[0001] Die Erfindung betrifft einen Mehrschichtenkörper als Mehrschichtenfolie, vorzugsweise
Transferfolie oder Laminierfolie, oder als Schichtenverbund laminiert aus mindestens
einer Overlayfolie und Inlet ausgebildet, mit einer lasersensitives Material aufweisenden
ersten Schicht, und einer lasersensitives Material aufweisenden zweiten Schicht, die
zumindest bereichsweise einander überlappend angeordnet sind. Die Erfindung betrifft
ferner ein Verfahren zur Herstellung eines Mehrschichtenbildes in einem solchen Mehrschichtenkörper.
[0002] Mehrschichtkörper der eingangs genannten Art sind aus der
US 4,523,777 bekannt. Hier ist eine Ausweiskarte als Mehrschichtkörper beschrieben, welche übereinander
angeordnete Farbschichten unterschiedlicher Farbe aufweist, die mittels Laserbestrahlung
selektiv entfernt oder farblich verändert werden.
[0003] EP 0 327 508 A1 beschreibt ein Verfahren zur Laserbeschriftung von organischem Material, das mindestens
einen strahlungsempfindlichen, ausbleichbaren Zusatzstoff und mindestens eine weniger
strahlungsempfindliche, nicht verfärbbare Verbindung aufweist.
[0004] Es sind weitere Körper bekannt, die aus lasersensitivem Material bestehen. Zum Beispiel
aus der
WO 96/35585 sind verschiedene Ausführungen von Kunststoffkörpern bekannt und zwar als massiver
Körper oder Beschichtung ausgebildet, die jeweils ein Gemisch aus verschiedenen Pigmenten
enthalten. Durch Laserbehandlung erfolgt eine Farbmarkierung auf dem Kunststoffkörper
bzw. in der Beschichtung.
In der
WO 98/19868 ist ein Verfahren beschrieben, daß mit speziellen Gelb-, Magenta- und Cyanpigmenten
arbeitet, die in einem ersten Schritt über UV-Licht aktivierbar sind und erst in einem
nachfolgenden zweiten Schritt gebleicht werden.
[0005] In der
DE 199 55 338 ist ebenfalls ein Verfahren zur Erzeugung von Farbmarkierungen durch Laserbehandlung
bei Einsatz eines Gemischs aus Cyanpigment, Magentapigment und Gelbpigment bekannt,
wobei diese Pigmente durch rotes Laserlicht, grünes Laserlicht und blaues Laserlicht
selektiv gebleicht werden. Dieses Verfahren ist für den Einsatz eines Kunststoffkörpers
beschrieben, der aus einem Material mit der betreffenden Pigmentmischung hergestellt
ist.
[0006] Aus der
WO 94/12352 ist es ebenfalls bekannt, auf einen Kunststoffkörper, der eine Pigmentmischung enthält
und als massiver Körper und als Beschichtung ausgebildet sein kann, durch Laserbehandlung
mit unterschiedlicher Wellenlänge bunte Farbmarkierungen zu erzeugen. Die Farbbildung
erfolgt dadurch, daß die Pigmente bei der Laserbehandlung ihre Farbe durch Farbumschlag
ändern. Aus der
EP 0 327 508 ist ein Verfahren bekannt, bei dem ein laserempfindlicher Farbstoff A und ein laserunempfindlicher
Farbstoff B in zwei separaten übereinanderliegenden Schichten oder alternativ in einer
gemeinsamen Schicht enthalten sind und durch Laserbehandlung der Farbstoff A gebleicht
wird. Mit der Laserbehandlung wird damit eine Farbmarkierung erhalten, die jedoch
nur eine Farbveränderung des Farbstoffs A beinhaltet, um also das lediglich ein maximal
Zweifarbenbild erhalten wird.
[0007] Aus der
EP 0 190 997 B1 ist ein Verfahren bekannt, bei dem in einer als Überzug eines Metallplättchens ausgebildeten
Kunststoffschicht oder in einer Kunststoffplatte ein Zusatz enthalten ist, der sich
bei Laserbehandlung verfärben soll und zwar entweder durch Farbumschlag von einer
Farbe in eine andere oder Umwandlung in Schwarz.
[0008] Aus der
DE 37 38 330 A1 ist ein Laserbeschriftungsverfahren zur Anwendung bei Oberflächenpigmentüberzug bekannt,
wobei Pigmente des Pigmentüberzugs bei unterschiedlichen Temperaturen ihren inneren
Molekularaufbau ändern und unterschiedlichen Farben liefern. Mit der Lasereinstrahlung
werden lokal die spezifischen Oberflächentemperaturen erzielt, wodurch farbige Lasermarkierungen
erhalten werden.
[0009] Die
GB 2 240 948 A beschreibt ebenfalls das Laserbeschriften von Ausweiskarten. Die Laserbeschriftung
erfolgt hier durch Abtragen unterschiedlicher Farbschichten. Die dabei erhaltene Lasermarkierung
erscheint als farbige Markierung.
[0010] Die
DE 41 31 964 A1 beschreibt Laserbeschriftungen einer Mehrschichtenfolie mit Metallschicht und Hologrammstruktur.
Das Beschriften erfolgt durch bereichsweise Zerstörung der das Hologramm tragenden
Metallschicht.
[0011] Aus der
EP 0 420 261 ist eine Heißprägefolie mit Hologrammstruktur bekannt, die über Laserbehandlung zwecks
Fälschungssicherheit individualisiert wird. Es erfolgt mittels des Laserstrahls eine
Material- oder Farbänderung oder eine Entfernung von Teilbereichen im Schichtenaufbau
der Folie.
[0012] EP 0 219 011 B1 beschreibt ein spezielles Verfahren zur Laserbeschriftung von Ausweiskarten. Bei
diesem Verfahren werden in verschiedenen transparenten Schichten der Karte mittels
des Lasers schwarze Markierungen eingebracht. In den miteinander zusammenwirkenden
transparenten Schichten werden auf diese Weise paralaxe Bilder erhalten.
[0013] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Mehrschichtenkörper zu schaffen,
der durch Laserbehandlung besonders hohe Fälschungssicherheit gewährleistet und besondere
laserinduzierte Markierungen ermöglicht. Aufgabe der Erfindung ist es auch ein Verfahren
zu schaffen zur Erzeugung neuartiger komplexer laserinduzierter Markierungen.
[0014] Die Erfindung löst die Aufgabe mit dem Mehrschichtenkörper gemäß Anspruch 1 und dem
Verfahren zur Herstellung eines laserinduzierten Mehrschichtenbildes in einem solchen
Mehrschichtenkörper gemäß dem Verfahrensanspruch 9.
[0015] Dadurch, daß der Mehrschichtenkörper eine erste lasersensitive Schicht und eine zweite
lasersensitive Schicht aufweist, in denen unterschiedlich ausgebildete laserinduzierte
Bildbestandteile erzeugbar sind, wird die Möglichkeit geschaffen, ein komplex zusammengesetztes
laserinduziertes Mehrschichtenbild zu erzeugen. In der lasersensitiven Schicht mit
dem lasersensitiven Farbmittel wird es möglich, einen bunten laserinduzierten Bildbestandteil
zu erzeugen, der bei Einsatz eines entsprechenden lasersensitiven Farbmittelgemischs
aus zwei oder drei bleichbaren Farbmittelkomponenten als Vielfarbenbild bzw. Vollfarbenbild
ausgestaltet werden kann. In der anderen lasersensitiven Schicht kann ein anderes
lasersensitives Material eingesetzt werden, d.h. ein anderes Farbmittelgemisch oder
auch ein Kohlenstoff oder Ruß dotiertes Material, in welchem bei der Laserbehandlung
eine andere Farbmarkierung, vorzugsweise mehrfarbiges Farbbild bzw. eine Schwarzmarkierung,
vorzugsweise ein Graustufenbild erzeugbar ist.
[0016] Die verschiedenen lasersensitiven Schichten können mehr oder weniger vorzugsweise
nur bereichsweise überlappend übereinander angeordnet sein und mehr oder weniger ggf.
nur bereichsweise transparent ausgebildet sein. Bei jeweils spezifischer Steuerung
der Laserbehandlung der verschiedenen lasersensitiven Schichten können spezifische
unterschiedliche Bildbestandteile laserinduziert erzeugt werden, die zu einem beliebig
komplexen Mehrschichtenbild zusammenwirken können.
[0017] Mehrschichtenbilder mit besonders interessanten optischen Effekten werden möglich,
wenn zusätzlich zu den mehreren lasersensitiven Schichten in dem Schichtenaufbau auch
Diffraktions- und/oder Hologrammstrukturen enthalten sind, die z.B. in unterschiedlichen
Betrachtungswinkeln unterschiedliche optische Effekte in Verbindung mit den in den
verschiedenen Schichten angeordneten unterschiedlichen laserinduzierten Bildbestandteilen
ergeben.
[0018] Im nachfolgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die
beigefügten Figuren näher erläutert.
[0019] Um möglichst selektiv in den einzelnen lasersensitiven Schichten bei der Laserbestrahlung
die gewünschte laserinduzierte Markierung herstellen zu können, können die lasersensitiven
Schichten so ausgebildet werden, daß sie nur unter bestimmten Laserbedingungen sensitiv
sind, z.B. nur bei bestimmter Laserwellenlänge oder Einstrahlwinkel. Es ist erfindungsgemäß
eine spezielle Hintergrundschicht als Zwischenschicht zwischen den lasersensitiven
Schichten angeordnet, die in Art einer Sperrschicht wirkt für bestimmte Lasereinstrahlung,
z.B. abhängig von der Laserwellenlänge, dem Einstrahlwinkel usw. Diese als Sperrschicht
wirkende Hintergrundschicht kann bei bevorzugten Ausführungen auch nur bereichsweise
ausgebildet sein, d.h. nur unter einem Teilbereich der darüber angeordneten lasersensitiven
Schicht, vorzugsweise lediglich in einem Bereich, der unter der laserinduzierten Markierung
liegt. Über nur bereichsweise Anordnung solcher Sperr- und Zwischenschichten können
auch spezielle weitere Effekte erhalten werden, nämlich daß z.B. bei der Laserbestrahlung
in Bereichen mit Zwischenschicht lediglich in der oberen lasersensitiven Schicht eine
laserinduzierte Markierung und in Bereichen ohne Zwischenschicht in beiden lasersensitiven
Schichten sodann übereinander liegende unterschiedliche laserinduzierte Markierungen
als kombinierte Markierungen erhalten werden. Besonders interessante optische Effekte
werden erhalten, wenn die lasersensitiven Materialien der Schichten unterschiedlich
sind, so daß z.B. in der einen Schicht eine Farbmarkierung und in der anderen Schicht
eine Schwarzmarkierung, vorzugsweise Graustufenbild erzeugt wird.
Es zeigen:
[0020]
- Fig. 1
- eine Schnittansicht eines Ausführungsbeispiels einer Transferfolie mit zwei lasersensitiven
Schichten;
- Fig. 2
- eine Schnittansicht eines Ausführungsbeispiels einer Laminierfolie mit entsprechendem
Aufbau wie die Transferfolie in Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Schnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Transferfolie mit zwei
lasersensitiven Schichten mit abgewandelter Schichtenfolge;
- Fig. 4
- eine Explosionsdarstellung eines laminierten Körpers aus mehreren Overlayfolien und
Inlets, wobei ebenfalls zwei lasersensitive Schichten vorhanden sind;
- Fig. 5
- eine Schnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels;
- Fig. 6
- eine Schnittansicht des Ausführungsbeispiels in Fig. 5 zur Veranschaulichung der Laserbehandlung;
- Fig. 7
- eine Draufansicht auf ein laserinduziertes Bild des Ausführungsbeispiels in Fig. 5
und 6.
[0021] Bei der in Fig. 1 dargestellten Heißprägefolie handelt es sich um einen Mehrschichtenkörper
mit zwei lasersensitiven Schichten 4, die beiderseits einer Reflexionsschicht 5r ausgebildet
sind. Durch Laserbehandlung dieses Mehrschichtenkörpers können unterschiedliche laserinduzierte
Markierungen in den lasersensitiven Schichten eingebracht werden, so daß ein zusammengesetztes
laserinduziertes Mehrschichtenbild erzeugt wird. Entsprechendes gilt für die in Fig.
2 dargestellte Laminierfolie, die in ihrem Schichtenaufbau der Transferfolie in Fig.
1 entspricht. Und auch entsprechendes gilt für die in Fig. 3 dargestellte Heißprägefolie,
die abgewandelten Schichtenaufbau, jedoch ebenfalls zwei lasersensitive Schichten
4, 4a aufweist. Auch der in Fig. 4 dargestellte laminierte Körper weist zwei lasersensitive
Schichten auf, nämlich die Schicht 4, die an der Unterseite der oberen Overlayfolie
30 in einer dort aufgebrachten Heißprägefolie angeordnet ist und die Schicht 32, die
als separate dotierte Overlayfolie ausgebildet ist.
[0022] Im folgenden wird der Aufbau der einzelnen Mehrschichtenkörper in Verbindung mit
den Figuren im Detail beschrieben und auch die Laserbehandlung, mit der ein als Vollfarbenbild
ausgebildeter laserinduzierter Bildbestandteil erzeugbar ist. Ferner wird das Verfahren
beschrieben, wie bei einer anderen lasersensitiven Schicht ein Graustufenbild als
laserinduzierter Bildbestandteil erzeugbar ist.
[0023] Bei der Folie in Fig. 1 liegen die Schichten in folgender Reihenfolge:
[0024] Trägerschicht 1, Ablöseschicht 2, Schutzschicht 3, lasersensitive Schicht 4, Reflexionsschicht
5r, lasersensitive Schicht 4, zusätzliche Lackschicht 5 und Kleberschicht 6. Die beiderseits
zur Reflexionsschicht 5r ausgebildeten lasersensitiven Schichten 4 können identisch
ausgebildet sein, d.h. die Reflexionsschicht ist dann in dieser lasersensitiven Gesamtschicht
angeordnet. Die lasersensitiven Schichten können jedoch auch unterschiedlich ausgebildet
sein. In einander angrenzenden Bereichen der lasersensitiven Schicht 4 und der Reflexionsschicht
5r ist eine Diffraktionsstruktur 5b ausgebildet. Alternativ kann die Struktur 5b auch
als Hologrammstruktur ausgebildet sein. Erhöhte Fälschungssicherheit ergibt sich bei
dem Ausführungsbeispiel dadurch, daß zwei lasersensitive Schichten an die Diffraktions-
bzw. Hologrammstruktur angrenzen, die gleich oder verschieden ausgebildet sein können.
Die Lackschicht 5, die optional ist, ist hierbei als transparente Schicht bzw. als
helle Backupschicht ausgebildet. Alternativ können auch die Lackschicht 5 und die
Kleberschicht 6 entfallen und die in Fig. 1 unter der Reflexionsschicht 5r dargestellte
zweite lasersensitive Schicht 4 als lasersensitive Kleberschicht ausgebildet sein.
[0025] Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Laminierfolie mit einer Reihenfolge der
Schichten entsprechend dem Aufbau der Heißprägefolie. Sie umfaßt eine sogenannte Overlayfolie
30, eine lasersensitive Schicht 40, eine Hintergrundschicht bildende Zwischenschicht
50, die optional ist und eine Kleberschicht 60, die ebenfalls optional ist. Die lasersensitive
Schicht 40 ist in entsprechender Weise wie die lasersensitive Schicht 4 beiderseits
der Reflexionsschicht 50r angeordnet, wobei in entsprechender Weise wie bei Fig. 1
vorgesehen ist, daß die beiden lasersensitiven Schichten unterschiedlich oder gleich
ausgebildet sind. In entsprechender Weise wie bei der Heißprägefolie in Fig. 1 ist
auch bei der Laminierfolie in Fig. 2 eine Diffraktions- und/oder Hologrammstruktur
50b vorgesehen und zwar ebenfalls im Bereich der beiden lasersensitiven Schichten
40 und der dazwischenliegenden Reflexionsschicht 50r.
[0026] Bei der Laserbehandlung der Heißprägefolie in Fig. 1 bzw. Laminierfolie in Fig. 2
werden in den übereinander liegenden lasersensitiven Schichten jeweils laserinduzierte
Bildbestandteile erzeugt, die in unterschiedlichen Schichten vorliegen. Die Laserbehandlung
erfolgt vorzugsweise, nachdem die betreffende Folie auf das Substrat aufgebracht ist,
indem also die auf dem Substrat aufgebrachte Folie von außen her bestrahlt wird. Alternativ
ist es jedoch auch möglich, daß die Folie vor dem Aufbringen laserbehandelt wird.
In diesem Falle kann dann die Laserbestrahlung von unterschiedlichen Seiten der Folie
erfolgen.
[0027] Unterschiedliche laserinduzierte Bildbestandteile in den übereinander liegenden lasersensitiven
Schichten werden dadurch erhalten, daß die lasersensitiven Schichten unterschiedliches
lasersensitives Material aufweisen und somit bei unterschiedlichen materialspezifischen
Laserbedingungen die laserinduzierten Bestandteile in den unterschiedlichen lasersensitiven
Schichten erzeugbar sind. Alternativ ist es aber auch möglich durch Variation des
Einstrahlwinkels lediglich die obere oder die untere lasersensitive Schicht zu behandeln.
Diese Möglichkeit ergibt sich dadurch, daß die Reflexionsschicht 5r für die Laserstrahlung
bei Senkrechteinstrahlung durchlässig ist, jedoch bei Einstrahlung unter einem spitzen
Winkel nicht oder weniger durchlässig ist. Unterschiede ergeben sich auch für die
Durchstrahlung der Diffraktionsstruktur, so daß also durch entsprechende Einstellung
des Einstrahlwinkels der Laserstrahlung die obere lasersensitive Schicht separat behandelt
werden kann, um dort einen spezifischen laserinduzierten Bildbestandteil zu erzeugen,
ohne daß die Strahlung in die untere lasersensitive Schicht gelangt. Auf diese Weise
ist es somit auch möglich, die übereinander liegenden lasersensitiven Schichten separat
zu behandeln, selbst wenn sie aus dem gleichen lasersensitiven Material ausgebildet
sind.
[0028] Bei dem Ausführungsbeispiel der Heißprägefolie in Fig. 3 sind ebenfalls zwei lasersensitive
Schichten 4, 4a vorgesehen. Diese sind jedoch durch eine dazwischen angeordnete Hintergrundschicht
5 voneinander getrennt. Bei der Hintergrundschicht handelt es sich um eine für die
bei der Laserbehandlung eingesetzte Laserstrahlung im hohen Maße reflektierende Schicht.
Die Schicht ist außerdem hinsichtlich des nicht reflektierten Anteils der Laserstrahlung
nicht durchlässig und absorbierend, so daß bei der Laserbehandlung zur Erzeugung der
laserinduzierten Markierung in der oberen lasersensitiven Schicht 4 keine Laserstrahlung
in die darunter liegende lasersensitive Schicht 4a gelangt. Die Hintergrundschicht
5 ist unter der lasersensitiven Schicht 4 ausschließlich in dem Bereich angeordnet,
in dem in der lasersensitiven Schicht 4 ein laserinduzierter Bildbestandteil erzeugt
werden soll. In dem Bereich außerhalb, ist die Hintergrundschicht 5 nicht ausgebildet,
d.h. in diesem Bereich ist ein für die Laserstrahlung durchlässiges Material oder
vorzugsweise das lasersensitive Material der unteren lasersensitiven Schicht 4a angeordnet.
In diesen Bereichen, in denen die Hintergrundschicht also nicht ausgebildet sind,
kann durch Laserbestrahlung der laserinduzierte Bildbestandteil in der unteren lasersensitiven
Schicht 4a erzeugt werden.
[0029] Vorzugsweise sind die beiden lasersensitiven Schichten 4, 4a aus unterschiedlichem
lasersensitiven Material ausgebildet, für die unterschiedliche materialspezifische
Laserbehandlungsbedingungen gelten. Auf diese Weise ist es auch möglich, daß während
der Erzeugung der laserinduzierten Markierung in der unteren lasersensitiven Schicht
4a nicht gleichzeitig eine laserinduzierte Veränderung in der oberen lasersensitiven
Schicht 4 erfolgt.
[0030] Zum Schutz des Substrats vor einfallendem Laserlicht ist an der Unterseite der unteren
lasersensitiven Schicht 4a eine weitere Hintergrundschicht 5a angeordnet. Diese Hintergrundschicht
5a verhindert, daß bei der Laserbehandlung Laserstrahlung bis zum Substrat gelangt.
[0031] Bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 4 handelt es sich um einen aus diversen Overlayfolien
und Inlets laminierten Körper. Die obere Overlayfolie weist an ihrer Unterseite einen
Schichtenaufbau auf, bestehend aus einer Lackschicht 5c, einer Reflexionsschicht 5r,
einer lasersensitiven Schicht 4, einer Hintergrundschicht 5 und einer Klebeschicht
6. In der Lackschicht 5c, der Reflexionsschicht 5r und der lasersensitiven Schicht
4 ist eine Diffraktions- und/oder Hologrammstruktur 5b ausgebildet.
[0032] Diese an der Unterseite der Overlayfolie 30 aufgebrachten Schichten sind Schichten
einer Heißprägefolie, die dort auf der Unterseite der Overlayfolie aufgebracht ist.
Die unter der Overlayfolie 30 angeordnete Overlayfolie 32 ist als lasersensitive Folie
ausgebildet. Sie bildet also eine zweite lasersensitive Schicht. Bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel ist das lasersensitive Material als Kohlenstoff und/oder Ruß dotiertes
Material ausgebildet. Es handelt sich um Material, das bei Lasereinwirkung karbonisiert,
so daß in dieser durch die Overlayfolie 32 gebildeten Schicht ein laserinduzierter
Bildbestandteil durch Schwärzen. Durch Variation der Laserbedingungen, z.B. Variation
der Laserleistung und/oder Laserwellenlänge kann ein Graustufenbild erzeugt werden.
[0033] Unter der dotierten Overlayfolie 32 ist ein Inlet 90 und darunter ein weiteres Inlet
90 angeordnet. Diese Inlets können vorzugsweise aus Papiermaterial, aber auch aus
Kunststoffmaterial, vorzugsweise als Inletfolien ausgebildet sein. Auf der Unterseite
des unteren Inlets 90 ist eine Overlayfolie 30 und auf dieser eine weitere Overlayfolie
30 aufgebracht.
[0034] Die Laserbehandlung zur Erzeugung der unterschiedlichen laserinduzierten Bildbestandteile
in den lasersensitiven Schichten 4 und 32 erfolgt in Ausführungsbeispielen in entsprechender
Weise wie bei den Figuren 1 bis 3.
[0035] Im folgenden wird noch im einzelnen beschrieben, wie in einer lasersensitiven Schicht,
die aus einem Farbmittelgemisch aus drei lasersensitiven Farbmittelkomponenten besteht,
durch laserinduziertes Bleichen ein Vollfarbenbildbestandteil erzeugt werden kann.
Bei dem lasersensitiven Material handelt es sich um ein Dreikomponentengemisch mit
einer Cyanpigmentkomponente, einer Magentapigmentkomponente und einer Gelbpigmentkomponente.
[0036] Beim Bleichen wird in einem ersten Schritt eine blaue oder grüne oder rote Farbmarkierung
erzeugt, indem diese Stelle mit einer bestimmten Laserwellenlänge bestrahlt wird,
mit der eine bestimmte Pigmentkomponente gebleicht wird.
[0037] Um die Farbe Blau zu erzeugen darf nur die Gelbpigmentkomponente gebleicht werden.
Hierfür wird blaues Laserlicht eingesetzt. Für das Bleichen ist eine bestimmte Mindestintensität
erforderlich. Ferner darf eine gewisse Pulsdauer nicht überschritten werden. Um im
ersten Schritt eine grüne Farbmarkierung zu erhalten darf nur die Magentapigmentkomponente
gebleicht werden. Hierfür wird grünes Laserlicht eingesetzt. Um im ersten Schritt
eine rote Farbmarkierung zu erhalten, darf nur die Cyanpigmentkomponente gebleicht
werden. Hierfür wird rotes Laserlicht eingesetzt.
[0038] Um an dieser Stelle eine Farbmarkierung in der Farbe Cyan oder Magenta oder Gelb
zu erzeugen, wird diese Stelle in einem zweiten Schritt laserbehandelt, und zwar mit
einer Laserwellenlänge, mit der eine der an dieser Stelle noch nicht gebleichten Pigmentkomponenten
gebleicht wird. Wenn im ersten Schritt eine blaue Farbmarkierung erzeugt worden ist,
sind an dieser Stelle die Cyanpigmentkomponente und die Magentapigmentkomponente ungebleicht.
Um die Farbe Cyan an dieser Stelle zu erzeugen, muss die MagentaPigmentkomponente
in diesem zweiten Schritt gebleicht werden. Dies erfolgt mit grünem Laserlicht. Es
ergibt sich damit an dieser Stelle eine cyanfarbene Markierung.
[0039] Falls in dem zweiten Schritt anstelle dieser cyanfarbenen Markierung eine magentafarbene
Markierung erhalten werden soll, muss die im ersten Schritt erzeugte blaue Farbmarkierung
mit rotem Laserlicht behandelt werden.
[0040] Dadurch wird das Cyanpigment an dieser Stelle gebleicht, so dass also das Magenta-Pigment
ungebleicht an dieser Stelle verbleibt. Es ergibt sich damit die magentafarbene Markierung
an dieser Stelle.
[0041] In entsprechender Weise lassen sich aus einer im ersten Schritt erzeugten grünen
Farbmarkierung, die aus dort verbliebenem ungebleichten Cyanpigment und Gelbpigment
gebildet wird, eine cyanfarbene Markierung oder eine gelbfarbene Markierung erzeugen,
und zwar durch Behandlung mit blauem Laserlicht bzw. rotem Laserlicht.
[0042] In entsprechender Weise kann eine im ersten Schritt erzeugte rote Farbmarkierung
im zweiten Schritt in eine gelbe oder magentafarbene Markierung umgewandelt werden,
und zwar durch Laserbehandlung im zweiten Schritt mit grünem Laserlicht bzw. blauem
Laserlicht.
[0043] Um an der im ersten und zweiten Schritt behandelten Stelle eine transparente Stelle
zu erhalten, d.h. eine weiße Stelle zu erhalten, wenn die Hintergrundschicht 5 weiß
ist, muss in einem 3. Schritt diese Stelle mit einem Laserstrahl behandelt werden,
dessen Wellenlänge so eingestellt ist, dass die an dieser Stelle nach dem zweiten
Schritt ungebleicht verbliebene Pigmentkomponente gebleicht wird, d.h. die gelbe Farbmarkierung
muss mit blauem Laserlicht, die magentafarbene Markierung mit grünem Licht und die
cyanfarbene Markierung mit rotem Laserlicht gebleicht werden.
[0044] In gleicher Weise werden sodann in der lasersensitiven Schicht 4 weitere benachbarte
Stellen behandelt, um weitere Farbmarkierungen in der Schicht 4 der Prägefolie zu
erzeugen. Auf diese Weise kann ein Vollfarbenbild hergestellt werden.
[0045] Laserbehandlung kann auch eingesetzt werden, um in dem Farbmittel bzw. den Farbmitteln
in der lasersensitiven Schicht durch Farbumschlag Farbmarkierungen bzw. ein Vollfarbenbild
zu erzeugen. Die Laserbehandlung kann in entsprechender Weise mit aufeinanderfolgenden
Verfahrensschritten erfolgen. Als Farbmittel, d.h. farbgebende Substanzen kommen Pigmente
in Frage. Diese sind meist unlöslich und es handelt sich in der Regel um anorganische
Substanzen. Als Farbmittel kommen aber auch meist lösliche, organische Farbmittel
in Frage. Der Farbumschlag erfolgt jeweils bei spezifischen Laserbedingungen, die
bei der Laserbehandlung in den einzelnen Schritten dann angewandt werden.
[0046] In entsprechender Weise kann das beschriebene Bleich- und Farbumwandlungsverfahren
auch eingesetzt werden, wenn das lasersensitive Material nur aus einer oder zwei Farbmittelkomponenten
besteht. Auch können andere Farbmittelkomponenten und auch andere Laserbedingungen,
insbesondere andere Laserwellenlängenbereiche bei der Laserbehandlung eingesetzt werden.
[0047] Die Laserbehandlung erfolgt in der Regel an der auf dem Substrat aufgebrachten Folie.
Sie kann aber alternativ auch vor dem Aufbringen der Folie erfolgen, indem alleine
die Folie bestrahlt wird und zwar insbesondere dann, wenn die Schutzschicht 3 oder
irgendeine andere Schicht z.B. eine Hintergrundschicht 5 als eine für Laserstrahlung
nicht oder nur teilweise transparente Schicht oder eine für Laserstrahlung im bestimmten
Wellenlängenbereich nicht transparente Schicht ausgebildet ist oder eine zusätzliche
UV-absorbierende Schutzschicht vorgesehen ist. Die Laserbehandlung erfolgt dann, vorzugsweise
vor dem Auftragen der Folie, indem der Laserstrahl auf die Rückseite der Folie, d.h.
auf die untere Hintergrundschicht 5 bzw. die Kleberschicht 6 gerichtet wird und somit
die lasersensitive Schicht 4 also von der anderen Seite her behandelt wird, um darin
die Farbmarkierungen in gleicher Weise zu erzeugen. Die Hintergrundschicht 5 und die
Kleberschicht 6 sind bei diesen Anwendungen für die betreffende Laserstrahlung transparent
oder zumindest teiltransparent.
[0048] Die Rezeptur der in den Ausführungsbeispielen verwendeten Schichten lautet wie folgt:
| Ablöseschicht 2 (Trennschicht): |
| Toluol |
99,5 Teile |
| Esterwachs (Tropfpunkt 90°C) |
0,5 Teile |
| Schutzschicht 3 (Schutzlackschicht): |
| Methylethylketon |
61,0 Teile |
| Diaketonalkohol |
9,0 Teile |
| Methylmethacrylat (Tg = 122°C) |
18,0 Teile |
| Polyethylendispersion (23% in Xylol) (Erweichungspunkt 140°C) |
7,5 Teile |
| Hochmolekulares Dispergieradditiv (40%, Aminzahl 20) |
0,5 Teile |
| Extender (Aluminiumsilikat) |
4,0 Teile |
| Lasersensitive Schicht 4 (Erste Farblackschicht): |
| Methylethylketon |
34,0 Teile |
| Toluol |
26,0 Teile |
| Ethylacetat |
13,0 Teile |
| Cellulosenitrat (niedrigviskos, 65% in Alkohol) |
20,0 Teile |
| Lineares Polyurethan (Fp.>200°C) |
3,5 Teile |
| Hochmolekulares Dispergieradditiv (40%, Aminzahl 20) |
2,0 Teile |
| z.B.: Pigment Blue 15:4 |
0,5 Teile |
| Pigment Red 57:1 |
0,5 Teile |
| Pigment Yellow 155 |
0,5 Teile |
| Hinterqrundschicht 5 (Zweite Farblackschicht): |
| Methylethylketon |
40,0 Teile |
| Toluol |
22,0 Teile |
| Ethylen-Vinylacetat-Terpolymer (Fp.= 60°C) |
2,5 Teile |
| Polyvinylchlorid (Tg: 89°C) |
5,5 Teile |
| Polyvinylchlorid (Tg: 40°C) |
3,0 Teile |
| Dispergieradditiv (50%, Säurezahl 51) |
1,0 Teile |
| Titandioxid (d=3,8-4,2 g/cm3) |
26,0 Teile |
| Kleberschicht 6: |
| Methylethylketon |
55,0 Teile |
| Toluol |
12,5 Teile |
| Ethanol |
3,5 Teile |
| Polyvinylacetat (Erweichungspkt. 80°C) |
6,0 Teile |
| Butyl-/Methylmethacrylat (Tg: 80°C) |
8,0 Teile |
| Ethylmethacrylatharz (Tg: 63°C) |
3,0 Teile |
| Methacrylatcopolymer (Tg: 80°C) |
5,0 Teile |
| Ungesättigtes Polyesterharz (Erweichungspkt. 103°C) |
3,5 Teile |
| Siliciumdioxid |
3,5 Teile |
[0049] Der Gegenstand der Erfindung sei abschließend noch mal kurz mit seinen wesentlichen
Vorteilen und Funktionen in Verbindung mit den Figuren 5 bis 7 erläutert:
[0050] Es wird ein mehrschichtiger Datenträger geschaffen, der mindestens zwei verschiedene
lasersensitive Schichten enthält, wobei eine lasersensitive Schicht 1 vorzugsweise
mehrfarbig laserpersonalisierbar ist und eine weitere lasersensitive Schicht 2 vorzugsweise
monochrom laserpersonalisierbar ist.
[0051] Die lasersensitiven Materialien können hierfür in der Art eingestellt werden, dass
mittels Laserstrahlung einer definierten Wellenlänge und Intensität in beiden Materialien
eine Markierung erzielt werden kann.
[0052] Die lasersensitiven Schichten liegen vorzugsweise teilflächig übereinander.
[0053] Zwischen diesen lasersensitiven Schichten ist eine für die Laserstrahlung nicht durchlässige
Schicht 3 teilflächig angeordnet. Diese optische Sperrschicht 3 ist eine reflektierende
Schicht in bevorzugter Ausführung eine diffus reflektierende Schicht. Sie enthält
bevorzugt einen ausreichenden Anteil an Weißpigment und verhindert somit ein Eindringen
des Laserlichtes in die darunter liegenden Schichten.Dies ist die Voraussetzung für
die erfindungsgemäße Anordnung der unterschiedlichen laserpersonalisierbaren Schichten.
Getrennt durch die optische Sperrschicht kann die mehrfarbig laserpersonalisierbare
Schicht 1 über der monochrom laserpersonalisierbaren Schicht 2 liegen, ohne dass bei
der Farblaserpersonalisierung eine nicht beabsichtigte Karbonisierung in der darunter
liegenden monochrom laserpersonalisierbaren Schicht 2 erfolgt.
[0054] Die optische Sperrschicht kann auf verschiedene Weise als zusätzliche Schicht eingebaut
werden. Vorzugsweise wird die optische Sperrschicht im Dekordruck auf eine der Deckschichten
aufgebracht.
[0055] Der beschriebene mehrschichtige Datenträger kann hergestellt werden nach einem der
folgenden Verfahren:
Spritzgießverfahren vorzugsweise Mehrkomponentenspritzguss oder Inmould-Decoration,
Lamination von Folienverbunden,
Lamination von Mischaufbauten vorzugsweise aus Papier und Kunststofffolien,
Beschichten von Papierträgern oder Kunststoffträgern,
Bedrucken von Papierträgern oder Kunststoffträgern,
Folientransferprozess auf Papierträgern oder Kunststoffträgern,
oder einer Kombination der genannten Verfahren.
[0056] Fig 1 zeigt einen vorzugsweisen Aufbau eines Datenträgers.
[0057] Die optische Sperrschicht kann auch oberhalb der lasersensitiven Schichten angeordnet
sein und damit eine teilflächige Abdeckung der lasersensitiven Schichten bewirken.
Bevorzugt wird dann diese optische Sperrschicht als Dekordruck ausgeführt vorzugsweise
in Form von Linienmustern wie etwa Guillochen. Die Bildinformation des Dekordrucks
wird dann nach der Laserpersonalisierung insofern in die laserpersonalisierbaren Schichten
übertragen, dass hier die laserpersonalisierte Bildinformation durch die Bildinformation
der optischen Sperrschicht unterbrochen ist.
[0058] Da das mit Hilfe der Farblaserpersonalisierung generierte graphische Element im Sinne
eines Farbbildes als Teil eines Dokuments erscheint, muss Sicherheit gegen Verfälschung
gegeben sein. Die Gefahr einer Verfälschung ist gegeben, indem das Farbbild aus dem
Dokument herausgetrennt und durch eine anderes ersetzt werden kann.Hoher Schutz gegen
Verfälschung ist gegeben, wenn graphische Elemente der Laserpersonalisierung das Farbbild
mit anderen Elementen des Dokumentes verbinden im Sinne eines fotointegrierten Hintergrundes.
[0059] Eine Integration der unterschiedlichen Merkmale: Farblaserpersonalisierung und Laserpersonalisierung
in Graustufen in einem Datenträgers erfolgt in der Form, dass die unterschiedlichen
laserpersonalisierbaren Schichten nur teilflächig übereinander angeordnet sind. Hierdurch
ergeben sich unterschiedliche Möglichkeiten der integrierten Farblaserpersonalisierung.
[0060] Fig. 6 zeigt die Möglichkeiten der Lasermarkierung an einem vorzugsweisen Aufbau
eines Datenträgers.
[0061] Erfolgt die Laserpersonalisierung an der Stelle, an der nur die monochrom laserpersonalisierbaren
Schicht 2 liegt, wird eine monochrom schwarze Markierung 9 erzeugt.
[0062] Erfolgt die Laserpersonalisierung an der Stelle, an der nur die mehrfarbig laserpersonalisierbare
Schicht 1 über der für die Laserstrahlung nicht durchlässige Schicht 3 und über der
monochrom laserpersonalisierbaren Schicht 2 liegt, wird eine mehrfarbige Markierung
8 erzeugt.
[0063] Erfolgt die Laserpersonalisierung an der Stelle, an der nur die mehrfarbig laserpersonalisierbare
Schicht 1 über der monochrom laserpersonalisierbaren Schicht 2 liegt, ohne durch die
optische Sperrschicht 3 getrennt zu sein, wird eine Überlagerung aus mehrfarbiger
9 und monochrom schwarzer Markierung 8 erzeugt. Diese Markierung ist ebenfalls mehrfarbig,
aufgrund der gegenläufigen Effekte von Bleichen und Schwärzen erscheint sie aber dunkler
als die reine, mehrfarbige Markierung.
[0064] Fig. 7 zeigt wie integrierende Bildelemente durch die Kombination der Laserpersonalisierung
in Farbe mit der klassischen Graustufenlaserung erreicht werden können. Die Absorption
der laserpersonalisierbaren Schichten wird hierzu so eingestellt, dass die zum Bleichen
benötigte Laserleistung ausreicht, um in der in dem Dokument zusätzlich verwendeten
monochrom laserpersonalisierbaren Schicht zu karbonisieren. Liegt die monochrom laserpersonalisierbare
Schicht 2 unter der mehrfarbig laserpersonalisierbaren Schicht 1 und wird diese nur
teilflächig durch die optische Sperrschicht 3 abgedeckt, so erlaubt dieser Aufbau,
dass Bildelemente wie z.B. Linien oder alphanumerische Zeichen, welche über die Begrenzung
der optischen Sperrschicht 3 hinaus gelasert werden, eine Karbonisierung des Hintergrundes
bewirken. So können durchgehende Bildelemente mit einem Wechsel der Art der Markierung
innerhalb des Elementes erzeugt werden. Wenn die Begrenzung der optischen Sperrschicht
3 mit der Begrenzung der mehrfarbig laserpersonalisierbaren Schicht 1 übereinstimmt,
entsteht ein Wechsel von bunt zu unbunt. Diese durchgehenden Bildinformationen wirken
integrierend.
[0065] Weiterhin sind integrierende Bildelemente möglich, die durch die Kombination der
Laserpersonalisierung in Farbe mit weiteren graphischen Elementen erreicht werden.
Die Transparenz der mehrfarbig laserpersonalisierbaren Schicht nimmt mit zunehmendem
Bleichen zu. Dies erlaubt, dass Layoutelemente wie zum Beispiel Guillochen, die auf
Schichten unterhalb der mehrfarbig laserpersonalisierbare Schicht, z.B. auf das Kernmaterial,
gedruckt sind, nach dem Farblasern im Farbbild erscheinen. Somit erscheinen Bildelemente
wie zum Beispiel gedruckte Linien, welche nur teilflächig durch die mehrfarbig laserpersonalisierbaren
Schicht 1 abgedeckt werden, nach der Farblaserpersonalisierung als integrierende Elemente.
Integrierende Elemente wie diese, die über den Rand eines personalisierten Merkmals
reichen, erschweren die Verfälschung des Datenträgers in hohem Maße.
[0066] Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist, dass die zusätzliche Schicht eine gezielte
Einstellung der Helligkeit des Hintergrundes unabhängig vom verwendeten Trägermaterial
erlaubt. So kann z.B. durch die Verwendung optischer Aufheller oder die Verwendung
von Pigmentzusätzen ein zusätzlicher Effekt erreicht werden.
[0067] Aus all dem folgt, daß der Gegenstand der Erfindung ein mehrschichtiger Datenträger
ist, der mindestens zwei verschiedene lasersensitive Schichten enthält, wobei eine
lasersensitive Schicht mehrfarbig laserpersonalisierbar ist und eine weitere lasersensitive
Schicht monochrom laserpersonalisierbar ist. Diese lasersensitiven Schichten liegen
teilflächig übereinander und vorzugsweise die mehrfarbig laserpersonalisierbare Schicht
über der monochrom laserpersonalisierbaren Schicht liegt. Die lasersensitiven Schichten
können derart ausgeführt sein, dass in einem Lasermarkierungsschritt mit der gleichen
Wellenlänge und Energie der Laserstrahlung in sowohl der mehrfarbig laserpersonalisierbaren
als auch in der monochrom laserpersonalisierbaren Schicht eine jeweilige Markierung
erzielt werden kann.
[0068] Vorzugsweise ist zwischen diesen lasersensitiven Schichten eine für die Laserstrahlung
nicht durchlässige Schicht zumindest teilflächig angeordnet.
[0069] Vorzugsweise ist die für die Laserstrahlung nicht durchlässige Schicht eine reflektierende
Schicht, die in bevorzugter Ausführung eine diffus reflektierende Schicht sein kann
und einen ausreichenden Anteil eines Zusatzstoffes enthält, der das Laserlicht reflektiert
oder streut.
[0070] Die Laserpersonalisierung kann in einer oberen laserpersonalisierbaren Schicht, vorzugsweise
in einer mehrfarbig laserpersonalisierbaren Schicht erfolgen, ohne dass eine unterhalb
dieser Schicht liegende laserpersonalisierbare Schicht durch die Laserstrahlung verändert
wird, indem die Laserpersonalisierung dort erfolgt, wo die lasersensitiven Schichten
durch eine für die Laserstrahlung nicht durchlässige Schicht optisch voneinander getrennt
sind.
[0071] Die Laserpersonalisierung kann erfolgen mit einem Laserstrahl sowohl in einer oberen
laserpersonalisierbaren Schicht, vorzugsweise in einer mehrfarbig laserpersonalisierbaren
Schicht, als auch in einer unterhalb dieser Schicht liegenden laserpersonalisierbaren
Schicht, indem die Laserpersonalisierung dort erfolgt, wo die lasersensitiven Schichten
nicht durch eine für die Laserstrahlung nicht durchlässige Schicht optisch voneinander
getrennt sind.
[0072] Die Laserpersonalisierung kann mit einem Laserstrahl sowohl in einer oberen laserpersonalisierbaren
Schicht, vorzugsweise in einer mehrfarbig laserpersonalisierbaren Schicht, als auch
in einer unterhalb dieser Schicht liegenden laserpersonalisierbaren Schicht durchgeführt
werden, indem die Laserpersonalisierung in der Art erfolgt, dass graphische Bildelemente
über die Teilflächen der jeweiligen laserpersonalisierbaren Schicht, vorzugsweise
der mehrfarbig laserpersonalisierbaren Schicht, hinaus angeordnet werden, so dass
innerhalb des Bildelementes ein Wechsel von mehrfarbiger zu monochromer Darstellung
erreicht wird.
[0073] Die Laserpersonalisierung kann mit einem Laserstrahl in einer laserpersonalisierbaren
Schicht durchgeführt werden, indem die Laserpersonalisierung in der Art erfolgt, dass
graphische Bildelemente über die Teilflächen der oberhalb der laserpersonalisierbaren
Schicht angeordneten optischen Sperrschicht, hinaus angeordnet werden, so dass innerhalb
der laserpersonalisierbaren Schicht eine Unterbrechung der so erzeugten graphische
Bildelemente erreicht wird. Als unterbrechende Elemente im Sinne einer optischen Sperrschicht
können vorzugsweise gedruckte Elemente wie zum Beispiel Guillochen oberhalb der laserpersonalisierbaren
Schicht angeordnet werden.
[0074] Die Laserpersonalisierung kann mit einem Laserstrahl in einer mehrfarbig laserpersonalisierbaren
Schicht durchgeführt werden, sodass gestalterische Elemente vorzugsweise gedruckte
Elemente wie zum Beispiel Guillochen, die auf Schichten unterhalb der mehrfarbig laserpersonalisierbare
Schicht, zum Beispiel auf das Trägermaterial, gedruckt sind, nach dem Farblasern im
Farbbild erscheinen, indem die Transparenz der mehrfarbig laserpersonalisierbaren
Schicht durch den Prozess der Lasermarkierung erhöht wird.
[0075] Wesentlicher Vorteil der Erfindung ist, dass die bekannte Laserpersonalisierung in
Graustufen mit der neuen Methode der Farblaserpersonalisierung kombiniert wird. Die
Sicherheit von Dokumenten kann durch die Kombination in der beschriebenen Weise wesentlich
erhöht werden.
1. Mehrschichtenkörper,
als Mehrschichtenfolie, vorzugsweise Transferfolie oder Laminierfolie, oder als Schichtenverbund
laminiert aus mindestens einer Overlayfolie und Inlet ausgebildet,
mit einer lasersensitives Material aufweisenden ersten Schicht - im folgenden erste
lasersensitive Schicht genannt - und einer lasersensitives Material aufweisenden zweiten
Schicht - im folgenden zweite lasersensitive Schicht genannt -, die zumindest bereichsweise
einander überlappend angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass das lasersensitive Material der ersten lasersensitiven Schicht ein Farbmittel aufweist,
das durch Einwirkung von Laserstrahlung bleichbar ist oder durch Einwirkung von Laserstrahlung
mit Farbumschlag seine Farbe ändert; und
dass das lasersensitive Material der zweiten lasersensitiven Schicht ein Farbmittel aufweist,
das durch Einwirkung von Laserstrahlung bleichbar ist oder durch Einwirkung von Laserstrahlung
mit Farbumschlag seine Farbe ändert oder das lasersensitive Material der zweiten lasersensitiven
Schicht ein dotiertes Material aufweist, das durch Einwirkung von Laserstrahlung schwärzbar
ist,
wobei eine spezielle Hintergrundschicht zumindest bereichsweise als Zwischenschicht
zwischen den lasersensitiven Schichten angeordnet ist und in Art einer Sperrschicht
wirkt, die für die Laserstrahlung, die für die Erzeugung der laserinduzierten Markierung
in der lasersensitiven Schicht eingesetzt wird, nicht transparent ist,
so dass bei der Laserbestrahlung in Bereichen mit Zwischenschicht lediglich in der
oberen lasersensitiven Schicht eine laserinduzierte Markierung und in Bereichen ohne
Zwischenschicht in beiden lasersensitiven Schichten sodann übereinander liegende unterschiedliche
laserinduzierte Markierungen als kombinierte Markierung erhaltbar sind.
2. Mehrschichtenkörper nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf einer dem Substrat zugewandten Seite mindestens einer der lasersensitiven Schichten
zumindest in einem Teilbereich eine für die eingesetzte Laserstrahlung reflektierende
und/oder nicht transparente oder weitgehend nicht transparente und/oder absorbierende
Hintergrundschicht angeordnet ist.
3. Mehrschichtenkörper nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hintergrundschicht zwischen der ersten lasersensitiven Schicht und der zweiten
lasersensitiven Schicht angeordnet ist.
4. Mehrschichtenkörper nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hintergrundschicht für Licht im sichtbaren Spektralbereich transparent ist und/oder
für Laserstrahlung nur bestimmter Laserbedingungen, insbesondere nur bestimmter Laserwellenlängenbereiche
und/oder Einstrahlwinkel transparent oder nicht transparent ist, vorzugsweise für
die-Laserstrahlung, die für die Erzeugung der laserinduzierten Markierung in der lasersensitiven
Schicht eingesetzt wird, transparent oder nicht transparent ist.
5. Mehrschichtenkörper nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das lasersensitive Material der ersten lasersensitiven Schicht sich von dem lasersensitiven
Material der zweiten lasersensitiven Schicht unterscheidet, vorzugsweise derart, dass
die spezifischen Laserbearbeitungsbedingungen der beiden Materialien sich unterscheiden.
6. Mehrschichtenkörper nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das lasersensitive Farbmittel als Gemisch aus mindestens zwei, vorzugsweise drei
lasersensitiven Farbmittelkomponenten ausgebildet
ist, wobei für jede dieser zwei bzw. drei lasersensitiven Farbmittelkomponenten gilt,
dass unter den für eine Farbmittelkomponente spezifischen Laserbedingungen die übrigen
Farbmittelkomponenten nicht oder im wesentlichen nicht veränderbar, vorzugsweise bleichbar
sind.
7. Mehrschichtenkörper nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gemisch zwei oder drei der folgenden Farbmittelkomponenten aufweist: Cyanfarbmittel,
Magentafarbmittel, Gelbfarbmittel
8. Mehrschichtenkörper nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das dotierte Material, das bei Einwirkung von Laserstrahlung schwärzbar ist, als
Kohlenstoff und/oder Russ dotiertes Material ausgebildet ist.
9. Verfahren zur Erzeugung eines Mehrschichtenbildes in einem Mehrschichtenkörper nach
einem der vorangehenden
Ansprüche, wobei das Mehrschichtenbild aus mehreren laserinduzierten Bildbestandteilen
zusammengesetzt wird, indem ein erster laserinduzierter Bildbestandteil durch Einwirkung
von Laserstrahlung unter ersten Laserbedingungen in einer ersten lasersensitiven Schicht
des Mehrschichtenkörpers hergestellt wird und ein zweiter laserinduzierter Bildbestandteil
durch Einwirkung von Laserstrahlung unter zweiten Laserbedingungen in einer zweiten
lasersensitiven Schicht des Mehrschichtenkörpers hergestellt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die ersten Laserbedingungen und die zweiten Laserbedingungen unterschiedlich ausgebildet
sind, vorzugsweise hinsichtlich Laserwellenlänge und/oder Strahlungsintensität und/oder
Einstrahlwinkel.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste laserinduzierte Bildbestandteil und der zweite laserinduzierte Bildbestandteil
zeitlich versetzt zueinander oder gleichzeitig erzeugt werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der laserinduzierten Bestandteile als eine Farbmarkierung ausgebildet
wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens einer der laserinduzierten Bildbestandteile als Schwarzmarkierung, vorzugsweise
Graustufen-Markierung ausgebildet wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der laserinduzierte Bildbestandteil in einem Bereich der lasersensitiven Schicht
eingebracht wird, der über einer für die eingesetzte Laserstrahlung reflektierende
und/oder für den nicht reflektierten Anteil der Laserstrahlung nicht transparente
und/oder absorbierende Hintergrundschicht angeordnet ist.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass der laserinduzierte Bildbestandteil durch laserinduziertes Bleichen oder laserinduzierten
Farbumschlag als Mehrfarbenbild, vorzugsweise Vollfarbenbild, ausgebildet wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass der laserinduzierte Bildbestandteil durch laserinduziertes Schwärzen vorzugsweise
als Graustufenbild ausgebildet wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass das lasersensitive Material als Gemisch aus mindestens zwei, vorzugsweise drei lasersensitiven
Farbmittelkomponenten ausgebildet ist, wobei jede der zwei bzw. drei Farbmittelkomponenten
mittels Laser jeweils für die Komponente spezifischen Laserbedingungen veränderbar,
vorzugsweise bleichbar ist, wobei für jede der drei Farbmittelkomponenten gilt, dass
unter den für eine Farbmittelkomponente spezifischen Laserbedingungen die andere bzw.
beiden anderen Farbmittelkomponenten nicht oder im wesentlichen nicht bleichbar ist
bzw. sind.
18. Verfahren nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Farbmittelgemisch aus zwei oder drei der folgenden Farbmittelkomponenten eingesetzt
wird: Cyanfarbmittel, Magentafarbmittel, Gelbfarbmittel, wobei vorzugsweise vorgesehen
wird, dass zum Bleichen der Cyanfarbmittel rotes Laserlicht, zum Bleichen des Magentafarbmittels
grünes Laserlicht und zum Bleichen des Gelbfarbmittels blaues Laserlicht eingesetzt
wird.
1. Multilayer body
as a multilayer film, preferably a transfer film or laminating film, or as a layer
composite formed in laminated form from at least one overlay film and inlay,
having a first layer having laser-sensitive material - referred to as the first laser-sensitive
layer in the following - and a second layer having laser-sensitive material - referred
to as the second laser-sensitive layer in the following - which are arranged to overlap
each other, at least in some regions,
characterized
in that the laser-sensitive material of the first laser-sensitive layer has a colorant which
can be bleached by the action of laser radiation or changes its colour with a colour
change as a result of the action of laser radiation; and
in that the laser-sensitive material of the second laser-sensitive layer has a colorant which
can be bleached by the action of laser radiation or changes its colour with a colour
change as a result of the action of laser radiation, or the laser-sensitive material
of the second laser-sensitive layer has a doped material which can be blackened by
the action of laser radiation,
a specific background layer being arranged between the laser-sensitive layers as an
intermediate layer, at least in some regions, and acting in the manner of a barrier
layer which is not transparent to the laser radiation which is used for the generation
of the laser-induced marking in the laser-sensitive layer,
so that, during the laser irradiation, in regions with an intermediate layer, a laser-induced
marking can be obtained only in the upper laser-sensitive layer and, in regions without
an intermediate layer, different laser-induced markings lying one above another can
then be obtained in both laser-sensitive layers as a combined marking.
2. Multilayer body according to Claim 1, characterized in that, on a side facing the substrate of at least one of the laser-sensitive layers, at
least in one subregion, there is arranged a background layer that reflects and/or
is non-transparent or largely non-transparent and/or absorbent to the laser radiation
used.
3. Multilayer body according to Claim 2, characterized in that the background layer is arranged between the first laser-sensitive layer and the
second laser-sensitive layer.
4. Multilayer body according to Claim 2 or 3, characterized in that the background layer is transparent to light in the visible spectral range and/or
is transparent or non-transparent to laser radiation under only specific laser conditions,
in particular only specific laser wavelength ranges and/or angles of irradiation,
preferably is transparent or non-transparent to the laser radiation which is used
for the generation of the laser-induced marking in the laser-sensitive layer.
5. Multilayer body according to one of the preceding claims, characterized in that the laser-sensitive material of the first laser-sensitive layer differs from the
laser-sensitive material of the second laser-sensitive layer, preferably in such a
way that the specific laser processing conditions of the two materials differ.
6. Multilayer body according to one of the preceding claims, characterized in that the laser-sensitive colorant is formed as a mixture of at least two, preferably three,
laser-sensitive colorant components, it being true of each of these two or three laser-sensitive
colorant components that, under the laser conditions specific to one colorant component,
the other colorant components cannot be changed or substantially cannot be changed,
preferably bleached.
7. Multilayer body according to Claim 6, characterized in that the mixture has two or three of the following colorant components: cyan colorant,
magenta colorant, yellow colorant.
8. Multilayer body according to one of the preceding claims, characterized in that the doped material which can be blackened under the action of laser radiation is
formed as carbon and/or carbon black doped material.
9. Method for generation of a multilayer image in the multilayer body according to one
of the preceding claims, the multilayer image being assembled from a plurality of
laser-induced image components by a first laser-induced image component being produced
in a first laser-sensitive layer of the multilayer body by the action of laser radiation
under first laser conditions, and a second laser-induced image component being produced
in a second laser-sensitive layer of the multilayer body by the action of laser radiation
under second laser conditions.
10. Method according to Claim 9, characterized in that the first laser conditions and the second laser conditions are formed differently,
preferably with regard to laser wavelength and/or radiation intensity and/or angle
of irradiation.
11. Method according to Claim 9 or 10, characterized in that the first laser-induced image component and the second laser-induced image component
are generated with a time offset in relation to each other or simultaneously.
12. Method according to one of Claims 9 to 11, characterized in that at least one of the laser-induced components is formed as a coloured marking.
13. Method according to one of Claims 9 to 12, characterized in that at least one of the laser-induced image components is formed as a black marking,
preferably a grey-step marking.
14. Method according to one of Claims 9 to 13, characterized in that the laser-induced image component is introduced in a region of the laser-sensitive
layer which is arranged above a background layer which is reflective to the laser
radiation used and/or is non-transparent and/or absorbent to the non-reflected proportion
of the laser radiation.
15. Method according to one of Claims 9 to 14, characterized in that the laser-induced image component is formed as a multicolour image, preferably a
full-tone image, by means of laser-induced bleaching or laser-induced colour change.
16. Method according to one of Claims 9 to 15, characterized in that the laser-induced image component is preferably formed as a grey-step image by laser-induced
blackening.
17. Method according to one of Claims 9 to 16, characterized in that the laser-sensitive material is formed as a mixture of at least two, preferably three,
laser-sensitive colorant components, it being possible for each of the two or three
colorant components to be changed, preferably bleached, by means of a laser in each
case under laser conditions specific to the component, it being true of each of the
three colorant components that, under the laser conditions specific to one colorant
component, the other colorant component or the two other colorant components cannot
be bleached or substantially cannot be bleached.
18. Method according to Claim 17, characterized in that a colorant mixture of two or three of the following colorant components is used:
cyan colorant, magenta colorant, yellow colorant, provision preferably being made
for red laser light to be used for bleaching the cyan colorant, for green laser light
to be used for bleaching the magenta colorant and for blue laser light to be used
for bleaching the yellow colorant.
1. Corps multicouche, réalisé comme une feuille multicouche, de préférence une feuille
de transfert ou une feuille laminée, ou comme un composite stratifié par au moins
une feuille de recouvrement et une entrée, avec une première couche présentant un
matériau sensible au laser - désignée par la suite par première couche sensible au
laser - et une seconde couche présentant un matériau sensible au laser - désignée
par la suite par seconde couche sensible au laser -, qui sont disposées au moins par
endroits l'une sur l'autre, caractérisé en ce que le matériau sensible au laser de la première couche sensible au laser présente un
colorant qui peut être décoloré sous l'effet du rayonnement laser ou modifie sa couleur
sous l'effet du rayonnement laser avec virage de couleur ; et en ce que le matériau sensible au laser de la seconde couche sensible au laser présente un
colorant qui peut être décoloré sous l'effet du rayonnement laser ou modifie sa couleur
sous l'effet du rayonnement laser avec virage de couleur ou le matériau sensible au
laser de la seconde couche sensible au laser présente un matériau dopé qui peut être
noirci sous l'effet du rayonnement laser, une couche d'arrière-plan spéciale étant
disposée au moins par endroits comme une couche intermédiaire entre les couches sensibles
au laser et agissant comme une couche de barrage qui n'est pas transparente au rayonnement
laser qui est utilisé pour générer la marque produite par le laser dans la couche
sensible au laser, de sorte que lors de l'irradiation par laser dans des zones dotées
de la couche intermédiaire juste dans la couche sensible au laser supérieure, une
marque produite par le laser et dans des zones sans couche intermédiaire dans les
deux couches sensibles au laser, différentes marques produites par le laser se trouvant
alors l'une sur l'autre puissent être conservées comme marque combinée.
2. Corps multicouche selon la revendication 1, caractérisé en ce que sur un côté dirigé vers le substrat d'au moins une des couches sensibles au laser
au moins dans une zone partielle est disposée une couche d'arrière-plan absorbante
et/ou non transparente ou à quelques détails près non transparente et/ou réfléchissante
pour le rayonnement laser utilisé.
3. Corps multicouche selon la revendication 2, caractérisé en ce que la couche d'arrière-plan est disposée entre la première et la seconde couches sensibles
au laser.
4. Corps multicouche selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la couche d'arrière-plan est transparente à la lumière dans le domaine spectral visible
et/ou est transparente ou non transparente au rayonnement laser uniquement dans certaines
conditions relatives au laser, notamment uniquement dans certains domaines spectraux
du laser et/ou angle d'incidence de l'onde, de préférence au rayonnement laser qui
est utilisé pour générer la marque produite par le laser dans la couche sensible au
laser.
5. Corps multicouche selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau sensible au laser de la première couche sensible au laser se distingue
du matériau sensible au laser de la seconde couche sensible au laser, de préférence
de telle sorte que les conditions d'usinage par laser spécifiques des deux matériaux
se différencient.
6. Corps multicouche selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le colorant sensible au laser est conçu comme un mélange d'au moins deux, de préférence
trois colorants sensibles au laser, pour chacun de ces deux ou trois colorants sensibles
au laser s'appliquant le fait que dans des conditions relatives au laser spécifiques
à un colorant, les autres colorants ne peuvent pas ou essentiellement pas être modifiés,
de préférence décolorés.
7. Corps multicouche selon la revendication 6, caractérisé en ce que le mélange présente deux ou trois des colorants suivants : colorant cyan, colorant
magenta, colorant jaune.
8. Corps multicouche selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau dopé qui peut être noirci sous l'effet du rayonnement laser, est réalisé
comme matériau dopé au carbone et/ou à la suie.
9. Procédé de génération d'une image multicouche dans un corps multicouche selon l'une
quelconque des revendications précédentes, l'image multicouche étant composée de plusieurs
éléments d'image produits par le laser, tandis qu'un premier élément d'image produit
par le laser est fabriqué sous l'effet du rayonnement laser dans des premières conditions
relatives au laser dans une première couche sensible au laser du corps multicouche
et un second élément d'image produit par le laser est fabriqué sous l'effet du rayonnement
laser dans des secondes conditions relatives au laser dans une seconde couche sensible
au laser du corps multicouche.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que les premières et les secondes conditions relatives au laser sont conçues différemment,
de préférence en ce qui concerne la longueur d'onde de laser et/ou l'intensité du
rayonnement et/ou l'angle d'incidence de l'onde.
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que le premier et le second éléments d'image produits par le laser sont générés en décalage
l'un par rapport à l'autre ou en même temps.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 à 11, caractérisé en ce qu'au moins un des éléments d'image produits par le laser est conçu comme une marque
en couleur.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 à 12, caractérisé en ce qu'au moins un des éléments d'image produits par le laser est conçu comme une marque
noire, de préférence une marque en dégradé de gris.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 à 13, caractérisé en ce que l'élément d'image produit par le laser est disposé dans une zone de la couche sensible
au laser qui est disposée au-dessus d'une couche d'arrière-plan absorbante et/ou non
transparente à la part réfléchie du rayonnement laser et/ou réfléchissante pour le
rayonnement laser utilisé.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 à 14, caractérisé en ce que l'élément d'image produit par le laser est conçu par la décoloration produite par
le laser ou le virage de couleur produit par le laser comme une image multicolore,
de préférence une image de couleurs pures.
16. Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 à 15, caractérisé en ce que l'élément d'image produit par le laser est conçu par le noircissement produit par
le laser de préférence comme une image en dégradé de gris.
17. Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 à 16, caractérisé en ce que le matériau sensible au laser est conçu comme un mélange d'au moins deux, de préférence
trois colorants sensibles au laser, chacun des deux ou trois colorants pouvant être
modifié, de préférence décoloré, au moyen du laser dans des conditions relatives au
laser spécifiques à chaque composant, pour chacun des trois colorants s'appliquant
le fait que dans des conditions relatives au laser spécifiques à un colorant, l'autre
ou les deux autres colorants ne peut ou ne peuvent pas ou essentiellement pas être
décolorés.
18. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce qu'un mélange de deux ou trois des colorants suivants est utilisé : colorant cyan, colorant
magenta, colorant jaune, étant prévu de préférence que pour décolorer le colorant
cyan est utilisée une lumière à laser rouge, pour décolorer le colorant magenta, une
lumière à laser verte et pour décolorer le colorant jaune, une lumière à laser bleue.