[0001] Die Erfindung betrifft einen Treibscheibenaufzug mit einer Aufzugskabine, die entlang
von Führungsschienen verfahrbar ist, und mit einem ebenfalls an Schienen geführten
Gegengewicht, mit Tragseilen, an denen die Aufzugskabine und das Gegengewicht angehängt
sind, und mit einem Antrieb, bestehend aus einem Motor, einer Treibscheibe für die
Tragseile und einer Bremse, welcher Antrieb im oberen Bereich des Aufzugsschachts
zwischen der Schachtwand und dem Raum, den die Aufzugskabine in ihrer obersten Position
benötigt, und/oder in einer vertikalen Verlängerung dieses Bereichs nach oben im wesentlichen
angeordnet ist, wobei die Motorwelle und die Treibscheibenwelle koaxial und etwa horizontal
sowie parallel zur benachbarten Schachtwand und/oder zur benachbarten Kabinenwand
orientiert sind, wobei die über das Tragseil vorgesehene Aufhängung zwischen der Aufzugskabine
und dem Gegengewicht durch zumindest eine an der Aufzugskabine angreifende Umlenkrolle
wenigstens 2:1 untersetzt ist
[0002] Ein derartiger Treibscheibenaufzug ist aus WO 99/43589 bekannt. Aus Platzgründen
ist dabei ein Verhältnis des Durchmessers der Umlenkrolle zum Durchmesser des Tragseils
und/oder ein Verhältnis des Durchmessers der Treibscheibe zum Durchmesser des Tragseils
von weniger als 40:1 angestrebt. Erreicht werden soll dies dadurch, dass die Tragseile
als flache Seile oder Riemen ausgebildet sind, das heißt es sind besondere Tragmittel
mit entsprechendem zusätzlichen Aufwand erforderlich.
[0003] Ferner ist ein Treibscheibenaufzug aus DE 200 21 886 U1 bekannt, bei welchem die
Seilaufhängung in einem Verhältnis von 1:1 vorgesehen ist, was ein entsprechend hohes
Drehmoment an der Treibscheibe und demgemäß ein verhältnismäßig großes Gewicht des
Antriebs erforderlich macht.
[0004] Es besteht deshalb die Aufgabe, einen Treibscheibenaufzug der eingangs genannten
Art zu schaffen, bei welchem der Vorteil erhalten bleibt, dass das erforderliche Drehmoment
an der Treibscheibe vermindert ist und eine Aufzugskabine etwa gleichbleibenden oder
geringeren oder nur wenig höheren Gewichts befördert werden kann, wobei der Antrieb
platzsparend untergebracht und dennoch die Verwendung flacher oder riemenförmiger
Tragmittel vermieden werden kann.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist vorgesehen, dass das oder die Tragseile einen etwa
kreisförmigen Querschnitt haben, dass das Verhältnis des Durchmessers der Umlenkrolle
zum Durchmesser des Tragseils und/oder das Verhältnis des Durchmessers der Treibscheibe
zum Durchmesser des Tragseils gleich 35:1 oder kleiner ist, dass das oder die Tragseile
Stahlseile ist/sind und dass die Treibscheibe und alle an der Aufzugskabine und an
dem Gegengewicht vorgesehenen Umlenkrollen in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind,
so dass das Tragseil oder die mehreren Tragseilstränge von der Treibscheibe zu der
Umlenkrolle oder umgekehrt im Wesentlichen nach der Seite hin unausgelenkt verlaufen.
[0006] Auf diese Weise ergibt sich ein verminderter Drehmomentenbedarf und vor allem kann
das Tragseil mit relativ kleinem Durchmesser und demgemäß vor allem auch mit kleinem
Biegeradius ausgeführt werden, weil die Biegungen und Gegenbiegungen zwischen Treibscheibe
und an der Kabine und an dem Gegengewicht befindlicher Umlenkrollen in einer Ebene
stattfinden und Auslenkungen aus dieser Ebene nach der Seite hin, die das Seil zusätzlich
belasten würden, in diesem Bereich der Seilführung vermieden werden. Da die Biegungen
und Gegenbiegungen des Tragseils oder der Tragseilstränge nach der Seite hin im Wesentlichen
unausgelenkt erfolgt, kann das Seil bei relativ kleinen Biegeradien dennoch eine möglichst
lange Lebensdauer erreichen und Treibscheibe und Umlenkrollen können entsprechend
kleine Durchmesser haben, so dass auch der Platzbedarf entsprechend vermindert ist.
[0007] Zweckmäßig ist es dabei, wenn der Durchmesser der Treibscheibe größer als der Durchmesser
der Umlenkrollen ist. Entsprechend gut kann die Antriebskraft von der Treibscheibe
auf das Tragseil oder die Tragseilstränge übertragen werden.
[0008] Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung kann darin bestehen, dass die
Treibscheibe und/oder die Umlenkrolle oder Umlenkrollen zumindest im Bereich ihrer
Seilrille oder Seilrillen aus einem Werkstoff mit höherem Reibungskoeffizienten als
Stahl oder Grauguss, insbesondere aus Kunststoff bestehen. Durch einen verbesserten
Reibwert wird ermöglicht, dass auch leichtere Aufzugskabinen an das Seil angehängt
werden können, und durch einen geringeren Schlupf zwischen Treibscheibe und/oder Umlenkrolle
und Seil ergibt sich zusätzlich eine längere Lebensdauer des Seils.
[0009] Die Treibscheibe kann unmittelbar auf dem Abtrieb des Antriebsmotors angeordnet und
der Antrieb des Treibscheibenaufzugs getriebelos ausgebildet sein. Da der Momentenbedarf
an der Treibscheibe durch die vorstehend erwähnte 2:1-Aufhängung vermindert ist, kann
ein Getriebe eingespart werden.
[0010] An der Kabine können zwei in der selben Ebene wie die Treibscheibe angeordnete Umlenkrollen
vorgesehen sein. Dadurch lässt sich die Aufhängung der Aufzugskabine verbessern und
die durch die Aufhängung bewirkte Belastung verteilen.
[0011] Die Umlenkrolle oder Umlenkrollen können auf dem Dach der Aufzugskabine gegenüber
den Kabinenwänden hinsichtlich ihrer Lagerung soweit zurückversetzt angeordnet sein,
dass die Ebenen, in denen die Kabinenwände angeordnet sind, tangential zu den Umlenkrollen
verlaufen oder einen Abstand zu dem nächstliegenden Umfangsbereich der Umlenkrollen
haben. Dies ergibt nicht nur eine günstige Aufhängung der Aufzugskabine, bei welcher
der Schwerpunkt unterhalb der eigentlichen Aufhängung angeordnet ist, sondern möglicht
auch die Minimierung der Schachtweite, weil neben der Kabine kein Platz für ein unter
der Aufzugskabine hindurchzuführendes Seil benötigt wird.
[0012] Die Treibscheibe und/oder die Umlenkrolle an der Aufzugskabine und/oder an dem Gegengewicht
können einen Durchmesser von etwa 32 cm oder weniger haben. Dies führt zu den angestrebten
kleinen Biegeradien und dem erfindungsgemäßen Verhältnis von Scheiben- oder Umlenkrollendurchmesser
zu Seildurchmesser mit möglichst geringem Seildurchmesser.
[0013] Die Aufzugskabine kann in Rucksack-Bauweise aufgehängt sein, um den Raum innerhalb
des Schachts bestmöglich zu nutzen beziehungsweise eine Lösung für eine einfache Montage
und/oder für spezielle Kabinen anzubieten.
[0014] Der Durchmesser des Tragseils kann etwa 8 mm oder weniger sein. Auch dadurch kann
Gewicht eingespart werden, denn durch die Verminderung des Seildurchmessers können
die Treibscheibe und das Lastmoment des Motors kleiner gehalten werden.
[0015] Dabei ist es aus Gründen der Festigkeit zweckmäßig, wenn das oder die Tragseile Stahlseile
mit Stahlseele ist/sind.
[0016] Die an der Kabine angreifende Umlenkrolle oder die in einer gemeinsamen Ebene an
der Kabine angreifenden mehreren Umlenkrollen können etwa mittig zur Aufzugskabine
oder etwa in der durch den Schwerpunkt der Aufzugskabine verlaufenden Ebene parallel
zu zwei Kabinenwänden angeordnet sein. Somit ist die Aufzugskabine schon durch ihre
Aufhängung weitgehend ausgerichtet.
[0017] Die von den beiden Führungsschienen für die Aufzugskabine gebildete Ebene und die
von den Führungsschienen gebildete Ebene können parallel oder senkrecht zueinander
angeordnet sein. Es kann also eine Rucksack-Bauweise, aber auch eine Bauweise zur
Anwendung kommen, bei der die Aufhängungskräfte nicht - wie bei der Rucksack-Bauweise
- einseitig in die Aufzugskabine eingeleitet und an entsprechende Führungen weitergegeben
werden müssen.
[0018] Vor allem bei Kombination einzelner oder mehrer der vorbeschriebenen Maßnahmen ergibt
sich ein möglichst leichter Antrieb, der entsprechend einfach im Inneren des Aufzugsschachts
eingebaut werden kann, wobei gleichzeitig die Seilaufhängung möglichst einfach gestaltet
ist, so dass auch die Kosten reduziert werden. Dies wird dadurch erreicht, dass das
benötigte Drehmoment und damit das für den Antrieb und den Betrieb der Aufzugskabine
erforderliche Material einschließlich der Seile und Umlenkrollen minimiert werden.
Gleichzeitig wird die Lebensdauer des Seils und die Treibfähigkeit erhöht.
[0019] Der Antrieb des erfindungsgemäßen Treibscheibenaufzugs kann dabei beispielsweise
so ausgebildet und derart im Aufzugsschacht montiert oder untergebracht sein, wie
es in DE 100 64 850 C2 beschrieben ist.
[0020] Nachstehend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher beschrieben.
Es zeigt in schematisierter Darstellung:
- Fig. 1
- das Schema eines maschinenraumlosen Aufzugs mit einer an zwei Umlenkrollen aufgehängten
Aufzugskabine, wobei eine Seilaufhängung mit einem Untersetzungsverhältnis von 2:1
vorgesehen ist und die Treibscheibe des Antriebs, die Umlenkrollen an der Aufzugskabine
und die Umlenkrolle an dem Gegengewicht in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind,
- Fig. 2
- einen Querschnitt eines Aufzugsschachts mit Draufsicht auf die Aufzugskabine und ihren
Antrieb gemäß Fig. 1, wobei die mehrlagigen Umlenkrollen und die mehrlagige Treibscheibe
in der selben Ebene angeordnet sind,
- Fig. 3
- eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung, bei welcher der Aufhängungspunkt für den
von dem Gegenwicht kommenden Seilstrang gegenüber Fig. 1 anders gewählt ist.
[0021] Ein im Ganzen mit 1 bezeichneter Treibscheibenaufzug weist eine Aufzugskabine 2 auf,
die in bekannter Weise entlang von nicht näher dargestellten Führungsschienen innerhalb
eines Aufzugsschachts 3 vertikal verfahrbar ist. Ferner gehört zu diesem Treibscheibenaufzug
1 ein ebenfalls an nicht näher darstellten Schienen geführtes Gegengewicht 4 und die
Aufzugskabine 2 und das Gegengewicht 4 sind an im Querschnitt etwa kreisförmigen Tragseilen
5 angehängt.
[0022] In Fig. 2 ist ein Antrieb 6, bestehend aus einem Motor, einer Treibscheibe 7 für
die Tragseile 5 und einer Bremse angedeutet, welcher Antrieb 6 gemäß Fig. 1 und 3
im oberen Bereich des Aufzugsschachts 3 zwischen der Schachtwand 8 und dem Raum, den
die Aufzugskabine 2 in ihrer oberen Position benötigt, oder in einer vertikalen Verlängerung
dieses Raums im wesentlichen angeordnet ist. Die Motorwelle und die Treibscheibenwelle
sind dabei koaxial und etwa horizontal sowie parallel zur benachbarten Schachtwand
8 und auch zur benachbarten Kabinenwand orientiert.
[0023] In den Fig. 1 und 3 erkennt man deutlich, dass die über das Tragseil 5 vorgesehene
Aufhängung zwischen der Aufzugskabine 2 und dem Gegengewicht 4 durch zwei an der Aufzugskabine
2 angreifende Umlenkrollen 9 2:1 untersetzt ist, wobei eine sogenannte "Oberflasche"
vorgesehen ist, also die Umlenkrollen 9 auf dem Dach 10 der Kabine 2 angeordnet sind.
Dabei ist gemäß Fig. 2 die Treibscheibe 7 und die an der Aufzugskabine 2 vorgesehenen
Umlenkrollen 9 in einer gemeinsamen Ebene angeordnet, so dass das Tragseil 5 oder
mehrere Tragseilstränge von der Treibscheibe 7 zu den Umlenkrollen 9 oder umgekehrt
im wesentlichen nach der Seite hin unausgelenkt verlaufen. Die Seilführung erfolgt
also von der Treibscheibe 7 zu den Umlenkrollen 9 im wesentlichen ohne Schrägeinlauf
der Seile auf die Umlenkrollen und ohne eine Verdrehung der Seilaufrichtung zwischen
den Umlenkrollen 9 und der Treibscheibe 7, so dass unnötige seitliche Biegungen des
oder der Tragseile 5 vermieden werden.
[0024] Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und 2 befindet sich auch die an dem Gegengewicht
4 angreifende Umlenkrolle 11 in der selben Ebene wie die Treibscheibe 7, so dass Biegungen
und Gegenbiegungen des Tragseils 5 oder der Tragseilstränge alle in dieser Ebene angeordnet
sind.
[0025] Die Treibscheibe 7 ist unmittelbar auf dem Abtrieb des Antriebsmotors angeordnet
und der Antrieb 6 dieses Treibscheibenaufzugs 1 ist in beiden Ausführungsbeispielen
getriebelos ausgebildet. Dabei können die Treibscheibe 7 und die Umlenkrollen 9 und
11 zumindest im Bereich ihrer Seilrille oder Seilrillen aus einem Werkstoff mit höherem
Reibungskoeffizienten als Stahl oder Grauguss, insbesondere aus Kunststoff bestehen,
so dass aufgrund des besseren Reibwertes auch leichtere Kabinen 2 benutzt werden können
und ein geringerer oder ganz vermiedener Schlupf zwischen Seil 5 und jeweiliger Scheibe
7 oder Rolle 9 oder 11 eine höhere Lebensdauer des Seils 5 ermöglicht.
[0026] Die Umlenkrollen 9 sind auf dem Dach 10 der Aufzugskabine 2 gegenüber den Kabinenwänden
hinsichtlich ihrer Lagerung 12 nur soweit zurückversetzt, dass die Ebenen, in denen
die Kabinenwände angeordnet sind, gemäß Fig. 2 etwa tangential zu den Umlenkrollen
9 verlaufen oder einen geringen Abstand zu dem nächstliegenden Umfangsbereich der
Umlegrollen 9 haben, wobei die Projektion der Umlenkrollen 9 gemäß Fig. 2 dabei geringfügig
um diesen Abstand über das Kabinendach 10 überstehen kann, damit die Kabine 2 auch
im Bereich der Treibscheibe 7 möglichst hoch gefahren werden kann.
[0027] Während gemäß Fig. 2 die Treibscheibe 7 und die Umlenkrollen 9 und 11 etwa einen
übereinstimmenden Durchmesser von zum Beispiel etwa 32 cm oder weniger haben, ist
gemäß Fig. 1 und 3 der Treibscheibendurchmesser etwas größer als der Durchmesser der
Umlenkrollen gewählt. Der Durchmesser des Tragseils kann in einem solchen Fall etwa
acht mm oder weniger betragen, so dass sich ein Verhältnis des Durchmesser der Umlenkrolle
9 oder 11 zum Durchmesser des Tragseils 5 sowie das Verhältnis des Durchmessers der
Treibscheibe 7 zum Durchmesser des Tragseils 5 von etwa 35:1 oder weniger erzielen
lässt, was einer platzsparenden Bauweise zu Gute kommt. Dabei sind die Tragseile 5
in zweckmäßiger Weise Stahlseile mit Stahlseele, was gegenüber speziellen Riemenkonstruktionen
oder Flachseilen preiswerter ist.
[0028] Gemäß den Fig. 2 sind die an der Kabine 2 angreifenden Umlenkrollen 9 gemeinsam etwa
in der durch den Schwerpunkt der Aufzugskabine 2 verlaufenden Ebene parallel zu zwei
Kabinenwänden 2a angeordnet, so dass sich die aufgehängte Kabine 2 schon aufgrund
dieser Aufhängung weitestgehend im Gleichgewicht befindet.
[0029] In den Zeichnungen sind keine Führungsschienen dargestellt, da die von den beiden
Führungsschienen für die Aufzugskabine 2 gebildete Ebene und die von den Führungsschienen
für das Gegengewicht 4 gebildete Ebene parallel oder senkrecht zueinander angeordnet
sein können.
[0030] Der Antrieb 6 eines Treibscheibenaufzugs 1 soll ein möglichst geringes Gewicht haben
und möglichst einfach im oberen Bereich des Aufzugsschachts 3 eines Treibscheibenaufzugs
1 eingebaut werden können. Dazu ist die über das Tragseil 5 vorgesehene Aufhängung
zwischen der Aufzugskabine 2 und dem zugehörigen Gegengewicht 4 durch zumindest eine
an der Aufzugskabine 2 vorzugsweise auf deren Dach 10 angreifende Umlenkrolle 9 wenigstens
2:1 untersetzt, um das erforderliche Drehmoment wenigstens zu halbieren. Ferner ist
die an der Aufzugskabine 2 vorgesehene Umlenkrolle 9 und die Treibscheibe 7 in einer
gemeinsamen Ebene angeordnet, so dass das Tragseil 5 oder die mehreren Tragseilstränge
von der Treibscheibe 7 zu der Umlenkrolle 9 oder umgekehrt im wesentlichen nach der
Seite hin unausgelenkt verlaufen, Biegung und Gegenbiegung also nur in einer Ebene
stattfindet, was ein Seil mit kreisförmigem Querschnitt mit vergleichsweise geringem
Durchmesser erlaubt, so dass auch das Verhältnis des Durchmessers der Umlenkrolle
9 zum Durchmesser des Tragseils 5 und/oder das Verhältnis des Durchmessers der Treibscheibe
7 zum Durchmessers des Tragseils 5 gleich oder kleiner 35:1 sein kann, wodurch ebenfalls
das Gewicht des Antriebs verringert werden kann.
[0031] Die Befestigung und Anordnung des Antriebs kann dabei so erfolgen, wie es in DE 100
64 850 C2 beschrieben ist.
1. Treibscheibenaufzug (1) mit einer Aufzugskabine (2), die entlang von Führungsschienen
verfahrbar ist, und mit einem ebenfalls an Schienen geführten Gegengewicht (4), mit
Tragseilen (5), an denen die Aufzugskabine (2) und das Gegengewicht (4) angehängt
sind, und mit einem Antrieb (6), bestehend aus einem Motor, einer Treibscheibe (7)
für die Tragseile (5) und einer Bremse, welcher Antrieb (6) im oberen Bereich des
Aufzugsschachts (3) zwischen der Schachtwand (8) und dem Raum, den die Aufzugskabine
(2) in ihrer obersten Position benötigt, und/oder in einer vertikalen Verlängerung
dieses Bereichs nach oben im wesentlichen angeordnet ist, wobei die Motorwelle und
die Treibscheibenwelle koaxial und etwa horizontal sowie parallel zur benachbarten
Schachtwand (8) und/oder zur benachbarten Kabinenwand orientiert sind, wobei die über
das Tragseil (5) vorgesehene Aufhängung zwischen der Aufzugskabine (2) und dem Gegengewicht
(4) durch zumindest eine an der Aufzugskabine (2) angreifende Umlenkrolle (9) wenigstens
2:1 untersetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Tragseile (5) einen etwa kreisförmigen Querschnitt haben, dass das Verhältnis
des Durchmessers der Umlenkrolle (9) zum Durchmesser des Tragseils (5) und/oder das
Verhältnis des Durchmessers der Treibscheibe (7) zum Durchmesser des Tragseils (5)
gleich 35:1 oder kleiner ist, dass das oder die Tragseile (5) Stahlseile ist/sind
und dass die Treibscheibe (7) und alle an der Aufzugskabine (2) und an dem Gegengewicht
(4) vorgesehenen Umlenkrollen (9, 11) in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind,
so dass das Tragseil (5) oder die mehreren Tragseile von der Treibscheibe (7) zu der
Umlenkrolle (9, 11) oder umgekehrt im Wesentlichen nach der Seite hin unausgelenkt
verlaufen.
2. Treibscheibenaufzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Treibscheibe (7) größer als der Durchmesser der Umlenkrollen
(9, 11) ist.
3. Treibscheibenaufzug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Treibscheibe (7) und/oder die Umlenkrolle (9) oder Umlenkrollen (11) zumindest
im Bereich ihrer Seilrille oder Seilrillen aus einem Werkstoff mit höherem Reibungskoeffizienten
als Stahl oder Grauguss, insbesondere aus Kunststoff bestehen.
4. Treibscheibenaufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Treibscheibe (7) unmittelbar auf dem Abtrieb des Antriebsmotors angeordnet und
der Antrieb (6) des Treibscheibenaufzugs (1) getriebelos ausgebildet ist.
5. Treibscheibenaufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Kabine (2) zwei in derselben Ebene wie die Treibscheibe (7) angeordnete Umlenkrollen
(9) vorgesehen sind.
6. Treibscheibenaufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkrolle oder Umlenkrollen (9) auf dem Dach (10) der Aufzugskabine (2) gegenüber
den Kabinenwänden hinsichtlich ihrer Lagerung nur soweit zurückversetzt angeordnet
sind, dass die Ebenen, in denen die Kabinenwände angeordnet sind, tangential zu den
Umlenkrollen (9) verlaufen oder einen Abstand zu dem nächstliegenden Umfangsbereich
der Umlenkrollen (9) haben.
7. Treibscheibenaufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Treibscheibe (7) und/oder die Umlenkrolle (9/11) an der Aufzugskabine (2) und/oder
an dem Gegengewicht (4) einen Durchmesser von etwa 32 cm oder weniger hat.
8. Treibscheibenaufzug nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufzugskabine (2) in Rucksack-Bauweise aufgehängt ist.
9. Treibscheibenaufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser des Tragseils (5) etwa gleich 8 mm oder weniger ist.
10. Treibscheibenaufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Tragseile (5) Stahlseile mit Stahlseele ist/sind.
11. Treibscheibenaufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Kabine (2) angreifende Umlenkrolle (9) oder die in einer gemeinsamen Ebene
an der Kabine (2) angreifenden Umlenkrollen (9) etwa mittig zur Aufzugskabine oder
etwa in der durch den Schwerpunkt der Aufzugskabine (2) verlaufenden Ebene angeordnet
sind.
12. Treibscheibenaufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die von den beiden Führungsschienen für die Aufzugskabine (2) gebildete Ebene und
die von den Führungsschienen für das Gegengewicht (4) gebildete Ebene parallel oder
senkrecht zueinander angeordnet sind.