[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufbringen von Leim, gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Eine solche Vorrichtung ist in
DE 101 50 230 A1 dargestellt und beschrieben. Vor allem zur Berücksichtigung unterschiedlicher Transportgeschwindigkeiten
des den Leim aufnehmenden Trägermaterials soll eine Anpassung des Leimdrucks erfolgen.
Hierfür wird die Leistung einer Leimpumpe verändert, nämlich deren Drehzahl.
[0003] Weiterhin ist bekannt, die einem Träger zuzuführende Leimmenge zu kontrollieren und
gegebenenfalls die Zufuhr zu verändern, damit die Menge des zugeführten Leims konstant
gehalten wird (
WO 02/43878). Zu diesem Zweck ist im Leitungssystem für die Zufuhr des Leims zu einer Auftragsdüse
ein Volumenstromsensor angeordnet. Dieser steuert über eine Kontrolleinheit eine Leimpumpe,
deren Leistung zur Bereitstellung einer konstanten Leimmenge verändert wird.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zur Zuführung von Leim
zu einer oder mehreren Leimdüsen so auszubilden, dass das durch die Leimdüsen auf
dem Träger erzeugte Leimbild hinsichtlich der Dicke der Leimschicht exakt den gewünschten
Vorgaben entspricht.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe weist eine erfindungsgemäße Vorrichtung die Merkmale des
Anspruchs 1 auf.
[0006] Besonderheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt:
- Fig. 1
- einen ausgebreiteten Zuschnitt mit einem Leimbild,
- Fig. 2
- einen Teilbereich einer Verpackungsmaschine in schematischer Seitenansicht für die
Herstellung von Zigarettenpackungen,
- Fig. 3
- ein Schaltbild einer Leimeinheit,
- Fig. 4
- ein Diagramm über den Bewegungsablauf einer Materialbahn,
- Fig. 5
- ein Diagramm für den Druckverlauf (Leimdruck) für einen Beleimungszyklus.
[0007] Gemäß Fig. 1 ist ein Zuschnitt aus Papier, beschichtetem Papier oder Folie zu beleimen.
Der Zuschnitt ist als Außenumhüllung für eine Zigarettenpackung konzipiert, nämlich
für eine Gebindepackung 10 (Zigarettenstange). Der Zuschnitt bildet eine Vorderwand
11 eine Seitenwand 12 und eine Rückwand 13. Eine zur Seitenwand 12 gegenüberliegende
Seitenwand besteht aus zwei einander überdeckenden Faltlappen, nämlich Randstreifen
14, 15. Diese werden bei (teilweiser) Überdeckung durch Leim miteinander verbunden.
Der äußere, breitere Randstreifen 15 ist zu diesem Zweck an der Innenseite mit Leim
versehen, nämlich mit einer Anzahl von Leimflächen 16. Der langgestreckte Randstreifen
15 ist demnach nicht mit einem durchgehenden Leimstreifen versehen, sondern mit einer
Mehrzahl von im Abstand angeordneten, rechteckigen Leimflächen 16, und zwar im vorliegenden
Falle mit sechs Leimflächen.
[0008] Zur Bildung von einander gegenüberliegenden Stirnwänden der Gebindepackung 10 sind
randseitige Stirnlappen 17 vorgesehen und jeweils als äußere Abdeckung der Stirnwände
ein Decklappen 18. Dessen Abmessungen entsprechen im wesentlichen den Abmessungen
der Stirnwand. Der Decklappen 18 ist von angrenzenden Stirnlappen 17 durch Stanzschnitte
19 abgegrenzt. Auch der Decklappen 18 weist an seiner Innenseite eine Beleimung auf,
nämlich einen langgestreckten Leimstreifen 20.
[0009] Der Zuschnitt wird bei der Fertigung der Gebindepackung von einer fortlaufenden Materialbahn
21 abgetrennt und einem Faltrevolver 22 zugeführt. Im Bereich desselben wird der Zuschnitt
unmittelbar um eine Gruppe von Zigarettenpackungen oder - wie bei dem gezeigten Beispiel
- um eine bereits gebildete Gebindepackung 10 herumgefaltet. Die an dem Zuschnitt
(Fig. 1) angebrachten Leimflächen 16 und Leimstreifen 20 bestehen aus hotmelt-Leim.
Dieser ausgehärtete Leim wird nach Falten der Randstreifen 14, 15 bzw. der Stirnlappen
17, 18 durch Zuführen von Wärme aktiviert und die Faltlappen durch Druck miteinander
verbunden, und zwar im Bereich des Faltrevolvers 22.
[0010] Der (ursprünglich) fließfähige Leim wird durch ein Leimaggregat 23 auf die Materialbahn
21 aufgebracht. Das Leimaggregat 23 weist eine Leimdüse 24 auf, und zwar eine Breitschlitzdüse
bzw. mehrere Breitschlitzdüsen mit einer Anzahl von nebeneinander angeordneten, schlitzförmigen
Düsenöffnungen 25, 26. Der Leim zur Schaffung der Leimflächen 16 bzw. Leimstreifen
20 wird durch Kontakt der Materialbahn 21 mit dem Leimaggregat bzw. den Düsenöffnungen
25, 26 übertragen. Das Leimaggregat 23 ist zu diesem Zweck im Bereich eines im Wesentlichen
aufrechten Bahnabschnitts 27 der Materialbahn 21 positioniert. Die hier abwärts geförderte
Materialbahn 21 wird mindestens während der Dauer der Übertragung von Leim an das
Leimaggregat 23 angelegt bzw. angedrückt, und zwar im Bereich der Düsenöffnungen 25,
26. Zu diesem Zweck ist ein bewegbares, nämlich schwenkbares Andrückorgang 28 vorgesehen,
welches die Materialbahn 21 zeitweilig an die Leimdüse 24 andrückt.
[0011] Die Zuschnitte (Fig. 1) sind innerhalb der Materialbahn 21 so positioniert, dass
die Wandungen 11..15 in Förderrichtung aufeinander folgen. Die Leimbilder, nämlich
Leimflächen 16 einerseits und Leimstreifen 20 andererseits werden zum Einen durch
die Breite der Düsenöffnungen 25, 26 quer zur Förderrichtung und zum Anderen durch
die Dauer der Wirksamkeit bzw. Öffnung der Düsenöffnungen 25, 26 bestimmt, nämlich
die Abmessung der Leimflächen in Bewegungsrichtung der Materialbahn 21. Die randseitigen
Düsenöffnungen 26 dienen zur Übertragung der Leimstreifen 20 bei entsprechender Öffnungsdauer.
Die nebeneinander liegenden Leimflächen 16 werden gleichzeitig durch die entsprechende
Anzahl von Düsenöffnungen 25 geschaffen, wobei deren Öffnungsdauer entsprechend kürzer
ist.
[0012] Eine exakte Steuerung und Regelung des Leimaggregats 23 ist für die Schaffung präziser
Leimbilder wichtig. Jeder Düsenöffnung 25, 26 bzw. mehreren Düsenöffnungen 25 ist
ein Absperrorgan zugeordnet, nämlich ein (elektrisches) Ventil 29, 30. Die beiden
mittleren Ventile 29 sind je mehreren (drei) Düsenöffnungen 25 und die Ventile 30
jeweils den randseitigen Düsenöffnungen 26 zugeordnet. Die Ventile 29 werden in Abhängigkeit
von dem Arbeitstakt des Leimaggregats 23 bzw. der Verpackungsmaschine gesteuert, und
zwar bei dem vorliegenden besonderen Ausführungsbeispiel von einer (zentralen) Maschinensteuerung
31 der Verpackungsmaschine.
[0013] Leim, insbesondere in der Ausführung hotmelt, wird dem Leimaggregat 23 über eine
(gemeinsame) Leimleitung 32 zugeführt. Diese ist vorzugsweise beheizt, nämlich bei
Verwendung von hotmelt-Leim. Der Leim wird einem Leimbehälter 33 entnommen und durch
eine Leimpumpe 34 in die Leimleitung 32 gedrückt. In der Leimleitung 32 wird ein verhältnismäßig
hoher Druck erzeugt, nämlich bis zu 20 bar. Die Leimzufuhr bzw. die Leimpumpe 34 wird
durch eine Steuereinheit 35 gesteuert, die über eine Signalleitung 36 mit der Maschinensteuerung
31 verbunden ist.
[0014] Eine Besonderheit ist die exakte Steuerung der abgegebenen Leimmengen, derart, dass
unabhängig von der Relativbewegung zwischen Materialbahn 21 und Leimaggregat 23 und
unabhängig von Eigenschaften des Leims eine konstante bzw. eine hinsichtlich der Schichtdicke
steuerbare Leimübertragung auf das Verpackungsmaterial gegeben ist. Zu diesem Zweck
ist der auf den Leim im Bereich der Leimdüse 24 bzw. im Bereich der Düsenöffnungen
25, 26 ausgeübte Druck, also ein Leimdruck, regelbar.
[0015] Der Leimdruck wird durch ein gemeinsames Druckregelventil 37 bestimmt. Dieses ist
seitlich an ein Gehäuse des Leimaggregats 23 angesetzt und bestimmt den Leimdruck
für die gesamte Leimdüse 24 bzw. für alle Düsenöffnungen 25, 26, und zwar im Bereich
der Leimleitung 32. Alternativ können mehrere individuell ansteuerbare Druckregelventile
(im Leimaggregat 23) eingesetzt werden, um einzelne oder Gruppen von Düsenöffnungen
hinsichtlich des wirksamen Leimdrucks zu regeln. Der durch das Druckregelventil 37
bestimmt Leimdruck liegt zwischen 4 bar und maximal 20 bar.
[0016] Die Steuerung des Druckregelventils 37 erfolgt durch einen Druckluftregler 38, der
über eine Druckluftleitung 39 mit einer Druckluftquelle einerseits und über eine Steuerluftleitung
40 mit dem Druckregelventil 37 andererseits verbunden ist.
[0017] Eine Besonderheit ist die Einstellbarkeit des Leimdrucks durch ein Dateneingabeorgan,
bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 ein PC 54. Dieser ist über eine Signalleitung
55 mit der Steuereinheit bzw. der Maschinensteuerung 31 verbunden. Ein Bildschirm
56 zeigt die eingegebenen Daten, hier anhand einer graphischen Darstellung. Der PC
54 ist darauf eingerichtet, veränderliche Vorgaben bzw. Parameter einzugeben, insbesondere
die für die Verarbeitung relevanten Besonderheiten des Leims, z. B. die Viskosität.
Des Weiteren kann die erwünschte Schichtdicke des Leims für die Leimbereiche auf dem
Verpackungsmaterial eingegeben werden. Dabei kann über den PC der Leimdruck so eingestellt
werden, dass die Leimstreifen 20 einerseits und die Leimflächen 16 andererseits unterschiedliche
Schichtdicken aufweisen. Auch kann die Öffnungsdauer und der Öffnungstakt der Düsenöffnungen
25, 26 - insbesondere in Abhängigkeit von der Größe der jeweils herzustellenden Zuschnitte
- in die Maschinensteuerung 31 eingegeben werden.
[0018] Andere zu berücksichtigende Daten bzw. Parameter, so die jeweilige aktuelle Fördergeschwindigkeit
des Verpackungsmaterials wird der Maschinensteuerung 31 anderweitig zugeführt.
[0019] Die Förderbewegung der Materialbahn 21 wird bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
unmittelbar im Bereich der Materialbahn 41 erfasst. Zu diesem Zweck ist einem entsprechend
der Fördergeschwindigkeit drehenden Organ, insbesondere einer von zwei Vorzugswalzen
42 für die Materialbahn 21, ein Abtastorgan zugeordnet, nämlich ein Resolver 43. Dieser
erkennt die Bewegung der Materialbahn 21 anhand der Drehbewegung der Vorzugswalze
42. Der Resolver 43 ist über eine Signalleitung 44 ebenfalls mit der Maschinensteuerung
31 verbunden. Diese erkennt demnach den Bewegungsablauf der Materialbahn 21 bei dem
(taktweisen) Vorzug. Danach wird über den Druckluftregler 38 das Druckregelventil
37 betätigt, derart, dass in der Leimdüse 24 ein der Bewegung und gegebenenfalls weiteren
Parametern entsprechender Leimdruck erzeugt wird. Die erforderliche Öffnungsdauer
der Düsenöffnungen 25, 26 wird in angepasster Weise durch die Ventile 29, 30 bestimmt.
[0020] Die Wechselbeziehung zwischen der Fördergeschwindigkeit der Materialbahn 21 sowie
weiteren Parametern einerseits und dem entsprechenden Leimdruck ist graphisch in Fig.
4 und Fig. 5 anhand von Beispielen aufgezeigt.
[0021] Fig. 4 zeigt eine horizontale Zeitachse 45 und eine vertikale Geschwindigkeitsachse
46. Die aufgezeichneten Linien 47, 48, 49 beziehen sich auf den Geschwindigkeitsverlauf
bei unterschiedlichen Abmessungen (Größen) von Zuschnitten und entsprechenden Vorzugslängen
sowie Fördergeschwindigkeiten der Materialbahn 21. Die Linie 47 zeigt den Geschwindigkeitsverlauf
bei einem größeren Zuschnitt mit entsprechend höherer Maximalgeschwindigkeit. Die
Linie 49 bezieht sich auf einen kleineren Zuschnitt mit entsprechender Bewegungscharakteristik.
[0022] Hierzu gehört das Diagramm gemäß Fig. 5 mit horizontaler Zeitachse 45 und vertikaler
Druckachse 50. Die Linien 51, 52, 53 korrespondieren inhaltlich mit den Linien 47,
48, 49 der Fig. 4. Gezeigt ist der Druckverlauf und die Druckhöhe in Abhängigkeit
von der Zeit. Jede der Linien 51, 52, 53 bzw. Kurven kann einer der Kurven bzw. Linien
47, 48, 49 des Diagramms gemäß Fig. 4 zugeordnet sein. Dies bedeutet, dass einem Arbeits-
bzw. Bewegungszyklus gemäß Linie 47, also mit hoher Maximalgeschwindigkeit der Materialbahn
41 eine (Druck-/Zeit-)Linie 53 zugeordnet sein kann, also ein verhältnismäßig niedriger
Druck, wenn auf Grund der eingestellten Parameter, etwa der Viskosität des Leims und/oder
der erwünschten Schichtdicke ein Druckverlauf entsprechend Linie 53 angemessen ist.
Weiterhin haben die Kurven bzw. Linien 51, 52, 53 einen ungleichförmigen Verlauf,
um darzustellen, dass entsprechend dem eingestellten Programm sich der Druck während
eines Arbeitszyklus, also während einer Beleimungsphase, gezielt verändern kann. Unter
Bezugnahme auf den Zuschnitt gemäß Fig. 1 ist eine größere Schichtdicke der Leimstreifen
20 erwünscht, weil diese die Faltung im Bereich der Stirnwände fixieren. Die Leimflächen
16 zum Verbinden der Randstreifen 14, 15 können eine geringere Schichtdicke aufweisen,
weil eine ausreichende Fixierung durch die Mehrzahl der Leimflächen 16 erreichbar
ist.
[0023] Der Leimdruck wird dynamisch unter Anpassung an die aktuelle Fördergeschwindigkeit
der Materialbahn geregelt. Insbesondere wird zyklisch, z.B. in Abständen von 6 ms,
die Drehwinkeländerung des Resolvers 43 festgestellt und in einen Geschwindigkeitswert
umgerechnet. Aus diesem wird mit einem in der Steuerung hinterlegten Algorithmus der
jeweilige Druckwert errechnet, und zwar im Wesentlichen nach einer Formel

[0024] Wobei p der geschwindigkeitsabhängige Leimdruck, p
1 ein eingestellter Minimaldruck (Fig. 5), m ein Faktor nach Maßgabe der individuell
einstellbaren Dicke der Leimschicht und v eine Zahl analog der Bahngeschwindigkeit
ist. Zusätzlich können auch weitere Parameter berücksichtigt sein, nämlich unterschiedliche
Schichtdicken von Leimflächen.
[0025] Das dargestellte Verfahren der Leimübertragung auf Verpackungsmaterial ist auch bei
Förderung einzelner, vorgefertigter Zuschnitte anwendbar. Des weiteren ist eine Anwendung
bei taktweise geförderten Materialbahnen sinnvoll, wenn diese mit ungleichförmiger
Geschwindigkeit laufen, z.B. beim Anfahren und Verzögern der Verpackungsmaschine.
1. Vorrichtung zum Aufbringen von Leim, insbesondere des Typs hotmelt, auf während der
Leimübertragung transportiertes Verpackungsmaterial, vorzugsweise auf eine fortlaufende
Materialbahn (21) zum Herstellen von Zuschnitten für Packungen, mittels Leimdüsen
(24) mit verschließbaren Düsenöffnungen (25, 26), denen Leim unter Druck, nämlich
unter Leimdruck, während einer Phase der Leimübertragung auf das Verpackungsmaterial
zuführbar ist, wobei der auf den Leim wirkende Leimdruck nach Maßgabe der Fördergeschwindigkeit
des Verpackungsmaterials von einer Steuerung (31) einstellbar ist, wobei der Leim
durch eine Leimpumpe (34) über eine Leimleitung (32) einem die Leimdüsen (24) aufweisenden
Leimaggregat (23) zuführbar ist,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) der Leimdruck im Leimaggregat bzw. im Bereich der Leimdüsen ist durch ein in der Leimleitung (32) unmittelbar am Leimaggregat (23) angeordnetes Druckregelorgan
einstellbar, insbesondere durch ein Druckregelventil (37),
b) das Druckregelorgan, insbesondere das Druckregelventil (37) ist mit der zentralen
Maschinensteuerung (31) über Steuerleitungen (40, 41) verbunden,
c) der Leimdruck ist über ein Dateneingabeorgan (54) einstellbar, welches über eine
Signalleitung (55) mit der Maschinensteuerung verbunden ist, wobei mit Hilfe des Dateneingabeorgans
(54) zusätzliche Parameter für den Leimdruck einstellbar sind, insbesondere eine gewünschte
Schichtdicke von Leimflächen (16) bzw. Leimstreifen (20) auf dem Verpackungsmaterial
durch entsprechende Veränderung des Leimdrucks,
d) ein ungleichförmiger Verlauf des Leimdrucks ist während eines Beleimungszyklus
für einen Zuschnitt oder einen entsprechenden Abschnitt der Materialbahn (21) nach
Maß-gabe der Anordnung von Leimflächen (16) bzw. Leimstreifen (20) in Abhängigkeit
von der Fördergeschwindigkeit der Zuschnitte oder der Materialbahn (21) und in Abhängigkeit
von weiteren Parametern, nämlich erwünschter Schichtdicke des Leims und/oder der Viskosität
des Leims durch entsprechende Eingabe in das Dateneingabeorgan (54) für die Fertigung von beleimten
Zuschnitten oder einer beleimten Materialbahn programmiert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unterschiedliche Leimbereiche des Verpackungsmaterials, nämlich Leimflächen (16)
einerseits und versetzt hierzu angeordnete Leimstreifen (20) andererseits mit unterschiedlichen
Schichtdicken ausgebildet sind, die durch das Druckregelventil nach Maßgabe der Einstellung
an der Maschinensteuerung (31) steuerbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) die Fördergeschwindigkeit der Materialbahn (21) ist im Bereich einer der Materialbahn
(21) zugeordneten, mit der Materialbahn (21) drehenden Walze (42) durch ein Abtastorgan erfassbar,
b) das Abtastorgan ist ein Resolver (43), der die Drehbewegung der Walze (42) erkennt,
c) die Fördergeschwindigkeit der Materialbahn (21) ist zyklisch anhand einer Drehwinkeländerung
des Resolvers (43) erfassbar und in einen Geschwindigkeitswert umrechenbar,
d) aus dem Geschwindigkeitswert ist mit einem in der Maschinensteuerung (31) hinterlegten
Algorithmus ein angepasster Druckwert, nämlich Leimdruck, errechenbar.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) in der Maschinensteuerung (31) sind Steuerungsprogramme für unterschiedliche Beleimungsformen
aufgrund Art und/oder Größe der zu beleimenden Zuschnitte oder entsprechender Abschnitte
der Materialbahn (21) hinterlegt,
b) die Steuerungsprogramme sind als Steuerkurven für einen Beleimungszyklus hinterlegt,
nämlich als Geschwindigkeitskurve einerseits und als Druckkurve andererseits,
c) das jeweils erforderliche Programm ist nach Maßgabe der herzustellenden Zuschnitte
oder der zu beleimenden Materialbahn (21) über das Dateneingabeorgan (54) aus der
Maschinensteuerung (31) abrufbar.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über die Maschinensteuerung (31) zusätzlich ein Steuerprogramm für Zeitpunkt und
Dauer der Öffnung der Düsenöffnung (25, 26) abrufbar ist, und zwar durch Steuerung
von jeder Düsenöffnung (25, 26) oder Gruppen von Düsenöffnungen (25, 26) zugeordneten
Ventilen (29), die mit der Maschinensteuerung (31) verbunden sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) das Druckregelventil (37) ist durch Druckluft über eine Steuerluftleitung (40) steuerbar,
b) die Steuerluftleitung (40) ist mit einem Druckluftregler (38) verbunden,
c) der Druckluftregler (38) ist über eine Signalleitung (41) durch die Maschinensteuerung (31) steuerbar.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) einer Leimdüse (24) mit einer Mehrzahl von Düsenöffnungen (25, 26) ist ein gemeinsames
Druckregelventil (37) zugeordnet,
b) jeder Düsenöffnung (25, 26) ist ein Ventil (29, 30) als Absperrorgan zugeordnet,
derart, dass der jeweils durch Steuerung des Druckregelventils (37) wirksame Leimdruck im Bereich der offenen Düsenöffnung
(25, 26) wirksam ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass den Düsenöffnungen (25, 26) des Leimaggregats (23) individuell ansteuerbare Druckregelventile
zugeordnet sind zur Steuerung des Leimdrucks einzelner Düsenöffnungen (25, 26) oder
Gruppen von Düsenöffnungen (25, 26).
9. Verfahren zum Herstellen von Zuschnitten als Außenumhüllung für eine Gebindepackung
(10) aus Zigarettenpackungen, wobei die Zuschnitte von einer Materialbahn (21) abgetrennt
und um eine Gruppe von Zigarettenpackungen herumgefaltet werden, wobei die Materialbahn
(21) mit Leimflächen (16) bzw. Leimstreifen (20) versehen wird, die mit einer Vorrichtung
nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8 hergestellt werden,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) die Materialbahn (21) wird mit einer quer zur Materialbahn (21) gerichteten Reihe
von mit Abstand angeordneten Leimflächen (16) im Bereich eines Randstreifens (15)
des herzustellenden Zuschnitts versehen,
b) danach werden im Bereich desselben Zuschnitts in Bewegungsrichtung der Materialbahn
(21) weisende Leimstreifen (20) einander gegenüberliegend im Bereich von Decklappen
(18) des Zuschnitts aufgetragen,
c) das Programm zur Steuerung des Leimaggregats ist so ausgewählt, dass die Leimflächen
(16) einerseits und die Leimstreifen (20) andererseits unterschiedliche Schichtdicken
aufweisen, nämlich die Leimstreifen (20) eine größere Schichtdicke als die Leimflächen
(16).
1. An apparatus for the application of glue, in particular glue of the hot-melt type,
to packaging material transported during the application of glue, preferably to a
continuous material web (21) used for the production of blanks, by means of glue nozzles
(24) with closable nozzle openings (25, 26), which can be supplied with glue under
pressure, namely under glue pressure, during a phase of glue application onto the
packaging material, it being possible for the glue pressure acting on the glue to
be adjusted as determined by the conveying speed of the packaging material by means
of a control unit (31), it being possible for the glue to be fed by a glue pump (34)
through a glue line (32) to a glue assembly (23) equipped with the glue nozzles (24),
characterized by the following features:
a) the glue pressure in the glue assembly or in the region of the glue nozzles can
be adjusted by a pressure control element directly attached to the glue assembly (23),
in particular by a pressure control valve (37),
b) the pressure control element, in particular the pressure control valve (37), is
connected to the common machine control unit (31) by means of control lines (40, 41),
c) the glue pressure can be adjusted with the help of a data input device (54), which
is connected to the machine control unit via a signal line (55), it being possible
to use the data input device (54) to adjust further parameters for the glue pressure,
in particular a desired layer thickness of glue areas (16) or glue strips (20) on
the packaging material, by altering the glue pressure accordingly,
d) a non-uniform plotted course of the glue pressure during a gluing cycle for a blank
or a corresponding section of the material web (21) is programmed according to the
arrangement of the glue areas (16) or glue strips (20) as a function of the conveying
speed of the blanks or the material web (21) and as a function of further parameters,
namely the desired layer thickness of the glue and/or the viscosity of the glue by
entering the corresponding data in the data input device (54) for the production of
glued blanks or a glued material web.
2. The apparatus according to Claim 1, characterized in that different glue regions of the packaging material, namely glue areas (16) on one hand,
and, arranged offset to the latter, glue strips (20), on the other hand, are configured
with different layer thicknesses which can be regulated by the pressure control valve
according to the setting at the machine control unit (31).
3. The apparatus according to Claim 1 or one of the further Claims,
characterized by the following features:
a) the conveying speed of the material web (21) can be determined by a scanning device
in the region of a draw roller (42) which is assigned to the material web (21) and
revolves with the material web (21),
b) the scanning device is a resolver (43) which detects the rotational movement of
the draw roller (42),
c) the conveying speed of the material web (21) can be determined cyclically by measuring
a change in the rotation angle of the resolver (43) and calculating a velocity value.
d) the velocity value can be calculated with an algorithm stored in the machine control
unit (31) to arrive at an adapted pressure value, namely glue pressure.
4. The apparatus according to Claim 1 or one of the further Claims,
characterized by the following features:
a) stored in the machine control unit (31) are control programs for different glue
shapes based on the type and/or size of the blanks or the corresponding sections of
the material web (21) to be glued,
b) the control programs are stored as control curves for a gluing cycle, namely as
a velocity curve, on one hand, and as a pressure curve, on the other,
c) the program required in each case can be called up from the machine control unit
(31) by the data input device (54) as determined by the blanks to be produced or the
material web (21) to be glued.
5. The apparatus according to Claim 3 or one of the further Claims, characterized in that via the machine control unit (31) an additional control program for the timing and
duration of opening the nozzle opening (25, 26) can be called up, specifically by
regulating the valves (29) which are connected to the machine control unit (31) and
which are assigned to each nozzle opening (25, 26) or to groups of nozzle openings
(25, 26).
6. The apparatus according to Claim 1 or one of the further Claims,
characterized by the following features:
a) the pressure control valve (37) can be regulated by compressed air via a control
air line (40).
b) the control air line (40) is connected to a compressed air control unit (38),
c) the compressed air control unit (38) can be regulated by the machine control unit
(31) by means of a signal line (41).
7. The apparatus according to Claim 1 or one of the further Claims,
characterized by the following features:
a) a glue nozzle (24) having a plurality of nozzle openings (25, 26) is assigned a
common pressure control valve (37),
b) each nozzle opening (25, 26) is assigned a valve (29, 30) as a shut-off device
such that the actual glue pressure as regulated in each case by the pressure control
valve (37) is exerted in the region of the open nozzle opening (25, 26).
8. The apparatus according to Claim 1 or one of the further Claims, characterized in that the nozzle openings (25, 26) of the glue assembly (23) are assigned individually
controllable pressure control valves for regulating the glue pressure of individual
nozzle openings (25, 26) or groups of nozzle openings (25, 26).
9. A process for the manufacture of blanks as an outer wrapper for a bundle pack (10)
comprising cigarette packs, with the blanks being severed from a material web (21)
and folded around a group of cigarette packs, with the material web (21) being provided
with glue areas (16) or glue strips (20) that are produced with an apparatus according
to one or more of the claims 1 to 8,
characterized by the following features:
a) the material web (21) is provided with a row of spaced glue areas (16) directed
transverse to the material web (21) in the region of a edge strip (15) of the blank
to be produced,
b) in the region of the same blank, glue strips (20) pointing in the direction of
movement of the material web (21) are then applied opposite one another in the region
of cover tabs (18) of the blank,
c) the program for controlling the glue assembly is selected such that the glue areas
(16), on one hand, and the glue strips (20), on the other hand, differ in their layer
thickness, namely with the glue strips (20) having a greater layer thickness than
the glue areas (16).
1. Dispositif pour appliquer de la colle, notamment du type thermofusible, à un matériau
d'emballage transporté pendant le transfert de la colle, de préférence à une bande
de matériau en mouvement (21) pour la fabrication de pièces découpées pour emballages,
au moyen de buses de colle (24) ayant des ouvertures de buse (25, 26) pouvant être
fermées, auxquelles de la colle peut être acheminée sous pression, à savoir sous pression
de colle, pendant une phase de transfert de colle au matériau d'emballage, la pression
de colle agissant sur la colle pouvant être ajustée en fonction de la vitesse d'avance
du matériau d'emballage par une commande (31),
la colle pouvant être acheminée par une pompe à colle (34) par le biais d'une conduite
de colle (32) à une unité de colle (23) présentant des buses de colle (24),
caractérisé par les caractéristiques suivantes :
a) la pression de colle dans l'unité de colle ou dans la région des buses de colle
peut être ajustée par un organe de régulation de pression disposé dans la conduite
de colle (32) directement au niveau de l'unité de colle (23), notamment par une soupape
de régulation de pression (37),
b) l'organe de régulation de pression, notamment la soupape de régulation de pression
(37), est connecté(e) à la commande centrale de machine (31) par le biais de conduites
de commande (40, 41),
c) la pression de colle peut être ajustée par le biais d'un organe d'entrée de données
(54) qui est connecté par le biais d'une conduite de signaux (55) à la commande de
machine, des paramètres supplémentaires pour la pression de colle pouvant être ajustés
à l'aide de l'organe d'entrée de données (54), notamment une épaisseur de couche souhaitée
des surfaces de colle (16) ou des rubans de colle (20) sur le matériau d'emballage,
par une variation correspondante de la pression de colle,
d) une courbe irrégulière de la pression de colle pendant un cycle d'encollage pour
une pièce découpée ou une portion correspondante de la bande de matériau (21) est
programmée en fonction de l'agencement des surfaces de colle (16) ou des rubans de
colle (20) en fonction de la vitesse d'avance des pièces découpées ou de la bande
de matériau (21) et en fonction d'autres paramètres, à savoir une épaisseur de couche
de colle souhaitée et/ou la viscosité de la colle, par une entrée correspondante dans
l'organe d'entrée de données (54) pour la fabrication de pièces découpées encollées
ou d'une bande de matériau encollée.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que différentes régions de colle du matériau d'emballage, à savoir des surfaces de colle
(16) d'une part, et des rubans de colle (20) décalés par rapport à elles d'autre part,
sont réalisées avec des épaisseurs de couche différentes, et peuvent être commandées
par la soupape de régulation de pression en fonction de l'ajustement sur la commande
de machine (31).
3. Dispositif selon la revendication 1, ou l'une quelconque des revendications suivantes,
caractérisé par les caractéristiques suivantes :
a) la vitesse d'avance de la bande de matériau (21) peut être détectée par un organe
de palpage dans la région d'un rouleau (42) associé à la bande de matériau (21) et
tournant avec la bande de matériau (21),
b) l'organe de palpage est un résolveur (43), qui reconnaît le mouvement de rotation
du rouleau (42),
c) la vitesse d'avance de la bande de matériau (21) peut être détectée de manière
cyclique à l'aide d'une variation d'angle de rotation du résolveur (43), et convertie
en une valeur de vitesse, et
d) une valeur de pression adaptée, à savoir la pression de colle, peut être calculée
à partir de la valeur de vitesse avec un algorithme consigné dans la commande de machine
(31).
4. Dispositif selon la revendication 1 ou l'une quelconque des revendications suivantes,
caractérisé par les caractéristiques suivantes :
a) des programmes de commande pour différentes formes d'encollage sont consignées
dans la commande de machine (31), sur la base du type et/ou de la taille des pièces
découpées ou de portions correspondantes de la bande de matériau (21) à encoller,
b) les programmes de commande sont consignés sous forme de courbes de commande pour
un cycle d'encollage, à savoir sous forme de courbe de vitesse d'une part et sous
forme de courbe de pression d'autre part,
c) le programme respectivement nécessaire peut être appelé en fonction des pièces
découpées à fabriquer ou de la bande de matériau (21) à encoller, par le biais de
l'organe d'entrée de données (54) à partir de la commande de machine (31).
5. Dispositif selon la revendication 3 ou l'une quelconque des revendications suivantes,
caractérisé en ce qu'en plus un programme de commande pour l'instant et la durée de l'ouverture de l'ouverture
de buse (25, 26) peut être appelé par le biais de la commande de machine (31), et
ce par commande de chaque ouverture de buse (25, 26) ou de groupes de soupapes (29)
associées aux ouvertures de buse (25, 26), qui sont connectées à la commande de machine
(31).
6. Dispositif selon la revendication 1 ou l'une quelconque des revendications suivantes,
caractérisé par les caractéristiques suivantes :
a) la soupape de régulation de pression (37) peut être commandée par de l'air sous
pression par le biais d'une conduite d'air de commande (40),
b) la conduite d'air de commande (40) est connectée à un régulateur d'air sous pression
(38), et
c) le régulateur d'air sous pression (38) peut être commande par le biais d'une conduite
de signaux (41) par la commande de machine (31).
7. Dispositif selon la revendication 1 ou l'une quelconque des revendications suivantes,
caractérisé par les caractéristiques suivantes :
a) à une buse de colle (24) présentant une pluralité d'ouvertures de buse (25, 26)
est associée une soupape de régulation de pression commune (37),
b) à chaque ouverture de buse (25, 26) est associée une soupape (29, 30) servant d'organe
d'arrêt de telle sorte que la pression de colle appliquée à chaque fois par la commande
de la soupape de régulation de pression (37) s'applique dans la région de l'ouverture
de buse ouverte (25, 26).
8. Dispositif selon la revendication 1 ou l'une quelconque des revendications suivantes,
caractérisé en ce que les ouvertures de buse (25, 26) de l'unité de colle (23) sont associées à des soupapes
de régulation de pression commandables individuellement, pour la commande de la pression
de colle d'ouvertures de buse individuelles (25, 26) ou de groupes d'ouvertures de
buse (25, 26).
9. Procédé de fabrication de pièces découpées sous forme d'enveloppe extérieure pour
un paquet d'emballage (10) de paquets de cigarettes, les pièces découpées étant séparées
d'une bande de matériau (21) et étant repliées autour d'un groupe de paquets de cigarettes,
la bande de matériau (21) étant pourvue de surfaces de colle (16) ou de rubans de
colle (20) qui sont fabriqués avec un dispositif selon l'une quelconque ou plusieurs
des revendications 1 à 8,
caractérisé par les caractéristiques suivantes :
a) la bande de matériau (21) est pourvue d'une rangée orientée transversalement à
la bande de matériau (21) de surfaces de colle (16) espacées dans la région d'un ruban
de bord (15) de la pièce découpée à fabriquer,
b) ensuite, on applique dans la région de la même pièce découpée des rubans de colle
(20) tournés dans la direction de déplacement de la bande de matériau (21), en regard
les uns des autres dans la région de volets de recouvrement (18) de la pièce découpée,
c) le programme de commande de l'unité de colle est sélectionné de telle sorte que
les surfaces de colle (16) d'une part et les rubans de colle (20) d'autre part présentent
des épaisseurs de couche différentes, à savoir que les rubans de colle (20) présentent
une plus grande épaisseur de couche que les surfaces de colle (16).