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EP 1 434 666 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.01.2005 Patentblatt 2005/01 |
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Anmeldetag: 30.09.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B22F 9/08 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT2002/000284 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/031103 (17.04.2003 Gazette 2003/16) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG VON METALLPULVER AUS SPRATZIGEN TEILCHEN
METHOD FOR PRODUCING METALLIC POWDERS CONSISTING OF IRREGULAR PARTICLES
PROCEDE DE PRODUCTION DE POUDRES METALLIQUES FORMEES DE PARTICULES IRREGULIERES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Priorität: |
10.10.2001 AT 15942001 03.04.2002 AT 5152002
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.07.2004 Patentblatt 2004/28 |
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Patentinhaber: Tornberg, Claes |
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A-8605 Kapfenberg (AT) |
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Erfinder: |
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- Tornberg, Claes
A-8605 Kapfenberg (AT)
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| (74) |
Vertreter: Thylén, Eva Matilda |
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AWAPATENT AB,
Berga Allé 1 254 52 Helsingborg 254 52 Helsingborg (SE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 377 106 FR-A- 877 043 US-A- 4 604 306
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EP-A- 1 022 078 US-A- 4 298 553
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines aus oberflächenzerklüfteten,
sogenannten spratzigen Teilchen bestehenden Metallpulvers durch Beaufschlagen eines
Gießstrahles einer Metallschmelze mit einem flüssigen Medium.
[0002] Metallpulver werden überwiegend durch ein Zerteilen einer flüssigen Schmelze in Partikel
und ein nachfolgendes Erstarren derselben hergestellt. Als Mittel für eine Desintegration
des Flüssigmetalles in kleine Tröpfchen sind gemäß dem Stand der Technik im Wesentlichen
Gas- oder Flüssigkeitsstrahlen bekannt, welche mit hoher kinetischer Energie auf einen
Schmelzenstrom einwirken gelassen werden.
[0003] Erfolgt eine Beaufschlagung des Schmelzenstromes mit Gas, bilden sich in der Folge
auf Grund der Oberflächenspannung des Flüssigmetalles weitgehend runde Tröpfchen,
die während ihres Fluges in der Anlage erstarren und in dieser in einem Behälter bereitgestellt
werden. Dieses sogenannte gasverdüste Metallpulver mit weitgehend runden, oberflächlich
im Wesentlichen glatten Teilchen eignet sich vorzüglich für eine Herstellung von dichten
Körpern bzw. Werkstoffen, zum Beispiel durch heißisostatisches Pressen.
[0004] Ein oberflächenzerklüftetes, sogenanntes spratziges Pulverkom entsteht durch eine
Zerteilung des Schmelzenstromes mit Flüssigkeiten, insbesondere mit Wasser. Das sogenannte
wasserverdüste Metallpulver hat nach einem Trocknen zumeist ein geringeres Schüttgewicht,
wobei auch auf Grund der Oberflächenausbildung die Rieseleigenschaften verschlechtert
sind. Durch ein Einbringen des Pulvers in eine Form und ein nachfolgendes Pressen
desselben kann ein sogenannter Grünling erstellt werden, welcher durch die zerklüftete
Oberflächenstruktur der Körner durchgehend porös ist. Dabei besitzt der Grünling oder
Pressling vor einem Sintern oft eine gewünschte Stabilität, die eine zerstörungsfreie
Manipulation desselben fördert. Die spratzige Pulverkomform ist vorteilhaft geeignet,
aus derartigen wasserverdüsten Pulvem durch Sintern Gegenstände herzustellen, die
eine hohe, gegebenenfalls jedoch inhomogen verteilte und zusammenhängende innere Porosität
aufweisen.
[0005] Ein besonderes Anwendungsgebiet für Gegenstände oder Maschinenteile mit hoher innerer
Porosität sind wartungsfreie Gleitlager, bei welchen die Verbindungen aufweisenden
Hohlräume mit Schmiermittel gefüllt sind.
[0006] Um die Güte und um gewünschte Gebrauchseigenschaften der gefertigten Teile sicherstellen
zu können, müssen weitgehend eine homogene Hohlraumausbildung bei guten Presseigenschaften
des Pulvers gegeben sein und ein gutes Sinterverhalten des Grünlings vorliegen. Mit
anderen Worten: die Pulverkömer sollen eine spratzige Oberflächenstruktur mit möglichst
vielen unregelmäßigen, gegebenenfalls scharfkantigen Vorsprüngen und im Wesentlichen
gleiches und geringes Komgewicht besitzen.
[0007] Prinzipiell erfolgt eine Zerteilung eines geschmolzenen Metalles mit Flüssigkeit
bzw. eine sogenannte Wasserverdüsung von Metall zu Pulver, indem ein im Wesentlichen
senkrechter metallischer Gießstrahl seitwärts nach unten gerichtet mit Wasser beaufschlagt
wird (Metall Powder Production and Characterization, ASM Handbook, Volume 7, Powder
Metal Technologies and Applications, Seite 35 bis 52). Der Hochdruck- bzw. Hochgeschwindigkeits-Wasserstrahl
kann dabei eine ringförmige V-Form oder Kegelform, eine offene V-Form, eine geschlossene
V-Form, eine Pyramidenform oder eine Sonderform besitzen. Von Bedeutung für die Pulverteilchenausbildung
ist der Winkel, mit welchem der Wasserstrahl auf den Metallstrom auftrifft bzw. die
senkrechte Geschwindigkeitskomponente auf den Metallstrom. Mit größer werdendem spitzen
Winkel des Wasserstrahles sinkt die mittlere Partikelgröße des Pulvers. Allerdings
ist verfahrenstechnisch einer Vergrößerung des Auftreffwinkels des Wasserstrahles
und somit einer Verringerung der Pulverkomgröße eine Grenze gesetzt, weil sich beim
Überschreiten eines bestimmten Anströmwinkels unstabile Zerteilungsbedingungen für
das Flüssigmetall bilden, dieses teilweise auf dem Wasserstrahl getragen wird bzw.
ein sogenanntes "welled-up-water"-Phänomen entsteht.
[0008] Ein weiteres Problem stellt die Komgrößenverteilung von wasserverdüsten Pulvern dar,
weil der Anteil an kleinen, gegebenanfalls für ein Formspritzen geeigneten Partikeln
klein ist und ein aufwendiges Klassieren erfordert.
[0009] Um ein hohes Ausbringen an verwendbarem Pulver mit guten Kompaktiereigenschaften
und einen niedrigen Sauerstoffgehalt desselben zu erreichen, wurde schon vorgeschlagen
(US- 4,191.516), den Gießstrahl in einem geschlossenen Gefäß in Achsrichtung mit zwei
offenen V-förmigen Wasserstrahlpaaren zu beaufschlagen, wobei diese mit einen Winkel
von ca. 90° zueinander verdreht sind. Das erste Wasserstrahlpaar weist dabei einen
größeren spitzen Winkel zur Achse des Gießstrahles auf, trifft diesen früher und formt
diesen zu einem Band. Das folgende Wasserstrahlpaar bewirkt eine Zerteilung des Gießstrahlbandes
in Tröpfchen. Mit einer derartigen Einrichtung kann zwar eine gewisse Verbesserung
der Pulvergüte erreicht werden, allerdings sind die Größe der Pulverkömer uneinheitlich,
der Anteil an kleinen, unregelmäßigen und spratzigen Pulverkörnem ist gering und es
ergeben sich zumeist nicht ausreichend gute Sintereigenschaften.
[0010] Die Erfindung setzt sich zum Ziel, die gegebenen Nachteile des Standes der Technik
zu überwinden und ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, mit welchem
Metallpulver mit in engen Grenzen vorliegenden geringen Komgewichten bzw. einem hohen
Anteil an kleinen Pulverkömern und verbesserter scharfkantiger bzw. spratziger Oberflächenform
herstellbar ist, welches Pulver günstigere Verarbeitungseigenschaften und höhere Güte
der daraus gesinterten Teile erbringt.
[0011] Dieses Ziel wird nach der Erfindung bei einem gattungsgemäßen Verfahren dadurch erreicht,
dass in einem ersten Schritt der Gießstrahl in seiner Fließrichtung abgelenkt und
oberflächenvergrößert wird, worauf in einem zweiten Schritt eine abermalige Fließrichtungsablenkung
des oberflächenvergrößerten Gießstrahles mit einer Zerteilung desselben und eine Beschleunigung
der gebildeten Flüssigmetallpartikel erfolgen und in einem dritten Schritt die bewegten
Flüssigmetallpartikel mit einem Winkel von γ = 10 bis 90° zur Bewegungsrichtung derselben
mit einem zumindest teilweise mit flüssigem Medium gebildeten Hochgeschwindigkeitsstrom
beaufschlagt, zerteilt und die Teilchen erstarren gelassen. werden.
[0012] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile sind im Wesentlichen darin zu sehen, dass
die Einbringung von spezifischer Desintegrationsenergie in das Flüssigmetall entscheidend
vergrößert werden kann und dadurch die Partikelgröße, die Oberflächenausbildung sowie
die Spratzigkeit und die Homogenität des Komgewichtes des Pulvers verbessert sind.
Es wurde gefunden, dass bei einer Ablenkung des Gießstrahles aus einer Fließrichtung
durch eine einseitige Beaufschlagung besonders günstig eine Oberflächenvergrößerung
und Ausdünnung desselben bewirkt werden kann. Die Fließrichtung des noch im Wesentlichen
zusammenhängenden Metallstromes wird nachgeordnet abermals durch eine einseitige Beaufschlagung,
vorzugsweise von einer der ersten Ablenkung gegenüber liegenden Seite, geändert. Dabei
erfolgt, begünstigt durch die vergrößerte Oberfläche des gedünnten Metallstromes eine
Zerteilung desselben in Flüssigkmetallpartikel, welche durch die Strömung des Beaufschlagungsmittels
auch beschleunigt werden. Derart besitzen die Flüssigmetallpartikel eine hohe kinetische
Energie beim Zusammentreffen mit dem zumindest teilweise mit flüssigem Medium gebildeten
Hochgeschwindigkeitsstrom und werden in diesen gleichsam hineingeschossen, wodurch
auch das "welled upwater"-Phänomen unterdrückt ist. Mit anderen Worten: Durch ein
in der Abfolge gegebenes Zusammenwirken der Beeinflussung des Gießstrahles bzw. Metallstromes
und zwar in den ersten zwei Schritten durch eine Ablenkung und Vergrößerung des Querschnittes
des Gießstrahles und danach durch eine Fließrichtungsablenkung, Zerteilung und Beschleunigung
der gebildeten Flüssigmetallpartikel, kann im Folgeschritt ein großer Beaufschlagungswinkel
des flüssigen Hochgeschwindigkeitsstromes angewendet werden, ohne dass das sogenannte
"welled up-water"-Phänomen entsteht. Diese Gegebenheiten bewirken einerseits eine
effektvolle Desintegration der Flüssigmetallpartikel in kleine, weitgehend gleichgewichtige
Teilchen, andererseits eine vorteilhafte Oberflächenform der aus den Teilchen erstarrten
Pulverkörner.
[0013] Besonders wirkungsvoll, insbesondere bei hoher Überhitzung des Metalles vom Gießstrahl,
kann das Verfahren durchgeführt werden, wenn eine Ablenkung des Gießstrahles und eine
Oberflächenvergrößerung desselben im ersten Verfahrensschritt und/oder eine Ablenkung
des oberflächenvergrößerten Gießstrahles und dessen Zerkleinerung sowie eine Beschleunigung
der gebildeten Flüssigmetallpartikel im zweiten Verfahrensschritt mit (einem) zumindest
teilweise mit flüssigem Medium gebildeten Strömen (Strom) erfolgen.
[0014] Wenn gemäß einer Ausführungsform der Erfindung eine Ablenkung von der Fließrichtung
und eine Oberfächenvergrößerung des Gießstrahles im ersten Verfahrensschritt mit einem
Gasstrom erfolgen, wird eine vergleichsweise geringere Abfuhr von Wärmeenergie aus
dem Flüssigmetall erreicht bzw. ein Abbau der Überhitzung verringert, wodurch eine
Zerteilung in Flüssigmetallpartikel mit geringer Viskosität gefördert werden kann.
[0015] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist von Vorteil, wenn eine Ablenkung
des oberflächenvergrößerten Gießstrahles und dessen Zerteilung sowie eine Beschleunigung
der dabei gebildeten Flüssigmetallpartikel im zweiten Verfahrensschritt mit einem
Gasstrom erfolgen. Diese Maßnahme erbringt eine geringere Erniedrigung der Temperatur
im oberflächennahen Bereich der Metallpartikel, insbesondere bei der Beschleunigung
derselben und intensiviert beim Auftreffen und/oder Eintauchen in den mit flüssigem
Medium gebildeten Hochgeschwindigkeitsstrom im dritten Verfahrensschritt ein Zerklüften
bzw. Spratzigwerden der Oberfläche der Pulverkömer. Es wird angenommen, dass diese
günstige Wirkung durch einen verbesserten Oberflächenkontakt zwischen dem Metall mit
hohem Flüssigkeitsgrad bzw. mit erhöhter Überhitzung und dem Flüssigmedium erbracht
wird.
[0016] Obwohl sich bei Verfahren gemäß dem Stand der Technik hohe Überhitzungen des Metalles,
welche jedoch reaktionskinetische und wirtschaftliche Nachteile erbringen können,
oftmals günstig auf die Pulverkornform auswirken, ist beim erfindungsgemäßen Verfahren
vorteilhaft, wenn der Metallschmelze des Gießstrahles eine derartige Überhitzung erteilt
und für die Zerteilung desselben eine solche aufrechterhalten wird, dass bei einer
Beaufschlagung der im zweiten Verfahrensschritt gebildeten Flüssigmetallpartikel mit
einem Hochgeschwindigkeitsstrom mit zumindest teilweise flüssigem Medium, im dritten
Verfahrensschritt in den Metallpartikeln ohne Temperaturausgleich über den Querschnitt
eine Oberflächentemperatur von höher als der Solidus-Temperatur der Legierung entspricht,
vorliegt. Dabei liegt die Schlußfolgerung nahe, dass dieser Vorteil mit der Einbringung
von vergrößerter spezifischer Desintegrationsenergie in das Flüssigmetall im Zusammenhang
steht, wobei unter spezifischer Desintegrationsenergie die wirksame Energie für eine
Zerteilung und Beaufschlagung des Metalles je Gewichtseinheit desselben zu verstehen
ist.
[0017] Vollkommen überraschend für den Fachmann, der das "welled-up-water"-Phänomen kennt,
war, dass bei Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens der spitze Anströmwinkel
des Metallflusses wesentlich vergrößert werden kann. Besonders gute Pulverqualität
wird dabei erreicht, wenn der beschleunigte Flüssigmetallpartikelstrom mit einem Winkel
von größer als 45° durch den Hochgeschwindigkeitsstrom beaufschlagt wird.
[0018] Für den Erhalt von möglichst gleichgewichtigen Pulverkömem kann es günstig sein,
wenn der Flüssigmetallpartikelstrom durch einen Hochgeschwindigkeits-Flachstrom mit
zumindest teilweise flüssigem Medium beaufschlagt und zerteilt wird.
[0019] Bei einer Weiterbildung des Verfahrens nach der Erfindung hat es sich als vorteilhaft
im Hinblick auf ein hohes Ausbringen an Pulver mit kleinen Körnern in spratziger Form
erwiesen, wenn die Zerteilung und Beschleunigung der Flüssigmetallpartikel im zweiten
Verfahrensschritt entlang einer Wegstrecke von mindestens dem Durchmesser des Gießstrahles
mal 10 erfolgt und dass eine Beaufschlagung durch den Hochgeschwindigkeitsstrom und
die Zerteilung aus kurzer Entfernung mit einem Düsenabstand von weniger als dem Durchmesser
des Gießstrahles mal 8 durchgeführt werden.
[0020] Die Erfindung zielt weiters auf eine Ausgestaltung des eingangs genannten Verfahrens
ab, durch welche die Güte des spratzigen Pulvers aus einigen Metallen und Legierungen
verbessert wird.
[0021] Diese Ziel wird dadurch erreicht, dass eine Ablenkung des Gießstrahles in seiner
Fließrichtung und eine Oberflächenvergrößerung desselben im ersten Verfahrensschritt
und/oder eine Ablenkung des oberflächenvergrößerten Gießstrahles und desssen Zerkleinerung,
sowie eine Beschleunigung der gebildeten Flüssigmetallpartikel im zweiten Verfahrensschritt
mit (einem) aus erwärmten Gas(en) gebildeten Strom (Strömen) erfolgen.
[0022] Ein so erzielter Vorteil des Verfahrens ist im Wesentlichen darin zu sehen, dass
eine geringere Schmelzenüberhitzung erforderlich ist, wodurch eine bessere Haltbarkeit
der Feuerfestzustellung des Bereitstellungsgefäßes und der Düseneinrichtung gegeben
sind. Überraschenderweise wurde auch eine Verkleinerung und Vergleichmäßigung des
Durchmessers der spratzigen Pulverkörner bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
festgestellt. Dies ist offenbar auf eine bessere Nutzung der Desintegrationsenergie
bei einer Beaufschlagung der Flüssigmetallparitkel mittels des Hochgeschwindigkeitstromes
zurückzuführen. Weiters erscheint bei einer derartigen Gießstrahlbehandlung auch der
Grad der Dünnflüssigkeit bzw. Viskosität im Oberflächenbereich der flüssigen Metallpartikel
bis zur Beaufschlagung derselben mit dem Hochgeschwindigkeitsstrom erhalten zu bleiben,
weil bevorzugt nur ein enger, geringer Größenbereich der Pulverkömer mit verbesserter
Spratzigkeit derselben verfahrenstechnisch erreicht wird.
[0023] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Gasstrom für den ersten und/oder für den
zweiten Verfahrensschritt auf eine Temperatur von über Raumtemperatur, vorzugsweise
von über 200°C, insbesondere von über 400°C gegebenenfalls mittels eines Wärmetauschers
erwärmt wird. Es ist jedoch auch im Hinblick auf eine genaue Einstellung der erhöhten
Temperatur des Gasstromes möglich, zusätzlich oder ausschließlich eine elektrische
Erwärmung desselben vorzusehen. Dies kann beispielsweise mit einer Heizwendel in einem
Strömungskanal erfolgen. Derart kann insbesondere von kleineren Metallpartikel die
oberflächliche Wärmeabfuhr und ein Dickflüssigwerden der oberflächennahen Zone verringert
bzw. verzögert werden.
[0024] Weiters ist es bevorzugt, wenn für den ersten und/oder für den zweiten Verfahrensschritt
ein Gas oder Gasgemisch mit geringer Abkühlwirkung auf die Oberfläche des Gießstrahles
oder der Flüssigmetallpartikel verwendet wird.
[0025] Bei einem Verfahren der eingangs genannten Art kann auch vorgesehen sein, dass eine
Ablenkung des Gießstrahles in seiner Fließrichtung und eine Oberflächenvergrößerung
desselben im ersten Verfahrensschritt und/oder eine Ablenkung des oberflächenvergrößerten
Gießstrahles und dessen Zerkleinerung, sowie eine Beschleunigung der gebildeten Flüssigmetallpartikel
im zweiten Verfahrensschritt zumindest teilweise mit jeweils bei einer Verbrennung
gebildeten Abgasstrom (-strömen) erfolgen.
[0026] Die dabei erreichten Vorteile sind im Wesentlichen darin begründet, dass der/die
Gasstrom (-ströme) zur Vorbehandlung bzw. zur Aufbereitung des Gießstrahles für eine
Feinzerteilung desselben mittels des Hochgeschwindigkeitsstromes auf besonders einfache
Weise und günstig erstellt wird (werden). Durch eine Verbrennung eines Gasgemisches
ist einerseits eine Erwärmung des Behandlungsgasstromes und andererseits durch eine
dabei entstehende Volumsvergrößerung eine günstige Intensitätserhöhung der Strömung
desselben erreichbar. Weiters kann durch die Verbrennung auch der Sauerstoffgehalt
im Behandlungsstrom verringert werden.
[0027] Besonders vorteilhaft ist dabei, wenn für den ersten und/oder für den zweiten Verfahrensschritt
der Gasstrom jeweils in einem einen Brenner, insbesondere Hochgeschwindigkeitsbrenner
enthaltenden Mittel erwärmt und ausgeformt wird. Derart kann genau fokussiert der
aus dem Verteiler austretende Gießstrahl und/oder der oberflächenvergrößerte Gießstrahl
im zweiten Verfahrensschritt mit Heißgas beaufschlagt und derart aufbereitet werden,
dass die Voraussetzungen für eine Zerteilung desselben im dritten Verfahrensschritt
in gewünscht hochwertiges Metallpulver erreichbar sind.
[0028] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnung erläutert.
Wie in schematischer Darstellung aus der Zeichnung Fig. 1 entnehmbar ist, befindet
sich in einem metallurgischen Gefäß 1 eine überhitzte Schmelze, die durch einen Düsenstein
11 einen Gießstrahl 2 mit einem Durchmesser D bildend aus diesem in vertikaler Richtung
austritt.
[0029] Eine Einrichtung 3, die in vorteilhafter Weise als Flachstrahl-Düseneinrichtung ausgebildet
ist, beaufschlagt in einem ersten Verfahrensschritt den senkrechten Gießstrahl 2 in
einem spitzen Winkel α mit einem Ablenkungsmedium 31, z.B. Wasser, Wasser-Gas-Gemisch
oder Gas, wobei der Gießstrahl 2 im Bereich 32 derart angeströmt wird, dass dieser
oberflächenvergrößernd gebreitet wird.
[0030] Der gebreitete Gießstrahl 21, der weitgehend bzw. in großen Bereichen noch zusammenhängend
ausgebildet ist bzw. verläuft, wird in der Folge von einem Beaufschlagungssystem 4
mit einem vorteilhaft mit breiter Form ausgebildeten Mediumsstrahl 41 mit einem spitzen
Winkel β angeströmt. Bei einem Aufeinandertreffen von gebreitetem Gießstrahl 21 und
Mediumsstrahl 41 gemäß dem zweiten Verfahrensschritt im Bereich 42 erfolgen eine abermalige
Ablenkung des verbreiterten Gießstrahles 21 und eine Zerteilung desselben in Flüssigmetallpartikel
22. Weiters werden mittels des Mediumsstrahles 41 die Flüssigmetallpartikel 22, wie
durch das Symbol V dargelegt ist, beschleunigt. Die beschleunigten Flüssigmetallpartikel
22 werden in der Folge im Bereich 52 in einen flachen Hochgeschwindigkeitsstrom 51,
der mit einem Winkel γ zur Flugbahn der Metallpartikel 22 gerichtet ist, eingebracht
bzw. eingeschlossen. Eine hohe kinetische Energie der Flüssigmetallpartikel 22 einerseits
und der zumindest teilweise mit flüssigem Medium gebildete Hochgeschwindigkeitsstrom
51 andererseits führen zu hohen Werten der spezifischen Desintegrationsenergie des
Metalles und dadurch bei hoher Leistung zu weitgehend gleich kleinen Partikeln mit
einer hohen Spratzigkeit der einzelnen Pulverkörner. Der Bereich 53 des Beaufschlagungssystemes
5 weist, verursacht durch den Medienstrahl 41, einen erhöhten Druck auf und verhindert
eine Ablagerung von Flüssigmetalltröpfchen auf des Systemkomponenten 5.
[0031] Versuche haben gezeigt, dass auch durchaus vorteilhaft die Medienstrahlen 31 und
41 des ersten und zweiten Verfahrensschrittes mit Gas, vorzugsweise Stickstoff, gebildet
sein können, wobei eine Gasbeaufschlagung in der Vorbereitung des Metallstromes zur
Pulverkomzerteilung eine geringere oberflächliche Abfuhr von Überhitzungswärme von
den Metallpartikeln und eine vermehrte Spratzigkeit der Komoberfläche des Pulvers
bei erhöhter Wirtschaftlichkeit erbringen können.
[0032] Anhand einer schematischen Darstellung in Fig. 1a wird die Ausgestalltung der Erfindung
erläutert.
[0033] Aus einem metallurgischen Gefäß tritt durch einen Düsenstein 11 eine gegebenenfalls
nur geringfügig überhitzter Metall-Gießstrom 2 aus. Den Gießstrahl 2 begleitend kann
ein diesen umschließender Gasstrom 6 vorgesehen sein, der auf eine Temperatur von
über der Raumtemperatur gebracht ist.
[0034] Ein vorzugsweise als Flachstrahleinrichtung 3 ausgebildetes Mittel zur Beaufschlagung
und Ablenkung des Gießstrahles 2 erzeugt einen Warmgasstrom 31, zum Beispiel mit einer
Temperatur von über 600°C, welcher den Gießstrahl 2 oberflächenvergrößert, ohne vermehrte
Abkühlwirkung zu haben.
[0035] Ein weiteres Beaufschlagungssystem 4 kann ebenfalls einen Warm- oder Heißgasstrom
41 erstellen, welcher gegebenenfallls gleicherart ohne nachteilige Abkühlung den oberflächenvergrößerten
Gießstrahl 21 zerteilt und die Flüssigmetallpartikel beschleunigt. Die Beaufschlagungssysteme
3 und 4 können auch zumindest teilweise als Brennereinrichtung ausgebildet sein.
[0036] Schießlich kann nach der Erfindung auch vorgesehen sein, dass das flüssige Medium
im Hochgeschwindigkeiststrom durch eine Temperaturerhöhung in Dampfform übergeführt
und mit diesem die Flüssigmetallpartikel im dritten Verfahrensschritt beaufschlagt
werden. Vorteilhaft kann dabei sein, dass sowohl die Deintegrationsenergie die Pulverpartikel
mit kleinen Durchmessern entstehen lässt, als auch die Abkühlungsintensität der Pulverpartikel
gesteigert wird und dass damit eine besonders hohe Metallpulvergüte erreichbar ist.
1. Verfahren zur Herstellung eines aus oberflächenzerklüfteten, sogenannten spratzigen
Teilchen bestehenden Metallpulvers durch Beaufschlagung eines Gießstrahles einer Metallschmelze
mit einem flüssigen Medium, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Schritt der Gießstrahl in seiner Fließrichtung abgelenkt und oberflächenvergrößert
wird, worauf in einem zweiten Schritt eine abermalige Fließrichtungsablenkung des
oberflächenvergrößerten Gießstrahles mit einer Zerteilung desselben und eine Beschleunigung
der gebildeten Flüssigmetallpartikel entlang einer Wegstrecke erfolgen und in einem
dritten Schritt die bewegten Flüssigmetallpartikel mit einem Winkel γ von 10 bis 90
° zur Bewegungsrichtung derselben mit einem zumindest teilweise mit flüssigem Medium
gebildeten Hochgeschwindigkeitsstrom beaufschlagt, zerteilt und die Teilchen erstarren
gelassen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ablenkung des Gießstrahles in seiner Fließrichtung und eine Oberflächenvergrößerung
desselben im ersten Verfahrensschritt und/oder eine Ablenkung des oberflächenvergrößerten
Gießstrahles und dessen Zerkleinerung sowie eine Beschleunigung der gebildeten Flüssigmetallpartikel
im zweiten Verfahrensschritt mit (einem) zumindest teilweise mit flüssigem Medium
gebildeten Strömen (Strom) erfolgen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ablenkung von der Fließrichtung und eine Oberflächenvergrößerung des Gießstrahles
im ersten Verfahrensschritt mit einem Gasstrom erfolgen.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ablenkung des oberflächenvergrößerten Gießstrahles und dessen Zerteilung sowie
eine Beschleunigung der dabei gebildeten Flüssigmetallpartikel im zweiten Verfahrensschritt
mit einem Gasstrom erfolgen.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallschmelze des Gießstrahles eine derartige Überhitzung erteilt und für die
Zerteilung desselben eine solche aufrechterhalten wird, dass bei einer Beaufschlagung
der im zweiten Verfahrensschritt gebildeten Flüssigmetallpartikel mit einem Hochgeschwindigkeitsstrom
mit zumindest teilweise flüssigem Medium, im dritten Verfahrensschritt in den Metallpartikeln
ohne Temperaturausgleich über den Querschnitt eine Oberflächentemperatur von höher
als der Solidus-Temperatur der Legierung entspricht, vorliegt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der beschleunigte Flüssigmetallpartikelstrom mit einem Winkel γ von größer als 45°
durch den Hochgeschwindigkeitsstrom beaufschlagt und zerteilt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigmetallpartikelstrom durch einen Hochgeschwindigkeits- Flachstrom mit zumindest
teilweise flüssigem Medium beaufschlagt und zerteilt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerteilung und Beschleunigung der Flüssigmetallpartikel im zweiten Verfahrensschritt
entlang einer Wegstrecke von mindestens 10x dem Durchmesser des Gießstrahles erfolgt
und dass eine Beaufschlagung durch den Hochgeschwindigkeitsstrom und die Zerteilung
aus kurzer Entfemung mit einem Düsenabstand von weniger als 8x dem Durchmesser des
Gießstrahles durchgeführt werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein den Gießstrahl beaufschlagendes Medium in einer Flachstrahldüse oder
in einer Mehrstrahldüse mit in einer Ebene liegenden Öffnungen ausgeformt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein den Gießstrahl beaufschlagendes Medium in einer Mehrstrahldüse mit
zumindest teilweise in mehr als einer Ebene übereinander liegenden Öffnungen ausgeformt
wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasstrom für den ersten und/oder für den zweiten Verfahrensschritt auf eine Temperatur
von über Raumtemperatur, vorzugsweise von über 200°C, insbesondere von über 400°C
gegebenenfalls mittels eines Wärmetauschers und/oder mittels elektrischen Stromes,
beispielsweise durch Widerstandselemente, erwärmt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass für den ersten und/oder für den zweiten Verfahrensschritt ein Gas oder Gasgemisch
mit geringer Abkühlwirkung auf die Oberfläche des Gießstrahles oder der Flüssigmetallpartikel
verwendet wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ablenkung des Gießstrahles in seiner Fließrichtung und eine Oberflächenvergrößerung
desselben im ersten Verfahrensschritt und/oder eine Ablenkung des oberflächenvergrößerten
Gießstrahles und dessen Zerkleinerung sowie eine Beschleunigung der gebildeten Flüssigmetallpartikel
im zweiten Verfahrensschritt zumindest teilweise mit jeweils bei einer Verbrennung
gebildeten Abgasstrom (-strömen) erfolgen.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass für den ersten und/oder für den zweiten Verfahrensschritt der Gasstrom jeweils in
einem einen Brenner, insbesondere Hochgeschwindigkeitsbrenner enthaltenden Mittel
erwärmt und ausgeformt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein den Gießstrahl nach seinem Austreten aus dem Düsenstein des Verteilers umgebender
Gasstrom vorgewärmt wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das flüssige Medium im Hochgeschwindigkeitsstrom durch eine Temperaturerhöhung in
Dampfform übergeführt und mit diesem die Flüssigmetallpartikel im dritten Verfahrensschritt
beaufschlagt werden.
1. Method for producing a metallic powder consisting of surface-fissured, so-called irregular
particles by charging a pouring stream of a metal melt with a liquid medium, characterised in that in a first step the pouring stream is deviated in its flow direction and its surface
is enlarged, following which in a second step another deviation of the flow direction
of the surface-enlarged pouring stream occurs with a division of the same and an acceleration
of the formed liquid metal particles along a route and in a third step the displaced
liquid metal particles are charged and divided at an angle γ of 10 to 90° relative
to the displacement direction of the same by a high speed current formed at least
partly by a liquid medium, and the particles are allowed to solidify.
2. Method according to Claim 1, characterised in that a deviation of the pouring stream in its flow direction and a surface enlargement
of the same occur in the first step of the method and/or a deviation of the surface-enlarged
pouring stream and its division and an acceleration of the formed liquid metal particles
occur in the second step of the method with (a current) currents formed at least partly
by the liquid medium.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterised in that a deviation from the flow direction and a surface enlargement of the pouring stream
occur in the first step of the method with a gas current.
4. Method according to one of the Claims 1 to 3, characterised in that a deviation of the surface-enlarged pouring stream and its division and an acceleration
of the liquid metal particles thus formed occur in the second step of the method with
a gas current.
5. Method according to one of the Claims 1 to 4, characterised in that the metal melt of the pouring stream is given such an overheating and for the division
of the same such an overheating is maintained that when the liquid metal particles
formed in the second step of the method are charged with a high speed current with
an at least partly liquid medium in the third step of the method, a surface temperature
exists higher than the solidus temperature of the alloy in the metal particles without
temperature having been equalized across the cross-section.
6. Method according to one of the Claims 1 to 5, characterised in that the accelerated liquid metal particle current is charged at an angle γ of more than
45° by the high speed current and divided.
7. Method according to one of the Claims 1 to 6, characterised in that the liquid metal particle current is charged and divided by a high speed flat current
with an at least partly liquid medium.
8. Method according to one of the Claims 1 to 7, characterised in that the division and acceleration of the liquid metal particles in the second step of
the method occurs along a route of at least 10x the diameter of the pouring stream
and that a charging by the high speed current and the division from a short distance
are carried out with a nozzle distance of less than 8x the diameter of the pouring
stream.
9. Method according to one of the Claims 1 to 8, characterised in that at least one medium charging the pouring stream is formed in a flat stream nozzle
or in a multiple nozzle with openings along one level.
10. Method according to one of the Claims 1 to 9, characterised in that at least one medium charging the pouring stream is formed in a multiple nozzle with
openings at least partly in more than one level over each other.
11. Method according to one of the Claims 1 to 10, characterised in that the gas current for the first and/or for the second step of the method is heated
to a temperature above room temperature, preferably over 200°C, especially over 400°C,
if necessary using a heat exchanger and/or using electrical power, for example by
resistor elements.
12. Method according to one of the Claims 1 to 11, characterised in that for the first and/or for the second step of the method a gas or gas mixture with
a low cooling effect on the surface of the pouring stream or the liquid metal particles
is used.
13. Method according to one of the Claims 1 to 12, characterised in that a deviation of the pouring stream in its flow direction and a surface enlargement
of the same in the first step of the method and/or a deviation of the surface-enlarged
pouring stream and its division and an acceleration of the formed liquid metal particles
in the second step of the method occur at least partly with (a) waste gas current(s)
formed during a combustion.
14. Method according to Claim 13, characterised in that for the first and/or for the second step of the method the gas current is heated
and formed in each case in a system containing a burner, especially a high speed burner.
15. Method according to one of the Claims 1 to 14, characterised in that a gas stream enclosing the pouring stream after its emergence from the nozzle stone
of the distributor is preheated.
16. Method according to one of the Claims 1 to 15, characterised in that the liquid medium in the high speed current is converted by a temperature increase
into steam and that this then charges the liquid metal particles in the third step
of the method.
1. Procédé de fabrication d'une poudre métallique se composant de particules dites irrégulières
fissurées en surface en chargeant un courant de coulée d'un métal fondu avec un milieu
liquide, caractérisé en ce que, dans une première étape, le courant de coulée est dévié dans sa direction d'écoulement
et sa surface est agrandie, à la suite de quoi, dans une deuxième étape, une autre
déviation de la direction d'écoulement du courant de coulée à surface agrandie se
produit avec une division de celui-ci et une accélération des particules de métal
liquide formées le long d'un trajet, et dans une troisième étape, les particules de
métal liquide sont chargées et divisées avec un angle γ de 10 à 90° par rapport à
la direction de déplacement de celles-ci par un courant à grande vitesse formé au
moins partiellement par un milieu liquide, et les particules peuvent se solidifier.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une déviation du courant de coulée dans sa direction d'écoulement et un agrandissement
de surface de celui-ci se produisent dans la première étape du procédé et/ou une déviation
du courant de coulée à surface agrandie et sa division et une accélération des parties
de métal liquide formées se produisent dans la deuxième étape du procédé avec (un
courant) des courants formés au moins partiellement par le milieu liquide.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'une déviation par rapport à la direction d'écoulement et un agrandissement de surface
du courant de coulée se produisent dans la première étape du procédé avec un courant
de gaz.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'une déviation du courant de coulée à surface agrandie et sa division et une accélération
des parties de métal liquide ainsi formées se produisent dans la deuxième étape du
procédé avec un courant de gaz.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le métal fondu du courant de coulée subit une surchauffe, et pour la division de
celui-ci, cette surchauffe est maintenue de telle sorte que, quand les particules
de métal liquide formées dans la deuxième étape sont chargées avec un courant à grande
vitesse avec un milieu au moins partiellement liquide dans la troisième étape du procédé,
une température de surface plus élevée que la température de solidus de l'alliage
dans les particules de métal existe sans que la température ait été égalisée sur la
section.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le courant de particule de métal liquide accéléré est chargé avec un angle γ de plus
de 45° par le courant à grande vitesse et divisé.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le courant de particule de métal liquide est chargé et divisé par un courant plat
à grande vitesse avec un milieu au moins partiellement liquide.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la division en et l'accélération des particules de métal liquide dans la deuxième
étape du procédé se produisent le long d'un trajet d'au moins 10 x le diamètre du
courant de coulée et en ce qu'une charge par le courant à grande vitesse et la division à une courte distance sont
réalisées avec une distance de tuyère inférieure à 8 x le diamètre du système de coulée.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que au moins un milieu chargeant le courant de coulée est formé dans une tuyère de courant
plate ou dans une tuyère multiple avec des ouvertures le long d'un niveau.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que au moins un milieu chargeant le courant de coulée est formé dans une tuyère multiple
avec des ouvertures au moins partiellement dans plus d'un niveau l'une au-dessus de
l'autre.
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le courant de gaz pour la première et/ou pour la deuxième étape du procédé est chauffé
à une température au-dessus de la température ambiante, de préférence au-dessus de
200°C, plus spécialement au-dessus de 400°C, si nécessaire en utilisant un échangeur
de chaleur et/ou en utilisant de l'énergie électrique, par exemple grâce à des éléments
de résistance.
12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que, pour la première et/ou la deuxième étape du procédé, un gaz ou un mélange de gaz
avec un faible effet de refroidissement sur la surface du courant de coulée ou des
particules de métal liquide est utilisé.
13. Procédé selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'une déviation du courant de coulée dans sa direction d'écoulement et un agrandissement
de surface de celui-ci dans la première étape du procédé et/ou une déviation du courant
de coulée à surface agrandie et sa division et une accélération des particules de
métal liquide formées dans la deuxième étape du procédé se produisent au moins partiellement
avec un ou des courants de gaz d'échappement formés pendant une combustion.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que, pour la première et/ou pour la deuxième étape du procédé, le courant de gaz est
chauffé et formé dans chaque cas dans un système contenant un brûleur, plus spécialement
un brûleur à grande vitesse.
15. Procédé selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce qu'un courant de gaz enfermant le courant de coulée après son émergence de la tuyère
du distributeur est préchauffé.
16. Procédé selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que le milieu liquide dans le courant à grande vitesse est converti par une augmentation
de température en un courant et en ce que ceci charge alors les particules de métal liquide dans la troisième étape du procédé.

