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EP 1 439 808 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.03.2006 Patentblatt 2006/10 |
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Anmeldetag: 05.10.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2002/003775 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/039430 (15.05.2003 Gazette 2003/20) |
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GEHWAGEN, AUCH ROLLATOR GENANNT, MIT SCHWENKBAREM VORDERRAHMEN
WALKING AID, ALSO CALLED A ROLLATOR, COMPRISING A PIVOTAL FRONT FRAME
APPAREIL D'AIDE A LA MARCHE, AUSSI APPELE DEAMBULATEUR, A CADRE AVANT PIVOTANT
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR |
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Priorität: |
31.10.2001 DE 10153214
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.07.2004 Patentblatt 2004/31 |
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Patentinhaber: |
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- Zimmermann, Petra
49076 Osnabrück (DE)
- Artkamp, Heiner
48336 Füchtorf (DE)
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Erfinder: |
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- Zimmermann, Petra
49076 Osnabrück (DE)
- Artkamp, Heiner
48336 Füchtorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Brandt, Detlef |
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Meisenstrasse 96 33607 Bielefeld 33607 Bielefeld (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-U- 9 005 744 US-A- 2 656 874
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FR-A- 2 796 027 US-A- 2 738 830
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Gehwagen, auch Rollator genannt, nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
[0002] Derartige Rollatoren mit schwenkbarem Vorderrahmen dienen als Gehhilfe für ältere
oder gehbehinderte Menschen. Nach dem Stand der Technik (Fig. 1) lässt sich ein Gehwagen
zum vereinfachten Transport zwar zusammenklappen, aus Gründen der Kipp- und Standsicherheit
ist dessen Rahmen bei Gebrauch jedoch auseinander zu klappen und festzustellen. Eine
derartige Lösung geht beispielsweise aus der DE 90 05 744 U1 hervor. Dieser Gehwagen
lässt sich bei angezogener Handbremse (1), die auf die Hinterräder wirkt, zwar um
eine Achse (8) der Hinterräder (7) drehen (Fig.2), so dass die Vorderräder (6) vom
Untergrund abheben, wenn er entgegen der vorwärts gerichteten Laufrichtung an den
Haltegriffen (2) zurückgezogen wird. Jedoch lässt sich damit ein Hindernis (5) nicht
überwinden, da eine Vorwärtsbewegung in Laufrichtung bei angezogener Hinterradbremse
(1) ausgeschlossen ist. Wird die Bremse gelöst, rollt der Gehwagen gegen die Laufrichtung
zurück, bis alle Räder das ursprüngliche Niveau erreicht haben. Will man mit dem Gehwagen
nach dem Stand der Technik ein Hindernis wie z.B. eine Bordsteinkante überwinden,
ist er anzuheben und über das Hindernis zu tragen.
[0003] Erstrebt ist ein Gehwagen, der bei entsprechender Kipp- und Standsicherheit das Überwinden
von Hindernissen, wie zum Beispiel Bordsteinkanten, erleichtert und unterstützt.
[0004] Die Erfindung zur Lösung dieser Aufgabe nach Anspruch 1 betrifft einen Gehwagen mit
schwenkbarem Vorderrahmen (Fig.3-5). Wird der Gehwagen mit seinen Vorderrädern (6)
gegen ein Hindernis (5), zum Beispiel eine Bordsteinkante, geführt, blockieren die
Vorderräder (6) und der Vorderrahmen (3) schwenkt im Drehpunkt (9) gegen die Laufrichtung
auf den Hinterrahmen (4) ein und staucht dabei ein oder mehrere Federelemente (10),
zum Beispiel Gasdruckstoßdämpfer oder hydraulische Stoßdämpfer (Fig.4). Die hierin
gespeicherte Energie in Form einer gestauchten Feder oder verdichteten Gases wirkt
dem Einschwenken entgegen und drückt den Vorderrahmen (3) in Laufrichtung zurück (Fig.5),
wenn der Gehwagen am Haltegriff (2) nach hinten gezogen die Vorderräder (6) nach vorne
frei gibt.
[0005] Nach der Erfindung schwenkt der Vorderrahmen (3) in Laufrichtung aus. Die Handbremse
(1) blockiert währenddessen die Hinterräder (7). Der Gehwagen wird um die Achse der
Hinterräder (8) gedreht, die Vorderräder (6) aufgestellt, die Bremse (1) gelöst und
die Hinterräder (7) an das Hindernis (5) herangerollt und auf die Ebene der Vorderräder
(6) gehebelt.
[0006] Dabei löst sich die Erfindung sowohl von der Frage, durch welche technische Einrichtung
beim Einschwenken des Vorderrahmens Energie aufgenommen und gespeichert wird, um das
anschließende Ausschwenken des Vorderrahmens in Laufrichtung zu bewirken, als auch
deren Anordnung sowie die Anordnung des Drehpunktes des Vorderrahmens.
[0007] In den Figuren 3-5 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
[0008] Der Vorderrahmen (3) ist um eine Achse im Drehpunkt (9) beweglich angeordnet. Der
Gehwagen (Fig. 3) wird gegen ein Hindernis (5) geschoben, wobei der Vorderrahmen (3)
um den Drehpunkt (9) gegen die Laufrichtung auf den Hinterrahmen (4) einschwenkt (Fig.
4) und hierbei auf das Federelement (10) wirkt. Über die Hinterradbremse (1) wird
der Gehwagen festgestellt und anschließend an den Griffen (2) nach hinten gezogen.
Dadurch dreht sich der Gehwagen um die Achse der Hinterräder (8), die Vorderräder
(6) heben sich vom Boden ab (Fig. 5). Nach Überwindung des Hindernisses (5) schwenkt
der Vorderrahmen (3) mit Hilfe der im Stoßdämpfer (10) gespeicherten Energie in Laufrichtung
aus. Die Vorderräder (6) werden auf Höhe des zu überwindenden Hindernisses (5) abgestellt.
Danach wird die Bremse (1) gelöst, die Hinterräder (7) an das Hindernis (5) herangerollt
und auf die Höhe der Vorderräder (6) gehebelt.
1. Gehwagen mit einem Hinterrahmen (4) und einem Vorderrahmen (3), der um einen Drehpunkt
(9) auf den Hinterrahmen (4) zu einschwenkbar ausgeführt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
in oder mehrere Federelemente (10) vorgesehen sind, so dass der Vorderrahmen (3) des
Gehwagens bei Blockade der Vorderräder (6) um einen Drehpunkt (9) entgegen der Laufrichtung
auf den Hinterrahmen (4) zu einschwenkt und dabei das eine oder mehrere Hinterrahmen
(4) zu einschwenkt und dabei eine oder mehrere Federelemente (10) staucht, die den
Vorderrahmen (3) nach Überwindung der Blockade in Laufrichtung zurückdrücken.
2. Gehwagen, nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Federelemente (10) Gasdruckstoßdämpfer oder hydraulische Stoßdämpfer sind.
1. Walking frame with a rear frame (4) and a front frame (3) designed to be pivoted inwards
about a pivot point (9) onto the rear frame (4),
characterised in that
one or more spring elements (10) are provided so that the front frame (3) of the walking
frame pivots inwards about a pivot point (9) away from the walking direction onto
the rear frame (4) when the front wheels (6) encounter a blockade, causing compression
of the one or more spring elements (10) which force the front frame (3) back in the
walking direction once the blockade has been overcome.
2. Walking frame as claimed in claim 1,
characterised in that
the spring elements (10) are gas pressure shock absorbers or hydraulic shock absorbers.
1. Déambulateur muni d'un cadre arrière (4) et d'un cadre avant (3) réalisé oscillant
autour d'un centre de rotation (9) en direction du cadre arrière (4),
caractérisé en ce qu'un ou plusieurs élément (s) ressort(s) (10) est/sont prévu(s), de manière telle qu'en
cas de blocage des roues avant (6), le cadre avant (3) du déambulateur bascule autour
d'un centre de rotation (9), dans la direction opposée au sens de la marche, en direction
du cadre arrière (4) et, en le faisant, comprime ledit/lesdits un ou plusieurs élément(s)
ressort(s) (10) qui, après le franchissement du blocage, repousse(nt) le cadre avant
(3) en sens inverse, dans le sens de la marche.
2. Déambulateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments ressorts (10) sont des vérins amortisseurs à gaz ou des amortisseurs
hydrauliques.