[0001] Die Erfindung betrifft eine Banderoliermaschine mit beidseitig eines Zufuhrtisches
angeordneten Folienrollen, deren Folienbahnen unter Bildung eines, einen Schlitz des
Zufuhrtisches durchsetzenden, Folienvorhangs durch eine Siegelnaht miteinander verbunden
sind, bei der das zu banderolierende Gut gegen den Folienvorhang geschoben, die Folie
dabei zu einer Schlinge um das Gut herumgelegt und die Schlinge mittels einer, mindestens
eine der Folienbahnen vorübergehend festklemmenden Straffzieheinrichtung gestrafft
und mittels einer Schweißvorrichtung verschweißt und vom Folienrest abgetrennt wird.
[0002] Eine solche Banderoliermaschine ist beispielsweise aus der DE 25 34 156 bekannt.
Nachteilig bei der bekannten Banderoliermaschine ist, dass der Verpackungsvorgang
beim Wechsel der Folien für zwei bis drei Minuten unterbrochen werden muß.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind weiterhin Banderoliermaschinen bekannt, bei denen
der Folienwechsel automatisch erfolgt. Dabei wird in einem ersten Arbeitsgang der
Anfang der Vorratsfolienbahn genau positioniert und in einem zweiten Arbeitsgang mit
der Arbeitsfolienbahn verschweißt. In einem dritten Arbeitsgang wird dann die alte
Arbeitsfolienbahn von der neuen Arbeitsfolienbahn mittels eines Messers getrennt.
Falls die Vorratsfolienbahn nicht exakt positioniert war, kann es notwendig sein,
dass auch der Überstand der Vorratsfolienbahn beispielsweise mittels eines Messer
abgetrennt wird. In diesem Fall fällt Folienabfall an. Die Banderoliermaschine aus
dem Stand der Technik weist mehrere Nachteile auf. Zum einen ist es notwendig, dass
der Anfang der Vorratsfolienbahn exakt positioniert wird, um zu vermeiden, dass ein
Folienüberstand entsteht. Sollte die Vorratsfolienbahn nicht exakt positioniert werden,
ist es notwendig, den Folienüberstand abzuschneiden. Weiterhin nachteilig an der Banderoliermaschine
ist, dass eine Verschweißvorrichtung und eine davon getrennte Trennvorrichtung zum
Trennen der alten Arbeitsfolienbahn von der neuen Arbeitsfolienbahn vorgesehen sein
muß.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Banderoliermaschine vorzuschlagen,
bei der die Vorratsfolienbahn nicht exakt positioniert werden muß und bei der kein
loser Folienabfall entsteht
[0005] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird dadurch gelöst, dass zumindest auf
einer Zufuhrtischseite, insbesondere auf beiden Zufuhrtischseiten, eine Folienwechseleinheit
vorgesehen ist, bestehend aus mindestens einer Vorratsfolienrolle und einer Arbeitsfolienrolle,
wobei sowohl die Arbeitsfolienbahn, als auch die Vorratsfolienbahn durch eine, vorzugsweise
zwei, Foliensiegeleinheiten geführt ist, wobei die Foliensiegeleinheit mindestens
eine Trennschweißeinrichtung, zur Herstellung einer Quetschtrennnaht zwischen alter
Arbeitsfolienbahn und Vorratsfolienbahn sowie zwischen Vorratsfolienbahnüberstand
und dem Rest der alten Arbeitsfolienbahn in einem Arbeitsgang, aufweist. Mit der erfindungsgemäßen
Banderoliermaschine ist es möglich, dass ein automatischer Folienwechsel vorgenommen
wird, ohne dass der Verpackungsvorgang unterbrochen werden muß. Durch die Verwendung
einer Trennschweißeinrichtung wird erreicht, dass die Vorratsfolienbahn und die Arbeitsfolienbahn
zu einer neuen Arbeitsfolienbahn verschweiß werden und dass gleichzeitig der Vorratsfolienbahnüberstand
mit der alten Arbeitsfolienbahn verschweißt wird. Die Trennung der Folienbahnen erfolgt
quasi im gleichen Arbeitsschritt mit dem Verschweißen der Folienenden. Durch diese
Maßnahmen wird gewährleistet, dass kein loser Folienabfall entsteht.
[0006] Der Erfindung liegt auch die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Durchführung eines
Folienwechsels bei einer erfindungsgemäßen Banderoliermaschine vorzuschlagen, bei
dem keine losen Folienreste anfallen.
[0007] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Vorratsfolienrolle auf eine entsprechende
Halterung aufgesetzt wird und dass die Vorratsfolienbahn durch einen ihr zugeordneten
ersten Folienschlitz zwischen dem ersten und dem mittleren Bauteil der Foliensiegeleinheit
geführt wird, um das mittlere Bauteil herum geführt wird, und durch einen zweiten
Folienschlitz geführt wird, durch den auch die Arbeitsfolienbahn verläuft, wobei der
Vorratsfolienüberstand danach mit einem Klemmmechanismus festgeklemmt wird, woraufhin
zu einem späteren Zeitpunkt die Vorratsfolienbahn und die daneben liegende Arbeitsfolienbahn
mittels der Trennschweißeinrichtung getrennt und im gleichen Arbeitsschritt zwischen
zwei Bauteilen die alte Arbeitsfolienbahn mit der Vorratsfolienbahn sowie der Vorratsfolienbahnüberstand
mit dem Rest der alten Arbeitsfolienbahn mittels der Trennschweißeinrichtung verschweißt
werden, woraufhin die alte Arbeitsfolienrolle durch eine neue Vorratsfolienrolle ausgetauscht
wird. Dann wird von neuem wie beschrieben verfahren. Das erfindungsgemäße Verfahren
hat den Vorteil, dass kein loser Folienabfall entsteht, da gleichzeitig mit dem Herstellen
der neuen Arbeitsfolienbahn, bestehend aus alter Arbeitsfolienbahn und Vorratsfolienbahn,
der Vorratsfolienbahnüberstand mit dem Rest der alten Arbeitsfolienbahn verschweißt
wird.
[0008] Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass die Foliensiegeleinheit aus zwei,
vorzugsweise nebeneinander angeordneten, Trennschweißeinrichtungen mit jeweils einem
Folienschlitz besteht, die derart angeordnet sind, dass im wesentlichen drei durch
die zwei, vorzugsweise parallelen, Folienschlitze voneinander getrennte Bauteile gebildet
sind, wobei die Vorratsfolienbahn durch beide Folienschlitze geführt ist und das mittlere
Bauteil teilweise umschlingt und das die Arbeitsfolienbahn durch einen der beiden
Folienschlitze, vorzugsweise im Wesentlichen senkrecht; geführt ist. Diese vorteilhafte
Ausgestaltung der Foliensiegeleinheit ermöglicht ein einfaches Handling beim Einfädeln
der neuen Vorratsfolienbahn. Diese muß lediglich durch die zwei parallelen Schlitze
geführt werden. Auf eine exakte Positionierung der Folie in Laufrichtung kann verzichtet
werden, da der Vorratsfolienüberstand mittels der Trennschweißeinrichtung an den Rest
der alten Arbeitsfolienbahn angeschweißt wird. Weiterhin ist eine Verletzungsgefahr
quasi ausgeschlossen, da die Folienschlitze eine Breite von ca. fünf Millimetern aufweisen.
Es ist jedoch auch denkbar, dass hier mit größeren Folienschlitzweiten gearbeitet
wird. Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Foliensiegeleinheit ist jede der
beiden Trennschweißeinrichtungen auf zwei Bauteile verteilt. Alle Bauteile sind von
einem glatten Gehäuse ummantelt, um ein möglichst reibungsfreies Gleiten der Folienbahnen
zu gewährleisten. Mit Vorteil ist die Arbeitsfolienbahn senkrecht durch den einen
oder den anderen Folienschlitz geführt, um möglichst wenig Reibverluste zu verursachen.
[0009] Eine zweckmäßige Ausführungsform sieht vor, dass jede der beiden Trennschweißeinrichtungen
aus durch einen Folienschlitz voneinander getrennten Baugruppen besteht, nämlich einem
Heizelement und einem Gegenwerkzeug, wobei am Gegenwerkzeug oder am Heizelement zwei
beabstandete Klemmstreifen, vorzugsweise aus Silikon-Kautschuk, vorgesehen sind und
das entweder an dem Heizelement oder an dem Gegenwerkzeug eine Trennkannte vorgesehen
ist, wobei zumindest eine der beiden Baugruppen auf die andere zubewegbar ist. Jede
Trennschweißeinrichtung ist also auf zwei Bauteile der Foliensiegeleinheit verteilt.
Zumindest eine der Baugruppen, also entweder das Heizelement oder das Gegenwerkzeug,
können aufeinander zubewegt werden. Mittels der beabstandeten Klemmstreifen werden
die übereinander liegenden Folien festgeklemmt und dann mittels der Trennkante getrennt,
woraufhin jeweils zwei übereinander liegende Folienenden mittels des Heizelements
miteinander verschweißt werden. Es ist denkbar, dass die Heizelemente oder aber die
Gegenwerkzeuge oder auch beide verschiebbar ausgestaltet sind. Die Aufeinanderzubewegung
erfolgt mit Vorteil mittels eines in zwei Richtungen wirkenden Pneumatik- oder Hydraulikzylinders
mit Kolbenstange.
[0010] Es ist mit Vorteil vorgesehen, dass die Trennkante an den Heizelementen vorgesehen
ist, wobei die Heizelemente statisch im mittleren Bauteil der Foliensiegeleinheit
angebracht sind und dass die Trennkanten jeweils in Richtung des zugehörigen Foliewschlitzes
ausgerichtet sind und dass in jedem anderen Bauteil ein Gegenwerkzeug mit gummiartigen
Trennprofilen vorgesehen ist, das in Richtung des mittleren Bauteils verfahrbar ist.
Dabei sind die Gegenwerkzeuge mit einer Kolbenstange eines Pneumatik- oder Hydraulikzylinders
verbunden, der die Bewegung ermöglicht. Das Gegenwerkzeug wird also auf die übereinander
liegenden Folienbahnen zu verfahren. Diese werden mittels Klemmstreifen verklemmt,
woraufhin durch Weiterbewegung des Gegenwerkzeugs die Folienbahnen gegen die Trennkannte
gepresst werden, wodurch es zu einer Trennung der Folienbahnen kommt. Durch Weiterbewegung
des Gegenwerkzeuges gelangt das Gegenwerkzeug mit den Trennprofilen zur Anlage an
das Heizelement. Die dazwischen befindlichen Folienenden werden verschweißt. Dabei
ist die Form des Trennprofils an die Fom des Heizelements angepasst um zwei optimale
Schweißnähte zu erhalten. Nach dem Trenn- und Verschweißvorgang wird das Gegenwerkzeug
zurück in Richtung seiner ursprünglichen Position bewegt.
[0011] Um die Klemmwirkung der beiden übereinander liegenden Folienbahnen zu verbessern,
ist mit Vorteil vorgesehen, dass jedem Heizelement in Richtung Folienschlitz eine
fedemde Platte mit Öffnung zur Klemmung der Folienbahnen vor dem Trennschweißvorgang
vorgelagert ist, wobei die Folienbahnen zwischen dem Gegenwerkzeug mit Klemmstreifen
und der Platte einklemmbar sind. Dabei wird beispielsweise das Gegenwerkzeug mit dem
Klemmstreifen in Richtung Platte bewegt und klemmt so die beiden übereinander liegenden
Folienbahnen zwischen Klemmstreifen und Platte ein. Durch eine weitere Bewegung des
Gegenwerkzeugs in Richtung Heizelement wird die Platte mit der Öffnung über das Heizelement
verschoben, sodass das Heizelement mit Trennkante gegen die übereinander liegenden
Folienbahnen gedrückt wird, sodass die geklemmten Folienbahnen getrennt werden. Durch
Weiterbewegung des Gegenwerkzeuges kommt das entsprechend ausgeformte Heizelement
zur Anlage an den gummiartigen Trennprofilen des Gegenwerkzeugs. Hier erfolgt das
Verschweißen der Folienbahnenden. Mit Vorteil ist das Heizelement mit Teflon beschichtet.
Das Heizelement ist mit Vorteil so aufgebaut, dass es zu einer spitzen Trennkannte
zuläuft und dass die als Schweißflächen dienenden Seiten der länglichen Trennkante
konkav gebogen sind. Hierdurch wird eine optimale Anlage der als Schweißflächen dienenden
Seiten der Trennkante an dem Trennprofil erreicht.
[0012] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Gegenwerkzeug aus
einer Schiene aus gummiartigem Material, vorzugsweise Silikon-Kautschuk, gebildet
ist, wobei auf deren Vorderfläche hervorstehende Bereiche zum Festklemmen der Folie
und zum Trennen der übereinander liegenden Folien sowie mit etwas zurückstehenden
Bereichen zum Versiegeln der alten Arbeitsfolienbahn und der Vorratsfolienbahn vorgesehen
sind. Dabei sollte die Heizelementfläche derart angepasst sein, dass die Funktion
der einzelnen Bereiche der Gegenwerkzeugvorderfläche gewährleistet wird. Gemäß einer
vorteilhaften Ausgestaltung ist das Heizelement impulsbeheizbar, besteht also aus
einer dünnen Metallplatte, die in kürzester Zeit erhitzt werden kann. Mit Vorteil
ist bei jeglicher Ausgestaltung des Heizelements keine Kühleinrichtung notwendig,
da die Folienrollen je nach Dicke etwa nur einmal pro Stunde gewechselt werden, so
dass genügend lange Auskühlzeit zur Abkühlung des Heizelements besteht.
[0013] Damit der der Vorratsfolienbahnüberstand nach dem Einfädeln der Vorratsfolienbahn
nicht unkontrolliert herumschwingen kann und um zu gewährleisten, dass die bereits
eingefädelte Vorratsfolienbahn nicht aus den Folienschlitzen herausrutscht, ist mit
Vorteil ein Klemmmechanismus zur Klemmung des Vorratsfolienbahnüberstandes vor dem
Trennschweißvorgang, vorzugsweise an der Unterseite des mittleren Bauteils, vorgesehen.
[0014] In Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Klemmmechanismus aus einer Leiste besteht,
die mittels Federkraft gegen die Unterseite des mittleren Bauteils der Foliensiegeleinheit
preßbar ist, wobei ein Magnet, zur Fixierung der Leiste in einer Offenstellung, vorgesehen
ist. Die Vorratsfolienbahn wird wie oben beschrieben in beide Folienschlitze eingefädelt
und danach festgeklemmt. Nach Beendigung des Trennschweißvorganges wird die Klemmleiste
vorzugsweise von Hand entgegen der Federkraft bewegt, sodass der abgetrennte, mit
dem Rest der Arbeitsfolienbahn verschweißte Vorratsfolienbahnüberstand mit dem Rest
der alten Arbeitsfolienbahn entfernt werden kann. Dabei wird die Klemmleiste mittels
eines oder mehrerer Magnete in einer Offenstellung gehalten, sodass der Klemmmechanismus
zum Einfädeln der neuen Vorratsfolienbahn nicht erneut geöffnet werden muss.
[0015] Es ist mit Vorteil vorgesehen, dass die Arbeitsfolienbahn durch eine Folienbahnzwischenspeichervorrichtung
geführt ist. Durch eine solche Vorrichtung soll sichergestellt werden, dass der Verpackungsvorgang
während des Verschweißvorganges zwischen alter Folienbahn und Vorratsfolienbahn weiterbetrieben
werden kann. Während dieser Zeit wird die benötigte Arbeitsfolie aus der Folienbahnzwischenspeichervorrichtung
bezogen.
[0016] In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Folienbahnzwischenspeichervorrichtung
aus einer einseitig gelagerten Folienwippe besteht, wobei an der Folienwippe und an
einer Gehäusewand der Banderoliermaschine Folienführungsrollen vorgesehen sind, wobei
die Arbeitsfolienbahn alternierend um die Führungsrollen an der Gehäusewand und um
die Führungsrollen an der Folienwippe geführt ist. Da während des Schweiß- und Verfestigungsvorgangs
von der neuen Arbeitsrolle keine Folienbahn abgezogen werden kann, wird die Arbeitsfolienbahn
aus der Folienbahnzwischenspeichervorrichtung bezogen. Dabei bewegt sich die Folienwippe
in Richtung der Führungsrollen an der Gehäusewand. Die Folienbahn ist ähnlich dem
Flaschenzugprinzip zwischen den Rollen geführt. Mit Vorteil sind an dem Folienrollen,
vorzugsweise pneumatische Trommelbremsen, vorgesehen. Diese sind in der Regel aktiv,
um ein unbeabsichtigtes Abrollen der Folienbahn zu verhindern. Damit der Banderoliervorgang
durch ein unbeabsichtigtes Abreissen der Arbeitsfolienbahn nicht unterbrochen wird,
ist mit Vorteil vorgesehen, dass die Folienwippe bei Erreichen eines bestimmten Wippwinkels
einen Schalter auslöst, mit dem die, vorzugsweise druckluftbetätigten, Folienrollenbremsen
betätigt werden.
[0017] Um zu gewährleisten, dass die Vorratsfolienbahn einfach und ohne Hindernisse in die
Folienschlitze eingelegt werden kann, ist mit Vorteil vorgesehen, dass beabstandet
von der Foliensiegeleinheit eine schwenkbare Arbeitsfolienbahnführungsrolle vorgesehen
ist, die in zwei Positionen verschwenkbar ist, die sich dadurch auszeichnen, dass
die Arbeitsfolie je nachdem, durch welchen Folienschlitz diese gerade geführt ist,
immer an der äußeren Folienschlitzkante entlang verläuft. Hierdurch ist gewährleistet,
dass die innere Folienschlitzkante, also die Kante am mittleren Bauteil, frei ist,
sodass die Vorratsfolienbahn entlang dieser inneren Kante verlegt werden kann.
[0018] Gemäß einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass eine Vorrichtung zur kontinuierlichen
Bestimmung der Rollendicke, insbesondere in Form eines Lichttasters, zur Ausgabe eines
Steuersignals für die Auslösung des Folienklemmvorgangs und/oder des Beheizungsvorgangs
zur Beheizung des entsprechenden Heizelements, vorgesehen ist. Durch vorzugsweise
kontinuierliche Abtastung der Folienrollendicke wird gewähleistet, dass der Folienklemmvorgang
und/oder der Beheizungsvorgang rechtzeitig ausgelöst werden, bevor die Arbeitsfolienbahn
komplett von der Arbeitsfolienrolle abgewickelt ist.
[0019] In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass an den Heizelementen ein Temperaturfühler,
zur Ausgabe eines Steuersignals für die Auslösung des Trennschweißvorgangs, bei Erreichen
einer Solltemperatur, vorzugsweise 180 Grad, vorgesehen ist. Durch den Temperaturfühler
wird gewährleistet, dass der Trennschweißvorgang unmittelbar nach Erreichen der benötigten
Temperatur ausgelöst wird, sodass es zu keinerlei Zeitverlusten kommt. Bei Polyethylenfolie
kann die optimale Temperatur des Heizelements in einem Bereich von ca. 170°C bis ca.
220°C schwanken. Die optimale Temperatur ist materialabhängig.
[0020] Es ist besonders zweckmäßig, dass die Vorratsfolienrolle und die Arbeitsfolienrolle
keinen eigenen Antrieb aufweisen. Die Folienbahnen werden lediglich durch Vorschub
des Gutes in den Folienvorhang abgerollt. Es sind sowohl bei der Arbeitsfolienrolle
als auch bei der Vorratsfolienrolle Bremsen, vorzugsweise pneumatische Bremsen, vorgesehen,
die gewährleisten sollen, dass die Folienbahnen unter einer gewissen Spannung stehen.
Weiterhin soll ein unbeabsichtigtes Abrollen vermieden werden. Über einen Schalter
an der Folienwippe können die Bremsen im Bedarfsfall, also bei Foliennachschubbedarf,
gelöst werden. Im Regelfall sind die Bremsen geschlossen. Erst wenn durch Bewegung
der Wippe ein Schalter betätigt wird, werden die Bremsen gelöst.
[0021] In Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass ein Trennschweißvorgang
folgende Schritte umfasst: Als erstes wird das Gegenwerkzeug in Richtung fedemder
Platte bewegt. Dort erfolgt eine Klemmung der Vorratsfolienbahn und der an ihr anliegenden
Arbeitsfolienbahn zwischen den Klemmstreifen des Gegenwerkzeugs und der gefederten
Platte mit Öffnung. Für den Fall der vollständigen Ausgestaltung des Gegenwerkzeugs
aus gummiartigem Material kann auf die gefederte Platte verzichtet werden. Vor, während
oder nach dem Klemmvorgang erfolgt das Aufheizen des Heizelementes. Nachdem eine Solltemperatur
erreicht wird, wird die gefederte Platte mittels des Gegenwerkzeugs entgegen der Federkraft
in Richtung Heizelement überdrückt. Dabei durchstößt das Heizelement mit Trennkante
die Öffnung der gefederten Platte. Die übereinander liegenden Folienbahnen werden
getrennt und die übereinander liegenden Enden werden jeweils verschweißt. Es wird
also der Vorratsfolienbahnüberstand mit dem Rest der alten Arbeitsfolienbahn verschweißt
und gleichzeitig wird die alte Arbeitsfolienbahn mit der Vorratsfolienbahn verschweißt,
sodass eine neue Arbeitsfolienbahn gebildet wird. Bevor sich das Gegenwerkzeug nach
dem Trenn- und Schweißvorgang vollständig in seine Startposition zurückbewegt, verharrt
das Gegenwerkzeug auf der gefederten Platte, um eine ausreichende Verfestigung der
Quetschtrennnähte zu gewährleisten.
[0022] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen,
dass die Arbeitsfolienbahnführungsrolle von einer ersten Position in eine zweite Position,
mittels eines Druckluftzylinders, verschwenkt wird, sodass die neue Arbeitsfolienbahn
entlang der Außenkante des Folienschlitzes verläuft. Dieses Verschwenken erfolgt unmittelbar
nach dem die Klemmung der Folienbahnen an der Platte gelöst wurde.
[0023] Es ist mit Vorteil vorgesehen, dass der Folienklemmvorgang und die Beheizung des
entsprechenden Heizelements durch die Ausgabe eines Steuersignals der Vorrichtung
zur Bestimmung der Folienrollendicke ausgelöst wird, wenn die Arbeitsfolienrolle eine
Minimaldicke unterschreitet. Hierdurch wird eine optimale Materialausnutzung erreicht.
Der richtige Augenblick zum Folienrollenwechsel kann nicht verpasst werden.
[0024] Anhand der Zeichnung, die einige Ausführungsbeispiele darstellt, wird die Erfindung
näher beschrieben:
Es zeigt:
- Fig. 1:
- den schematischen Aufbau einer Banderoliermaschine;
- Fig. 2:
- eine Folienwechseleinheit mit linker Vorratsfolienrolle und rechter Arbeitsfolienrolle,
und
- Fig. 3:
- eine Folienwechseleinheit mit linker Arbeitsfolien und rechter Vorratsfolienrolle.
[0025] In Figur 1 ist schematisch eine Banderoliermaschine 1 dargestellt. In der Mitte der
Zeichnung befindet sich ein Zufuhrtisch 2. Zu jeder Zufuhrtischseite befinden sich
Arbeitsfolienbahnen 3, die mittels einer Siegelnaht zu einem Folienvorhang 4 verbunden
sind. Der Folienvorhang 4 durchsetzt einen Schlitz 5 des Zufuhrtisches 2. Das nicht
dargestellte zu banderolierende Gut wird gegen den Folienvorhang geschoben. Der Folienvorhang
legt sich dabei zu einer nicht dargestellten Schlinge um das Gut herum. Die Schlinge
wird mittels einer eine der Arbeitsfolienbahnen 3 vorübergehend festklemmenden Straffzieheinrichtung
6 gestrafft und mittels einer nicht dargestellten Schweißvorrichtung verschweißt und
vom Folienrest abgetrennt. Mit Vorteil kommt auch hier ein kombiniertes Trennschweißverfahren
zur Anwendung.
[0026] Auf jeder Zufuhrtischseite befindet sich eine Folienwechseleinheit 7. Jede Folienwechseleinheit
7 weist eine Vorratsfolienrolle 8 und eine Arbeitsfolienrolle 9 auf. Beide Folienrollen
8,9 befinden sich auf einer Höhe und sind drehbar gelagert. Die Arbeitsfolienbahnen
3 werden durch Verschieben des Gutes in den Folienvorhang 4 von den Arbeitsfolienrollen
9 abgezogen. Oberhalb der Folienrollen 8, 9 ist eine Foliensiegeleinheit 10 angebracht.
Auf der rechten Zeichnungsseite befinden sich als Folienwippen 11 ausgestaltete Folienbahnzwischenspeichervorrichtungen.
Die Arbeitsfolienbahn 3 ist alternierend zwischen Folienführungsrollen 12 am Gehäuse
und Folienführungsrollen 13 an der Folienwippe 11 in der Art eines Flaschenzuges geführt-
Dabei sind die Folienführungsrollen 12, 13 einseitig fliegend gelagert, was ein leichtes
Einfädeln der Arbeitsfolienbahn 3 in die Folienbahnzwischenspeichervorrichtung 11
ermöglicht. Durch die Folienbahnzwischenspeichervorrichtung 11 wird gewährleistet,
dass der Banderoliervorgang auch während des Folienrollenwechsels weiter fortgeführt
werden kann. Während dieser Zeit wird die Arbeitsfolienbahn 3 aus der Folienbahnzwischenspeichervorrichtung
und nicht unmittelbar von der Arbeitsfolienrolle 9 bezogen. Dabei bewegt sich die
Folienwippe 11 um ein Drehgelenk 14 nach oben und löst bei einem bestimmten Wippenwinkel
einen nicht dargestellten Schalter aus, der die ebenfalls nicht dargestellte Arbeitsfolienrollenbremse
löst.
[0027] Die Folienwechseleinheit 7 ist in Figur 2 im Detail dargestellt. Die Foliensiegeleinheit
10 besteht aus drei Bauteilen 15, 16, 17. Die beiden äußeren Bauteile 15, 17 sind
durch jeweils einen Folienschlitz 18, 19 vom mittleren Bauteil getrennt.
[0028] Unterhalb der Foliensiegeleinheit 10 befinden sich Umlenkrollen 20, 21, die gewährleisten,
dass sowohl die Arbeitsfolienbahn 3 als auch die Vorratsfolienbahn 22 im wesentlichen
senkrecht in die Folienschlitze 18, 19 hineingeführt werden.
[0029] Die Arbeitsfolienbahn 3 gelangt über die Umlenkrolle 21 im wesentlichen senkrecht
in den Folienschlitz 19 und wird dort entlang der äußeren Schlitzseite 23 nach oben
geführt und dort über eine Arbeitsfolienbahnführungsrolle 24 umgelenkt. Die Arbeitsfolienbahnführungsrolle
24 ist an einem drehbar gelagerten Hebel 25 angebracht. Der Hebel 25 und damit die
Arbeitsfolienbahnführungsrolle 24 kann mittels einer am Hebel 25 angelenkten Kolbenstange
26 mit Zylinder 27, der am Gehäuse befestigt ist, von einer ersten Position 28 in
eine in Figur 3 dargestellte zweite Position 29 verfahren werden. Dabei sind die Positionen
28, 29 so gewählt, dass die jeweilige Arbeitsfolienbahn 3 im wesentlichen senkrecht
durch den jeweiligen Folienschlitz 18, 19 geführt ist um ein optimales Einfädeln der
Vorratsfolienbahn 22 zu gewährleisten.
[0030] Die Vorratsfolienbahn 22 wird vor dem Trennschweißvorgang wie in Figur 2 dargestellt
eingefädelt. Dies geschieht derart, dass die Vorratsfolienbahn um die Umlenkrolle
20 herum von unten in den Folienschlitz 18 eingeführt wird, um das Bauteil 16 oben
herum geführt wird und dann von oben nach unten durch den Folienschlitz 19 entlang
der inneren Schlitzseite 30 geführt wird. Danach wird die Folienvorratsbahn mittels
eines Klemmmechanismus 31 festgeklemmt. Der Klemmmechanismus 31 besteht aus einer
Leiste 32, die mittels Federn 33 gegen das Bauteil 16 gepresst wird. Zwischen Leiste
32 und Bauteil 16 kann die Vorratsfolienbahn 22 verklemmt werden. Nach Beendigung
des Trennschweißvorganges ist der Vorratsfolienbahnüberstand 34 mit dem Rest der alten
Arbeitsfolienbahn verschweißt. Durch Verschieben der Leiste 32 entgegen der Federkraft
kann der Klemmmechanismus 31 gelöst werden. Eine besonders einfache Bedienbarkeit
wird dadurch gewährleistet, dass unterhalb der Federn 33 Magnete 35 vorgesehen sind,
die die Leiste 32 in einer geöffneten Position festhalten, sodass die neue Vorratsfolienbahn
mit beiden Händen eingefädelt werden kann.
[0031] Wie in Figur 2 zu erkennen ist, besteht die Foliensiegeleinheit im wesentlichen aus
zwei Trennschweißeinrichtungen 36, 37.
[0032] Der Aufbau der Trennschweißeinrichtungen 36 und 37 wird anhand Figur 3 detailliert
beschrieben.
[0033] In Figur 3 hat bereits ein Folienrollenwechsel stattgefunden. Die Arbeitsfolienrolle
9 befindet sich nun auf der linken Seite, wohingegen die Vorratsfolienrolle rechts
angeordnet ist. Die Vorratsfolienrolle ist um eine Umlenkrolle 21 durch den Folienschlitz
19 um das Bauteil 16 herum geführt und gelangt von dort aus durch den Folienschlitz
18 in den Klemmmechanismus 31. Die Arbeitsfolienbahnführungsrolle 24 befindet sich
in Position 29, wodurch gewährleistet ist, dass die Arbeitsfolienbahn 3 entlang der
äußeren Schlitzseite 38 des Folienschlitzes 18 geführt ist. Hierdurch ist gewährleistet,
dass die Vorratsfolienbahn ohne Behinderung durch die Arbeitsfolienbahn 3 in die Folienschlitze
18, 19 eingelegt und verklemmt werden kann.
[0034] Die Trennschweißeinrichtungen 36, 37 sind waagerecht angeordnet. Sie bestehen aus
jeweils einem Gegenwerkzeug 39, 40, welche mittels eines Pneumatikzylinders 41, 42
in Richtung Bauteil 16 verfahrbar sind, sowie aus zwei im Bauteil 16 angeordneten
Heizelemente 43, 44. Die Heizelemente 43, 44 laufen an ihrer dem zugehörigen Folienschlitz
18, 19 zugeordneten Ende spitz zu und bilden dort eine Trennkante 45, 46. Die Flächen
seitlich der Trennkanten dienen als Schweißflächen. Jedem Heizelement 43, 44 ist in
Richtung Folienschlitz eine gefederte Platte 47, 48 zugeordnet. In der Mitte der gefederten
Platten 47, 48 befindet sich je eine Öffnung 49, 50.
[0035] Die Gegenwerkzeuge 39, 40 weisen zwei beabstandete Klemmstreifen 51, 52 aus Naturkautschuk
auf. In der Mitte der Gegenwerkzeuge 39, 40 befinden sich an die Form der Heizelemente
43, 44 angepasste Trennprofile 53, 54, an denen die Heizelemente 43, 44 nach Seitwärtsbewegung
der Gegenwerkzeuge anliegen und die aufeinander liegenden Enden der Folienbahnen 3,
22 miteinander verschweißen.
[0036] Nachdem ein Trennschweißvorgang zwischen Gegenwerkzeug und Heizelement stattgefunden
hat, wird die leergelaufene alte Arbeitsfolienrolle mit dem an dem Rest der alten
Arbeitsfolienbahn angeschweißten Vorratsfolienbahnüberstand 34 entfernt und durch
eine Vorratsfolienrolle 8 ersetzt. Danach wird die Vorratsfolienbahn 22 wie in den
Figuren 2 und 3 dargestellt um das Bauteil 16 herum geführt und mittels eines Klemmmechanismus
31 festgeklemmt.
[0037] Mittels eines Lichttasters wird die Rollendicke festgestellt. Wird kein Licht mehr
in Richtung eines Sensors reflektiert, ist die Arbeitsfolienrolle 9 also fast abgewickelt,
wird ein Steuersignal ausgegeben. Hierdurch wird der Folienklemmvorgang und der Beheizungsvorgang
zur Beheizung des entsprechenden Heizelementes 43 oder 44 ausgelöst. Der weitere Vorgang
soll wieder anhand von Figur 3 beschrieben werden. Das Gegenwerkzeug 39 wird mittels
des Pneumatikzylinders 41 in Richtung gefederter Platte 47 bewegt. Die beiden aufeinander
liegenden Folienbahnen 3, 22 werden mittels der Klemmstreifen 51 gegen die Platte
47 gepresst und somit verklemmt. In dieser Position verharrt das Gegenwerkzeug, bis
die von einem nicht dargestellten Temperaturfühler ermittelte Ist-Temperatur des Heizelementes
43 der Soll-Temperatur (bei Polyethylen etwa 180°C) erreicht ist. Sodann wird ein
Steuersignal ausgegeben, woraufhin sich das Gegenwerkzeug weiter in Richtung Bauteil
16 bewegt. Dabei wird die Platte 47 entgegen der Federkraft der Feder 55 überdrückt.
Die Trennkante 45 des Heizelementes 43 durchtrennt die noch festgeklemmten übereinander
liegenden Folienbahnen. Durch Weiterbewegung des Gegenwerkzeuges 39 mittels des Pneumatikzylinders
41 werden die jeweils nach der Trennung übereinander liegenden Folienenden derart
verschweißt, dass auf jeder Seite eine Quetschtrennnaht entsteht. Während der Bewegung
des Gegenwerkzeuges 39 in Richtung Bauteil 16 wird die gefederte Platte 47 nach rechts
bewegt, sodass das Heizelement 43 mit Trennkante 45 quasi durch die Öffnung 49 der
Platte 47 verschoben wird, wodurch der Trennschweißvorgang erst ermöglicht wird.
[0038] Nach diesem Trennschweißvorgang wird das Gegenwerkzeug 39 mittels des Pneumatikzylinders
ein Stück in Richtung seiner ursprünglichen Position verschoben, aber nur so weit,
dass die jeweils zwei miteinander verschweißten Folienenden weiterhin zwischen Platte
47 und Klemmstreifen 51 verklemmt werden. Diese Klemmung nach Trennung und Verschweißen
ist notwendig, um zu gewährleisten, dass sich die Quetschtrennnähte genügend verfestigen.
[0039] Während und/oder nachdem das Gegenwerkzeug in seine ursprüngliche Position im Bauteil
15 zurückverfahren wird, wird die am Hebel 25 angebrachte Arbeitsfolienbahnführungsrolle
in die in Figur 2 dargestellte Position 28 verfahren. Hierdurch wird gewährleistet,
dass die neue Arbeitsfolienbahn, bestehend aus alter Arbeitsfolienbahn und Vorratsfolienbahn,
senkrecht im Folienschlitz 19 geführt wird.
[0040] Nun kann die alte Arbeitsfolienrolle mit dem daran angeschweißten Vorratsfolienbahnüberstand
34 nach Lösen der Klemmeinrichtung 31 entfernt werden und durch eine neue Vorratsfolienrolle
ersetzt werden. Die Vorratsfolienbahn der neuen Vorratsfolienrolle muss nun wie in
Figur 2 dargestellt in die Foliensiegeleinheit 10 eingefädelt und mittels des Klemmmechanismus
31 verklemmt werden. Dann beginnt der Vorgang von Neuem.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0041]
- 1
- Banderoliermaschine
- 2
- Zufuhrtisch
- 3
- Arbeitsfolienbahn
- 4
- Folienvorhang
- 5
- Schlitz
- 6
- Straffzieheinrichtung
- 7
- Folienwechseleinheit
- 8
- Vorratsfolienrolle
- 9
- Arbeitsfolienrolle
- 10
- Foliensiegeleinheit
- 11
- Folienwippe
- 12
- Folienführungsrollen an Gehäusewand
- 13
- Folienführungsrollen an Wippe
- 14
- Drehgelenk
- 15, 16, 17
- Bauteile der Foliensiegeleinheit
- 18, 19
- Folienschlitze
- 20, 21
- Umlenkrollen
- 22
- Vorratsfolienbahn
- 23
- äußere Schlitzseite
- 24
- Arbeitsfolienbahnführungsrolle
- 25
- Hebel
- 26
- Kolbenstange
- 27
- Zylinder
- 28
- Position 1
- 29
- Position 2
- 30
- innere Schlitzseite
- 31
- Klemmmechanismus
- 32
- Leiste
- 33
- Federn
- 34
- Vorratsfolienbahnüberstand
- 35
- Magnete
- 36, 37
- Trennschweißeinrichtung
- 38
- äußere Schlitzseite
- 39, 40
- Gegenwerkzeug
- 41, 42
- Pneumatikzylinder
- 43, 44
- Heizelemente
- 45, 46
- Trennkanten
- 47, 48
- gefederte Platten
- 49, 50
- Öffnung in Platte
- 51, 52
- Klemmstreifen
- 53,54
- Trennprofile
- 55
- Feder
1. Banderoliermaschine mit beidseitig eines Zufuhrtisches angeordneten Folienrollen,
deren Folienbahnen unter Bildung eines, einen Schlitz des Zufuhrtisches durchsetzenden,
Folienvorhangs durch eine Siegelnaht miteinander verbunden sind, bei der das zu banderolierende
Gut gegen den Folienvorhang geschoben, die Folie dabei zu einer Schlinge um das Gut
herumgelegt und die Schlinge mittels einer, mindestens eine der Folienbahnen vorübergehend
festklemmenden Straffzieheinrichtung gestrafft und mitttels einer Schweißvorrichtung
verschweißt und von Folienrest abgetrennt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest auf einer Zufuhrtischseite, insbesondere auf beiden Zufuhrtischseiten,
eine Folienwechseleinheit (7) vorgesehen ist, bestehend aus mindestens einer Vorratsfolienrolle
(8) und einer Arbeitsfolienrolle (9), wobei sowohl die Arbeitsfolienbahn (3), als
auch die Vorratsfolienbahn (22) durch eine Foliensiegeleinheit (10) geführt ist, wobei
die Foliensiegeleinheit (10) mindestens eine Trennschweißeinrichtung (36, 37), zur
Herstellung einer Quetschtrennnaht zwischen alter Arbeitsfolienbahn und Vorratsfolienbahn
sowie zwischen Vorratsfolienbahnüberstand (34) und dem Rest der alten Arbeitsfolienbahn
in einem Arbeitsgang, aufweist.
2. Banderoliermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Foliensiegeleinheit (10) aus zwei, vorzugsweise nebeneinander angeordneten, Trennschweißeinrichtungen
(36, 37) mit jeweils einem Folienschlitz (18, 19) besteht, die derart angeordnet sind,
dass im wesentlichen drei durch die zwei, vorzugsweise parallelen, Folienschlitze
(18, 19) voneinander getrennte Bauteile (15, 16, 17) gebildet sind, wobei die Vorratsfolienbahn
(22) durch beide Folienschlitze (18, 19) geführt ist und das mittlere Bauteil (16)
teilweise umschlingt und dass die Arbeitsfolienbahn (3) durch einen der beiden Folienschlitze
(18, 19), vorzugsweise im wesentlichen senkrecht, geführt ist.
3. Banderoliermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede der beiden Trennschweißeinrichtungen (36, 37) aus durch einen Folienschlitz
(18, 19) voneinander getrennten Baugruppen besteht, nämlich einem Heizelement (43,
44) und einem Gegenwerkzeug (39, 40), wobei am Gegenwerkzeug (39, 40) oder am Heizelement
(43, 44) zwei beabstandete Klemmstreifen (51, 52), vorzugsweise aus Silikon-Kautschuk,
vorgesehen sind und dass entweder an dem Heizelement (43, 44) oder an dem Gegenwerkzeug
(39, 40) eine Trennkante (45, 46) vorgesehen ist, wobei zumindest eine der beiden
Baugruppen auf die andere zu bewegbar ist.
4. Banderoliermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennkante (45, 46) an den Heizelementen (43, 44) vorgesehen ist, wobei die Heizelemente
(43, 44) statisch im mittleren Bauteil der Foliensiegeleinheit angebracht sind und
dass die Trennkanten (45, 46) jeweils in Richtung des zugehörigen Folienschlitzes
(18, 19) ausgerichtet sind und dass in jedem anderen Bauteil ein Gegenwerkzeug (39,
40) mit gummiartigen Trennprofilen (53, 54) vorgesehen ist, dass in Richtung des mittleren
Bauteils (16) verfahrbar ist.
5. Banderoliermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Heizelement (43, 44) in Richtung Folienschlitz (18, 19) eine gefederte Platte
(47, 48) mit Öffnung (49, 50) zur Klemmung der Folienbahnen vor dem Trennschweißvorgang
vorgelagert ist, wobei die übereinander liegenden Folienbahnen zwischen dem Gegenwerkzeug
(39, 40) mit Klemmstreifen (51, 52) und der Platte (47, 48) einklemmbar sind.
6. Banderoliermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenwerkzeug (39, 40) aus einer Schiene aus gummiartigem Material, vorzugsweise
Silikon-Kautschuk, gebildet ist, wobei auf deren Vorderfläche hervorstehende Bereiche
zum Festklemmen der Folie und zum Trennen der übereinander liegenden Folien, sowie
mit etwas zurückstehende Bereiche zum Versiegeln der alten Arbeitsfolienbahn und der
Vorratsfolienbahn, vorgesehen sind, wobei das Heizelement impulsbeheizbar ist.
7. Banderoliermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Klemmmechanismus (31) zur Klemmung des Vorratsfolienbahnüberstandes (34) vor
dem Trennschweißvorgang, vorzugsweise an der Unterseite des mittleren Bauteils (16),
vorgesehen ist.
8. Banderoliermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmmechanismus (31) aus einer Leiste (32) besteht, die mittels Federkraft (33)
gegen die Unterseite des mittleren Bauteils (16) der Foliensiegeleinheit (10) pressbar
ist, wobei ein Magnet (35), zur Fixierung der Leiste (32) in einer Offenstellung,
vorgesehen ist.
9. Banderoliermaschine nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsfolienbahn (3) durch eine Folienbahnzwischenspeichervorrichtung (11) geführt
ist.
10. Banderoliermaschine nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienbahnzwischenspeichervorrichtung (11) aus einer einseitig gelagerten Folienwippe
(11) besteht, wobei an der Folienwippe (11) und an einer Gehäusewand der Banderoliermaschine
(1) Folienführungsrollen (13, 12) vorgesehen sind, wobei die Arbeitsfolienbahn (3)
alternierend um die Führungsrollen (12) an der Gehäusewand und um die Führungsrollen
(13) an der Folienwippe (11) geführt ist.
11. Banderoliermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beabstandet von der Foliensiegeleinheit (10) eine verschwenkbare Arbeitsfolienbahnführungsrolle
(24) vorgesehen ist, die in zwei Positionen (28, 29) verschwenkbar ist, die sich dadurch
auszeichnen, dass die Arbeitsfolie (3), je nachdem, durch welchen Folienschlitz (18,
19) diese gerade geführt ist, immer an der äußeren Folienschlitzkante (23, 38) entlang
verläuft.
12. Banderoliermaschine nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsfolienrolle (9) eine, vorzugsweise druckluftbetätigte, Rollenbremse aufweist,
und dass bei der Folienwippe (11) ein Schalter zum Lösen der Rollenbremse bei Erreichen
eines bestimmten Wippwinkel vorgesehen ist.
13. Banderoliermaschine nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Bestimmung der Rollendicke, insbesondere in
Form eines Lichttasters, zur Ausgabe eines Signals für die Auslösung des Folienklemmvorgangs
und/oder des Beheizungsvorgangs zur Beheizung des entsprechenden Heizelements, vorgesehen
ist.
14. Banderoliermaschine nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Heizelementen (43, 44) ein Temperaturfühler, zur Ausgabe eines Signals für
die Auslösung des Trennschweißvorgangs bei erreichen einer Solltemperatur, vorzugsweise
180 °C, vorgesehen ist.
15. Banderoliermaschine nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorratsfolienrolle (8) und die Arbeitsfolienrolle (9) keinen eigenen Antrieb
aufweisen.
16. Verfahren zur Durchführung eines Abfalllosen Folienwechsels bei einer Banderoliermaschine
nach einem oder mehren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorratsfolienrolle (8) auf eine entsprechende Halterung aufgesetzt wird und dass
die Vorratsfolienbahn (22) durch einen ihr zugeordneten ersten Folienschlitz (18,
19) zwischen dem ersten und dem mittleren Bauteil (16) der Foliensiegeleinheit (10)
geführt wird, um das mittlere Bauteil (16) herum geführt wird, und durch einen zweiten
Folienschlitz (19, 18) geführt wird, durch den auch die Arbeitsfolienbahn (3) verläuft,
wobei der Vorratsfolienüberstand (34) danach mit einem Klemmmechanismus (31) festgeklemmt
wird, woraufhin zu einem späteren Zeitpunkt die Vorratsfolienbahn (22) und die daneben
liegende Arbeitsfolienbahn (3) mittels der Trennschweißeinrichtung getrennt und im
gleichen Arbeitsschritt zwischen zwei Bauteilen die alte Arbeitsfolienbahn mit der
Vorratsfolienbahn sowie der Vorratsfolienbahnüberstand (34) mit dem Rest der alten
Arbeitsfolienbahn mittels der Trennschweißeinrichtung verschweißt werden, woraufhin
die alte Arbeitsfolienrolle durch eine neue Vorratsfolienrolle ausgetauscht wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Trennschweißvorgang folgende Schritte umfasst:
• Bewegung des Gegenwerkzeugs (39, 40) in Richtung gefederter Platte (47, 48)
• Klemmung der Vorratsfolienbahn und der Arbeitsfolienbahn, insbesondere zwischen
den Klemmstreifen (51, 52) des Gegenwerkzeugs (39, 40) und der gefederten Platte (47,
48) mit Öffnung (49, 50)
• Aufheizen des Heizelements (43, 44)
• Überdrücken der gefederten Platte (47, 48) mit darauf geklemmten Folienbahnen entgegen
der Federkraft in Richtung Heizelement (43, 44)
• Durchtrennung der Folienbahnen mit der Trennkante (45, 46)
• Bildung einer neuen Arbeitsfolienbahn durch Verschweißen der alten Arbeitsfolienbahn
mit der Vorratsfolienbahn
• Gleichzeitiges Verschweißen des Vorratsfolienbahnüberstandes (34) mit dem Rest der
alten Arbeitsfolienbahn.
• Verharren des Gegenwerkzeugs auf der Platte und weiters Klemmen der Folienbahnen,
ggf. nach Zurückbewegung des Gegenwerkzeugs in Richtung äußerem Bauteil.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsfolienbahnführungsrolle (24) von einer ersten Position (28, 29) in eine
zweite Position (29, 28), vorzugsweise mittels eines Druckluftzylinders (27), verschwenkt
wird, so dass die neue Arbeitsfolienbahn entlang der Außenseite (23, 38) des Folienschlitzes
(18, 19) verläuft.
19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Folienklemmvorgang und die Beheizung des entsprechenden Heizelements durch die
Ausgabe eines Steuersignals der Vorrichtung zur Bestimmung der Folienrollendicke ausgelöst
wird, wenn die Arbeitsfolienrolle (9) eine Minimaldicke unterschreitet.
20. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienwippe (11) bei Erreichen eines bestimmten Wippwinkels einen Schalter auslöst,
woraufhin die, vorzugsweise druckluftbetätigen, Folienrollenbremsen gelöst werden.