[0001] Die Erfindung betrifft einen flachlegbaren Behälter aus Wellpappe, Pappe oder ähnlichem
faltbarem, Falt-Rückstellkraft erzeugendem Material, umfassend ein geschlossenes,
im aufgerichteten Zustand im Querschnitt mehreckiges, einen prismenförmigen Ring bildendes
Mantelteil, das wenigstens fünf in Reihe aneinander angelenkte Seitenwandabschnitte
aufweist, einen Behälterboden, gebildet durch jeweils an zugehörige Seitenwandabschnitte
angelenkte Bodenklappen, und einen Bodenverschluß herstellende, den Behälter zum Prismenquerschnitt
aufspannende und arretierende Boden-Verschlußklappen, die jeweils an einem Klappenrand
an zugehörigem Seitenwandabschnitt angelenkt sind, bei flachgelegtem Behälter innerhalb
des Mantelteils liegen und den aufgespannten Boden arretieren, wobei der Behälter
zwei im Paar an gegenüberliegenden entsprechenden Seitenwandabschnitten angelenkte
Boden-Verschlußklappen (Innenklappen) aufweist, die frei von Faltanlenkung an bei
aufgespanntem Boden flach zu liegen kommenden Bodenklappen sind, wobei eine arretierende
Verbindung längs freier, den die Verschlußklappen anlenkenden Rändern gegenüberliegender
Längsränder derart ausgebildet ist, daß bei aufgespanntem Boden korrespondierende,
die beiden Verschlußklappen eines Klappenpaares anlenkende Seitenwandabschnitte in
definiertem Abstand gehalten werden, wodurch der Mantelring gegen durch die Ringformung
bewirkte Materialrückstellkraft in aufgespannter Form gehalten wird, und der Behälter
zusätzlich zu den Boden-Verschlußklappen an Mantel-Seitenwandabschnitte angelenkte
Boden-Außenklappen aufweist, die bei aufgerichtetem Behälter außen zu liegen kommen.
Es handelt sich um einen Großraumbehälter.
[0002] Ein wesentliches Merkmal gattungsgemäßer Großraumbehälter, die zumeist achteckig
als Oktaeder ausgebildet sind, ist, daß sie in vollständig flachgelegtem Zustand angeliefert
und bereitgestellt werden, um dann zur Aufnahme von Transportgut an Ort und Stelle
aufgerichtet zu werden. Es handelt sich um solche Behälter, deren den Behälterboden
schließende Bodenklappen in flachgelegtem Zustand vollständig oder zum größten Teil
zwischen dem flachgelegten Mantelring liegen, um in diesem Zustand ein geringes Lager-
und Transportvolumen zu erreichen. Zum Aufrichten des Behälters wird der flachgelegte
Ring auseinandergezogen, wodurch der Boden durch Auffaltung der Bodenklappen aufgespannt
wird. Üblicherweise wird der Behälter mit einem Schüttgut aufnehmenden Sack befüllt
und mittels Palette transportiert. Zur Lagerung und zum Transport werden Einheiten
aus Palette und Behälter nebeneinander und übereinander gestapelt.
[0003] Ein aus DE 33 46 275 A bekannter Behälter, der die Merkmale nach dem Oberbegriff
von Anspruch 1 aufweist, ist in Verbindung mit einer Folientüte als kleines Behältnis
in Form einer Blumenvase vorgesehen. Boden-Außenklappen sind über Klebelaschen klebend
miteinander verbunden und mittels die Klebelaschen anlenkender Faltlinien aneinander
angelenkt. Die Klebe-Faltverbindung erfordert für den zusammengefalteten Zustand besondere
Maßnahmen zum Konfektionieren. Boden-Verschlußklappen liegen versatzfrei einander
gegenüber und überlappen in einer Bodenhälfte mit großflächigen Bodenabschnittsbereichen.
Der Boden ist materialaufwendig. Das Aufklappen der Verschlußklappen muß in Verbindung
mit den aneinander angelenkten Boden-Außenklappen zum Vermeiden eines zu weiten Aufspreizens
benachbarter Behälterwände erfolgen.
[0004] Aus US 6 386 437 ist ein Großraumbehälter mit Verschlußklappen bekannt, die bei flachgelegtem
Behälter außerhalb des Behälter-Mantelrings liegen. Die Verschlußklappen weisen über
Faltlinien angelenkte Abschnitte auf, die an weitere Bodenklappen angelenkt sind.
Das Konfektionieren des Behälters ist aufwendig. Der Behälter muß auf den Kopf gestellt
werden, um die Bodenklappen einzuschlagen. Auch aus US 2 332 250 A geht ein Behälter
hervor, der Bodenklappen aufweist, die mittels Klebe-Faltverbindung über Klebelaschen
miteinander verbunden sind. Im flachen Behälter-Mantelring kommen wechselweise sich
überlappende Bodenklappen zu liegen. Einander versetzt gegenüberliegende Boden-Verschlußklappen
gelangen infolge von mit den Falt-Klebelaschen zurückspringenden Randbereichen erst
bei aufgefaltetem Boden über eine Verhakungsverbindung in Eingriff.
[0005] Ein aus EP-A1-1 225 130 bekannter Behälter ist am Boden mit einer Überlappungsverzahnung
versehen, durch die einander gegenüberliegende Boden-Verschlußklappen bei aufgespanntem
Boden aneinander arretieren. Der bekannte Behälter weist wenigstens drei Bodenteile
auf, die jeweils durch ein Klappenpaar gebildet sind, dessen beide Klappen über Faltlinie
aneinander angelenkt sind. Jede Überlappungsverzahnung weist relativ kurze, in Steckrichtung
Spiel belassende Steckschlitze auf. Ein solcher Behälter erfordert eine relativ aufwendige
Konfektionierung. Bodenteile sind durch Klebung mit dem Mantelring zu verbinden, wobei
sich die Klebung unter Fülldruck des befüllten Behälters infolge von Ausbeulungen
im Bodenbereich des Behälterringes lösen kann. Bei einem anderen achteckigen Behälter
(EP-B1-855 344), der zweiteilig ist, sind zwar Klebestellen in der Zahl reduziert,
jedoch ist auch dort die Konfektionierung relativ aufwendig, und es können Ausbeulungen
im unteren Behälterbereich entstehen. Aus einem einzigen Zuschnitt gebildete flachlegbare
achteckige Behälter weisen Bodenklappen auf, die ebenfalls besonders konfektioniert
werden müssen, indem Bodenklappen aneinanderzukleben und über Faltlinien aneinander
anzulenken sind (US-4 736 885, GB-A-2 313 826).
[0006] Ziele der Erfindung bestehen darin, einen wenigstens fünfseitigen flachlegbaren Großraum-Transportbehälter
insbesondere für voluminöses Gut oder Schwergut zu schaffen, der einfach baut, kostengünstig
herstellbar und einfach zu konfektionieren ist, um ihn flachliegend zu liefern und
bereitzuhalten. Ein solcher Behälter soll zum Aufrichten einfach zu manipulieren sein
und im aufgerichteten befüllten Zustand hohe Formstabilität aufweisen. Kosten und
maschineller Produktionsaufwand zur Herstellung des Behälterzuschnitts sowie zur Konfektionierung
des Behälters sollen durch Einsparung von Arbeitsgängen so gering wie möglich gehalten
werden.
[0007] Ziele der Erfindung werden in Verbindung mit den Merkmalen des eingangs genannten
Behälters dadurch erreicht, daß jede Boden-Außenklappe frei von Faltanlenkung an bei
aufgespanntem Boden flach zu liegen kommenden Bodenklappen ist, wobei wenigstens eine
Boden-Außenklappe unter wenigstens eine Verschlußklappe greift, und daß zur Bildung
der Behälter-Bodenfläche in ihre Boden-Flachlage gebrachte Bodenklappen, gegebenenfalls
mit Ausnahme einer stoffschlüssigen Arretierverbindung im Bereich der freien Ränder
der Boden-Verschlußklappen, lose, das heißt frei von stoffschlüssigem Verbindungsmittel
aneinanderliegen. Der erfindungsgemäße Behälter vermeidet Faltanlenkung von Bodenklappen
aneinander und infolgedessen Klebungen, die zur Konfektionierung von Behältern mit
durch Faltung aneinander angelenkten Bodenklappen vorzusehen sind. Auch vermeidet
die Erfindung Behälter mit Schlitze und Stecklaschen aufweisenden Böden, die in Überkopf-Position
der Behälter zusammenzüstecken sind. Dies gelingt erfindungsgemäß in Verbindung mit
im Paar gegenüberliegenden Verschlußklappen, die beim Auffalten lediglich stoffschlußfrei,
lose miteinander in Verbindung gelangen und in Bodenflachlage arretieren, dadurch,
daß im konfektionierten flachliegenden Zustand sowie in der auffaltenden Phase sämtliche
Klappen im Bodenbereich nicht stoffschlüssig miteinander verbunden sind und frei von
anderenfalls dafür vorzusehender Faltanlenkung bleiben, wobei sich die im Behälter
inneliegenden Verschlußklappen (Innenklappen) aus ihrer Position zwischen dem flachen
Behälter-Mantelring einfach gegen wenigstens eine Boden-Außenklappe in die Behälterbodenfläche
falten lassen. Die Anbringung von besonderen Faltlinien und Klebeflächen am Behälterzuschnitt
entfällt. Es ist gefunden worden, daß die Gesamt-Formhaltigkeit des Behälters in Verbindung
mit wenigstens einer Boden-Außenklappe, die den Behälter am Boden quer zu den arretierenden
Rändern der Boden-Verschlußklappen versteift, einfach und wirksam erzielt wird. Im
ganzen ist ein Behälter erreicht, der sich im Unterschied zu herkömmlichen Behältern
mit einfacher Konstruktion kostengünstig herstellen und konfektionieren läßt, wobei
die Handhabung zum Aufrichten des Behälters einfach ist und der aufgerichtete Behälter
optimale Formsteifigkeit aufweist.
[0008] In bevorzugter Ausführung läßt sich der erfindungsgemäße Behälter, was von besonderem
Vorteil ist, aus einem einzigen Zuschnitt bilden, der die Mantel-Seitenwandabschnitte
und jede Bodenklappe aufweist. Besondere Vorteile und eine weitere Verbesserung der
erfindungsgemäßen Konstruktion erreicht man gemäß einer Ausgestaltung auch dadurch,
daß das Material des Mantelteils stärker als das Material des Bodens ist, wobei zweckmäßig
das Mantelteil aus doppelwelliger und der Boden aus einwelliger Wellpappe besteht.
Einerseits wird in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Bodenkonstruktion die Formsteifigkeit
weiter erhöht, und andererseits läßt sich der Boden aufgrund seiner geringeren Stärke
dennoch einfach handhaben. Wie an sich auch bekannte Großraum-Behälter weist der erfindungsgemäße
Behälter zweckmäßig die Form eines Oktaeders auf. Insbesondere bei dieser Ausführung
liegen die Verschlußklappen des erfindungsgemäßen Verschlußklappen-Paares bei flachliegendem
Behälter versetzt einander gegenüber. Die versetzte Verschlußklappen-Anordnung innerhalb
des Behälterrings trägt unter Wirkung auffaltender Materialrückstellkraft besonders
dazu bei, daß die Verschlußklappen beim Aufziehen des Behälterrings in ihre Flachlage
gelangen. Insbesondere in Verbindung mit dieser Gestaltung ist es besonders vorteilhaft,
wenn die Flächenformen der beiden Verschlußklappen des Klappenpaares Segmenten des
Prismenquerschnitts des Behälters entsprechen. Zweckmäßig bilden die Verschlußklappen
zusammen vollständig die Innenbodenfläche des Behälterbodens. Mit dieser Ausgestaltung
erreicht man eine besonders einfache Bodenkonstruktion. Zweckmäßig wird zwischen wenigstens
einer Boden-Außenklappe und einem diese anlenkenden Mantel-Seitenwandabschnitt eine
Kante zum formschlüssigen Einfassen des Querrandes einer Boden-Verschlußklappe ausgebildet.
[0009] Die arretierende Verbindung der Verschlußklappen im Zustand des aufgerichteten Behälters
kann grundsätzlich durch jede Verbindung gebildet sein, die die beiden Verschlußklappen
zum Auseinanderhalten der Wände des Mantelteils gegeneinandersetzt. Denkbar ist zum
Beispiel eine Verbindung mit Klebestreifen, selbstklebender Klebespur, Druckknopfelementen
und/oder textilen Flächenhaftverschlüssen. Besonders zweckmäßig können die Verschlußklappen
aber so ausgebildet sein, daß sie zur arrentierenden Verbindung wenigstens an einer
Stelle ihrer freien Längsränder in Stoßanlage gelangen, durch die der Behälter ohne
im mittleren Bodenbereich übliche Faltanlenkung im aufgerichteten Zustand in Form
gehalten wird. Dabei besteht eine besondere ausgestaltende Maßnahme der Erfindung
darin, daß die arretierende Verbindung durch eine Überlappungsverzahnung gebildet
wird. Diese kann besonders vorteilhaft durch eine Verhakungsverbindung mit Verhakungselementen
gebildet werden, die mit Hakenvorsprüngen ineinander fassen, die in Längsrichtung
der Verschluß-Klappenlängsränder der Überlappungsverzahnung entgegengesetzt vorstehen.
Zweckmäßig wird die Verhakungsverbindung im Bodenzentrum ausgebildet. Von besonderem
Vorteil ist es, die Hakenvorsprünge jeweils durch einen S- oder Z-förmigen Rand zu
bilden, durch den die freien Verschluß-Längsränder der Klappen versetzt verlaufen.
Man erhält eine Verhakung, deren Haken sich beim Aufziehen des Bodens gegenseitig
einfangen. Die S- oder Z-förmige Hakenausbildung trägt auch zum besonders sicheren
Arretieren der Verschluß-Bodenklappen aneinander bei. Steckverbindungen mit schmalen
Steckschlitzen (wie z.B. gemäß EP-A1-1 225 130) werden vermieden.
[0010] Eine besondere Gestaltung besteht auch darin, daß der Verschluß-Klappenlängsrand
wenigstens einer Verschlußklappe eines Klappenpaares mit wenigstens einem Versatz-Randabschnitt
versetzt verläuft, wodurch an der Verschlußklappe wenigstens ein hervorstehender Überlappungsabschnitt
der Überlappungsverzahnung ausgebildet ist. Zweckmäßig weist der Überlappungsabschnitt
wenigstens einer Verschlußklappe eine Länge auf, die im wesentlichen der halben Länge
des Verschlußklappen-Längsrandes und damit dem halben Bodedurchmesser entspricht.
Dadurch entstehen insbesondere bei versetzt vorgesehenen Verschlußklappen sich lang
erstreckende Schieberänder, die das Auffalten des Bodens begünstigen.
[0011] In vorteilhafter Ausgestaltung weist der Behälterboden eine Mehrzahl benachbarter,
jeweils gegeneinander freigeschnittener Bodenaußenklappen auf, die an Mantel-Seitenwandabschnitten,
an denen keine Verschlußklappen angelenkt sind, angelenkt sind. Zweckmäßig bleibt
jede Bodenaußenklappe frei von Faltanlenkung an bei aufgespanntem Boden flach zu liegen
kommenden Bodenklappen. Vorteilhaft kann wenigstens eine Bodenaußenklappe unter wenigstens
zwei Boden-Verschlußklappen greifen. In bevorzugter Gestaltung sind wenigstens zwei
Bodenaußenklappen so angeordnet, geschnitten und geformt, daß längs des Ringrandes
des Mantelteils benachbarte Boden-Außenklappen in ihrer Lage unter den Verschlußklappen
zur Bildung eines den Boden versteifenden Bodensektors auf Stoß aneinander liegen.
[0012] Unteransprüche sind auf die genannten und noch andere zweckmäßige und vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung gerichtet. Besonders zweckmäßige und vorteilhafte Ausbildungsformen
oder -möglichkeiten der Erfindung werden anhand der folgenden Beschreibung der in
der schematischen Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher beschrieben.
Es zeigen
- Fig. 1
- einen Zuschnitt für einen erfindungsgemäßen Oktaeder-Behälter,
- Fig. 2
- den Behälter gemäß Fig. 1 in flachliegendem konfektioniertem Zustand,
- Fig. 3
- in axonometrischer Darstellung den aus dem konfektionierten Zustand gemäß Fig. 2 aufgerichteten
Behälter,
- Fig. 4
- in Draufsicht die Innenfläche des Bodens des Behälters gemäß Fig. 3 und
- Fig. 5
- einen Zuschnitt für einen erfindungsgemäßen Behälter für eine asymmetrische Oktaeder-Ausführung.
[0013] In Fig. 3 ist ein erfindungsgemäßer Behälter in Form eines regelmäßigen Oktaeders
dargestellt, der aus einem einzigen Zuschnitt 1 gemäß Fig. 1 gebildet wird. Der Zuschnitt
1 wird konfektioniert, um den in Fig. 2 dargestellten flachliegenden Zustand des Behälters
zu erhalten. Aus dem flachliegenden Behälter wird der regelmäßige Oktaeder-Behälter
gemäß Fig. 3 aufgerichtet, dessen Boden in Draufsicht aus Fig. 4 ersichtlich ist.
[0014] Der Zuschnitt 1 umfaßt acht über Faltlinien 12 in Reihe aneinandergelenkte rechteckige
Mantelteilfelder, die gleiche Seitenwandabschnitte 21-28 bilden. Diese sind über ihre
Längsseiten aneinander angelenkt. An der freien Längsseite des Seitenwandabschnitts
21 ist zusätzlich ein Streifen 11 angelenkt, der eine sogenannte Fabrikkante bildet,
um mittels Klebung oder anderer geeigneter Befestigung mit dem Seitenwandabschnitt
28 zur Bildung eines geschlossenen Behälter-Mantelrings verbunden zu werden. Der Mantelring
bildet den Mantelteil 2 des Behälters.
[0015] An einer Längsseite des Zuschnitts 1 sind Bodenklappen 31-38 bildende Bodenfelder
mittels Faltlinien 13 jeweils an die Schmalseiten der Seitenwandabschnitte 21-28 angelenkt.
Jeweils an den Seitenwandabschnitt 23 und den Seitenwandabschnitt 27 ist eine Boden-Verschlußklappe
33 bzw. 37 angelenkt. Längs des Zuschnitts 1 sind die beiden Boden-Verschlußklappen
33, 37 im Abstand der drei Seitenwandabschnitte 24, 25 und 26 angeordnet. Den Seitenwandabschnitten
24, 25 und 26 entsprechen die Seitenwandabschnitte 28, 21 und 22. An den Seitenwandabschnitten
24, 25, und 26 bzw. an den Seitenwandabschnitten 28, 21 und 22 sind Stummel-Bodenklappen
angelenkt, die Bodenaußenklappen 34, 35, 36 bzw. 38, 31, 32 bilden. Die Bodenklappen
31-38 bilden den Boden 3 des Behälters.
[0016] Der Zuschnitt 1 weist eine stehende, zu den Anlenkfaltlinien 13 senkrechte Welle
18 auf. Das Material des Mantelteils 2 ist dicker bzw. stärker als das des Bodens
3, wobei das Mantelteil 2 aus doppelwelliger und der Boden 3 aus einwelliger Wellpappe
bestehen.
[0017] Sämtliche Faltlinien 12, 13 werden durch Rillinien gebildet. Die Bodenklappen 31-38
sind über doppelte Rillinien angelenkt, wobei die Klappen 31-38 aus derselben Materiallage
wie die äußere Schicht des Mantelteils 2 gebildet sind.
[0018] Um den konfektionierten flachliegenden Behälter 8 gemäß Fig. 2 herzustellen, werden
ausgehend von dem flachliegenden Zuschnitt 1 der Fig. 1 zunächst sämtliche Bodenklappen
31-38 um 180° eingeschlagen, so daß sie an den sie anlenkenden Seitenwandabschnitten
21-28 zu liegen kommen. Sodann wird der Zuschnitt mit den eingeschlagenen Bodenklappen
31-38 um die die Seitenwandabschnitte 24, 25 anlenkende Faltlinie 120, die den Mantelring
halbiert, um 180° eingeschlagen und der Seitenwandabschnitt 28 wird mittels der um
180° eingeschlagenen Fabrikkante 11 dauerhaft mit dem Seitenwandabschnitt 21 verbunden.
[0019] Im Bereich längs des freien Randes des konfektionierten Mantelteils 2 ist auf dieses
eine selbstklebende Klebespur 19 zum Beispiel in Form eines doppelseitig klebefähigen
Klebebandes aufgebracht. Die Klebespur dient dazu, den Behälter-Mantelring nach Wahl
mit einem Mantel-Teleskopteil 29 zweckmäßig aus dopppelwelliger Wellpappe in der Höhe
zu verlängern.
[0020] Wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht, kommen die Seitenwandabschnitte 21, 22, 23
und 24 an den entsprechenden gegenüberliegenden Seitenwandabschnitten 28, 27, 26 und
25 flach zu liegen. Zudem liegen zwischen der Gruppe der Seitenwandabschnitte 21-24
und der Gruppe der Seitenwandabschnitte 25-28 die Bodenklappen 31-38, die in Fig.
2 gestrichelt zu sehen sind. In der Flächenansicht gemäß Fig. 2 kommen die Bodenklappen
31-34 oben und die Bodenklappen 35-38 darunter zu liegen. Sämtliche Bodenklappen 31-38
liegen vollständig innerhalb des flach liegenden Mantelteils 2. Denkbar ist es allerdings
auch, daß alle oder ein Teil der äußeren Boden-Stummelklappen 31, 32, 34, 35, 36 und
38 im flachliegenden Anlieferungszustand nicht in den Mantelring gefaltet werden,
sondern in der Flachlage des Zuschnitts 1 bleiben.
[0021] Wie insbesondere aus Fig. 1 und 4 ersichtlich, sind die Boden-Verschlußklappen 33,
37 mit Winkeln von α = 135° gegenüber den sie anlenkenden Faltlinien 13 geschnitten,
um mit den 135°-Inneneckwinkeln des Oktaeders zu korrespondieren. Die den Boden-Verschlußklappen
33, 37 jeweils benachbarten Bodenaußenklappen 32, 34 und 36, 38 sind paarweise gleich
ausgebildet und durch einfachen Schnitt 14 von den Verschlußklappen 33, 37 getrennt.
Die Bodenaußenklappen 32, 34, 36 und 38 weisen jeweils die Gestalt eines ungleichschenkligen
Trapezes auf, wobei die längere Seite jeweils durch den Schnitt 14 bestimmt ist. Die
anderen Trapezseiten der Bodenklappen 32, 34, 36 und 38 sind von den jeweils benachbarten
Bodenaußenklappen 31 und 35 durch dreieckige, V-förmige Ausschnitte 15 bzw. durch
Ausschnitte 15', die jeweils dem halben Ausschnitt 15 entsprechen, getrennt. Die Ausschnitte
15, 15' sind durch einen spitzen Ausschnittswinkel β = 45° bestimmt. Infolgedessen
verlaufen benachbarte Ränder der Bodenaußenklappen 31, 32; 34, 35 bzw. 35, 36 jeweils
unter einem Winkel γ = 67,5° zu den anlenkenden Faltlinien 13, um mit dem Oktaeder-Inneneckwinkel
von 135° zu korrespondieren. Die Bodenaußenklappen 34 und 38 sowie die Bodenaußenklappen
31 und 35 entsprechen einander.
[0022] Man erkennt, daß die beiden im Paar an den gegenüberliegenden entsprechenden Seitenwandabschnitten
23, 27 angelenkten Verschlußklappen 33, 37 sowie auch sämtliche Bodenaußenklappen
31, 32, 34, 35, 36 und 38 frei von Faltanlenkung an solchen benachbarten Bodenklappen
bleiben, die bei aufgespanntem Boden flach zu liegen kommen.
[0023] Wie insbesondere aus Fig. 3 und 4 ersichtlich, sind die Verschlußklappen 33 und 37
so geschnitten und dimensioniert, daß sie jeweils einer Flächenhälfte des Behälterbodens
entsprechen. Sie bilden Innenklappen, die den Boden in Form von gleichen Halbsegmenten
des Prismenquerschnitts des aufgerichteten Behälters vollständig schließen. Man erkennt,
daß die Bodenklappen (Außenklappen) 31, 32, 34, 35, 36 und 38 in Gänze ohne Eingriff
mit den Verschlußklappen 33, 37 frei unter diesen liegen.
[0024] Erfindungsgemäß ist eine arretierende Verbindung zwischen den beiden Boden-Verschlußklappen
33, 37 in Form einer Überlappungsverzahnung 4 ausgebildet. Diese weist im Ausführungsbeispiel
zwei Überlappungsabschnitte 41 auf, die jeweils längs des freien Verschlußklappen-Längsrandes
300 ausgebildet sind, der dem die jeweilige Verschlußklappe 33, 37 anlenkenden Rand
gegenüber liegt und sich entsprechend längs erstreckt. Die Verschlußklappen-Längsränder
300 der beiden Verschlußklappen 33, 37 entsprechen einander. Jeder Verschlußklappen-Längsrand
300 weist auf halber Länge einen Versatz-Randabschnitt 303 auf, um durch Randversatz
einen zurückliegenden Randabschnitt 301 und einen vorspringenden Randabschnitt 302
zu bilden. Dadurch wird längs des Randabschnitts 302 der Überlappungsabschnitt 41
gebildet.
[0025] Jeder Versatz-Randabschnitt 303 ist S-förmig geschnitten. Er bildet ein Verhakungselement
51 mit Verhakungsnase 511 und Verhakungsbucht 512. Die Verhakungselemente 51 der beiden
Verschlußklappen 33, 37 sind korrespondierend so geschnitten, daß sie in Längsrichtung
der Verschluß-Klappenlängsränder 300 entgegengesetzt hervorstehen, um zum Arretieren
des Bodens 3 ineinander zu fassen. Eine dadurch gebildete Verhakungsverbindung 5 geht
insbesondere aus den Ansichten der Bodenfläche des Behälters gemäß Fig. 3 und 4 hervor.
Man erkennt, daß die Verschlußklappen 33, 37 des Klappenpaares in bezug auf einen
gedachten zentralen Punkt 10 des Bodens 3 des aufgerichteten Behälters punktsymmetrisch
ausgebildet sind.
[0026] Der Überlappungsverzahnung 4 in Form der Verhakungsverbindung 5 kommt besondere Bedeutung
zu. Der Behälter wird aus seinem für die Anlieferung konfektionierten flachliegenden
Zustand gemäß Fig. 2 mit Druck von außen gegen die in diesem Zustand gegenüberliegenden
Faltlinien 120 und 121 des Behälterrings aufgerichtet. Die bei flachliegendem Behälter
an dem Behälterring versetzt einander gegenüberliegenden Verschlußklappen 33, 37 bewegen
sich dabei parallel zu beiden zueinander senkrechten Hauptdimensionen bzw. -richtungen
H1 und H2 des Behälterbodens 3. Infolge von Rückstellkraft, die durch das Wellpappematerial
und die Faltanlenkung der Verschlußklappen 33, 37 mittels der Faltlinien 13 entsteht,
falten die Verschlußklappen 33, 37 im Paar V-förmig auf. Dabei werden die Verschlußklappen
33, 37 gegen die der Hauptachse H1 entsprechende Vertikalebene E1 aufeinanderzu bewegt.
Jeder Längsrandabschnitt 301 gelangt in Schiebeanlage an den gegenüberliegenden Überlappungsabschnitt
41, wobei die Ränder 301 aufeinanderzu geführt werden und schließlich in Stoßanlage
im Bereich des Bodenzentrums kommen. Dort stützen sich die Ränder 301 gegeneinander
ab, so daß die die Verschlußklappen 33, 37 anlenkenden Seitenwandabschnitte 23, 27
in definiertem Abstand gehalten werden, wodurch der Mantelring gegen durch die Ringformung
bewirkte Materialrückstellkraft in aufgespannter Form gehalten wird. Zudem sind die
Überlappungen mit den Abschnitten 41 hergestellt, und auch die S-förmigen Versatzränder
303 stoßen im Bodenzentrum gegeneinander. Jede Nase 511 einer Verschlußklappe 33,
37 kommt gegen die Oberfläche der anderen Verschlußklappe 33, 37 zu liegen. Mit der
resultierenden Verhakungsverbindung 5 wird erreicht, daß die aufgespannten Verschlußklappen
33, 37 in ihrer Lage aneinander und gegeneinander arretiert und gesichert werden.
Mit den in Längsrichtung des Randes 300 hervorstehenden Nasen 511 bzw. mit den korrespondierenden
zurückspringenden Buchten 512 erreicht man zudem, daß beim Aufrichten des Behälters
die Dach- bzw. V-artig aneinander zu liegen kommenden Verschlußklappen 33, 37 sich
in der Endphase des Aufrichtens zum Bodenzentrum hin selbsttätig einfangen und aneinander
arretieren. Man erkennt, daß die beiden Nasen 511 während des Auffaltens des Bodens
3 aufeinanderzu bewegt werden, ohne daß sie aneinander vorbei geführt werden. So werden
die Nasen 511 mit den Buchten 512 ineinanderhinein bewegt.
[0027] Die Bodenaußenklappe 31 bildet bei aufgerichtetem Behälter mit aufgespanntem Boden
3 eine Kanteneinfassung für die an dem Seitenwandabschnitt 21 zu liegen kommenden
Ränder 304, 306 der Verschlußklappen 33 und 37. So greift die Bodenaußenklappe 31
frei sowohl unter die Verschlußklappe 33 als auch unter die Verschlußklappe 37. Die
Bodenaußenklappe 32 bildet mit dem Seitenwandabschnitt 22 eine Kanteneinfassung für
den an dem Abschnitt 22 zu liegen kommenden Rand 305 der Verschlußklappe 33. In der
gleichen Weise entstehen Kanteneinfassungen zwischen den entsprechenden Bodenaußenklappen
34, 35, 36 und 38 und den diese anlenkenden Seitenwandabschnitten 24-26 und 28, um
die Verschlußklappen 33, 37 entlang ihrer Querränder 305-307 formschlüssig einzufassen.
Wie insbesondere aus Fig. 3 und 4 ersichtlich, sind die Bodenaußenklappen 31, 32,
34-36, 38 so angeordnet, geschnitten und geformt, daß längs des Ringrandes des Mantelteils
2 aufeinanderfolgende benachbarte Bodenaußenklappen 34-36 und 38, 31, 32 in ihrer
Lage unter den Verschlußklappen 33, 37 zur Bildung von den Boden 3 versteifenden Bodensektoren
39 über ihre benachbarten Querränder auf Stoß aneinanderliegen. Man erhält eine glatte
überlappungsfreie Flächenlage der Bodenaußenklappen. Zudem ist die Formsteifigkeit
des Behälters in Richtungen quer zu den Bodenhauptachsen H1 und H2 bzw. zu den entsprechenden
Vertikalebenen erhöht. Auch verhindern die Bodenaußenklappen seitliche Ausbeulungen
des befüllten, auf einer Palette stehenden Behälters. Es gelingt erfindungsgemäß,
wenigstens den Großteil der Bodenklappen frei von Faltanlenkung aneinander und damit
ohne Stoffschlußverbindung in Bodenabschnitten zu belassen. Insbesondere im mittleren
Bodenbereich sind Anlenkungen bzw. Stoffschlußverbindungen vermieden. In abgewandelter
Gestaltung können eine oder mehrere der äußeren Bodenklappen, nämlich bei dem dargestellten
Mantelteil 2 die Boden-Außenklappen 32, 34, 35, 36 und/oder 38 gegenüber den Flächen
des Mantelteils um 90° nach außen gefaltet werden, um insbesondere Befestigungselemente
zum Befestigen des Mantelteils an einer Palette zu bilden.
[0028] Im Zentrum des Behälters ist ein rechteckiger, über Perforationslinien 170 abgegrenzter
Aufreißbereich 17 ausgebildet, der durch zwei jeweils in eine Verschlußklappe 33,
37 gestanzte Halbfelder 171 gebildet ist. Der Aufreißbereich 17 schließt die Verhakungsverbindung
5 ein. Handhabungslöcher dienen dazu, die Felder 171 von den Verschlußklappen 33,
37 abzutrennen, um den Behälter zum Ablassen von in einem Innensack gehaltenem Schüttgut
zu öffnen. Zum Öffnen wird der Innensack von der Palettenunterseite her durchstoßen.
Da die beiden Halbfelder 171 jeweils am Klappenlängsrand 300 im Bereich des Versatz-Randes
303 bzw. im Bereich des Verhakungselements 51 vollständig freigeschnitten sind, ist
erreicht, daß der Aufreißbereich 17 durch die erfindungsgemäße schlitzfreie Verhakungsverbindung
5 nicht beeinträchtigt wird.
[0029] In Fig. 5 ist ein Zuschnitt 1.1 für einen erfindungsgemäßen asymmetrischen Oktaeder-Behälter
dargestellt. Teile und Elemente des Zuschnitts 1.1 und des daraus aufrichtbaren Behälters,
die denen des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1 bis 4 entsprechen, sind mit gleichen
Bezugszeichen versehen worden. Die asymmetrische Gestaltung des Behälters entsteht
dadurch, daß die Wandabschnitte 22, 24, 26 und 28, die an die die Verschlußklappen
33, 37 anlenkenden Wandabschnitte 23, 27 angrenzen, in Form von Streifen wesentlich
schmaler als die Wandabschnitte 23, 27 ausgebildet sind. Die zwischen den Feldern
22, 24, 26 und 28 zu liegen kommenden Wandabschnitte 21, 23, 25 und 27 sind längs
des Ringumfangs entsprechend länger ausgebildet. Wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 1 bis 4 sind die Ausschnitte 15, 15' jeweils zwischen den Bodenaußenklappen 31,
32; 34, 35; 35, 36 und 38, 31 unter spitzem Winkel von 45° geschnitten, um an dem
aufgespanntem Boden des aufgerichteten Behälters jeweils die Stoßanlage der Querränder
benachbarter Bodenaußenklappen zu erreichen. Dabei sind die Bodenaußenklappen 32,
34, 36 und 38 jeweils längs einer geraden Linie freigeschnitten, die sich bei flachliegendem
Zuschnitt 1.1 in Verlängerung der Anlenkfaltlinie 12 erstreckt.
[0030] Die Zuschnitte 1, 1.1 aus Wellpappe weisen Seitenwandabschnitte 21-28 auf, die im
wesentlichen doppelt so dick wie die Bodenfelder 31-38 sind. Dies erreicht man dadurch,
daß die Seitenwandabschnitte 21-28 zwei Wellenlagen und die Bodenklappen eine Wellenlage
63 erhalten. Jeder Zuschnitt 1, 1.1 weist eine Materiallage auf, die die am Behälter
äußere Lage der Seitenwandabschnitte 21-28 bildet und aus der die Bodenfelder 31-38
geschnitten sind. Die Mantelteile 2 der Zuschnitte 1, 1.1 sind durch zwei aufeinandergeschichtete,
Außenlage und Innenlage bildende Materiallagen gebildet. Vorteilhaft wird die Innenlage
durch eine Wellenlage und eine Decklage gebildet, während die Außenlage eine mit Decklagen
doppelseitige gedeckte Wellenlage aufweist.
1. Flachlegbarer Behälter aus Wellpappe, Pappe oder ähnlichem faltbarem, Falt-Rückstellkraft
erzeugendem Material, umfassend
ein geschlossenes, im aufgerichteten Zustand im Querschnitt mehreckiges, einen prismenförmigen
Ring bildendes Mantelteil (2), das wenigstens fünf in Reihe aneinander angelenkte
Seitenwandabschnitte (21-28) aufweist,
einen Behälterboden (3), gebildet durch jeweils an zugehörige Seitenwandabschnitte
(21-28) angelenkte Bodenklappen (31-38), und
einen Bodenverschluß herstellende, den Behälter zum Prismenquerschnitt aufspannende
und arretierende Boden-Verschlußklappen (33, 37), die jeweils an einem Klappenrand
an zugehörigem Seitenwandabschnitt (23, 27) angelenkt sind, bei flachgelegtem Behälter
innerhalb des Mantelteils (2) liegen und den aufgespannten Boden (3) arretieren, wobei
der Behälter zwei im Paar an gegenüberliegenden entsprechenden Seitenwandabschnitten
(23, 27) angelenkte Boden-Verschlußklappen (Innenklappen) (33, 37) aufweist, die frei
von Faltanlenkung an bei aufgespanntem Boden flach zu liegen kommenden Bodenklappen
sind, wobei eine arretierende Verbindung (4) längs freier, den die Verschlußklappen
(33, 37) anlenkenden Rändern gegenüberliegender Längsränder (300) derart ausgebildet
ist, daß bei aufgespanntem Boden (3) korrespondierende, die beiden Verschlußklappen
(33, 37) eines Klappenpaares anlenkende Seitenwandabschnitte (23, 27) in definiertem
Abstand gehalten werden, wodurch der Mantelring gegen durch die Ringformung bewirkte
Materialrückstellkraft in aufgespannter Form gehalten wird, und
der Behälter zusätzlich zu den Boden-Verschlußklappen (33, 37) an Mantel-Seitenwandabschnitte
(21, 22, 24-26, 28) angelenkte Boden-Außenklappen (31, 32, 34-36, 38) aufweist, die
bei aufgerichtetem Behälter außen zu liegen kommen,
dadurch gekennezeichnet,
daß jede Boden-Außenklappe (31, 32, 34-36, 38) frei von Faltanlenkung an bei aufgespanntem
Boden (3) flach zu liegen kommenden Bodenklappen ist, wobei wenigstens eine Boden-Außenklappe
(31, 32, 34-36, 38) unter wenigstens eine Verschlußklappe (33,37) greift, und daß
zur Bildung der Behälter-Bodenfläche in ihre Boden-Flachlage gebrachte Bodenklappen
(31-38), gegebenenfalls mit Ausnahme einer stoffschlüssigen Arretierverbindung im
Bereich der freien Ränder der Boden-Verschlußklappen (33,37), lose, das heißt frei
von stoffschlüssigem Verbindungsmittel aneinanderliegen.
2. BehälternachAnspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter durch einen einzigen Zuschnitt (1) gebildet ist, der die Mantel-Seitenwandabschnitte
(21-28) und jede Bodenklappe (31-38) aufweist.
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Material des Mantelteils (2) stärker als das Material des Bodens (3) ist, wobei
zweckmäßig das Mantelteil (2) aus doppelwelliger und der Boden (3) aus einwelliger
Wellpappe bestehen.
4. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (3) in Form eines Oktaeders ausgebildet ist.
5. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußklappen (33, 37 des Verschlußklappen-Paares bei flachliegendem Behälter
versetzt einander gegenüberliegen.
6. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die arretierende Verbindung durch eine Überlappungsverzahnung (4) gebildet ist.
7. Behälter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlappungsverzahnung (4) eine Verhakungsverbindung (5) mit Verhakungselementen
(51) aufweist, die mit entgegengesetzt vorstehenden Hakenvorsprüngen (511) ineinander
fassen.
8. Behälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verhakungsverbindung (5) im Bodenzentrum ausgebildet ist.
9. Behälter nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß-Klappenlängsrand (300) wenigstens einer Verschlußklappe (33, 37) eines
Klappenpaares mit wenigstens einem Versatz-Randabschnitt (303) versetzt verläuft,
wodurch an der Verschlußklappe (33, 37) wenigstens ein hervorstehender Überlappungsabschnitt
(41) der Überlappungsverzahnung (4) ausgebildet ist.
10. Behälter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Versatz-Randabschnitt (303) S- oder Z-förmig ist, um ein Verhakungselement (51)
einer Verhakungsverbindung (5) zwischen den Verschlußklappen (33, 37) des Klappenpaares
zu bilden.
11. Behälter nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Bodenzentrums des Behälters ein entlang von Schwächungslinien (170)
abtrennbarer Bodenbereich (17) ausgebildet ist, der die Überlappungsverzahnung (4)
einschließt.
12. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet , daß die Flächenformen der beiden Verschlußklappen (33, 37) des Klappenpaares Segmenten
des Prismenquerschnitts des Behälters entsprechen, wobei vorzugsweise die Verschlußklappen
(33, 37) zusammen vollständig die Innenbodenfläche des Behälterbodens (3) bilden.
13. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußklappen (33, 37) des Klappenpaares in bezug auf einen gedachten zentralen
Punkt (10) des Bodens (3) des aufgerichteten Behälters punktsymmetrisch ausgebildet
sind.
14. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Boden-Verschlußklappen (33, 37) so ausgebildet sind, daß sie jeweils zumindest
im wesentlichen eine Flächenhälfte des Behälterbodens (3) bilden.
15. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter mehrere Paare von an gegenüberliegenden entsprechenden Seitenwandabschnitten
angelenkten, frei von Faltanlenkung bleibenden Boden-Verschlußklappen (Innenklappen)
aufweist.
16. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälterboden (3) eine Mehrzahl benachbarter, jeweils gegeneinander freigeschnittener
Boden-Außenklappen (31, 32, 34-36, 38) aufweist, die an Mantel-Seitenwandabschnitten
(21, 22, 24-26, 28) angelenkt sind, an denen keine Verschlußklappen (33, 37) angelenkt
sind.
17. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Boden-Außenklappe (31, 35) unter wenigstens zwei Boden-Verschlußklappen
(33, 37) greift.
18. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Boden-Außenklappen (31, 32, 34-36, 38) so angeordnet, geschnitten
und geformt sind, daß längs des Ringrandes des Mantelteils (2) benachbarte Boden-Außenklappen
(34, 35, 36; 38, 31, 32) in ihrer Lage unter den Verschlußklappen (33, 37) zur Bildung
eines den Boden (3) versteifenden Bodensektors (39) auf Stoß aneinander liegen.
19. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen wenigstens einer Boden-Außenklappe (31, 32, 34-36, 38) und einem diese anlenkenden
Mantel-Seitenwandabschnitt (21, 22, 24-26, 28) eine Kante zum formschlüssigen Einfassen
des Querrandes (304-307) einer Boden-Verschlußklappe (33, 37) ausgebildet ist.
20. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Boden-Außenklappe (31, 32, 34-36, 38) als Stummelklappe ausgebildet
ist