[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Befestigen eine Trägerplatine mit einem
Informationschip in einer Haltevorrichtung, die an einer Patrone oder an einer Kartusche
für einen Drucker oder einen Kopierer ausgebildet ist. Ferner betrifft die Erfindung
eine Haltevorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 6 an einer Patrone bzw. einer
Kartusche sowie gemäß Anspruch 17 eine Patrone und gemäß Anspruch 18 eine Kartusche
für einen Drucker oder Kopierer mit einer derartigen Haltevorrichtung.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Patronen und Kartuschen für Drucker und Kopierer mit
Informationschips bekannt, die verschiedene statische Daten, wie den Patronen- oder
Kartuschentyp, die Tinten- oder Tonerfarbe, den Hersteller und ähnliches, beinhalten
oder in denen dynamische Daten, wie der aktuelle Füllstand der Patrone oder der Kartusche,
während deren Verwendung im Drucker oder Kopierer abgespeichert werden können. Der
Informationschip ist hierzu auf einer Trägerplatine befestigt, welche durch eine am
Gehäuse der Patrone oder der Kartusche vorgesehene Haltevorrichtung gehalten ist.
Beim Einsetzen der Patrone oder Kartusche in den Drucker oder den Kopierer kommen
an der Trägerplatine vorgesehene Kontaktstellen mit entsprechenden Kontaktstellen,
welche an der Patronen- oder Kartuschenaufnahme am Drucker oder Kopierer vorgesehen
sind, zur Datenübertragung in Berührung.
[0003] Aus der EP 0 997 297 A1 ist eine Tintenpatrone für einen Tintenstrahldrucker bekannt,
bei der eine derartige Trägerplatine mit Informationschip in einer Haltevorrichtung
an der Tintenpatrone gehalten ist. Als Haltevorrichtung dienen bei einem Ausführungsbeispiel
zwei Rastkanten zwischen welchen die Trägerplatine durch Eindrücken einzuklemmen ist.
Bei diesem Ausführungsbeispiel werden beim Einsetzen der Trägerplatine in die Haltevorrichtung
die Rastleisten mit Hilfe der Trägerplatine zur Seite gedrückt, so dass insbesondere
die Kanten der Trägerplatine, mit denen die Trägerplatine in der Haltevorrichtung
gehalten werden soll, kurzfristig punktuell sehr hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt
sind wodurch die Gefahr einer Beschädigung der Trägerplatine besteht. Derartige Beschädigungen
können bei einer hochautomatisierten Fertigung der Tintenpatrone zu einer Störung
des Fertigungsablaufes führen, wenn die Trägerplatine beim Einsetzen in die Haltevorrichtung
bricht. Es besteht aber auch die Gefahr, dass derartige, bei der Trägerplatinenmontage
erzeugte Risse zunächst unerkannt bleiben, mithin Tintenpatronen mit mechanisch vorgeschädigten
Trägerplatinen zur Auslieferung kommen. Regelmäßig führen diese Schäden nach Einsetzen
der Tintenpatrone in den Drucker, infolge der dabei auf die Trägerplatine wirkenden
Kräfte, zu Funktionsstörungen der Druckerelektronik die nur durch den Austausch der
beschädigten Tintenpatrone zu beheben sind. Auch können beschädigte Kanten ein Lösen
der Trägerplatine aus ihrer Haltevorrichtung beim Einsetzen der Tintenpatrone in den
Drucker bewirken, so dass die neue Tintenpatrone nicht mehr verwendbar ist, da die
Steuerung den Betrieb des Druckers beim Einsetzen einer Tintenpatrone mit fehlendem
oder beschädigten Informationschip üblicherweise verweigert. Um ein Lösen der Trägerplatine
von der Druckerpatrone zu vermeiden wird deshalb in der EP 0 997 297 A1 offensichtlich
auch vorgeschlagen, die geklemmte Trägerplatine durch Heißnieten mit der Tintenpatrone
fest zu verbinden.
[0004] Bei einem weiteren aus der EP 0 997 297 bekannten Ausführungsbeispiel wird an der
Unterseite der Trägerplatine ein Kunststoffträger durch Kleben befestigt, an welchem
Rasthaken ausgebildet sind. Die Trägerplatine wird anschließend mit Hilfe des Kunststoffträgers
in eine an der Tintenpatrone ausgebildete Platinenaufnahme eingesetzt und in dieser
mit den Rasthaken eingerastet. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird durch die zusätzliche
Verwendung des Kunststoffträgers für die Trägerplatine der Fertigungsaufwand deutlich
erhöht. So muss zum einen ein weiteres Bauteil, nämlich der Kunststoffträger, gefertigt
werden. Zum anderen sind zusätzliche Fertigungsschritte, nämlich das ordnungsgemäße
Befestigen der Trägerplatine in der richtigen Position auf dem Kunststoffträger und
das anschließende Einsetzen des Kunststoffträgers mit Trägerplatine erforderlich,
wobei insbesondere beim Einsetzen des Kunststoffträgers mit der Trägerplatine in die
Platinenaufnahme zusätzlich die Gefahr besteht, dass die vergleichsweise schwach ausgebildeten
Rasthaken abbrechen. Des weiteren muss der Kunststoffträger zusätzlich durch ein in
der Platinenaufnahme gehaltenes Federelement entgegengesetzt zur Einbaurichtung des
Kunststoffträgers in der Platinenaufnahme mechanisch vorgespannt werden, damit Fertigungstoleranzen
ausgeglichen werden können, wodurch dieses zusätzliche Bauteil den Fertigungsaufwand
weiter erhöht.
[0005] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Einsetzen einer Trägerplatine mit
Informationschip in eine an einer Patrone oder Kartusche ausgebildete Haltevorrichtung,
bzw. eine Haltevorrichtung zum Befestigen einer Trägerplatine an einer Patrone oder
Kartusche, anzugeben, mit dem ein Befestigen einer Trägerplatine mit Informationschip
an einer Patrone bzw. einer Kartusche mit vergleichsweise geringem Aufwand und hoher
Prozesssicherheit möglich ist und mit dem insbesondere eine mechanische Beschädigung
der Trägerplatine bei der Montage zuverlässig zu vermeiden ist.
[0006] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen nach Anspruch
1. Ferner löst die Erfindung die Aufgabe durch eine Haltevorrichtung mit den Merkmalen
nach Anspruch 6 sowie durch eine Patrone nach Anspruch 17 und eine Kartusche nach
Anspruch 18, die jeweils mit einer derartigen Haltevorrichtung ausgestattet sind.
[0007] Ein wesentlicher Erfindungsgedanke des Verfahrens besteht darin, entgegen dem Stand
der Technik, nicht die Trägerplatine selbst zum Öffnen der als Haltevorrichtung dienenden
Ratserhebungen der Rasteinrichtung zu verwenden. Vielmehr wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
zumindest eine der Rasterhebungen mit einer Betätigungsfläche zu versehen, an der
das Spreizwerkzeug zur Anlage kommen kann, um die Rasterhebung definiert soweit zu
öffnen bzw. von der anderen Ratserhebung wegzuspreizen, dass die Trägerplatine zumindest
annähernd ohne Berührung in die Rasteinrichtung eingesetzt werden kann. Nach dem Einsetzen
der Trägerplatine wird das Spreizwerkzeug zurückbewegt, wobei die vorher weggespreizte
Rasterhebung in ihre Ausgangsstellung zurückkehrt und auf diese Weise die Trägerplatine
gegen die andere Rasterhebung vorspannt. Bei dem vorsichtigen Zurückbewegen des Spreizwerkzeuges
kommt die weggespreizte Rasterhebung nach und nach mit der Trägerplatine in Eingriff,
wobei die Trägerplatine durch die kontinuierlich zunehmende Vorspannkraft, die sich
beim Zurückbewegen des Spreizwerkzeuges und die damit verbundene Rückstellbewegung
der abgespreizten Rasterhebung ergibt, in eine definierte Position gedrückt wird,
die durch die Rasterhebungen in ihren Ruhestellungen vorgegeben ist.
[0008] Hierdurch wird ein besonders schonendes Einsetzen und Einspannen der Trägerplatine
in die Haltevorrichtung ermöglicht, wobei insbesondere eine beim Stand der Technik
notwendige mechanische Belastung der Umlaufkanten der Trägerplatine beim Einsetzen
in die Haltevorrichtung vermieden wird. Darüber hinaus kann auf zusätzliche Bauteile,
wie mechanische Spannelemente, verzichtet werden, mit welchen die Trägerplatine in
eine definierte Position an der Patrone oder der Kartusche vorgespannt gehalten ist.
Ferner ist es zu einem späteren Zeitpunkt möglich, durch Einführen desselben oder
eines anderen Spreizwerkzeuges die Haltevorrichtung wieder zu öffnen und die Trägerplatine
auszubauen ohne die Patrone oder die Haltevorrichtung zu beschädigen. Dies ist insbesondere
dann von Vorteil, wenn die Patrone bzw. die Kartusche wiederverwendet werden soll.
[0009] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, der Zeichnung sowie den Unteransprüchen.
[0010] So wird bei einer besonders bevorzugten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens
vorgeschlagen, an jeder der beiden Rasterhebungen eine Betätigungsfläche vorzusehen,
so dass das Spreizwerkzeug beim Einführen in die Rasteinrichtung mit den an beiden
Rasterhebungen vorgesehenen Betätigungsflächen zur Anlage kommt und bei der anschließenden
Einführbewegung beide Rasterhebungen synchron auseinander spreizt. Dies hat insbesondere
auch den Vorteil, dass sich das entsprechend gestaltete Spreizwerkzeug beim Einführen
in die Rasteinrichtung durch Anlage an den Rasthebungen selbsttätig ausrichtet, ,
so dass eine zusätzliche Halteeinrichtung, welche das Spreizwerkzeug gegen die Kraft
der aufgespreizten Rasterhebungen hält, nicht erforderlich ist. Des weiteren kann
die Trägerplatine auf einfache und schonende Weise zwischen die auseinandergespreizten
Rasterhebungen eingesetzt werden.
[0011] Bei einer alternativen Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens wird gleichfalls
vorgeschlagen, an beiden Rasterhebungen Betätigungsflächen für das Spreizwerkzeug
vorzusehen, die Rasterhebungen jedoch nicht gleichzeitig, sondern nacheinander aufzuspreizen.
[0012] Unter Verwendung eines entsprechend ausgebildeten Spreizwerkzeugs und/oder durch
eine entsprechende Montageablaufsteuerung wird die Trägerplatine nach dem Aufspreizen
der ersten Rasterhebung bzw. der ersten Rasthebungen in einem ersten Schritt abschnittsweise
in die Rasteinrichtung eingesetzt. Anschließend wird die zweite Rasterhebung bzw.
werden die zweiten Rasthebungen mit Hilfe des Spreizwerkzeuges aufgespreizt und in
einem zweiten Schritt die Trägerplatine vollständig in die Rasteinrichtung eingesetzt.
Nachdem Einsetzen der Trägerplatine wird das Spreizwerkzeug aus der Rasteinrichtung
ausgeführt, wodurch die Rasthebungen federnd an der Trägerplatine zur Anlage kommen
und diese sicher halten. Diese Verfahrensführung ist insbesondere dann von Vorteil,
wenn die Trägerplatine verhältnismäßig große Abmessungen besitzt, so dass das Spreizwerkzeug,
welches für ein gleichzeitiges Aufspreizen der Rasterhebungen eine entsprechende Dimension
aufweisen müsste, entsprechend kleiner dimensioniert sein kann.
[0013] Alternativ wird vorgeschlagen, am Spreizwerkzeug aktiv betätigbare Spreizelemente
vorzusehen, die mit den Betätigungselementen der Rasterhebungen in Eingriff kommen
und ein gesteuertes Aufspreizen sowie Rückstellen derselben ermöglichen.
[0014] Die Trägerplatine wird vorzugsweise vom Spreizwerkzeug gehalten, so dass zusätzliche
Bestückungseinrichtungen, die zusätzlich zum Spreizwerkzeug bei einer automatisierten
Fertigung erforderlich wären, entfallen können.
[0015] Bei einer ersten bevorzugten Verfahrensführung wird die vom Spreizwerkzeug gehaltene
Trägerplatine nach dem Spreizen der Rasterhebung(en) von dem Spreizwerkzeug freigegeben
und durch entsprechende Anordnung desselben sichergestellt, dass die Trägerplatine
durch die Wirkung der Schwerkraft in die Rasteinrichtung fällt. Dies ist insbesondere
dann von Vorteil, wenn eine Vielzahl von bereits vereinzelten Trägerplatinen in einem
entsprechend gestalteten Magazin mit dem Spreizwerkzeug mitgeführt wird oder wenn
eine Vielzahl von noch nicht vereinzelten Trägerplatinen in einer entsprechend gestalteten
Aufnahme mit dem Spreizwerkzeug mitgeführt wird und erst unmittelbar vor dem Einsetzten
in die Rasteinrichtung eine Vereinzelung durch ein geeignetes Werkzeug erfolgt, das
mit dem Spreizwerkzeug eine Einheit bildet.
[0016] Bei einer alternativen Verfahrensführung ist das Spreizwerkzeug mit einer zusätzliche
Funktionseinheit, beispielsweise einem Vakuumgreifer, ausgestattet, der die Trägerplatine
nach dem Spreizen der Rasterhebung(en) in die Rasteinrichtung aktiv einsetzt. Diese
Verfahrensführung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die Trägerplatine verhältnismäßig
große Abmessungen besitzt oder, wie bei der zuvor bereits beschriebenen Verfahrensvariante,
in mehreren Schritten in die Haltevorrichtung eingesetzt wird. Zudem ermöglicht diese
Verfahrensführung insbesondere bei hohen Taktraten ein definiertes Positionieren der
Trägerplatinen in der Rasteinrichtung.
[0017] Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Haltevorrichtung zum Halten
der Trägerplatine mit Informationschip an der Patrone oder der Kartusche. Die Haltevorrichtung
weist hierzu eine an der Patrone bzw. an der Kartusche vorgesehene Rasteinrichtung
auf, in welcher die Trägerplatine durch Einrasten zu befestigten ist. Die Ratseinrichtung
weist zwei zueinander beabstandete Rasterhebungen auf, zwischen welche die Trägerplatine
zum Befestigen einzuführen ist, wobei zumindest eine der Rasterhebungen mit einer
Betätigungsfläche für ein Spreizwerkzeug versehen ist. Wie zuvor bereits erläutert,
ist die Betätigungsfläche an der Rasterhebung derart gestaltet, dass das Spreizwerkzeug
die mit der Betätigungsfläche versehene Rasterhebung von der anderen Rasterhebung
soweit wegspreizen kann, dass ein zumindest annähernd berührungsloses Einsetzen der
Trägerplatine zwischen die Rasterhebungen möglich ist.
[0018] Damit beide Rasterhebungen vom Spreizwerkzeug betätigt werden können, wird vorgeschlagen,
jede der Rasterhebungen mit einer Betätigungsfläche für das Spreizwerkzeug zu versehen.
Dabei ist es von besonderem Vorteil, wenn die Rasterhebungen identisch ausgebildet
und spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet sind, wobei die Betätigungsflächen einander
zugewandt sind. Durch diese Art der Gestaltung der Rasterhebungen ist es möglich,
die Rasterhebungen durch Einführen des Spreizwerkzeuges zwischen die Rasterhebungen
auf einfache Weise auseinander zu spreizen. Das Spreizwerkzeug weist zu diesem Zweck
vorzugsweise zueinander beabstandete Spreizelemente auf, deren Enden angefast sind,
bzw. die keilförmig ausgebildet sind, so dass durch Einführen des Spreizwerkzeuges
zwischen die Ratserhebungen diese zwangsläufig auseinander gespreizt werden. Alternativ
können die Spreizelemente aktiv betätigbar gestaltet sein, so dass die Rasterhebungen
durch Bewegen der Spreizelemente aktiv auseinandergespreizt und wieder in ihre Ausgangslage
zurückbewegt werden können.
[0019] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung
weist jede Rasterhebung eine quer zur Einsetzrichtung der Trägerplatine verlaufende
Rastkante auf, welche mit einer ihrer Flanken im eingerasteten Zustand der Trägerplatine
an einer der Kanten der Trägerplatine anliegt und die Trägerplatine in einer Vorspannrichtung
gegen die Patrone bzw. gegen die Kartusche vorspannt. Bei dieser Ausführungsform ist
die Rastkante im Querschnitt derart abgeschrägt, dass die im eingerasteten Zustand
an der Kante der Trägerplatine anliegende Flanke unter einem Winkel bezogen auf die
Vorspannrichtung schräg verläuft. Durch die schräge Gestaltung der Flanken wird erreicht,
dass die Trägerplatine mit ihren Kanten an den Flanken der Rastkanten der Rasterhebungen
gleichmäßig anliegt, wobei deren relative Lage zu den Flanken in Vorspannrichtung
gesehen variieren kann. Hierdurch können Maßabweichungen, die durch Fertigungstoleranzen
gegeben sind, auf sehr einfache und elegante Weise ausgeglichen werden.
[0020] Bei diesem Ausführungsbeispiel wird ferner vorgeschlagen, die Betätigungsfläche so
an der Rasterhebung auszubilden, dass sie die Rastkante unterbricht und dass die Betätigungsfläche
im nicht abgespreizten Zustand der Rasterhebung unter einem vorgegebenen Winkel zur
Einsetzrichtung der Trägerplatine geneigt verläuft. Hierdurch wird einerseits erreicht,
dass das Spreizwerkzeug im Bereich der Rastkante an der Rasterhebung angreift und
somit die Spreizkräfte unmittelbar an der Rastkante zur Wirkung kommen. Gleichzeitig
wird die Rasterhebung durch den rampenartigen Verlauf der Betätigungsfläche in Richtung
der Stirnseite der Rasterhebung gezielt geschwächt, so dass die Rasterhebung durch
die beim Abspreizen einwirkenden Kräfte bogenförmig verformt wird, wodurch das Einsetzen
der Trägerplatine erleichtert ist.
[0021] Alternativ kann die Betätigungsfläche auch parallel zur Einbaurichtung der Trägerplatine
verlaufen. In diesem Fall sind zum Aufspreizen der Rasterhebungen quer zur Einbaurichtung
verstellbare Spreizelemente am Spreizwerkzeug vorgesehen.
[0022] Zum Zwecke einer definierten Halterung der Trägerplatine auf der Patrone bzw. der
Kartusche, wird ferner vorgeschlagen, an der Patrone bzw. der Kartusche eine Platinenaufnahme
vorzusehen, die zwischen den Rasterhebungen der Rasteinrichtung angeordnet und in
welche die Trägerplatine mit Informationschip zum Befestigen einzusetzen ist. Die
Platinenaufnahme ist dabei in ihren Abmessungen an die Außenabmessungen der Trägerplatine
derart angepasst, dass die Trägerplatine beim Einsetzen in die Rasteinrichtung von
der Platinenaufnahme ausgerichtet und nach dem Klemmen in der Platinenaufnahme gehalten
ist. Auf diese Weise wird durch die Platinenaufnahme, neben der Ausrichtung der Trägerplatine,
die sich durch die Wirkung der Vorspannkräfte ergibt, die Trägerplatine in einer definierten
Lage relativ zur Patrone bzw. zur Kartusche positioniert.
[0023] Des weiteren ist es von Vorteil, wenn die Haltevorrichtung eine an der Patrone bzw.
der Kartusche ausgebildete Tasche aufweist, von deren Grundfläche die Rasterhebungen
der Rasteinrichtung normal abstehen. Die Ausbildung der Rasteinrichtung in einer Taschebedingt
deren Anordnung im Gehäuse der Patrone bzw. der Kartusche, im Gegensatz zu der vorgehend
beschriebenen Anordnung auf dem Gehäuse. Die Rasteinrichtung ragt in diesem Fall nur
soweit aus dem Gehäuse heraus, wie es für eine sichere Befestigung der Trägerplatine
erforderlich ist.
[0024] Damit die Trägerplatine bereits beim Einsetzen bei abgespreizten Rasterhebungen definiert
auf die beschriebene aktive oder passive Weise positioniert werden kann, wird ferner
vorgeschlagen, an der Haltevorrichtung eine Positionierungshilfe vorzusehen, welche
mit einer an der Trägerplatine ausgebildeten komplementären Positionierungshilfe beim
Einsetzen der Trägerplatine in die Rasteinrichtung in Eingriff kommt. Als Positionierungshilfen
können am Gehäuse der Patrone bzw. der Kartusche vorgesehene Formelemente, wie Nasen,
Vertiefungen und ähnliches, dienen. Bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung
dieser Ausführungsform weist die Positionierungshilfe der Haltevorrichtung mindestens
einen längs der Einbaurichtung der Trägerplatine verlaufenden Positionierungszapfen
auf, welcher mit einer an der Trägerplatine als komplementäre Positionierungshilfe
ausgebildeten Positionierungsöffhung oder Positionierungsausnehmung in Eingriff gebracht
werden kann.
[0025] Bei einigen Patronen bzw. Kartuschen ist im Gehäuse oder im Behälterinnenraum eine
Einrichtung zur aktiven Erfassung und Überwachung von Betriebsparametern vorgesehen,
wie beispielsweise dem Tinten- bzw. Tonerfüllstand. Derartige Erfassungseinrichtungen
beinhalten vorzugsweise elektrische oder elektrooptischen Bauelemente, die z. B. über
Leiterbahnen oder induktiv mit der Druckersteuerung verbunden sind.
[0026] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung wird
vorgeschlagen, zu Kontaktierungszwecken bzw. zum Zwecke der Signalübertragung von
der Erfassungseinrichtung zur Druckersteuerung, patronen- bzw. kartuschenseitig nahe
der Rasteinrichtung eine Kontakteinrichtung vorzusehen, die über die in die Rasteinrichtung
eingesetzte Trägerplatine und/oder den auf dieser angebrachten Informationschip mit
der Druckersteuerung in definierter Weise sicher, ohne zusätzlichen Montageaufwand
und damit kostengünstig elektrisch zu kontaktieren. Die elektrische Kontaktierung
kann etwa durch patronen- bzw. kartuschenseitig federnd gelagerte Kontakte erfolgen,
die mit den auf der Trägerplatine vorgesehenen Gegenkontakten bei der Montage derselben
in der Rasteinrichtung elektrisch verbunden werden.
[0027] Im Falle einer berührungslosen, beispielsweise induktiven, Signalübertragung zwischen
der Erfassungseinrichtung in der Patrone bzw. Kartusche und der Druckersteuerung kann
durch die erfindungsgemäße Haltevorrichtung in vorteilhafter Weise, ohne zusätzlichen
Montageaufwand und damit kostengünstig, eine störungsfreie Signalübertragung sichergestellt
werden, indem eine geeignete Empfangseinrichtung, beispielsweise eine Antenne, mit
auf der definiert und sicher gehalterten Trägerplatine angebracht wird.
[0028] Die zuvor beschriebene Haltevorrichtung ist vorzugsweise an einer Patrone für einen
Drucker oder einen Kopierer, insbesondere für einen Tintenstrahldrucker, oder an einer
Kartusche für einen Drucker oder einen Kopierer, insbesondere für einen Laserdrucker,
vorgesehen.
[0029] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezugnahme auf
die beigefügte Zeichnung näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine Unteransicht einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung an einer Druckerpatrone
in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Schnittansicht durch die Haltevorrichtung beim Einsetzen einer Trägerplatine
mit Informationschip, und
- Fig. 3
- eine vergrößerte Schnittansicht der Haltevorrichtung nach Fig. 2 nach dem Einsetzen
der Trägerplatine.
[0030] Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung einen Ausschnitt einer Druckerpatrone
10 für einen Tintenstrahldrucker. An der in der Fig. 1 dargestellten einen Stirnseite
des aus Kunststoff gefertigten Gehäuses 12 der Druckerpatrone 10 ist eine erfindungsgemäße
Haltevorrichtung 14 für eine Trägerplatine 16 mit Informationschip 18 ausgeformt.
Der Informationschip 18 (siehe Fig. 2 und 3) ist auf der der Tintenpatrone zugewandten
Seite der Trägerplatine 16 angebracht und steht mit den auf der der Tintenpatrone
abgewandten Seite der Trägerplatine 16 ausgebildeten Kontaktstellen 20 in leitender
Verbindung.
[0031] Die Haltevorrichtung 14 weist eine Tasche 22 von vorzugsweise rechteckigem Grundriss
auf, die mittig an der Stirnseite des Gehäuses 12 ausgebildet ist und in das Gehäuse
12 ragt. Die Längsseiten der rechteckigen Tasche 22 verlaufen parallel zu der dem
Tintenauslass der Druckerpatrone 10 am nächsten gelegenen Kante der Schmalseite des
Gehäuses 12. An die Basis 24 der Tasche 22 sind zwei identische, spiegelsymmetrisch
zueinander angeordnete Rasterhebungen 26 und 28 einer Rasteinrichtung 30 angeformt,
die aus der Tasche 22 geringfügig herausragen und mit Abstand zu den Wänden der Tasche
22 angeordnet sind. Der Abstand zwischen den Rasterhebungen 26 und 28 ist geringfügig
größer gewählt als die Breitenabmessung der Trägerplatine 16, so dass die Trägerplatine
16 in einer vorgegebene Einbaurichtung R zwischen die Rasterhebungen 26 und 28 einführbar
ist, wie später im Detail noch erläutert werden wird.
[0032] Jede Rasterhebung 26 und 28 weist einen etwa quadratischen Querschnitt auf und eine,
an ihrer der jeweils anderen Rasterhebung 28 bzw. 26 abgewandten Rückseite angeformte
Versteifung 32 bzw. 34. An der der jeweils anderen Rasterhebung 28 bzw. 26 zugewandten
Vorderseite ist an jeder Rasterhebung 26 bzw. 28 eine mittig ausgebildete Betätigungsausnehmung
36 bzw. 38 vorgesehen. Die Betätigungsausnehmung 36 bzw. 38 erstreckt sich etwa ausgehend
von der halben Höhe der jeweiligen Rasterhebung 26 bzw. 28 schanzenförmig zur Stirnseite
der Rasterhebung 26 bzw. 28, wobei die Betätigungsausnehmung 36 bzw. 38 mit ihrer
ebenen Betätigungsfläche 40 bzw. 42 unter einem vorgegebenen Winkel α geneigt zur
ebenen Vorderseite der Rasterhebung 26 bzw. 28 verläuft. Die Betätigungsausnehmung
36 bzw. 38 öffnet sich entsprechend unter dem Winkel α zur Einbaurichtung R des Informationschips
18 hin. Die Wandstärke der Versteifung 30 bzw. 34 nimmt im Bereich der Betätigungsausnehmung
36 bzw. 38 zur Stirnseite der Rasterhebung 26 bzw. 28 hin kontinuierlich ab, was eine
erhöhte Elastizität der Rasterhebung 26 bzw. 28 in diesem Bereich bewirkt.
[0033] An der Vorderseite jeder Rasterhebung 26 bzw. 28 ist ferner eine in Richtung der
anderen Rasterhebung 28 bzw. 26 abstehende Rastkante 44 bzw. 46 angeformt, die bündig
mit der Stirnseite der Rasterhebung 26 bzw. 28 abschließt und in ihrer Mitte durch
die Betätigungsausnehmung 36 bzw. 38 unterbrochen ist.
[0034] In den Fig. 2 und 3 sind die Rasterhebungen 26 und 28 sowie die Tasche 22 der Haltevorrichtung
14 in einem parallel zur Unterseite der Druckerpatrone 10 verlaufenden Schnitt dargestellt.
Dabei ist aus den Fig. 2 und 3 zu erkennen, dass jede Rastkante 44 bzw. 46 eine der
Stirnseite der Rasterhebung 26 bzw. 28 abgewandte, ebene Flanke 48 bzw. 50 aufweist,
welche sich über die gesamte Länge der Rastkante 44 bzw. 46 erstreckt und unter einem
Winkel β geneigt zur ebenen Vorderseite der Rasterhebung 26 bzw. 28 und somit unter
dem Winkel β geneigt zur Einbaurichtung R (siehe Fig. 1) der Trägerplatine 16 verläuft.
[0035] Wie Fig. 1 ferner zeigt, ist in der Stirnseite der Druckerpatrone 10 eine gleichfalls
rechteckig gestaltete Platinenaufnahme 52 ausgeformt, welche in ihren Abmessungen
unwesentlich größer gestaltet ist als die Trägerplatine 16 in ihren Außenabmessungen,
so dass die Trägerplatine 16 problemlos in die Platinenaufnahme 52 einsetzbar ist.
Die Platinenaufnahme 52 verläuft in ihrer Längsrichtung quer zur Tasche 22 und ist
etwa mittig zur Tasche 22 an der Stirnseite der Druckerpatrone 10 so ausgeformt, dass
die Platinenaufnahme 52 symmetrisch zwischen den Rasterhebungen 26 und 28 liegt.
[0036] Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, ist die Tiefe der Platinenaufnahme 52 so bemessen, dass
die Rasterhebungen 26 und 28 mit den Flanken 48 und 50 ihrer Rastkanten 44 und 46
unmittelbar oberhalb der Auflagefläche 54 der Profilaufnahme 52 in die Vorderseite
der jeweiligen Rasterhebung 26 bzw. 28 übergehen, während sie gleichzeitig mit ihren
Stirnseiten geringfügig über die Stirnseite der Druckerpatrone 10 hervorstehen.
[0037] Wie Fig. 1 weiter zeigt, ist zu beiden Seiten der Tasche 22 an der Chipaufnahme 52
zu deren Längssymmetrieachse nach links versetzt jeweils eine kalottenförmige Ausnehmung
56 bzw. 58 vorgesehen, die in die Seitenwand der Tasche 22 übergeht. In jeder Ausnehmung
56 und 58 ist ein sich parallel zu den Rasterhebungen 26 und 28 erstreckender Positionierungszapfen
60 bzw. 62 ausgebildet, der in die Platinenaufnahme 48 hineinragt.
[0038] Nachfolgend wird anhand der Fig. 2 und 3 die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung
14 näher erläutert.
[0039] Zunächst wird die mit den erforderlichen Leiterbahnen (nicht dargestellt) und elektrischen
Kontakten bzw. Kontaktstellen 20 versehene und mit dem Informationschip 18 bestückte
Trägerplatine 16 sowie das Gehäuse 12 der Tintenpatrone bereitgestellt. Anschließend
wird die Trägerplatine 16 in ein Spreizwerkzeug 64 eingesetzt, das in Fig. 2 dargestellt
ist.
[0040] Das Spreizwerkzeug 64 weist einen etwa U-förmigen Grundkörper 66 auf, der an den
Stirnseiten seiner beiden in Fig. 2 nach unten abstehenden Schenkel zwei spiegelsymmetrisch
zueinander ausgebildete Spreizelemente 68 und 70 aufweist, die an ihren voneinander
wegweisenden Flanken jeweils unter demselben Winkel α abgeschrägt sind, wie die Betätigungsflächen
40 und 42 der beiden Betätigungsausnehmungen 36 und 38. An der Oberseite des Spreizwerkzeugs
64 ist eine nicht im Detail dargestellte Bestückungseinheit 72 vorgesehen. Zwischen
den Spreizelementen 68 und 70 weist das Spreizwerkzeug 64 eine nicht näher dargestellte
Greif- oder Halteeinrichtung auf, etwa eine Unterdruckdüse, mit der jeweils eine Trägerplatine
16 im Spreizwerkzeug 64 gehalten wird.
[0041] In einem weiteren Montageschritt wird das Spreizwerkzeug 64 mit der darin gehaltenen
Trägerplatine 16 über der Haltevorrichtung 14 der Druckerpatrone 10 positioniert.
Anschließend wird das Spreizwerkzeug 64 mit der zwischen seinen Spreizelementen 68
und 70 gehaltenen Trägerplatine 16 in Einbaurichtung R abgesenkt, wie in Fig. 2 durch
den Pfeil dargestellt ist. Bei dieser Absenkbewegung kommen die Spreizelemente 68
und 70 mit den an den Rasterhebungen 26 und 28 vorgesehenen Betätigungsflächen 40
und 42 der Betätigungsausnehmungen 36 und 38 in Berührung und gleiten an diesen entlang.
[0042] Der Abstand zwischen den Spreizelementen 68 und 70 des Spreizwerkzeugs 64 ist so
gewählt, dass mit zunehmender Einführtiefe der Spreizelemente 68 und 70 in die Rasteinrichtung
30 die Rasterhebungen 26 und 28 aufgespreizt werden, wobei das Aufspreizen der Rasterhebungen
26 und 28, wie erläutert, durch die Betätigungsausnehmungen 36 und 38 erleichtert
wird.
[0043] Nach dem die Rasterhebungen 26 und 28 ausreichend weit auseinander gespreizt sind,
gibt die Greifeinrichtung des Spreizwerkzeuges 64 die Trägerplatine 16 frei, so dass
diese, beispielsweise durch die Wirkung der Schwerkraft, in die Rasteinrichtung 30
fällt. Dabei kommen zwei an der Trägerplatine 16 vorgesehene Positionierungsöffnungen
72 und 74 (siehe Fig. 1) mit den Positionierungszapfen 60 und 62 in Eingriff, wodurch
die Trägerplatine 16 ihre definierte Lage in der Platinenaufnahme 52 einnimmt und
damit sicher auf der Auflagefläche 54 aufliegt. Anschließend wird das Spreizwerkzeug
64 in entgegengesetzter Richtung wieder aus der Rasteinrichtung 30 ausgeführt, wobei
die Spreizelemente 68 und 70 an den Betätigungsflächen 36 und 38 entlang gleiten und
die Rasterhebungen 26 und 28 wieder in ihre Ausgangsstellung zurückkehren.
[0044] Sobald das Spreizwerkzeug 64 vollständig aus der Rasteinrichtung 30 herausgezogen
ist, liegen die Rastkanten 44 und 46 mit ihren Flanken 48 und 50 an den oberen Seitenkanten
der Trägerplatine 16 an, während die Trägerplatine 16 patronenseitig von der Auflagefläche
54 abgestützt ist. Dabei bewirken die abgeschrägten Flanken 48 und 50 eine mechanische
Vorspannung, durch welche die Trägerplatine 16 in der Platinenaufnahme 52 solange
verlagert wird, bis ein Zustand mit zumindest annähernd geringst möglicher Vorspannung
erreicht ist. Die Trägerplatine 16 richtet sich damit selbsttätig in der Platinenaufnahme
52 aus und wird durch die normal (in Vorspannrichtung V) zur Auflagefläche 54 wirkende
Vorspannkraft sicher in ihrer definierten Endlage fixiert.
[0045] Bei dem zuvor beschrieben Ausführungsbeispiel sind beide Rasterhebungen 26 und 28
mit Betätigungsaufnahmen 36 und 38 versehen. Es sind jedoch auch Ausführungsformen
denkbar, bei denen nur eine der beiden Rasterhebungen 26 und 28 mit einer Betätigungsaufnahme
36 bzw. 38 versehen ist und das Spreizwerkzeug 64 nur diese Rasterhebung 26 bzw. 28
abspreizt. Ferner ist es denkbar, ein Spreizwerkzeug 64 zu verwenden, bei dem die
Spreizelemente 68 und 70 verstellbar sind, so dass der Abstand zwischen den Spreizelementen
68 und 70 variabel ist und die Rasterhebungen 26 und 28 lediglich durch Erweitern
des Abstandes zwischen den Spreizelementen 68 und 70 auseinandergespreizt werden.
Hierbei könnten die Betätigungsflächen 40 und 42 der Betätigungsausnehmungen 36 und
38 auch parallel zur Einbaurichtung R verlaufen.
Bezugszeichenliste:
[0046]
- 10
- Druckerpatrone
- 12
- Gehäuse
- 14
- Haltevorrichtung
- 16
- Trägerplatine
- 18
- Informationschip
- 20
- Kontaktstellen
- 22
- Tasche
- 24
- Basis
- 26
- Rasterhebung
- 28
- Rasterhebung
- 30
- Rasteinrichtung
- 32
- Versteifung
- 34
- Versteifung
- 36
- Betätigungsausnehmung
- 38
- Betätigungsausnehmung
- 40
- Betätigungsfläche
- 42
- Betätigungsfläche
- 44
- Rastkante
- 46
- Rastkante
- 48
- Flanke
- 50
- Flanke
- 52
- Platinenaufnahme
- 54
- Auflagefläche
- 56
- Ausnehmung
- 58
- Ausnehmung
- 60
- Positionierungszapfen
- 62
- Positionierungszapfen
- 64
- Spreizwerkzeug
- 66
- Grundkörper
- 68
- Spreizelement
- 70
- Spreizelement
- 72-
- Bestückungseinheit
- 74
- Positionierungsöffnung
- 76
- Positionierungsöffnung
1. Verfahren zum Einsetzen einer Trägerplatine (16) mit Informationschip (18) in eine
an einer Patrone (10) oder Kartusche für einen Drucker oder Kopierer, insbesondere
an einer Tintenpatrone für einen Tintenstrahldrucker, ausgebildeten Rasteinrichtung
(30), welche zwei zueinander beabstandete Rasterhebungen (26, 28) aufweist, zwischen
welche die Trägerplatine (16) einzusetzen ist, wobei bei dem Verfahren:
ein Spreizwerkzeug (64) zwischen die Rasterhebungen (26, 28) derart eingeführt wird,
dass das Spreizwerkzeug (64) mit einer an zumindest einer der Rasterhebungen (26,
28) vorgesehenen Betätigungsfläche (40, 42) in Berührung kommt,
das Spreizwerkzeug (64) anschließend gegen die Betätigungsfläche (40, 42) derart bewegt
wird, dass die mit der Betätigungsfläche (40, 42) versehene Rasterhebung (26, 28)
von der anderen Rasterhebung (28, 26) soweit weggespreizt wird, dass ein zumindest
annähernd berührungsloses Einsetzen der Trägerplatine (16) in die Rasteinrichtung
(30) möglich ist,
die Trägerplatine (16) am Spreizwerkzeug (64) vorbei in die Rasteinrichtung (30) eingesetzt
wird, und nach dem Einsetzen der Trägerplatine (16) in die Rasteinrichtung (30) das
Spreizwerkzeug (64) aus der Rasteinrichtung (30) ausgeführt wird, wobei die weggespreizte
Rasterhebung (26, 28) in ihre Ausgangsstellung zurückkehrt und die Trägerplatine (16)
gegen die andere Rasterhebung (26, 28) zum Halten vorspannt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Spreizwerkzeug (64) beim Spreizen der Rasteinrichtung
(30) mit an beiden Rasterhebungen (26, 28) vorgesehenen Betätigungsflächen (40, 42)
zur Anlage kommt und beide Rasterhebungen (26, 28) soweit auseinander spreizt, dass
die Trägerplatine (16) mit Informationschip (18) zumindest annähernd berührungslos
in die Rasteinrichtung (30) einzusetzen ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Spreizwerkzeug (64) zunächst eine der Rasterhebungen (26, 28) von der anderen
Rasterhebung (28, 26) wegspreizt, die Trägerplatine (16) mit Informationschip (18)
in einem ersten Schritt abschnittsweise in die Rasteinrichtung (30) eingesetzt wird,
anschließend die andere Rasterhebung (26, 28) mit Hilfe des Spreizwerkzeuges (64)
aufgespreizt wird, in einem zweiten Schritt die Trägerplatine (16) vollständig in
die Rasteinrichtung (30) eingesetzt wird und das Spreizwerkzeug (64) nach dem Einsetzen
der Trägerplatine (16) wieder aus der Rasteinrichtung (30) bewegt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, bei dem die Trägerplatine (16) vom Spreizwerkzeug
(64) gehalten wird und das Spreizwerkzeug (64) nach dem Spreizen der Rasterhebung(en)
(26, 28) die Trägerplatine (16) mit Informationschip (18) freigibt, so dass diese
durch die Schwerkraft in die Rasteinrichtung (30) fällt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, bei dem die Trägerplatine (16) mit Informationschip
(18) vom Spreizwerkzeug (64) gehalten wird und das Spreizwerkzeug (64) nach dem Spreizen
der Rasterhebung(en) (26, 28) die Trägerplatine (16) in die Rasteinrichtung (30) einsetzt.
6. Haltevorrichtung zum Halten einer Trägerplatine mit Informationschip an einer Patrone
oder einer Kartusche für einen Drucker oder einen Kopierer, insbesondere an einer
Tintenpatrone für einen Tintenstrahldrucker, mit einer an der Patrone (10) bzw. der
Kartusche vorgesehenen Rasteinrichtung (30), in welche die Trägerplatine (16) mit
Informationschip (18) zum Befestigen einrastbar ist, dadurch gekennzeichnet,
dass die Rasteinrichtung (30) zwei zueinander beabstandete Rasterhebungen (26, 28) aufweist,
zwischen welche die Trägerplatine (16) zum Befestigen einzuführen ist, wobei zumindest
eine der Rasterhebungen (26, 28) mit einer Betätigungsfläche (40, 42) für ein Spreizwerkzeug
(64) zum Wegspreizen der Rasterhebung (26, 28) für ein zumindest annähernd berührungsloses
Einsetzen der Trägerplatine (16) zwischen die Rasterhebungen (26, 28) versehen ist.
7. Haltevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Rasterhebungen (26, 28) eine Betätigungsfläche (40, 42) für das Spreizwerkzeug
(64) aufweist.
8. Haltevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die identisch ausgebildeten Rasterhebungen (26, 28) spiegelsymmetrisch zueinander
ausgebildet sind, wobei die Betätigungsflächen (40, 42) einander zugewandt sind.
9. Haltevorrichtung nach Anspruch 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass jede Rasterhebung (26, 28) eine quer zur Einsetzrichtung (R) der Trägerplatine (16)
verlaufende Rastkante (44, 46) aufweist, welche mit einer ihrer Flanken (48, 50) im
eingerasteten Zustand der Trägerplatine (16) an einer der Kanten der Trägerplatine
(16) anliegt und die Trägerplatine (16) in einer Vorspannrichtung (V) gegen die Patrone
(10) bzw. gegen die Kartusche vorspannt, und dass die Rastkante (44, 46) im Querschnitt
derart abgeschrägt ist, dass die im eingerasteten Zustand an der Kante der Trägerplatine
(16) anliegende Flanke (48, 50) unter einem Winkel (β), bezogen auf die Vorspannrichtung
(V), schräg verläuft.
10. Haltevorrichtung nach Anspruch 90, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastkante (44, 46) durch die Betätigungsfläche (40, 42) unterbrochen ist, und
dass die Betätigungsfläche (40, 42) im nicht weggespreizten Zustand unter einem vorgegebenen
Winkel (α) zur Einsetzrichtung (R) der Trägerplatine (16) geneigt verläuft.
11. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (14) eine an der Patrone (10) bzw. der Kartusche ausgebildete
Platinenaufnahme (52) aufweist, die zwischen den Rasterhebungen (26, 28) der Rasteinrichtung
(30) angeordnet und in welche die Trägerplatine (16) mit Informationschip (18) zum
Befestigen einzusetzen ist.
12. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung eine in der Patrone (10) bzw. der Kartusche ausgebildete Tasche
(22) aufweist, von deren Grundfläche die Rasterhebungen (26, 28) der Rasteinrichtung
(30) normal abstehen.
13. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (14) eine Positionierungshilfe (60, 62) aufweist, die mit einer
an der Trägerplatine (16) ausgebildeten komplementären Positionierungshilfe (74, 76)
beim Einsetzen der Trägerplatine (16) in die Rasteinrichtung (30) in Eingriff bringbar
ist.
14. Haltevorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionierungshilfe der Haltevorrichtung (14) mindestens einen längs der Einsetzrichtung
(R) der Trägerplatine (16) verlaufenden Positionierungszapfen (60, 62) aufweist, der
mit einer an der Trägerplatine (16) als komplementäre Positionierungshilfe ausgebildeten
Positionierungsöffnung (74, 76) oder Positionierungsausnehmung in Eingriff bringbar
ist.
15. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass an der Patrone bzw. der Kartusche nahe der Rasteinrichtung eine mit einer in der
Patrone bzw. in der Kartusche angeordneten Erfassungseinrichtung verbundene Kontakteinrichtung
vorgesehen ist, die über die in die Rasteinrichtung eingesetzte Trägerplatine und/oder
den auf dieser angebrachten Informationschip mit der Druckersteuerung in definierter
Weise elektrisch zu kontaktieren ist.
16. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine in der Patrone bzw. in der Kartusche angeordnete Erfassungseinrichtung für eine
berührungslose Signalübertragung zwischen der Erfassungseinrichtung und einer Empfangseinrichtung
vorgesehen ist, wobei die in die Rasteinrichtung eingesetzte Trägerplatine die Empfangseinrichtung
aufweist, um diese in definierter Weise mit der Druckersteuerung zu kontaktieren ist.
17. Patrone für einen Drucker oder einen Kopierer, insbesondere für einen Tintenstrahldrucker,
mit einer Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 16.
18. Kartusche für einen Drucker oder einen Kopierer, insbesondere für einen Laserdrucker,
mit einer Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 16.