TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Verbrennungstechnik. Sie
betrifft ein Verbrennungsverfahren gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie einen
Brenner zur Durchführung des Verfahrens.
STAND DER TECHNIK
[0002] Die katalytische Verbrennung ist ein Verfahren, das bei Gasturbinen angewendet werden
kann, um die Stabilität des Verbrennungsprozesses zu erhöhen und die Emissionen zu
verringern (siehe z.B. die US-B1-6,339,925). Grenzen bei der Materialbelastung und
Betriebsbedingungen erfordern, dass die eingesetzten Katalysatoren nur einen Teil
(typischerweise bis zu 60%) des gesamten durch den Brenner strömenden Brennstoffes
umsetzen. Die resultierende Gastemperatur kann deshalb möglicherweise nicht ausreichend
erhöht sein, um die Verbrennung des am Ausgang des Katalysators verbleibenden Brennstoffes
(eine homogene Mischung aus Brennstoff O
2, N
2, CO, CO
2 und H
2O bei Temperaturen zwischen 600°C und 950°C) thermisch zu stabilisieren. Daher ist
eine aerodynamische Stabilisierung notwendig.
[0003] Eine einfache Lösung besteht darin, eine plötzliche Ausdehnung stromabwärts vom Katalysator
zu verwenden, wobei Rezirkulationszonen an den Ecken der Erweiterung eine Verankerung
bewirken (siehe z.B. die US-A-5,626,017). Diese Technik wirkt jedoch nur bei höheren
Temperaturen am Katalysatorausgang. Wenn jedoch eine stärkere dynamische Stabilisierung
benötigt wird, kann dies durch die Ausbildung von stark verwirbelten Strömungen geschehen,
die einen Zusammenbruch der Wirbel ("vortex breakdown") begünstigen. In der US-A-5,433,596
wird ein Doppelkegelbrenner nach dem Stand der Technik beschrieben, der einen solchen
Zusammenbruch des Wirbels erzeugt. Eine Anzahl von anderen Konfiguration, wie sie
z.B. in der US-A-5,588,826 beschrieben sind, erreichen dieses Ziel ebenfalls. Ein
solcher grossräumiger Wirbel erfordert jedoch vergleichsweise komplexe Vorrichtungen,
die erhebliche Druckabfälle verursachen.
[0004] Ein vereinfachtes Wirbelerzeugungselement ("vortex generator"), das auch als SEV
vortex generator bezeichnet wird und sich durch verringerte Druckverluste auszeichnet,
ist in der US-A-5,577,378 offenbart worden. Es hat sich als geeignet für die sequentielle
Verbrennung bzw. die Verbrennung mit Nachverbrennung erwiesen. Die Wirkung der Vorrichtung
basiert auf einer Abgastemperatur am Ausgang des ersten Brenners, die oberhalb der
Selbstentzündungstemperatur des im zweiten Brenner eingedüsten Brennstoffes; die Brennkammer
für die Nachverbrennung ist ein brennerloser Raum mit einer Anzahl von Wirbelerzeugungselementen,
deren Zweck darin besteht, den Brennstoff der zweiten Stufe mit dem Abgas der ersten
Stufe vor der Selbstentzündung zu vermischen. Der Grad der Zirkulation und die Gestalt
des axialen Geschwindigkeitsprofils können durch die Wahl der geometrischen Parameter
des Wirbelerzeugungselements (Länge, Höhe, Anströmwinkel) auf die Bedürfnisse zugeschnitten
werden und können im Extremfall sogar zu einem freistehenden Wirbelzusammenbruch führen,
wie er manchmal bei Flugzeugen mit Deltaflügeln bei grossen Anströmwinkeln beobachtet
wird.
[0005] In der o.g. US-A-5,626,017 ist eine Brennkammer für eine Gasturbine mit zweistufiger,
sequentieller Verbrennung beschrieben, bei welcher in der ersten Stufe die in einem
Mischer erzeugte Brennstoff/Luft-Mischung in einem Katalysator vollständig verbrannt
wird. Das aus dem Katalysator austretende Abgas hat eine vergleichsweise hohe Temperatur
von 800°C bis 1100°C. Hinter dem Ausgang des Katalysators sind Wirbelerzeugungselemente
("vortex generators") angeordnet, wie sie beispielhaft in Fig. 1 der vorliegenden
Anmeldung wiedergegeben sind. Die Wirbelerzeugungselemente erzeugen eine turbulente
Strömung, in die dann stromabwärts Brennstoff eingedüst wird. Die entstehende Abgas/Brennstoffmischung
entzündet sich dann selbst und bildet eine Flammenfront, die mittels einer stufenartigen
Querschnittserweiterung im Strömungskanal aerodynamisch stabilisiert wird. Den Wirbelerzeugungselementen
kommt hierbei ausschliesslich die Funktion zu, die Vermischung von Abgas und eingedüstem
Brennstoff zu befördern. Die Stabilisierung der Flammenfront dagegen wird durch die
Querschnittserweiterung bewirkt.
[0006] Anders ist die Situation bei einer zweistufigen Brennerkonfiguration, bei der das
Brennstoff/Luft-Gemisch in der ersten Stufe nicht vollständig verbrannt wird, sondern
das Abgas aus dem Katalysator einen Teil unverbrannten Brennstoffs enthält und zugleich
eine deutlich verringerte Austrittstemperatur (z.B. 600°C bis 950°C) aufweist. Da
in diesem Fall in der zweiten Stufe kein zusätzlicher Brennstoff eingedüst und entsprechend
mit dem Abgas aus dem Katalysator auch nicht vermischt werden muss, liegt hier strömungstechnisch
und insbesondere im Bezug auf die Stabilisierung der Flammenfront eine andere Situation
vor.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0007] Es ist nun Aufgabe der Erfindung, ein zweistufiges Verbrennungsverfahren mit Katalysator
in der ersten Verbrennungsstufe anzugeben, welches einfach und sicher durchzuführen
ist und zu geringeren Druckverlusten führt, sowie einen Brenner zur Durchführung des
Verfahrens anzugeben.
[0008] Die Aufgabe wird durch die Gesamtheit der Merkmale der Ansprüche 1 und 7 gelöst.
Der Kern der Erfindung besteht darin, bei einer Verbrennung, bei der in der zweiten
Verbrennungsstufe unverbrannter Brennstoff aus der ersten, mit einem Katalysator ausgerüsteten
Verbrennungsstufe nachverbrannt wird, die in der zweiten Stufe erzeugte homogene Flamme
aerodynamisch zu stabilisieren, indem das Brennstoff enthaltende Abgas aus dem Katalysator
zwischen dem Ausgang des Katalysators und der homogenen Flamme durch Vorrichtungen
geführt wird, welche eine aerodynamische Stabilisierung der homogenen Flamme bewirken.
[0009] Gemäss einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung werden als aerodynamisch stabilisierende
Vorrichtungen Wirbelerzeugungselemente verwendet, welche am Ausgang des Katalysators
angeordnet sind.
[0010] Gemäss einer bevorzugten Weiterbildung dieser Ausgestaltung wird als aerodynamisch
stabilisierende Vorrichtung zusätzlich eine stufenartige Erweiterung im Strömungskanal
verwendet welche zwischen den Wirbelerzeugungselementen und der homogenen Flamme angeordnet
ist.
[0011] Insbesondere enthält das Abgas am Ausgang des Katalysators neben dem unverbrannten
Brennstoff O
2, N
2, CO, CO
2 und H
2O, tritt aus dem Katalysator mit einer Strömungsgeschwindigkeit von kleiner gleich
50 m/s aus und hat dabei eine Temperatur zwischen 600°C und 950°C.
[0012] Es ist weiterhin denkbar, dass dem Abgas stromabwärts vom Katalysator in einem Bypass
am Katalysator aussen vorbeigeführter Brennstoff zugesetzt wird.
[0013] Schliesslich ist es denkbar, dass in dem durch den Strömungskanal strömenden Medium
H
2/CO aus einem brennstoffreichen katalytischen Pilotbrenner vorhanden ist.
[0014] Eine bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemässen Brenners ist dadurch gekennzeichnet,
dass stromabwärts von den Wirbelerzeugungselementen zusätzlich eine stufenartige Erweiterung
des Strömungskanals vorgesehen ist.
[0015] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Ausbildung der Wirbelerzeugungselemente davon
abhängig ist, ob die Wirbelerzeugungselemente hauptsächlich eine Mischung oder einen
Zusammenbruch von Wirbeln bewirken sollen.
KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN
[0016] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit
der Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen
- Fig. 1
- in einer perspektivischen Darstellung ein für die erfindungsgemässe Lösung einsetzbares
Wirbelerzeugungselement, wie es aus dem Stand der Technik bei SEV-Brennern (siehe
die US-A-5,577,378) bereits bekannt ist;
- Fig. 2
- im schematisierten Längsschnitt einen Brenner gemäss einem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung; und
- Fig. 3
- in einer zu Fig. 2 vergleichbaren Darstellung ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel
für einen erfindungsgemässen Brenner.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0017] Es wird vorgeschlagen, sogenannte SEV-Wirbelerzeugungselemente (SEV vortex generators)
einzusetzen, um die homogenen Flammen insbesondere im Bezug auf den katalytischen
Brenner aerodynamisch zu stabilisieren. Ergebnis dieser Methode ist, dass:
- eine ausreichende Flammenstabilisierung unabhängig von der Ausgangstemperatur am Katalysator
erreicht wird, so dass ein Betrieb auch möglich ist, wenn die Ausgangstemperatur am
Katalysator niedrig ist;
- der Druckabfall minimiert ist; und
- zum Eingang der Turbine hin vergleichmässigte Strömungs- und Temperaturfelder erzeugt
werden, die von der verstärkten Mischung der Wirbelströmungen profitieren.
[0018] Der Einsatz von SEV-Wirbelerzeugungselementen ist darüber hinaus vorteilhaft, weil
für diese Elemente bereits ausgedehnte Erfahrungen hinsichtlich ihrer Auslegung (bzgl.
Kühlung, Ermüdung, Flammenposition, Pulsationen, Geschwindigkeits- und Temperaturverteilungen)
vorliegen, die bei Hochtemperatur-Brennern mit Nachverbrennung gemacht worden sind,
und direkt auf Brenner mit katalytischen Elementen angewendet werden können.
[0019] Das in Fig. 1 dargestellte und an einer Brennkammerwand 11 anliegende, keilförmige
bzw. tetraedrische SEV-Wirbelerzeugungselement 10, das in der US-A-5,577,378 beschrieben
ist, eignet sich besonders für den Einsatz bei der vorliegenden Lösung. Der Grad der
Zirkulation und die Gestalt des axialen Geschwindigkeitsprofils können durch geeignete
Wahl der Parameter (Länge L, Höhe h, Anströmwinkel α, und den aus diesen drei Grössen
abgeleiteten Winkel θ) nach Wunsch eingestellt werden. In Abhängigkeit von den genauen
Anforderungen können diese Parameter so eingestellt werden, dass sich nur eine Mischung
(niedrigster Druckabfall) oder eine Mischung und ein Zusammenbruch der Wirbel (höherer
Druckverlust wegen der Ausbildung einer Rezirkulationszone im Nachstrom) ergibt. In
jedem Fall wird ein Paar von gegenläufig rotierenden Strömungswirbeln erzeugt.
[0020] Fig. 2 zeigt eine Konfiguration eines Brenners 12 mit einem sich entlang einer Achse
18 erstreckenden Strömungskanal 13. In dem Strömungskanal 13 ist ein Katalysator 15
angeordnet. Die Strömung 14 eines Brennstoff/Luft-Gemisches tritt von links in den
Katalysator 15 ein. Der Brennstoff wird im Katalysator 15 teilweise verbrannt. Am
Ausgang des Katalysators 15 tritt dann ein Abgasstrom aus, der neben dem unverbrannten
Brennstoff beispielsweise O
2, N
2, CO, CO
2 und H
2O enthält. Die Zusammensetzung des Abgases ist wegen der guten Mischung sehr gleichmässig.
Die Temperaturen des Abgases variieren zwischen 600°C und 950°C. Die Strömungsgeschwindigkeit
ist typischerweise kleiner gleich 50 m/s. Stromabwärts vom Katalysator 15 sind Wirbelerzeugungselemente
16 der in Fig. 1 gezeigten Form angeordnet. Die Wirbelerzeugungselemente 16 sind so
ausgelegt, dass sich eine ausreichende aerodynamische Stabilisierung ergibt, derart,
dass eine homogene Flamme 17 in der in Fig. 2 gezeigten Position stabil lokalisiert
ist. Die exakte Auslegung der Wirbelerzeugungselemente 16 hängt von der Betriebseigenschaften
des Katalysators 15 ab:
- Eine minimale Zirkulation wird bei einem Katalysator benötigt, der Abgase mit den
höchsten Temperaturen (ungefähr 900-950°C) erzeugt.
- Eine maximal Zirkulation und ein Zusammenbruch der Wirbel ist erforderlich, wenn die
Austrittstemperatur am Katalysator am niedrigsten ist (ungefähr 600°C).
- Für den Fall, dass die Zusammensetzung des Katalysator-Abgases ungleichmässig ist,
dienen die Wirbelerzeugungselemente dazu, vor der Selbstzündung einen hohen Grad an
Vormischung zu erreichen.
- Der Katalysator kann so ausgelegt werden, dass er eine gewisse Menge an Syngas (H2 und CO) produziert. Die höhere Reaktivität dieser Gase verringert das Ausmass der
benötigten aerodynamischen Stabilisierung. Allgemeiner gesagt bestimmt der Brennstoffanteil
im Abgas des Katalysators die genaue Anforderung and die aerodynamische Stabilisierung.
[0021] In den Fällen, in denen eine maximale aerodynamische Stabilisierung wünschenswert
ist, können die Wirbelerzeugungselemente so ausgelegt werden, dass die homogenen Flammen
daran gehindert werden, sich an die Elemente selbst anzuhängen.
[0022] Im Zusammenhang mit einem mager arbeitenden Standard-Vormisch-Brenner hat der an
den SEV-Wirbelerzeugungselementen vorbeiströmende Gasstrom typischerweise eine mittlere
Geschwindigkeit von bis zu 150 m/s. Trotz des sehr kleinen Druckveriustkoeffizienten
ζ bei einer solchen Ausgestaltung resultieren die hohen Geschwindigkeiten in hohen
Druckverlusten (bis zu 4%). Brenner mit katalytischen Elementen sind allgemein durch
deutlich geringere Austrittsgeschwindigkeiten von etwa 50 m/s gekennzeichnet. Der
damit verbundene Druckverlust ist kleiner als 2% und stellt somit eine massgebliche
Verringerung dar.
[0023] Obgleich die Gasmischung, die aus dem Katalysator austritt, sehr gut vermischt ist,
gibt es Brennertypen, bei denen Brennstoff und/oder Luft den Hauptkatalysator im Bypass
umströmen und hinterher zugemischt werden. Der Katalysator kann auch einen Pilotbrenner
enthalten, der seine eigenen Verbrennungsprodukte (z.B. eine angereicherte Brennstoff/Luft-Mischung
oder Syngas) erzeugt, die dann auch zum Hauptgasstrom zugefügt wird. Dies ist eine
wichtige Überlegung, weil die Verbrennung inhomogener Mischungen zu hohen lokalen
Temperaturen führt und dadurch die Emissionen erhöht. Die Wirbelerzeugungselemente
sind ihrer Natur nach auch Mischvorrichtungen und stellen daher sicher, dass die Gasmischungen
vor der homogenen Verbrennung gut durchgemischt werden.
[0024] Wenn die Wirbelerzeugungselemente 16 genügend steil sind, d.h., wenn der Anströmwinkel
gross ist, können sie Rezirkulationszonen in ihren Nachströmungen verursachen. Die
Rezirkulationszonen können unerwünscht sein, weil sie zu einer Verankerung der homogenen
Flamme an den Wirbelerzeugungselementen führen könnten. Eine solche Verankerung würde
an den Vorrichtungen eine erhebliche thermische Belastung hervorrufen und die Lebensdauer
reduzieren.
[0025] Es ist bekannt, dass eine Erweiterung im Querschnitt des Strömungskanals 13 den Zusammenbruch
der Wirbel begünstigt. Wenn ein Wirbelerzeugungselement für vergleichsweise kleine
Werte der Zirkulation, d.h., ohne Rezirkulationszone in der unmittelbaren Nachströmung,
ausgelegt ist, kann eine nachfolgende Expansion den Wirbel weiter stromabwärts zum
Zusammenbruch bringen. Dies stellt sicher, dass eine Verankerung der Flamme am oder
in unmittelbarer Nähe des Wirbelerzeugungselements nicht auftreten kann. Eine entsprechende
Konfiguration ist in Fig. 3 wiedergegeben. Der in Fig. 3 gezeigte Brenner 20 unterscheidet
sich von dem in Fig. 2 dargestellten Brenner 12 hauptsächlich dadurch, dass zwischen
den Wirbelerzeugungselementen 16 und der homogenen Flamme 17 eine stufenartige Erweiterung
19 im Querschnitt des Strömungskanals 13 vorgesehen ist. Diese stufenartige Erweiterung
19 verhindert sicher, dass die Flamme 17 an den Elementen 16 verankert wird und diese
gefährdet.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0026]
- 10,16
- Wirbelerzeugungselement (vortex generator)
- 11
- Brennkammerwand
- 12, 20
- Brenner
- 13
- Strömungskanal
- 14
- Strömung
- 15
- Katalysator
- 17
- homogene Flamme
- 18
- Achse (Brenner)
- 19
- Erweiterung
1. Verbrennungsverfahren, bei welchem in einem Brenner (12, 20) ein durch einen Strömungskanal
(13) strömendes Brennstoff/Luft-Gemisch in einer ersten Verbrennungsstufe in einem
Katalysator (15) zur Reaktion gebracht und stromabwärts vom Katalysator (15) Brennstoff
mit dem Abgas aus dem Katalysator (15) zusammen in einer zweiten Verbrennungsstufe
unter Ausbildung einer homogenen Flamme (17) durch Selbstentzündung verbrannt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass der Brennstoff aus dem Brennstoff/Luft-Gemisch in der ersten Verbrennungsstufe im
Katalysator (15) nur teilweise verbrannt wird, dass der unverbrannte Rest des Brennstoffes
in der zweiten Verbrennungsstufe verbrannt wird, und dass das Brennstoff enthaltende
Abgas aus dem Katalysator (15) zwischen dem Ausgang des Katalysators (15) und der
homogenen Flamme (17) durch Vorrichtungen (16, 19) geführt wird, welche eine aerodynamische
Stabilisierung der homogenen Flamme (17) bewirken.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als aerodynamisch stabilisierende Vorrichtungen Wirbelerzeugungselemente (10, 16)
verwendet werden, welche am Ausgang des Katalysators (15) angeordnet sind.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als aerodynamisch stabilisierende Vorrichtung zusätzlich eine stufenartige Erweiterung
(19) im Strömungskanal (13) verwendet wird, welche zwischen den Wirbelerzeugungselementen
(10, 16) und der homogenen Flamme (17) angeordnet ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Abgas am Ausgang des Katalysators (15) neben dem unverbrannten Brennstoff O2, N2, CO, CO2 und H2O enthält.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Abgas aus dem Katalysator (15) mit einer Strömungsgeschwindigkeit von kleiner
gleich 50 m/s austritt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Abgas aus dem Katalysator (15) mit einer Temperatur zwischen 600°C und 950°C
austritt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass dem Abgas stromabwärts vom Katalysator (15) am Katalysator (15) aussen vorbeigeführter
Brennstoff zugesetzt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in dem durch den Strömungskanal (13) strömenden Medium H2/CO aus einem brennstoffreichen katalytischen Pilotbrenner vorhanden ist.
9. Brenner (12, 20) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
mit einem Strömungskanal (13), in welchem ein Katalysator (15) für die Katalyse eines
durch den Strömungskanal (13) strömenden Brennstoff/Luft-Gemisches angeordnet ist,
und in welchem stromabwärts vom Katalysator (15) Mittel zum aerodynamischen Stabilisieren
einer sich stromabwärts ausbildenden homogenen Flamme (17) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungsmittel Wirbelerzeugungselemente (10, 16) umfassen.
10. Brenner nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass stromabwärts von den Wirbelerzeugungselementen (10, 16) zusätzlich eine stufenartige
Erweiterung (19) des Strömungskanals (13) vorgesehen ist.
11. Brenner nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbildung der Wirbelerzeugungselemente (10, 16) davon abhängig ist, ob die Wirbelerzeugungselemente
(10, 16) hauptsächlich eine Mischung oder einen Zusammenbruch von Wirbeln bewirken
sollen.