[0001] Die Erfindung betrifft eine Vakuum-Bandfördervorrichtung, umfassend:
ein luftdurchlässiges endloses Förderband; eine erste Rolle, angeordnet am stromaufwärtigen
Ende der Vakuum-Bandfördervorrichtung, und eine zweite Rolle, angeordnet am stromabwärtigen
Ende der Vakuum-Bandfördervorrichtung, wobei die Rollen das Förderband führen, wenn
das Förderband umläuft; das endlose Förderband hat ein transportierendes Trumm, welches
von der ersten zur zweiten Rolle läuft, außerdem ein zurücklaufendes Trumm, welches
von der zweiten zur ersten Rolle läuft; das transportierende Trumm läuft über einen
Unterdruckkasten, in welchem ein Unterdruck erzeugbar ist, welches sich durch das
transportierende Trumm hindurch fortpflanzt, um die Papierbahn oder ein Bändel derselben,
welche/welches mittels des Förderbandes geführt werden soll, anzusaugen. Die Erfindung
betrifft ferner eine Maschine zur Herstellung oder Veredelung einer Papierbahn, mit
einer derartigen Vakuum-Bandfördervorrichtung.
[0002] Vakuum-Bandfördervorrichtungen werden benutzt, um das Einfädeln einer Papierbahn
zu erleichtern, und zwar in einer Maschine zur Herstellung oder Veredelung oder Weiterverarbeitung
einer solchen Bahn. Bei der Inbetriebnahme einer Papierherstellungsmaschine (oder
beim Wiederanfahren nach einem Bahnabriss) wird ein schmaler "Bändel" oder Einführstreifen
von der laufenden Bahn abgetrennt. Dieser Bändel wird mit Hilfe der Vakuum-Bandfördervorrichtung
beispielsweise vom Ende einer Maschinensektion zum Einlaufbereich einer nachfolgenden
Maschinensektion überführt.
BESCHREIBUNG DES STANDES DER TECHNIK
[0003] Bezug genommen wird auf die folgenden Dokumente: DE 299 10 850; US 3,355,349; Broschüre
"Double-Tail-Elimination" der Fibron Machinery Corporation, New Westminster, BC, Canada;
DE 199 62 731; DE 199 00 986; DE 100 09 188.
[0004] Im deutschen Gebrauchsmuster 299 10 850 ist eine Vakuum-Bandfördervorrichtung beschrieben,
die ein luftdurchlässiges endloses Band umfasst, welches über zwei Rollen und einen
Unterdruckkasten läuft. Der Unterdruck des Unterdruckkastens pflanzt sich durch das
transportierende Trumm des Bandes hindurch fort, um eine Bahn oder einen Bändel, der
mittels des Förderbandes geführt werden soll, anzusaugen. Eine der Rollen ist verschiebbar,
um das Band zu spannen.
[0005] Gemäß US 3,355,349 ist am Einlaufende (oder "stromaufwärtigen") Ende der Fördervorrichtung
eine Trenneinrichtung oder "Bändelschneider" angeordnet; diese Trenneinrichtung umfasst
ein gezahntes Messer, das sich in Querrichtung, d. h. parallel zur Rollenachse, erstreckt.
Bevor die Bandfördervorrichtung damit beginnt, den Bändel der Bahn zu transportieren,
läuft die komplette Bahn einschließlich des Bändels (beispielsweise von einem letzten
Trockenzylinder) abwärts; dabei läuft sie vorbei am Einlaufende der Bahnfördervorrichtung
und gelangt schließlich in einen Ausschussbehälter oder Ausschuss-Stofflöser. Ein
schmaler "Bändel-Schaber" ist am letzten Trockenzylinder vorgesehen, um den Bändel
vom Trockner-Mantel abzulösen und um den Bändel auf die Bandfördervorrichtung zu überführen.
Wenn die letztere zu arbeiten beginnt, trennt der Bändelschneider den Bändel durch
und bildet dadurch einen neuen Bändelanfang, der nunmehr zum Kalander transportiert
wird. Wenn kein Bändelschneider vorhanden wäre, dann würde die Bandfördervorrichtung
einen "doppelten Bändel" aus dem Ausschussbehälter nach oben ziehen; dies würde während
des Einfädelvorgangs Probleme verursachen. Auf die oben erwähnte Broschüre "Double-Tail-Elimination"
wird hingewiesen.
[0006] Eine Maschine zur Herstellung oder Veredelung einer Papierbahn nach dem Oberbegriff
von Anspruch 1 bzw. 2, mit einer Vakuum-Bandfördervorrichtung wie eingangs angesprochen,
ist aus der WO 00/19013 bekannt. Bei dieser bekannten Vakuum-Bandfördervorrichtung
erfolgt die Unterdruckerzeugung im Unterdruckkasten vermittels von so genannten Foils
und an diesen angeordneten Blasdüsen.
[0007] Gemäß DE 199 62 731 (noch nicht veröffentlicht) ist eine Verbesserung vorgeschlagen
worden, die eine Zuführplatte umfasst. Daraus resultiert eine zuverlässigere Arbeitsweise
der Bandfördervorrichtung, auch bei erhöhter Arbeitsgeschwindigkeit. Es besteht jedoch
ein Bedarf nach weiteren Verbesserungen in dem zuvor angegebenen Sinne.
ERFINDUNG; AUFGABE UND LÖSUNG
[0008] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die eingangs angesprochene Maschine
und die darin enthaltene Vakuum-Bandfördervorrichtung so weiterzubilden, dass die
Papierbahn oder ein Bändel derselben im Bedarfsfall zuverlässig von der Vakuum-Bandfördervorrichtung
aufgenommen und mittels des Förderbandes geführt wird.
[0009] Weitere der Erfindung gemäß Ansprüchen 1, 2, 13 und 14 bzw. deren Weiterbildungen
gemäß Unteransprüchen zugrunde liegenden Zielsetzungen sind folgende:
[0010] Es soll eine verbesserte Fördervorrichtung geschaffen werden, die bei unterschiedlichen
Papiersorten zuverlässig arbeitet, auch bei Papiersorten mit hoher Zugfestigkeit und
die speziell auch in modernen Papier-Herstellungsoder -Veredelungsmaschinen mit extrem
hoher Arbeitsgeschwindigkeit (beispielsweise über 2000 m/min.) zuverlässig arbeitet.
[0011] Ferner soll der herkömmlich an der die Papierbahn abgebenden Walze bzw. an dem die
Papierbahn abgebenden Zylinder vorgesehene Bändelschaber überflüssig gemacht werden.
Ebenso soll auf den Gebrauch eines Bändelschneiders und einer Zuführplatte verzichtet
werden können.
[0012] Ziel der Erfindung ist insbesondere eine verbesserte Konstruktion, die es erlaubt,
das stromaufwärtige Ende der Vakuum-Bandfördervorrichtung näher als bisher an der
die Papierbahn abgebenden Oberfläche (beispielsweise Oberfläche einer Walze oder eines
Zylinders) anzuordnen.
[0013] Die zuvor erwähnten Aufgaben wie auch weitere, sich aus dem Folgenden ergebende Aufgaben
werden durch die in den beigefügten Ansprüchen aufgeführten Merkmale gelöst.
[0014] So wird nach einem ersten Aspekt der Erfindung für die eingangs angesprochene Maschine
erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass die erste Rolle nahe an einem Laufweg der Papierbahn
oder an einer die Papierbahn abgebenden Oberfläche der Maschine platziert ist, und
dass zur Bildung einer Pickup-Saugzone die erste Rolle als Saugrolle ausgeführt und
an einer Unterdruckquelle angeschlossen ist, so dass von der Unterdruckquelle erzeugter
Unterdruck sich durch das über die erste Rolle laufende Förderband hindurch fortpflanzt,
um die Papierbahn oder ein Bändel derselben, welche/welches mittels des Bandes geführt
werden soll, anzusaugen (Anspruch 1).
[0015] Bereitgestellt wird für diesen Zusammenhang auch die Vakuum-Bandfördervorrichtung
gemäß Anspruch 13.
[0016] Nach einem zweiten Aspekt der Erfindung wird für die eingangs angesprochene Maschine
erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass das stromaufwärtige Ende der Fördervorrichtung
nahe an einem Laufweg der Papierbahn oder an einer die Papierbahn abgebenden Oberfläche
der Maschine platziert ist, und dass zur Bildung einer Pickup-Saugzone das Förderband
im Bereich des stromaufwärtigen Endes der Fördervorrichtung über eine gekrümmte und
perforierte Führungsfläche eines Unterdruckkastens läuft, in welchem ein Unterdruck
erzeugbar ist, welches sich durch das über die Führungsfläche laufende Förderband
hindurch fortpflanzt, um die Papierbahn oder ein Bändel derselben, welche/welches
mittels des Bandes geführt werden soll, anzusaugen (Anspruch 2).
[0017] Bereitgestellt wird in diesem Zusammenhang auch die Vakuum-Bandfördervorrichtung
gemäß Anspruch 14.
Erfindungsgemäß weist die Bandfördervorrichtung zusätzlich zu den in den Oberbegriffen
des Anspruchs 1 und des Anspruchs 2 angegebenen Merkmalen eine als Saugrolle ausgeführte
erste Rolle bzw. eine gekrümmte und perforierte Führungsfläche für das luftdurchlässige
endlose Förderband auf; diese Saugrolle bzw. die Führungsfläche ist am stromaufwärtigen
Ende der Vakuum-Bandfördervorrichtung angeordnet. Die Perforation der Führungsfläche
und dementsprechend ggf. Perforationen eines Mantels der ersten Rolle sind nach außen
hin gegen das endlose Förderband offen, sowie nach innen hin offen in Richtung zu
einer Unterdruckquelle.
[0018] Während des Betriebes wirkt die Saugrolle bzw. die gekrümmte und perforierte Führungsfläche
als eine Pickup-Saugzone, die erfindungsgemäß sehr nah am Laufweg der Papierbahn platziert
sein kann, speziell nah an einer die Bahn abgebenden Oberfläche (Sieb oder Filz oder
Walze oder Zylinder). Dadurch wird die Papierbahn oder der Bändel, insbesondere ein
neuer Bändelanfang, in viel kürzerer Zeit als bisher auf das Förderband der Vakuum-Bandfördervorrichtung
überführt.
[0019] In manchen Fällen kann die Pickup-Saugzone der Vakuum-Bandfördervorrichtung den Bahnlaufweg
direkt berühren, so dass der Bändel, insbesondere ein neuer Anfang des Bändels, unmittelbar
auf das Förderband der Vakuum-Bandfördervorrichtung überführt werden kann.
[0020] In anderen Fällen, nämlich wenn die Papierbahn über eine Walze- oder Zylinderoberfläche
läuft, wird der Bändel, vorzugsweise ein neuer Bändelanfang, vermittels wenigstens
einer Rand-Blasdüse von dieser Oberfläche abgelöst. Unmittelbar danach wird der Bändel
vom Band der Fördervorrichtung erfasst, und zwar im Bereich der Saugrolle bzw. der
gekrümmten und perforierten Führungsfläche. Die besten Resultate können erwartet werden,
wenn der neue Bändelanfang in einer geringen Entfernung stromaufwärts der (vorzugsweise
zwei) Randblasdüsen gebildet wird, beispielsweise gemäß DE 199 00 986.
[0021] Erfindungsgemäß wird ein verbesserter Einfädelvorhang in Papiermaschinen erzielt,
ohne dass an dem die Papierbahn bzw. den Bändel abgebenden Walze bzw. an dem die Papierbahn
bzw. den Bändel abgebenden Zylinder ein Bändelschaber erforderlich ist. Darüber hinaus
wird die Vakuum-Bandfördervorrichtung keine Einführungsplatte benötigen. In vielen
Fällen wird auch ein Bändelschneider überflüssig sein.
[0022] Nach einem weiteren Aspekt stellt die Erfindung bereit eine Vakuum-Bandfördervorrichtung,
insbesondere in einer Maschine zur Herstellung oder Veredelung einer Papierbahn oder
für eine Maschine zur Herstellung oder Veredelung einer Papierbahn. Die erfindungsgemäße
Vakuum-Bandfördervorrichtung umfasst:
a) ein luftdurchlässiges endloses Band;
b) eine erste Rolle, angeordnet am stromaufwärtigen Ende der Fördervorrichtung und
eine zweite Rolle, angeordnet am stromabwärtigen Ende der Fördervorrichtung, wobei
die Rollen das Band führen, wenn das Band umläuft;
c) das endlose Band hat ein transportierendes Trumm, welches von der ersten zur zweiten
Rolle läuft, außerdem ein zurück laufendes Trumm, welches von der zweiten zur ersten
Rolle läuft;
d) das transportierende Trumm ist in Kontakt mit einer Platte mit Öffnungen, die an
eine Unterdruckquelle anschließbar sind;
e) wobei das Band im Bereich des stromaufwärtigen Endes der Fördervorrichtung in Kontakt
mit einer gekrümmten und perforierten Führungsfläche ist, wobei die Perforationen
ebenfalls an eine Unterdruckquelle anschließbar sind.
[0023] Die gekrümmte und perforierte Führungsfläche kann als der umlaufende Mantel der ersten
Rolle oder als eine gekrümmte, stationäre Platte ausgebildet sein.
[0024] Weiterbildend wird vorgeschlagen, dass der Unterdruckkasten innerhalb der Schlaufe
des Bandes angeordnet ist und dass der Unterdruckkasten zum perforierten drehbaren
Mantel der ersten Rolle hin offen ist und Dichtungselemente trägt, welche die äußere
Oberfläche des drehbaren Mantels berühren können.
[0025] Der Unterdruckkasten kann vorteilhaft in mindestens zwei Sektionen unterteilt sein,
die hintereinander entlang dem Bandlaufweg angeordnet sind.
[0026] Eine zweckmäßige Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass die zum perforierten
Mantel der ersten Rolle hin offene stromaufwärtige Sektion des Unterdruckkastens mit
einem höheren Unterdruck beaufschlagbar ist als die stromabwärtige Sektion.
[0027] Vorteilhaft kann eine der Rollen zum Spannen des Bandes verschiebbar sein. Beispielsweise
kann die zweite Rolle relativ zum genannten Unterdruckkasten verschiebbar sein. Eine
andere Möglichkeit ist, dass die erste Rolle vom Unterdruckkasten getragen ist, wobei
zweckmäßig sowohl die erste Rolle als auch der Unterdruckkasten relativ zu einem stationären
Bauteil, beispielsweise einem Rahmen, verschiebbar sind. Es wird beispielsweise daran
gedacht, dass das genannte stationäre Bauteil als eine zweite (stromabwärtige) Sektion
des Unterdruckkastens ausgebildet ist.
[0028] Am stromaufwärtigen Ende der Vakuum-Bandfördervorrichtung kann mindestens eine Randblasdüse
vorgesehen sein zum Ausstoßen eines Luftstrahls zwischen eine (einen) die Bahn abgebende
Walze oder Zylinder und die Bahn oder den Bändel, ferner um die Bahn oder den Bändel
auf das stromaufwärtige Ende der Fördervorrichtung zu treiben. Die zumindest eine
Randblasdüse ist vorzugsweise dazu geeignet, um den neuen Anfang der Bahn oder des
Bändels auf das stromaufwärtige Ende der Fördervorrichtung zu treiben.
[0029] Die vorstehend im Zusammenhang mit der Vakuum-Bandfördervorrichtung nach dem weiteren
Aspekt der Erfindung angesprochenen Weiterbildungsvorschläge sind entsprechend auf
die Maschine zur Herstellung oder Veredelung einer Papierbahn bzw. der Vakuum-Bandfördervorrichtung
nach dem ersten und zweiten Aspekt der Erfindung anwendbar.
[0030] Die Erfindung betrifft auch eine vorteilhafte Verwendung einer Vakuum-Bandfördervorrichtung.
[0031] Die beigefügten Zeichnungen verdeutlichen die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0032]
- Fig. 1
- zeigt das stromaufwärtige Ende einer erfindungsgemäßen Vakuum-Bandfördervorrichtung
(ohne das Band) in einer Schrägansicht;
- Fig. 2
- ist eine Ansicht in Richtung des Pfeils II der Fig. 1;
- Fig. 3+4
- sind Seitenansichten unterschiedlicher alternativer Ausführungsbeispiele der Erfindung;
- Fig. 5+6
- zeigen verschiedene Situationen in einer Papierherstellungsmaschine mit dort vorgesehenen
Vakuum-Bandfördervorrichtungen.
BESCHREIBUNG DER IN DEN ZEICHNUNGEN DARGESTELLTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0033] Die Vakuum-Bandfördervorrichtung 8, dargestellt in den Fig. 1 und 2, umfasst eine
erste Rolle 11, die am stromaufwärtigen Ende der Fördervorrichtung angeordnet ist.
Ein luftdurchlässiges endloses Band und das stromabwärtige Ende der Fördervorrichtung
(einschließlich einer zweiten Rolle) sind nicht dargestellt.
[0034] Die erste Rolle 11 hat einen perforierten Mantel 13 und wird von zwei Lagerschilden
14 unterstützt, die starr mit der stromaufwärtigen Sektion 15a eines Unterdruckkastens
15 verbunden sind. Dieser Unterdruckkasten 15 ist unterteilt in die genannte stromaufwärtige
Sektion 15a und in eine stromabwärtige Sektion 15b. Während des Betriebes rotiert
die Rolle 11, beispielsweise im Uhrzeigersinn gemäß Pfeil A; dementsprechend läuft
dann das endlose Band.
[0035] Die stromaufwärtige Sektion 15a des Unterdruckkastens 15 ist zum perforierten Mantel
13 der ersten Rolle hin offen. Dichtungen 16 und 17 sind zwischen dem Mantel 13 und
der Sektion 15a vorgesehen. Während des Betriebes wird innerhalb der stromaufwärtigen
Sektion 15a ein Unterdruck erzeugt (beispielsweise indem die Sektion 15a über einen
Unterdruck-Einlass an eine nicht dargestellte Unterdruckquelle angeschlossen wird).
Der Unterdruck wird sich dann durch diejenigen Perforationen des Mantels 13, die momentan
nicht durch das Band bedeckt sind, in das Innere der Rolle 11 fortpflanzen und von
dort durch die anderen Perforationen des Mantels 13 und durch das luftdurchlässige
Band. Dadurch wird das Band (durch Saugwirkung) eine Bahn oder einen Bändel 9 (der
transportiert werden soll) früher erfassen als bei einer herkömmlichen Vakuum-Bandfördervorrichtung,
die nur geschlossene Rollen aufweist. Dieses günstige Resultat kann noch weiter verbessert
werden mit Hilfe von Randblasdüsen 46 (wie weiter unten erläutert, siehe Fig. 5).
Zum Spannen des Bandes werden die Rolle 11, die stromaufwärtige 15a des Kastens 15
und die Dichtungen 15, 17 gemeinsam relativ zur stromabwärtigen Sektion 15b des Kastens
15 verschoben, siehe Doppelpfeil D der Fig. 1. Zum Führen der Elemente 11, 15a, 16,
17 sind zwei Lagerplatten 19 (Fig. 2) starr mit der stationären stromabwärtigen Sektion
15b verbunden; diese umfasst die übliche Deckplatte 20 mit Saugöffnungen 21.
[0036] Auch die stromaufwärtige Sektion 15a ist mit einer Deckplatte 22 versehen (hergestellt
aus Keramik oder aus einem anderen reibungsarmen Material), worin Saugschlitze 23
vorgesehen sind, die sich (vorzugsweise) parallel zur Bandlaufrichtung erstrecken.
Mit der Platte 22 ist eine dünne perforierte Folie (oder "Läufer" 24) verbunden, hergestellt
beispielsweise aus rostfreiem Stahl; der Läufer 24 wird auf der Deckplatte 20 gleiten,
wenn das Band gespannt werden wird.
[0037] Der in der stromaufwärtigen Sektion 15a herrschende Unterdruck sollte vorzugsweise
höher sein als der in der stromabwärtigen Sektion 15b herrschende Unterdruck. Verschiedene
externe oder interne Unterdruckquellen können benutzt werden; solche sind in der noch
nicht veröffentlichten Patentanmeldung DE 100 09 188 beschrieben. Mögliche Alternative:
man kann das Innere der Saugrolle 11 über einen hohlen Zapfen der Rolle an eine Unterdruckquelle
anschließen. Für den Antrieb des Bandes wird eine der Rollen an einen Motor gekoppelt.
Beispielsweise kann man die zweite Rolle (getragen von der stromabwärtigen Sektion
15b) mittels eines internen Motors gemäß DE 299 10 850 antreiben.
[0038] Die in Fig. 3 gezeigte Vakuum-Bandfördervorrichtung umfasst ein luftdurchlässiges
endloses Band 10, eine erste Rolle 11, eine zweite Rolle 12 und einen Unterdruckkasten
25. Eine Bahn oder ein Bändel, der transportiert werden soll, ist mit 9 bezeichnet.
Wiederum ist die erste Rolle 11 als eine Saugrolle mit einem perforierten drehbaren
Mantel 13 ausgebildet. Im Gegensatz zu den Fig. 1 und 2 ist der Unterdruckkasten 25
als ein einstückiges stationäres Bauteil ausgebildet, das eine Deckplatte 20 mit den
üblichen Saugöffnungen 21 aufweist. Der Unterdruckkasten 25 trägt sowohl die erste
Rolle 11 als auch die zweite Rolle 12. Die letztere ist zum Spannen des Bandes 10
verschiebbar, die erste Rolle ist relativ zum Unterdruckkasten 25 nicht verschiebbar.
[0039] Der Unterdruckkasten 25 ist gegen den drehbaren Mantel 13 hin offen. Wiederum sind
Dichtungen 16, 17 vorgesehen. Der innerhalb des Kastens 25 erzeugte Unterdruck pflanzt
sich in die erste Rolle 11 hinein und durch das Band 10 fort, so dass der Bändel 9
früher als bisher, nämlich schon am Umfang der Saugrolle 11, durch Saugwirkung gezwungen
wird, sich an das Band 10 anzuschmiegen. Falls erforderlich, kann der Innenraum des
Unterdruckkastens 25 mittels einer Zwischenwand 26 unterteilt werden, so dass man
im Bereich der Saugrolle 11 einen höheren Unterdruck vorsehen kann.
[0040] Die Fig. 4 zeigt eine weitere Abwandlung der oben beschriebenen Vakuum-Bandfördervorrichtung.
Ähnlich der herkömmlichen Fördervorrichtungen läuft das Band 10 über zwei normale
geschlossene Rollen 11a und 12, die von einem einstückigen Unterdruckkasten 35 getragen
sind. Im Bereich des stromaufwärtigen Endes der Fördervorrichtung befindet sich für
das Band 10 eine stationäre, konvex gekrümmte und perforierte Führungsfläche 32. Diese
gekrümmte Führungsfläche 32 bildet eine gekrümmte Saugzone, die dem selben Zweck dient
wie die Saugrolle 11 der Fig. 1 bis 3.
[0041] Die gekrümmte Führungsfläche 32 ist beispielsweise durch eine perforierte gekrümmte
Platte 33 gebildet. Diese kann ein integrales Teil der ebenen Deckplatte 20a des Kastens
35 sein oder sie kann getrennt von dieser Deckplatte 20a sein, die in jedem Falle
etwas schräg relativ zum zurück laufenden Trumm des Bandes angeordnet ist. Der Unterdruckkasten
35 kann eine Kastensektion 35 umfassen oder diese tragen, welche Kastensektion einen
Teil der ersten Rolle 11 a umhüllt und die genannte gebogene perforierte Platte 33
trägt.
[0042] Die Fig. 5 zeigt einige Einzelheiten einer Papierherstellungsmaschine, nämlich einen
letzten Trockenzylinder 40, einen Trockenfilz 41, eine Filzleitwalze 42, eine Papierleitwalze
43 und einen Schaber 44. Die normale Laufstrecke der Papierbahn ist mit 9A bezeichnet.
Während des Einfädelvorgangs läuft die Bahn bei 9B nach unten; dabei wird ein Bändel
9 (beim Pfeil 45) von der Bahn 9B abgetrennt, vom Zylinder 40 mittels einer oder zwei
Randblasdüsen 46 (siehe Fig. 2) abgelöst und sofort von einer ersten Vakuum-Bandfördervorrichtung
8 erfasst. Diese Fördervorrichtung transportiert den Bändel 9 zu einer zweiten Bandfördervorrichtung
8'; zumindest die erste Fördervorrichtung ist gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildet.
[0043] Die Fig. 6 zeigt eine Vakuum-Bandfördervorrichtung 8A, die wiederum gemäß der Erfindung
ausgebildet ist. Hier berührt das stromaufwärtige Ende der Fördervorrichtung einen
Filz oder ein Sieb 49, der bzw. das eine laufende Papierbahn 9D trägt. Diese Bahn
wird unmittelbar durch Kontakt auf das Band der Fördervorrichtung 8A überführt. In
diesem Fall ist das untere Band-Trumm das transportierende Trumm.
1. Maschine zur Herstellung oder Veredelung einer Papierbahn, mit einer Vakuum-Bandfördervorrichtung
(8) umfassend:
- ein luftdurchlässiges endloses Förderband (10);
- eine erste Rolle (11), angeordnet am stromaufwärtigen Ende der Vakuum-Bandfördervorrichtung,
und eine zweite Rolle (12), angeordnet am stromabwärtigen Ende der Vakuum-Bandfördervorrichtung,
wobei die Rollen das Förderband führen, wenn das Förderband umläuft;
- das endlose Förderband (10) hat ein transportierendes Trumm, welches von der ersten
zur zweiten Rolle läuft, außerdem ein zurücklaufendes Trumm, welches von der zweiten
zur ersten Rolle läuft;
- das transportierende Trumm läuft über einen Unterdruckkasten (15; 25), in welchem
ein Unterdruck erzeugbar ist, welches sich durch das transportierende Trumm hindurch
fortpflanzt, um die Papierbahn oder ein Bändel derselben, welche/welches mittels des
Förderbandes geführt werden soll, anzusaugen,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die erste Rolle (11) nahe an einem Laufweg der Papierbahn oder an einer die Papierbahn
abgebenden Oberfläche der Maschine platziert ist, und
- dass zur Bildung einer Pickup-Saugzone die erste Rolle (11) als Saugrolle ausgeführt und
an einer Unterdruckquelle angeschlossen ist, so dass von der Unterdruckquelle erzeugter
Unterdruck sich durch das über die erste Rolle (11) laufende Förderband hindurch fortpflanzt,
um die Papierbahn oder ein Bändel derselben, welche/welches mittels des Bandes geführt
werden soll, anzusaugen.
2. Maschine zur Herstellung oder Veredelung einer Papierbahn, mit einer Vakuum-Bandfördervorrichtung
(8) umfassend:
- ein luftdurchlässiges endloses Förderband (10);
- eine erste Rolle (11), angeordnet am stromaufwärtigen Ende der Vakuum-Bandfördervorrichtung,
und eine zweite Rolle (12), angeordnet am stromabwärtigen Ende der Vakuum-Bandfördervorrichtung,
wobei die Rollen das Förderband führen, wenn das Förderband umläuft;
- das endlose Förderband (10) hat ein transportierendes Trumm, welches von der ersten
zur zweiten Rolle läuft, außerdem ein zurücklaufendes Trumm, welches von der zweiten
zur ersten Rolle läuft;
- das transportierende Trumm läuft über einen Unterdruckkasten (15; 25), in welchem
ein Unterdruck erzeugbar ist, welches sich durch das transportierende Trumm hindurch
fortpflanzt, um die Papierbahn oder ein Bändel derselben, welche/welches mittels des
Förderbandes geführt werden soll, anzusaugen,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das stromaufwärtige Ende der Fördervorrichtung nahe an einem Laufweg der Papierbahn
oder an einer die Papierbahn abgebenden Oberfläche der Maschine platziert ist, und
- dass zur Bildung einer Pickup-Saugzone das Förderband (10) im Bereich des stromaufwärtigen
Endes der Fördervorrichtung über eine gekrümmte und perforierte Führungsfläche (33)
eines Unterdruckkastens läuft, in welchem ein Unterdruck erzeugbar ist, welches sich
durch das über die Führungsfläche (33) laufende Förderband hindurch fortpflanzt, um
die Papierbahn oder ein Bändel derselben, welche/welches mittels des Bandes geführt
werden soll, anzusaugen.
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gekrümmte und perforierte Führungsfläche der Vakuum-Bandfördervorrichtung (8)
als eine gekrümmte, stationäre Platte (33) ausgebildet ist.
4. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der innerhalb der Schlaufe des Bandes (10) angeordnete Unterdruckkasten (15;25) der
Vakuum-Bandfördervorrichtung (8) zu einem perforierten drehbaren Mantel (13) der ersten
Rolle (11) hin offen ist und Dichtungselemente (16, 17) trägt, welche die äußere Oberfläche
des drehbaren Mantels (13) berühren.
5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterdruckkasten (15) der Vakuum-Bandfördervorrichtung (8) in mindestens zwei
Sektionen (15a, 15b) unterteilt ist, die hintereinander entlang dem Förderbandlaufweg
angeordnet sind.
6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zum perforierten Mantel (13) der ersten Rolle (11) hin offene stromaufwärtige
Sektion (15a) des Unterdruckkastens mit einem höheren Unterdruck beaufschlagbar ist
als die stromabwärtige Sektion (15b) des Unterdruckkastens.
7. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Rollen (11, 12) der Vakuum-Bandfördervorrichtung (8) zum Spannes des Förderbandes
(10) verschiebbar ist.
8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Rolle (12) relativ zum Unterdruckkasten der Vakuum-Bandfördervorrichtung
(8) verschiebbar ist.
9. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Rolle (11) der Vakuum-Bandfördervorrichtung (8) vom Unterdruckkasten (15a)
getragen ist und dass sowohl die erste Rolle als auch der Unterdruckkasten relativ
zu einem stationären Bauteil (beispielsweise einem Rahmen) verschiebbar sind.
10. Maschine nach Anspruch 9, worin das stationäre Bauteil als eine zweite Sektion, insbesondere
stromabwärtige Sektion (15b) des Unterdruckkastens (15) ausgebildet ist.
11. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass am stromaufwärtigen Ende der Vakuum-Bandfördervorrichtung (8) mindestens eine Randblasdüse
(46) vorgesehen ist zum Ausstoßen eines Luftstrahles zwischen eine (einen) die Papierbahn
abgebende Walze oder Zylinder (40) und die Papierbahn oder den Bändel (9), ferner
um die Papierbahn oder den Bändel auf das stromaufwärtige Ende der Vakuum-Bandfördervorrichtung
(8) zu treiben.
12. Maschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Randblasdüse (46) dazu geeignet ist, um den neuen Anfang der Bahn
oder des Bändels (9) auf das stromaufwärtige Ende der Vakuum-Bandfördervorrichtung
zu treiben.
13. Vakuum-Bandfördervorrichtung (8), insbesondere für eine Maschine zur Herstellung oder
Veredelung einer Papierbahn insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1
bis 12, umfassend:
- ein luftdurchlässiges endloses Förderband (10);
- eine erste Rolle (11), angeordnet am stromaufwärtigen Ende der Vakuum-Bandfördervorrichtung,
und eine zweite Rolle (12), angeordnet am stromabwärtigen Ende der Vakuum-Bandfördervorrichtung,
wobei die Rollen das Förderband führen, wenn das Förderband umläuft;
- das endlose Förderband (10) hat ein transportierendes Trumm, welches von der ersten
zur zweiten Rolle läuft, außerdem ein zurücklaufendes Trumm, welches von der zweiten
zur ersten Rolle läuft;
- das transportierende Trumm läuft über einen Unterdruckkasten (15; 25), in welchem
ein Unterdruck erzeugbar ist, welches sich durch das transportierende Trumm hindurch
fortpflanzt, um die Papierbahn oder ein Bändel derselben, welche/welches mittels des
Förderbandes geführt werden soll, anzusaugen,
dadurch gekennzeichnet,
- dass zur Bildung einer Pickup-Saugzone die erste Rolle (11) als Saugrolle ausgeführt und
an einer Unterdruckquelle angeschlossen ist, so dass von der Unterdruckquelle erzeugter
Unterdruck sich durch das über die erste Rolle (11) laufende Förderband hindurch fortpflanzt.
14. Vakuum-Bandfördervorrichtung (8), insbesondere für eine Maschine zur Herstellung oder
Veredelung einer Papierbahn insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1
bis 12, umfassend:
- ein luftdurchlässiges endloses Förderband (10);
- eine erste Rolle (11), angeordnet am stromaufwärtigen Ende der Vakuum-Bandfördervorrichtung,
und eine zweite Rolle (12), angeordnet am stromabwärtigen Ende der Vakuum-Bandfördervorrichtung,
wobei die Rollen das Förderband führen, wenn das Förderband umläuft;
- das endlose Förderband (10) hat ein transportierendes Trumm, welches von der ersten
zur zweiten Rolle läuft, außerdem ein zurücklaufendes Trumm, welches von der zweiten
zur ersten Rolle läuft;
- das transportierende Trumm läuft über einen Unterdruckkasten (15; 25), in welchem
ein Unterdruck erzeugbar ist, welches sich durch das transportierende Trumm hindurch
fortpflanzt, um die Papierbahn oder ein Bändel derselben, welche/welches mittels des
Förderbandes geführt werden soll, anzusaugen,
dadurch gekennzeichnet,
- dass zur Bildung einer Pickup-Saugzone das Förderband (10) im Bereich des stromaufwärtigen
Endes der Fördervorrichtung über eine gekrümmte und perforierte Führungsfläche (33)
eines Unterdruckkastens läuft, in welchem ein Unterdruck erzeugbar ist, welches sich
durch das über die Führungsfläche (33) laufende Förderband hindurch fortpflanzt.
15. Verwendung der Vakuum-Bandfördervorrichtung der Maschine nach einem der Ansprüche
1 bis 12 oder der Vakuum-Bandfördervorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, zum Führen
oder Überführen einer Papierbahn oder/und eines Bändels einer/der Papierbahn.