[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Stapelbehälter mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Patentanspruchs 1.
[0002] Ein generelles Gattungsmerkmal von Behältern dieses Typs ist die Option, sie sowohl
unter Nutzung ihres Innenvolumens für Ladegut aufeinander zu stapeln als auch sie
im Leerzustand ineinander zu schachteln. Letzteres ermöglicht vorteilhaft ein kompakteres
Ladevolumen z. B. beim Rücktransport der leeren (Mehrweg-)Behälter zum erneuten Beladen.
Allen Behältern dieses Typs ist gemeinsam, dass ihr Querschnitt sich von der oberen
Öffnung des Behälters zu dessen Boden hin mehr oder weniger verjüngt, wobei diese
Verjüngung stetig oder stufenweise ausgeführt sein kann. Auch im gestapelten Zustand
tauchen die Behälter meist geringfügig ineinander ein, um sie gegenseitig zu zentrieren
und den Stapel seitlich zu stabilisieren. In aller Regel werden solche Behälter aus
Kunststoff durch Spritzgießen einstückig mit allen Formelementen hergestellt.
[0003] Bekannt sind aus DE-A1-44 02 219 Stapelbehälter mit starren Wänden, die in einer
ersten Stellung aufeinander stapelbar und in einer zweiten Stellung, die gegenüber
der ersten Stellung geringfügig geradlinig versetzt ist, ineinander schachtelbar sind.
Hierzu sind in zwei einander gegenüberliegenden Wänden konisch zulaufende Rippen mit
U-Querschnitt vorgesehen, deren untere Enden in der ersten Stellung auf am oberen
Flächenrand der Behälterwände vorgesehenen Auflageflächen aufsitzen und in der zweiten
Stellung in die Negativform der gleich geformten U-Rippen des unteren Behälters fast
vollständig eintauchen können.
[0004] Aus dem gegenseitigen Versatz beider Stellungen ergibt sich im gestapelten Zustand,
in Stapelrichtung gesehen, eine geringfügige Mittenabweichung der übereinander folgenden
Behälter, welche hingegen beim Schachteln exakt vertikal über- und ineinander gelangen.
[0005] DE 296 23 985 U1 beschreibt ein ähnliches Behältersystem für Postsendungen, bei dem
die beiden unterschiedlichen Relativ-Stellungen je zweier Behälter zum Stapeln und
zum Schachteln durch Drehen eines der Behälter um seine Hochachse (180°) erreichbar
sind. Hierbei kommt es nicht zu einem gegenseitigen Versatz der Behälter, ob sie nun
gestapelt oder ineinander geschachtelt sind.
[0006] Auch bei diesem sowie in dem gleichartigen, in FR-A-2 621 297 beschriebenen System
sind an zwei einander gegenüberliegenden Seitenwänden eingeformte steg- und u-fönnigen
Formelemente durch geeigneten gegenseitigen Versatz so beschaffen, dass sie in einer
Stellung das Aufsetzen der unteren Enden der Stege auf obere Aufstandsflächen der
Seitenwände des jeweils unteren Behälters erlauben, während sie sich nach Drehen des
oberen oder unteren Behälters ineinander passen lassen.
[0007] Da die Behälter relativ schwer beladen werden (z. B. mit Postsendungen), muss man
die Last tragenden Formelemente selbst relativ tief senkrecht zum Verlauf der besagten
Seitenwände ausführen. Dadurch wird grundsätzlich das nutzbare Ladevolumen der Behälter
eingeschränkt.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Behälter oder ein Behältersystem
zu schaffen, bei dem die das Stapeln und Schachteln der Behälter erlaubenden Formelemente
das nutzbare Behältervolumen weniger einschränken.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Die Merkmale der Unteransprüche geben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung an.
Durch Anordnen der das wahlweise Stapeln und Schachteln (Nesten) erlaubenden Formelemente
in Eckbereichen der Behälter wird es möglich, die Seitenwände glatt und relativ dünn
auszuführen sowie sie ganzflächig an den äußeren Umriss der Behälter heranzuführen.
Auch lassen sich gemäß der Erfindung vorteilhaft so genannte Display-Behälter ausführen,
deren Seitenwände zwischen den mit der Nennhöhe der Behälter ausgeführten Eckpfosten
mehr oder weniger stark herabgezogen sind, so dass das Ladegut auch im gestapelten
Zustand belüftet, sichtbar und ggf. zugänglich ist.
[0010] Die Eckbereiche können ohnehin je nach Ladegut nicht vollständig genutzt werden.
Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Stapelbehälter für kleinstückiges, ggf. schüttfähiges
Ladegut, z. B. Pilze oder Früchte wie Erdbeeren oder Kirschen, aber auch Äpfeln etc.,
ist auch mit etwas auftragenden Eckbereichen insgesamt eine vorzügliche Raunmutzung
möglich.
[0011] Die erfindungsgemäßen Behälter werden bevorzugt mit rechteckigem (ggf. quadratischem)
Grundriss ausgeführt. Die erfindungsgemäße Anordnung und Ausbildung der Formelemente
lässt sich jedoch grundsätzlich auch bei Behältern mit anderem Grundriss anwenden,
solange diese eine gerade Anzahl von Ecken haben. Zum Erreichen einer stabilen Stapelung
- sowohl im Stapel- als auch im Schachtel-Modus - sollten die Behälter stets an allen
Ecken aufliegen.
[0012] Generelles Merkmal der erfindungsgemäß modifizierten Eckausbildung sind mindestens
zwei Typen von Absätzen oder Schultern mit einer zum Behälterboden annähernd parallelen
(horizontalen) Erstreckung. Im einen Fall sind sie innen etwa in Höhe des oberen Randes
des Stapelbehälters und außen etwa in Höhe des Bodens anzuordnen (im folgenden "Stapelelemente")
und im anderen Fall innen um einen vorgegebenen Abstand vom oberen Rand des Behälters
aus abgesenkt bzw. außen oberhalb des Bodens anzuordnen ("Schachtelelemente"). Die
äußeren (unteren) Stapelelemente sind nur von der Außenseite des Behälters her sichtbar,
während die inneren (oberen) Stapelelemente am besten bei einem Blick über das Behälterinnere
erkennbar sind.
[0013] Wie schon eingangs erwähnt, muss die (obere) Öffnung der Behälter einen Umfang haben,
der größer ist als die Fläche des Bodens zzgl. der Dicke der Seitenwände, um das Schachteln
zu ermöglichen.
[0014] Zum Stapeln werden untere (außen liegende) Stapelelemente des aufzusetzenden Behälters
auf obere (innen liegende) Stapelelemente des unteren Behälters aufgesetzt.
[0015] Beim Schachteln können untere (äußere) Stapelelemente auf oberen (inneren) Schachtelelementen
aufsitzen. Dabei taucht der aufgesetzte Behälter mehr oder weniger in den unteren
(tragenden) Behälter ein.
[0016] In einer bevorzugten Ausführung sind jeweils in einer Ecke des Stapelbehälters, in
der zwei Seitenwände einen Winkel bilden, die Stapelelemente in Verlängerung der ersten
Seitenwand und die Schachtelelemente in Verlängerung der zweiten Seitenwand anzuordnen.
Der erfindungsgemäß gewollte Effekt wird z. B. dadurch erreicht, dass man an eine
erste Seitenwand beidseitig Schachtelelemente und an die gegenüber liegende Seitenwand
beidseitig Stapelelemente anschließen lässt. Geht man von einem rechteckigen Grundriss
aus, so sind an die erste längere Seitenwand beidseitig Stapelelemente und an die
andere Seitenwand beidseitig Schachtelelemente anzuformen.
[0017] Es sind mindestens zwei unterschiedliche globale Gestaltungen der Eckbereiche möglich,
in deren erster zwei identische Behälter zum Stapeln bzw. Schachteln jeweils um 180°
wie beim Stand der Technik gegeneinander gedreht werden müssen, in deren zweiter zwei
identische Behälter mit quadratischem Grundriss lediglich um 90° gegeneinander gedreht
werden müssen. Im ersten Fall können die Behälter zu einer einzigen Achse symmetrisch
sein, im zweiten Fall sind sie zu zwei senkrecht aufeinander stehenden Achsen symmetrisch.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Gegenstands der Erfindung gehen aus der Zeichnung
eines Ausführungsbeispiels und deren sich im Folgenden anschließender eingehender
Beschreibung hervor.
[0018] Es zeigen
- Fig. 1
- eine einfache Prinzipskizze einer möglichen Anordnung von Stapel- und Schachtelelementen
an einem Tripel von baugleichen Behältern,
- Fig. 2
- eine ähnliche Prinzipskizze wie in Fig. 1 mit zwei Stapelbehältem mit quadratischem
Grundriss;
- Fig. 3
- eine perspektivische Außenansicht einer Behälterecke;
- Fig. 4
- eine perspektivische Innenansicht derselben Behälterecke wie in Fig. 3;
- Fig. 5
- eine perspektivische Zusammenstellung zweier vor dem Stapeln übereinander gebrachter
identischer Behälterecken;
- Fig. 6
- eine perspektivische Zusammenstellen zweier vor dem Schachteln übereinander gebrachter
verschieden ausgebildeter Behälterecken.
[0019] In
Fig. 1 stehen drei baugleiche, im Grundriss rechteckige Stapelbehälter 1 übereinander. Man
blickt von oben in die Öffnung der Behälter auf deren Boden 2. Während der obere und
der mittlere Behälter 1 gleich ausgerichtet sind, ist der untere Behälter gegenüber
den beiden anderen um 180° um seine Hochachse (in Blickrichtung) gedreht. In der Art
eines Drahtmodells sind nur die Hauptkanten jedes Behälters als Verbindungslinien
zwischen den Ecken dargestellt.
[0020] Jeder Behälter 1 hat zwei lange Seitenwände L1, L2 und zwei kurze Seitenwände K1,
K2. Die real nur leicht zueinander angestellten Seitenwände L1, L2, K1, K2 sind hier
übertrieben schräg, perspektivisch verzerrt gezeichnet (in der Art einer Photographie
mit Weitwinkel-Objektiv), um die Anordnung der Stapelelemente und der Schachtelelemente
auch in dieser Draufsicht sichtbar zu machen. So können alle vier Ecken auf einen
Blick gezeigt werden. Letztere sind im Uhrzeigersinn mit E1 (Seitenwände K1 und L1),
E2 (Seitenwände L1 und K2), E3 (Seitenwände K2 und L2) und E4 (Seitenwände L2 und
K1) bezeichnet.
An jeder Ecke E1 bis E4 jedes Behälters 1 ist ein Paar aus einem oberen inneren Stapelelement
3.1 (nahe dem oberen Rand des Behälters an der inneren Wandfläche) und einem unteren
äußeren Stapelelement 3.2 (nahe dem Boden 2 an der äußeren Wandfläche) in Verlängerung
einer ersten Seitenwand angeordnet. Jeweils an derselben Ecke schließen an die paarweise
vorzusehenden Stapelelemente 3.1, 3.2 Schachtelelemente 4 an, die sich etwa auf halber
Höhe zwischen dem oberen Rand der Behälter 1 und deren Boden 2 befinden.
Für die Funktionen "Stapeln" und "Schachteln" der Behälter ist es wichtig, dass in
einer vertikalen Projektion einer jeden Ecke die Stapelelemente 3.1 und 3.2 einander
wenigstens teilweise überdecken. Gleichzeitig ist es notwendig, dass die jeweiligen
unteren äußeren Stapelelemente so weit von der (ideellen) Ecke des Behälters versetzt
sind, dass sie nach dem Drehen eines Behälters an dem oberen inneren Stapelelement
3.1 des darm unteren Behälters vorbei gelangen können, um auf das zugehörige Schachtelelement
4 aufzusetzen. Zugleich muss im Bereich zwischen der Unterseite eines jeden Schachtelelements
4 und dem Boden des betreffenden Behälters ein Freiraum vorhanden sein, in den das
obere Stapelelement 3.1 des dann unteren Behälters so weit eintauchen kann, bis es
die Unterseite des Schachtelelements 4 nahezu berührt.
[0021] Die prinzipielle Anordnung der Stapel- und Schachtelelemente wird nun für den oben
gezeigten Behälter 1 näher erörtert; die beiden anderen Behälter 1 sind wie gesagt
identisch ausgeführt.
[0022] Reale räumliche Ausführungsformen der Stapel- und Schachtelelemente werden später
anhand der weiteren Figuren beschrieben.
[0023] An die Seitenwand K1 schließen beidseitig Paare von Stapelelementen 3.1 und 3.2 an.
Die gegenüber liegende Seitenwand K2 hat kein Stapelelement, sondern an ihre beiden
Seiten schließen Schachtelelemente 4 an.
[0024] Die beiden Seitenwände L1 und L2 haben hingegen jeweils an ihrem in der Zeichnung
linken Ende Schachtelelemente 4, an ihren rechten Enden wieder obere und untere Stapelelemente
3.1 und 3.2.
[0025] Hieraus ergibt sich die Regelmäßigkeit, dass die Ecken E1 und E2 sowie die Ecken
E3 und E4 paarweise identisch ausgeführt sind. Dreht man nämlich die Ecke E1 gedanklich
im Uhrzeigersinn um 90°, so lässt sie sich mit der Ecke E2 in exakte Überdeckung bringen.
Gleiches gilt analog für das Ecken-Paar E3 und E4. Demgegenüber sind die Ecken E1
und E4 sowie E2 und E3 spiegelverkehrt.
[0026] Die Behälter 1 haben also einen bezüglich einer den Mittelpunkt des Bodens 2 berührenden
und die Seitenwände K1 und K2 mittig schneidenden Achse symmetrischen Aufbau.
[0027] Der mittlere Behälter 1 ist in Fig. 1 gleich wie der obere ausgerichtet. Man erkennt
ohne weiteres, dass bei einem gedachten Aufsetzen des mittleren Behälters 1 auf den
oberen Behälter die unteren Stapelelemente 3.2 des aufgesetzten Behälters 1 sich über
den oberen Stapelelementen 3.1 des darunter stehenden Behälters 1 befinden und darauf
abgesetzt werden können (an die starke perspektivische Verzerrung dieser prinzipiellen
Darstellung sei erinnert). Die oberen Stapelelemente 3.1 bilden jeweils Aufstandsflächen
für die unteren Stapelelemente 3.2, und der obere Behälter steht an allen vier Ecken
E1 bis E4 sicher auf.
[0028] Beim unten gezeichneten Behälter 1 sind die vier Ecken E1 bis E4 und Seitenwände
infolge Drehung um 180° paarweise gegenüber den entsprechenden Ecken und Seitenwänden
der beiden darüber abgebildeten Behälter 1 vertauscht. Strichpunktierte Linien zwischen
den Schachtelelementen 4 des unten gezeichneten Behälters 1 deuten eine Aufstand-Ebene
an, auf der beim Schachteln zweier Behälter der jeweils obere Behälter bzw. seine
unteren äußeren Stapelelemente 3.2 aufsetzen.
[0029] Verschiebt man nun gedanklich den mittleren Behälter 1 in eine vertikale Projektion
über den unteren Behälter 1, so gelangen folgende Elemente, auf die Zeichnungsebene
projiziert, übereinander (jeweils die zum mittleren Behälter 1 gehörenden Elemente
zuerst genannt):
Ecken E1 -> E3, E2 -> E4, E3 -> E1, E4 -> E2
Unteres äußeres Stapelelement 3.2 von E1 -> Schachtelelement 4 von E3
Schachtelelement 4 von E1 -> oberes inneres Stapelelement 3.1 von E3
Unteres äußeres Stapelelement 3.2 von E2 -> Schachtelelement 4 von E4
Schachtelelement 4 von E2 -> oberes inneres Stapelelement 3.1 von E4
Unteres äußeres Stapelelement 3.2 von E3 -> Schachtelelement 4 von E1
Schachtelelement 4 von E3 -> oberes inneres Stapelelement 3.1 von E1
Unteres äußeres Stapelelement 3.2 von E4 -> Schachtelelement 4 von E2 und
Schachtelelement 4 von E4 -> oberes inneres Stapelelement 3.1 von E2.
[0030] Fig. 2 stellt zwei Behälter 1' mit quadratischem Grundriss dar, deren Ecken E1 bis E4 prinzipgleich
mit den in Fig. 1 gezeigten ausgeführt sind. Gleiche Symbole wie in Fig. 1 bezeichnen
die Stapelelemente 3.1 und 3.2 sowie die Schachtelelemente 4. Im Unterschied zu Fig.
1 müssen diese Behälter 1' jedoch nur um 90 ° gegeneinander gedreht werden, um sie
schachteln zu können, da die Abfolge der Ausstattung der Ecken mit Stapelelementen
3.1 und 3.2 und Schachtelelementen 4 gegenüber den Behältern 1 verändert ist.
[0031] Bei den Stapelbehältern 1' schließen nämlich an jede Seitenwand beidseitig Formelemente
3.1/3.2 oder 4 gleichen Typs an. Es handelt sich hier um eine achsensymmetrische Anordnung
mit zwei zueinander senkrecht verlaufenden Symmetrieachsen, die beide durch den Mittelpunkt
des Bodens 2' der Behälter 1' verlaufen und die Seitenwände L1/L2 bzw. K1/K2 mittig
teilen. Dies funktioniert nur bei quadratischem Grundriss.
[0032] Gemeinsames Merkmal beider Eck-Konfigurationen in Fig. 1 und Fig. 2 ist allerdings,
dass an keiner Ecke beidseitig Stapelelemente oder beidseitig Schachtelelemente vorhanden
sind; mit einer solchen Konfiguration wäre kein sicheres Aufstapeln der Behälter 1
oder 1' an allen vier Ecken möglich.
[0033] Offensichtlich sind wiederum je zwei gleich ausgerichtete Behälter 1' stapelbar.
Verschiebt man hingegen in Fig. 2 wiederum gedanklich den oberen Behälter 1' in eine
vertikale Projektion über den um 90° gedrehten unteren Behälter 1', so gelangen folgende
Elemente, auf die Zeichnungsebene projiziert, übereinander (jeweils die zum oberen
Behälter 1' gehörenden Elemente zuerst genannt):
Ecken E1 -> E4, E2 -> E1, E3 -> E2, E4 -> E3, und demnach
Unteres äußeres Stapelelement 3.2 von E1 -> Schachtelelement 4 von E4
Unteres äußeres Stapelelement 3.2 von E2 -> Schachtelelement 4 von E1
Unteres äußeres Stapelelement 3.2 von E3 -> Schachtelelement 4 von E2
Unteres äußeres Stapelelement 3.2 von E4 -> Schachtelelement 4 von E3.
analog die Schachtelelemente 4 über die jeweils oberen inneren Stapelelemente 3.1.
[0034] Natürlich könnte man auch die in Fig. 1 gezeigten Behälter 1 mit quadratischem Grundriss
ausführen, wobei sie aber zum Wechsel zwischen Stapel- und Schachtelstellung immer
noch jeweils um 180° zu drehen wären.
[0035] Anhand der folgenden perspektivischen Darstellungen wird nun unter Bezug auf die
Eck-Konfigurationen nach Fig. 1 eine bevorzugte reale Ausführungsform der Stapel-
und Schachtelelemente beschrieben.
[0036] In
Fig. 3 sieht man den Boden 2 eines der Behälter 1 von schräg unten im Bereich der Ecke E1.
Diese ist nicht bis in die ideelle Ecke des Zusammentreffens der verlängerten Seitenwände
L1 und K1 ausgebildet. Ein unteres äußeres Stapelelement 3.2 derselben Ecke E1 in
Fortsetzung der Seitenwand K1 ist sichtbar. Es springt geringfügig gegenüber dieser
Seitenwand zurück, und es ist auch gegenüber der über Eck anschließenden Seitenwand
L1 zum Innenraum des Behälters 1 rückversetzt. Darüber erkennt man lediglich die untere
Seite des oberen, inneren Stapelelements 3.1, auf dessen obere Fläche von oben her
ein weiteres unteres äußeres Stapelelement 3.2 eines anderen identischen Behälters
1 aufsetzbar ist. Der Flächenbereich des unteren Stapelelements 3.2 hat eine Aussparung
3.3, deren Bestimmung noch erörtert wird. Zwischen den an der Ecke E1 annähernd in
vertikaler Projektion übereinander angeordneten Stapelelementen 3.2 und 3.1 erstrecken
sich Versteifungsrippen 5.
Jenseits der Ecke E1 (in der Zeichnung links davon) erkennt man etwa auf halber Höhe
der Seitenwand L1 die untere Fläche des zugehörigen Schachtelelements 4, das an die
Seitenwand L1 anschließt. Auch dieses ist geringfügig gegenüber den Außenumrissen
der beidenSeitenwände L1 und K1 zum Behälterinnenraum hin rückversetzt. Man erkennt
auch den schon erwähnten Freiraum 6, der im Bereich zwischen der unteren Fläche des
besagten Schachtelelements 4 und dem Boden 2 des Behälters in Form einer an der Ecke
E1 in das Behälterinnere eingesenkten Nische vorgesehen ist.
[0037] Man erkennt hier auch, dass die Oberkanten der Seitenwände L1 und K1 gegenüber dem
als Eckpfosten ausgebildeten Eckbereich deutlich abgesenkt sind, jedoch im wesentlichen
glattflächig und entlang dem äußeren Umriss des Behälters geformt sind.
[0038] Fig. 4 zeigt dieselbe Ecke E1 über den Innenraum des Behälters 1 hinweg schräg von oben
gesehen. Hier ist nun die obere Fläche des oberen inneren Stapelelements 3.1 sichtbar,
über die sich eine Nase 3.4 erhebt. Letztere dringt beim Stapeln der Behälter 1 in
die jeweils an dem zugehörigen unteren äußeren Stapelelement 3.2 vorgesehene Aussparung
3.3 ein und unterstützt das Zentrieren und Stabilisieren der Relativposition der beiden
gestapelten Behälter.
[0039] Kleine schräge Rippen 3.5 dienen zum Zentrieren des aufzusetzenden Behälters 1; sie
stellen z. B. den oberen Behälter genau so ein, dass die Aussparung 3.4 genau über
die Nase 3.3 des unteren Behälters gelangt.
[0040] Man erkennt auch die Oberseite des Schachtelelements 4, die schulterartig als untere
Begrenzung eines taschenartigen Freiraums 7 ausgebildet ist, sowie die Innenwand des
außen befindlichen Freiraums 6 unterhalb desselben Schachtelelements 4.
[0041] Fig. 5 veranschaulicht den Vorgang des Stapelns zweier baugleicher Behälter 1 mit einer
Ansicht der Relativposition zweier übereinander liegender identisch ausgebildeter
Ecken E1 von schräg oben / außen. Sie zeigt eine Bewegungsphase kurz vor dem Aufsetzen
des oberen Behälters. Man sieht, dass das untere äußere Stapelelement 3.2 des oberen
Behälters sich genau über dem oberen inneren Stapelelement 3.1 befindet, wobei die
Nase 3.4 unter der hier nicht sichtbaren Aussparung 3.3 liegt. Analoge Relativstellungen
stellen sich gemäß Fig. 1 an allen anderen drei Ecken ein. Die körperliche Ausführung
der Stapel- und Schachtelelemente ist in der Regelüberall identisch. Bei weiterem
Ablassen des oberen Behälters 1 sitzen an allen vier Ecken E1 bis E4 die unteren äußeren
Stapelelemente 3.2 auf den zugeordneten oberen inneren Stapelelementen 3.1 auf.
[0042] Die Schachtelelemente 4 bleiben beim Stapeln zweier Behälter 1 ohne Funktion.
Zwar könnte man in Umkehrung der hier gezeigten Ausführung auch eine nach unten zeigende
Nase an den unteren äußeren Stapelelementen 3.2 und eine entsprechende Aussparung
an den oberen inneren Stapelelementen 3.1 vorsehen. Jedoch müsste man in diesem Fall
auch entsprechende Aussparungen in den Flächen der Schachtelelemente 4 vorsehen, wenn
man nicht in Kauf nehmen wollte, dass die geschachtelten Behälter ohne solche Aussparungen
lediglich auf den Spitzen der nach unten zeigenden Nasen aufsitzen können. Selbstverständlich
sind auch andere Varianten von Zentrierelementen möglich.
[0043] Demgegenüber zeigt
Fig. 6 eine Phase beim Schachteln oder Nesten zweier baugleicher, jedoch gegeneinander um
180° verdrehter Stapelbehälter 1, entsprechend der schon anhand Fig. 1 geschilderten
Zusammenstellung des unteren und des mittleren Behälters 1. Hier hat man die Ecke
E1 des oberen Behälters 1 vertikal über die Ecke E3 des unteren Behälters 1 gebracht.
Seitenwand L1 des oberen Behälters 1 fluchtet also mit Seitenwand L2 des unteren Behälters
1, Seitenwand K1 oben mit Seitenwand K2 unten.
[0044] Das untere äußere Stapelelement 3.2 (Seitenwand K1) des oberen Behälters / Ecke E1
befindet sich senkrecht über dem Schachtelelement 4 (Seitenwand K2) des unteren Behälters
1 / Ecke E3 und oberhalb der Tasche 7. Zugleich befindet sich das Schachtelelement
4 (Seitenwand L1) nebst dem darunter sich erstreckenden Freiraum 6 des oberen Behälters
1 / Ecke E1 senkrecht über dem oberen inneren Stapelelement 3.1 (Seitenwand L2) des
unteren Behälters 1 / Ecke E3.
[0045] Beim weiteren Absenken des oberen Behälters 1 läuft das obere innere Stapelelement
3.1 des unteren Behälters 1 in den Freiraum 6 unter dem Schachtelelement 4 ein, während
das untere äußere Stapelelement 3.2 des oberen Behälters 1 in die oberhalb des Schachtelelements
4 der Ecke E3 gebildete Tasche 7 einläuft, bis es schließlich auf der Oberseite des
Schachtelelements 4 aufsitzt. Gleiches geschieht wiederum an den drei anderen Ecken,
so dass der obere Behälter 1 an allen 4 Ecken sicher abgestützt ist. Die Wanddicke
im Bereich der Schachtelelemente 4 kann so gestaltet werden, dass ein Aufsitzen der
Nasen 3.3 an der Unterseite der Schachtelelemente 4 vermieden wird.
[0046] Zwar wird hier nur das Stapeln bzw. Schachteln jeweils zweier Behälter 1 beschrieben.
Es versteht sich jedoch von selbst, dass eine Mehrzahl von Behältern mithilfe der
beschriebenen Formelemente 3.1, 3.2 und 4, 5 stabil gestapelt bzw. geschachtelt werden
kann, wobei beim Schachteln jeweils zwei aufeinander folgende Behälter um 180° gegeneinander
zu drehen sind.
1. Stapelbehälter (1; 1'), insbesondere Transportbehälter für Lebensmittel wie Früchte,
mit Formelementen (3.1, 3.2, 4, 5) zum Stapeln des Stapelbehälters (1; 1') auf mindestens
einem weiteren system- und/ oder baugleichen Stapelbehälter (1; 1') und zum ineinander
Schachteln desselben Behälterpaares nach Drehen eines der Stapelbehälter (1; 1') um
seine Hochachse,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Formelemente (3.1, 3.2, 4, 5) in den Eckbereichen (E1 bis E4) eines jeden Stapelbehälters
(1; 1') angeordnet sind, wobei mindestens zwei unterschiedliche Eck-Konfigurationen
vorgesehen sind.
2. Stapelbehälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
an jeder Ecke (E1 bis E4) auf einer Seite Stapelelemente (3.1, 3.2) und auf der anderen
Seite Schachtelelemente (4) angeordnet sind, die sich jeweils in Verlängerung an die
beiden über Eck angeordneten Seitenwände (L1, L2; K1, K2) anschließen.
3. Stapelbehälter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwei unterschiedliche Ausbildungen von Eckbereichen (E1/E4; E2/E3) spiegelverkehrt
zueinander sind.
4. Stapelbehälter nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich an eine sich zwischen zwei Ecken erstreckende Seitenwand (L1; L2) des Behälters
(1) im Bereich einer ersten Ecke (E1; E4) Schachtelelemente (4) und im Bereich der
zweiten Ecke (E2; E3) Stapelelemente (3.1, 3.2) anschließen.
5. Stapelbehälter nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich an eine sich zwischen zwei Ecken (E1, E4) erstreckende Seitenwand (K1) des Behälters
(1) im Bereich beider Ecken Stapelelemente (3.1, 3.2) anschließen, während sich an
eine dieser gegenüber liegende Seitenwand (K2) im Bereich beider Ecken (E2, E3) Schachtelelemente
(4) anschließen.
6. Stapelbehälter nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich bei einem Behälter (1') mit quadratischem Grundriss an jeweils ein Paar einander
gegenüberliegender Seitenwände beidseitig Stapelelemente (3.1, 3.2) und an das andere
Paar von einander gegenüberliegenden Seitenwänden beidseitig Schachtelelemente (4)
anschließen.
7. Stapelbehälter nach den Ansprüchen 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
je zwei identische Behälter (1) nach gegenseitigem Verdrehen um 180° ineinander schachtelbar
sind.
8. Stapelbehälter nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
je zwei identische Behälter (1) nach gegenseitigem Verdrehen um 90° ineinander schachtelbar
sind.
9. Stapelbehälter nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Stapelelemente jeweils paarweise übereinander liegend durch ein oberes inneres
Stapelelement (3.1) im ecknahen Bereich des oberen Randes des Behälters (1; 1') und
durch ein unteres äußeres Stapelelement (3.2) im ecknahen Bereich des Bodens des Behälters
(1; 1') gebildet sind, wobei beim Stapeln jeweils die unteren äußeren Stapelelemente
(3.2) einer Ecke auf den oberen inneren Stapelelementen (3.1) einer anderen Ecke zur
Auflage kommen.
10. Stapelbehälter nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
an den paarweise zusammengehörigen oberen inneren Stapelelementen (3.1) und unteren
äußeren Stapelelementen (3.2) zentrierende Formelemente (3.3, 3.4, 3.5) vorgesehen
sind.
11. Stapelbehälter nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
an jedem oberen inneren Stapelelement (3.1) eine nach oben weisende Nase (3.3) und
an jedem unteren äußeren Stapelelement (3.2) eine zur Aufnahme der Nase (3.3) beim
Stapeln bestimmte Aussparung (3.4) vorgesehen ist.
12. Stapelbehälter nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schachtelelemente (4) durch etwa in halber Höhe der Eckbereiche (E1 bis E4) des
Behälters (1; 1') eingeformte Schulterflächen mit im wesentlichen zum Boden (2) des
Behälters paralleler Erstreckung gebildet sind, oberhalb deren innere Taschen (7)
und unterhalb deren äußere Freiräume (6) ausgebildet sind, wobei beim Schachteln zweier
Behälter jeweils ein unteres äußeres Stapelelement (3.1) auf der Fläche eines Schachtelelements
(4) zur Auflage kommt.