[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Türsignalvorrichtung mit einer Einheit zur
akustischen Wiedergabe digitaler Tonsignale mit einem Speicher für wenigstens eine
digitale Tonfolge und einer Steuereinheit zur Wiedergabe des Tonsignals bei einem
Eingangssignal.
[0002] Türsignalvorrichtungen in Form von Türklingeln, Türglocken und dergleichen, gegebenenfalls
mit Gegensprechanlage, sind aus dem Stand der Technik bekannt und im Einsatz.
[0003] Es sind keine Türglocken bekannt, bei welchen die Tonfolgen, die bei Auftreten eines
Klingelsignals abzugeben sind, auswählbar sind. Insbesondere jedoch sind keine Türsignalvorrichtungen
bekannt, bei welchen die abzugebenden Tonfolgen beliebig einspeicherbar sind.
[0004] Ausgehend vom vorbekannten Stand der Technik liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, eine Türsignalvorrichtung der gattungsgemäßen Art dahingehend weiterzubilden,
daß die abzugebenden Tonfolgen komfortabel einspielbar, speicher- und auswählbar sind.
Darüber hinaus soll die Türsignalanlage in bestehende Kommunikationssysteme integrierbar
sein und den Anwendungskomfort erhöhen.
[0005] Zur technischen
Lösung der genannten Aufgabe wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß eine zur Kommunikation
in einem Mobilfunksystem einsetzbare Schnittstelleneinheit vorgesehen ist, über welche
für das Mobilfunksystem typische Tonsignale in die Speichereinheit einspielbar sind.
[0006] Gemäß der Erfindung umfaßt eine Türsignalvorrichtung nunmehr eine Einheit, mit welcher
es möglich ist, die Tonsignale eines Mobilfunksystems aufzunehmen, zu speichern und
bei Auftreten eines Signals wiederzugeben.
[0007] Als Schnittstelleneinheit kommt eine herkömmliche Kabelschnittstelle in Betracht,
mit welcher es möglich ist, beispielsweise ein Mobilfunkendgerät, ein Handy, eine
Empfangseinheit oder dergleichen mit der entsprechenden Einheit der Türvorrichtung
zu verbinden, um Tonsignale zu überspielen. Alternativ oder zusätzlich kann die Vorrichtung
mit einer blue-tooth-Vorrichtung versehen sein, welche für den Nahfunksignalaustausch
insbesondere mit Handys geeignet ist. Gemäß einem vorteilhaften Vorschlag der Erfindung
umfaßt die Türsignalvorrichtung eine vollständige GSM- bzw. Mobilfunkempfangseinheit,
so daß die Vorrichtung auch direkt Mobilfunknetzsignale empfangen kann. Die Übertragung
der Tonsignale kann dann per sms oder andere geeignete Übertragungsverfahren, direkte
Klingeltonübertragung und dergleichen erfolgen.
[0008] In vorteilhafter Weise umfaßt die Vorrichtung einen Speicher, in welchem mehrere
Tonfolgen hinterlegt werden können. Für diesen Fall umfaßt die Vorrichtung vorteilhafterweise
eine Auswahleinheit, um auf diese Weise die jeweils anzugebende Tonfolge ausgeben
zu können. Alternativ und/oder zusätzlich können die Tonfolgen auch in vorgegebenen
Reihenfolgen oder nach einem Zufallsprinzip ausgewählt werden.
[0009] Eine mit einer Mobilfunkempfangseinheit bzw. einem GSM-Empfänger versehene Türsignalvorrichtung
ist auch dafür geeignet, Signale von Zentralstellen abzuholen. Vorteilhafterweise
umfaßt die Vorrichtung eine Displayeinheit und eine Tastatureinheit, um nach dem Prinzip
von Mobilfunkendgeräten bedient zu werden.
[0010] Gemäß einem weiteren vorteilhaften Vorschlag der Erfindung weist die Türsignalvorrichtung
eine Computerschnittstelle auf, mit welcher es möglich ist, über das Internet mittels
Computer beschaffte Tonsignalfolgen in die Speichereinheit einzuspeichern.
[0011] Gemäß einem weiteren vorteilhaften Vorschlag der Erfindung, der im übrigen auch unabhängig
von der Tonsignalwiedergabe als eigenständige Erfindung eine vorteilhafte Weiterbildung
für Türsignalvorrichtungen darstellt, ist die Türsignalvorrichtung in der Lage, über
eine Anrufeinheit eine ausgewählte oder hinterlegte Telefonnummer anzuwählen und eine
Verbindung zwischen der Sprechanlage der Türsignalvorrichtung einerseits und dem Mobilfunkendgerät
andererseits herzustellen. Damit kann beispielsweise eine abwesende Person mit der
Person an der Tür kommunizieren, beispielsweise eine kurzfristige Ankunft ankündigen
oder dergleichen. Eine entsprechend eingestellte Türsignalvorrichtung schaltet bei
Auftreten eines Klingelsignals in der Art einer Anrufweiterschaltung direkt oder über
eine entsprechende Zentralstelle eine Telefonverbindung zwischen der signalvorrichtungsseitigen
Gegensprechanlage und der hinterlegten Telefonnummer, einem Mobilfunkendgerät oder
gegebenenfalls auch eine Festnetznummer.
[0012] In vorteilhafter Weise weist die Türsignalvorrichtung einen Telefonnummernspeicher
auf, so daß die entsprechend anzuwählenden Nummern hinterlegt werden können.
[0013] Mit der Erfindung wird eine vorteilhafte Weiterbildung von Türsignalvorrichtungen
vorgeschlagen, die mit geringem wirtschaftlichem Aufwand und in einfacher Weise realisierbar
ist. Die Mobilfunkeinheit der Türsignalvorrichtung, sofern eine solche verwendet wird,
muß nicht nach dem neuesten Stand der Technik realisiert sein, da keinerlei Anforderungen
an die Mobilität gestellt werden. Auch sonstige Serviceleistungen wie WAP, sms und
dergleichen sind nicht erforderlich. Somit können auch inzwischen überholte Mobilfunkendgerätetechnologien
in entsprechenden Türsignalvorrichtungen eingesetzt werden.
[0014] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
anhand der Figur. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine beispielhafte Darstellung eines Ausführungsbeispiels für eine Türsignalvorrichtung
zu Erläuterung der Funktion.
[0015] Gemäß Fig. 1 ist eine Türsignalvorrichtung 1 im gezeigten Ausführungsbeispiel in
einem einheitlichen Gehäuse 2 untergebracht. Auch modulare Ausführungen liegen im
Rahmen der Erfindung. Lautsprechereinheit 3 dient der entsprechenden Signalabgabe.
Eine Antenne 4 sorgt für entsprechenden Mobilfunkempfang einer nicht gezeigten Mobilfunkeinheit.
Eine Displayeinheit 5 und eine Tastatur 6 dienen zur Bedienung des Mobilfunkendgerätes
der Türsignalanlage. Eine Menütaste 7 kann verwendet werden, um beispielsweise den
Wiedergabemodus, Lautstärken, den Mobilfunkzustand und dergleichen einzustellen. Weitere
Tasten wie Ein - Aus und dergleichen können vorgesehen sein.
[0016] Ist eine wie gezeigte Türsignalvorrichtung in einem Türsignalsystem angeordnet, welches
beispielsweise über eine Gegensprechanlage verfügt, so kann mittels der Mobilfunkeinheit
unter Bedienung der Taste 6 und Nutzung des Displays 5 eine Mobilfunktelefonverbindung
hergestellt werden. Im Falle, daß keine entsprechende Tastatur und/oder Display vorhanden
sind, kann die Anlage auch zur einfachen Anwahl durch ein Mobilfunkendgerät ausgelegt
sein. Nach Herstellung der Verbindung kann von einem Mobilfunkendgerät, also einem
Handy oder einer Zentralstelle für das Mobilfunknetz, eine Tonfolge der Vorrichtung
übermittelt und dort gespeichert werden. Diese kann ausgewählt und bei Auftreten eines
Klingelsignals wiedergegeben werden.
[0017] Im Falle der Verwendung der Anlage im Zusammenhang mit einer Gegensprechanlage mit
Anrufweiterschaltung wird die Vorrichtung so eingestellt, daß diese bei Auftreten
eines Klingelsignals eine voreingestellte Telefonnummer anwählt und eine Sprech-/Hörverbindung
zu einer entsprechenden Aufnahme/Wiedergabeeinheit im Türbereich durchschaltet. Somit
kann der Betreiber des Mobilfunkendgerätes mit der im Türbereich befindlichen Person
reden.
[0018] Das beschriebene Ausführungsbeispiel dient nur der Erläuterung und ist nicht beschränkend.
Bezugszeichenliste
[0019]
- 1
- Türsignalvorrichtung
- 2
- Gehäuse
- 3
- Lautsprecher
- 4
- Antenne
- 5
- Display
- 6
- Tastatur
- 7
- Menütaste
1. Türsignalvorrichtung mit einer Einheit zur akustischen Wiedergabe digitaler Tonsignale
mit einem Speicher für wenigstens eine digitale Tonfolge und einer Steuereinheit zur
Wiedergabe des Tonsignals bei einem Eingangssignal,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine zur Kommunikation in einem Mobilfunksystem einsetzbare Schnittstelleneinheit
vorgesehen ist, über welche für das Mobilfunksystem typische Tonsignale in die Speichereinheit
einspielbar sind.
2. Türsignalvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieser eine Standardschnittstelle für den Anschluß eines Mobilfunkendgerätes aufweist.
3. Türsignalvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß diese eine Mobilfunkempfangseinheit zum Empfang von über das Mobilfunknetz versendeten
Signalen aufweist.
4. Türsignalvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß diese eine blue-tooth-Schnittstelle aufweist.
5. Türsignalvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher zur Speicherung mehrerer Tonfolgen ausgebildet ist.
6. Türsignalvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß diese auf eine Auswahleinheit zur Auswahl der anzugebenden Tonfolge umfaßt.
7. Türsignalvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß diese eine Display- und Tastatureinheit aufweist.
8. Türsignalvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß diese eine Computerschnittstelle umfaßt.
9. Türsignalvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß diese mit einer Gegensprechanlage verbunden ist.
10. Türsignalvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß diese eine Einheit zur telefonischen Anwahl einer hinterlegten Nummer umfaßt.