[0001] Die Erfindung betrifft einen Antrieb zum Verschwenken einer mit einem Scharnierbü-
gel drehfest verbundenen Fahrzeugtür oder Fahrzeugklappe (Heckklappe, Motorhaube etc.).
[0002] Aus der nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung
101 17 933.2 ist ein Kraftfahrzeug mit automatisch verschliessbarer Fahrzeugtür oder Fahrzeugklappe
(im folgenden auch zusammenfassend nur als Fahrzeugtür bezeichnet) bekannt, bei dem
durch eine entsprechende Betätigung eines in der Instrumententafel vorgesehenen Schalters
die Fahrzeugtür geschlossen oder geöffnet werden kann. Hierzu wirkt das von dem Schalter
erzeugte Schaltsignal auf eine elektronische Steuereinrichtung, die ihrerseits elektrische
Steuersignale zur Aktivierung eines Elektromotors erzeugt, der dann seinerseits über
ein nachgeschaltetes Getriebe auf eine hebelförmige Verlängerung des Scharnierbügels
einwirkt und die Fahrzeugtür verschwenkt oder verschiebt.
[0003] Ein Antrieb ist auch bekant aus der vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung
197 44 908 A1.
[0004] Nachteilig ist bei diesem Kraftfahrzeug unter anderem, dass der Scharnierbügel mit
einem zusätzlichen hebelförmigen Teil versehen werden muss. Ausserdem ist der Antrieb
relativ platzaufwendig aufgebaut. Schliesslich ist der Teil des Antriebes, der mit
dem Scharnierbügel verbunden ist, häufig für einen Dritten sichtbar, wenn sich die
hebelförmige Verlängerung des Scharnierbügels nicht während ihres gesamten Schwenkweges
zum Öffnen der Heckklappe etc. innerhalb des Dachhimmels des entsprechenden Kraftfahrzeuges
befindet.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen platzsparend aufgebauten Antrieb
der eingangs erwähnten Art anzugeben, bei dem die Kopplung zwischen dem Antrieb und
dem Scharnierbügel auf einfache Weise und möglichst für einen Dritten unsichtbar anordbar
ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Weitere, besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren die Unterensprüche.
[0008] Die Erfindung beruht im wesentlichen auf dem Gedanken, den Antrieb nicht mit einem
zusätzlichen hebelförmigen Teil des Scharnierbügels zu verbinden, sondern direkt auf
die mit dem Scharnierbügel drehfest verbundene und z.B. im Dachhimmel des entsprechenden
Kraftfahrzeuges liegende Scharnierachse einzuwirken.
[0009] Bei Verwendung des erfindungsgemäßen Antriebes ist es in vorteilhafter Weise möglich,
die entsprechenden Scharniere einschließlich der Scharnierachse mit Scharnierbügel
an der noch nicht oberflächenbehandelten Karosserie des Fahrzeuges zu befestigen und
den Antrieb, falls gewünscht, erst später in das ansonsten fertige Fahrzeug einzubauen.
Da der erfindungsgemäße Antrieb üblicherweise seitlich von dem Scharnier mit Scharnierachse
verbunden wird, muß die entsprechende Scharnierachse gegebenenfalls seitlich aus dem
Scharnier herausgeführt bzw. verlängert werden.
[0010] Um eine gute Kraftübertragung bei relativ geringem Platzbedarf zu ermöglichen, hat
sich als Getriebe für das Verschwenken der Scharnierachse vor allem die Verwendung
eines Hebelgetriebes als vorteilhaft erwiesen, wobei ein Antriebshebel mit dem Motor
und ein Abtriebshebel mit der Scharnierachse drehfest verbunden sind und wobei die
beiden Hebel über mindestens eine -vorzugsweise zwei symmetrisch zueinander angeordnete-
Kupplungsstange(n) gelenkig miteinander verbunden sind.
[0011] Zum Ausgleich von Koaxialitätstoleranzen zwischen der Antriebswelle und der Scharnierachse
hat es sich als zweckmäßig erwiesen, die Kupplungsstangen über Gelenklager an den
Hebeln zu befestigen, so daß Taumelbewegungen bis zu 5° um den Hauptbefestigungspunkt
an der Scharnierachse möglich sind.
[0012] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den folgenden anhand
von Figuren erläuterten Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
Fig.1 die perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Antriebes mit Hebelgetriebe
ohne Getriebegehäuse und
Fig.2 eine Fig. 1 entsprechende Darstellung, bei welcher das Hebelgetriebe mit einem
Getriebegehäuse versehen ist.
[0013] In den Fig.1 ist mit 1 ein Antrieb zum Verschwenken einer mit einem Scharnierbügel
2 drehfest verbundenen, gestrichelt angedeuteten Heckklappe 3 eines Kraftfahrzeuges
bezeichnet. Der Scharnierbügel 2 ist drehfest mit einer Scharnierachse 4 verbunden,
welche schwenkbar an einem Scharnier 5 angeordnet ist. Das Scharnier 5 ist an der
ebenfalls gestrichelt angedeuteten Karosserie 6 des entsprechenden Fahrzeuges befestigt.
[0014] Der Antrieb 1 umfaßt einen Elektromotor 7, welcher ebenfalls über einen Flansch 8
an der Karosserie des Fahrzeuges befestigt ist, und ein mit dem Elektromotor 7 verbundennes
Hebelgetriebe 9. Das Hebelgetriebe 9 weist einen Antriebshebel 10 auf, welcher mit
der Abtriebswelle 11 des Elektromotors 7 (oder eines Zwischengetriebes im Falle eines
Getriebemotors) drehfest verbunden ist. Außerdem umfaßt das Hebelgetriebe 9 einen
Abtriebshebel 12, der mit der seitlich über das Scharnier 5 hervorstehenden Scharnierachse
4 über eine Formschlußverbindung (z.B. Keilverzahnung) drehfest verbunden ist. Der
Antriebshebel 10 und der Abtriebshebel 12 des Hebelgetriebes 9 sind über zwei Kupplungsstangen
13, 14 miteinander gelenkig verbunden. Dabei sind die Kupplungsstangen 13, 14 über
Gelenklager 15, 16 an den Hebeln 10, 12 befestigt, um Toleranzen zwischen der Abtriebswelle
11 des Elektromotors 7 und der Scharnierachse 4 auszugleichen.
[0015] Das Hebelgetriebe 9 wird bei der bestimmungsgemäßen Verwendung des Antriebes 1 durch
ein Gehäuse 17 abgedeckt (Fig.2), an dem ein Gelenklager 18 angeordnet ist, in welchem
die Scharnierachse 4 schwenkbar gelagert ist, so daß der Antrieb 1 in bezug auf die
Scharnierachse 4 zentriert wird. Hinter dem Gelenklager 18 befindet sich ein ebenfalls
an dem Gehäuse 17 befestigter Winkelgeber 19, der drehfest mit der Scharnierachse
4 verbunden ist und zur Positionsbestimmung der Heckklappe 3 dient.
[0016] Ferner ist an dem Gehäuse 17 des Hebelgetriebes 9 eine Aufnahme 20 für ein an dem
Scharnier 5 befestigtes stangenförmiges Abstützelement 21 vorgesehen, welches zur
Winkelabstützung des Antriebes 1 dient.
[0017] Soll die Heckklappe 3 beispielsweise aus der in Fig.1 dargestellten Position nach
oben verschwenkt werden, so wird der Elektromotor 7 über eine entsprechende Schaltungsvorrichtung
(nicht dargestellt) aktiviert. Die Abtriebswelle 11 des Elektromotors 7 dreht sich
dann in Richtung des mit 22 bezeichneten Pfeiles entgegen dem Uhrzeigersinn. Der Antriebshebel
10 wird nach unten geschwenkt und nimmt über die Kupplungsstangen 13, 14 den Abtriebshebel
12 mit. Dieser dreht dann auch die Scharnierachse 4 entgegen dem Uhrzeigersinn. Die
Heckklappe öffnet sich bis zu einer vorgegebenen Position, bei welcher der Winkelgeber
19 den Elektromotor 7 direkt oder über die nicht dargestellte Schaltungsvorrichtung
abschaltet.
[0018] Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel
beschränkt. So muß es sich bei dem Getriebe nicht zwingend um ein Hebei- bzw. Kurbelgetriebe
handeln, sondern es kann auch beispielsweise ein Zahnradgetriebe verwendet werden.
[0019] Ferner können zur Befestigung der Kupplungsstangen 13, 14 an den Hebeln 10, 12 statt
Gelenklager z.B. auch Nadellager verwendet werden, wenn nur kleinere Toleranzen zwischen
der Abtriebswelle 11 und der Scharnierachse 4 zu berücksichtigen sind.
[0020] Bei dem Motor kann es sich auch um einen hydraulisch oder pneumatisch angetriebenen
Motor handeln.
[0021] Schließlich kann das Gehäuse 17 auch Teil eines den gesamten Antrieb 1 umfassenden
Gehäuses sein.
Bezugszeichenliste
[0022]
- 1
- Antrieb
- 2
- Scharnierbügel
- 3
- Heckklappe, Fahrzeugklappe
- 4
- Scharnierachse
- 5
- Scharnier
- 6
- Karosserie
- 7
- Elektromotor, Motor
- 8
- Flansch
- 9
- Hebelgetriebe, Getriebe
- 10
- Antriebshebel, Hebel
- 11
- Abtriebswelle
- 12
- Abtriebshebel
- 13,14
- Kupplungsstangen
- 15, 16
- Gelenklager
- 17
- Gehäuse
- 18
- -Gelenklager
- 19
- Winkelgeber
- 20
- Aufnahme
- 21
- Abstützelement
- 22
- Pfeil
1. Antrieb zum Verschwenken einer mit einem Scharnierbügel (2) drehfest verbundenen Fahrzeugtür
oder Fahrzeugklappe (3) mit den Merkmalen :
a) der Antrieb (1) umfasst einen Motor (7) und ein diesem nachgeschaltetes Getriebe
(9), welches auf den mit einer Scharnierachse (4) drehfest verbundenen Scharnierbügel
(2) wirkt;
die Scharnierachse (4) wirkt im Dachhimmel des entsprechenden Kraftfahrzeuges liegende
Scharnierachse ein ;
b) das Getriebe (9) ist abtriebsseitig mit der Scharnierachse (4) drehfest verbunden,
wobei der Antrieb (1) ein Gelenklager (18) umfasst, in welchem das dem Antrieb (1)
zugewandte Ende der Scharnierachse (4) schwenkbar lagerbar ist, und/oder der Antrieb
(1) einen drehfest mit der Scharnierachse (4) verbindbaren Winkelgeber (19) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Getriebe (9) um ein Hebelgetriebe handelt, wobei ein Antriebshebel
(10) mit dem Motor (7) und ein Abtriebshebel (12) mit der Scharnierachse (4) drehfest
verbunden sind und wobei die beiden Hebel (10,12) über mindestens eine Kupplungsstange
(13,14) gelenkig miteinander verbunden sind,
wobei der Antrieb (1) ein Gehäuse (17) umfasst, an dem über Befestigungsteile das
Gelenklager (18), und/oder der Winkelgeber (19), befestigt ist, und wobei an dem Gehäuse
(17) eine Aufnahme (20) für ein an dem Scharnier (5) befestigtes stangenförmiges Abstützelement
(21) vorgesehen ist.
2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebshebel (10) und der Abtriebshebel (12) durch zwei, auf beiden Seiten der
Hebel (10,12) sym- metrisch zueinander angeordneten Kupplungsstangen (13,14) miteinander
gelenkig verbunden sind.
3. Antrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungs- stangen (13,14) über Gelenklager (15,16) an dem Antriebshebel (10)
und an dem Abtriebshebel (12) befestigt sind.
4. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abtriebshebel (12) formschlüssig mit der Scharnierachse (4) verbindbar ist.
1. A drive for pivoting a vehicle door or vehicle flap (3) which is connected in a rotationally
fixed manner to a hinge strap (2), having the following features:
a) the drive (1) comprises a motor (7) and a mechanism (9) which is connected downstream
of the motor (7) and acts on the hinge strap (2) which is connected in a rotationally
fixed manner to a hinge spindle (4); the hinge spindle (4) is situated within the
roof lining of the corresponding motor vehicle;
b) the mechanism (9) is connected in a rotationally fixed manner on the driven side
to the hinge spindle (4)
wherein the drive (1) comprises a pivoting bearing (18) in which that end of the hinge
spindle (4) which faces the drive (1) can be mounted pivotably, and/or
the drive (1) comprises an angle transmitter (19) which can be connected in a rotationally
fixed manner to the hinge spindle (4),
characterized in that the mechanism (9) is a lever mechanism, a driving lever (10) being connected in a
rotationally fixed manner to the motor (7) and a driven lever (12) being connected
in a rotationally fixed manner to the hinge spindle (4), and two levers (10, 12) being
connected to each other in an articulated manner via at least one coupling bar (13,
14),
wherein the drive (1) comprises a housing (17) to which the pivoting bearing (18),
and/or the angle transmitter (19), is fastened via fastening parts, and
wherein a mount (20) for a rod-shaped supporting element (21) fastened to a hinge
(5) is provided on the housing (17).
2. The drive as claimed in claim 2, characterized in that the driving lever (10) and the driven lever (12) are connected to each other (10,12)
in an articulated manner by means of two coupling bars (13, 14) arranged symmetrically
with respect to each other on both sides of the levers (10, 12).
3. The drive as claimed in claim 2, characterized in that the coupling bars (13, 14) are fastened to the driving lever (10) and to the driven
lever (12) via pivoting bearings (15, 16).
4. The drive as claimed in claim 1, characterized in that the driven lever (12) can be connected in a form-fitting manner to the hinge spindle
(4).
1. Dispositif d'entraînement destiné à faire pivoter une porte de véhicule ou un volet
de véhicule (3) qui est relié de manière solidaire en rotation à une patte de charnière
(2), présentant les caractéristiques suivantes:
a) l'entraînement (1) comprend un moteur (7) et un mécanisme (9) qui est monté en
aval du moteur (7) et agit sur la patte de charnière (2) qui est relié de manière
solidaire en rotation sur un axe d'articulation (4); l'axe d'articulation (4) est
situé à l'intérieur de la garniture de toit du véhicule automobile correspondant;
b) le mécanisme (9) est relié de manière solidaire en rotation sur le côté mené à
la broche d'articulation (4)
dans lequel l'entraînement (1) comprend un palier pivotant (18) dans laquelle l'extrémité
de la broche d'articulation (4) qui est tournée vers l'entraînement (1) peut être
monté de manière pivotante et / ou
l'entraînement (1) comprend un capteur d'angle (19) qui peut être relié de manière
solidaire en rotation à la broche d'articulation (4),
caractérisé en ce que le mécanisme (9) est un mécanisme à levier, un levier d'entraînement (10) étant relié
de manière solidaire en rotation au moteur (7) et un levier d'entraînement (12) étant
relié de manière solidaire en rotation à la broche d'articulation (4) et deux leviers
(10, 12) étant reliés les uns aux autres de manière articulée par l'intermédiaire
d'au moins une barre d'accouplement (13, 14),
dans lequel l'entraînement (1) comprend un boîtier (17) auquel le palier pivotant
(18) et / ou le capteur d'angle (19) est fixée par l'intermédiaire d'éléments de fixation,
et dans lequel un support (20) pour un élément en forme de tige de support (21) fixé
à une charnière (5) est prévu sur le boîtier (17).
2. L'entraînement selon la revendication 2, caractérisé en ce que le levier d'entraînement (10) et le levier d'entraînement (12) sont reliés les uns
aux autres (10,12) d'une manière articulée au moyen de deux barres d'accouplement
(13, 14) agencé symétriquement par rapport à l'autre sur les deux côtés des leviers
(10, 12).
3. L'entraînement selon la revendication 2, caractérisé en ce que les barres d'accouplement (13, 14) sont fixés sur le levier d'entraînement (10) et
le levier d'entraînement (12) par l'intermédiaire des paliers de pivotement (15, 16).
4. L'entraînement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le levier d'entraînement (12) peut être reliée d'une manière à ajustement de forme
à la broche d'articulation (4).