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EP 1 436 048 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.09.2010 Patentblatt 2010/37 |
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Anmeldetag: 16.10.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT2002/000297 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/033079 (24.04.2003 Gazette 2003/17) |
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ANLAGE ZUR BRANDBEKÄMPFUNG IN EINEM TUNNEL, INSBESONDERE EINEM STRASSENTUNNEL
INSTALLATION FOR FIRE-FIGHTING IN A TUNNEL, ESPECIALLY A ROAD TUNNEL
INSTALLATION POUR LA LUTTE ANTI-INCENDIE DANS UN TUNNEL, EN PARTICULIER DANS UN TUNNEL
ROUTIER
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR |
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Priorität: |
17.10.2001 AT 16502001
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.07.2004 Patentblatt 2004/29 |
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Patentinhaber: Hainzl Industriesysteme GmbH & Co KG |
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4020 Linz (AT) |
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Erfinder: |
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- REICHSTHALER, Georg
A-4209 Engerwitzdorf (AT)
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Vertreter: Hübscher, Helmut et al |
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Patentanwaltskanzlei Hübscher
Postfach 411 4010 Linz 4010 Linz (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-97/44095 FR-A- 2 793 149
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DE-A- 10 005 118
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zur Brandbekämpfung in einem Tunnel, insbesondere
einem Straßentunnel, mit entlang einer Tunneldecke verlaufenden, in Längsabschnitte
unterteilten, an Düsen zur Bildung eines Sprühnebels angeschlossenen oder solche Düsen
aufnehmenden Düsenleitungen, die über je ein Ventil abschnittsweise an eine Druckleitung
für eine Löschflüssigkeit angeschlossen sind, und mit einer an eine Einrichtung zur
örtlichen Erfassung von Brandherden angeschlossenen Steuereinrichtung für die Ventile
zwischen Druckleitung und Düsenleitung.
Stand der Technik
[0002] Zur Brandbekämpfung in einem Straßentunnel ist es bekannt (
EP 1103284 A2 FR-A-2793149,
DE-A-10005118), entlang der Tunneldecke Düsenleitungen mit Düsen zur Bildung eines Sprühnebels
zu verlegen und diese abschnittsweise an eine Druckleitung für Löschwasser anzuschließen,
so daß die in Längsabschnitte unterteilten Düsenleitungen im Brandfall über Ventile
abschnittsweise von der Druckleitung her mit Löschwasser beaufschlagt werden können.
Zu diesem Zweck ist eine einen Brandherd im Tunnel örtlich erfassende Einrichtung
vorgesehen, die eine Steuereinrichtung zum Betätigen der Ventile zwischen Druckleitung
und Düsenleitung beaufschlagt. Dabei werden im Brandfall nicht nur der Längsabschnitt
der Düsenleitungen im unmittelbaren Brandherdbereich, sondern auch die vor- und nachgeordneten
Längsabschnitte der Düsenleitung mit Löschwasser versorgt. Der über die Düsen im beaufschlagten
Bereich erzeugte Wassernebel erlaubt eine wirksame Brandbekämpfung unter einer gleichzeitigen
Kühlung der Umgebung des Brandherdes bei einem vergleichsweise geringen Wasserverbrauch.
Nachteilig ist allerdings, daß die gegen den Tunnelboden gerichteten Düsen aufgrund
der für die Brandbekämpfung notwendigen Durchschlagskraft nur für eine ausreichende
Nebeldichte und -verteilung im Bodenbereich des Tunnels mit der Folge sorgen können,
daß aufsteigende heiße Rauchgase eine erhebliche Wärmebelastung der Tunneldecke mit
sich bringen, was zu einer Überlastung der Tunneldecke zumindest in örtlichen Bereichen
mit der Gefahr eines Deckeneinsturzes führen kann.
Darstellung der Erfindung
[0003] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Anlage zur Brandbekämpfung in
einem Tunnel, insbesondere einem Straßentunnel, der eingangs geschilderten Art so
auszugestalten, daß eine Wärmeüberlastung der Tunneldecke durch heiße Rauchgase während
eines Brandes ausgeschlossen werden kann.
[0004] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß neben gegen einen Bodenbereich
des Tunnels gerichteten Hauptdüsen Nebendüsen mit einem geringeren Düsendurchmesser
als die Hauptdüsen zum Erzeugen eines Sprühnebels in einem oberen Tunnelbereich außerhalb
des Sprühbereiches der Hauptdüsen vorgesehen sind.
[0005] Durch das Vorsehen zusätzlicher Nebendüsen zur Erzeugung eines Sprühnebels in einem
oberen Tunnelbereich kann im durch die aufsteigenden, heißen Rauchgase besonders gefährdeten
Deckenbereich des Tunnels eine wirksame Rauchgaskühlung durch einen entsprechenden
Sprühnebel sichergestellt werden, wodurch eine Wärmeüberlastung der Tunneldecke ausgeschlossen
werden kann. Um einen solchen Sprühnebel im oberen Tunnelbereich zu erreichen, muß
die Durchschlagskraft der Nebendüsen im Vergleich zu den Hauptdüsen beschränkt werden,
was durch eine entsprechende Verringerung des Düsendurchmessers einfach erreicht wird.
Außerdem müssen sich die Sprühkegel der Nebendüsen im wesentlichen unbeeinflußt von
den Sprühbereichen der Hauptdüsen ausbilden können, um die Bildung von im wesentlichen
nebelfreien Strömungskanälen für die Rauchgase zu vermeiden. Schließlich bedingen
die kleineren Düsendurchmesser der Nebendüsen feinere Flüssigkeitströpfchen, so daß
sich eine große Oberfläche der versprühten Löschflüssigkeit ergibt, wodurch eine rasche
Kühlung zufolge des Entzuges der Verdampfungswärme aus den heißen Rauchgasen genützt
wird. Die größeren Flüssigkeitströpfchen der durch die Hauptdüsen versprühten Löschflüssigkeit
bedingen die für die Bekämpfung des Brandherdes im Bodenbereich erforderliche Durchschlagskraft
des durch die Hauptdüsen erzeugten Sprühnebels.
[0006] Um weitgehend voneinander unabhängige Sprühbereiche der Haupt- und Nebendüsen zu
erreichen, können die Sprühachsen der Nebendüsen mit den Sprühachsen der benachbarten
Hauptdüsen einen Winkel von wenigstens 45°, vorzugsweise von 50 bis 70°, einschließen.
Diese Winkelversetzung der Sprühachsen zwischen Haupt- und Nebendüsen erlaubt eine
Zusammenfassung der Haupt- und Nebendüsen in gemeinsame Sprühköpfe, ohne die bei bekannten
Sprühköpfen mit Haupt- und Nebendüsen angestrebte Vereinigung der Sprühbereiche zu
einem gemeinsamen durchschlagskräftigeren Sprühkegel befürchten zu müssen. Da ein
unmittelbares Besprühen der Tunneldecke mit Löschflüssigkeit den Löschflüssigkeitsverbrauch
erhöht, ohne die Rauchgaskühlung zu unterstützen, ist in Abhängigkeit vom Öffnungswinkel
der Sprühkegel der Nebendüsen deren Sprühachse so auszurichten, daß die Tunneldecke
im wesentlichen nicht unmittelbar mit Löschflüssigkeit besprüht wird. Dies bedingt
eine Begrenzung der Winkelversetzung der Nebendüsen gegenüber den Hauptdüsen auf vorzugsweise
70°.
[0007] Wird das Durchmesserverhältnis von Nebendüsen und Hauptdüsen zwischen 0,2 und 0,6
gewählt, so wird im allgemeinen den jeweiligen Anforderungen hinsichtlich der Tröpfchengröße
und davon abhängig der Durchschlagskraft vorteilhaft entsprochen. Die geringeren Düsendurchmesser
der Nebendüsen bedingen allerdings wegen des gleichbleibenden Beaufschlagungsdruckes
der Düsenleitungen einen entsprechend geringeren Flüssigkeitsdurchsatz durch die Nebendüsen,
so daß zur ausreichenden Versorgung des oberen Tunnelbereiches mit versprühter Löschflüssigkeit
die Anzahl der Nebendüsen gegenüber den Hauptdüsen zu vergrößern ist. Je nach den
örtlichen Verhältnissen kann die Anzahl der Nebendüsen die der Hauptdüsen wenigstens
um das Doppelte, vorzugsweise um das Drei- bis Fünffache übersteigen.
[0008] Wie bereits ausgeführt wurde, können Haupt- und Nebendüsen zu Düsenköpfen zusammengefaßt
werden, was das Versetzen der Düsen erheblich erleichtert. Besonders einfache Konstruktionsverhältnisse
werden in diesem Zusammenhang sichergestellt, wenn jeweils eine Hauptdüse mit zugeordneten
Nebendüsen in einem zur Düsenleitung koaxialen Rohrstück vorgesehen werden, das eine
radiale Hauptbohrung zur Aufnahme der Hauptdüse und dazu axial und in Umfangsrichtung
versetzt Nebenbohrungen für die Nebendüsen aufweist. Diese Rohrstücke brauchen lediglich
an weiterführende Abschnitte der Düsenleitungen angeschlossen zu werden, um bei einer
entsprechenden Ausrichtung der Hauptbohrung für eine vorteilhafte Zerstäubung der
Löschflüssigkeit einerseits in gegen den Boden gerichteten Sprühbereichen und anderseits
in Sprühbereichen zu sorgen, die eine Nebelbildung in einem oberen Tunnelbereich gewährleisten.
Das Rohrstück kann für diesen Zweck vorteilhaft in seiner Längsmitte die Hauptbohrung
und mit axialem Abstand vor und hinter der Hauptbohrung je zwei Nebenbohrungen aufweisen,
die symmetrisch zu einer Axialebene durch die Hauptbohrung unter einem Winkelversatz
von 45 bis 70° angeordnet sind, so daß solche in regelmäßigen Abständen in die Düsenleitungen
eingebundene Rohrstücke mit den Düsenbohrungen für eine im Bereich der mit Löschflüssigkeit
beaufschlagten Düsenleitungen durchgehende Sprühnebelausbildung im Tunnel sorgen.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0009] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Anlage zur Brandbekämpfung in einem Tunnel in einem schematischen
Blockschaltbild,
- Fig. 2
- die Anordnung von Haupt- und Nebendüsen einer erfindungsgemäßen Anlage in einem im
Querschnitt dargestellten Straßentunnel,
- Fig. 3
- einen Düsenkopf für Haupt- und Nebendüsen nach der Erfindung in einer Seitenansicht
in einem größeren Maßstab,
- Fig. 4
- einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3 und
- Fig. 5
- einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 3.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0010] Wie dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1 entnommen werden kann, sind entlang eines
Straßentunnels 1 im Bereich der Tunneldecke 2 in Längsabschnitte 3 unterteilte Düsenleitungen
4 vorgesehen, in die Hauptdüsen 5 und Nebendüsen 6 eingebunden sind. Die Längsabschnitte
3 der Düsenleitungen 4 sind über je ein Ventil 7 an eine Druckleitung 8 für eine Löschflüssigkeit,
im allgemeinen Löschwasser, angeschlossen. Die Druckleitung 8 wird vorzugsweise von
beiden Seiten her mit Druck beaufschlagt, um über die Tunnellänge einen ausreichenden
Mindestdruck für die Löschflüssigkeit sicherzustellen. Die Stelltriebe 9 der Ventile
7 werden über eine Steuereinrichtung 10 angesteuert, die von einer Einrichtung 11
zur örtlichen Erfassung allfälliger Brandherde im Straßentunnel 1 beaufschlagt wird.
Wird über die Einrichtung 11 ein Brandherd in einem Tunnelabschnitt gemeldet, so wird
über die Steuereinrichtung 10 das Ventil 7 für den dem Tunnelabschnitt mit dem Brandherd
zugehörigen Längsabschnitt 3 der Düsenleitung 4 geöffnet. Um einen ausreichenden Löschbereich
in Tunnellängsrichtung beidseits des Brandherdes sicherzustellen, werden zusätzlich
die benachbarten Längsabschnitte 3 der Düsenleitung 4 über die zugeordneten Ventile
7 an die Druckleitung 8 angeschlossen, so daß über den Bereich von drei Längsabschnitten
Löschflüssigkeit zu einem den Straßentunnel in diesem Bereich ausfüllenden Nebel zerstäubt
wird.
[0011] Zum Unterschied von herkömmlichen Anlagen zur Brandbekämpfung in einem Tunnel mit
Hilfe von Sprühnebeln sind nicht nur gegen den Tunnelboden 12 gerichtete Hauptdüsen
5 vorgesehen, sondern diesen Hauptdüsen 5 Nebendüsen 6 zugeordnet, die einen geringeren
Düsendurchmesser als die Hauptdüsen 5 aufweisen und außerhalb des Sprühbereiches der
Hauptdüsen 5 einen Sprühnebel in einem oberen Tunnelbereich erzeugen, wie dies in
der Fig. 2 angedeutet ist. Die drei im Bereich der Tunneldecke 2 verlegten, jeweils
gemäß Fig. 1 in Längsabschnitte unterteilten Düsenleitungen 4 sind je mit Haupt- und
Nebendüsen 5, 6 versehen, von denen die Sprühachsen 13 und 14 eingezeichnet sind,
die den Winkelversatz zwischen Haupt- und Nebendüsen 5, 6 in einer Querschnittsebene
deutlich erkennen lassen. Diese Winkelversetzung zwischen Haupt- und Nebendüsen 5,
6 wird nach den Fig. 3 und 4 durch Düsenköpfe in Form von Rohrstücken 15 sichergestellt,
die koaxial in die Längsabschnitte 3 der Düsenleitungen 4 in regelmäßigen axialen
Abständen eingeschaltet sind und in der Längsmitte eine Hauptbohrung 16 zur Aufnahme
einer Hauptdüse 5 und mit axialem Abstand vor und hinter der Hauptbohrung 16 je zwei
Nebenbohrungen 17 für die Nebendüsen 6 aufweisen. Im Ausführungsbeispiel nach den
Fig. 3 bis 5 werden die Haupt- und Nebendüsen 5, 6 durch Schraubeinsätze in den Haupt-
und Nebenbohrungen 16, 17 gebildet. Der Düsendurchmesser der Hauptdüsen 5 kann beispielsweise
1,25 mm, der der Nebendüsen 6 0,5 mm betragen, was einem Durchmesserverhältnis zwischen
Neben- und Hauptdüsen von 0,4 entspricht. Um durch die Nebendüsen 6 einen ausreichenden
Durchsatz an Löschflüssigkeit sicherzustellen, wird eine entsprechend große Anzahl
an Nebendüsen 6 vorgesehen. Damit sich die Sprühkegel der Haupt- und Nebendüsen 5,
6 nicht wesentlich beeinflussen, beträgt der Winkelversatz zwischen den Haupt- und
Nebendüsen zwischen 45 und 70°. Im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 bis 5 beträgt
der Winkel zwischen den symmetrisch zu einer Axialebene durch die Hauptdüse angeordneten
Nebendüsen 5 135°, was einer Winkelversetzung zur Hauptdüse von 67 ½° entspricht.
Zur einfachen Ausrichtung der Hauptdüsen 5 gegenüber dem mit Sprühnebel zu beaufschlagenden
Bodenbereich des Tunnels 1 ist das Rohrstück 15 mit achsparallelen Abflachungen 18
versehen, die parallel zur Hauptbohrung 16 verlaufen und Angriffsflächen für einen
Gabelschlüssel bilden.
[0012] Werden die Düsenleitungen 4 mit Löschflüssigkeit beaufschlagt, so ergibt sich aufgrund
der in den Fig. 3 bis 5 dargestellten Düsenköpfe in den Längsabschnitten 3 der Düsenleitungen
ein Sprühbild, wie es für die mittlere der drei Düsenleitungen 4 in der Fig. 2 angedeutet
ist. Die Hauptdüsen 5 haben aufgrund ihres größeren Düsendurchmessers und der dadurch
bedingten Tröpfchengröße der zerstäubten Löschflüssigkeit eine vergleichsweise hohe
Durchschlagskraft, die auch bei größeren axialen Strömungsgeschwindigkeiten innerhalb
des Tunnels 1 eine wirksame Bekämpfung eines bodennahen Brandherdes erlaubt. Unbeeinflußt
vom Sprühbereich 19 der Hauptdüsen 5 bilden sich im Bereich der Nebendüsen 6 Sprühbereiche
20 aus, die einen oberen Tunnelbereich mit Sprühnebel versorgen. Der geringere Düsendurchmesser
der Nebendüsen 6 bedingt nicht nur kleinere Flüssigkeitströpfchen, sondern begrenzt
auch die Sprühweite, so daß der obere Bereich des Tunnels im Anschluß an die Tunneldecke
2 wirksam vor Überbelastungen durch heiße Rauchgase geschützt werden kann, die durch
den Sprühnebel der Nebendüsen 6 entsprechend abgekühlt werden, indem den heißen Rauchgasen
die für die Verdampfung der Löschflüssigkeit notwendige Verdampfungswärme entzogen
wird.
[0013] Da die Düsenköpfe in regelmäßigen Abständen in Tunnellängsrichtung hintereinander
in die Düsenleitungen 4 eingebunden sind, ergibt sich eine lückenlose Brandbekämpfung
entlang der mit Löschflüssigkeit beaufschlagten Längsabschnitte 4 der Düsenleitungen
4. Um der Gefahr von sich in Tunnellängsrichtung ausbildenden Strömungskanälen in
Bereichen geringerer Sprühnebeldichten aufgrund einer gleichmäßigen Ausrichtung aller
hintereinander angeordneter Düsenköpfe vorzubeugen, können die Ausrichtungen der in
axialer Richtung aufeinanderfolgenden Düsenköpfe gegeneinander versetzt werden, wie
dies in der Fig. 2 durch die strichpunktiert angedeuteten Sprühachsen 21 versetzter
Hauptdüsen 5 angedeutet wird.
1. Anlage zur Brandbekämpfung, die in einem Tunnel, insbesondere einem Straßentunnel
installiert ist, mit entlang einer Tunneldecke verlaufenden, in Längsabschnitte unterteilten,
an Düsen zur Bildung eines Sprühnebels angeschlossenen oder solche Düsen aufnehmenden
Düsenleitungen, die über je ein Ventil abschnittsweise an eine Druckleitung für eine
Löschflüssigkeit angeschlossen sind, und mit einer an eine Einrichtung zur örtlichen
Erfassung von Brandherden angeschlossenen Steuereinrichtung für die Ventile zwischen
Druckleitung und Düsenleitung, dadurch gekennzeichnet, daß neben gegen einen Bodenbereich des Tunnels (1) gerichteten Hauptdüsen (5) Nebendüsen
(6) mit einem geringeren Düsendurchmesser als die Hauptdüsen (5) zum Erzeugen eines
Sprühnebels in einem oberen Tunnelbereich außerhalb des Sprühbereiches (19) der Hauptdüsen
(5) vorgesehen sind.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprühachsen (14) der Nebendüsen (6) mit den Sprühachsen (13) der benachbarten
Hauptdüsen (5) einen Winkel von wenigstens 45°, vorzugsweise von 50 bis 70°, einschließen.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Durchmesserverhältnis von Nebendüsen (6) und Hauptdüsen (5) zwischen 0,2 und
0,6 liegt.
4. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Nebendüsen (6) die der Hauptdüsen (5) wenigstens um das Doppelte,
vorzugsweise um das Drei- bis Fünffache übersteigt.
5. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils eine Hauptdüse (5) mit zugeordneten Nebendüsen (6) in einem zur Düsenleitung
koaxialen Rohrstück (15) vorgesehen sind, das eine radiale Hauptbohrung (16) zur Aufnahme
der Hauptdüse (5) und dazu axial und in Umfangsrichtung versetzt Nebenbohrungen (17)
für die Nebendüsen (6) aufweist.
6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohrstück (15) in seiner Längsmitte die Hauptbohrung (16) und mit axialem Abstand
vor und hinter der Hauptbohrung (16) je zwei Nebenbohrungen (17) aufweist, die symmetrisch
zu einer Axialebene durch die Hauptbohrung (16) unter einem Winkelversatz von 45 bis
70° angeordnet sind.
1. Fire-flghting installation which in installed in a tunnel, in particular a road tunnel,
having nozzle lines which extend along a tunnel roof, are divided into longitudinal
sections, are connected to nozzles for forming a spray or receive such nozzles and
are connected in sections via in each case a valve to a pressure line for an extinguishing
liquid, and having a control device, which is connected to a device for local detection
of sources of fire, for the valves between the pressure line and the nozzle line,
characterised in that in addition to main nozzles (5) directed towards a floor region of the tunnel (1),
auxiliary nozzles (6) having a smaller nozzle diameter than the main nozzles (5) are
provided for producing a spray in an upper tunnel region outside the spray region
(19) of the main nozzles (5).
2. Installation as claimed in claim 1, characterised in that the spray axes (14) of the auxiliary nozzles (6) form an angle of at least 45°, preferably
of 50 to 70°, with the spray axes (13) of the adjacent main nozzles (5).
3. Installation as claimed in claim 1 or 2, characterised in that the diameter ratio of auxiliary nozzles (6) and main nozzles (5) is between 0.2 and
0.6.
4. Installation as claimed in any one of claims 1 to 3, characterised in that the number of auxiliary nozzles (6) exceeds the number of main nozzles (5) by at
least twice, preferably by three to five-times.
5. Installation as claimed in any one of claims 1 to 4, characterised in that in each case a main nozzle (5) is provided with allocated auxiliary nozzles (6) in
a pipe section (15) which is coaxial with respect to the nozzle line and comprises
a radial main bore (16) to receive the main nozzle (5), and auxiliary bores (17),
which are axial thereto and offset in the peripheral direction, for the auxiliary
nozzles (6).
6. Installation as claimed in claim 5, characterised in that the pipe section (15) comprises in its longitudinal centre the main bore (16) and
comprises at an axial spacing upstream and downstream of the main bore (16) two respective
auxiliary bores (17) which are disposed symmetrically with respect to an axial plane
through the main bore (16) and at an angular offset of 45 to 70°.
1. Installation pour la lutte anti-incendie, installée dans un tunnel, en particulier
dans un tunnel routier, avec des conduites à buses s'étendant le long d'un plafond
de tunnel, subdivisées en tronçons longitudinaux, raccordées à des buses pour former
un brouillard de pulvérisation, ou recevant de telles buses, les conduites à buses
étant raccordées par l'intermédiaire chaque fois d'une soupape, par tronçons, à une
conduite à pression pour un liquide d'extinction, et avec, pour les soupapes, entre
conduite à pression et conduite à buses, un dispositif de commande raccordé à un système
de détection locale de foyers d'incendie, caractérisée en ce que, au voisinage des buses principales (5) orientées vers une zone de sol du tunnel (1),
sont prévues des buses annexes (6) ayant un diamètre de buse plus petit que celui
des buses principales (5), pour produire un brouillard de pulvérisation dans une zone
supérieure du tunnel, à l'extérieur de la zone de pulvérisation (19) des buses principales
(5).
2. Installation selon la revendication 1, caractérisée en ce que les axes de pulvérisation (14) des buses annexes (6) font, avec les axes de pulvérisation
(13) des buses principales (5) voisines, un angle d'au moins 45°, de préférence de
50 à 70°.
3. Installation selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le rapport des diamètres, entre buses annexes (6) et buses principales (5), est dans
la fourchette comprise entre 0,2 et 0,6.
4. Installation selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le nombre des buses annexes (6) est supérieur à celui des buses principales (5),
au moins du double, de préférence du triple au quintuple.
5. Installation selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que, chaque fois, une buse principale (5) avec des buses annexes (6) associées sont prévues
dans une pièce tubulaire (15), coaxiale par rapport à la conduite à buses, présentant
un perçage principal (16) radial, pour recevoir la buse principale (5), et des perçages
annexes (17), décalés en direction périphérique, pour les buses annexes (6).
6. Installation selon la revendication 5, caractérisée en ce que, à sa mi-longueur, la pièce tubulaire (15) présente le perçage principal (16) et,
à distance axiale, devant et derrière le perçage principal (16), chaque fois deux
perçages annexes (17) disposés symétriquement par rapport à un plan axial passant
par le perçage principal (16), sous un décalage angulaire de 45 à 70°.
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