| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 443 270 A1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
| (43) |
Veröffentlichungstag: |
|
04.08.2004 Patentblatt 2004/32 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.01.2004 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: F23D 14/36 |
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
|
Benannte Erstreckungsstaaten: |
|
AL LT LV MK |
| (30) |
Priorität: |
27.01.2003 AT 1002003
|
| (71) |
Anmelder: Vaillant GmbH |
|
42859 Remscheid (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Riecke, Harald
42853 Remscheid (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Hocker, Thomas |
|
Vaillant GmbH
Berghauser Strasse 40 42859 Remscheid 42859 Remscheid (DE) |
|
| |
|
|
|
Bemerkungen: |
|
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86 (2) EPÜ. |
|
| (54) |
Mischvorrichtung für Brenngas und Luft, vorzugsweise für Heizgeräte |
(57) Bei einer Mischeinrichtung (4) für Brenngas und Verbrennungsluft, insbesondere für
Heizgeräte, werden das Brenngas und zumindest ein Teil der Verbrennungsluft für eine
Verbrennung durch die Mischeinrichtung (4) in eine Gebläse (2) geleitet. Die Brenngasleitung
(3) ragt in die Mischeinrichtung (4) und mündet mit einem Abstand (7) auf eine Umlenkkontur
(6), so dass das Brenngas an den Außenrand der Mischeinrichtung (4) abgelenkt wird.
Hierdurch wird eine optimale Durchmischung von Brenngas und Luft erreicht.
|

|
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Mischvorrichtung für Brenngas und Luft, vorzugsweise
für Heizgeräte.
[0002] Bei vollvormischenden Heizgeräten wird sehr häufig das Brenngas in einen Luftansaugstutzen
vor einem Gebläse eingeleitet. Obwohl das Gebläse für erhebliche Turbulenzen sorgt,
kommt es hierbei jedoch nicht zu einer vollständigen Durchmischung von Brenngas und
Luft. Vielmehr ist festzustellen, dass insbesondere bei niedrigen Gebläsedrehzahlen
nach wie vor Brenngasteilströme bindfadenmäßig wenig durchmischt das Gebläse durchlaufen.
Dies hat zur Folge, dass ein Flächenbrenner an verschiedenen Stellen über ein sehr
fettes und an anderen Stellen über ein sehr mageres Gemisch verfügt. Die fetten Stellen
führen in der Regel zu hohen Verbrennungstemperaturen, was wiederum hohe Stickoxidwerte
zur Folge hat. Übermäßig luftreiche, magere Stellen haben eine niedrige Verbrennungstemperatur
und dem zur Folge hohe Kohlenmonoxidemissionen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf einfache Art und Weise eine möglichst
optimale Durchmischung von Brenngas und Luft zu ermöglichen.
[0004] Erfindungsgemäß wird dies bei einer Mischeinrichtung der eingangs erwähnten Art durch
die kennzeichnenden Merkmale des unabhängigen Anspruches erreicht. Hierzu wird in
eine Mischeinrichtung, durch die zumindest ein Teil der Verbrennungsluft geleitet
wird, das Brenngas zentrisch eingedüst und auf eine Umlenkkontur geleitet, wodurch
das Brenngas an den Außenrand der Mischeinrichtung gelangt. Hierdurch kreuzen sich
der Brenngasstrom und der Luftstrom, wodurch es zu einer Vermischung kommt.
[0005] Gemäß den Merkmalen des Anspruches 2 ergibt sich der Vorteil, dass das Brenngas gezielt
kontinuierlich zur Seite abgelenkt werden kann, wodurch es zu einer kontrollierten
Strömung und somit Vermischung kommt.
[0006] Durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruches 3 wird erreicht, dass
zusätzlich zu der Mischwirkung der Mischeinrichtung das nachgeschaltete Gebläse für
eine wirkungsvolle Durchmischung sorgt.
[0007] Gemäß den Merkmalen des Anspruches 4 ergibt sich der Vorteil, dass Bauteile miteinander
verbunden werden können. So ist die Umlenkkontur Teil des Lüfterrades des Gebläses.
Hieraus ergibt sich der Vorteil, dass innerhalb des Gebläses die Brenngasströmung
radial nach außen erfolgt und hierdurch die Mischwirkung verstärkt wird.
[0008] Gemäß den Merkmalen des Anspruches 5 ergibt sich der Vorteil, dass die Brenngasleitung
an einem definierten Ort plaziert werden kann, wodurch es stets zu reproduzierbar
guten Mischergebnissen kommt.
[0009] Gemäß den Merkmalen des Anspruches 6 ergibt sich der Vorteil, dass es zu einer Bauteilreduzierung
kommt. Werden die Umlenkkontur und die Rohfixierung einteilig hergestellt, so reduzieren
sich auch hierdurch die Bauteilkosten.
[0010] Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen
- Fig. 1 ein Heizgerät mit einer erfindungsgemäßen Mischeinrichtung,
- Fig. 2 ein Gebläse mit einer erfindungsgemäßen Mischeinrichtung,
- Fig. 3 die Mischeinrichtung im Detail,
- Fig. 4 das Kernstück der Mischeinrichtung 4 sowie
- Fig. 5 dasselbe Bauteil aus einer anderen Perspektive.
[0011] Figur 1 zeigt ein Heizgerät mit einer erfindungsgemäßen Mischeinrichtung. Das Gerät
verfügt über einen Brenner 8, der sich zentrisch innerhalb eines Wärmeaustauschers
9 befindet. Dem Brenner 8 ist ein Gebläse 2 vorgeschaltet. Auf der Eintrittsseite
des Gebläses 2 befindet sich die erfindungsgemäße Mischeinrichtung 4; in diese ragt
eine Brenngasleitung 3.
[0012] Aus Figur 2 geht hervor, dass die Brenngasleitung 3 zentrisch in die Mischeinrichtung
4 eingeführt wird. Das Brenngasleitung 3 wird mittels einer Rohrfixierung 5 zentrisch
positioniert. Dies wird auch aus dem Schnitt der Mischeinrichtung in Figur 3 deutlich.
Die Brenngasleitung 3 mündet in die Mischeinrichtung 4. Zwischen der Umlenkkontur
6 und dem Austritt aus der Brenngasleitung 3 befindet sich ein Abstand 7.
[0013] Beim Betrieb des Heizgerätes 1 wird Verbrennungsluft von dem Gebläse 2 durch die
Mischeinrichtung 4 angesaugt. Brenngas strömt über die Brenngasleitung 3 in die Mischeinrichtung
4 ein, strömt auf die Umlenkkontur 6 und wird gezielt nach außen abgelenkt. Brenngas
und Luft gelangen anschließend in das Gebläse 2 und werden dort weiter vermischt,
anschließend unter einem Überdruck dem Brenner 8 zugeführt. Das Brenngas-Luft-Gemisch
wird verbrannt, anschließend in dem Wärmeaustauscher 9 thermisch genutzt.
[0014] Häufig wird als Brenngas Erdgas verwendet, das zum größten Anteil über das Gas Methan
(CH
4) verfügt. Methan weist mit einer Dichte von 0,7175 kg/m
3 eine geringere Dichte als Luft (1,293 kg/m
3) auf. Dies hat zur Folge, dass in ein Gebläse vorwiegend die schwereren Gase nach
außen gedrückt werden, während die leichteren Gase im Inneren verbleiben. Bei Mischeinrichtungen
gemäß dem Stand der Technik ist somit die Luft außen und das Brenngas tendenziell
mehr im inneren Bereich zu finden.
[0015] Demgegenüber strömt das Brenngas bei einer erfindungsgemäßen Mischeinrichtung zunächst
außen in das Gebläse ein, während die Luft sich sehr stark im Innenbereich befindet.
Durch die Zentrifugalkraft wird anschließend die Luft stärker nach außen gedrückt,
so dass es dann zu einer starken Vermischung mit dem außen befindlichen Methan kommt.
Somit wird bei einer erfindungsgemäßen Mischeinrichtung eine deutlich bessere Vermischung
als bei einer Mischeinrichtung gemäß dem Stand der Technik erreicht.
1. Mischeinrichtung (4) für Brenngas und Verbrennungsluft, insbesondere für Heizgeräte,
durch welche das Brenngas und zumindest ein Teil der Verbrennungsluft für eine Verbrennung
geleitet wird, mit einer Brenngasleitung (3), welche in die Mischeinrichtung (4) ragt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Brenngasleitung (3) in der Mischeinrichtung (4) mit einem Abstand (7) auf eine
Umlenkkontur (6) mündet.
2. Mischeinrichtung (4) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkkontur (6) derart gestaltet ist, dass eine Erhebung zumindest näherungsweise
zentrisch in Richtung Öffnung der Brenngasleitung (3) ragt und in Strömungsrichtung
radial zum Außenrand der Mischeinrichtung (4) verläuft.
3. Mischeinrichtung (4) gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischeinrichtung (4) strömungstechnisch einem Gebläse (2) vorgeschaltet ist.
4. Mischeinrichtung (4) gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkkontur (6) zentrisch auf dem Lüfterrad des Gebläses (2) angeordnet ist.
5. Mischeinrichtung (4) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Brenngasleitung (3) mittels einer Rohrfixierung (5) in der Mischeinrichtung (4)
zentriert ist.
6. Mischeinrichtung (4) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkkontur (6) und Rohrfixierung (5) einstückig sind.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86(2) EPÜ.
1. Mischeinrichtung (4) für Brenngas und Verbrennungsluft, insbesondere für Heizgeräte,
durch welche das Brenngas und zumindest ein Teil der Verbrennungsluft für eine Verbrennung
geleitet wird, mit einer Brenngasleitung (3), welche in die Mischeinrichtung (4) ragt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Brenngasleitung (3) in der Mischeinrichtung (4) mit einem Abstand (7) zentrisch
auf eine Umlenkkontur (6) mündet, wobei die Umlenkkontur (6) derart gestaltet ist,
dass das Brenngas radial an den Außenrand der Mischeinrichtung (4) gelenkt wird.
2. Mischeinrichtung (4) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkkontur (6) derart gestaltet ist, dass eine Erhebung zumindest näherungsweise
zentrisch in Richtung Öffnung der Brenngasleitung (3) ragt und in Strömungsrichtung
radial zum Außenrand der Mischeinrichtung (4) verläuft.