[0001] Die Erfindung betrifft einen Kühlschrank für Getränke, Tabak oder Lebensmittel, mit
einem Innenraum, der eine oder mehrere, von einer Kühleinrichtung auf eine bestimmte
Temperatur einstellbare Kammern umfasst und mit einer inneren Beleuchtung versehen
ist.
[0002] Derartige Kühlschränke mit einer oder mehreren, von einer Kühleinrichtung auf eine
bestimmte Temperatur einstellbaren Kammer oder Kammern sind in verschiedensten Ausgestaltungen
bekannt und auf dem Markt erhältlich. Neben den herkömmlichen Kühlschränken sind auch
beispielsweise aus der EP-A-1 225 404 Weinlagerschränke mit mindestens zwei individuell
auf eine bestimmte Temperatur einstellbaren Kammern bekannt, die eine Bereitstellung
von auf optimale Konsumationstemperaturen gekühlten Weinen ermöglichen.
[0003] Kühlschränke werden in der Regel mit einer Beleuchtung in Form von elektrischen Glühbirnen
ausgestattet. Diese haben den Nachteil, dass sie Wärme in den Kühlschrank-Innenraum
abstrahlen. Zudem müssen die Glühbirnen relativ oft ausgewechselt werden. Bei einer
defekten Glühbirne fällt die Beleuchtung bis zum Ersatz durch eine neue Glühbirne
aus.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kühlschrank der eingangs
genannten Art zu schaffen, der mit einer ästhetisch ansprechenden und zuverlässigen
Beleuchtung ausgerüstet ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die innere Beleuchtung durch
eine Anzahl von Leuchtdioden gebildet ist, mittels denen in den Kammern ausreichende
Helligkeit zum Erkennen der darin untergebrachten Gegenstände erzeugt wird.
[0006] Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der erfindungsgemässen Kühlschranks bilden den
Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0007] Dadurch, dass jede Kammer mit einer solchen Anzahl von Leuchtdioden (LED) ausgestattet
ist, dass in der Kammer ausreichende Helligkeit zum Erkennen der darin untergebrachten
Gegenstände erzeugt wird, wird insbesondere ein spezieller Lichteffekt in dem Kühlschrank
erzeugt. Ferner wird eine beleuchtungsbedingte Wärmeabstrahlung in den Kühlschrank-Innenraum
vermieden. Die Leuchtdioden haben eine höhere Lebensdauer als Glühbirnen.
[0008] Zudem sind die Leuchtdioden klein, können als flache Elemente direkt in den Kühlschrank-Wänden
eingebaut werden und nehmen somit keinen Platz in Anspruch.
[0009] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Kühlschranks in perspektivischer
Darstellung; und
- Fig. 2
- in perspektivischer Darstellung den Kühlschrank nach Fig. 1 ohne Türe.
[0010] Fig.1 zeigt einen mit einer Glastür 2 versehenen Kühlschrank 1, der auch in Fig.
2 dargestellt ist, allerdings ohne die Glastür 2, damit sein Innenraum 3 besser ersichtlich
ist. Beim Kühlschrank 1 kann es sich beispielsweise um einen Weinlagerschrank handeln,
der zur Lagerung von mit verschiedenen Weinen (z.B. mit Weisswein und mit Rotwein)
abgefüllten Flaschen vorgesehen ist, die für eine optimale Aromaentwicklung bei unterschiedlichen
Temperaturen gelagert werden sollen. Zu diesem Zweck ist der Innenraum 3 durch eine
horizontale Trennwand 4 in zwei Kammern 3a, 3b unterteilt, in welchen in einer an
sich bekannten und daher nicht näher dargestellten Weise über Regelorgane unterschiedliche
Kühltemperatur individuell einstellbar ist. Die eigentliche Kühleinrichtung, ein Kühlaggregat
ebenfalls bekannter Bauart, befindet sich auf der Rückseite des Kühlschrankes 1. Die
beiden Kammern 3a, 3b sind mit Vorteil bei geschlossener Glastür 2 annähernd dicht
voneinander getrennt. In jeder Kammer sind mehrere horizontale Querträger bzw. Tablare
5 für die zu kühlenden Gegenstände (z.B. die Weinflaschen) vorhanden, auf welche die
Gegenstände gelegt werden können.
[0011] Die horizontale Trennwand 4 kann vorzugsweise in der Höhe verstellt werden, wodurch
die Grösse der beiden Kammern 3a, 3b nach Bedarf veränderbar ist. Selbstverständlich
wäre auch eine Verwendung von mehr als einer horizontalen Trennwand 4 und daraus resultierende
Unterteilung des Innenraums 3 in mehr als zwei Kammern möglich. Statt der horizontalen
Trennwand 4 könnte aber auch eine vorzugsweise verstellbare vertikale Trennwand den
Innenraum 3 in zwei Kammern mit individuell einstellbaren Kühltemperaturen unterteilen.
Es wäre aber auch eine Anordnung von mehreren vertikalen Trennwänden bzw. eine Unterteilung
in mehr als zwei Kammern durch solche vertikale Trennwände denkbar.
[0012] Der Kühlschrank 1 ist mit einer inneren Beleuchtung ausgerüstet, die erfindungsgemäss
durch eine solche Anzahl von Leuchtdioden bzw. Licht emittierenden Dioden (LED) in
jeder Kammer 3a, 3b bewerkstelligt wird, dass in jeder Kammer 3a, 3b ausreichende
Helligkeit zum Erkennen der darin untergebrachten Gegenstände erzeugt wird. Die als
kleine, flache Elemente ausgebildeten Leuchtdioden sind in Fig. 2 mit 7 bezeichnet.
Gerade bei einem Weinlagerschrank, in welchem relativ grosse Gegenstände (Flaschen)
aufbewahrt werden, reicht eine relativ schwache, durch die Leuchtdioden 7 (z.B. 3,5
V, 1.0 W) gut erzielbare Beleuchtung zum Erkennen der Gegenstände aus, die sogar gegenüber
der herkömmlichen Beleuchtung angenehm empfunden werden kann. Der wesentliche Vorteil
der erfindungsgemässen Beleuchtung besteht darin, dass die Leuchtdioden 7 im Gegensatz
zu herkömmlichen Glühbirnen keine Wärme in den Innenraum 3 des Kühlschrankes 1 abstrahlen,
und auch keine UV-Strahlung verursachen, wie es bei Erzeugung vom kalten Licht oft
der Fall ist.
[0013] Gemäss Fig. 2 sind die Leuchtdioden 7 in Seitenwänden 10 des Kühlschrankes 1 platzsparend
eingebaut, derart, dass ihre Oberfläche praktisch in der Seitenwand-Ebene liegt. Mit
Vorteil sind die Leuchtdioden 7 gleichmässig in den die Kammern 3a, 3b begrenzenden
Seitenwänden 10 verteilt. Allerdings wäre auch eine andere Anordnung der Leuchtdioden
7 im Innenraum 3 möglich; z.B. könnten die Leuchtdioden 7 auch an der Trennwand 4
(insbesondere bei einer vertikalen Trennwand) oder an den Querträgern bzw. Tablaren
5, an der hinteren Wand oder Decke etc. angebracht werden. So könnte auch bei Bedarf
unterschiedlich starke Beleuchtung in den einzelnen Kammern 3a, 3b erzeugt werden.
[0014] Die auswechselbaren Leuchtdioden 7 sind mit Vorteil seriell in einem Schaltkreis
geschaltet.
[0015] Der erfindungsgemässe Kühlschrank 1 kann so konzipiert werden, dass die Beleuchtung
beim Schliessen der Kühlschranktür ausgeschaltet wird. Gerade bei der Verwendung einer
Glastür 2 kann jedoch auch eine dauerhafte, auch bei geschlossener Kühlschranktür
bewerkstelligte erfindungsgemässe Beleuchtung sinnvoll sein, die eine Überprüfung
des Kühlschrankinhalts ermöglicht, ohne dass die Kühlschranktür geöffnet werden muss,
und die zudem zur ästhetischen Wirkung des Kühlschrankes beitragen kann. Wie bereits
erwähnt, findet dabei keine beleuchtungsbedingte Wärmeabstrahlung in den Innenraum
3 statt, die ansonsten eine Dauerbeleuchtung nicht sinnvoll machen würde.
[0016] Die Leuchtdioden 7 weisen vorteilhaft jeweils einen im wesentlichen runden Querschnitt
auf. Sie können aber jeweils mit einem vieleckigen, länglichen und/oder andersförmigen
Querschnitt versehen sind.
[0017] Die Erfindung ist mit den obigen Ausführungsbeispielen ausreichend dargetan. Sie
könnte jedoch noch in weiteren Ausführungen erläutert sein. Insbesondere könnte die
Anzahl der Leuchtdioden pro Seitenwand nur deren zwei oder aber auch mehr als die
dargestellten sechs eingebaut sein.
[0018] Selbstverständlich könnte anstelle der Lagerung von Wein auch Lebensmittel, beispielsweise
auch Gemüse, oder auch Tabakwaren, wie Zigarren, gelagert sein.
1. Kühlschrank für Getränke, Tabak oder Lebensmittel, mit einem Innenraum (3), der eine
oder mehrere, von einer Kühleinrichtung auf eine bestimmte Temperatur einstellbare
Kammern (3a, 3b) umfasst und mit einer inneren Beleuchtung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Beleuchtung durch eine Anzahl von Leuchtdioden (7) gebildet ist, mittels
denen in den Kammern (3a, 3b) ausreichende Helligkeit zum Erkennen der darin untergebrachten
Gegenstände erzeugt wird.
2. Kühlschrank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdioden (7) in einem Schaltkreis seriell geschaltet und es sich um Leuchtdioden
bzw. Licht emittierenden Dioden (LED) handelt.
3. Kühlschrank nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdioden (7) in die jeweilige Kammer (3a, 3b) begrenzende Seitenwände (10)
des Kühlschrankes (1) auswechselbar eingebaut sind.
4. Kühlschrank nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdioden (7) als kleine, flache Elemente ausgestaltet sind, deren Oberfläche
im wesentlichen in der Seitenwand-Ebene liegt.
5. Kühlschrank nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdioden (7) in den Seitenwänden (10) gleichmässig verteilt sind.
6. Kühlschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Leuchtdioden (7) bewerkstelligte Beleuchtung des Innenraums (3) beim
Schliessen einer Kühlschranktür (2) ausschaltbar ist.
7. Kühlschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine als Glastür (2) ausgebildete Kühlschranktür und eine auch bei geschlossener
Glastür (2) durch die Leuchtdioden (7) bewerkstelligte Beleuchtung.
8. Kühlschrank nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdioden (7) jeweils einen im wesentlichen runden Querschnitt aufweisen.
9. Kühlschrank nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdioden (7) jeweils mit einem vieleckigen, länglichen und/oder andersförmigen
Querschnitt versehen sind.