände stabil und die Förderleistungen (in Gegenständen pro
Zeiteinheit) nicht sehr hoch sind. Für hohe Förderleistungen und für Gegenstände,
die in Förderrichtung relativ lang sind, ergeben sich bald sehr hohe Fördergeschwindigkeiten,
und ausgehend von einem Zuführungsstrom mit einem hohen Überlappungsgrad ergeben sich
auch hohe Beschleunigungen, für deren Bewältigung insbesondere nicht sehr stabile
Gegenstände beispielsweise an ihrer vorlaufenden Kante ergriffen und dadurch stabilisiert
werden müssen.
[0003] Um die oben genannten Schwierigkeiten zu umgehen, wird auch vorgeschlagen, einen
Schuppenstrom der genannten Art in Teilströme aufzuteilen, wobei an einer Weichenstelle
vom Kopfende des Schuppenstromes Sektionen, das heisst Gruppen von einander überlappend
angeordneten, flachen Gegenständen alternierend je einem der Teilströme zugeführt
werden. Durch entsprechende Wandlung der Teilströme können dann Ströme von hintereinander
geförderten Gegenständen erstellt werden, deren Fördergeschwindigkeit dank der durch
die Aufteilung verkleinerten Förderleistung jedes Teilstromes entsprechend kleiner
ist als im oben beschriebenen Fall.
[0004] Die den Teilströmen alternierend zugeteilten Sektionen des Schuppenstromes werden
üblicherweise quer zu den Hauptflächen der flachen Gegenstände (für lose aufliegenden
Schuppenstrom: gegen unten oder gegen oben) aus dem Schuppenstrom ausgelenkt, was
im wesentlichen mit einer schwenkbaren Förderunterlage, das heisst mit einer sehr
einfachen Vorrichtung, realisierbar ist.
[0005] Sollen die aus einem Schuppenstrom erstellten Teilströme ohne weitere wesentliche
Wandlung Ströme sein, in denen die Gegenstände nicht mehr einander überlappend sondern
hintereinander und voneinander beabstandet gefördert werden, müssen aus dem Schuppenstrom
nicht Sektionen mit je einer Mehrzahl von einander überlappenden Gegenständen sondern
einzelne Gegenstände ausgelenkt werden. Dazu muss jeder Gegenstand vor der Aufteilung
einzeln ergriffen werden. Üblicherweise werden zu diesem Zwecke zwei Klammertransporteure
eingesetzt, wie dies beispielsweise in der Publikation EP-1063187 (oder US-6401903,
F511) beschrieben ist, wobei auf jeder Seite des Schuppenstromes (je einer Längskante
des Schuppenstromes zugeordnet) ein Klammertransporteur angeordnet wird. In einem
Ergreifbereich verlaufen die Klammertransporteure parallel zum Schuppenstrom, dann
divergieren sie. Die Klammertransporteure werden derart mit dem Schuppenstrom synchronisiert
betrieben, dass die Klammern des einen Transporteurs jeden zweiten Gegenstand von
der einen Seite (Längskantenbereich) her ergreifen und die Klammern des anderen Transporteurs
die anderen Gegenstände von der anderen Seite her ergreifen. Die ergriffenen Elemente
werden dann von den stromabwärts vom Ergreifbereich divergierenden Klammertransporteuren
auseinandergeführt und in beliebiger Weise an weitere Fördermittel übergeben.
[0006] Für die im letzen Abschnitt beschriebene Aufteilung eines Schuppenstromes ist es
notwendig, dass die abwechselnd zu ergreifenden, einander auf beiden Seiten des Schuppenstromes
gegenüberliegenden beiden Kanten für alle Gegenstände im Schuppenstrom in der gleichen
Weise ergreifbar, das heisst im Schuppenstrom gleich positioniert sind. Dies bedeutet
im wesentlichen, dass die einander überlappend zugeführten Gegenstände alle gleich
breit sein müssen. Eine Aufteilung in mehr als zwei Teilströme ist nicht möglich.
Nur wenn in dem aufzuteilenden Schuppenstrom die Überlappung der Gegenstände im Zuführungsstrom
derart ist, dass es Stellen ohne Überlappung gibt, ist es möglich, die Gegenstände
zu ergreifen und erst dann relativ zueinander zu bewegen. Ist diese Bedingung nicht
erfüllt, muss der vorlaufende Gegenstand seitlich weggefördert sein, bevor der nächste
Gegenstand ergriffen werden kann, was insbesondere für nicht stabile Gegenstände schwierig
realisierbar ist.
[0007] Es ist auch möglich, für die Aufteilung von Schuppenströmen durch Auseinanderführen
je einzelner Gegenstände die vorlaufende Kante des jeweils am Kopfende des Schuppenstromes
positionierten Gegenstandes zu ergreifen, wie dies beispielsweise in der Publikation
EP-1155992 (F527) beschrieben ist. Diese vorlaufenden Kanten werden abwechselnd von
den zu erstellenden Teilströmen zugeordneten Greifern erfasst, und die Greiferbahnen
divergieren nach dem Erfassen der Gegenstände. Für diese Aufteilungsmethode gelten
für die vorlaufenden Kanten der im Schuppenstrom zugeführten Gegenstände gleich harte
Bedingungen, wie in der im vorangehenden Abschnitt beschriebenen Methode für die seitlichen
Kanten. Andererseits erlaubt die Methode aber auch eine Aufteilung des Schuppenstromes
in mehr als zwei Teilströme. Die Tatsache, dass die vorlaufende Kante eines Gegenstandes
erst erfasst werden kann, wenn der vorlaufende Gegenstand vom Kopfende des Schuppenstromes
entfernt ist, bedeutet, dass im Falle eines lose aufliegend zugeführten Schuppenstromes
die Gegenstände relativ zueinander bewegt werden müssen, wenn erst der vorlaufende,
noch nicht aber der nachlaufende Gegenstand gehalten ist. Dies kann für unstabile
Gegenstände gegebenenfalls zum Problem werden.
[0008] Solange die aufzuteilenden Elemente eines zugeführten Schuppenstromes einzelne und
gleichformatige, flache Gegenstände sind, die einander regelmässig überlappend, das
heisst mit regelmässigen Schuppenabständen zugeführt werden, stellen die oben genannten
Bedingungen, die der Zuführungsstrom für eine Aufteilung durch Ergreifen und Auseinanderführen
einzelner Gegenstände nach den bekannten Methoden zu erfüllen hat, kein Problem dar.
Auch wenn Gruppen von gleichformatigen, stapelförmig aufeinanderliegenden Gegenständen
die einander überlappenden Elemente des Schuppenstromes sind, entstehen durch die
genannten Bedingungen keine nennenswerten Schwierigkeiten. Wenn aber die einander
überlappenden Elemente des Schuppenstroms Gruppen von im wesentlichen lose aufeinander
liegenden, flachen Gegenständen sind, die voneinander verschiedene Formate und Formen
haben und/oder die anders als regelmässig gestapelt aufeinander liegen, wird es bedeutend
schwieriger oder gar unmöglich, einen Schuppenstrom zu erzeugen, in dem die genannten
Bedingungen erfüllt sind. Auch in einem solchen Falle muss nämlich sicher gestellt
werden, dass von jeder Gruppe alle Gegenstände erfasst werden, dass aber kein Gegenstand
einer vorlaufenden oder nachlaufenden Gruppe mit erfasst wird.
[0009] Die Erfindung stellt sich nun die Aufgabe, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu
schaffen, mit denen es möglich wird, mit einfachen Mitteln einen Zuführungsstrom von
insbesondere einander überlappend geförderten Elementen (einzelne flache Gegenstände
oder Gruppen von im wesentlichen aufeinander liegenden, flachen Gegenständen) zu wandeln
insbesondere in mindestens einen Förderstrom, in dem die Elemente einander nicht mehr
überlappen, sondern hintereinander und gegebenenfalls nebeneinander gefördert werden,
wobei die Eigenschaften der Elemente und ihre Anordnung im Zuführungsstrom und in
dem mindestens einen, zu erstellenden Förderstrom mit bedeutend mehr Freiheit wählbar
sein sollen, als dies mit den oben beschriebenen, dem gleichen Zwecke dienenden, bekannten
Methoden der Fall ist. Insbesondere soll es möglich sein, Zuführungsströme von einander
überlappenden Gruppen von verschieden formatigen, aufeinander liegenden, flachen Gegenständen
oder von gleichformatigen, anders als stapelförmig aufeinander liegenden Gegenständen
zu wandeln mit einem Minimum von durch die Stromwandlung gestellten Bedingungen betreffend
Anordnung der Gegenstände in den Gruppen und Anordnung der Gruppen im Zuführungsstrom.
Trotzdem soll die für die Durchführung des Verfahrens zu schaffende Vorrichtung einfach
und insbesondere in möglichst einfacher Art und Weise an variierende Eigenschaften
der Elemente des Zuführungsstromes und an verschiedenste an die Stromwandlung gestellte
Anforderungen anpassbar sein.
[0010] Diese Aufgabe wird gelöst durch das Verfahren und die Vorrichtung, wie sie in den
Patentansprüchen definiert sind.
[0011] Die Grundidee des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, die einander überlappend
und vorteilhafterweise lose aufliegend in einer Förderrichtung zugeführten Elemente
des Zuführungsstromes für die Wandlung des Zuführungsstromes während einer konstanten
Weiterförderung in der Förderrichtung zuerst einzeln zu ergreifen und dann in einer
regelmässigen Sequenz in verschiedenem Masse quer zur Förderrichtung des Zuführungsstromes
zu verschieben. Dabei erfährt die räumliche Ausrichtung der Elemente keine wesentliche
Änderung, derart, dass diese nach der Verschiebung entlassen und beispielsweise wiederum
lose aufliegend weggefördert werden können. Für das Ergreifen und Verschieben und
die gleichzeitige Weiterförderung der Elemente werden diese nicht im Bereiche ihrer
vorlaufenden Kanten ergriffen sondern an einer von der vorlaufenden Kante in Förderrichtung
beabstandeten, vorteilhafterweise in Förderrichtung etwa mittig angeordneten Stelle,
die wahlweise eine seitliche Kante umfassen kann oder nicht und die für alle Elemente
im wesentlichen dieselbe ist. Die einzige, an den Zuführungsstrom zu stellende Bedingung
besteht darin, dass alle Elemente gleich erfassbar sind und dass die Elemente sich
an der genannten Stelle nicht überlappen, der Abstand der Elemente im Zuführungsstrom
also grösser ist als die halbe Länge der Elemente in Förderrichtung.
[0012] Für das Ergreifen, Verschieben und gleichzeitige Weiterfördern kommt für jedes Element
ein oberes und ein unteres Klemmelement zum Einsatz, wobei das Element zwischen den
Klemmelementen quer zu seiner flächigen Ausdehnung (für lose aufliegendes Element:
von oben und von unten) klemmend ergriffen wird. Die oberen und die unteren Klemmelemente
werden in Förderrichtung gefördert mit derselben, im wesentlichen konstanten Geschwindigkeit
wie der Zuführungsstrom und mit in Förderrichtung denselben, im wesentlichen konstanten
Abständen, die die Elemente im Förderstrom haben. Zusätzlich sind die Klemmelemente
quer zur Förderrichtung gesteuert in verschiedenem Masse verschiebbar. Wie noch zu
zeigen sein wird, kann diese Verschiebbarkeit je nach Anforderungen, die an eine zusätzliche
Stützung der Elemente während der Verschiebung und Weiterförderung gestellt werden,
auf die oberen Klemmelemente beschränkt sein, während untere Klemmelemente vorgesehen
sind, die entlang verschiedenen für die Verschiebung divergierenden Bahnen zugeordnet
sind und entlang diesen gefördert werden.
[0013] Vorteilhafterweise wird die genannte Verschiebung parallel zur flächigen Ausdehnung
der Elemente (für lose aufliegende Elemente: im wesentlichen horizontal) durchgeführt,
derart, dass die Elemente nach der Verschiebung nebeneinander angeordnet sind. Es
entsteht dabei ein Förderstrom, in dem die Elemente beispielsweise hintereinander
und nebeneinander gestaffelt und parallel zur Förderrichtung und quer dazu voneinander
beabstandet gefördert werden, ein Förderstrom also, der in einfacher Weise durch ein
einziges Förderband weggefördert werden kann und der sich vorzüglich eignet für eine
Verpackung der Elemente mit Hilfe eines ab Rolle zugeführten, quasi endlosen Verpackungsmaterials,
wie dies beispielsweise in der Publikation EP-1188670 (F533) beschrieben ist. Die
Zahl der in einem derartigen Förderstrom gestaffelt nebeneinander geförderten Elemente
ist im wesentlichen frei wählbar.
[0014] Die Verschiebung kann aber auch quer zur flächigen Ausdehnung der Elemente (für lose
aufliegende Förderung: vertikal) durchgeführt werden, wobei die Elemente in diesem
Fall für die Verschiebung eine genügende Flexibilität aufweisen müssen und wobei übereinander
angeordnete Teilströme entstehen, in denen die Elemente hintereinander und beispielsweise
voneinander beabstandet gefördert werden. Auch in diesem Falle ist die erstellbare
Zahl von Teilströmen im wesentlichen frei wählbar.
[0015] Für ein Ergreifen der Elemente an einer Stelle, die keine Kante betrifft, sind die
oberen und die unteren Klemmelemente voneinander unabhängig, das heisst an getrennte
Antriebsmittel angekoppelt. Für ein Ergreifen in einem seitlichen Kantenbereich sind
vorteilhafterweise je ein unteres und ein oberes Klemmelement zu einer Klammer zusammengefasst
und die Klammern sind an ein einziges Antriebsmittel angekoppelt. Die Antriebsmittel
für die Klemmelemente sind vorteilhafterweise beidseitig vom Zuförderstrom angeordnete,
umlaufend angetriebene Ketten, zwischen denen sich quer zur Förderrichtung Führungsstangen
erstrecken, wobei an jeder Führungsstange ein Klemmelement oder eine Klammer hin und
her verschiebbar angeordnet ist. Die Länge der Führungsstangen bzw. die Distanz zwischen
den umlaufenden Ketten ist dabei an die quer zur Förderrichtung zu erstellende Distanz
zwischen den Elementen angepasst. Ferner weisen die Antriebsmittel möglichst als stationäre
Kulissen ausgestaltete Steuermittel auf für die Steuerung der verschiedenen Verschiebungen
der Klemmelemente entlang der Führungsstangen in der vorgegebenen, regelmässigen Sequenz.
[0016] Die wichtigsten Vorteile der erfindungsgemässen Stromwandlung bestehen darin, dass
alle Elemente des Zuführungsstromes an im wesentlichen derselben Stelle und vor einer
Relativbewegung zwischen den Elementen ergriffen werden können, dass diese Stelle
in einem zentralen Bereich (ohne Einbezug einer Kante) der Elemente angeordnet sein
kann, dass in dem zu erstellenden Förderstrom eine im wesentlichen frei wählbare Zahl
von Elementen nebeneinander gefördert werden können, bzw. eine im wesentlichen frei
wählbare Zahl von Teilströmen erstellt werden kann und dass die räumliche Ausrichtung
der Elemente nicht verändert wird, so dass beispielsweise lose aufliegend zugeführte
Elemente nach der Wandlung ohne Umorientierung wiederum lose aufliegend weggefördert
werden können. Die Vorteile der zentralen Erfassbarkeit, der vermiedenen Relativbewegung
von noch nicht gehaltenen Elementen und der gleichbleibenden, räumlichen Ausrichtung
sind besonders relevant für Elemente, die Gruppen von lose aufeinander liegenden,
flachen Gegenständen sind, insbesondere für derartige Gruppen, deren Gegenstände verschiedene
Formate haben oder gleichformatig aber in der Gruppe nicht regelmässig gestapelt sind.
[0017] Trotzdem ist es selbstverständlich auch möglich, Verfahren und Vorrichtung gemäss
Erfindung, für die Wandlung von Zuführungsströmen aus anderen Elementen anzuwenden,
beispielsweise für die Wandlung von Zuführungsströmen aus einzelnen, gleichformatigen
Gegenständen oder regelmässigen Stapeln von gleichformatigen Gegenständen oder auch
zur Wandlung von Zuführungsströmen, in denen solche Elemente einander nicht überlappen
sondern hintereinander gefördert werden. In derselben Weise ist es mit Hilfe von Verfahren
und Vorrichtung gemäss Erfindung zwar sehr vorteilhaft, Förderströme zu erstellen,
in denen die Elemente voneinander beabstandet sind, einander also nicht überlappen,
es ist aber ebenso möglich Wegförderströme zu erstellen, in denen sich die Elemente
überlappen, wobei die Art und Weise der Überlappung eine andere sein wird als im Zuführungsstrom.
Beispielsweise ist es mit dem Verfahren und der Vorrichtung gemäss Erfindung auch
möglich, den Zuführungsstrom in Sektionen, das heisst in einander überlappende Gruppen
von Elementen aufzuteilen und diese nebeneinander oder übereinander wegzufördern.
[0018] Beispielhafte Ausführungsformen des Verfahrens und der Vorrichtung gemäss Erfindung
werden im Zusammenhang mit den folgenden Figuren mehr im Detail beschrieben. Dabei
zeigen:
- Figuren 1 und 2
- Schemas einer ersten, beispielhaften Ausführungsform von Verfahren und Vorrichtung
gemäss Erfindung mit Element-Erfassung in einem zentralen Bereich und mit Element-Verschiebung
parallel zur flächigen Ausdehnung der Elemente (Figur 1: Blickwinkel senkrecht zur
flächigen Ausdehnung der Elemente; Figur 2: Blickwinkel parallel zur flächigen Ausdehnung
der Elemente);
- Figuren 3 bis 7
- Beispiele von Elementen, die Gruppen von verschieden formatigen Gegenständen (Figuren
3 bis 6) oder von gleichformatigen Gegenständen (Figur 7), bspw. Druckprodukten sind
und die mit dem Verfahren und der Vorrichtung gemäss Figur 1 vorteilhaft bearbeitbar
sind;
- Figuren 8 bis 10
- verschiedene, beispielhafte Ausführungsformen von unteren und oberen Klemmelementen
für die Vorrichtung gemäss Figur 1 (Schnitt quer zur Förderrichtung);
- Figur 11
- ein beispielhaftes oberes Klemmelement oder Paar von unterem und oberem Klemmelement
und dessen Steuerung für die erfindungsgemässe Vorrichtung;
- Figur 12
- Schema einer weiteren, beispielhaften Ausführungsform von Verfahren und Vorrichtung
gemäss Erfindung mit Element-Erfassung in einem Kantenbereich und mit Element-Verschiebung
parallel zur flächigen Ausdehnung der Elemente (Blickwinkel senkrecht zur flächigen
Ausdehnung der Elemente);
- Figur 13
- Schema einer weiteren, beispielhaften Ausführungsform von Verfahren und Vorrichtung
gemäss Erfindung mit Element-Erfassung in einem Kantenbereich und mit Element-Verschiebung
quer zur flächigen Ausdehnung der Elemente (Blickwinkel parallel zur flächigen Ausdehnung
der Elemente).
[0019] Figuren 1 und 2 zeigen in einer sehr schematischen Darstellung mit einem Blickwinkel quer zur flächigen
Ausdehnung der Elemente 1 (Figur 1) und mit einem Blickwinkel parallel zur flächigen
Ausdehnung der Elemente (Figur 2) eine erste Ausführungsform von Verfahren und Vorrichtung
gemäss Erfindung. Die Förderrichtung F ist von links nach rechts gerichtet. Der linke
Bereich der Figuren 1 und 2 zeigt den Zuführungsstrom 2, in dem die Elemente 1 einander
überlappend zugeführt werden, wobei sie einen (Schuppen-) Abstand d voneinander haben
und beispielsweise lose auf drei parallel verlaufenden Förderunterlagen 3.1, 3.2,
3.3 (strichpunktiert angedeutet, z.B. Förderbänder) aufliegen. Der mittlere Bereich
der Figuren 1 und 2 ist der Wandlungsbereich, in dem die Elemente 1 quer zur Förderrichtung
F verschoben werden, im vorliegenden Falle parallel zur flächigen Ausdehnung der Elemente,
für den Fall, dass diese lose aufliegend zugeführt werden, also etwa horizontal. Der
rechte Bereich der Figuren 1 und 2 zeigt den durch die Wandlung erstellten Förderstrom
4, in dem die Elemente 1 beispielsweise wiederum lose auf drei parallelen Förderunterlagen
3.4, 3.5 und 3.6 (strichpunktiert dargestellt, z.B. Förderbänder) aufliegend weggefördert
werden. Der effektive Abstand in Förderrichtung zwischen den Elementen ist auch im
Förderstrom 4 gleich d, das heisst die Fördergeschwindigkeit ist dieselbe wie im Zuführungsstrom
2. Auch die Förderrichtung F bleibt im wesentlichen unverändert. Die räumliche Ausrichtung
der Elemente ändert sich durch die Wandlung des Zuführungsstromes 2 in den Förderstrom
4 nicht.
[0020] Im Wandlungsbereich (mittlerer Bereich der Figuren 1 und 2) kommen obere und untere
Klemmelemente 5.1 und 5.2 zum Einsatz, die mit dem Abstand d in Förderrichtung F hintereinander
mit der Geschwindigkeit des Zuführungsstromes 2 und des Förderstromes 4 durch den
Wandlungsbereich gefördert werden. Während dieser Förderung werden die Klemmelemente
zuerst auf die zu ergreifende Stelle der Elemente 1 eingestellt (im dargestellten
Fall mittig ausgerichtet), dann für das Ergreifen der Elemente aktiviert (in eine
klemmende Stellung gebracht) und dann in einer vorgegebenen Sequenz verschieden quer
zur Förderrichtung F verschoben (im vorliegenden Fall abwechselnd und spiegelbildlich),
um schliesslich deaktiviert (in eine nicht klemmende Stellung gebracht) zu werden.
[0021] In der Ausführungsform gemäss Figur 1 ist die zu ergreifende Stelle der Elemente
etwa das Zentrum der Elementfläche. Die Klemmelemente 5.1 und 5.2 sind beispielsweise
an sich quer zur Förderrichtung F erstreckenden Führungsstangen 6 angeordnet, die
je mit zwei seitlichen Antriebsorganen 7.1/7.1' für die oberen Klemmelemente 5.1 und
7.2/7.2' für die unteren Klemmelemente 5.2 (strichpunktierte Linien), z.B. umlaufend
angetriebenen Ketten verbunden und durch diese in Förderrichtung F durch den Wandelbereich
gefördert werden. Die Antriebsorgane verlaufen seitlich vom Zuführungsstrom 2 und
im vorliegenden Fall symmetrisch davon beabstandet durch den Wandelbereich. Bei der
Auslegung der unteren Klemmelemente 5.2 und der dafür vorgesehenen Führungsstangen
6 einerseits und der zu- und wegführenden Förderunterlagen 3.1 bis 3.6 andererseits
ist darauf zu achten, dass diese miteinander nicht in Konflikt kommen. Für Elemente,
die derart biegbar sind, dass sie auch im Wandelbereich nicht ohne zusätzliche Unterstützung
gefördert werden können, sind zusätzliche Stützelemente anzubringen, die aber die
Bewegung der unteren Klemmelemente 5.2 nicht behindern dürfen.
[0022] Die in den Figuren 1 und 2 dargestellten Förderunterlagen 3.1 bis 3.6 (z.B. Förderbänder)
erstrecken sich teilweise zwischen den unteren Führungsstangen 6 und dem Förderniveau.
Von den Förderunterlagen 3.1, 3.2 und 3.3, auf denen aufliegend der Zuführungsstrom
2 zugefördert wird, erstreckt sich die mittlere 3.2 in Förderrichtung weniger weit
als die äusseren beiden 3.1 und 3.3. Die unteren Klemmelemente 5.2 können erst an
einer Stelle zugeführt und aktiviert werden, wo die mittlere Förderunterlage 3.2 aufgehört
hat. Nach der Erfassung durch die Klemmelemente werden die Elemente weiter durch die
äusseren Förderunterlagen 3.2 und 3.3 gestützt, bis diese aufhören. Die Förderunterlagen
3.4 bis 3.6, auf denen die Elemente 1 des durch Wandlung erstellten Förderstromes
4 weggefördert werden, sind voneinander beabstandet angeordnet, derart, dass die unteren
Klemmelemente 5.2 nach unten weggefördert werden können in einem Bereich, in dem die
Elemente durch die genannten Förderunterlagen gestützt sind.
[0023] Wie bereits erwähnt, werden im in den Figuren 1 und 2 dargestellten Fall die Klemmelemente
mittig zugeführt und dann alternierend in gleichem Masse und entgegengesetzter Richtung
quer zur Förderrichtung F verschoben. Das Mass der Verschiebung (und damit die Länge
der Führungsstangen 6) ist beispielsweise wie dargestellt derart gewählt, dass die
Elemente im Förderstrom 4 auch quer zur Förderrichtung F voneinander beabstandet sind.
Aus den Figuren 1 und 2 ist einfach abzuleiten, dass eine Verschiebungssequenz, in
der jedes erste Element nach rechts, jedes zweite Element nach links und jedes dritte
Element nicht verschoben wird, einen Förderstrom 4 ergibt, in dem drei Elemente nebeneinander
angeordnet sind. Ebenso ist leicht abzuleiten, dass eine Verschiebungssequenz, in
der eine erste Mehrzahl von Elementen nach rechts und eine zweite Mehrzahl von Elementen
nach links verschoben wird, einen Förderstrom 4 ergibt, in dem nebeneinander Schuppenstromsektionen
gefördert werden. Zahllose weitere Möglichkeiten zur Wandlung des Zuführungsstromes
2 sind in derselben Weise ableitbar. Wie noch zu zeigen sein wird, ist es sehr einfach
möglich, eine erfindungsgemässe Vorrichtung, die für eine der oben genannten Varianten
des Verfahrens eingestellt ist, für eine andere Variante umzustellen, vorausgesetzt,
dass die Führungsstangen 6 für die gewünschten Varianten genügend lang sind.
[0024] In der Figur 2 ist als weitere Möglichkeit (strichpunktiert) eine Rolle 8 dargestellt,
ab der eine Bahn eines Verpackungsmaterials 9 kontinuierlich unter den durch die Wandlung
erstellten Förderstrom 4 zugeführt wird, in die die Elemente 1 während der Weiterförderung
dann beispielsweise eingeschweisst werden. Selbstverständlich können für eine solche
Anwendung mindestens die unteren Klemmelemente 5.2 nicht bis in den Bereich der Förderunterlagen
3.4 bis 3.6 geführt werden, sondern müssen vorher umgelenkt werden.
[0025] Figur 3 zeigt mehr im Detail drei Elemente 1.1 bis 1.3, die in einem Zuführungsstrom 2 einander
überlappend zugeführt und nach einer Wandlung gemäss Erfindung in einem Förderstrom
4 voneinander beabstandet weggefördert werden. Im oberen Bereich der Figur 3, die
eine Draufsicht auf die Elemente ist, ist das in Förderrichtung F vorderste Element
1.1 gestrichelt, das mittlere Element 1.2 ausgezogen und das hinterste 1.3 der drei
Elemente strichpunktiert dargestellt. Mit einem Stern ist die Stelle bezeichnet, an
der die Elemente ergriffen werden sollen. An dieser Stelle werden durch die Klemmung
alle Gegenstände eines Elementes erfasst und die Element-Überlappung im Zuführungsstrom
ist derart gewählt, dass keine Gegenstände benachbarter Gruppen erfasst werden. Die
Elemente 1.1 bis 1.3 bestehen aus je vier lose aufeinander liegenden, flachen Gegenständen,
beispielsweise Druckprodukten, die verschiedene Formate haben.
[0026] Die mit dem Stern angedeutete Ergreifstelle ist vorteilhafterweise so gross wie möglich.
Ihre Ausdehnung in Förderrichtung ist durch die Überlappung der Gruppen beschränkt;
ihre Ausdehnung quer zur Förderrichtung erstreckt sich vorteilhafterweise nicht weiter
als über den Bereich, in dem alle Gegenstände der Gruppe pressbar sind. Die Ergreifstelle
kann, wie durch den Stern angedeutet eine runde oder quadratische Fläche sein, eine
Reihe solcher Flächer oder eine rechteckige Fläche.
[0027] Im unteren Bereich der Figur 3 ist das mittlere Element 1.2 und der Zuführungsstrom
4 mit Blickwinkel parallel zur flächigen Ausdehnung der Elemente dargestellt. Die
Stellen, an denen die Elemente ergriffen werden, sind mit Pfeilen von unten und von
oben bezeichnet. Diese Darstellung macht deutlich, dass der Zuführungsstrom erstellt
werden kann, indem Ströme, in denen die verschiedenen Gegenstände der Elemente zugeführt
werden, zusammengeführt werden. Dabei müssen die Fördergeschwindigkeiten und die Abstände
zwischen benachbarten Gegenständen in den zusammenzuführenden Strömen gleich sein
und die Ströme müssen derart synchronisiert sein, dass die zu ergreifenden Stellen
der Gruppen frei von Überlappung durch Gegenstände benachbarter Gruppen bleiben. In
einem durch Zusammenführung von Strömen verschiedener Gegenstände erstellten Gruppenstrom
sind es nicht eigentlich die Gruppen, die einander überlappen sondern es sind die
Gegenstände in den Gruppen, die sich überlappen. Andererseits ist es natürlich auch
möglich, einen Zuführungsstrom in dem sich effektiv die Gruppen überlappen, gemäss
Erfindung zu wandeln. Aus der Figur 3 ist es auch ersichtlich, dass die Richtung der
Überlappung (vorlaufende Kanten unten- oder obenliegend) keine Rolle spielt für die
erfindungsgemässe Wandlung.
[0028] Figuren 4 bis 7 zeigen weitere Elemente 1, die Gruppen von aufeinander liegenden, flachen Gegenständen
sind und deren vorteilhafte Ergreifstelle wiederum mit einem Stern dargestellt ist.
Zuführungsströme, in denen derartige Gruppen einander überlappend zugeführt werden,
werden vorteilhafterweise nach dem erfindungsgemässen Verfahren gewandelt. Die Gegenstände
der Gruppe (Element 1) gemäss Figur 4 haben verschiedene Formate und liegen asymmetrisch
aufeinander; die Ergreifstelle ist quer zur Förderrichtung F mittig, parallel zur
Förderrichtung aus der Mitte verschoben angeordnet. Die Gegenstände der Gruppe (Element
1) gemäss Figur 5 haben ebenfalls verschiedene Formate und sind seitlich aufeinander
ausgerichtet; die Ergreifstelle kann in diesem Falle im Bereiche der seitlichen Kante
der Gruppe angeordnet sein und kann sich zusätzlich gegen das Zentrum der Gruppe erstrecken.
Die Gegenstände der Gruppe (Element 1) gemäss Figur 6 haben ebenfalls verschiedene
Formate und sind symmetrisch angeordnet; die Ergreifstelle liegt deshalb vorteilhafterweise
genau im Zentrum der flächigen Ausdehnung des Elementes. Die Gegenstände der Gruppe
(Element 1) gemäss Figur 7 haben alle dasselbe Format und sie sind rosettenförmig
angeordnet; die Ergreifstelle liegt auch in diesem Falle vorteilhafterweise im Zentrum
der flächigen Ausdehnung des Elementes.
[0029] Figuren 8 bis 10 zeigen verschiedene Ausführungsformen von oberen und gegebenenfalls unteren Klemmelementen
(Schnitte quer zur Förderrichtung), die sich für die in den Figuren 1 und 2 dargestellten
oder ähnlichen erfindungsgemässen Vorrichtungen eignen.
[0030] Figur 8 zeigt gleich wie Figur 2 im wesentlichen gleiche obere und untere Klemmelemente 5.1
und 5.2, die je an Führungsstangen 6.1 und 6.2 quer zur Förderrichtung verschiebbar
angeordnet sind. Ebenfalls dargestellt sind die Förderunterlagen 3.1 und 3.3, die
das bereits zwischen den Klemmelementen 5.1 und 5.2 klemmend ergriffene Element 1
eines nicht dargestellten Zuführungsstromes unterstützen.
[0031] Figur 9 zeigt eine Ausführungsform, in der nur das obere Klemmelement 5.1 in der oben beschriebenen
Weise quer zur Förderrichtung verschiebbar ist, während die Funktion des unteren Klemmelementes
übernommen wird durch zwei Transportorgane 10.1 und 10.2 (z.B. in geschlitzten Kanälen
umlaufende Transportorgane, z.B. Ketten), an denen mit Abständen, die zwei mal so
gross sind wie die Abstände zwischen den oberen Klemmelementen 5.1 alternierend Gegenhalteelemente
11.1 und 11.2 angeordnet sind. Die Gegenhaltelemente 11.1 und 11.2 der beiden Transportorgane
10.1 und 10.2 sind derart gegeneinander gerichtet, dass sie unabhängig davon, an welchem
Transportorgan sie angeordnet sind, in einem gleichen Bereich gegenhalten können.
Die Transportorgane laufen im Ergreifbereich unmittelbar nebeneinander (wie in Figur
9 dargestellt) und parallel zum Zuförderstrom und divergieren im Wandelbereich. Da
die Charakteristiken der Bewegungen der oberen Klemmelemente und der die unteren Klemmelemente
ersetzenden Gegenhaltelemente nicht genau gleich sind, ist es gegebenenfalls vorteilhaft,
die Pressoberflächen der Gegenhaltelemente derart auszurüsten, dass ein erfasstes
Element darauf leicht rutschen kann.
[0032] Figur 10 zeigt wie Figur 9 eine Ausführungsform der Klemmorgane mit oberen Klemmelementen
5.1, die quer zur Förderrichtung verschiebbar sind, und unteren Gegenhaltelementen
11.1 und 11.2, die alternierend an divergierenden Transportorganen 10.1 und 10.2 angeordnet
sind. Im Unterschied zu Figur 9 sind hier die Gegenhaltelemente beider Transportorgane
gleich ausgebildet, so dass sie nicht an derselben Stelle gegenhalten können. Aus
diesem Grund müssen die oberen Klemmelemente 5.1 für das Erfassen der Elemente 1 alternierend
quer zur Förderrichtung leicht versetzt zugeführt werden.
[0033] Aus den Figuren 9 und 10 ist klar ersichtlich, dass die Verwendung von Transportorganen
10.1 und 10.2 mit Gegenhaltelementen 11.1 und 11.2 anstelle von quer zur Förderrichtung
verschiebbaren, unteren Klemmelementen 5.2 (Figur 8) beliebig viel Platz für die Förderunterlagen
3.1 und 3.3 (auch 3.3 bis 3.6, Figuren 1 und 2) schafft, während dieser bei Verwendung
von unteren Klemmelementen (Figur 8) durch die unteren Führungsstangen beschränkt
ist. Die Förderunterlagen können also für die Ausführungsformen gemäss Figuren 9 und
10 ohne weiteres als Förderbänder ausgebildet sein, wobei die Förderorgane 10.1 und
10.2 auch zwischen den Förderbändern angeordnet sein können. Offensichtlich wird aber
dieser Vorteil bezahlt mit einer Beschränkung auf nur eine mögliche Wandlung, die
durch den Verlauf der installierten Transportorgane 10.1 und 10.2 und durch die Sequenz
der daran angeordneten Gegenhaltelemente 11.1 und 11.2 definiert ist.
[0034] Figur 11 zeigt ein beispielhaftes, oberes Klemmelement 5.1, wie es in einer erfindungsgemässen
Vorrichtung beispielsweise gemäss Figuren 1 und 2 zur Anwendung kommen kann. Das Klemmelement
5.1 ist wie bereits erwähnt an einer Führungsstange 6.1, die vorteilhafterweise als
Doppelstange ausgebildet ist, verschiebbar angeordnet. Das Klemmelement 5.1 weist
einen gegen das zu ergreifende Element (nicht dargestellt) gerichteten, vorteilhafterweise
gesteuert aktivierbaren Klemmkopf 20 oder eine Klammer 21 auf.
[0035] Der Klemmkopf 20 kooperiert mit einem entsprechenden Klemmkopf eines unteren Klemmelementes
oder mit einem Gegenhaltelement und ist in einer Ruhestellung mit geeigneten Mitteln
beispielsweise unter Spannung der Feder 22 blockiert. Es wird aktiviert durch Entblockierung,
so dass es durch die Vorspannung der Feder 22 gegen das untere Klemmelement oder das
Gegenhaltelement gepresst wird. Die Klammer 21 übernimmt die Funktion von unterem
und oberem Klemmelement und wird aktiviert durch Schliessen und Zusammenpressen der
beiden Klammerelemente 21.1 und 21.2. Die Klammer 21 ist einsetzbar für die Wandlung
eines Zuführungsstromes, in dem die Elemente an einer Stelle ergriffen werden können,
die eine Seitenkante des Elementes umfasst (siehe insbesondere Figuren 5 und 12).
[0036] Zur Steuerung der Verschiebung des Klemmelementes 5.1 entlang der Führungsstange
6.1 sind beispielsweise stationäre Steuerkulissen 23.1 bis 23.4 vorgesehen, an denen
am Klemmelement 5.1 angeordnete Steuerrollen 24.1 bis 24.3 abrollen. Die beiden Kulissen
23.1 und 23.2 erstrecken sich in der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform in Förderrichtung
aufeinander zulaufend bis an den Punkt, an dem die Elemente des Zuführungsstromes
erfasst sind. Sie konvergieren gegen die Mitte der Führungsstangen und verlaufen zuletzt
parallel zum Zuführungsstrom. Sie kooperieren mit den Führungsrollen 24.1 und 24.2.
Die beiden Kulissen 23.3 und 23.4 erstrecken sich über den Wandlungsbereich und divergieren
in Förderrichtung. Sie kooperieren mit der Führungsrolle 24.3 bzw. 24.3', die alternierend
rechts oder links auf dem Klemmelement aufgesteckt ist.
[0037] Für die Steuerung können auch andere, an sich bekannte Anordnungen angewendet werden.
Beispielsweise können für die Steuerung der Klemmelemente auf verschiedene Bahnen
auch Kulissenteile gesteuert verschoben werden oder Steuerrollen an den Klemmelementen.
[0038] Ein in den Figuren 2 und 8 dargestelltes, unteres Klemmelement 5.2 ist beispielsweise
gleich ausgestaltet wie das Klemmelement 5.1 der Figur 11, wobei der Presskopf 20
oder die Klammer 21 nach oben gerichtet ist.
[0039] Figur 11 zeigt klar, wie einfach es ist, eine Vorrichtung für verschiedene Wandlungen
einzustellen, wenn sie Klemmelemente aufweist, wie sie hier dargestellt sind. Sollen
die Klemmelemente weiter oder weniger weit seitlich verschoben werden, sind die Kulissen
23.3 und 23.4 zu verschieben. Ist die Ergreifstelle nicht mittig angeordnet, sind
die Kulissen 23.1 und 23.2 zu verstellen. Ist die Verschiebesequenz eine andere, sind
die Steuerrollen 24.3 an mindestens einem Teil der Klemmelemente umzustecken. Für
eine Aufteilung in drei Teilströme kann beispielsweise von jedem dritten Klemmelement
die Steuerrolle 24.3 entfernt werden und die Steuerkulissen 23.1 und 23.2 nach einem
Unterbruch am Beginn des Wandelbereichs fortgeführt werden.
[0040] Figur 12 zeigt in derselben Weise wie Figur 1 eine Ausführungsform von Verfahren und Vorrichtung
gemäss Erfindung, in der die in der Figur 11 dargestellten Klemmelemente 5 mit Klammern
21 ausgerüstet sind anstelle von Pressköpfen. Daie Klemmelemente 5 sind in der gleichen
Weise entlang von Führungsstangen 6 verschiebbar, wobei die Enden der Führungsstangen
6 an Transportorganen 7 und 7' angeordnet sind. Die Klammern 21 ergreifen die Elemente
1 im Bereich einer Seitenkante und werden alternierend in verschiedenem Masse in der
gleichen Richtung quer zur Förderrichtung F verschoben, wodurch im wesentlichen dieselbe
Wandlung erzielt wird, wie sie in der Figur 1 dargestellt ist.
[0041] Figur 13 zeigt in einer Ansicht mit Blickwinkel parallel zur flächigen Ausdehnung der Elemente
1 die Wandlung eines Zuführungsstromes 2, in dem wie im Zuführungsstrom gemäss Figur
3 Gegenstände benachbarter Gruppen einander überlappen. Die Klemmelemente 5 sind auch
hier mit Klammern 21 (Klammerelemente 21.1 und 21.2) ausgerüstet und sie werden entlang
von Führungsstangen 6 verschoben. Für den Fall, dass die Elemente lose aufliegend,
also mit im wesentlichen horizontal ausgerichteten, flächigen Ausdehnungen zugeführt
und weggefördert werden, sind die Führungsstangen 6 vertikal ausgerichtet und die
Klemmelemente 5 mit den Klammern 21 werden auf und ab verschoben.
1. Verfahren zur Wandlung eines Zuführungsstromes (2), in dem Elemente (1), die aus je
einem flachen Gegenstand oder aus je einer Gruppe von aufeinanderliegenden, flachen
Gegenständen bestehen, in einer Förderrichtung (F) gefördert werden, wobei die flächigen
Ausdehnungen der Elemente im wesentlichen parallel zur Förderrichtung (F) ausgerichtet
sind, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Element (1) des Zuführungsstromes (2) während einer unveränderten Weiterförderung
in Förderrichtung (F) in einem für jedes Element (1) im wesentlichen gleichen, in
Förderrichtung (F) zentralen Bereich, in dem es nicht von benachbarten Elementen (1)
überlappt ist, quer zu seiner flächigen Ausdehnung klemmend erfasst und dann mit im
wesentlichen gleichbleibender räumlicher Ausrichtung quer zur Förderrichtung (F) verschoben
wird, wobei die Verschiebung für aufeinanderfolgende Elemente (1) in einer vorgegebenen
Sequenz verschieden ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente (1) im Zuführungsstrom (2) und/oder nach einer Entlassung aus der klemmenden
Erfasstheit lose aufliegend gefördert werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente (1) während der Verschiebung quer zur Förderrichtung (F) zusätzlich
gestützt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente (1) im Zuführungsstrom (2) einander überlappend gefördert werden und
nach der Verschiebung einander nicht überlappen oder in einer anderen Weise überlappen
als im Zuführungsstrom (2).
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebung der Elemente (1) quer zur Förderrichtung (F) parallel zur flächigen
Ausdehnung der Elemente (1) durchgeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgegebene Sequenz der verschiedenen Verschiebungen der Elemente (1) quer zur
Förderrichtung (F) und das Ausmass der Verschiebungen derart ausgelegt ist, dass aus
dem Zuführungsstrom (2) ein Förderstrom (4) von in Förderrichtung (F) und quer dazu
voneinander beabstandet geförderten Elementen (1) entsteht.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebung der Elemente (1) quer zur Förderrichtung (F) quer zur flächigen
Ausdehnung der Elemente (1) durchgeführt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stelle, in der die Elemente (1) klemmend erfasst werden, quer zur Förderrichtung
(F) in einem zentralen Bereich der Elemente (1) angeordnet ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stelle, in der die Elemente (1) klemmend ergriffen werden, eine seitliche Kante
der Elemente (1) betrifft.
10. Verfahren nach Anspruch 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderstrom (4) von in Förderrichtung (F) und quer dazu voneinander beabstandet
geförderten Elementen (1) zusammen mit einer quasi endlosen Bahn eines Verpackungsmaterials
(9) weggefördert werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente (1) Gruppen von lose aufeinander liegenden, flachen Gegenständen sind,
die voneinander verschiedene Formate haben, oder Gruppen von gleichformatigen, flachen
Gegenständen, die nicht regelmässig gestapelt aufeinander liegen, wobei die flachen
Gegenstände jeder Gruppe derart aufeinander ausgerichtet sind, dass die Gruppe einen
in Förderrichtung (F) mittleren und quer zur Förderrichtung mittleren oder eine seitliche
Kante beinhaltenden Bereich aufweist, in dem alle flachen Gegenstände der Gruppe klemmend
erfassbar sind.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die flachen Gegenstände mindestens teilweise Druckprodukte sind.
13. Vorrichtung zur Wandlung eines Zuführungsstromes (2), in dem Elemente (1), die aus
je einem flachen Gegenstand oder aus je einer Gruppe von aufeinanderliegenden, flachen
Gegenständen bestehen, in einer Förderrichtung (F) gefördert werden, wobei die flächigen
Ausdehnungen der Elemente (1) im wesentlichen parallel zur Förderrichtung (F) ausgerichtet
sind, dadurch gekennzeichnet, dass für eine klemmende Erfassung jedes Elements (1) des Zuführungsstromes (2) je mindestens
ein Klemmelement (5, 5.1, 5.2) vorgesehen ist, wobei die Klemmelemente (5, 5.1, 5.2)
an Fördermitteln angeordnet sind, durch die sie hintereinander in Förderrichtung (F)
mit der Geschwindigkeit des Zuführungsstroms (2) und mit den gleichen Abständen, wie
sie die Elemente (1) im Zuführungsstrom (2) haben, durch einen Wandelbereich gefördert
werden und dass Mittel vorgesehen sind, durch die die Klemmelemente (5, 5.1, 5.2)
während dieser Förderung zuerst klemmend aktivierbar, dann in einer vorgegebenen Sequenz
verschieden quer zur Förderrichtung (F) verschiebbar und dann deaktivierbar sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmelemente (5, 5.1, 5.2) entlang von quer zur Förderrichtung (F) ausgerichteten
Führungsstangen (6, 6.1, 6.2) verschiebbar sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsstangen (6, 6.1, 6.2) mit beidseitig vom Zuführungsstrom (2) und mindestens
teilweise parallel zu diesem verlaufenden Antriebsmitteln (7, 7', 7.1, 7.1', 7.2,
7.2') verbunden sind.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass für die Förderung des Zuführungsstroms (2) zum Wandelbereich und für die Wegförderung
des aus dem Zuführungsstrom (2) erstellten Förderstromes (4) weg vom Wandelbereich
Förderunterlagen (3.1 bis 3.6) vorgesehen sind, auf denen die Elemente (1) lose aufliegend
förderbar sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsstangen (6, 6.1, 6.2) im wesentlichen horizontal ausgerichtet sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass zur klemmenden Erfassung der Elemente (1) je ein oberes und ein unteres Klemmelement
(5.1, 5.2) vorgesehen sind, die mit gegeneinander gerichteten aktivierbaren Pressköpfen
(20) ausgerüstet sind.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass zur klemmenden Erfassung der Elemente (1) je ein oberes Klemmelement (5.1) und ein
Gegenhaltelement (11.1, 11.2) vorgesehen sind, wobei die Gegenhaltelemente (11.1,
11.2) an einer Mehrzahl von im Wandelbereich divergierenden Transportorganen (10.1,
10.2) angeordnet sind.
20. Vorrichtung Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass zur klemmenden Erfassung der Elemente je ein Klemmelement (5) mit einer Klammer (21)
vorgesehen ist, wobei die Klammer (21) zur Aktivierung und Deaktivierung geschlossen
und geöffnet wird.