[0001] Die Erfindung betrifft eine Pumpeneinrichtung für Pulver, insbesondere für Beschichtungspulver
gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1, ein Verfahren hierfür und eine Pulverbeschichtungseinrichtung,
die mindestens eine solche Pumpeneinrichtung aufweist.
[0002] Demgemäß betrifft die Erfindung eine Pumpeneinrichtung für Pulver, insbesondere für
Beschichtungspulver, enthaltend mindestens eine Pulver-Pumpe, welche eine Dosierkammer
aufweist, die von einem Kammergehäuse und einem Verdrängerkörper begrenzt ist, welcher
relativ zum Kammergehäuse während eines Druckhubes vor und während eines Saughubes
zurück bewegbar ist, wobei die Pumpenkammer einen Pulvereinlasskanal, welchem ein
Pulvereinlassventil zugeordnet ist, einen Pulverauslasskanal, welchem ein Pulverauslassventil
zugeordnet ist, und einen Druckgaseinlasskanal, welchem ein Druckgaseinlässventil
zugeordnet ist, aufweist, wobei zum Ansaugen einer dosierten Menge von Pulver in die
Dosierkammer das Pulvereinlassventil aufmachbar ist und das Pulverauslassventil und
das Druckgaseinlassventil schließbar sind, so dass der sich in Saughubrichtung bewegende
Verdrängerkörper Pulver durch den Pulvereinlasskanal in die Dosierkammer saugen kann,
und zum Fördern von der dosierten Pulvermenge aus der Dosierkammer das Pulvereinlassventil
schließbar ist und das Pulverauslassventil und das Druckgaseinlassventil aufmachbar
sind, so dass von dem Drucklufteinlasskanal in die Dosierkammer strömende Druckluft
die dosierte Pulvermenge von der Dosierkammer in den Pulverauslasskanal drücken kann.
[0003] Eine Pumpeneinrichtung dieser Art ist aus der EP-A-0 124 933 bekannt. Pumpeneinrichtungen
sind auch bekannt aus EP-A-1 106 547, DE-A-39 00 718, DE-A-1 087 520, US 2 667 280,
US 3 391 963.
[0004] Aus der Praxis ist eine Pumpeneinrichtung bekannt, welche zwei Pumpen aufweist, die
je einen Pulveransaugkolben und einen ihn antreibenden Pneumatikzylinder aufweisen.
Die beiden Pumpen werden gegenläufig angetrieben, so dass der eine einen Saughub ausführt,
während der andere einen Druckhub ausführt. Während des Saughubes saugt der betreffende
Pulveransaugkolben Pulver von einer Pulverquelle in seine Dosierkammer. Am Ende des
Saughubes wird mittels Druckluft, welche in die Dosierkammer eingeleitet wird, die
dort dosierte Pulvermenge aus der Dosierkammer in eine Pulverabgabeleitung. ausgestoßen.
Danach geht der Kolben während eines Druckhubes in seine Ausgangsstellung zurück,
um dann wieder während eines Saughubes Pulver von der Pulverquelle anzusaugen. Die
Fördermenge pro Zeiteinheit ist von der Frequenz abhängig, mit welcher die Kolben
hin und her bewegt werden. Eine Pumpeneinrichtung dieser Art ist in der WO 03/024612
A1 erst nach dem Prioritätstag der vorliegenden neuen Patentanmeldung beschrieben
worden.
[0005] Ferner sind sogenannte Injektoren bekannt, bei welchen nach dem Venturi-Prinzip ein
Förderluftstrom von einer Auslassdüse in eine Fangdüse strömt und im Zwischenraum
dazwischen einen Unterdruck erzeugt, durch welchen Beschichtungspulver von einer Pulverquelle
in den Förderluftstrom gesaugt wird. Solche Injektoren haben gegenüber den vorgenannten
Kolbenpumpen die Nachteile, dass die Pulverpartikel eine abrasive Wirkung auf die
Fangdüse haben und dadurch der Wirkungsgrad der Pulverförderung im Laufe der Zeit
abfällt: Eine pneumatische Pulverförderung dieser Art benötigt eine große Druckluftmenge
pro Zeiteinheit.
[0006] Die vorgenannten Kolbenpumpen haben diese Nachteile nicht. Die Kolbenpumpen haben
jedoch den Nachteil, dass sie das Pulver diskontinuierlich hubweise fördern und sowohl
zur gleichmäßigeren Pulverförderung als auch zur Förderung von größeren Pulvermengen
pro Zeiteinheit eine schnelle Kolbenbewegungsfrequenz erforderlich ist. Die Höhe der
Kolbenfrequenz ist jedoch durch die Ansteuergeschwindigkeit, mit welcher die Ventile
in den Strömungswegen der Pumpe ansteuerbar sind, begrenzt. Ferner muss darauf geachtet
werden, dass in den Pumpen und in deren Strömungswegen Pulverpartikel nicht gequetscht
werden, ansintern oder anderweitig haften bleiben und dass auch keine Zwischenräume,
Vertiefungen und dergleichen existieren, in welchen sich Pulver ansammeln kann.
[0007] Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, eine Pumpeneinrichtung, welche
mindestens einen Volumen-Verdrängerkörper aufweist, derart auszubilden, dass eine
definierte und gewünschtenfalls auch große Fördermenge Pulver pro Zeiteinheit förderbar
ist, ohne dass die vorgenannten Nachteile entstehen. Insbesondere soll über eine lange
Betriebs-Lebensdauer eine große Prozesssicherheit und große Stabilität der Pulver-Fördermenge
pro Zeiteinheit (konstante Pulverrate für eine definierte Konfiguration und definierte
Einstellung der Pumpeneinrichtung) erzielt werden.
[0008] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Merkmale von Anspruch 1 und der
anderen unabhängigen Ansprüche gelöst.
[0009] Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
[0010] Demgemäß ist die Pumpeneinrichtung gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass
eine Zeitsteuereinrichtung vorgesehen ist, durch welche in Abhängigkeit von der seit
einer vorbestimmten Betriebssituation vergangenen vorbestimmten Verzögerungszeitdauer
das Fördern des Pulvers aus der Dosierkammer gestartet wird, indem Druckluft in die
Dosierkammer eingelassen und die bis zum Ende der Verzögerungszeitdauer dosierte Pulvermenge
mittels der Druckluft aus der Dosierkammer heraus gedrückt wird.
[0011] Ferner ist gemäß der Erfindung eine Pulversprühbeschichtungseinrichtung gegeben,
welche mindestens eine solche Pumpeneinrichtung aufweist.
[0012] Außerdem offenbart die Erfindung Verfahren zur Förderung von Pulver, insbesondere
Beschichtungspulver.
[0013] Die Erfindung wird im Folgenden mit Bezug auf die Zeichnungen anhand von bevorzugten
Ausführungsformen als Beispiele beschrieben. In den Zeichnungen zeigen
- Fig. 1
- schematisch, teilweise im Querschnitt, eine Doppelpumpeneinrichtung nach der Erfindung,
- Fig. 2
- schematisch Teile von Fig. 1 zusammen mit einem Funktionsdiagramm zur Erklärung der
Erfindung,
- Fig. 3
- schematisch, teilweise im Querschnitt, eine weitere Ausführungsform einer Doppelpumpeneinrichtung
nach der Erfindung,
- Fig. 4
- schematisch, teilweise im Querschnitt, eine weitere Ausführungsform einer Doppelpumpeneinrichtung
nach der Erfindung,
- Fig. 5
- einen Längsschnitt durch ein Einwegventil nach Art eines Entenschnabels im Schließzustand,
welches bei allen Ausführungsformen von Pumpeneinrichtungen nach der Erfindung als
Pulvereinlassventil und/oder als Pulverauslassventil verwendbar ist,
- Fig. 6
- das Einwegventil von Fig. 5 in Vorderansicht entgegen der Durchlassrichtung gesehen,
- Fig. 7
- das Einwegventil im Längsschnitt gesehen im Offenzustand,
- Fig. 8
- eine Vorderansicht entgegen der Durchlassrichtung gesehen auf das Einwegventil von
Fig. 7 im Offenzustand,
- Fig. 9
- das Einwegventil der Figuren 5 bis 8 in Seitenansicht gesehen, relativ zu den Figuren
5 und 7 um 90° um die Längsachse gedreht.
[0014] Fig. 1 zeigt eine Pumpeneinrichtung nach der Erfindung für Pulver, insbesondere für
Beschichtungspulver, welche zwei Pulver-Pumpen 2-1 und 2-2 aufweist, welche je eine
Dosierkammer 4-1 bzw. 4-2 enthalten, die von einem Kammergehäuse 6-1 bzw. 6-2 und
einem Verdrängerkörper in Form einer flexiblen Membran 8-1 bzw. 8-2 begrenzt ist.
[0015] Die beiden Membranen 8-1 und 8-2 haben einen zwischen ihnen angeordneten, gemeinsamen
Antrieb 10. Der Antrieb 10 kann ein mechanischer, hydraulischer, elektrischer oder
entsprechend Fig. 1 ein pneumatischer Antrieb sein. Der in Fig. 1 gezeigte pneumatische
Antrieb enthält einen quer zu den Membranen 8-1 und 8-2 verschiebbaren Antriebskolben
12, von welchem sich in Bewegungsrichtung Kolbenstangen 14-1 bzw. 14-2 weg erstrecken,
deren vom Antriebskolben 12 entfernte Enden mit der einen Membran 8-1 bzw. mit der
anderen Membran 8-2 verbunden sind, so dass die beiden Membranen sich jeweils gemeinsam
mit dem Antriebskolben 12 bewegen. Die Kolbenstangen 14-1 und 14-2 greifen jeweils
im Zentrum der betreffenden Membran 8-1 bzw. 8-2 an, welche sich jeweils zusammen
mit dem Antriebskolben 12 in Kolbenaxialrichtung bewegt. Die Membranumfangsränder
16-1 bzw. 16-2 sind jeweils an einem Teil des Kammergehäuses 6-1 bzw. 6-2 befestigt
und können sich nicht mit dem Membranzentrum zusammen mit dem Antriebskolben 12 quer
zur Membran bewegen. Wenn im Rahmen dieser Beschreibung von Hubbewegungen der Membran
die Rede ist, dann ist damit jeweils der Bereich der Membran gemeint, welcher mit
dem Antriebskolben 12 zur gemeinsamen Bewegung verbunden ist, jedoch nicht die am
Kammergehäuse befestigten Membranumfangsränder 16-1 bzw. 16-2.
[0016] Die Kammergehäuse 6-1 und 6-2 der beiden Pulver-Pumpen 2-1 und 2-2 sind vorzugsweise
Abschnitte eines gemeinsamen Gehäuseteiles oder Gehäuses, welches in Fig. 1 im Schnitt
gezeigt ist.
[0017] Die Membranen 8-1 und 8-2 (mit Ausnahme ihrer Membranumfangsränder 16-1 und 16-2)
sind während eines Druckhubes vor und während eines Saughubes zurück bewegbar mittels
des gemeinsamen Antriebes 10. In Fig. 1 befindet sich die links gezeigte Membran 8-1
in einer Endstellung "a", welches die Endstellung des Druckhubes und die Anfangsstellung
des Saughubes ist. Hierbei hat die zugehörige Dosierkammer 4-1 ihr kleinstes Volumen.
Hierbei liegt die Membran 8-1 vorzugsweise nicht vollständig an dem Kammergehäuse
6-1 an, sondern hat einen kleinen Abstand davon, damit zwischen der Membran 8-1 und
dem Kammergehäuse 6-1 Pulverpartikel nicht eingequetscht werden können. Dasselbe trifft
für die in Fig. 1 rechts gezeigte Membran 8-2 zu, wenn sich diese in einer Endstellung
"d" befindet, welches die Endstellung ihres Druckhubes und die Anfangsstellung ihres
Saughubes ist. Fig. 1 zeigt jedoch die rechte Membran 8-2 in einer linken Endstellung
"c", welches ihre Endstellung des Saughubes und ihre Anfangsstellung des Druckhubes
ist. Die beiden Membranen 8-1 und 8-2 werden von dem Antriebskolben 12 jeweils gemeinsam
nach links oder nach rechts bewegt, so dass die linke Membran 8-1 ihren Druckhub ausführt,
wenn die rechte Membran 8-2 ihren Saughub ausführt, und umgekehrt.
[0018] Der Antriebskolben 12 befindet sich in einem Zylinder 22, welcher nahe von Zylinderstirnwänden
24 und 25 beidseitig des Antriebskolbens 12 je eine Druckluft-Steueröffnung 26 bzw.
28 hat, welche über ein Umschaltventil 30 wechselweise mit einer Druckluftquelle 32
oder mit einer Entlüftungsöffnung 34 zur Außenatmosphäre zur Entlüftung verbindbar
sind. In Fig. 1 ist die rechts gezeigte Druckluft-Steueröffnung 28 mit der Druckluftquelle
32 verbunden, weshalb deren Druckluft den Antriebskolben 12 in die in Fig. 1 links
gezeigte Position gedrückt hat, während die links gezeigte Druckluft-Steueröffnung
26 mit der Entlüftungsöffnung 34 des Umschaltventils 30 verbunden ist. Das Umschaltventil
30 ist umschaltbar, so dass nach der Umschaltung die rechts gezeigte Druckluft-Steueröffnung
28 mit der Entlüftungsöffnung 34 verbunden ist und die links gezeigte Druckluft-Steueröffnung
26 mit der Druckluftquelle 32 verbunden ist. Bei dieser in Fig. 1 nicht gezeigten,
umgekehrten Stellung des Umschaltventils 30 treibt die Druckluft den Antriebskolben
12 zusammen mit den beiden Membranen 8-1 und 8-2 von links nach rechts. Dabei wird
durch die linke Membran 8-1 von ihrer Saughubanfangsposition (Druckhubendposition)
"a" in ihre Saughubendposition (Druckhubanfangsposition) "b" bewegt. Simultan dazu
wird die rechte Membran 8-2 von ihrer Saughubendposition (Druckhubanfangsposition)
"c" in ihre Saughubanfangsposition (Druckhubendposition) "d" bewegt. Die beiden Membranen
8-1 und 8-2 sind in ihrer linken Endstellung durch eine durchgezogene Linie und in
ihrer rechten Endstellung durch eine gestrichelte Linie schematisch dargestellt.
[0019] Jede Dosierkammer 4-1 und 4-2 hat einen Pulvereinlasskanal 36-1 bzw. 36-2, welchem
je ein. Pulvereinlassventil 38-1 bzw. 38-2 zugeordnet ist; einen Pulverauslasskanal
40-1 bzw. 40-2, welchem je ein Pulverauslassventil 42-1 bzw. 42-2 zugeordnet ist;
und einen Druckgaseinlasskanal 44-1 bzw. 44-2, welchem je ein Druckgaseinlassventil
46-1 bzw. 46-2 zugeordnet ist.
[0020] Zum Ansaugen einer dosierten Menge von Pulver in die in Fig. 1 links gezeigte Dosierkammer
4-1 ist das linke Pulvereinlassventil 38-1 aufmachbar, und das linke Pulverauslassventil
42-1 und das linke Druckgaseinlassventil 46-1 schließbar, so dass die sich in Saughubrichtung
von der Saughubanfangsposition "a" in die Saughubendposition "b" bewegende linke Membran
8-1 Pulver durch den linken Pulvereinlasskanal 36-1 in die linke Dosierkammer 4-1
saugen kann. Zum Fördern der dosierten Pulvermenge aus der links gezeigten Dosierkammer
4-1 in den linken Pulverauslasskanal 40-1 ist das linke Pulvereinlassventil 38-1 schließbar
und das linke Pulverauslassventil 42-1 sowie das linke Druckgaseinlassventil 46-1
aufmachbar, so dass Druckgas, z. B. Druckluft, von einer Druckgasquelle 45-1, z. B.
einer Druckluftquelle, durch den linken Druckgaseinlasskanal 44-1 in die linke Dosierkammer
4-1 strömen und die dosierte Pulvermenge von der Dosierkammer 4-1 in den linken Pulverauslasskanal
40-1 drücken kann. Danach oder während dieses Ausstoßens des Pulvers aus der linken
Dosierkammer 4-1, je nach Ausführungsform der Pumpeneinrichtung, wird die linke Membran
8-1 von dem Antriebskolben 12 wieder von der rechten Saughubendopsition "b" in die
linke Saughubanfangsposition "a" zurück bewegt, was hier als Druckhub bezeichnet wird,
damit sie anschließend wieder einen Saughub ausführen kann.
[0021] Korrespondierende Funktionen führen auch die vom Antrieb 10 angetriebene, in Fig.
1 rechts gezeigte Membran 8-2 und die ihr zugeordneten Ventile 38-2, 42-2, 45-2 und
46-2 aus bezüglich der zugehörigen rechten Dosierkammer 4-2, des zugehörigen rechten
Pulvereinlasskanales 36-2 und des zugehörigen rechten Pulverauslasskanales 40-2 und
einer rechts gezeigten Druckgasquelle 45-2, z. B. einer Druckluftquelle. Die rechte
Membran 8-2 macht jedoch ihren Druckhub, wenn die linke Membran 8-1 ihren Saughub
macht, und umgekehrt.
[0022] Die beiden Pulvereinlassventile 38-1 und 38-2 haben je einen Ventilkörper 38-3 und
einen Ventilsitz 38-4 mit einer Ventilöffnung, die vom Ventilkörper 38-3 verschließbar
ist. Die beiden Pulverauslassventile 42-1 und 42-2 haben je einen Ventilkörper 42-3
und einen Ventilsitz 42-4 mit einer Ventilöffnung, die vom Ventilkörper 42-3 verschließbar
ist.
[0023] Die beiden in Fig. 1 gezeigten Pulverauslasskanäle 40-1 und 40-2 haben eine gemeinsame
Pulverabgabeöffnung 48, an welche über eine Pulverabgabeleitung 50 ein Pulverempfänger
angeschlossen ist, beispielsweise eine Pulverspritzvorrichtung 52 zum Sprühen des
Pulvers 54 auf ein zu beschichtendes Objekt oder ein Pulverzwischenbehälter, von welchem
dann das Pulver 54 einer Pulverspritzvorrichtung 52 zugeführt wird, oder ein Pulversammelbehälter.
[0024] Die beiden Pulvereinlasskanäle 36-1 und 36-2 können getrennt oder gemeinsam an eine
gemeinsame oder an verschiedene Pulverquellen angeschlossen sein. In Fig. 2 sind sie
vorzugsweise über eine gemeinsame Pulvereinlassöffnung 56 und über eine Pulveransaugleitung
58 an einen Farbwechsler 60 angeschlossen. Der Farbwechsler 60 ist eine Kanalweiche
oder Pulverweiche, durch welche je nach Weichenstellung einer von mehreren Pulverbehältern
62, 63, 64 usw. mit der Pulveransaugleitung 58 wahlweise verbindbar ist. Die Umschaltung
des Farbwechslers 60 erfolgt vorzugsweise mittels Druckgas, z. B. Druckluft, einer
Druckgasquelle, z. B. einer Druckluftquelle 66 über eine gesteuerte Ventilanordnung
67.
[0025] Der Farbwechsler 60 ist auch in eine Schaltstellung schaltbar, bei welcher keiner
der Pulverbehälter 62, 63, 64, sondern statt dessen die Druckgasquelle 66 über eine
Druckgasleitung 69 mit der Pulveransaugleitung 58 verbunden ist, so dass Druckgas,
z. B. Druckluft über die Pulvereinlasskanäle 36-1, 36-2 und deren Pulvereinlassventile
38-1, 38-2 durch die Dosierkammern 4-1 und 4-2 und dann auch über deren Pulverauslassventile
42-1 bzw. 42-2 und die Pulverauslasskanäle 40-1, 40-2 zu der Pulverabgabeleitung 50
und von dieser durch die Pulverspritzvorrichtung 52 in die Außenatmosphäre strömen
kann, um die ganze Anlage von Pulverresten zu reinigen. Mittels einer, vorzugsweise
elektronischen oder computerisierten, Pumpensteuereinrichtung 68 kann ferner vorgesehen
sein, dass gleichzeitig oder nach dieser Reinigung Druckgas, z. B. Druckluft von einer
Druckgasquelle 45-1 bzw. 45-2 über den Druckgaseinlasskanal 44-1 bzw. 44-2 und deren
zugehöriges steuerbares Druckgaseinlassventil 46-1 bzw. 46-2 in das eine Ende der
Dosierkammer 4-1 bzw. 4-2 eingeblasen und damit Pulver aus der Dosierkammer am anderen
Kammerende durch das dortige Pulverauslassventil 42-1 bzw. 42-2 und den sich daran
anschließenden Pulverauslasskanal 40-1 bzw. 40-2 durch die Pulverabgabeleitung 50
und die Pulverspritzvorrichtung 52 ausgeblasen wird. Der Druckgaseinlasskanal 44-1
bzw. 44-2 kann einen parallel zu ihm angeordneten Druckgasreinigungskanal 72-1 bzw.
72-2 aufweisen, welcher gegen die stromabwärtigen Teile des betreffenden Pulvereinlassventils
38-1 bzw. 38-2 gerichtet ist, um diese von Pulverpartikeln zu reinigen, falls nicht
bereits der Druckgaseinlasskanal 44-1 bzw. 44-2 gegen die stromabwärtigen Bereiche
der Pulvereinlassventile 38-1 bzw. 38-2 gerichtet ist und dadurch diese reinigt.
[0026] Gleichzeitig oder nach dieser Reinigung kann von der Pumpensteuereinrichtung 68 über
eine Steuerleitung 70 ein Ventil 71 geöffnet werden, um Druckgas, z. B. Druckluft,
von einer Druckgasquelle 75 durch eine Zusatzgasleitung 73-1 bzw. 73-2 auf die stromabwärtigen
Teile der Pulverauslassventile 42-1 bzw. 42-2, gegen welche die Zusatzgasleitung gerichtet
ist, zu blasen und von dort durch die Pulverauslasskanäle 40-1 und 40-2 und die Pulverabgabeleitung
50 zur Pulverspritzvorrichtung 52 und von dort in die Außenatmosphäre zu leiten.
[0027] Die Pumpeneinrichtung 68 steuert alle steuerbaren Ventile und den Farbwechsler 60.
[0028] Die Pumpensteuereinrichtung 68 enthält eine Zeitsteuereinrichtung 74, durch welche
in Abhängigkeit von der seit einer vorbestimmten Saughubposition, z. B. P1 oder P2
der links gezeigten Membran 8-1 und einer vorbestimmten Saughubposition, z. B. P4
oder P3, der rechts gezeigten Membran 8-2, vergangenen vorbestimmten Verzögerungszeitdauer
das Fördern des Pulvers aus der betreffenden Dosierkammer 4-1 bzw. 4-2 gestartet wird.
Am Ende der Verzögerungszeit wird das Druckgas der Druckgasquelle 45-1 bzw. 45-2 durch
das Druckgaseinlassventil 46-1 bzw. 46-2 in die Dosierkammer 4-1 bzw. 4-2 eingelassen,
so dass die bis zum Ende der Verzögerungszeit dosierte Pulvermenge mittels dieses
Druckgases aus der Dosierkammer heraus gedrückt wird durch das betreffende Pulverauslassventil
42-1 bzw. 42-2 in die Pulverabgabeleitung 50 und von dieser zur Pulverspritzvorrichtung
52 oder zu einem Pulverbehälter.
[0029] Die genannte "vorbestimmte Saughubposition" kann gemäß einer Ausführungsform die
Saughubanfangsposition "a" entsprechend P1 für die linke Membran 8-1 und "d" entsprechend
P4 für die rechte Membran 8-2 sein, welche in Fig. 1 für die links gezeigte Membran
8-1 die in ausgezogenen Linien dargestellte Stellung "a" ist, und welches für die
in Fig. 1 rechts gezeigte Membran 8-2 die in gestrichelten Linien gezeigte Position
"d" ist.
[0030] Die Saughubanfangsposition "a" wird für die in Fig. 1 und 2 links gezeigte Membran
8-1 durch einen Sensor S1 an einer Position P1 detektiert. Dies ist für die linke
Membran 8-1 gleichzeitig die Druckhubendposition. Für die rechte Membran 8-2 ist die
Position P1 am Sensor S1 die Saughubendposition und gleichzeitig die Druckhubanfangsposition.
[0031] Die Saughubanfangsposition "d" wird für die in Fig. 1 und 2 rechts gezeigte Membran
8-2 durch einen Sensor S4 an einer Position P4 detektiert. Dies ist für die rechte
Membran 8-2 gleichzeitig die Druckhubendposition. Für die linke Membran 8-1 ist die
Position P4 am Sensor S4 die Saughubendposition und gleichzeitig die Druckhubanfangsposition.
[0032] Wenn die Membranen 8-1 und 8-2 eine dem Sensor S1 bei P1 oder dem Sensor S4 bei P4
entsprechende Endposition "a" entsprechend "c", oder "d" entsprechend "b" erreicht
haben, gibt der betreffende Sensor ein Signal an die Pumpensteuereinrichtung 68 zur
Umkehr der Bewegung des Antriebskolbens 12 und damit auch der beiden Membranen in
der einen oder anderen Richtung durch Druckluftzufuhr zur Druckluft-Steueröffnung
26 oder zur Druckluft-Steueröffnung 28 und durch Entlüften der jeweils anderen Druckluft-Steueröffnung.
[0033] Wenn bei der betreffenden Ausführungsform der Pumpeneinrichtung die genannte "vorbestimmte
Saughubposition" die Saughubanfangsposition "a" bzw. "d" der Membran 8-1 bzw. der
Membran 8-2 ist, dann erkennt die Zeitsteuereinrichtung 74 der Pumpensteuereinrichtung
68 anhand der Signale der Sensoren S1 und S4, wenn die Membranen 8-1 und 8-2 die betreffende
Endposition erreicht haben.
[0034] Die Sensoren S1 und S4 können an jeder beliebigen Stelle angeordnet sein, wo Positionen
der Membran 8-1 und 8-2 ermittelbar sind, insbesondere an Stellen des Zylinders 22
oder des Antriebskolbens 12 oder der Kolbenstangen 14-1 und 14-2 oder des Kammergehäuses
6-1, 6-2 oder der Membranen 8-1 und 8-2. Gemäß bevorzugter Ausführungsform sind sie
am Zylinder 22, vorzugsweise auf dessen Außenseite, an Positionen P1 und P4 angeordnet,
welche der Antriebskolben 12 jeweils hat, wenn sich die Membranen 8-1 und 8-2 in einer
der beiden Endstellungen befinden.
[0035] Gemäß der Erfindung kann mittels Druckgas der Druckgasquelle 45-1 dosiertes Pulver
aus der linken Dosierkammer 4-1, und mittels Druckgas der Druckgasquelle 45-2 dosiertes
Pulver aus der rechten Dosierkammer 4-2 nicht nur bei Erreichen der Saughubendposition
"b" der linken Membran 8-1 und "c" der rechten Membran 8-2 durch das betreffende Pulverauslassventil
42-1 bzw. 42-2 ausgestoßen werden, sondern auch bereits früher, wenn erst eine kleinere
Pulvermenge in der betreffenden Dosierkammer ist. Dies wird durch eine Verzögerungszeitdauer
erreicht, welche an der Zeitsteuereinrichtung 74 vorzugsweise variabel einstellbar
ist. Dadurch ist es möglich kleiner dosierte Pulvermengen aus der betreffenden Dosierkammer
4-1 bzw. 4-2 auszustoßen, bevor die zugehörige Membran 8-1 bzw. 8-2 ihren vollen Saughub
vollendet hat. Hierbei wird das jeweils zugehörige Pulvereinlassventil 38-1 bzw. 38-2
jeweils sofort geschlossen, wenn Druckgas der Druckgasquelle 45-1 bzw. 45-2 über den
Druckgaseinlasskanal 44-1 bzw. 44-2 in die betreffende Dosierkammer 4-1 bzw. 4-2 eingeblasen
wird. Je nach Größe der vorbestimmten Verzögerungszeit ist zum Zeitpunkt des Pulverausstoßes
eine größere oder kleinere Menge Pulver in der betreffenden Dosierkammer angesaugt
worden. Dadurch besteht durch Einstellen unterschiedlicher Verzögerungszeitdauern
die Möglichkeit, die dosierte Pulverfördermenge der Dosierkammern 4-1 bzw. 4-2 zu
variieren, unabhängig von der Frequenz, mit welcher die Membranen 8-1 und 8-2 von
dem gemeinsamen Antrieb 10 hin und her bewegt werden. Die Bewegungsfrequenz der Membranen
kann konstant gehalten werden oder ebenfalls variabel sein.
[0036] Gemäß der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung befindet sich die "vorbestimmte
Saughubposition" an einer Stelle zwischen der Saughubanfangsposition "a" bzw. "d"
und der Saughubendposition "b" bzw. "a", vorzugsweise näher bei der Saughubanfangsposition
als bei der Saughubendposition.
[0037] Bei der bevorzugten Ausführungsform wird diese vorbestimmte Saughubposition für die
in Fig. 1 und 2 links gezeigte Membran 8-1 durch einen Sensor S2 an einer Position
P2 und für die in Fig. 1 und 2 rechts gezeigte Membran 8-2 durch einen Sensor S3 an
einer Position P3 definiert. Die beiden Sensoren S2 und S3 können wie die Sensoren
S1 und S2 an jeder beliebigen Stelle angeordnet sein, wo sie definierte Positionen
der Membran 8-1 und 8-2 zwischen deren Endpositionen a, b, c und d detektieren können,
beispielsweise am Zylinder 22, am Antriebskolben 12, an dessen Kolbenstangen 14-1
und 14-2 oder an den Membranen selbst oder an dem Kammergehäuse 6-1, 6-2. Gemäß bevorzugter
Ausführungsform der Erfindung sind sie an dem Zylinder 22 angeordnet. Es wird ein
Sensorsignal ausgelöst, wenn der Antriebskolben 12 oder ein bestimmter Teil des Antriebskolbens
12 dem jeweiligen Sensor benachbart ist. Der Sensor S2 sendet jeweils dann ein Signal
an die Zeitsteuereinrichtung 74 der Pumpensteuereinrichtung 68, wenn die linke Membran
8-1 eine dem Sensor S2 entsprechende Position erreicht, die so gewählt wird, dass
sie beim Saughub der vorbestimmten Saughubposition der linken Membran 8-1 entspricht.
Entsprechend sendet der Sensor S3 jeweils dann ein Signal an die Zeitsteuereinrichtung
74 der Pumpensteuereinrichtung 68, wenn die rechte Membran 8-2 eine dem Sensor S3
entsprechende Position erreicht, die so gewählt wird, dass sie beim Saughub der vorbestimmten
Saughubposition der rechten Membran 8-2 entspricht. Durch die zeitliche Abfolge der
Signale der angebrachten Sensoren erkennt die Zeitsteuereinrichtung, ob bei Empfang
eines Signals des Sensors S2 bzw. des Sensors S3 die linke Membran 8-1 oder die rechte
Membran 8-2 zu diesem Zeitpunkt einen Saughub ausführt. Im Falle eines Saughubes startet
die Zeitverzögerungseinrichtung 74 die vorbestimmte Zeitverzögerungsdauer, an deren
Ende Druckgas in die Dosierkammer 4-1 bzw. in die Dosierkammer 4-2 gelassen wird zum
Herausdrücken der dosierten Pulvermenge.
[0038] Gemäß der bevorzugten Ausführungsform ist die Bewegungsstrecke der Membranen 8-1
und 8-2 bei allen Hubbewegungen konstant gleich groß und sie erstreckt sich von dem
Sensor S1 bis zum Sensor S4 bzw. umgekehrt. Durch entsprechende Ansteuerung der Antriebsdruckluft
mittels des Umschaltventils 30 könnte die Bewegungsstrecke auch verkürzt werden.
[0039] Fig. 2 zeigt über der Pumpeneinrichtung ein Diagramm, in welchem auf der horizontalen
Achse S die Hubstrecke des Antriebskolbens 12, welche der Bewegungsstrecke der Membranen
8-1 und 8-2 entspricht, mit der Endposition P1 bei dem Sensor S1, der Endposition
P4 bei dem Sensor S4, der vorbestimmten Saug-Teilhubposition P2 bei dem Sensor S2
und der vorbestimmten Saug-Teilhubposition P3 bei dem Sensor S3. Auf der vertikalen
Achse des Diagramms sind die Saughubzeiten It
0 bis It
10 für die links gezeigte Membran 8-1 aufgetragen. In umgekehrter Richtung von der Endposition
P4 bis zur Endposition P1 entspricht dies dem Druckhub der links gezeigten Membran
8-1. Wenn die links gezeigte Membran 8-1 sich von der Saughubanfangsposition P1 nach
rechts bewegt, erreicht sie die vorbestimmte Saug-Teilhubposition P2 bei dem Sensor
S2. Bei Erreichen dieser vorbestimmten Saug-Teilhubposition P2 wird von der Zeitsteuereinrichtung
74 eine vorbestimmte, vorzugsweise variabel einstellbare, Verzögerungszeitdauer gestartet,
bei deren Ablauf das Druckgas der Druckgasquelle 45-1 über den Druckgaseinlasskanal
44-1 in die Dosierkammer 4-1 eingelassen wird, damit das Druckgas die bis dahin in
diese Dosierkammer 4-1 eingesaugte Pulvermenge durch das Pulverauslassventil 42-1
in die Pulverabgabeleitung 50 drückt und durch diese hindurch aus der Pulverspritzvorrichtung
52. Das Ende der Verzögerungszeitdauer kann jeder beliebige Zeitpunkt sein, während
welchem sich der Antriebskolben 12 und entsprechend die links gezeigte Membran 8-1
zwischen der vorbestimmten Saug-Teilhubposition P2 bei dem Sensor S2 und der Saughubendposition
P4 bei dem Sensor S4 befindet.
[0040] Wenn der Antriebskolben 12 den Sensor S4 in der Endposition P4 erreicht hat, wird
dies von der Pumpensteuereinrichtung 68 durch ein Signal des Sensors S4 erkannt. Die
Pumpensteuereinrichtung 68 schaltet daraufhin das Umschaltventil 30 in die in Fig.
1 gezeigte Stellung um, in welcher Druckluft der Druckluftquelle 32 den Antriebskolben
12 wieder zurück treibt zur anderen Endposition P1 bei dem Sensor S1. Durch ein Signal
von dem Sensor S1 beginnt dann der Zyklus erneut. Die Umschaltung der Bewegung der
beiden Membranen 8-1 und 8-2, und damit auch des Antriebkolbens 12, von der einen
Bewegungsrichtung in die andere Bewegungsrichtung an den Bewegungspunkten kann jeweils
ohne oder mit Zeitverzögerung erfolgen. Die Zeitverzögerung kann fest eingestellt
oder variabel einstellbar sein, beispielsweise in einem Programm programmierbar sein.
[0041] Bei der Bewegung des Antriebskolbens 12 von der rechts gezeigten Endposition P4 bei
dem Sensor S4 zur links gezeigten Endposition P1 bei dem Sensor S1 wird die links
gezeigte Membran 8-1 von ihrer gestrichelt gezeichneten Druckhubanfangsposition "b",
welche der Saughubendposition entspricht, in die Druckhubendposition "a" bewegt, welche
mit ausgezogener Linie 8-1 dargestellt ist.
[0042] Während dieses Druckhubes der linken Membran 8-1 wir die rechts gezeigte Membran
8-2 von dem Antriebskolben 12 von ihrer in gestrichelten Linien gezeigten Saughubanfangsposition
"d" (Druckhubendposition) in die in ausgezogenen Linien gezeigte Saughubendposition
"c" bewegt, wobei sie über das Pulvereinlassventil 38-2 Pulver vom Farbwechsler 60
in ihre Dosierkammer 4-2 einsaugt. Wenn der Antriebskolben 12 bei diesem Saughub von
Position P4 bei S4 kommend die vorbestimmte Saughubposition P3 bei dem Sensor S3 erreicht,
wird durch ein Signal dieses Sensors S3 von der Zeitsteuereinrichtung 74 eine vorbestimmte,
vorzugsweise variabel einstellbare, Verzögerungszeitdauer gestartet. Bei Ablauf dieser
Verzögerungszeitdauer wird von der Pumpensteuereinrichtung 68, ausgelöst durch die
Zeitsteuereinrichtung 74, Druckgas der in Fig. 1 rechts gezeigten Druckgasquelle 45-2
über deren Druckgaseinlassventil 46-2 und den Drucklufteinlaßkanal 44-2 in die rechts
gezeigte Dosierkammer 4-2 eingelassen, um die bis zu diesem Zeitpunkt eingesaugte
und damit entsprechend dosierte Pulvermenge aus dieser Dosierkammer 4-2 durch deren
Pulverauslassventil 42-2 zur Pulverabgabeleitung 50 und von dieser durch die Pulverspritzvorrichtung
52 zu drücken. Dieser Zeitpunkt, zu welchem das Pulver mittels des Druckgases aus
der Dosierkammer 4-2 ausgestoßen wird, kann an einer beliebigen Stelle der Bewegung
des Antriebskolbens 12 zwischen der vorbestimmten Saughubposition P3 beim Sensor S3
und der Saughubendposition P1 beim Sensor S1 liegen. Dies entspricht einem Zeitraum
zwischen der in Fig. 2 in der oberen Hälfte des Diagramms gezeigten Zeitskala rt
0 bis rt
10. Wenn die rechte Membran 8-2 ihre Saughubendposition "c" erreicht hat, hat gleichzeitig
die links gezeichnete Membran 8-1 ihre Druckhubendposition "a" erreicht, welches gleichzeitig
deren Saughubanfangsposition wird.
[0043] Danach beginnt der Zyklus von vorne.
[0044] Die Zahlen der Zeitachsen It
0 bis It
10 und rt
0 bis rt
10 sind beliebig gewählt.
[0045] Wenn die von der Pumpensteuereinrichtung 68 in Abhängigkeit von Signalen der Endpositions-Sensoren
S1 und S4 gesteuerten Druckgaszufuhrventile 46-1 und 46-2 nicht sehr nahe bei der
betreffenden Dosierkammer 4-1 bzw. 4-2 positionierbar sind, kann es zweckmäßig sein,
in dem Druckgaseinlasskanal 44-1 bzw. 44-2, oder dessen Zuleitung zum gesteuerten
Ventil, ein Rückschlagventil 76-1 bzw. 76-2 nahe des Einlasses des Druckgaseinlasskanals
44-1 bzw. 44-2 in die Dosierkammer 4-1 bzw. 4-2 anzuordnen, welches in Druckgaszufuhrrichtung
selbsttätig öffnet und in entgegengesetzter Strömungsrichtung selbsttätig schließt.
Damit wird vermieden, dass Pulverpartikel aus der Dosierkammer 4-1 bzw. 4-2 in die
Druckgaseinlassventile 46-1 und 46-2 zurück wandern können.
[0046] Gemäß der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Pulvereinlassventile
38-1 und 38-2 und/oder die Pulverauslassventile 42-1 und 42-2 keine gesteuerten Ventile,
sondern selbsttätig öffnende und schließende Ventile nach Art eines Rückschlagventiles.
Hierbei sind die Pulvereinlassventile 38-1 und 38-2 derart angeordnet, dass sie vom
Sog bzw. Unterdruck in ihrer Dosierkammer 4-1 bzw. 4-2 während des Saughubes der zugehörigen
Membran 8-1 bzw. 8-2 geöffnet werden, um Pulver von dem betreffenden Pulverbehälter
62, 63 oder 64 durch den Pulvereinlasskanal 36-1 bzw. 36-2 in die Dosierkammern 4-1
bzw. 4-2 einzusaugen. Der zum Ausstoßen der dosierten Pulvermenge aus der betreffenden
Dosierkammer 4-1 bzw. 4-2 verwendete Gasdruck der Druckgasquelle 45-1 bzw. 45-2 ist
größer als der Unterdruck und bewirkt, dass das Pulvereinlassventil 38-1 bzw. 38-2
automatisch geschlossen wird. Gemäß einer anderen Ausführungsform sind die Pulvereinlassventile
38-1 und 38-2 und/oder die Pulverauslassventile 42-1 und 42-1 von der Pumpensteuereinrichtung
68 gesteuerte Ventile.
[0047] Die Pulverauslassventile 42-1 und 42-2 sind umgekehrt zu den Pulvereinlaßventilen
angeordnet. Dadurch wird das betreffende Pulverauslassventil 42-1 bzw. 42-2 vom Unterdruck
während des Saughubes der zugehörigen Membran 8-1 bzw. 8-2 geschlossen und von dem
Druckgas in den Dosierkammern zum Ausstoßen der dosierten Pulvermenge geöffnet, um
die dosierte Pulvermenge mittels des Druckgases durch das geöffnete Pulverauslassventil
42-1 bzw. 42-2 und den sich anschließenden Pulverauslasskanal 40-1 bzw. 40-2 in die
Pulverabgabeleitung 50 und von dieser in die Pulverspritzvorrichtung 52 zu drücken.
Das Druckgas überwindet den Unterdruck.
[0048] Die Pulveransaugleitung 58 könnte anstatt an einen Farbwechsler 60 direkt zu einem
der Pulverbehälter 62, 63 oder 64 gehen.
[0049] Die Pulverspritzvorrichtung 52, üblicherweise auch als Pulversprühvorrichtung bezeichnet,
kann zum Spritzen oder Sprühen des Pulvers eine Düse oder einen Rotationskörper oder
eine rotierende Düse aufweisen, wie dies aus dem Stand der Technik bekannt ist.
[0050] Somit ist gemäß der Erfindung ein Verfahren zur Förderung von Pulver, insbesondere
Beschichtungspulver, gegeben, bei welchem durch Vergrößern des Volumens einer Dosierkammer
4-1 und/oder 4-2 Pulver von einer Pulverquelle in die Dosierkammer 4-1 bzw. 4-2 einsaugbar
und anschließend mittels Druckgas die dosierte Pulvermenge aus der Dosierkammer heraus
drückbar ist. Der Zyklus ist periodisch wiederholbar. Mittels der Sensoren S1, S4,
S2 und S3 wird eine vorbestimmte Phase oder Position der periodisch erfolgenden Volumenänderungen
der Dosierkammer 4-1 bzw. 4-2 ermittelt und nach einer vorbestimmten Zeitverzögerung
nach dem Erreichen der vorbestimmten Phase wird mittels der Druckluft die bis dahin
dosierte Pulvermenge aus der Dosierkammer 4-1 bzw. 4-2 heraus gedrückt.
[0051] Es ist offensichtlich, dass die Erfindung auch mit nur einer Dosierkammer 4-1 oder
4-2 ausführbar ist, ohne eine zweite Dosierkammer 4-2 oder 4-1. Ferner ist ersichtlich,
dass anstelle eines einzigen Antriebes 10 für beide Membranen 8-1 und 8-2, jede Membran
8-1 und 8-2 einen eigenen Antrieb 10 haben kann.
[0052] Die Verwendung einer Membran 8-1 bzw. 8-2 als Verdrängerkörper ermöglicht eine kompakte
kleine Bauweise. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die Verwendung einer Membran beschränkt,
sondern anstelle einer Membran kann auch ein Kolben in einem Zylinder verwendet werden.
[0053] Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung, bei welcher anstelle einer Membran
ein Kolben als Verdrängerkörper verwendet wird. Ferner zeigt Fig. 3 die Möglichkeit,
anstelle eines einzigen Antriebes für zwei oder mehr Verdrängerkörper (Membran oder
Kolben) für jeden Verdrängerkörper (Membran oder Kolben) einen eigenen Antrieb zu
verwenden.
[0054] In Fig. 3 sind den Fig. 1 und 2 entsprechende Teile mit gleichen Bezugszahlen versehen.
Damit trifft die vorstehende Beschreibung der Fig. 1 und 2 auch auf Fig. 3 zu. Fig.
3 zeigt auch die Möglichkeit, die Sensoren S1, S2, S3 und S4 nicht zur Detektion des
Antriebskolbens 12 anzuordnen, sondern zur Detektion der jeweiligen Position des Verdrängerkörperkolbens
8-1 bzw. 8-2. Bei Fig. 3 besteht jedoch ebenfalls die Möglichkeit, diese Sensoren
nicht dem Verdrängerkörperkolben 8-1 und 8-2 zuzuordnen, sondern dem Antriebskolben
12 oder einem anderen Element.
[0055] In Fig. 3 ist für jeden Pulvereinlasskanal 36-1 und 36-2 eine eigene Pulveransaugleitung
58 vorgesehen, welche zu verschiedenen Pulverquellen (Pulverbehälter oder Farbwechsler)
oder gemäß in Fig. 3 zu einer gemeinsamen Pulverquelle, z. B. einem Pulverbehälter
62 führen können. Anstelle dieser Ausführungsform könnte auch eine gemeinsame Pulveransaugleitung
58 ähnlich Fig. 1 für beide Pulvereinlasskanäle 36-1 und 36-2 vorgesehen werden. Diese
können direkt zu einem Pulverbehälter, z. B. 62, führen oder zu einem Farbwechsler
60 entsprechend Fig. 1.
[0056] Merkmale der Fig. 1 und 2 einerseits und Fig. 3 andererseits sind gegenseitig austauschbar
zur Bildung von neuen Kombinationen.
[0057] Die Erfindung ist auch für Kombinationen von drei oder mehr Pulverpumpen verwendbar,
deren Pulvereinlaßkanäle an eine gemeinsame oder an verschiedene Pulverquellen angeschlossen
oder anschließbar sind und deren Pulverauslaßkanäle alle mit einer gemeinsamen Pulverabgabeöffnung
verbunden sind, wobei eine Pumpensteuereinrichtung derart ausgebildet ist, dass sie
die Pumpen ansteuert, um relativ zueinander zeitlich versetzt ihre Saughübe und dazu
korrespondierend zeitlich versetzt auch ihre Druckhübe auszuführen, so dass die Pumpen
zeitlich zueinander versetzt Pulver ansaugen und zeitlich zueinander versetzt dosierte
Pulvermengen abgeben, jedoch bei mindestens einer Pumpe ihr Verdrängerkörper (Membran
oder Pulververdrängerkolben) sich in einer Zwischenstellung zwischen Endstellungen
befindet, wenn der Verdrängerkörper von mindestens einer der anderen der Pumpen sich
in einer Endstellung befindet.
[0058] Alle genannten Druckgase und Druckgasquellen können Druckluft bzw. Druckluftquellen
sein. Jedoch sind auch andere Druckgase, z. B. Edelgase, und entsprechende andere
Druckgasquellen, z. B. Edelgasquellen, verwendbar. Zwei oder mehr oder alle genannten
Druckgasquellen können zusammen eine einzige Druckgasquelle sein, von welcher die
verschiedenen Druckgase entnehmbar sind.
[0059] Bei den bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung, welche in den Figuren 1, 2 und
3 gezeigt sind, ist die Pumpensteuereinrichtung 68 ausgebildet, um die Umschaltungen
der Bewegungen der Verdrängerkörper 8-1 und 8-2 von Saughub auf Druckhub, und umgekehrt,
in Abhängigkeit von Signalen von den Sensoren S1 und S4 zu bewirken, welche jeweils
ein Signal erzeugen, wenn sich der Verdrängerkörper 8-1 bzw. 8-2 längs der Hubstrecke
an der einen oder der anderen von zwei vorbestimmten Bewegungsumkehrpositionen befindet.
[0060] Dies ist nur eine Möglichkeit, durch welche die Pumpensteuereinrichtung 68 erkennen
kann, wann sich der betreffende Verdrängerkörper 8-1 bzw. 8-2 in einer vorbestimmten
Saughubposition befindet.
[0061] Eine andere Möglichkeit ist in einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
verkörpert, welche in Fig. 4 schematisch dargestellt ist. Bei der Ausführungsform
von Fig. 4 enthält die Pumpensteuereinrichtung 68 einen Taktzeitgeber 80, durch welchen
die zeitverzögerte Einspritzung von Druckgas in die Dosierkammer 4-1 bzw. 4-2 einer
festen Taktzeit unterliegt. Nach Ablauf dieser Taktzeit sendet die Pumpensteuereinrichtung
68 Steuersignale an das Umschaltventil 30, welches durch Druckgaszufuhr und Druckgasabfuhr
in bzw. aus dem Zylinder 22 des Antriebes 10 die Bewegungen der Verdrängerkörper 8-1
und 8-2 und damit die einander entgegen gerichteten Volumenänderungen der beiden Dosierkammern
4-1 und 4-2 bewirkt.
[0062] Diese Steuersignale, vorzugsweise das Steuersignal zum Starten des Saughubes, bewirken
gleichzeitig auch, dass die Zeitverzögerung der Zeitsteuereinrichtung 74 gestartet
wird. Sobald dann die vorbestimmte Verzögerungszeitdauer abgelaufen ist, wird Druckgas
durch das eine Druckgaseinlassventil 46-1 in die eine Dosierkammer 8-1 oder durch
das andere Druckgaseinlassventil 46-2 in die andere Dosierkammer 4-2 eingeleitet zur
Pulverförderung in der mit Bezug auf die Figuren 1 bis 3 beschriebenen Art und Weise.
Der Unterschied zu den Figuren 1 bis 3 besteht darin, dass die Pumpensteuereinrichtung
68 die vorbestimmte Saughubposition der Verdrängerkörper 8-1 und 8-2 nicht anhand
von Sensorsignalen (Sensoren S1, S2, S3, S4) erkennt, sondern durch Steuersignale,
welche jeweils bei Ablauf der Taktzeit des Taktzeitgebers 80 erzeugt werden.
[0063] Dabei wird angenommen, dass der Antriebskolben 12 und damit auch die Verdrängerkörper
8-1 und 8-2 bei Ablauf der Taktzeit ihre vorbestimmten Endpositionen erreicht haben.
Abweichungen zwischen den vorbestimmten Endpositionen und den tatsächlich erreichten
Endpositionen können dann entstehen, wenn sich die Bewegungswiderstände der zu bewegenden
Elemente verändern, beispielsweise durch Materialabnutzung, Materialermüdung oder
durch Verschmutzungen. Zur Erkennung von solchen Abweichungen zwischen Sollwertpositionen
und Istwertpositionen kann entlang der Bewegungsstrecke der Verdrängerkörper 8-1 oder
8-2 oder entlang eines mit ihnen bewegungsfest verbundenen Elementes, vorzugsweise
des Antriebskolbens 12, mit Abstand von dessen Endstellungen, ein Sensor S5 an einer
Position P5 angeordnet sein, welche der Pumpensteuereinrichtung 68 ein Signal liefert,
wenn sich das betreffende Element, in der bevorzugten Ausführungsform der Antriebskolben
12 in der Position P5 des Kontrollsensors S5 befindet. Durch Vergleich des Zeitpunktes
des Kontrollsignals des Kontrollsensors S5 mit dem Zeitpunkt des Steuersignals zum
Umschalten der Bewegungsrichtung des Antriebskolbens 12 kann die Pumpenantriebssteuereinrichtung
68 errechnen, ob der Antriebskolben 12 den Kontrollsensor S5 in einer vorbestimmten
Zeitdauer erreicht hat (oder mit einer vorbestimmten Geschwindigkeit), welche erforderlich
ist, damit er auch rechtzeitig seine Endposition erreicht. Bei Abweichungen um einen
vorbestimmten Wert kann die Pumpensteuereinrichtung 68 ein Defektsignal (oder Warnsignal)
erzeugen.
[0064] Fig. 4 zeigt zusätzlich zum Kontrollsensor S5 einen weiteren Kontrollsensor S6 an
einer Position P6 im Abstand in Bewegungsrichtung des Antriebskolbens 12 von dem einen
Kontrollsensor S5 und auch im Abstand von den beiden Endpositionen des Antriebskolbens
12, zur Erzeugung eines Kontrollsignals in der Pumpensteuereinrichtung 68 jeweils
dann, wenn sich der Antriebskolben 12 gegenüber einem dieser beiden Kontrollsensoren
S5 oder S6 befindet. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung kann die Pumpensteuereinrichtung
68 durch Vergleichen der Zeitdifferenz zwischen dem Erzeugen der beiden Kontrollsignale
der beiden Kontrollsensoren S5 und S6 mit einer Sollzeitdauer ermitteln, ob die Verdrängerkörper
8-1, 8-2 innerhalb der Taktzeit jeweils ihre vorbestimmte Endposition erreichen. Auch
bei dieser Ausführungsform kann anhand der Zeitdifferenz die Geschwindigkeit des Antriebskolbens
12 oder der Verdrängerkörper 4-1, 4-2 von der Pumpensteuereinrichtung errechnet und
mit einer Sollgeschwindigkeit verglichen werden. Bei Abweichungen zwischen Sollzeit
und Istzeit oder zwischen Sollgeschwindigkeit und Istgeschwindigkeit, und damit auch
zwischen Abweichungen von der vorbestimmten Endposition und der tatsächlich erreichten
Endposition des Antriebskolbens 12 bei seiner Bewegungsumkehrung, um einen bestimmten
Abweichungs-Wert, kann die Pumpensteuereinrichtung 68 ein Defektsignal erzeugen.
[0065] Das Defektsignal kann für verschiedene Zwecke verwendet werden, beispielsweise zur
optischen und/oder akustischen Anzeige des Defekts oder zur Speicherung des Defektwertes
im Speicher eines Rechners für Diagnosezwecke.
[0066] Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann das Defektsignal dazu verwendet
werden, in Abhängigkeit von der Differenz zwischen Sollzeit (oder -geschwindigkeit)
und Istzeit (oder -geschwindigkeit) des Antriebskolbens 12 das Umschaltventil 30 entsprechend
so anzusteuern, dass die veränderte Geschwindigkeit des Antriebskolbens 12 durch eine
Änderung seiner Hubfrequenz kompensiert wird, so dass die Pulvervolumenförderung der
Pumpeneinrichtung innerhalb eines vorbestimmten Toleranzbereiches konstant bleibt.
[0067] Die Ausführungsform von Fig. 4 ist identisch mit der von Fig. 1 und 2, mit der Ausnahme,
dass die Pumpensteuereinrichtung 68 den Taktzeitgeber 80 enthält und die Sensoren
S1, S2, S3 und S4 durch den Kontrollsensor S5 oder durch die beiden Kontrollsensoren
S5 und S6 ersetzt sind. Gleiche Teile haben jeweils die gleichen Bezugszahlen.
[0068] Die mit Bezug auf Fig. 4 beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung sind auch
auf Ausführungsformen anwendbar, welche nicht wie die Figuren 1, 2 und 4 Membranen,
sondern Kolben gemäß Fig. 3 als Verdrängerkörper 8-1 bzw. 8-2 haben.
[0069] Gemäß bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung kann die Taktzeit und/oder die
Verzögerungszeit variabel einstellbar sein. Gemäß besonders bevorzugter Ausführungsform
der Erfindung wird, um eine gewünschte Änderung der Pulverfördermenge pro Zeiteinheit
einzustellen, die Taktzeit konstant gehalten und es ist die Verzögerungszeitdauer
variabel einstellbar, um die gewünschte Pulverfördermenge pro Zeiteinheit einzustellen.
Die Verzögerungszeitdauer ist hier die Zeitdauer, um welche das Fördern des Pulvers
aus der betreffenden Dosierkammer 4-1 oder 4-2 verzögert gestartet wird, nachdem die
betreffende Taktzeit abgelaufen ist, bei welcher der Verdrängerkörper 8-1 bzw. 8-2
von Druckhub auf Saughub umgeschaltet wurde.
[0070] Die Figuren 5 bis 8 zeigen eine weitere Ausführungsform der Erfindung, gemäß welcher
die Pulvereinlassventile 38-1 und 38-2 und/oder die Pulverauslassventile 42-1 und
42-2 selbsttätig funktionierende Einwegventile nach Art eines Entenschnabels (duck
bill valve) sind, welche in Durchlassrichtung von dem Druck des Druckgases selbsttätig
geöffnet und in Sperrrichtung von dem Druck des Druckgases und/oder durch eigene Material-Federelastizität
selbsttätig geschlossen werden. Ein solches Einwegventil ist in den Figuren 5 bis
8 mit der Bezugszahl 38/42 bezeichnet. Es besteht aus einem einstückigen Körper aus
federelastischem Material, beispielsweise Gummi. Es enthält einen zylindrischen Teil
82 mit einem radial nach außen ringförmig abstehenden Flansch 84 am einen Ende und
mit einem entenschnabelartig verjüngten Schlauchteil 86 am anderen Ende.
[0071] Wenn in beiden Strömungsrichtungen keine Differenzdruck auf das Einwegventil wirkt,
ist es gemäß dem Längsschnitt von Fig. 5 und der Vorderansicht auf die Ventilspitze
von Fig. 6 geschlossen durch seine eigene Material-Federelastizität. Die Ventilschließkraft
wird verstärkt, wenn Druckgas 88 in Ventilsperrrichtung auf das Einwegventil wirkt
entsprechend Fig. 5.
[0072] Wenn das Einwegventil 38/42 in Durchlassrichtung von Druckgas 90 beaufschlagt wird,
drückt dieses Druckgas 90 die beiden Entenschnabelteile 86-1 und 86-2 auseinander,
so dass das Ventil öffnet. Diese Offenstellung des Einwegventils ist in Fig. 7 im
Längsschnitt und in Fig. 8 in Vorderansicht entgegen der Durchlassrichtung gezeigt.
[0073] Fig. 9 zeigt das Einwegventil 38/42 in Seitenansicht relativ zu den Figuren 5 und
7 um 90° gedreht.
[0074] Bei allen Ausführungsformen der Erfindung kann an den Bewegungsumkehrstellen (Todpunkten)
der Verdrängerkörper 8-1, 8-2 eine Wartezeit vorgesehen sein, während welcher sich
die Pumpeneinrichtung beruhigen kann, bevor die nächste Hubbewegung beginnt.
[0075] Die Beschreibung, Ansprüche und Zeichnungen beschreiben und zeigen bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung, ohne dass die Erfindung darauf beschränkt ist. Die Erfindung umfasst
jedoch auch beliebige Kombinationen von mindestens zwei Merkmalen aus der Beschreibung,
den Ansprüchen und/oder den Zeichnungen.
1. Pumpeneinrichtung für Pulver (54), insbesondere für Beschichtungspulver, enthaltend
mindestens eine Pulver-Pumpe (2-1,2-2), weiche eine Dosierkammer (4-1,4-2) aufweist,
die von einem Kammergehäuse (6-1,6-2) und einem Verdrängerkörper (8-1,8-2) begrenzt
ist; welcher relativ zum Kammergehäuse während eines Druckhubes vor und während eines
Saughubes zurück bewegbar ist, wobei die Pumpenkammer einen Pulvereinlasskanal (36-1,36-2),
welchem ein Pulvereinlassventil (38-1,38-2) zugeordnet ist, einen Pulverauslasskanal
(40-1,40-2), welchem ein Pulverauslassventil (42-1,42-2) zugeordnet ist, und einen
Druckgaseinlasskanal (44-1,44-2), welchem ein Druckgaseinlassventil (46-1, 46-2) zugeordnet
ist, aufweist, wobei zum Ansaugen einer dosierten Menge von Pulver (54) in die Dosierkammer
(4-1,4-2) das Pulvereinlassventil (38-1, 38-2) aufmachbar ist und das Pulverauslassventil
(42-1,42-2) und das Druckgaseinlassventil (46-1,46-2) schließbar sind, so dass der
sich in Saughubrichtung bewegende Verdrängerkörper Pulver (54) durch den Pulvereinlasskanal
(36-1,36-2) in die Dosierkammer (4-1,4-2) saugen kann, und zum Fördern von der dosierten
Pulvermenge aus der Dosierkammer (4-1, 4-2) das Pulvereinlassventil (38-1,38-2) schließbar
ist und das Pulverauslassventil (42-1,42-2) und das Druckgaseinlassventil (46-1,46-2)
aufmachbar sind, so dass von dem Druckgaseinlasskanal (44-1,44-2) in die Dosierkammer
(4-1,4-2) strömendes Druckgas die dosierte Pulvermenge von der Dosierkammer (4-1,4-2)
in den Pulverauslasskanal (40-1,40-2) drücken kann, und eine Pumpensteuereinrichtung
(68) zur Steuerung des Druckgaseinlassventils (46-1, 46-2)
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pumpensteuereinrichtung (68) eine Zeitsteuereinrichtung (74) aufweist, durch
welche in Abhängigkeit von der seit einem vorbestimmten Betriebszeitpunkt vergangenen
vorbestimmten Verzögerungszeitdauer das Fördern des Pulvers aus der Dosierkammer (4-1,
4-2) gestartet wird, wobei am Ende der Verzögerungszeitdauer das Druckgas in die Dosierkammer
(4-1, 4-2) eingelassen und die bis zum Ende Verzögerungszeitdauer dosierte Pulvermenge
mittels des Druckgases aus der Dosierkammer (4-1, 4-2) heraus gedrückt wird.
2. Pumpeneinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pumpensteuereinrichtung (68) einen Taktzeitgeber aufweist und jeweils nach Ablauf
einer vorbestimmten Taktzeit Steuersignale an eine Umschalteinrichtung (34) zur Umschaltung
der Bewegung des Verdrängerkörpers (8-1, 8-2) von Saughub auf Druckhub, und umgekehrt
von Druckhub auf Saughub, im Rhythmus der vorbestimmten Taktzeit sendet, und dass
die Pumpensteuereinrichtung (68) ausgebildet ist, um an der Zeitsteuereinrichtung
(74) die vorbestimmte Verzögerungszeitdauer jeweils in Abhängigkeit von dem Zeitpunkt
des Entstehens desjenigen Steuersignals zu starten, welches den Start des Saughubes
bewirkt, wobei am Ende der Verzögerungszeitdauer das Druckgas in die Dosierkammer
(4-1, 4-2) eingelassen und die bis zum Ende Verzögerungszeitdauer dosierte Pulvermenge
mittels des Druckgases aus der Dosierkammer (4-1, 4-2) heraus gedrückt wird.
3. Pumpeneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens ein Kontrollsensor (S5, S6) vorgesehen ist zur Erkennung, wann sich der
Verdrängerkörper (8-1, 8-2) in einer vorbestimmten Position befindet, und zur Erzeugung
eines Sensorsignals bei Erkennung, wenn sich der Verdrängerkörper in der vorbestimmten
Position befindet, dass die Pumpensteuereinrichtung (68) mit dem mindestens einen
Kontrollsensor funktionsmäßig verbunden ist, und dass die Pumpensteuereinrichtung
(68) ausgebildet ist zum automatischen Vergleichen des Zeitpunktes des Sensorsignals
mit dem Zeitpunkt von mindestens einem der Steuersignale zur Kontrolle, ob die Zeitdauer
zwischen den beiden Zeitpunkten von einem vorbestimmten Wert abweicht, und zur Erzeugung
eines Defektsignals, wenn eine vorbestimmte Abweichung von dem vorbestimmten Wert
entsteht.
4. Pumpeneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens zwei Kontrollsensoren (S5, S6) vorgesehen und mit der Pumpensteuereinrichtung
(68) verbunden sind zur Erkennung, wann sich der Verdrängerkörper (8-1, 8-2) jeweils
in einer von zwei verschiedenen vorbestimmten Positionen befindet und zur Erzeugung
von Sensorsignalen bei Erkennung des Verdrängerkörpers in den vorbestimmten Positionen,
und dass die Pumpensteuereinrichtung (168) ausgebildet ist zum Vergleichen der Zeitdifferenz
zwischen den Signalen des einen Kontrollsensors und den Signalen des anderen Kontrollsensors
mit einer vorbestimmten Zeitdauer, und zur Erzeugung eines Defektsignals dann, wenn
die Zeitdifferenz von der vorbestimmten Zeitdauer um mehr als einen vorbestimmten
Wert abweicht.
5. Pumpeneinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pumpensteuereinrichtung (68) eine Zeitsteuereinrichtung (74) aufweist, um in
Abhängigkeit von der seit einer vorbestimmten Saughubposition des Verdrängerkörpers
(8-1,8-2) vergangenen vorbestimmten Verzögerungszeitdauer das Fördern des Pulvers
aus der Dosierkammer zu starten, wobei am Ende der Verzögerungszeitdauer das Druckgas
in die Dosierkammer (4-1,4-2) eingelassen und die bis zum Ende der Verzögerungszeitdauer
dosierte Pulvermenge mittels des Druckgases aus der Dosierkammer (4-1,4-2) heraus
gedrückt wird.
6. Pumpeneinrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die vorbestimme Saughubposition eine Saughubanfangsposition ist.
7. Pumpeneinrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die vorbestimmte Saughubposition zwischen einer Saughubanfangsposition und einer
Saughubendposition liegt.
8. Pumpeneinrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die vorbestimmte Saughubposition zwischen einer Saughubanfangsposition und einer
Saughubendposition näher bei der Saughubanfangsposition als bei der Saughubendposition
liegt.
9. Pumpeneinrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zeitsteuereinrichtung (74) mindestens einen Sensor (S1,S4;S2,S3) zur Erzeugung
eines Signals aufweist, wenn sich der Verdrängerkörper (8-1, 8-2) in der vorbestimmten
Saughubposition befindet.
10. Pumpeneinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Pumpensteuereinrichtung (68) vorgesehen ist, durch welche die Umschaltungen
der Bewegungen des Verdrängerkörpers (8-1,8-2) von Saughub auf Druckhub, und umgekehrt,
in Abhängigkeit von Signalen von Sensoren (S1,S4) erfolgt, welche jeweils ein Signal
erzeugen, wenn sich der Verdrängerkörper (8-1,8-2) längs der Hubstrecke an der einen
oder der anderen von zwei vorbestimmten Bewegungsumkehrpositionen befindet.
11. Pumpeneinrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bewegungsstrecke des Verdrängerkörpers (8-1,8-2) bei allen Hubbewegungen konstant
gleich groß ist.
12. Pumpeneinrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass an mindestens einem der Bewegungsumkehr-Todpunkte des Verdrängerkörpers (8-1, 8-2)
eine zweite Zeitverzögerungsdauer vorgesehen ist, bevor der Verdrängerkörper (8-1,
8-2) nach der einen Bewegungsrichtung in die betreffende andere Bewegungsrichtung
bewegt wird.
13. Pumpeneinrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verzögerungszeitdauer variabel einstellbar ist.
14. Pumpeneinrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verdrängerkörper (8-1,8-2) eine flexible Membran ist.
15. Pumpeneinrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Pulvereinlassventil (38-1,38-2) und das Pulverauslassventil (42-1, 42-2) selbsttätige
Ventile sind, welche durch Differenzdruck zwischen ihren beiden Ventilseiten selbsttätig
öffnen bzw. schließen.
16. Pumpeneinrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Pulvereinlassventil (38-1,38-2) und das Pulverauslassventil (42-1, 42-2) selbsttätige
Ventile sind, welche nach Art eines Rückschlagventils durch Differenzgasdruck über
ihrem Ventilkörper (38-3,42-3) betätigbar sind, wobei der Ventilkörper (38-3,42-3)
in Abhängigkeit von diesem Differenzgasdruck relativ zu einem Ventilsitz (38-4,42-4)
in Offenstellung oder in Schließstellung bewegbar ist und in der betreffenden Stellung
haltbar ist.
17. Pumpeneinrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Pulvereinlassventil (38-1,38-2) und das Pulverauslassventil (42-1, 42-2) selbsttätige
Ventile nach Art eines Entenschnabels sind, dessen Entenschnabel durch Druckdifferenz
zwischen Entenschnabelinnenseite und Entenschnabelaußenseite selbsttätig öffnet bzw.
schließt.
18. Pumpeneinrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens zwei der genannten Pulver-Pumpen (2-1,2-2) vorgesehen sind, deren Pulvereinlasskanäle
(36-1,36-2) mit einer Pulverquelle verbindbar oder verbunden sind und deren Pulverauslasskanäle
(40-1,40-2) mit einer gemeinsamen Pulverabgabeöffnung (48) verbindbar oder verbunden
sind, und dass die beiden Pulver-Pumpen (2-1,2-2) relativ zueinander gegenläufig betreibbar
sind, so dass wechselweise von der Dosierkammer (4-1) der einen Pulver-Pumpe (2-1)
oder der Dosierkammer (4-2) der anderen Pulver-Pumpe (2-2) eine dosierte Pulvermenge
mittels des Druckgases in den Pulverauslasskanal (40-1,40-2) ausstoßbar ist, und entgegengesetzt
wechselweise Pulver durch die Pulvereinlasskanäle (36-1,36-2) in die andere oder die
eine Dosierkammer (4-1,4-2) einsaugbar ist.
19. Pumpeneinrichtung nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verdrängerkörper (8-1,8-2) der beiden Pumpen einen gemeinsamen Antrieb (10) haben.
20. Pulverbeschichtungseinrichtung,
gekennzeichnet durch
eine Pumpeneinrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche zur Förderung
von Beschichtungspulver.
21. Verfahren zur Förderung von Pulver (54), insbesondere Beschichtungspulver, bei welchem
durch Vergrößern des Volumens einer Dosierkammer (4-1,4-2) Pulver (54) von einer Pulverquelle
in die Dosierkammer (4-1,4-2) eingesaugt und anschließend mittels Druckgas die dosierte
Pulvermenge aus der Dosierkammer (4-1,4-2) heraus gedrückt wird, wonach das Volumen
der Dosierkammer (4-1,4-2) verkleinert wird, und dann der Zyklus periodisch wiederholt
wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass mittels Sensoren (S1,S4;S2,S3) eine vorbestimmte Phase der periodisch erfolgenden
Volumenänderung der Dosierkammer (4-1,4-2) ermittelt wird und
dass mit einer vorbestimmten Zeitverzögerung nach dem Erreichen der vorbestimmten Phase
mittels des Druckgases die bis dahin dosierte Pulvermenge aus der Dosierkammer (4-1,4-2)
heraus gedrückt wird.
22. Verfahren nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem Pulvereinlasskanal (36-1,36-2) in die Dosierkammer (4-1,4-2), und in einem
Pulverauslasskanal (40-1,40-2) aus der Dosierkammer (4-1,4-2), je mindestens ein Ventil
in dem betreffenden Weg verwendet wird, welches in Abhängigkeit von der jeweiligen
Gasdruckdifferenz zwischen seiner stromaufwärtigen Seite und seiner stromabwärtigen
Seite nach Art eines Rückschlagventiles selbstständig auf und zu macht
23. Verfahren zur Förderung von Pulver (54), insbesondere Beschichtungspulver, bei welchem
durch Vergrößern des Volumens von mindestens einer Dosierkammer (4-1, 4-2) Pulver
(54) von einer Pulverquelle in die Dosierkammer (4-1, 4-2) eingesaugt und anschließend
mittels Druckgas die dosierte Pulvermenge aus der Dosierkammer (4-1, 4-2) herausgedrückt
wird, wonach das Volumen der Dosierkammer (4-1, 4-2) verkleinert wird, und dann der
Zyklus periodisch wiederholt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Volumenänderungen der mindestens einen Dosierkammer (4-1, 4-2) durch einen vorbestimmte
Taktzeit gesteuert werden, dass jeweils nach Ablauf der vorbestimmten Taktzeit mindestens
ein Steuersignal erzeugt wird, dass durch dieses mindestens eine Steuersignal die
Richtung der Volumenänderung von Vergrößern auf Verkleinern, bzw. von Verkleinern
auf Vergrößern, umgekehrt wird, und gleichzeitig eine vorbestimmte Zeitverzögerung
gestartet wird, und dass erst bei Ablauf der vorbestimmten Zeitverzögerung mittels
des Druckgases die dosierte Pulvermenge aus der Dosierkammer herausgedrückt wird.
24. Verfahren nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Volumenänderungen der mindestens einen Dosierkammer (4-1, 4-2) durch einen Verdrängerkörper
(8-1, 8-2) bewirkt werden, dass mittels mindestens eines Kontrollsensors (S5, S6)
die Präsenz des Verdrängerkörpers in einer vorbestimmten Position ermittelt wird und
dabei ein Kontrollsignal bei Erkennung des Verdrängerkörpers in der vorbestimmten
Position erzeugt wird, und dass die Zeitdifferenz zwischen dem Zeitpunkt des Steuersignals
und dem Zeitpunkt des mindestens einen Steuersignals mit einer vorbestimmten Zeitdauer
verglichen wird, welche die Zeitdifferenz haben würde, wenn der Verdrängerkörper innerhalb
jeder Taktzeit eine vorbestimmte Wegstrecke zurücklegen würde, und dass ein Defektsignal
erzeugt wird, wenn der Unterschied zwischen der Zeitdifferenz und der vorbestimmten
Zeitdauer einen vorbestimmten Wert übersteigt.
25. Verfahren nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Volumenänderungen der mindestens einen Dosierkammer durch einen Verdrängerkörper
(8-1, 8-2) bewirkt wird, dass mit mindestens zwei Kontrollsensoren (S5, S6), welche
entlang einer der maximalen Bewegungsstrecke des Verdrängerkörpers entsprechenden
Strecke mit Abstand voneinander angeordnet sind, Kontrollsignale erzeugt werden, wenn
der Verdrängerkörper in einer der Sensorposition entsprechenden Position ist, dass
die Zeitdifferenz zwischen den Kontrollsignalen des einen Kontrollsensors zu den Kontrollsignalen
des anderen Kontrollsensors mit einer vorbestimmten Zeitdauer verglichen wird, welche
die Zeitdifferenz betragen würde, wenn sich der Verdrängerkörper innerhalb der Taktzeit
eine vorbestimmte Soll-Bewegungsstrecke bewegen würde, und dass jeweils mindestens
dann ein Defektsignal erzeugt wird, wenn die Zeitdifferenz von der vorbestimmten Zeitdauer
um mehr als einen vorbestimmten Wert abweicht.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 25,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei von den Dosierkammern (4-1, 4-2) gleichzeitig, jedoch phasenverschoben zueinander
bezüglich ihres Volumens verändert werden, wobei das Volumen der einen Dosierkammer
vergrößert wird, während das Volumen der anderen Dosierkammer verkleinert wird, und
umgekehrt.