TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Entwässerungstechnik. Sie
betrifft eine Entwässerungsrinne gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Eine solche
Entwässerungsrinne ist z.B. aus der Druckschrift DE-U1-298 14 887 bekannt.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Herstellen einer solchen Entwässerungsrinne.
STAND DER TECHNIK
[0003] Für die Oberflächenentwässerung beispielsweise von gepflasterten oder asphaltierten
Flächen wie Parkplätzen oder dgl. sind seit langem Entwässerungsrinnen bekannt und
im Einsatz, die sich in Längsrichtung üblicherweise über mehrere Meter erstrecken
und so eine linienförmige Entwässerung ermöglichen. Die bekannten Entwässerungsrinnen
sind meist in den Boden eingelassen, so dass ihre obere Abdeckung mit der Oberfläche
der zu entwässemden Fläche abschliesst. In die obere Abdeckung sind über die Länge
verteilt Entwässerungsöffnungen in Form von Schlitzen oder Bohrungen eingelassen,
durch die das Oberflächenwasser in die darunterliegende Rinne fliessen und sich in
der Rinne sammeln kann. Die Entwässerungsrinnen sind an bestimmten Stellen mit Abläufen
verbunden, durch die das in der Rinne sich sammelnde Wasser in ein Kanalisationssystem
oder dgl. abfliessen kann.
[0004] Die bekannten Entwässerungsrinnen bestehen in der Regel aus einem rinnenförmigen,
nach oben offenen Unterteil mit U-Profil, auf welches oben eine mit den Entwässerungsöffnungen
versehene Abdeckung in Form eines Gitters, Rostes oder einer durchbrochenen Platte
aufgelegt und ggf. fixiert werden kann. Das Unterteil kann aus Beton gegossen oder
als Blechprofil ausgebildet sein. Die Abdeckung besteht üblicherweise aus Metall und
ist so ausgelegt, dass sie grössere Belastungen, wie sie durch über die Entwässerungsrinne
fahrende Fahrzeuge hervorgerufen werden, ohne Beschädigungen aushalten kann. Wird
die Abdeckung abgenommen, kann die Entwässerungsrinne leicht gereinigt und eine mögliche
Verstopfung beseitigt werden. Ein Beispiel für eine ganz aus Blech hergestellte Entwässerungsrinne
mit abnehmbarem Gitterrost ist in der eingangs genannten Druckschrift offenbart.
[0005] Derartige zweiteilige Entwässerungsrinnen, die aus dem rinnenförmigen Unterteil und
der abnehmbaren Abdeckung bestehen, haben jedoch auch gewisse Nachteile:
- Die beiden Teile der Entwässerungsrinne müssen getrennt hergestellt, transportiert
und gelagert werden, was zu einem erhöhten Herstellungsund Lagerungsaufwand führt.
- Wenn die Entwässerungsrinnen ausserhalb von Standardlängen nach Kundenwunsch zugeschnitten
werden sollen, müssen die Unterteile und Abdeckungen separat abgelängt werden, wodurch
ein erhöhter Aufwand und eine erhöhte Fehlergefahr entsteht.
- Die Befestigung der Abdeckung auf dem Unterteil erfordert zusätzliche Befestigungsmittel
und Montageschritte, die den Aufwand ebenfalls vergrössem.
- Es besteht generell die Möglichkeit, dass sich im Einsatz die Abdeckung vom Unterteil
löst oder nicht richtig auf dem Unterteil aufliegt. Hierdurch ergibt sich eine Unfallgefahr
entweder durch die lose Abdeckung oder die offenliegende Rinne.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0006] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Entwässerungsrinne zu schaffen, welche die Nachteile
bekannter Entwässerungsrinnen vermeidet und sich insbesondere durch einen einfachen
Aufbau und eine sichere und flexible Anwendung auszeichnet, sowie ein Verfahren zu
ihrer Herstellung anzugeben.
[0007] Die Aufgabe wird durch die Gesamtheit der Merkmale der Ansprüche 1 und 18 gelöst.
Der Kern der Erfindung besteht darin, das Unterteil und die obere Abdeckung so auszubilden,
dass sie eine einstückige Einheit bilden. Durch die Einstückigkeit werden Herstellung,
Vertrieb und Lagerung wesentlich vereinfacht. Da lose Teile fehlen, ist eine deutlich
verbesserte Funktionssicherheit und ein drastische Reduzierung der Unfallgefahr gegeben.
[0008] Gemäss einer möglichen Ausgestaltung der Erfindung können Unterteil und obere Abdeckung
Teil eines nahtlosen Rohres sind.
[0009] Besonders bevorzugt wird eine Ausgestaltung, bei der Unterteil und obere Abdeckung
Teil eines Metallbleches sind, welches zu einem Rohr gebogen und an den Längskanten
verbunden, insbesondere verschweisst ist, wobei die Entwässerungsrinne insbesondere
einen rechteckigen Querschnitt aufweist. Derartige geschweisste Rohre mit rechteckigem
Querschnitt (Vierkantrohre) können als Halbzeuge in den unterschiedlichsten Längen
und Materialien kostengünstig bezogen und dann durch vergleichsweise einfache Bearbeitungsschritte
(Ablängen, Laserschneiden von Abflussöffnungen, Anschweissen von Laschen, Zuschweissen
der Enden, etc.) zur fertigen Entwässerungsrinne verarbeitet werden. Da Abdeckung
und Unterteil beim Zuschneiden auf Länge immer gleichzeitig geschnitten werden, vereinfacht
sich dieser Schritt, und es werden Bearbeitungsfehler vermieden.
[0010] Bei der Entwässerungsrinne auf der Basis von Vierkantrohr können die Breite und die
Höhe der Entwässerungsrinne zwischen 20 mm und 300 mm bzw. zwischen 20 mm und 150
mm betragen.
[0011] Insbesondere hat es sich bewährt, wenn das Verhältnis von Breite zu Höhe der Entwässerungsrinne
etwa 2:1 beträgt.
[0012] Besonders dauerhafte und mechanisch stabile Entwässerungsrinnen ergeben sich, wenn
die Entwässerungsrinne aus V2A, V4A oder verzinktem Stahl besteht und eine Wandstärke
zwischen 1,8 mm und 8 mm aufweist.
[0013] Besonders günstig lassen sich die Entwässerungsrinnen nach der Erfindung herstellen,
wenn die Öffnungen in der oberen Abdeckung als Schlitze und/oder Bohrungen ausgebildet
sind und durch Laserschneiden hergestellt sind.
[0014] Bevorzugt sind die erfindungsgemässen Entwässerungsrinnen an den Enden durch Endstimplatten
abgeschlossen, wobei die Endstimplatten mit der Entwässerungsrinne durch Schweissen
verbunden sind.
[0015] Soll eine Entwässerungsrinne verlängert werden, ist es von Vorteil, wenn die Entwässerungsrinne
an einem Ende einen Flansch aufweist, mittels welchem sie mit einer weiteren Entwässerungsrinne
verbunden, insbesondere verschraubt werden kann.
[0016] Die Montage der Entwässerungsrinne nach der Erfindung wird dadurch erleichtert, dass
an den Seiten der Entwässerungsrinne in Längsrichtung aufeinanderfolgend in vorbestimmten
Abständen Stützflansche und/oder Maueranker angebracht sind.
[0017] Damit der Abfluss des in der Rinne gesammelten Wassers sichergestellt ist und die
Entwässerungsrinne für Inspektionen oder Reinigungen von aussen zugänglich ist, ist
es von Vorteil, wenn die Entwässerungsrinne wenigstens einen Rinnenabschnitt umfasst,
an dessen Ende ein Ablaufelement zum Abfliessen des Wassers angebracht, insbesondere
angeschweisst ist, wobei das Ablaufelement ein Oberteil umfasst, welches dasselbe
Querschnittsprofil und dieselbe Breite aufweist, wie der zugehörige Rinnenabschnitt,
das Oberteil nach oben hin offen ist, das Oberteil in seinem Boden eine Öffnung aufweist,
an der ein nach unten abgehender Rohrstutzen angebracht ist, das Oberteil des Abflusselements
nach oben hin durch eine abnehmbare Abdeckung abdeckbar ist, in dem Oberteil Tragelemente
angebracht sind, auf welche die Abdeckung gelegt werden kann, und Befestigungsmittel
vorgesehen sind, mittels derer die Abdeckung am Oberteil lösbar befestigt werden kann.
[0018] Eine bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens zeichnet sich dadurch
aus, dass ein nahtloses oder geschweisstes Rohr aus V2A, V4A oder verzinktem Stahl
mit einem rechteckigen Querschnitt verwendet wird, dass die Öffnungen mittels eines
Laserstrahls in die Oberseite geschnitten werden, dass die Entwässerungsrinne an den
Enden durch Aufschweissen einer Endstimplatte auf die Stirnseite des Rohres verschlossen
wird, dass an den Seiten des Rohres in vorbestimmten Abständen Stützflansche und/oder
Maueranker angeschweisst werden, und dass an einem Ende eines Rinnenabschnitts ein
Ablaufelement an die Stirnseite des Rohres angeschweisst wird.
[0019] Weitere Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN
[0020] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit
der Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen
- Fig. 1
- den Querschnitt durch eine Entwässerungsrinne auf der Grundlage eines Vierkantrohres
gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 2
- die perspektivische Ansicht einer Entwässerungsrinne nach der Erfindung mit seitlich
angebrachten Laschen und versetzten, schlitzförmigen Öffnungen auf der Oberseite;
- Fig. 3
- in einer zu Fig. 2 vergleichbaren Darstellung eine Entwässerungsrinne nach der Erfindung
mit seitlich angebrachten Laschen und Öffnungen in Form von versetzten Bohrungen auf
der Oberseite;
- Fig. 4
- im Querschnitt die einzelnen Teile eines Ablaufelements gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Fig. 5
- die Draufsicht von oben auf das Ablaufelement aus Fig. 4; und
- Fig. 6
- in einer vereinfachten perspektivischen Darstellung der Einbau eines Ablaufelements
nach Fig. 4, 5 zwischen zwei erfindungsgemässen Rinnenabschnitten.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0021] In Fig. 1 ist ein Querschnitt durch eine Entwässerungsrinne gemäss einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben. Die Entwässerungsrinne 10 der Fig.
1 basiert auf einem Vierkantrohr mit einem Boden 11, zwei Seitenwänden 12, 14 und
einer oberen Abdeckung 13. Die Entwässerungsrinne 10 ist einstückig und geschlossen
und umschliesst einen Innenraum 16, in dem das Wasser abgeführt wird. In die obere
Abdeckung 13 ist über die Länge der Rinne gleichmässig verteilt eine Vielzahl von
Öffnungen 15, die beispielsweise als querliegende, versetzte Schlitze (19 in Fig.
2) oder als (kreisrunde) Bohrungen (20 in Fig. 3) ausgebildet sein können. Die Entwässerungsrinne
10 hat eine Breite B und eine Höhe H, die je nach Anwendungszweck in weiten Bereichen
variieren können. So kann die Breite B beispielsweise im Bereich zwischen 20 mm und
300 mm liegen, und die Höhe H im Bereich zwischen 20 mm und 150 mm. Beim Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 beträgt das Verhältnis von Breite B zu Höhe H etwa 2:1. Übliche Abmessungen
dafür sind B=120 mm und H=60 mm. Die Wanddicke (Materialstärke) der Entwässerungsrinne
10 kann im Bereich zwischen 1,5 mm und 8 mm liegen; ihre Wahl richtet sich unter anderem
nach der gewünschten Belastbarkeit bzw. mechanischen Stabilität der Rinne. Bewährt
haben sich Wandstärken von 3, 4 oder 5 mm.
[0022] Für die Herstellung der Entwässerungsrinnen 10. 10' und 10" gemäss Fig. 1 bis 3 werden
vorzugsweise Standardrohre mit einer Standardlänge von z.B. 3 m eingesetzt, die kostengünstig
von Stahlherstellern zu beziehen sind und dadurch den Herstellungsaufwand deutlich
reduzieren. Die Standardrohre, die vorzugsweise ein rechteckiges Querschnittsprofil
aufweisen, aber auch andere Profile wie z.B. ein halbkreisförmiges oder trapezförmiges
Profil haben können, sind aus verzinktem Stahl, vorzugsweise jedoch aus Edelstahl
V2A (Material-Nr. 1.4301) oder V4A. Sie können als gezogene oder geschweisste Rohre
ausgebildet sein. Die Standardrohre sind - abgesehen von den offenen Enden - zunächst
allseitig geschlossen. In diejenige Seite der Rohre, die später als obere Abdeckung
13 den Zugang des Wassers zur Rinne gewährleisten soll, werden über die Länge und
Breite gleichmässig verteilt Öffnungen 15 eingebracht. Grösse und Verteilung der Öffnungen
15 werden nach Gesichtspunkten der mechanischen Stabilität, der maximal abzuführenden
Wassermenge, des Siebeffektes und dgl. ausgewählt. Besonders bewährt haben sich die
in Fig. 2 gezeigten querliegenden und versetzt angeordneten Schlitze 19 sowie die
in Fig. 3 gezeigten, versetzt angeordneten Bohrungen 20. Für das Einbringen der Öffnungen
15, 19, 20 wird vorzugsweise ein rechnergesteuertes Laserschneidverfahren eingesetzt.
[0023] Nachdem die Rohre in den Standardlängen mit den Öffnungen 15, 19, 20 versehen sind,
werden sie auf die gewünschte Länge zugeschnitten und anschliessend mit den notwendigen
Zusatzelementen versehen. Zu diesen Zusatzelementen gehören gemäss Fig. 2 und 3 Maueranker
18 und Stützflansche 17. Die Maueranker 19 dienen der Verankerung der Entwässerungsrinnen
10, 10', 10" in einem Betonbett oder dgl.. Die Maueranker 19 sind mit einer zentralen
Bohrung versehene, rechteckige Laschen, die an den Seitenwänden 12, 14 der Entwässerungsrinne
10,10', 10" angeschweisst werden. Es hat sich bewährt, pro Meter und Seite der Entwässerungsrinne
10, 10', 10" einen Maueranker 19 vorzusehen. Die Stützflansche 17, die in Verlängerung
des Bodens 11 seitlich herausstehen und durch angeschweisste rechteckige Laschen gebildet
werden, stützen die Rinne nach dem Absetzen auf den Boden. Auch in diesem Fall hat
es sich bewährt, pro Meter und Seite und zusätzlich an den Enden einen Stützflansch
17 vorzusehen.
[0024] Ein weiteres wesentliches Zusatzelement ist das in Fig. 4, 5 und 6 beispielhaft gezeigte
Ablaufelement 21. Das Ablaufelement 21 hat dieselbe Breite Bund-abgesehen von dem
Rohrstutzen 23 - dieselbe Höhe H wie die zugehörige Entwässerungsrinne. Es lässt sich
daher übergangslos an einem Ende der Entwässerungsrinne anschweissen oder - wie in
Fig. 6 dargestellt - zwischen zwei Rinnenabschnitten 30 und 31 einer Entwässerungsrinne
35 einschweissen. Das Ablaufelement 21 hat im wesentlichen zwei Funktionen: Zum einen
soll das sich in der Entwässerungsrinne 10, 10', 10" sammelnde Wasser in ein Kanalisationssystem
oder dgl. abgeleitet werden. Zum anderen schafft das Ablaufelement 21, weil es nach
oben geöffnet werden kann, Zugang zu der seitlich anschliessenden Entwässerungsrinne
bzw. dem seitlich anschliessenden Rinnenabschnitt 30, 31 (Fig. 6). Dieser Zugang ist
notwendig, um im Falle einer Verstopfung oder Verschmutzung der Rinne Reinigungsmassnahmen
durchführen zu können.
[0025] Das Ablaufelement 21 besteht im wesentlichen aus einem nach oben offenen Oberteil
22 mit U-förmigem Querschnittsprofil, das im Boden eine grosse kreisrunde Öffnung
35 aufweist, an die ein nach unten abgehender Rohrstutzen 23 angeschlossen bzw. angeschweisst
ist. Der Rohrstutzen 23 ist vorzugsweise für den Anschluss angenormte Abwasserrohre
ausgelegt. Im Oberteil 22 sind an zwei gegenüberliegenden Seiten zwei horizontal verlaufende
Tragwinkel 24, 25 angebracht, auf die eine abnehmbare Abdeckung 29 aufgelegt werden
kann. Die Abdeckung 29 kann mittels einer Befestigungsschraube 27 mit einem mit einer
zentralen Gewindebohrung versehenen plattenförmigen Befestigungselement 26 verschraubt
werden, das zuvor unter die Tragwinkel 24, 25 geschoben worden ist. Die Abdeckung
29 kann einen Einsatz 28 aufweisen, der verschiedenen Zwecken dienen kann.
[0026] Soll die Entwässerungsrinne 10, 10', 10", 35 an einem Ende verschlossen werden, wird
- wie in Fig. 6 beispielhaft gezeigt - als Abschluss eine Endstimplatte 34 passender
Grösse angeschweisst. Soll eine Entwässerungsrinne über die Standardlänge hinaus verlängert
werden, wird am entsprechenden Ende ein Flansch 32 mit Schraublöchem 33 angeschweisst
(Fig. 6). Der Anschluss an der Flanschverschraubung 32, 33 erfolgt dann mittels einer
zwischengelegten Gummidichtung und den entsprechenden Schrauben.
[0027] Insgesamt ergibt sich mit der Erfindung eine Entwässerungsrinne bzw. ein Entwässerungssystem
mit den folgenden Eigenschaften und Vorteilen:
- Die Entwässerungsrinne ist eine Monoblockrinne (geschlossene, einstückige Rinne).
- Die Entwässerungsrinne basiert vorzugsweise auf einem Vierkantedelstahlrohr mit diversen
Höhen und Breiten.
- Die Materialstärke beträgt vorzugsweise 3, 4 oder 5 mm.
- Die Oberfläche (obere Abdeckung) ist mit Schätzen oder Bohrungen versetzt.
- Für die Befestigung sind 2 Stück Laschen pro 2 Meter und Seite vorgesehen.
- Es sind seitliche Maueranker angebracht.
- Wegen der Einstückigkeit sind kein separater Rost und keine Rostverschraubung nötig.
- Da die Rinne eine Monoblockrinne ist, wird eine Unfallgefahr wegen loser Einzelteile
vermieden.
[0028] Die Herstellung der erfindungsgemässen Entwässerungsrinne zeichnet sich durch folgende
Schritte aus:
- Es werden Standardrohre (Elemente à 3 Meter Länge) vom Stahllieferanten bezogen.
- Mittels Laserschneiden werden Bohrungen bzw. Schlitze in die obere Abdeckung eingebracht.
- Die gelaserten Rohre werden nach Kundenwunsch auf Länge zugeschnitten.
- Es wird auf Wunsch ein Ablaufelement eingeschweisst.
- Es wird pro Meter und Seite 1 Maueranker angeschweisst.
- Es wird pro Meter und Seite und am Ende ein Stützflansch angeschweisst.
- Es wird als Abschluss jeweils eine Endstimplatte angeschweisst.
- Bei Elementen von mehr als 6 Metern Länge wird eine Flanschverschraubung angeschweisst;
die Verbindung erfolgt mit Gummidichtung und Schrauben.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0029]
- 10,10',10",35
- Entwässerungsrinne
- 11
- Boden
- 12,14
- Seitenwand
- 13
- obere Abdeckung
- 15
- Öffnung (Bohrung, Schlitz)
- 16
- Innenraum
- 17
- Stützflansch
- 18
- Maueranker
- 19
- Schlitz
- 20
- Bohrung
- 21
- Ablaufelement
- 22
- Oberteil (U-förmig)
- 23
- Rohrstutzen
- 24,25
- Tragwinkel
- 26
- Befestigungselement
- 27
- Befestigungsschraube
- 28
- Einsatz
- 29
- Abdeckung (abnehmbar)
- 30,31
- Rinnenabschnitt
- 32
- Flansch
- 33
- Schraubloch
- 34
- Endstimplatte
- 35
- Öffnung
- B
- Breite
- H
- Höhe
- L
- Länge (Ablaufelement)
1. Entwässerungsrinne (10, 10', 10", 35) aus Metall, mit einem rinnenförmigen Unterteil
(11, 12, 14), sowie mit einer das Unterteil (11, 12, 14) nach oben hin abschliessenden,
mit einer Vielzahl von Öffnungen (15) versehenen oberen Abdeckung (13), dadurch gekennzeichnet, dass Unterteil (11, 12, 14) und obere Abdeckung (13) eine einstückige Einheit bilden.
2. Entwässerungsrinne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Unterteil (11, 12, 14) und obere Abdeckung (13) Teil eines nahtlosen Rohres sind.
3. Entwässerungsrinne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Unterteil (11, 12, 14) und obere Abdeckung (13) Teil eines Metallbleches sind, welches
zu einem Rohr gebogen und an den Längskanten verbunden, insbesondere verschweisst
ist.
4. Entwässerungsrinne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Entwässerungsrinne (10, 10', 10", 35) einen rechteckigen Querschnitt aufweist.
5. Entwässerungsrinne nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (B) und die Höhe (H) der Entwässerungsrinne (10, 10', 10", 35) zwischen
20 mm und 300 mm bzw. zwischen 20 mrn und 150 mm betragen.
6. Entwässerungsrinne nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von Breite (B) zu Höhe (H) der Entwässerungsrinne (10, 10', 10", 35)
etwa 2:1 beträgt.
7. Entwässerungsrinne nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Entwässerungsrinne (10, 10', 10", 35) aus V2A, V4A oder verzinktem Stahl besteht
und eine Wandstärke zwischen 1,8 mm und 8 mm aufweist.
8. Entwässerungsrinne nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (15) in der oberen Abdeckung (13) als Schlitze (19) und/oder Bohrungen
(20) ausgebildet sind.
9. Entwässerungsrinne nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (15, 19, 20) durch Laserschneiden hergestellt sind.
10. Entwässerungsrinne nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Entwässerungsrinne (10, 10', 10", 35) an den Enden durch Endstimplatten (34)
abgeschlossen ist.
11. Entwässerungsrinne nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Endstimplatten (34) mit der Entwässerungsrinne (10, 10', 10", 35) durch Schweissen
verbunden sind.
12. Entwässerungsrinne nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Entwässerungsrinne (35) an einem Ende einen Flansch (32) aufweist, mittels weichem
sie mit einer weiteren Entwässerungsrinne verbunden, insbesondere verschraubt werden
kann.
13. Entwässerungsrinne nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass an den Seiten der Entwässerungsrinne (10, 10', 10", 35) in Längsrichtung aufeinanderfolgend
in vorbestimmten Abständen Stützflansche (17) und/oder Maueranker (18) angebracht
sind.
14. Entwässerungsrinne nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Entwässerungsrinne (35) wenigstens einen Rinnenabschnitt (30, 31 ) umfasst, an
dessen Ende ein Ablaufelement (21) zum Abfliessen des Wassers angebracht, insbesondere
angeschweisst ist.
15. Entwässerungsrinne nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Ablaufelement (21) ein Oberteil (22) umfasst, welches dasselbe Querschnittsprofil
und dieselbe Breite (B) aufweist, wie der zugehörige Rinnenabschnitt (30, 31 ), dass
das Oberteil (22) nach oben hin offen ist, und dass das Oberteil (22) in seinem Boden
eine Öffnung (35) aufweist, an der ein nach unten abgehender Rohrstutzen (23) angebracht
ist.
16. Entwässerungsrinne nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Ablaufelement (21) eine Länge (L) aufweist, die gleich der Breite (B) des Ablaufelements
(21) ist.
17. Entwässerungsrinne nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberteil (22) des Abflusselements (21) nach oben hin durch eine abnehmbare Abdeckung
(29) abdeckbar ist, dass in dem Oberteil Tragelemente (24, 25) angebracht sind, auf
welche die Abdeckung (29) gelegt werden kann, und dass Befestigungsmittel (26, 27)
vorgesehen sind, mittels derer die Abdeckung (29) am Oberteil (22) lösbar befestigt
werden kann.
18. Verfahren zum Herstellen einer Entwässerungsrinne (10, 10', 10", 35) nach einem der
Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass als Entwässerungsrinne (10, 10', 10", 35) ein fertig ausgebildetes Rohr verwendet
wird, welches eine Oberseite aufweist, und dass in die Oberseite des Rohres Öffnungen
(15, 19, 20), vorzugsweise in Form von querliegenden Schlitzen (19) und/oder Bohrungen
(20), für den Durchlass des Wassers eingebracht werden.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass ein nahtloses oder geschweisstes Rohr aus V2A, V4A oder verzinktem Stahl mit einem
rechteckigen Querschnitt verwendet wird, und dass die Öffnungen (15, 19, 20) mittels
eines Laserstrahls in die Oberseite geschnitten werden.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Entwässerungsrinne (10, 10', 10", 35) an den Enden durch Aufschweissen einer
Endstimplatte (34) auf die Stirnseite des Rohres verschlossen wird.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass an den Seiten des Rohres in vorbestimmten Abständen Stützflansche (17) und/oder Maueranker
(18) angeschweisst werden.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Ende eines Rinnenabschnitts (30, 31) ein Ablaufelement (21) an die Stirnseite
des Rohres angeschweisst wird.
23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Ablaufelement (21) zwischen zwei Rinnenabschnitte (30, 31 ) eingeschweisst wird.