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(11) |
EP 1 433 166 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.11.2007 Patentblatt 2007/46 |
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Anmeldetag: 28.09.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2001/003729 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/036623 (01.05.2003 Gazette 2003/18) |
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SPRACHEXTENDER UND VERFAHREN ZUM SCHÄTZEN EINES BREITBANDIGEN SPRACHSIGNALS ANHAND
EINES SCHMALBANDIGEN SPRACHSIGNALS
SPEECH EXTENDER AND METHOD FOR ESTIMATING A BROADBAND SPEECH SIGNAL FROM A NARROWBAND
SPEECH SIGNAL
DISPOSITIF D'EXTENSION VOCALE ET PROCEDE POUR EVALUER UN SIGNAL VOCAL A LARGE BANDE
AU MOYEN D'UN SIGNAL VOCAL A BANDE ETROITE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.06.2004 Patentblatt 2004/27 |
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Patentinhaber: NOKIA SIEMENS NETWORKS S.P.A. |
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81541 München (DE) |
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Erfinder: |
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- KLINKE, Stefano, Ambrosius
50169 Kerpen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 945 852 DE-A- 19 804 581 US-A- 5 581 652
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WO-A-01/56021 GB-A- 2 357 682
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- YOSHIDA Y ET AL: "AN ALGORITHM TO RECONSTRUCT WIDEBAND SPEECH FROM NARROWBAND SPEECH
BASED ON CODEBOOK MAPPING" ICSLP 94: 1994 INTERNATIONAL CONFERENCE ON SPOKEN LANGUAGE
PROCESSING. YOKOHAMA, JAPAN, SEPT. 18 - 22, 1994, INTERNATIONAL CONFERENCE ON SPOKEN
LANGUAGE PROCESSING. (ICSLP), YOKOHAMA: ASJ, JP, Bd. 3, 18. September 1994 (1994-09-18),
Seiten 1591-1594, XP000855572
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Sprachextender nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 und
ein Verfahren zum Schätzen eines breitbandigen Sprachsignals anhand eines schmalbandigen
Sprachsignals nach dem Oberbegriff von Anspruch 6.
[0002] Zur Komprimierung der Datenübertragungsrate bei Sprachsignalen werden Sprachkodierer,
auch als Sprach-Codecs bezeichnet, eingesetzt. Sie werden vor allem in Mobilfunksystemen
eingesetzt. In GSM-Mobilfunksystemen, (Global System for Mobile Communication) werden
Sprachkodierer verwendet, die nach der Methode des Linear Predictive Coding (LPC)
arbeiten. Hierbei wird im Gegensatz zu einer Signalformkodierung nicht das Sprachsignal
selber, sondern sein Entstehungsprozess im menschlichen Sprechtrakt nachgebildet.
Bei einer Abtastrate des Sprachsignals von 8 kHz ergibt sich bei einer Auflösung von
13 Bit eine Datenrate von 104 KBit/s. Bei GSM wird mittels LPC diese Datenrate auf
konstante 13 KBit/s (sogenannte Coderate) reduziert. Hierzu werden beispielsweise
bei GSM Vollraten- (Full rate Codec) oder verbesserte Vollraten-Codecs (Enhanced Full
rate Codec) eingesetzt. Mit einem Halbraten-Codec (Half rate Codec) lässt sich die
Bitrate bei entsprechend verminderter Sprachqualität stark reduzieren, nämlich auf
5,6 KBit/s.
[0003] In zukünftigen Kommunikationssystemen wie beispielsweise UMTS (Universale Mobile
Telecommunications System) werden Sprachkodierer eingesetzt, die mit einer variablen
Bitrate Sprachsignale kodieren können. Ein derartiger Sprachkodierer ist beispielsweise
der Adaptive Multirate (AMR) Sprachkodierer, der eine Kodierung mit verschiedenen
Bitraten ermöglicht. Er wurde für GSM-Mobilfunksysteme entworfen, soll jedoch auch
in UMTS-Mobilfunksystemen als Standard-Sprachkodierer zur Anwendung kommen.
[0004] Bei derartigen Sprachkodierern kann die Bitrate an die zur Übertragung des kodierten
Sprachsignals zur Verfügung stehende Bandbreite angepasst werden. Steht ausreichend
Bandbreite für die Übertragung zur Verfügung, so wird das Sprachsignal mit einer hohen
Bitrate kodiert. Dies wird auch als breitbandige Kodierung bezeichnet. Andernfalls,
also bei einer geringen Bandbreite, wird mit einer niedrigen Bitrate kodiert (schmalbandige
Kodierung).
[0005] Die Anpassung der Bitrate kann während der Übertragung eines Sprachsignals erfolgen.
Hierzu wird laufend die Bandbreite eines Übertragungskanals in Form der verfügbaren
Bitrate gemessen. Sinkt die verfügbare Bitrate während einer Übertragung des Sprachsignals
unter eine vorgegebene Schwelle, wird die Kodierung umgeschaltet, so dass das Sprachsignal
schmalbandig kodiert wird.
[0006] Es können beispielsweise zwei unterschiedliche Kodierungen mit entsprechend verschiedenen
Bitraten vorgesehen sein. Eine breitbandige Kodierung erfolgt beispielsweise bei einer
Abtastfrequenz von etwa 16 kHz, während eine schmalbandige Kodierung bei einer Abtastfrequenz
von 8 kHz stattfindet. Im ersten Fall wird ein Sprach-Frequenzbereich bis 8 kHz, im
zweiten Fall bis 4 kHz abgedeckt. Problematisch ist jedoch die durch das Umschalten
der Bitrate verursachte Schwankung der Signalqualität und der damit einhergehenden
Qualitätsschwankung einer Kommunikationsverbindung. Durch die vorgegebene Schwelle
erfolgt das Umschalten relativ abrupt, so dass während eines Gesprächs plötzlich die
Qualität der Verbindung absinken kann.
[0007] Durch den Einsatz eines sogenannten Breitband-Sprachextenders (Wideband Speech Extender)
oder kurz Sprachextenders kann ohne Änderung eines Kommunikationsprotokolls eine deutlich
besbessere Sprachqualität auch bei schmalbandiger Kodierung und der qualitätsmindernde
Effekt des abrupten Umschaltens etwas verringert werden. Ein solcher Breitband-Sprachextender
ist beispielsweise aus der
WO 01/56021 bekannt. Der Breitband-Sprachextender schätzt hierzu anhand des schmalbandigen Signals
das breitbandige Sprachsignal durch Synthese der Sprachfrequenzanteile oberhalb von
4 kHz. Dadurch wird ein zu starker Qualitätsverlust beim Umschalten der Bitrate zur
Kodierung vermieden. Das durch den Breitband-Sprachextender zur Verfügung gestellte
Verfahren zur Adaption der Bitrate eines Sprachsignals funktioniert für nahezu alle
Sprecher recht gut, insbesondere bietet es eine durchaus akzeptable Sprachqualität.
[0008] US-A-5 581 652 offenbart einen Sprachextender, der in einer Trainingsphase Codebücher erstellt,
mit denen in einer Anwendungsphase schmalbandige Sprachsignale in breitbandige umgesetzt
werden.
[0009] Mit der vorliegenden Erfindung soll die Sprachqualität eines Sprachextenders, insbesondere
eines Breitband-Sprachextenders weiter verbessert werden. Ferner soll ein Verfahren
zum Schätzen eines breitbandigen Sprachsignals anhand eines schmalbandigen Sprachsignals
angegeben werden, daß eine verbesserte Sprachqualität ermöglicht.
[0010] Diese Verbesserung wird durch einen Sprachextender mit den Merkmalen nach Anspruch
1 erreicht. Ferner wird mit dem fahren mit den Merkmalen von Anspruch 6 eine deutliche
Verbesserung bei der Schätzung von breitbandigen Sprachsignalen erzielt. Bevorzugte
Ausgestaltungen des Sprachextenders und des Verfahrens zum Schätzen eines breitbandigen
Sprachsignals anhand eines schmalbandigen Sprachsignals sind Gegenstand der jeweiligen
abhängigen Ansprüche.
[0011] Kern der Erfindung ist es, eine Adaption an ein Kommunikationsendgerät und/oder an
einen Sprecher während einer Sprachsignalübertragung vorzunehmen. Hierdurch kann die
Sprachqualität nochmals gegenüber bekannten Verfahren und Sprachextendern verbessert
werden.
[0012] Die Erfindung betrifft konkret einen Sprachextender, der derart ausgebildet ist,
daß er anhand eines schmalbandigen Sprachsignals ein breitbandiges Sprachsignal schätzt.
Ferner ist er derart adaptiv, dass er ein Codebuch an ein Kommunikationsendgerät und/oder
an einen Sprecher anpasst. Die Anpassung erfolgt während einer Sprachübertragung.
Dadurch kann sich der Sprachextender laufend an den Fernteilnehmer anpassen.
[0013] Der Sprachextender analysiert und speichert mindestens einen Sprachparameter und
verwendet ihn zur Anpassung. Bei dem mindestens einen Sprachparameter handelt es sich
um einen breitbandigen Sprachparameter, der während einer Sprachübertragung auftritt.
Insbesondere kann der mindestens eine Sprachparameter sprecher- und/oder Kommunikationsendgerät-spezifisch
sein. Beispielsweise kann der Sprachextender in verschiedenen Mobiltelefonen eingesetzt
werden und sich an deren akustische Eigenschaften anpassen. Ferner kann er sich an
verschiedene Benutzer, d.h. an deren akustische Eigenschaften wie unterschiedliche
Sprach-Frequenzspektren adaptieren. Als Sprachparameter werden also vorzugsweise charakteristische
akustische Eigenschaften des Kommunikationsendgerätes und/oder des Sprechers herangezogen,
beispielsweise Frequenzverläufe, Dämpfungen bestimmter Frequenzen oder Frequenzbereiche
sowie das Frequenzspektrum der Stimme des Sprechers. Derartige Sprachparameter können
insbesondere durch Messungen während einer Sprachübertragung ermittelt werden.
[0014] Vorzugsweise nimmt der Sprachextender Schätzungen vor, indem er mindestens einen
gespeicherten Sprachparameter auswertet. Wie bereits oben erläutert, können verschiedene
Sprachparameter zur Adaption herangezogen werden. Diese werden nach ihrer Ermittlung
gespeichert und stehen dadurch für die Adaption jederzeit zur Verfügung. Denkbar wäre
es auch, die gespeicherten Sprachparameter laufend zu aktualisieren, um immer optimale
an die aktuellen akustischen Bedingungen angepasst zu sein.
[0015] Schließlich kann der Sprachextender in einem Sprachkodierer einer Mobil- und/oder
Basisstation eingesetzt werden, die für ein Mobilfunksystem der dritten Generation
ausgebildet sind bzw. ist. Bei dem Mobilfunksystem der dritten Generation kann es
sich insbesondere um UMTS handeln.
[0016] Ist die Mobilstation ein Mobilfunkendgerät, vorzugsweise ein Mobiltelefon, ist der
Sprachextender vorzugsweise in Hardware, insbesondere in einer integrierten Schaltung,
und/oder in Software implementiert. Eine Implementierung in Hardware bietet den Vorteil,
dass der Sprachextender zusammen mit anderen wesentlichen Schaltungselementen des
Mobilfunkendgerätes auf einem Chip integriert sein kann. Beispielsweise kann ein Chiphersteller
derartige Sprachextender für Produzenten von Mobilfunkendgeräten anbieten. Dagegen
bietet eine Implementierung in Software den Vorteil der leichteren Änderbarkeit des
Sprachextenders, und vor allem der nachträglichen Änderung, insbesondere wenn die
Software des Sprachextenders in einem lösch- und wiederbeschreibbaren Speicher wie
beispielsweise einem EEPROM abgelegt ist.
[0017] Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Schätzen eines breitbandigen Sprachsignals
anhand eines schmalbandigen Sprachsignals. Verfahrensgemäß wird beim Schätzen eine
Anpassung eines Codebuchs an ein Kommunikationsendgerät und/oder an einen Sprecher
durchgeführt.
[0018] Es wird mindestens ein Sprachparameter analysiert, gespeichert und zur Anpassung
verwendet. Der mindestens eine Sprachparameter ist ein breitbandiger Sprachparameter,
der während einer Sprachübertragung auftritt. Insbesondere kann der mindestens eine
Sprachparameter Sprecher- und/oder Kommunikationsendgerät-spezifisch sein.
[0019] Das Verfahren kann vorteilhaft in einem Sprachkodierer einer Mobil- und/oder Basisstation
eingesetzt werden, die bzw. das für ein Mobilfunksystem der dritten Generation, insbesondere
UMTS, ausgebildet sind bzw. ist. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Mobilstation
ein Mobilfunkendgerät und das Verfahren in Hardware, insbesondere in einer integrierten
Schaltung, und/oder zumindest teilweise in Software implementiert.
[0020] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen erläutert.
[0021] Zuerst soll die Funktionsweise eines Breitband-Sprachextenders beispielhaft erläutert
werden, um den Einsatz der Erfindung besser verstehen zu können.
[0022] Um Sprachfrequenzanteile oberhalb einer bestimmten Frequenz zu generieren, benötigt
man ein breitbandiges Anregungssignal und breitbandige Filterkoeffizienten für den
Synthesefilter im Sprachkodierer. Da in der Regel nur das schmalbandige.Anregungssignal
und die schmalbandigen Filterkoeffizienten bekannt sind, ist es notwendig, eine Transformation
"Schmalband" zu "Breitband" durchzuführen. Dies erfolgt mittels eines Breitband-Sprachextenders.
Das Anregungssignal kann zum Beispiel durch eine nicht lineare Signalverarbeitung
erweitert werden. Eine andere Möglichkeit liegt im Überlagern des Anregungssignals
mit weißem Rauschen.
[0023] Die Filterkoeffizienten können durch den Einsatz von zwei Codebüchern geschätzt werden.
Die Einträge der Codebücher stellen mögliche Sätze von Filterkoeffizienten dar. In
einer Trainingsphase werden ein schmalbandiges und ein breitbandiges Codebuch trainiert.
Da sie gleichzeitig mit dem gleichen Anregungssignal (einmal schmalbandig und einmal
breitbandig) trainiert werden, ist der Zusammenhang zwischen den Einträgen beider
Codebücher bekannt. Beispielsweise korrespondiert Eintrag 1 des schmalbandigen Codebuches
mit dem Eintrag 2 des breitbandigen Codebuches.
[0024] In der Einsatzphase des Breitband-Sprachextenders werden beide Codebücher folgendermaßen
benutzt:
- 1. Vom schmalbandigen Sprachsignal werden die schmalbandigen Filterkoeffizienten berechnet.
- 2. Diese Filterkoeffizienten werden mit den Einträgen des schmalbandigen Codebuchs
verglichen.
- 3. Der am besten passende Eintrag wird ausgewählt. Da der Zusammenhang zwischen den
Codebüchern bekannt ist, werden die optimalen breitbandigen Filterkoeffizienten gleichzeitig
gefunden.
[0025] Anhand der gefundenen breitbandigen Filterkoeffizienten und des erweiterten Anregungssignals
werden Sprachsignalabschnitte synthetisiert.
[0026] Während der Spracherweiterung werden also die schmalbandigen Filterkoeffizienten
von der schmalbandigen Sprache berechnet. Diese Koeffizienten werden mit den Einträgen
des Codebuches mit schmalbandigen Koeffizienten verglichen und der am besten passende
Eintrag wird gewählt. Da - wie oben bereits erwähnt - der Zusammenhang zwischen den
Codebüchern bekannt ist, werden auf diese Weise die optimalen Filterkoeffizienten
für den Sprachsynthesefilter des Breitband-Sprachextenders geschätzt.
[0027] Das Verfahren kann auch adaptiv beispielsweise in folgenden Schritten realisiert
werden:
- 1. Während der breitbandigen Sprachübertragung werden die "echten" Filterkoeffizienten
(FK) berechnet und der am besten passende Eintrag des Codebuches mit breitbandigen
Sprachkoeffizienten wird gesucht.
- 2. Der Codebucheintrag wird neu berechnet.

- 3. Während der schmalbandigen Sprachübertragung werden die breitbandigen Filterkoeffizienten
anhand des modifizierten Codebuches geschätzt.
[0028] Eine Alternative wird in folgenden Schritten realisiert:
- 1. Während der breitbandigen Sprachübertragung werden die "echten" Filterkoeffizienten
(FK)berechnet.
- 2. Vom breitbandigen Sprachsignal wird das schmalbandige Sprachsignal berechnet und
die schmalbandigen Filterkoeffizienten werden ermittelt.
- 3. Der am besten passenden Eintrag des Codebuches mit schmalbandigen Koeffizienten
für die schmalbandigen Filterkoeffizienten wird gesucht.
- 4. Mittels des bekannten Zusammenhanges zwischen den Codebüchern wird der optimale
Eintrag des Codebuches mit breitbandigen Koeffizienten gesucht.
- 5. Dieser Codebucheintrag wird neu berechnet.

- 6. Während der schmalbandigen Sprachübertragung werden die breitbandigen Filterkoeffizienten
anhand des modifizierten Codebuches geschätzt.
[0029] Durch den erfindungsgemäßen Sprachextender wird eine weitere Verbesserung der Sprachqualität
erzielt. Er kann besonders vorteilhaft in allen Kommunikationssystemen eingesetzt
werden, in denen Sprachkodierer mit variabler Bitrate angewendet werden, die sowohl
schmalbandig als auch breitbandig kodieren können, beispielsweise bei UMTS.
1. Sprachextender , der derart ausgebildet ist, daß er anhand eines schmalbandigen Sprachsignals
ein breitbandiges Sprachsignal schätzt, dadurch gekennzeichnet , daß er ein Codebuch während einer breitbandigen Sprachübertragung adaptiv an ein Kommunikationsendgerät
und/oder an einen Sprecher anpasst und Mittel aufweist, mit denen er mindestens einen
breitbandigen Sprachparameter, der während der Sprachübertragung auftritt, analysiert
und speichert und zur Anpassung verwendet.
2. Sprachextender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Sprachparameter sprecher- und/oder Kommunikationsendgerät-spezifisch
ist.
3. Sprachextender nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß er unter Auswertung mindestens eines gespeicherten Sprachparameters schätzt.
4. Sprachextender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er in einem Sprachkodierer einer Mobil- und/oder Basisstation eingesetzt wird, die
bzw. das für ein Mobilfunksystem der dritten Generation, insbesondere UMTS, ausgebildet
sind bzw. ist.
5. Sprachextender nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mobilstation ein Mobilfunkendgerät ist und der Sprachextender in Hardware, insbesondere
in einer integrierten Schaltung, und/oder zumindest teilweise in Software implementiert
ist.
6. Verfahren, zum Schätzen eines breitbandigen Sprachsignals anhand eines schmalbandigen
Sprachsignals, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer breitbandigen Sprachübertragung eine adaptive Anpassung eines Codebuchs
an ein Kommunikationsendgerät und/oder an einen Sprecher durchgeführt wird und mindestens
ein breitbandiger Sprachparameter, der während der eine Sprachübertragung auftritt,
analysiert, gespeichert und zur Anpassung verwendet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Sprachparameter Sprecher- und/oder Kommunikationsendgerät-spezifisch
ist.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß unter Auswertung mindestens eines gespeicherten Sprachparameters geschätzt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8 , dadurch gekennzeichnet, daß es in einem Sprachkodierer einer Mobil- und/oder Basisstation eingesetzt wird, die
bzw. das für ein Mobilfunksystem der dritten Generation, insbesondere UMTS, ausgebildet
sind bzw. ist.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Mobilstation ein Mobilfunkendgerät ist und das Verfahren in Hardware, insbesondere
in einer integrierten Schaltung, und/oder zumindest teilweise in Software implementiert
ist.
1. Speech extender which is embodied so that it estimates a wideband speech signal on
the basis of a narrowband speech signal, characterized in that it matches a codebook adaptively to a communication terminal and/or to a speaker
during a wideband speech transmission and features means with which it analyses, stores
and uses for adaptation at least one wideband speech parameter which arises during
speech transmission.
2. Speech extender according to claim 1, characterized in that the at least one speech parameter is speaker-specific and/or communication terminal-specific.
3. Speech extender according to claim 2, characterized in that it estimates by evaluating at least one stored speech parameter.
4. Speech extender according to one of the previous claims, characterized in that it is used in a speech codec of a mobile station and/or base station which are or
is embodied for a mobile radio system of the third generation, especially UMTS.
5. Speech extender according to claim 4, characterized in that the mobile station is a mobile radio terminal and the speech extender is implemented
in hardware, especially in an integrated circuit, and/or at least partly in software.
6. Method for estimating a wideband speech signal based on a narrowband speech signal
characterized in that, in a wideband speech transmission an adaptive matching of a codebook to a communication
terminal and/or to a speaker is performed and at least one wideband speech parameter
which occurs during speech transmission is analysed, stored and used for adaptation.
7. Method according to claim 6, characterized in that the at least one speech parameter is speaker- and/or communication terminal-specific.
8. Method according to claim 7, characterized in that estimation is undertaken on the basis of at least one stored speech parameter.
9. Method according to one of the claims 6 to 8, characterized in that it is used in a speech codec of a mobile station and/or base station which are or
is embodied for a mobile radio system of the third generation, especially UMTS.
10. Method according to claim 9, characterized in that the mobile station is a mobile radio terminal and the method is implemented in hardware,
especially in an integrated circuit, and/or at least partly in software.
1. Dispositif d'extension vocale exécuté de telle sorte qu'il évalue un signal vocal
à large bande au moyen d'un signal vocal à bande étroite, caractérisé en ce qu'il adapte un dictionnaire de manière adaptative à un terminal de communication et/ou
à un locuteur pendant une transmission vocale à large bande et comprend des moyens
grâce auxquels il analyse, enregistre et utilise pour l'adaptation au moins un paramètre
vocal de large bande intervenant pendant la transmission vocale.
2. Dispositif d'extension vocale selon la revendication 1, caractérisé en ce que le au moins un paramètre vocal est un paramètre spécifique à un locuteur et/ou à
un terminal de communication.
3. Dispositif d'extension vocale selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'il procède à une évaluation en exploitant au moins un paramètre vocal enregistré.
4. Dispositif d'extension vocale selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est utilisé dans un codeur vocal d'une station mobile et/ou de base exécutée resp.
exécutées pour un système de radiotéléphonie mobile de troisième génération, notamment
l'UMTS.
5. Dispositif d'extension vocale selon la revendication 4, caractérisé en ce que la station mobile est un terminal de radiotéléphonie mobile et le dispositif d'extension
vocale est réalisé sous forme matérielle, notamment dans un circuit intégré, et/ou
au moins partiellement sous forme logicielle.
6. Procédé d'évaluation d'un signal vocal à large bande au moyen d'un signal vocal à
bande étroite, caractérisé en ce qu'une adaptation adaptative d'un dictionnaire à un terminal de communication et/ou à
un locuteur est exécutée lors d'une transmission vocale à large bande et au moins
un paramètre vocal de large bande intervenant pendant la transmission vocale est analysé,
enregistré et utilisé pour l'adaptation.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que le au moins un paramètre vocal est un paramètre spécifique à un locuteur et/ou à
un terminal de communication.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'évaluation se fait en exploitant au moins un paramètre vocal enregistré.
9. Procédé selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé en ce qu'il est utilisé dans un codeur vocal d'une station mobile et/ou de base exécutée resp.
exécutées pour un système de radiotéléphonie mobile de troisième génération, notamment
l'UMTS.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que la station mobile est un terminal de radiotéléphonie mobile et le procédé est exécuté
dans un matériel, notamment dans un circuit intégré, et/ou au moins partiellement
dans un logiciel.
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