[0001] Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine mit einem Kurbelgehäuse, in dem eine
Kurbelwelle drehbar gelagert ist, an der zumindest ein einen Kolben tragendes Pleuel
angelenkt ist, wobei der Kolben in einen von einem Zylinderkopf abgedeckten Zylinder
bewegbar ist und wobei von der Kurbelwelle eine in einem frontseitig an dem Kurbelgehäuse
montierten und zumindest einen integrierten Kanal für Kühlwasser aufweisenden Kühlwasserpumpenmodul
angeordnete Kühlwasserpumpe und ein Generator mittels eines Riemens angetrieben sind.
[0002] Eine derartige Brennkraftmaschine ist aus der DE-A 22 46 455 bekannt. Diese Brennkraftmaschine
weist ein Kühlwasserpumpenmodul auf, das als eigenständiges Gussgehäuse ausgebildet
ist und an der Frontseite der Brennkraftmaschine befestigt ist. Dieses Gussgehäuse
dient gleichzeitig als Befestigung aller übrigen Hilfsgeräte der Brennkraftmaschine,
wobei ein kompliziertes System von Stützen vorhanden ist, das Hilfsgeräte aufnimmt.
Insgesamt handelt es sich dabei um ein kompliziertes Gebilde, wobei die einzelnen
Hilfsgeräte über mehrere Riemen in verschiedenen Ebenen angetrieben werden.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Brennkraftmaschine mit einem Kühlwasserpumpenmodul
anzugeben, dass durch Anordnung und Ausbildung eine bauliche Vereinfachung der Brennkraftmaschine
bewirkt.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das Kühlwasserpumpenmodul im Bereich des
Übergangs von der Frontseite zu einer Seitenwand der Brennkraftmaschine angeordnet
ist und dass der Kanal in Form eines Übergangskanals in Strömungsverbindung mit einem
Ölkühlermodul steht. Dadurch, dass das Kühlwasserpumpenmodul im Bereich des Übergangs
von der Frontseite zu einer Seitenwand der Brennkraftmaschine angeordnet ist, verbleibt
an der restlichen Frontseite noch Platz für weitere Einrichtungen, die direkt an das
Kurbelgehäuse oder einem Räder- bzw. Kettenkasten angeordnet und befestigt sind. Weiterhin
steht der in das Kühlwasserpumpenmodul integrierte Kühlwasserkanal in Verbindung mit
einem Ölkühlermodul. Dies erfolgt ohne weitere Leitung durch direktes Aneinanderstoßen
der beiden Module. Dabei kann das Ölkühlermodul auf der Frontseite neben dem Kühlwassermodul
angeordnet und gegebenenfalls einstückig mit dem Kühlwassermodul ausgebildet sein,
oder aber in bevorzugter Weiterbildung ist das Ölkühlermodul an der Seitenwand der
Brennkraftmaschine angeordnet, die an das Kühlwasserpumpenmodul angrenzt. Dabei ist
dann entweder das Kühlwasserpumpenmodul oder das Ölkühlermodul über die Seitenwand
bzw. die Frontseite hinausgezogen, so dass auch bei dieser Anordnung eine direkte
leitungslose Verbindung des Übergangskanals mit dem Ölkühlermodul besteht. Auch bei
dieser Anordnung können die beiden Module eigenständig oder einstückig ausgebildet
sein.
[0005] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind an dem Kühlwasserpumpenmodul Anschlüsse
zur Verbindung mit einem Kühlwasserwärmetauscher und einem Ausgleichsbehälter angebracht.
Diese beiden Anschlüsse sind so angeordnet, dass sie einerseits außerhalb des Laufbereiches
des Riemens liegen und andererseits über einen kurzen Schlauch sowohl der Kühlwasserwärmetauscher
als auch der Ausgleichsbehälter angeschlossen werden können. Dabei ist der Anschluss
zur Verbindung mit dem Ausgleichsbehälter bevorzugt im Anbindungsbereich des Anschlusses
für den Schlauch zu dem Kühlwasserwärmetauscher angeordnet.
[0006] In Weiterbildung der Erfindung ist ein von einem Thermostatventilmodul abzweigender
Kühlwasserkurzschluss leitungslos mit dem Kühlwasserpumpenmodul verbunden. Leitungslos
heißt, dass keine externe Leitung, beispielsweise in Form eines Schlauchs, vorhanden
ist. Dabei kann im Rahmen der Erfindung das Thermostatventilmodul auch einstückig
mit dem Kühlwasserpumpenmodul ausgebildet sein. Somit kann das Kühlwasserpumpenmodul
komplett mit allen erforderlichen Bauteilen vorgefertigt werden und als komplette
Einheit an die Brennkraftmaschine angebaut werden. Dabei ist das Kühlwasserpumpenmodul
auch für Brennkraftmaschinen einer Baureihe mit unterschiedlichen Zylinderzahlen geeignet,
wobei gegebenenfalls beispielsweise unterschiedliche leistungsfähige Wasserpumpen
verbaut werden.
[0007] In Weiterbildung der Erfindung ist an dem Kühlwasserpumpenmodul ein Befestigungssattel
für einen Generator angeordnet. Dabei ist der Befestigungssattel so angeordnet, dass
der Generator oberhalb des Ölkühlermoduls angeordnet ist und von dem gleichen Riemen
angetrieben wird, der auch die Kühlwasserpumpe antreibt.
[0008] In Weiterbildung der Erfindung ist der Riemen über eine Umlenkrolle und einen Riemenspanner
geführt. Dabei sind die Umlenkrolle und der Riemenspanner so angeordnet, dass ausreichende
Umschlingungswinkel an den einzelnen Antriebsrollen vorhanden sind, wobei in weiterer
Ausgestaltung die Umlenkrolle den Antrieb für eine in das Kühlwasserpumpenmodul integrierte
Kraftstoffförderpumpe darstellt.
[0009] In Weiterbildung der Erfindung ist an dem Ölkühlermodul ein Ölfilter angeordnet.
Dadurch werden keine zusätzlichen Leitungen zu einem an einer anderen Stelle der Brennkraftmaschine
angeordneten Ölfilter benötigt.
[0010] In Weiterbildung der Erfindung sind in das Ölkühlermodul alle erforderlichen Ventile
und Sensoren für den Ölkreislauf integriert. Damit ergibt sich auch bei dem Ölkühlermodul
die Möglichkeit, dieses weitgehend vorzumontieren und als Einheit an die Brennkraftmaschine
anzubauen.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind das Ölkühlermodul und/oder das Kühlwasserpumpenmodul
die Anschraubbasis für ein Brennkraftmaschinensteuergerät. Dies hat den Vorteil, dass
für das Brennkraftmaschinensteuergerät ein günstiger Anbauplatz zur Verfügung steht,
da die erforderlichen Leitungsanschlüsse zu den Sensoren, Ventilen und sonstigen Bauteilen
in bzw. an der Brennkraftmaschine über kurze Leitungen herstellbar sind.
[0012] In weiterer Ausgestaltung ist ein ebenfalls frontseitig angeordnetes Schmierölpumpengehäuse
mit dem Kühlwasserpumpenmodul einteilig ausgebildet und das Ölkühlermodul ist von
hinten dagegen geschraubt. Die Dichtfläche des Schmierölpumpengehäuses und des Ölkühlermoduls
liegt auf einer Ebene und bildet so die Anflanschfläche für das Ölkühlermodul außerhalb
der Dichtfläche zu dem Kurbelgehäuse. In einer weiteren Zusammenfassung kann ein Komplettmodul
das Thermostatventilmodul, das Kühlwasserpumpenmodul, das Schmierölpumpengehäuse und
einen Träger für ein Lüfterrad umfassen. Dieses Komplettmodul kann mit Ölpumpe, Kühlwasserpumpe,
Wellendichtring für die Kurbelwelle und dem Thermostatventil vorkomplettiert an das
Montageband angeliefert werden. Die stirnseitige Anflanschung des Kühlwasserpumpenmoduls
an das Ölkühlermodul reduziert Umlenkungen des Kühlwasserstroms und verringert damit
den kühlmittelseitigen Strömungswiderstand.
[0013] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der Zeichnungsbeschreibung
zu entnehmen, in der ein in den Figuren dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung
näher beschrieben ist.
[0014] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Ansicht der teilmontierten Brennkraftmaschine,
- Fig. 2
- eine frontseitige Ansicht der Bauteile Kühlwasserpumpenmodul, Ölkühlermodul und Riementrieb
und
- Fig. 3
- eine rückseitige Ansicht des Kühlwasserpumpenmoduls.
[0015] Die Brennkraftmaschine 1 ist als selbstzündende sechszylindrige (oder alternativ
als vierzylindrige) Maschine ausgelegt und weist bevorzugt ein Common-Rail-Einspritzsystem
auf. Der Hochdruckspeicher 2 des Common-Rail-Einspritzsystems ist entlang der Zylinderreihe
in Höhe der Trennebene zwischen dem Zylinderkopf 3 und der Ventildeckelhaube 4 angeordnet.
Der Hochdruckspeicher 2 weist Anschlüsse auf, an die Einspritzleitungen angeschlossen
sind, die den Hochdruckspeicher 2 mit Einspritzventilen in dem Zylinderkopf 3 verbinden.
Weitere Anschlüsse an dem Hochdruckspeicher 2 sind über Hochdruckleitungen mit zwei
Hochdruckpumpen 5 verbunden, die in seitliche Öffnungen des Kurbelgehäuses 6 der Brennkraftmaschine
1 in Höhe der Trennebene zwischen dem Kurbelgehäuse 6 und dem Zylinderkopf 3 eingelassen
sind. Die Hochdruckpumpen 5 werden direkt von der Gaswechselventilnockenwelle der
Brennkraftmaschine 1 angetrieben, die dementsprechend neben den Gaswechselnocken zumindest
zwei Hochdrucknocken ausweist.
[0016] Frontseitig weist die Brennkraftmaschine 1 einen Riementrieb mit einem als Flachriemen
ausgebildeten Riemen 7 auf, der von einem auf der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine
1 befestigten Treibrad 8 über einen Riemenspanner 9 das Antriebsrad 10 einer Kühlwasserpumpe
10a, einen Generator 11 und weiter über eine Umlenkrolle 12, die zudem in einer Ausführungsvariante
den Antrieb für eine in das Kühlwasserpumpenmodul integrierte Kraftstoffpumpe darstellt,
ein Lüfterrad 13 antreibt. Zur besseren Übersicht ist der Lüfter in Fig. 1 nicht auf
dem Lüfterrad 13 montiert.
[0017] Die Kühlwasserpumpe 10a ist in einem Kühlwasserpumpenmodul 14 eingebaut, wobei das
Kühlwasserpumpenmodul 14 im Bereich des Übergangs von der Frontseite 15 zu einer Seitenwand
16 der Brennkraftmaschine 1 angeordnet ist. Das Kühlwasserpumpenmodul 14 weist einen
Befestigungssattel 17 für den Generator 11 auf, wobei weiterhin die Umlenkrolle 12
und der Riemenspanner 9 ebenfalls an dem Kühlwasserpumpenmodul 14 befestigt bzw. angeordnet
sind. Das Lüfterrad 13 ist auf einem als Dreibein ausgebildeten Träger 18 (Fig. 3)
angeordnet, der neben dem Kühlwasserpumpenmodul 14 an der Frontseite 15 der Brennkraftmaschine
1 befestigt ist. Das Kühlwasserpumpenmodul 14 ist - wie ausgeführt - am Übergang von
der Frontseite 15 zu der Seitenwand 16 angeordnet und ragt dabei mit einem Teilbereich
über die Frontseite 15 von der Seitenwand 16 trennenden Kante hinaus. An diesen Teilbereich
schließt ein Ölkühlermodul 19 an, das an der Seitenwand 16 befestigt ist. Das Ölkühlermodul
19 trägt einen als Becherfilter oder Wechselpatronenfilter ausgebildeten Ölfilter
20 und enthält einen in das Ölkühlermodul 19 integrierten gehäuselosen Wärmetauscher
in Schalenbauweise. Weiterhin sind in das Ölkühlermodul 19 Ventile wie ein Überdruckventil
und/oder ein Absteuerventil, sowie Sensoren wie Drucksensoren und/oder Temperatursensoren
eingebaut.
[0018] Das Kühlwasserpumpenmodul 14 weist einen Anschluss 21 a zur Verbindung mit einem
Kühlwasserwärmetauscher sowie einen in den Anschluss 21 a einmündenden Anschluss 21
b zur Verbindung mit einem Ausgleichsbehälter auf. Der Anschluss 21a bildet den Eintritt
des Kühlwassers in die Brennkraftmaschine 1, wobei das eintretende Kühlwasser von
der Kühlwasserpumpe 10 über einen spiralförmigen Kanal 22 (Fig. 3) in einen Übergangskanal
23 in dem überstehenden Teilbereich gefördert wird, wobei der Übergangskanal 23 mit
einem Eingangskanal 24 (Fig. 2) in dem Ölkühlermodul 19 in Verbindung steht. Von dem
Eingangskanal 24 gelangt das Kühlwasser zu dem Ölkühlerraum und wird von diesem weiter
in den internen Kühlkreislauf der Brennkraftmaschine eingeleitet. Nachdem das Kühlwasser
die Kühlwasserräume der Brennkraftmaschine durchströmt hat, gelangt es über einen
zentralen Auslass in ein Thermostatventilmodul 25 (Fig. 1 und Fig. 3), das mit einem
Einlass 26 an dem Auslass der Brennkraftmaschine befestigt ist. In den Thermostatventilmodul
25 ist das Thermostatventil integriert, das das Kühlwasser bei niedrigen Kühlwassertemperaturen
direkt über einen Kühlwasserkurzschluss 27 in den von dem Anschluss 21 a kommenden
Eingang zu der Kühlwasserpumpe 10 in dem Kühlwasserpumpenmodul 14 einleitet. Hierzu
ist das Thermostatventilmodul 25 direkt ohne direkte Leitung mit dem Kühlwasserpumpenmodul
14 über eine Steckverbindung verbunden. Bei heißem Kühlwasser wird das Kühlwasser
in einen frontseitigen Auslass 28 des Thermostatventilmoduls 25 eingeleitet, der wiederum
mit dem Kühlwasserwärmetauscher über eine Schlauchverbindung verbunden ist.
1. Brennkraftmaschine mit einem Kurbelgehäuse, in dem eine Kurbelwelle drehbar gelagert
ist, an der zumindest ein einen Kolben tragendes Pleuel angelenkt ist, wobei der Kolben
in einen von einem Zylinderkopf abgedeckten Zylinder bewegbar ist und wobei von der
Kurbelwelle eine in einem frontseitig an dem Kurbelgehäuse montierten und zumindest
einen integrierten Kanal für Kühlwasser aufweisenden Kühlwasserpumpenmodul angeordnete
Kühlwasserpumpe und ein Generator mittels eines Riemens angetrieben sind,
dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlwasserpumpenmodul (14) im Bereich des Übergangs von der Frontseite (15) zu
einer Seitenwand (16) der Brennkraftmaschine (1) angeordnet ist, und dass der Kanal
(23) in Strömungsverbindung mit einem Ölkühlermodul (19) steht.
2. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Ölkühlermodul (19) an der Seitenwand (16) der Brennkraftmaschine (1) angeordnet
ist
3. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass an dem Kühlwasserpumpenmodul (14) Anschlüsse (21 a, 21 b) zur Verbindung mit einem
Kühlwasserwärmetauscher und einem Ausgleichsbehälter angebracht sind.
4. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein von einem Thermostatventilmodul (25) abzweigender Kühlwasserkurzschluss (27)
leitungslos mit dem Kühlwasserpumpenmodul (14) verbunden ist.
5. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass an dem Kühlwasserpumpenmodul (14) ein Befestigungssattel (17) für einen Generator
(11) angeordnet ist.
6. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Riemen (7) über eine Umlenkrolle (12) und einen Riemenspanner (9) geführt ist.
7. Brennkraftmaschine nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkrolle (12) den Antrieb für eine in das Kühlwasserpumpenmodul (14) integrierte
Kraftstoffförderpumpe bildet.
8. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass an dem Ölkühlermodul (19) ein Ölfilter (20) angeordnet ist.
9. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in das Ölkühlermodul (19) Ventile und Sensoren für den Ölkreislauf integriert sind.
10. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Ölkühlermodul (19) und/oder das Kühlwasserpumpenmodul (14) die Anschraubbasis
für ein Brennkraftmaschinensteuergerät sind.