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EP 1 439 617 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.06.2007 Patentblatt 2007/23 |
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Anmeldetag: 19.12.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Steckvorrichtung zur Erhöhung der ESD-Festigkeit
Plug connection for increasing ESD regidity
Connexion à fiche pour augmenter la resistance ESD
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
18.01.2003 DE 10301727
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.07.2004 Patentblatt 2004/30 |
| (73) |
Patentinhaber: AUDI AG |
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85045 Ingolstadt (DE) |
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Erfinder: |
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- Sajadatz, Axel, Dr.
85051 Ingolstadt (DE)
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| (74) |
Vertreter: Thielmann, Frank |
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AUDI AG,
Patentabteilung I/EK-7 85045 Ingolstadt 85045 Ingolstadt (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 909 912
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US-A- 5 674 083
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steckvorrichtung für Kraftfahrzeuge zum Herstellen
einer Vielzahl von elektrischen Kontakten beim Verbinden mit einer geeigneten Gegensteckvorrichtung
mit einer Vielzahl von Kontakteinrichtungen, die jeweils mit entsprechenden Kontakteinrichtungen
der Gegensteckvorrichtung in einer Steckrichtung verbindbar sind, wobei die Kontakteinrichtungen
eine oder mehrere ESD-Kontakteinrichtungen (elektrostatic discharge) zur Verbindung
mit gegenüber elektrostatischen Entladungen empfindlichen Bauelementen umfassen.
[0002] Steuergeräte besitzen vielfach elektronische Baugruppen, die gegenüber elektrostatischen
Entladungen empfindlich sind. Beispielsweise ist auch ein CAN-Bus gegenüber elektrostatischen
Entladungen sehr empfindlich, so dass die Bus-Pins entsprechend geschützt werden müssen.
[0003] Elektrostatische Entladungen treten beispielsweise beim Einbau von Steuergeräten
oder bei deren Wartungsarbeiten auf, wenn der Monteur entsprechende Steckkontakte
berührt. Aufgrund dieser elektrostatischen Entladungen kann es zu Vorschädigungen
oder Zerstörungen von Baugruppen kommen. Um dies zu vermeiden, werden geeignete Dioden
beziehungsweise Kondensatoren vor die gefährdeten Baugruppen geschaltet. Das Problem
hierbei ist jedoch, dass beim Zusammenschalten von mehreren Modulen mit ESD-Schutz
so große Schutzkapazitäten entstehen können, dass es zu deutlichen Signalverformungen
kommt. Derartige Signalverformungen sind aber nur in einem gewissen Rahmen tolerabel,
weshalb Module mit ESD-Schutz nur beschränkt zusammenschaltbar sind.
[0004] Somit können aufgrund funktioneller Anforderungen, wie z. B. Schaltzeiten, Übertragungsraten
und Flankensteilheiten, nicht alle Ein- und Ausgänge (z. B. CAN- und Diagnose-Pins)
durch Beschaltung mit ESD-Schutzbauelementen ausreichend geschützt werden.
[0005] Darüber hinaus erweist sich als Nachteil konventioneller Steckvorrichtungen, dass
eine ausreichend gute Handhabbarkeit der Steckvorrichtungen nur über Sondermaßnahmen,
z. B. zusätzliche Abdeckungen im Steckbereich oder leitfähige Bodenbeläge erreicht
werden kann. Vielfach hilft man sich auch mit der Tatsache, dass die Wahrscheinlichkeit,
einige wenige ESD-empfindliche Kontakte von z. B. über 100 Kontakten zu berühren,
verhältnismäßig gering ist, so dass keine Sondermaßnahmen vorgenommen werden müssen.
[0006] In diesem Zusammenhang ist aus der Offenlegungsschrift DE 39 09 912 A1 eine vielpolige
Steckvorrichtung bekannt, die zum Verbinden eines an zu steuernde Aggregate eines
Kraftfahrzeugs angeschlossenen Kabelbaums mit einem elektrischen Schaltgerät in Kraftfahrzeugen
dient. Der Steckverbinder der Steckvorrichtung ist dabei mit einer Kurzschlussbrücke
versehen, die am Kontaktträger mit einfachen Mitteln platz- und kostensparend angeordnet
ist. Bei abgezogenem Steckverbinder verhindert die Kurzschlussbrücke durch Kurzschließen
zugeordneter Kontaktteile, dass durch Anschließen von stromführenden Geräten beispielsweise
Prüfgeräten oder durch Berührung oder Werkzeuge eines Monteurs Kontaktpaare durch
elektrostatische Aufladung am Kabelbaum angeschlossene Aggregate in unerwünschter
Weise angetrieben werden können. Die eigens vorgesehene Kurzschlussbrücke, die obendrein
ein bewegliches Teil darstellt, ist jedoch sehr aufwändig und anfällig.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, bei Steckvorrichtungen
einen wirksamen und einfachen ESD-Schutz zu gewährleisten.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Steckvorrichtung für Kraftfahrzeuge
zum Herstellen einer Vielzahl von elektrischen Kontakten beim Verbinden mit einer
geeigneten Gegensteckvorrichtung mit einer Vielzahl von Kontakteinrichtungen, die
jeweils mit entsprechenden Kontakteinrichtungen der Gegensteckvorrichtung in einer
Steckrichtung verbindbar sind, wobei die Kontakteinrichtungen eine oder mehrere ESD-Kontakteinrichtung(en)
zur Verbindung mit gegenüber elektrostatischen Entladungen empfindlichen Bauteilen
umfassen und wobei die eine oder die mehreren ESD-Kontakteinrichtung(en) oder ein
Teil der mehreren ESD-Kontakteinrichtungen gegenüber zumindest einer der übrigen Kontakteinrichtungen
in der Steckrichtung zurückversetzt oder senkrecht zur Steckrichtung versetzt angeordnet
ist/sind.
[0009] In vorteilhafter Weise sind damit diejenigen Kontaktpins, die aufgrund funktioneller
Anforderungen nicht elektronisch schützbar sind, so angeordnet, dass sie nicht berührbar
sind. Nur die ungeschützten Pins können überhaupt oder zumindest in jedem Fall vor
den geschützten Pins berührt werden. Damit ergibt sich ein verhältnismäßig einfacher
und kostengünstiger ESD-Schutz. Auf diese Weise kann die volle Funktionalität von
Baugruppen abgesichert werden. Ferner treten keine ESD-Vorschädigungen auf, die zu
erst später bemerkbaren Ausfällen führen. Außerdem treten bei der erfindungsgemäßen
Steckvorrichtung keine Mehrkosten für ESD-Bauteile oder Arbeitsplatzmaßnahmen beim
Baugruppen- und Fahrzeughersteller sowie in den Kraftfahrzeug-Werkstätten auf.
[0010] Vorzugsweise lässt sich die Erfindung einsetzen beispielsweise bei Steuergeräten
und Kabelbaumsteckern, die Steckerstifte aufweisen. Es lässt sich nämlich hierdurch
vermeiden, dass die nach außen vortretenden, blanken Steckerstifte unbeabsichtigt
berührt werden.
[0011] Das erfindungsgemäße Zurückversetzen der Kontakteinrichtungen kann auch dadurch realisiert
sein, dass die unempfindlichen Kontakte beziehungsweise Pins als Steckerstifte und
die empfindlichen als Steckerbuchsen ausgeführt sind. Auch dadurch ist die Wahrscheinlichkeit
vermindert, dass die empfindlichen Kontakte berührt werden.
[0012] Als besonders empfindlich gegenüber elektrostatischen Entladungen erweisen sich CAN-
und Diagnose-Pins. Daher ist es besonders günstig, gerade diese Pins erfindungsgemäß
zurückzuversetzen oder senkrecht zur Steckrichtung dorthin zu versetzen, wo sie weniger
leicht berührt werden können.
[0013] Es können auch Mischformen von elektrisch und mechanisch geschützten Kontakteinrichtungen
vorgesehen sein. So kann es Vorteile bieten, einen Teil der empfindlichen Kontakteinrichtungen
mechanisch durch Zurückversetzen und andere nicht zurückversetzbare Kontakteinrichtungen
durch elektrische Schutzbauelemente zu schützen. Ferner kann es sinnvoll sein, die
zurückgesetzten oder versetzten ESD-Kontakteinrichtungen nicht nur am Rand der Steckvorrichtung,
sondern auch zwischen anderen Kontakteinrichtungen anzuordnen.
[0014] Die vorliegende Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert,
die eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Steckvorrichtung darstellt.
[0015] Das nachfolgend näher beschriebene Ausführungsbeispiel stellt lediglich eine bevorzugte
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dar.
[0016] In der Figur ist eine Draufsicht auf eine vielpolige Steckvorrichtung 1 und eine
dazu passende Gegensteckvorrichtung 2 dargestellt. Die Steckvorrichtung besitzt eine
Vielzahl von Kontakteinrichtungen, die als Steckerstifte 3 ausgebildet sind. Die Gegensteckvorrichtung
2 besitzt entsprechend angeordnete Steckbuchsen, die in der Figur nicht dargestellt
sind, so dass die Steckvorrichtung 1 und die Gegensteckvorrichtung 2 ineinander in
Steckrichtung S steckbar sind. Die Steckrichtung ist im gesamten Dokument so definiert,
dass die Gegensteckvorrichtung als fest angenommen und die Steckvorrichtung auf die
Gegensteckvorrichtung zubewegt wird.
[0017] Die mittleren drei Kontakteinrichtungen 31 der Steckvorrichtung 1 sind gegenüber
den übrigen Kontakteinrichtungen 3 in Steckrichtung zurückgesetzt. Dies hat offensichtlich
den Vorteil, dass die drei Kontakteinrichtungen 31 gegenüber den Kontakteinrichtungen
3 weniger leicht berührt werden können. In der Figur ist dies durch Funkenentladungen
F angedeutet, die somit nur an exponierten Stellen des Steckverbinders 1 erfolgen.
Vorzugsweise sind dies Gehäuseaußenränder oder die vorstehenden Pins 3.
[0018] Die Kontakteinrichtungen 31 der Steckvorrichtung 1 können zusätzlich auch in der
Zeichnungsebene nach unten oder oben in Abhängigkeit davon versetzt sein, ob eine
mögliche Berührung eher von oben oder von unten stattfinden wird.
1. Steckvorrichtung (1) für Kraftfahrzeuge zum Herstellen einer Vielzahl von elektrischen
Kontakten beim Verbinden mit einer geeigneten Gegensteckvorrichtung (2) mit
einer Vielzahl von Kontakteinrichtungen (3), die jeweils mit entsprechenden Kontakteinrichtungen
der Gegensteckvorrichtung (2) in einer Steckrichtung (S) verbindbar sind, wobei die
Kontakteinrichtungen (3) eine oder mehrere ESD-Kontakteinrichtung(en) (31) zur Verbindung
mit gegenüber elektrostatischen Entladungen empfindlichen Bauteilen umfassen
dadurch gekennzeichnet, dass
die eine oder die mehreren ESD-Kontakteinrichtung(en) (31) oder ein Teil der mehreren
ESD-Kontakteinrichtungen (31) gegenüber zumindest einer der übrigen Kontakteinrichtungen
(3) in der Steckrichtung (S) zurückversetzt oder senkrecht zur Steckrichtung versetzt
angeordnet ist/sind.
2. Steckvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Kontakteinrichtungen (3) Steckerstifte
umfassen.
3. Steckvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die ESD-Kontakteinrichtungen (31) Steckerbuchsen
und die übrigen Kontakteinrichtungen (3) Steckerstifte sind.
4. Steckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die ESD-Kontakteinrichtungen
(31) als CAN- oder Diagnose-Pins verwendbar sind.
5. Steckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die nicht zurückversetzt
angeordneten ESD-Kontakteinrichtungen oder ein Teil davon jeweils mit ESD-Schutzbauelernenten
geschützt sind.
6. Steckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die eine oder die mehreren
ESD-Kontakteinrichtung(en) (31) zwischen den anderen Kontakteinrichtungen (3) angeordnet
ist/sind.
7. Kraftfahrzeugsteuergerät mit einer Steckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
6.
1. Plug connector (1) for motor vehicles for establishing a multiplicity of electrical
contacts upon connection to a suitable counter-connector (2), comprising a multiplicity
of contact devices (3) which are each connectable to corresponding contact devices
of the counter-connector (2) in a plug-in direction (S), the contact devices (3) including
one or more ESD contact devices (31) for connection to components sensitive with respect
to electrostatic discharges, characterised in that the one or more ESD contact devices (31) or some of the plurality of ESD contact
devices (31) is/are set back in the plug-in direction (S) with respect to at least
one of the other contact devices (3) or is/are offset perpendicularly to the plug-in
direction.
2. Plug connector according to claim 1, wherein the contact devices (3) include connector
pins.
3. Plug connector according to claim 1 or 2, wherein the ESD contact devices (31) are
connector sockets and the other contact devices (3) are connector pins.
4. Plug connector according to any one of claims 1 to 3, wherein the ESD contact devices
(31) can be used as CAN or diagnostics pins.
5. Plug connector according to any one of claims 1 to 4, wherein some or all of the ESD
contact devices which are not set back are each protected with ESD protection elements.
6. Plug connector according to any one of claims 1 to 5, wherein the one or more ESD
contact devices (31) is/are arranged between the other contact devices (3).
7. Automotive control unit including a plug connector according to any one of claims
1 to 6.
1. Dispositif de connexion à fiches (1) pour des véhicules automobiles pour la production
d'une multitude de contacts électriques lors du raccordement à un dispositif complémentaire
de connexion à fiches (2) avec
une multitude de dispositifs de contact (3) raccordables respectivement aux dispositifs
de contact correspondants du dispositif complémentaire de connexion à fiches (2) dans
le sens de connexion (S), les dispositifs de contact (3) comprenant un ou plusieurs
dispositifs de contact ESD (31) pour un raccord avec des éléments de construction
sensibles aux décharges électrostatiques
caractérisé en ce que
le ou plusieurs dispositifs de contact ESD (31) ou une partie des multiples dispositifs
de contact ESD (31) sont en retrait par rapport à au moins l'un des dispositifs restants
de contact (3) dans le sens de connexion (S) ou est (sont) disposé (e) (s) déplacé
(e) (s) verticalement par rapport au sens de connexion.
2. Dispositif de connexion à fiches selon la revendication 1, les dispositifs de contact
(3) englobant des contacts mâles.
3. Dispositif de connexion à fiches selon la revendication 1 ou 2, les dispositifs de
contact ESD (31) étant des connecteurs femelles et les dispositifs restants de contact
(3) des contacts mâles.
4. Dispositif de connexion à fiches selon l'une des revendications 1 à 3, les dispositifs
de contact ESD (31) étant utilisables comme broches CAN ou broches de diagnostic.
5. Dispositif de connexion à fiches selon l'une des revendications 1 à 4, les dispositifs
de contact ESD qui ne sont pas disposés en retrait ou une partie de ces derniers étant
respectivement protégés par des composants de protection ESD.
6. Dispositif de connexion à fiches selon l'une des revendications 1 à 5, un ou plusieurs
des dispositifs de contact ESD (31) étant disposé(s) entre les autres dispositifs
de contact (3).
7. Appareil de commande d'un véhicule automobile avec un dispositif de connexion à fiches
selon l'une des revendications 1 à 6.
