(57) Bei medizinischen Geräten, welche am Körper getragen werden, besteht die Gefahr,
dass durch Feuchtigkeit, Schweiss etc. gewisse Teile und Komponenten des Gerätes korrodieren
können bzw. nicht mehr funktionieren. Speziell führt das Eindringen von Feuchtigkeit
und Schweiss in Hörgeräten zu Korrosion, beispielsweise der Batterie, und in einigen
Fällen zu Störungen der Elektronik. Allerdings wird die überragende Mehrheit dieser
medizinischen Geräte mit Zink-Luft-Batterien betrieben, so dass es nicht möglich ist,
das Gerät hermetisch abzudichten, da die Batterie eine konstante Sauerstoffversorgung
benötigt, um die Betriebsspannung aufrecht zu erhalten. Entsprechend wird vorgeschlagen,
zum flüssigkeitsdichten Abdichten von Kleinstspalten, Ritzen, Kapillaren und/oder
Öffnungen (11) in Gehäusewandungen die Gehäusewandung mindestens im Bereich der Spalte,
Ritze, Öffnung oder Kapillare mit einer hydrophoben Beschichtung zu versehen, wobei
eine gewisse Gasdurchlässigkeit erhalten bleibt. Die hydrophobe Beschichtung wird
erzeugt beispielsweise mittels hydrophoben Nanopartikeln über einen sogenannten Sol-Gel
Prozess. Die Beschichtung kann aber auch mittels hydratisierten Silanen oder fluorhaltigen
Polykondensaten erfolgen. Weiter vorgeschlagen wird, die Beschichtung mittels Niedertemperatur-Plasmaverdampfverfahren
zu applizieren, wobei beim Beschichten eine kompakte Polymerschicht auf der Gehäusewandung
abgeschieden wird.
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