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EP 1 440 927 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.05.2006 Patentblatt 2006/18 |
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Anmeldetag: 26.11.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Greifer für eine Flachmaterial verarbeitende Maschine
Gripper for a flat material processing machine
Dispositif de préhension d'une machine de traitement de feuilles plates
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
22.01.2003 DE 10302289
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.07.2004 Patentblatt 2004/31 |
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Patentinhaber: Koenig & Bauer Aktiengesellschaft |
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97080 Würzburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Öchsner, Rudolf
97259 Beindersheim (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 546 512 GB-A- 725 703
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DE-A- 3 623 405
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Greifer für eine Flachmaterial verarbeitende Maschine
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] In Flachmaterial, insbesondere Papier, verarbeitenden Maschinen kommen häufig auf
einem Träger befestigte Greifer zum Einsatz, die dazu dienen, eine Kante eines Flachmaterialstücks
zu klemmen und so den Transport und gegebenenfalls die Verarbeitung des Flachmaterials
zu ermöglichen (z. B. DE 19 00 057 A, DE 43 30 610 A1).
[0003] Eine typische Anwendung ist z. B. ein Falzapparat, bei dem von einer bedruckten Bahn
vereinzelte Druckerzeugnisse einem Falzmesserzylinder zugeführt werden, an dem Falzmesserzylinder
von Greifern gehalten und zu einem Spalt zwischen dem Falzmesserzylinder und einem
Falzklappenzylinder geführt werden, durch ein aus dem Falzmesserzylinder ausfahrendes
Falzmesser entlang einer quer zur Förderrichtung verlaufenden Linie in eine Falzklappe
des Falzklappenzylinders eingeschoben und dann von den Greifern des Falzmesserzylinders
losgelassen werden, um ihre Weiterbeförderung in gefalztem Zustand auf dem Falzklappenzylinder
zu ermöglichen.
[0004] Die Greifer des Falzmesserzylinders sind im allgemeinen auf einer Greiferspindel
montiert, die am Falzmesserzylinder in der Nähe von dessen Umfang montiert ist und
schwenkbar ist, um ein Druckerzeugnis jeweils zum angemessenen Zeitpunkt einzuklemmen
bzw. freizugeben. Eine solche Greiferspindel muss schnelle, abrupte Bewegungen zum
Einklemmen bzw. Freigeben des Druckerzeugnisses durchführen.
[0005] Die Erfindung liegt die Aufgabe zurunde, einen Greifer für eine Flachmaterial verarbeitende
Maschine zu schaffen, dessen Funktion und Verwendungsmöglichkeit verbessert ist.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass der
Greifer eine hohe Steifigkeit bei geringem Gewicht besitzt und daher schnellen, abrupten
Schwenkbewegungen der Greiferspindel schnell folgen kann. Dieser Vorteil wird erreicht,
indem die Steifigkeit des Greifers gegenüber der eines einfach aus Blech gestanzten
Greifers ähnlicher Abmessungen durch eine Sicke erhöht ist, die sich entlang des Stiels
des Greifers, zwischen einem Basisabschnitt desselben, der zur Befestigung an der
Greiferspindel dient, und einem Kopfabschnitt zum Andrücken des Flachmaterials, insbesondere
Papier, gegen einen Träger, erstreckt.
[0008] Zur Erhöhung der Steifigkeit ist die Sicke vorzugsweise über den Basisabschnitt verlängert.
[0009] Löcher zur Befestigung des Greifers an dem Träger sind im Basisabschnitt der Sicke
gebildet. Dies erlaubt eine Befestigung des Greifers durch einfaches Anschrauben mit
Hilfe von durch die Löcher verlaufenden Schrauben; eine Klemmung mit Hilfe von getrennt
vom Greifer an der Spindel montierten Klemmhaltern ist nicht erforderlich.
[0010] Vorzugsweise endet die Sicke vor einem gekrümmten Abschnitt des Kopfes. Die Steifigkeit
dieses gekrümmten Abschnittes ist daher nicht so groß wie die des Stiels, so dass
es möglich ist, eventuelle Abweichungen zwischen den Positionen der Spitzen der an
der Spindel montierten Greifer durch eine Verformung des Kopfes auszugleichen.
[0011] Um das Gewicht der Greifer und damit das Trägheitsmoment der Greiferspindel niedrig
zu halten, sollte die Stärke des Blechs, aus dem die Greifer gebildet sind, nicht
über 1,75 mm, vorzugsweise ca. 1,5 mm, betragen.
[0012] Um die Spitzen der Greifer exakt in einer Reihe ausrichten zu können und so zu gewährleisten,
dass ein Stück Flachmaterial auf seiner gesamten Breite gleichzeitig von den Greifern
erfasst wird, sind die Greifer vorzugsweise an einer abgeflachten Längsseite der Greiferspindel
befestigt, welche die Orientierung der Greifer weitgehend vorgibt.
[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im folgenden näher beschrieben.
[0014] Es zeigen:
- Fig. 1A bis Fig. 1C
- drei Ansichten eines Greifers;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht einer Greiferspindel.
[0015] Fig. 1 zeigt in Teil A eine Seitenansicht des Greifers 01, z. B. Greiferhakens 01,
in Teil B eine Endansicht aus der in Fig. 1A mit B bezeichneten Richtung und in Teil
C eine Draufsicht aus der im Teil A mit C bezeichneten Richtung.
[0016] Der in der Fig. 1A bis 1C gezeigte Greiferhaken 01 ist einteilig aus einem Stahlblech
von 1,5 mm Stärke ausgestanzt. Ein langgestreckter Stiel 02 verbindet einen zu einem
Haken gekrümmten Kopfabschnitt 03 mit einem Basisabschnitt 04. Eine versteifende Sicke
06 erstreckt sich über den Basisabschnitt 04 und den Stiel 02, bis kurz vor Beginn
der Krümmung des Kopfabschnitts 03. Im Kopfabschnitt 03 ist die Sicke 06 fortgelassen,
um auch im fertigen Zustand des Greiferhakens 01 eine gewisse Verformbarkeit des Kopfabschnitts
03 aufrechtzuerhalten, die es bei Anbringung mehrerer der gezeigten Greiferhaken 01
auf einem gemeinsamen Träger durch Verformen der Kopfabschnitte 03 ermöglicht, deren
Spitzen exakt auf eine gemeinsame, alle Spitzen verbindende Linie auszurichten.
[0017] In den über die Ränder des Stiels 02 und des Kopfabschnitts 03 hinausgreifenden Flügeln
des Basisabschnitts 04 sind vier Löcher 07 gebildet, die zur Befestigung des Greiferhakens
01 an einem Träger mit Hilfe von durch die Löcher 07 geführten Schrauben dienen.
[0018] Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Trägers 08, z. B. einer Greiferspindel
08, die eine Mehrzahl der in Fig. 1A bis 1C dargestellten Greiferhaken 01 trägt. Diese
Greiferhaken 01 sind jeweils an einer abgeflachten Längsseite 09 der Greiferspindel
08 aufgelegt, so dass sie alle in der Ebene der Längsseite 09 orientiert sind, und
fest verschraubt.
[0019] Die Sicke 06 erlaubt es, die Greiferhaken 01 aus einem Blech von geringer Stärke
herzustellen, ohne dass dies mit Einbußen an der Formbeständigkeit der Greiferhaken
01 im Betrieb verbunden ist. Dadurch wird nicht nur Material eingespart, sondern die
im Vergleich zur herkömmlichen; nicht gesickten Greiferhaken geringe Masse der Greiferhaken
01 gewährleistet ein geringes Trägheitsmoment der Greiferspindel 08 und ermöglicht
so einen Betrieb der Greiferspindel 08 bei hohen Geschwindigkeiten. Eine weitere Maßnahme,
die das Trägheitsmoment der Greiferspindel 08 reduziert, ist die unmittelbare Befestigung
der Greiferhaken 01 an der Greiferspindel 08 mit Hilfe von durch die Löcher 07 geführten
Schrauben 11. Herkömmliche Spannbügel oder ähnliche Einspannvorrichtungen, die jeweils
den Greiferhaken 01 zwischen sich und dem Körper der Greiferspindel 08 eingeklemmt
halten, sind hier nicht vorgesehen, so dass ihr Gewicht und Trägheitsmoment fortfällt.
[0020] Die Greifer 01 können vorzugsweise in einem Zylinder eines Falzapparates angeordnet
sein.
Bezugszeichenliste
[0021]
- 01
- Greifer, Greiferhaken
- 02
- Stiel
- 03
- Kopfabschnitt
- 04
- Basisabschnitt
- Basisabschnitt
- x -
- 06
- Sicke
- 07
- Löcher
- 08
- Träger, Greiferspindel
- 09
- Längsseite
- 10
- -
- 11
- Schraube
- B
- Richtung
- C
- Richtung
1. Greifer (01) einer Flachmaterial, insbesondere Papier, verarbeitenden Maschine mit
einem Basisabschnitt (04) zur Anbringung an einem Träger (08) der Maschine, einem
Stiel (02) und einem Kopfabschnitt (03), die einteilig aus einem Blech geformt sind,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem Blech wenigstens längs des Stiels (02) des Greifers (01) eine Sicke (06) geformt
ist.
2. Greifer (01) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicke (06) sich ferner über den Basisabschnitt (04) erstreckt.
3. Greifer (01) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Löcher (07) zur Befestigung des Greifers (01) an dem Träger (08) im Basisabschnitt
(04) beiderseits der Sicke (06) gebildet sind.
4. Greifer (01) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicke (06) vor einem gekrümmten Abschnitt des Kopfeabschnittes (03) endet.
5. Greifer (01) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke des Blechs nicht über 1,75 mm beträgt.
6. Greifer (01) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke des Blechs vorzugsweise ca. 1,5 mm beträgt.
7. Maschine zur Verarbeitung von Flach material mit mindestens einem Greifer (01) nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Greifer (01) an einer den Träger (08) der Maschine bildenden Greiferspindel
(08) angeordnet sind.
8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer (01) an der Greiferspindel (08) unmittelbar verschraubt sind.
9. Maschine nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer (01) an einer abgeflachten Längsseite (09) der Greiferspindel (08) befestigt
sind.
10. Falzapparat mit mindestens einem Greifer (01) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer (01) in einem Zylinder des Falzapparates angeordnet sind.
1. A gripper (01) of a machine processing flat material, in particular paper, with a
base portion (04) for attachment to a carrier (08) of the machine, a stem (02) and
a head portion (03), which are formed in one piece from a metal sheet, characterized in that a bead (06) is formed in the metal sheet at least along the stem (02) of the gripper
(01).
2. A gripper (01) according to Claim 1, characterized in that the bead (06) additionally extends over the base portion (04).
3. A gripper (01) according to Claim 2, characterized in that holes (07) for fastening the gripper (01) to the carrier (08) are formed in the base
portion (04) on both sides of the bead (06).
4. A gripper (01) according to any one of the preceding Claims, characterized in that the bead (06) terminates in front of a curved portion of the head portion (03).
5. A gripper (01) according to any one of the preceding Claims, characterized in that the thickness of the metal sheet does not amount to more than 1 75 mm.
6. A gripper (01) according to Claim 5, characterized in that the thickness of the metal sheet preferably amounts to approximately 1.5 mm.
7. A machine for processing flat material with at least one gripper (01) according to
Claim 1, characterized in that a plurality of grippers (01) are arranged on a gripper spindle (08) which forms the
carrier (08) of the machine.
8. A machine according to Claim 7, characterized in that the grippers (01) are bolted directly to the gripper spindle (08).
9. A machine according to Claim 7 or 8, characterized in that the grippers (01) are fastened to a flattened longitudinal side (09) of the gripper
spindle (08).
10. A folder with at least one gripper (01) according to any one of Claims 7 to 9, characterized in that the grippers (01) are arranged in a cylinder of the folder.
1. Dispositif de préhension (01) d'une machine de traitement de matériau plat, en particulier
de papier, avec un tronçon de base (04) pour le montage sur un support (08) de la
machine, un bras (02) et un tronçon de tête (03), formés d'une seuie pièce à partir
d'une tôle, caractérisé en ce que, dans la tôle, est formé une moulure (06), au moins dans la direction longitudinale
du bras (02) du dispositif de préhension (01).
2. Dispositif de préhension (01) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la moulure (06) s'étend en outre sur le tronçon de base (04).
3. Dispositif de préhension (01) selon la revendication 2, caractérisé en ce que des trous (07) sont formés dans le tronçon de base (04), de part et d'autre de la
moulure (06), pour la fixation du dispositif de préhension (01) sur le support (08).
4. Dispositif de préhension (01) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la moulure (06) s'achève avant un tronçon incurvé du tronçon de tête (03).
5. Dispositif de préhension (01) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'épaisseur de la tôle n'est pas supérieure à 1,75 mm.
6. Dispositif de préhension (01) selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'épaisseur de la tôle est de préférence d'environ 1,5 mm.
7. Machine pour le traitement de matériau plat, avec au moins un dispositif de préhension
(01) selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une pluralité de dispositifs de préhension (01) sont disposés sur une broche à dispositifs
de préhension (08) formant le support (08) de la machine.
8. Machine selon la revendication 7, caractérisée en ce que les dispositifs de préhension (01) sont vissés directement sur la broche à dispositifs
de préhension (08).
9. Machine selon la revendication 7 ou 8, caractérisée en ce que les dispositifs de préhension (01) sont fixés sur un côté longitudinal (09) aplati
de la broche à dispositifs de préhension (08).
10. Appareil de pliage comprenant au moins un dispositif de préhension (01) selon l'une
des revendications 7 à 9, caractérisée en ce que les dispositifs de préhension (01) sont disposés dans un cylindre de l'appareil de
pliage.
