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EP 1 439 607 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.01.2010 Patentblatt 2010/02 |
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Anmeldetag: 14.11.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zur Erzeugung von Kalibriersignalen zur Kalibrierung räumlich entfernter
Signalzweige von Antennensystemen
Method for generating of calibrating signals for calibration of remotely located signal
branches of antenna systems
Méthode de génération des signaux étalonnage pour étalonnage de branches des signaux
éloignés dans systèmes d antennes
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
14.01.2003 DE 10301125
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.07.2004 Patentblatt 2004/30 |
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Patentinhaber: EADS Deutschland GmbH |
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85521 Ottobrunn (DE) |
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Erfinder: |
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- Schuster, Manfred, Dr.
89257 Illertissen (DE)
- Herrmann, Franz
89614 Öpfingen (DE)
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Vertreter: Meel, Thomas |
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c/o Dornier GmbH
Patentabteilung 88039 Friedrichshafen 88039 Friedrichshafen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-97/01226
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DE-A1- 19 943 952
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kalibrierung von Signalzweigen von Antennensystemen
gemäß dem Patentanspruch 1.
[0002] Aus
DE 199 41 473 A1 ist ein Verfahren zur Kalibrierung von Signalzweigen von Antennensystemen bekannt.
Bei diesen Verfahren werden die Kalibriersignale zentral mit der entsprechenden Frequenz
bei der die Kalibrierung durchgeführt werden soll erzeugt. Problematisch hierbei ist,
dass die Verteilerleitungen ein dispersives Verhalten über die Frequenz aufweisen,
d.h. die Signallaufzeiten sind frequenz- und temperaturabhängig, wobei die Abhängigkeit
um so größer ist, je höher die Absolutfrequenz ist. Außerdem weist eine Signalleitung
in Abhängigkeit von Frequenz, Temperatur, Biegeradius der Leitungen sowie Alter verschiedene
Dämpfung auf.
[0003] Aufgrund von ungenauen Impedanzanpassungen kommt es bei bekannten Verfahren zu Stehwellen,
wodurch ein wellenförmiges Amplitudenverhalten der Signale auftritt. Eine Kalibrierung
wird somit erschwert.
[0004] Bekannte Kalibrier-Messgeräte werden üblicherweise ortsfest in das zu vermessenden-Antennensystem
eingebaut. Nachteilig hierbei ist der hohe Raumbedarf der Messgeräte sowie die erschwerten
und wechselnden Umgebungsbedingungen z.B. beim Einbau der Messgeräte in die Flügelspitzen
eines Flugzeugs.
[0005] Ein weiterer Nachteil ist, dass bei bekannten Systemen frequenzselektive Filter verwendet
werden, was zu einer unzureichenden Zeitgenauigkeit aufgrund von frequenzspezifischen
Gruppenlaufzeiten führt. Diese Gruppenlaufzeiten sind darüber hinaus temperatur- und
alterungsabhängig.
[0006] Für bestimmte Messverfahren wird jedoch eine hohe Zeitgenauigkeit gefordert, da die
Zeitunterschiede des Auftreffens der empfangenen Signale an den verschiedenen Signalzweigen
des Antennensystems zur Ermittlung der Empfangsrichtung herangezogen werden. Dies
wird auch als Delta-Time-of-Arrival-Verfahren bezeichnet. Die Empfangsrichtung ist
dabei ein wichtiges Kriterium für die Lokalisierung von Sendern.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Kalibrierverfahren von räumlich entfernten Signalzweigen
von Antennensystemen anzugeben, bei welchem Kalibriersignale erzeugt werden, deren
Laufzeit- und Amplitudenschwankungenmöglichst gering, sind.
[0008] Diese Aufgabe wird mit dem Verfahren gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind Gegenstand von Unteransprüchen.
[0009] Erfindungsgemäß wird mittels eines Taktgebers in einer Anordnung zur Signalerzeugung
ein Basissignal erzeugt wird, welches einer Verteilereinheit zur Verteilung des Basissignals
an Verstärkerschaltungen auf ihnen jeweils zugeordneten Signalverteilungs-Leitungen
zugeführt wird und dass am Ausgang der Verstärkerschaltungen jeWeils ein Kalibriersignal
durch Verstärkung des Basissignals innerhalb definierter Ober und Untergrenzen eines
Referenzsignals erzeugt und dem jeweiligen, einer Verstärkerschaltung zugeordneten
Einspeisepunkt des zu kalibrierenden Signalzweiges zugeführt wird.
[0010] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren können amplitudenstabile hochfrequente (im GHz-Bereich)
Kalibriersignale mit einem definierten Amplitudenverhalten bei räumlich verteilten
Einspeisepunkten in zu kalibrierende Signalzweige generiert werden. Außerdem können
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren zeitgenaue Kalibriersignale bei beliebigen Frequenzen,
z.B. gepulste HF-Signale im GHz-Bereich, zeugt werden. Im Frequenzbereich von 1 GHz
bis 20 GHz liegt die Zeitgenauigkeit der erfindungsgemäß erzeugten Kalibriersignale
im Sub-Nanosekundenbereich.
[0011] Das Basissignal wird z.B. mit einem Clock Divider erzeugt und kann ein gepulstes
Signal (für Zeitkalibrierung) oder ein Dauersignal (für Amplitudenkalibrierung) sein
mit einer Frequenz je nach Anwendungsfall im Bereich zwischen 200 und 750 MHz (bis
zu 5 GHz) Vorteilhaft ist für die Zeitkalibrierung ein Puls-Burst, das in einem J-K-Flipflop
erzeugt wird. Dabei kann das J-K-Flipflop z.B. durch das Ausgangssignal des Clock-Dividers
gesteuert werden. Ein Vorteil hierbei ist, dass die Puls-Bursts immer phasenrichtig
starten und dass alle Pulse eines Puls-Bursts gleiche Pulsbreite und Tastverhältnisse
haben, solange der Referenztakt, z.B. vom Clock Divider eine konstante Frequenz aufweist.
Dadurch wird gewährleistet, dass bis zur Bandbreitengrenze eine symmetrische Pulsfolge
erzeugt wird.
[0012] Die Erzeugung der Kalibriersignale erfolgt durch die Verstärkung des Basissignals
im Ausgangsverstärker der Verstärkerschaltung. Der Ausgangsverstärker, hier auch als
Treiberverstärker bezeichnet, weist zweckmäßig eine hohe Bandbreite auf. Mittels des
Treiberverstärkers wird am Ausgang der Verstärkerschaltung ein Rechtecksignal mit
definierten Ober- und Untergrenzen, auch als High- und Low-Level bezeichnet, und mit
einer hohen Flankensteilheit im Bereich von einigen Pikosekunden. Zur Verbesserung
der Flankensteilheit des Kalibriersignals können vorteilhaft dem Ausgangsverstärker
der Verstärkerschaltung eine oder mehrere weitere Verstärkerstufen vorgeschaltet werden
(Fig. 2). Die Hochfrequenzbandbreite des dem Ausgangsverstärker vorgeschalteten Verstärkers
kann vorteilhaft kleiner als die des Ausgangsverstärkers oder gleich der Hochfrequenzbandbreite
des Ausgangsverstärkers sein. Das Verhältnis richtet sich dabei insbesondere nach
der zu erzeugenden Flankensteilheit, welche üblicherweise durch die sogenannte Rise-
und Fall-time angegeben wird.
[0013] Die Frequenzanteile des Kalibriersignals verhalten sich gemäß der Fourier-Reihenentwicklung:

wobei gilt : a=(U
High-U
Low)*(2/π)
mit
- UHigh :
- Ausgangsspannung des High-Levels
- ULow :
- Ausgangsspannung des Low-Levels
[0014] Eine beispielhafte Darstellung der Ausgangsleistung der einzelnen harmonischen Frequenzen
ist in Fig. 3 dargestellt.
[0015] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahren ist, dass die Verstärkerschaltung
zur Erzeugung der Rechtecksignale eine kurze Gruppenlaufzeit aufweist, insbesondere
beträgt die Gruppenlaufzeit des Treiberverstärkers weniger als 50 ps. Dadurch wird
eine hohe Zeitgenauigkeit des Kalibriersignals erreicht. Da bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren die Verstärkerschaltung keine frequenzselektiven Bauteile, z.B. Filter aufweist,
ist die Laufzeitdispersion des Kalibriersignals gering.
[0016] Mit dem erfindungsgemäßen Katibrierverfahren wird somit eine hohe Messgenauigkeit
der Empfangszeitpunkte bezogen auf die Antennenpositionen gewährleistet, wodurch die
Empfangsrichtung eines Signals genau ermittelt werden kann. Ein mögliches Einsatzgebiet
des erfindungsgemäßen Verfahrens ist z.B. ein Radar-Warnempfänger oder ein Aufklärungsempfänger
(ESM), welche bekanntermaßen aus allen Richtungen empfangsbereit sein müssen. Die
hohe Ermittlungsgenauigkeit der Empfangsrichtung eines Signals mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren erlaubt somit eine genaue Positionsermittlung des Senders.
[0017] Um die Laufzeit auf den Signalverteilungs-Leitungen, welche insbesondere impedanzangepasste
Leitungen sind, zu erfassen, umfaßt die Verstärkerschaltung vorteilhaft einen Kalibrierungsschalter,
der direkt vor dem jeweiligen Treiberverstärker angeordnet ist. Der Kalibrierungsschalter
KLS ist dabei vorteilhaft zwischen einem Durchgangszustand und einem signalreflektierenden
Zustand schaltbar. Zur Bestimmung der Leitungslaufzeit wird nun bei auf "reflektierend"
gestelltem Kalibrierungsschalter KLS ein Puls-Signal in die Signalverteilungs-Leitung
eingespeist und gleichzeitig, sowohl das eingespeiste Signal, als auch der reflektierte
Signalanteil mit einer Auswerteeinheit gemessen, die mit einer in die jeweilige Signalverteilungs-Leitung
zwischen die Verstärkerschaltung und die Verteilereinheit geschalteten Widerstandsmatrix
verbunden ist. Diese Auswerteeinheit ist z.B. ein Hochgeschwindigkeits-Breitband-
A/D Wandler mit nachgeschaltetem digitalen Signalrecorder.
[0018] Zweckmäßig ist hier die Verwendung eines Puls-Signals mit einer Pulsbreite kleiner
als die kleinste doppelte Leitungslaufzeit ( Laufzeit bis zum Auftreten der reflektierten
Signalanteile am Einspeispunkt).
[0019] Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausführungen der Erfindungen werden im weiteren
anhand von Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine beispielhafte Schaltungsanordnung einer Kalibrierschaltung zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens,
- Fig. 2
- eine beispielhafte Schaltungsanordnung der Verstärkerschaltung,
- Fig. 3
- eine beispielhafte Darstellung der Ausgangsleistung der einzelnen harmonischen Frequenzen.
[0020] Die in Fig. 1 gezeigte beispielhafte Schaltungsanordnung einer Kalibrierschaltung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahren umfaßt einen Taktgeber TG, der mittels
eines integrierten sogenannten Clock Dividers ein Basissignal mit einem vorgebbaren
Referenztakt erzeugt. Der Ausgang A des Taktgebers TG ist mit dem Eingang K eines
J/K-Flipflops FF verbunden. Bei dem J/K-Flipflop FF handelt es sich um einen sogenannten
gesteuerten 2/1-Frequenzteiler. Mit dem verwendeten Flipflop FF ist es somit möglich,
exakt gleiche Pulse zu erzeugen, ohne dass weitere Abgleicharbeiten an den erzeugten
Pulsen vorgenommen werden müssen. Es wird somit gewährleistet, dass alle Pulse gleich
lang sind. Statt eines J/K-Flipflops FF kann aber auch eine Verzögerungsleitung und
ein Schmitt-Trigger-Gatter verwendet werden. Am anderen Eingang J des J/K-Flipflops
FF wird ein Steuerungssignal (Gate-Signal) angelegt.
[0021] Der Ausgang Q des J/K-Flipflops FF ist mit einem Eingang 4 eines nachgeschalteten
Mehrfachumschalters MUX verbunden. Ein weiterer Eingang 3 des Mehrfachumschalters
MUX ist direkt mit dem Ausgang A des Taktgebers TG verbunden. Am Eingang 1 des Mehrfachumschalters
MUX liegt ein Low-Signal und am Eingang 2 des Mehrfachumschalters MUX liegt ein High-Signal
an.
[0022] Der Ausgang AA des Mehrfachumschalters MUX ist mit dem Eingang der Verteilereinheit
VN verbunden, das das Basissignal auf mehrere Signalverteilungs-Leitungen KL verteilt.
Die Signafverteilungs-Leitung KL umfassen dabei an ihrem einen Ende jeweils eine Widerstandsmatrix
WM und an ihrem anderen Ende eine Verstärkerschaltung VS mit einem Ausgangsverstärker
AT und einem Kalibrierleitungsschalter KLS. Die Ausgangsverstärker AT sind mit den
Eingängen der jeweils zugeordneten zu kalibrierenden Signalzweig KE verbunden. Diese
Verbindung ist dabei hinreichend klein gegenüber den Signalverteiluhgs-Leitung KL.
Die Ausgänge der Signalzweige KE sind mit einer Auswerteeinheit AE verbunden. Die
Widerstandsmatrizen WM sind dabei derart geschaltet, dass ein anliegendes Basissignal
gleichzeitig durch die Widerstandsmatrix WM auf die Signalverteilungs-Leitung KL geleitet
und zu der mit der Widerstandsmatrix WM verbundenen Auswerteinheit AE geleitet wird.
[0023] Fig. 2 zeigt eine beispielhafte Schaltungsanordnung einer Verstärkerschaltung VS
mit einem Kalibrierleitungsschalter KLS. Der Kalibrierleitungsschalter KLS ist hierbei
beispielhaft auf Durchgang D eingestellt. Dem Ausgangsverstärker AT der Verstärkerschaltung
VS ist ein weiterer Verstärker VV vorgeschaltet. Dadurch wird erreicht, dass die Flankensteilheit
des Ausgangssignals (Kalibriersignals) vergrößert wird. Die Hochfrequenzbandbreite
des dem Ausgangsverstärker AT vorgeschalteten Verstärkers W kann vorteilhaft kleiner
als die des Ausgangsverstärkers AT oder gleich der Hochfrequenzbandbreite des Ausgangsverstärkers
AT sein. Am Ausgang AV des Ausgangsverstärkers AT ist eine Spannungsmesseinrichtung
SE geschaltet, mittels der die Ausgangsspannungen für High und Low Pegel des Kalibrierssignals
gemessen werden. Außerdem ist dem Ausgang AV eine Gleichspannungssperre GS, z.B. ein
Kondensator, nachgeschaltet.
[0024] Die Messung der Ausgangsspannung von Referenzsignalen am Ausgang der Verstärkerschaltung
umfaßt folgende Verfahrensschritte:
- Schalten des Mehrfachumschalters MUX auf Eingang 1 zur Einstellung des Low-Levels
und Einstellen des Kalibrierleitungsschalters KLS auf "Durchgang",
- Übertragung des statischen Low-Signals an den Ausgangsverstärker AT über eine Signalverteilungs-Leitung
KL
- Messung der Ausgangsspannung des Ausgangsverstärkers AT für das Low-Signal an der
Spannungsmesseinrichtung SE
- Schalten des Mehrfachumschaiters MUX auf Eingang 2 zur Einstellung des High-Levels
- Übertragung des statischen High-Signals an den Ausgangsverstärker AT über eine Signaiverteilungs-Leitung
KL
- Messung der Ausgangsspannung des Ausgangsverstärkers AT für das High-Signal an der
Spannungsmesseinrichtung SE
- Berechnung der frequenzabhängigen Ausgangsleistung eines Basissignals am Ausgang der
Verstärkerschaltung gemäß:

mit
- UHigh :
- Ausgangsspannung High-Signal
- ULow :
- Ausgangsspannung Low-Signal
- IMP :
- Impedanz der Signalleitungen in Ohm
[0025] Die Amplitudenkalibrierung eines Signals in einem Sende- und Empfangspfad erfolgt
vorteilhaft gemäß folgender Verfahrensschritte:
- Einstellen des Mehrfachumschalters MUX auf Eingang 3, wobei der Ausgang A des Taktgebers
TG direkt mit dem Mehrfachumschalter MUX verbunden ist und wobei das Basissignal des
Taktgebers eine Frequenz aufweist die gleich oder kleiner ist als die in den Signalzweig
KE zu kalibrierende Frequenz
- Übertragung des so erzeugten Basissignals an den Ausgangsverstärker AT über die Sigrialverteilungs-Leitung
KL und den auf "Durchgang" geschalteten Kalibrier-Leitungsschalter KLS.
- Verstärkung des Basissignals durch den Ausgangsverstärker AT, wobei eine Begrenzung
der Ausgangsspannung auf die zuvor gemessenen High- und Low Ausgangsspannungen erfolgt.
Dabei kommt die Ausgangsspannung durch die hohe Bandbreite des Ausgangsverstärkers
einem idealen Rechteck-Ausgangssignal sehr nahe. Insbesondere weist dieses Ausgangssignal
entsprechend der Fourier Reihe definierte Ausgangsleistungen sowohl auf der Grundfrequenz
als auch auf den ungeraden Vielfachen der Grundfrequenz auf, wobei der Frequenzbereich
für die Gültigkeit der Fourier Beziehung nur durch die Anstiegs- und Abfallgeschwindigkeit
des Ausgangssignals, sowie durch Symmetriefehler des Basissignals eingeschränkt wird.
- Einspeisung des generierten Kalibriersignals in den zu kalibrierenden Signalzweig
KE. Durch die spezifischen Frequenzeigenschaften der Signalzweige KE werden aus dem
Katibriersignal die entsprechenden Frequenzanteile selektiert und vermessen. Dies
kann z.B. durch eine Reihe von Verstärker-, Filter- und Mischeranordnungen zur Erhöhung
des Nutzfrequenzbereichs des Signalzweiges KE erfolgen.
- Berechnung des Verhältnisses der vorbekannten Leistung des Kalibriersignals bei den
entsprechenden Vielfachen der Grundfrequenz (oder auch der Grundfrequenz selbst) und
der durch den Signalzweig KE gemessenen Leistung, welches als Kalibrierwert für die
Ermittlung der tatsächlichen Eingangsleistungen bei der entsprechenden Frequenz verwendet
werden kann.
[0026] Die Bestimmung der Eigenlaufzeit des Basissignals zwischen der Verteilereinheit und
der Verstärkerschaltung erfolgt vorteilhaft gemäß folgender Verfahrensschritte:
- Einstellen des Mehrfachumschalters MUX auf den Eingang 4, welcher mit dem Ausgang
Q des J/K-Flipflops FF verbunden ist und Einstellen des Kalibrier-Leitungsschalter
KLS auf den reflektierenden Zustand.
- Erzeugung eines Puls-Paketes durch Umschaltung des J/K Flipflops von "Hold" auf "Toggle"
durch einen Wechsel des Gate-Signals am Eingang J des J/K - Flipflops FF, wobei das
J/K-Flipflop FF für die Dauer der aktiven Freischaltung durch das Gate-Signal am Eingang
J des J-K-Flipflops FF ein Pulspaket erzeugt, dessen Frequenz der halben Frequenz
des im Taktgeber TG erzeugten Basissignals entspricht. Alle Pulse innerhalb des Pulspaketes
sind gleich lang.
- Das erzeugte Pulspaket wird über eine Verteilereinheit VN, welche z.B. weitere Treiberverstärker
umfaßt, zu der Widerstandsmatrix WM weitergeleitet. Über die Widerstandsmatrix WM
wird das Pulspaket sowohl direkt an die Auswerteeinheit AE, welches z.B. der Analog-Digital-Wandler
der Empfangseinheit ist, als auch auf die Signalverteilungs-Leitung KL weitergeleitet.
- Das auf die Signalverteilungs-Leitung KL weitergeleitete Signal wird an dem sich in
einem reflektierenden Zustand befindlichen Kalibrier-Leitungsschalter KLS reflektiert
und über die Signalverteilungs-Leitung KL und die Widerstandsmatrix WM ebenfalls an
die Auswerteeinheit AE weitergeleitet. Der gemessene Zeitunterschied zwischen dem
Empfang des ersten Pulspakets und dem reflektierten Pulspaket entspricht genau der
doppelten Signallaufzeit auf der Signalverteilungs-Leitung KL.
[0027] Die Signallaufzeit im Ausgangsverstärker AT ist klein gegenüber den Laufzeiten in
den Signalverteilungs-Leitung KL. Außerdem ist das Signal über den Frequenzbereich
über den eine Laufzeitkalibrierung durchzuführen ist nahezu konstant. Die Abweichung
beträgt wenige Pikosekunden. Die Signallaufzeit innerhalb des Ausgangsverstärkers
AT kann somit für alle zu kalibrierenden Signalzweige als konstant angenommen werden.
Schwankungen der Signallaufzeit können deswegen vernachlässigt werden.
[0028] Die Laufzeit eines Signals in dem zu kalibrierenden Signalzweig wird vorteilhaft
folgendermaßen gemessen:
- Einstellen des Mehrfachumschalters MUX auf den Eingang 4, welcher mit dem Ausgang
Q des J/K-Flipflops FF verbunden ist und Einstellen des Kalibrierleitungsschalters
KLS auf "Durchgang". Insbesondere wird der zu kalibrierende Signalzweig KE auf den
entsprechenden Frequenzbereich eingestellt, in welchem die Kalibrierung stattfinden
soll.
- Erzeugung eines Puls-Paketes durch Umschaltung des J/K-Flipflops FF von "Hold" auf
"Toggle" durch einen Wechsel des Gate-Signals am Eingang J des J/K-Flipflops FF, wobei
das J/K-Flipflop FF für die Dauer der aktiven Freischaltung durch das Gate-Signal
am Eingang J des J/K-Flipflops FF ein Pulspaket erzeugt, dessen Frequenz der halben
Frequenz im Taktgeber TG erzeugten Basissignals entspricht. Auch sind alle Pulse innerhalb
des Pulspaketes gleich lang.
- Das erzeugte Pulspaket wird über eine Verteilereinheit VN, welches z.B. weitere Treiberverstärker
umfaßt, zu den Widerstandsmatrizen WM weitergeleitet. Jede Widerstandsmatrix leitet
das Pulspaket sowohl direkt an die Auswerteeinheit als auch auf die jeweilige Signalverteilungs-Leitung
KL weiter.
- das auf der Signalverteilungs-Leitung KL weitergeleitete Signal wird durch den Ausgangsverstärker
AT verstärkt und zu einem Rechtecksignal geformt, wobei die Begrenzung der Ausgangsspannung
des Kalibriersignals auf die zuvor gemessenen High- und Low-Ausgangsspannungen erfolgt.
Dabei kommt die Ausgangsspannung des Kalibriersignals durch die hohe Bandbreite des
Ausgangsverstärkers einem idealen Rechteck-Ausgangssignal sehr nahe.
- Einspeisung des generierten Kalibriersignals in den zu kalibrierenden Signalzweig
KE. Durch die spezifischen Frequenzeigenschaften der Signalzweige KE werden aus dem
Kalibriersignal die entsprechenden Frequenzanteile selektiert und vermessen. Dies
kann z.B. durch eine Reihe von Verstärker-, Filter- und Mischeranordnungen zur Erhöhung
des Nutzfrequenzbereichs des Signalzweiges KE erfolgen.
- Messen des Laufzeitunterschieds der beiden in der Auswerteeinheit AE empfangenen Signale,
wobei die Laufzeit des Signals in dem entsprechenden Signalzweig KE dem zeitliche
Unterschied zwischen dem Eingangszeitpunkt des Basissignals aus der Widerstandsmatrix
WM an der Auswerteeinheit AE und dem Eingangszeitpunkt des Kalibriersignals durch
den zu kalibrierenden Signalzweig KE abzüglich der Eigenlaufzeit zwischen der Verteilereinheit
VM und dem Kalibrierungsschalter KLS entspricht.
[0029] Bei der Bestimmung des frequenzspezifischen Laufzeitunterschieds zwischen zwei oder
mehreren Signalzweigen KE wird statt des letzten Aufzählungspunktes der zeitliche
Unterschied durch direkten Vergleich der Eingangzeitpunkte der Signale an den jeweiligen
Auswerteeinheiten ermittelt. Hierbei ist die jeweilige Eigenlaufzeit der Kalibrieranordnung
zwischen der Verteilereinheit und der Verstärkerschaltung zu berücksichtigen.
[0030] Wie bereits oben erläutert, ist die Signallaufzeit im Ausgangsverstärker AT klein
gegenüber den Laufzeiten in den Signalzweigen KE. Bei gleichartiger Gestaltung der
verwendeten Ausgangstreiber für alle zu kalibrierenden Empfangskanäle KE kann die
Signallaufzeit in den Ausgangsverstärkern AT als konstant angenommen werden. Sofern
Laufzeitunterschiede der Signalzweige KE (nicht Absolutlaufzeiten) gemessen werden,
kann somit die Laufzeit der Ausgangsverstärker-Schaltung vernachlässigt werden.
1. Verfahren zur Kalibrierung von Signalzweigen (KE) von Antennensystemen, die von Kalibrier-Messgeräten
räumlich entfernt angeordnet sind mittels erzeugter Kalibriersignale, dadurch gekennzeichnet, dass ein Basissignal in einer Anordnung (FF, MUX) zur Signalerzeugung umfassend einen
J/K-Flipflop (FF) und einen Mehrfachumschalter (MUX) erzeugt wird und dieses Basissignal
einer Verteilereinheit (VN) zur Verteilung des Basissignals an Verstärkerschaltungen
(VS) auf ihnen jeweils zugeordneten Signalverteilungs-Leitungen (KL) zugeführt wird
und dass am Ausgang der Verstärkerschaltungen (VS) jeweils ein Kalibriersignal durch
Verstärkung des Basissignals innerhalb definierter Ober- und Untergrenzen eines Referenzsignals
erzeugt und dem jeweiligen, einer Verstärkerschaltung (VS) zugeordneten Einspeisepunkt
des zu kalibrierenden Signalzweiges (KE) zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkerschaltung (VS) einen Kalibrierleitungsschalter (KLS) umfaßt, der direkt
vor den Ausgangsverstärker (AT) geschaltet ist, wobei der Kalibrierleitungsschalter
(KLS) zwischen einem Durchgangszustand und einem signatreftektierenden Zustand schaltbar
ist und wobei im signalreflektierenden Zustand die Signallaufzeit des Basissignals
auf den Signalverteilungs-Leitungen (KL) mit einer Auswerteeinheit (AE) gemessen wird,
die mit einer in die jeweilige Signalverteilungs-Leitung (KL) zwischen die Verstärkerschaltung
(VS) und der Verteilereinheit (VN) geschalteten Widerstandsmatrix (WM) verbunden ist.
3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbesserung der Flankensteilheit des Kalibriersignals dem Ausgangsverstärker
(AT) ein oder mehrere weitere Verstärker (VV) vorgeschaltet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochfrequenzbandbreite der weiteren vorgeschalteten Verstärker (VV) im Verhältnis
zu dem Ausgangsverstärker (AT) kleiner oder gleich ist.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basissignal ein Puls-Burst ist.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ermittlung der unteren Amplitudengrenze ein Low-Signal erzeugt wird, welches
über die Verteilereinheit (VN) und die Signalverteiler-Leitungen (KL) an die Verstärkerschaltungen
(VS) geleitet wird und dass am Ausgang der Verstärkerschaltungen (VS), deren Kalibrierleitungsschalter
(KLS) in Durchgang geschaltet sind, eine Ausgangsspannung für das entsprechende Low-Signal
gemessen wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ermittlung der oberen Amplitudengrenze ein High-Signal erzeugt wird, welches
über die Verteilereinheit (VN) und die Signalverteiler-Leitungen (KLS) an die Verstärkerschaltungen
(VS) geleitet wird und dass am Ausgang der Verstärkerschaltungen (VS), deren Kalibrierleitungsschalter
(KLS) in Durchgang geschaltet sind, eine Ausgangsspannung für das entsprechende High-Signal
gemessen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6 und 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die frequenzabhängige Ausgangsleistung eines Basissignals am Ausgang der Verstärkerschaltung
(VS) folgendermaßen berechnet wird:

mit
UHigh : Ausgangsspannung High-Signal
ULow : Ausgangsspannung Low-Signal
IMP : Impedanz der Signalleitungen (KLS) in Ohm
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Amplitude eines Signals in einem Signalzweig (KE) folgendermaßen kalibriert wird:
- der Kalibrierleitungsschalter (KLS) der entsprechenden Verstärkerschaltung (VS)
wird auf Durchgang geschaltet,
- ein Basissignal wird über die entsprechende Verstärkerschaltung (VS) und den zu
kalibrierenden Signalzweig (KE) geleitet und an der mit dem Ausgang des zu kalibrierenden
Signalzweiges (KE) verbundenen Auswerteeinheit (AE) wird die Leistung des entsprechenden
Signals gemessen,
- Bestimmung des Verhältnisses der Ausgangsleitung der Verstärkerschaltung (VS) und
der am Ausgang des Signalzweiges (KE) ermittelten Leistung.
10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Eigenlaufzeit des Basissignals zwischen der Verteilereinheit (VN) und der Verstärkerschaltung
(VS) folgendermaßen gemessen wird :
- der Kalibrierleitungsschalter (KLS) der zu vermessenden Verstärkerschaltung (VS)
wird in einen signalreflektierenden Zustand geschaltet,
- ein Basissignal wird über die Verteilereinheit (VN) gleichzeitig an die mit der
Widerstandsmatrix (WM) verbundene Auswerteeinheit (AE) und über die Signalverteiler-Leitung
(KL) an die Verstärkerschaftuhg (VS) geleitet, wobei die Widerstandsmatrix (WM) das
von dem Kalibrierleitungsschalter (KLS) reflektierte Signal an die Auswerteeinheit
(AE) weiterleitet,
- Messen des Laufzeitunterschieds der beiden in der Auswerteeinheit (AE) empfangenen
Signale, der der doppelten Laufzeit zwischen der Verteilereinheit (VN) und dem Kalibrierleitungsschalter
(KLS) entspricht.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Laufzeit eines Signals in dem zu kalibrierenden Signalzweig (KE) folgendermaßen
gemessen wird:
- der Kalibrierleitungsschalter (KLS) der entsprechenden Verstärkerschaltung (VS)
wird auf Durchgang geschaltet,
- ein Basissignal wird über die Verteilereinheit (VN) gleichzeitig an die Auswerteeinheit
und über die Signalverteiler-Leitungen (KL) und die Verstärkerschaltung (VS) an den
Einspeisepunkt des zu kalibrierenden Signalzweiges (KE) geleitet, wobei der Ausgang
des zu kalibrierenden Signalzweiges (KE) mit der Auswerteeinheit (AE) verbunden ist,
- Messen des Laufzeitunterschieds der beiden in der Auswerteeinheit (AE) empfangenen
Signale, wobei die Laufzeit des Signals in dem entsprechenden Signalzweig (KE) dem
zeitliche Unterschied zwischen dem Eingangszeitpunkt des Basissignals aus der Widerstandsmatrix
(WM) an der Auswerteeinheit (AE) und dem Eingangszeitpunkt des Kalibriersignals durch
den zu kalibrierenden Signalzweig (KE) abzüglich der Eigenlaufzeit zwischen Verteilereinheit
(VN) und Kalibrierungsschalter (KLS) entspricht.
1. Method for calibrating signal paths (KE) of antenna systems, which are arranged such
that they are spatially remote from calibration measuring devices, by means of calibration
signals which have been generated, characterized in that a base signal is generated in a signal-generating arrangement (FF, MUX) comprising
a J/K flip-flop (FF) and a multiple changeover switch (MUX), and this base signal
is supplied to a distributor unit (VN) for distributing the base signal to amplifier
circuits (VS) on signal distribution lines (KL) respectively assigned to them, and
in that a calibration signal is respectively generated at the output of the amplifier circuits
(VS) by amplifying the base signal within defined upper and lower limits of a reference
signal and is supplied to the respective feed point of the signal path (KE) to be
calibrated, which feed point is assigned to an amplifier circuit (VS).
2. Method according to Claim 1, characterized in that the amplifier circuit (VS) comprises a calibration line circuit-breaker (KLS) which
is connected directly upstream of the output amplifier (AT), the calibration line
circuit-breaker (KLS) being able to be switched between an on state and a signal-reflecting
state, and the signal propagation time of the base signal on the signal distribution
lines (KL) being measured in the signal-reflecting state using an evaluation unit
(AE) which is connected to a resistance matrix (WM) connected to the respective signal
distribution line (KL) between the amplifier circuit (VS) and the distributor unit
(VN).
3. Method according to one of the preceding claims, characterized in that one or more further amplifiers (VV) are connected upstream of the output amplifier
(AT) in order to improve the edge steepness of the calibration signal.
4. Method according to Claim 3, characterized in that the radio-frequency bandwidth of the further upstream amplifiers (W) is less than
or equal to that of the output amplifier (AT).
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the base signal is a pulse burst.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that a low signal which is passed to the amplifier circuits (VS) via the distributor unit
(VN) and the signal distributor lines (KL) is generated in order to determine the
lower amplitude limit, and in that an output voltage for the corresponding low signal is measured at the output of the
amplifier circuits (VS) whose calibration line circuit-breakers (KLS) have been switched
on.
7. Method according to one of Claims 1-5, characterized in that a high signal which is passed to the amplifier circuits (VS) via the distributor
unit (VN) and the signal distributor lines (KL) is generated in order to determine
the upper amplitude limit, and in that an output voltage for the corresponding high signal is measured at the output of
the amplifier circuits (VS) whose calibration line circuit-breakers (KLS) have been
switched on.
8. Method according to Claims 6 and 7,
characterized in that the frequency-dependent output power of a base signal at the output of the amplifier
circuit (VS) is calculated as follows:

where:
UHigh : output voltage of high signal
ULow : output voltage of low signal
IMP : impedance of the signal lines (KL) in ohms.
9. Method according to Claim 8,
characterized in that the amplitude of a signal in a signal path (KE) is calibrated as follows:
- the calibration line circuit-breaker (KLS) of the corresponding amplifier circuit
(VS) is switched on,
- a base signal is passed via the corresponding amplifier circuit (VS) and the signal
path (KE) to be calibrated, and the power of the corresponding signal is measured
at the evaluation unit (AE) which is connected to the output of the signal path (KE)
to be calibrated,
- the ratio of the output power of the amplifier circuit (VS) to the power determined
at the output of the signal path (KE) is determined.
10. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that the intrinsic propagation time of the base signal between the distributor unit (VN)
and the amplifier circuit (VS) is measured as follows:
- the calibration line circuit-breaker (KLS) of the amplifier circuit (VS) to be measured
is switched to a signal-reflecting state,
- a base signal is simultaneously passed to the evaluation unit (AE) connected to
the resistance matrix (WM) via the distributor unit (VN) and to the amplifier circuit
(VS) via the signal distributor line (KL), the resistance matrix (WM) forwarding the
signal reflected by the calibration line circuit-breaker (KLS) to the evaluation unit
(AE),
- the propagation time difference between the two signals received in the evaluation
unit (AE) is measured, said difference corresponding to twice the propagation time
between the distributor unit (VN) and the calibration line circuit-breaker (KLS).
11. Method according to Claim 10,
characterized in that the propagation time of a signal in the signal path (KE) to be calibrated is measured
as follows:
- the calibration line circuit-breaker (KLS) of the corresponding amplifier circuit
(VS) is switched on,
- a base signal is simultaneously passed to the evaluation unit via the distributor
unit (VN) and to the feed point of the signal path (KE) to be calibrated via the signal
distributor lines (KL) and the amplifier circuit (VS), the output of the signal path
(KE) to be calibrated being connected to the evaluation unit (AE),
- the propagation time difference between the two signals received in the evaluation
unit (AE) is measured, the propagation time of the signal in the corresponding signal
path (KE) corresponding to the time difference between the point in time at which
the base signal from the resistance matrix (WM) is input to the evaluation unit (AE)
and the point in time at which the calibration signal is input by the signal path
(KE) to be calibrated minus the intrinsic propagation time between the distributor
unit (VN) and the calibration line circuit-breaker (KLS).
1. Procédé de calibrage des branches de signal (KE) de systèmes d'antennes, lesquels
se trouvent éloignés des appareils de mesure et de calibrage, au moyen de signaux
de calibrage générés, caractérisé en ce qu'un signal de base est généré dans un arrangement (FF, MUX) de génération de signal
comprenant une bascule bistable J/K (FF) et un inverseur multiple (MUX) et ce signal
de base est acheminé sur des lignes de distribution de signal (KL) qui lui sont respectivement
affectées à une unité de distribution (VN) en vue de distribuer le signal de base
à des circuits amplificateurs (VS), et en ce qu'à la sortie des circuits amplificateurs (VS) est à chaque fois généré un signal de
calibrage en amplifiant le signal de base au sein de limites supérieures et inférieures
définies d'un signal de référence, puis acheminé au point d'injection respectif, associé
à un circuit amplificateur (VS), de la branche de signal (KE) à calibrer.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le circuit amplificateur (VS) comprend un commutateur de ligne de calibrage (KLS)
qui est branché directement avant l'amplificateur de sortie (AT), le commutateur de
ligne de calibrage (KLS) pouvant être commuté entre un état passant et un état de
réflexion du signal et, dans l'état de réflexion du signal, le temps de propagation
du signal de base sur les lignes de distribution de signal (KL) est mesuré avec une
unité d'interprétation (AE) qui est reliée avec une matrice de résistances (WM) branchée
dans la ligne de distribution de signal (KL) correspondante entre le circuit amplificateur
(VS) et l'unité de distribution (VN).
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un ou plusieurs amplificateurs supplémentaires (W) sont branchés en amont de l'amplificateur
de sortie (AT) pour améliorer la pente des fronts du signal de calibrage.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que la largeur de bande de haute fréquence des amplificateurs supplémentaires (W) branchés
en amont est inférieure ou égale à celle de l'amplificateur de sortie (AT).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le signal de base est une rafale d'impulsions.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un signal bas est généré pour déterminer la limite d'amplitude inférieure, lequel
est acheminé aux circuits amplificateurs (VS) par le biais de l'unité de distribution
(VN) et des lignes de distribution de signal (KL), et en ce qu'à la sortie des circuits amplificateurs (VS), dont les commutateurs de ligne de calibrage
(KLS) sont dans l'état passant, une tension de sortie pour le signal bas correspondant
est mesurée.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'un signal haut est généré pour déterminer la limite d'amplitude supérieure, lequel
est acheminé aux circuits amplificateurs (VS) par le biais de l'unité de distribution
(VN) et des lignes de distribution de signal (KL), et en ce qu'à la sortie des circuits amplificateurs (VS), dont les commutateurs de ligne de calibrage
(KLS) sont dans l'état passant, une tension de sortie pour le signal haut correspondant
est mesurée.
8. Procédé selon les revendications 6 et 7,
caractérisé en ce que la puissance de sortie dépendante de la fréquence d'un signal de base à la sortie
du circuit amplificateur (VS) est calculée de la manière suivante :

où :
UHaut désigne la tension de sortie du signal haut
UBas désigne la tension de sortie du signal bas
IMP désigne l'impédance des lignes de signal (KL) en ohms
9. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce que l'amplitude d'un signal dans une branche de signal (KE) est calibrée de la manière
suivante :
- le commutateur de ligne de calibrage (KLS) du circuit amplificateur (VS) correspondant
est basculé en l'état passant,
- un signal de base est acheminé par le biais du circuit amplificateur (VS) correspondant
et de la branche de signal (KE) à calibrer et la puissance du signal correspondant
est mesurée sur l'unité d'interprétation (AE) reliée avec la sortie de la branche
de signal (KE) à calibrer,
- le rapport entre la puissance de sortie du circuit amplificateur (VS) et la puissance
mesurée à la sortie de la branche de signal (KE) est déterminé.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le temps de propagation propre du signal de base entre l'unité de distribution (VN)
et le circuit amplificateur (VS) est mesuré comme suait :
- le commutateur de ligne de calibrage (KLS) du circuit amplificateur (VS) à mesurer
est basculé dans un état de réflexion du signal,
- un signal de base est acheminé simultanément à l'unité d'interprétation (AE) reliée
à la matrice de résistances (WM) par le biais de l'unité de distribution (VN) et au
circuit amplificateur (VS) par le biais de la ligne de distribution de signal (KL),
la matrice de résistances (WM) retransmettant à l'unité d'interprétation (AE) le signal
réfléchi par le commutateur de ligne de calibrage (KLS),
- la différence de temps de propagation entre les deux signaux reçus dans l'unité
d'interprétation (AE) est mesurée, laquelle correspond au double du temps de propagation
entre l'unité de distribution (VN) et le commutateur de ligne de calibrage (KLS).
11. Procédé selon la revendication 10,
caractérisé en ce que le temps de propagation d'un signal dans la branche de signal à calibrer est mesuré
comme suait :
- le commutateur de ligne de calibrage (KLS) du circuit amplificateur (VS) correspondant
est basculé dans l'état passant,
- un signal de base est acheminé simultanément à l'unité d'interprétation par le biais
de l'unité de distribution (VN) et au point d'injection de la branche de signal (KE)
à calibrer par le biais des lignes de distribution de signal (KL) et du circuit amplificateur
(VS), la sortie de la branche de signal (KE) à calibrer étant reliée avec l'unité
d'interprétation (AE),
- la différence de temps de propagation entre les deux signaux reçus dans l'unité
d'interprétation (AE) est mesurée, le temps de propagation du signal dans la branche
de signal (KE) correspondante correspondant à la différence dans le temps entre l'instant
de l'entrée du signal de base provenant de la matrice de résistances (WM) dans l'unité
d'interprétation (AE) et l'instant de l'entrée du signal de calibrage à travers la
branche de signal (KE) à calibrer, moins le temps de propagation propre entre l'unité
de distribution (VN) et le commutateur de ligne de calibrage (KLS).
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